King of Queens 3x02

Transkript der Folge "Der Spaßvogel" [#3.02]

Deutsches Transkript erstellt von Michaela Götte

Bei diesem Skript handelt es sich nicht um ein Originaldrehbuch, sondern um die Mitschrift der TV-Version dieser Folge!

Originaltitel: Roast Chicken
Ausstrahlung: 09.10.2000
Deutscher Titel: Der Spaßvogel
Ausstrahlung: 31.10.2001
Buch: Tony Sheehan
Regie: Rob Schiller

Darsteller

Kevin James [Doug Heffernan]
Leah Remini [Carrie Heffernan]
Jerry Stiller [Arthur Spooner]
Victor Williams [Deacon Palmer]


Gastdarsteller

Tom Amandes [Les Fisker]
Carol Ann Susi [Ms. Deluca]
David Stenstrom [Bill Davies]
Mary Morrissey [Alana Fisker]


Inhaltsangabe
Als Dougs Chef, Les Fisker, sein 20-jähriges Firmenjubiläum feiert, überzeugt Carrie Doug davon, eine lustige Glückwunschkarte zu schreiben. So soll er bei seinem Boss Eindruck schinden. Doch Doug fällt einfach nichts ein, und so übernimmt Carrie die Aufgabe. Les Fisker ist so begeistert von dem Text, dass er Doug bittet, beim Bankett eine unterhaltsame Spottrede zu halten. Vor dem großen Auftritt hat Doug das große Fracksausen, aber zu seiner eigenen überraschung kommt sein Beitrag bei den Gästen hervorragend an. Allerdings nur, bis er einen Scherz über die Blase von Les Fisker macht. Ein Kollege macht Doug schließlich darauf aufmerksam, dass Fisker gerade eine Prostataoperation hinter sich gebracht hat. Zur Strafe muss Doug nun Nachtschichten schieben. [Text: RTL II]

Szene 1 – Dougs und Carries Haus
Es regnet in Strömen. Doug und Carrie kommen total durchnässt und mit
Plastiktüten in den Händen vom Einkaufen zurück. Vor der Eingangstür machen Sie
sich auf die Suche nach dem Wohnungsschlüssel.

Carrie: Angeblich sollte es doch heute gar nicht regnen, verdammter
Wetterfrosch. Mach die Tür auf, ich werd' ganz naß.

Doug: Ich komm' nicht an die Schlüssel ran. [wühlt in seiner Hosentasche]

Carrie: Ach, ich mach das. Halt das mal.

Doug: Au, Vorsicht, da sind die Wasserflaschen drin. [Carrie greift in Dougs
Hosentasche]
Oh ja, Mama Leonie, noch 'n Stückchen weiter links und dann schnapp
dir den Burschen.

Carrie: Hör auf! Was machst du mit all den Schlüsseln? Arbeitest du im Knast? Wo
ist der Hausschlüssel?

Doug: Du hast ihn gerade gehabt. Der da.

SCHNITT: Im Wohnzimmer. Arthur sitzt auf der Couch und liest eine Zeitung. Doug
und Carrie sind zu hören.

Carrie: Such den Schlüssel und mach die verdammte Tür auf!

Doug: Gut, gib schon her. Gib her.

Carrie: Hier, aber stell die Tasche nicht in die Pfütze.

Doug: Hier gibt es keine Pfütze!

Arthur: Diese verrückten Kinder.

                                                                      
VORSPANN

Szene 2 – Dougs und Carries Haus
In der Küche. Arthur und Doug sitzen am Küchentisch, Carrie serviert das Essen.

Carrie: Okay, ich habe hier Hühnchen und Kartoffeln. [Arthur und Doug entreißen
ihr das Essen]
Hey, Vo-Vo-Vorsicht, meine Finger. Entschuldigt, ich wollte eure
Fressrituale nicht unterbrechen. Na, Jungs, wie war euer Tag? War irgendwas?
Ach, wirklich?

Arthur: Unschöne Sache, das mit unserem Vizepräsidenten.

Carrie: Was ist mit ihm?

Arthur: Was mit ihm ist, er ist zurückgetreten.

Carrie: Wer?

Arthur: Al Gore, der Vizepräsident. Sag mal, lebst du in 'ner Höhle?

Carrie: Nein, ich lebe nicht in einer Höhle und Al Gore ist nicht
zurückgetreten.

Arthur: Aber sicher ist er das.

Carrie: Doug?

Doug: Ich weiß nicht.

Arthur: Es stand auf der Titelseite der Zeitung. Ich werd's euch zeigen.

Carrie: Wenn Gore zurückgetreten ist, warum war davon nichts in den Nachrichten
oder im Radio zu hören?

Arthur: Vielleicht ist der Mann ihnen ja zuvorgekommen?

Carrie: [zu Doug] Ach, übrigens, Marc und Abby haben angerufen. Sie wollen mit
uns am Samstag ins Beni-Hana gehen.

Doug: Oh ja, ich mag den Laden. Besser als auf dieses blöde IPS-Bankett zu
gehen.

Carrie: Deine Firma gibt ein Bankett?

Doug: Vergiss es, wir gehen ins Beni-Hana. Ich hoffe, Iko bedient uns. Letztes
Mal war es Hans-Dieter.

Arthur: Ich kann einfach die Titelseite nicht mehr finden.

Carrie: Vergiss es, die liegt wahrscheinlich schon im Müll.

Arthur: Oh, danke.

Carrie: Wieso geben sie das Bankett? Dad, geh bitte von der Mülltonne weg.

Doug: Komm schon, lass ihn doch. Vielleicht fällt er ja rein.

Carrie: Also, wozu ist das Bankett?

Doug: Es ist nur für Les Fisker. Er ist seit 20 Jahren in der Firma oder so.

Carrie: Wer ist Les Fisker?

Arthur: Da ist ja noch Thunfisch in der Dose. Besitzen wir vielleicht 'ne
Diamantenmine von der ich nichts weiß?

Carrie: Wer ist Les Fisker?

Doug: Er ist mein Boss.

Carrie: Ich dachte, O' Boyle wäre dein Boss.

Carrie: O'Boyle ist nur mein Supervisor. Fisker leitet die ganze Firma.

Carrie: Okay, solltest du dann aber nicht hingehen?

Doug: Wieso denn? Er kennt mich nicht mal.

Carrie: Was meinst du damit, er kennt dich nicht?

Doug: Er kennt mich nicht. Er kennt keinen Dougie nicht.

Arthur: Aha, Gore tritt bei der Entscheidung über die Steuern einen Schritt
zurück. Also, dies ist ganz offensichtlich die falsche Zeitung.

Carrie: Also Doug, ich finde, wir sollten Samstag zu diesem Bankett gehen.

Doug: Wieso?

Carrie: Wieso, na ja weil er dein Boss ist. Das ist die perfekte Chance für dich
Pluspunkte zu sammeln, dich von der übrigen Masse etwas abzuheben.

Doug: Oh ja, jetzt verstehe ich, wo das Missverständnis liegt. Hör zu: Du
willst, dass ich mich von der übrigen Masse abhebe, während ich mich hinter eben
dieser Masse verstecke und unsichtbar bleiben will. Carrie, so überlebe ich,
verstehst du? Namen- und gesichtslos bleiben. Nicht zu gut und nicht zu
schlecht. Genau an der Grenze zur Mittelmäßigkeit.

Carrie: Du benimmst dich wirklich lächerlich.

Arthur: Och, du willst doch nur, dass er diesem Kerl den Hintern küsst. Ja, er
kriegt 'ne dicke Provision, aber er verliert dabei seine Seele.

Carrie: Iss du weiter und schweig still.

Arthur: Bei all den Jobs, die ich schon hatte, hatte ich es nie nötig, jemand in
den Hintern zu kriechen. Ich habe immer meine Meinung gesagt.

Carrie: Deswegen kriegst du keine Rente, keine Sozialhilfe und lebst in unserem
Keller.

Arthur: Ich würd' gern wissen, von wem du diese Boshaftigkeit hast.

Carrie: Doug?

Doug: Ja,gut in Ordnung, einverstanden wir gehen zu dem Bankett.

Arthur: Na großartig ! Arschkriecher!

Szene 3 – Dougs und Carries Haus
In der Küche. Doug packt gerade seine Tasche und will zur Hintertür hinausgehen,
als Carrie vom Wohnzimmer in die Küche kommt.

Doug: Carrie, ich bin weg!

Carrie: Doug, warte, warte! [Doug: Was ist?] Hier unterschreib' das und gib es
deinem Chef.

Doug: Was unterschreiben?

Carrie: Die Karte, um ihm zu seinem Jubiläum zu gratulieren.

Doug: Eine Karte? Nein-nein das ist viel zu übertrieben.

Carrie: Nein, ist es nicht, Doug. Es ist sehr gut für die Karriere. Ich mach das
ständig im Büro.

Doug: Und glaubst du, dass du deswegen keinen Kaffee mehr kochen musst?

Carrie: Sehr nett. Toll, sei ruhig gemein zu mir. Komm jetzt und unterschreib'
eine.

Doug: Na gut. Wieso hast du eigentlich so viele Karten?

Carrie: Oh, wenn ich 'ne Karte sehe, die mir gefällt, dann kaufe ich sie.
Selbst, wenn ich sie nicht brauche. Genauso, wie du es mit Fleisch machst. Wie wär es mit der?

Doug: Zwei Hirsche, die aus einem Gebirgsfluß trinken. Hast du nicht etwas
Schwuleres?

Carrie: Hier! Jagdhunde. Sind die heterosexuell genug für dich?

Doug: Ich kann's nicht glauben, erst das Bankett, jetzt noch 'ne Karte. Wo soll
das nur enden?

Arthur: [macht sich über Doug lustig] Oh, ich liebe sie, Boss. Ich liebe sie
mehr, als meine Frau.

Doug: Hör zu, ich kann auf deine Spucke gut verzichten, ja.

Carrie: Okay, gib her. Lass mich sehen. Herzlichen Glückwunsch, Doug Heffernan,
Fahrer 622 H7. Schatz, das ist 'ne Karte, kein Lieferschein!

Doug: Na gut, dann schreibst du sie.

Carrie: Okay, mach ich. [schreibt] Hier.

Doug: Herzlichen Glückwunsch. Wie ich höre, haben sie 20 Jahre bekommen. Was
soll das heißen?

Carrie: 20 Jahre bekommen. Das klingt, als wäre die Arbeit dort 'ne
Gefängnisstrafe. Das ist lustig. [Doug starrt sie entgeistert an]

Szene 4 – IPS
Doug sitzt auf der Bank vor den Spinden und notiert sich etwas. Deacon kommt
hinzu.

Doug: Hey, Mann.

Deacon: Hey.

Doug: Was ist los?

Deacon: Man, ich hab' vielleicht heute 'ne beschissene Route. Die schicken mich
dreimal über die Brooklynbridge.

Doug: Und ich krieg' Blähungen, wenn ich nur Salat sehe. Wir tragen alle unser
Kreuz.

Deacon: Bist du bereit?

Doug: Ja, kleine Sekunde. Ich muss das noch in Fiskers Büro abgeben.

Deacon: Fisker? Was willst du denn von dem?

Doug: Ich hab 'ne Glückwunschkarte für ihn, für sein Firmenjubiläum. Hast du
etwa keine Karte für ihn?

Deacon: Nein.

Doug: [zu den anderen Kollegen] Hey, hat einer von euch 'ne Glückwunschkarte für Fisker? [alle Kollegen verneinen die Frage]

SCHNITT: Carries Büro. Carrie sitzt am Schreibtisch und arbeitet am Computer.
Das Telefon klingelt. Sie hebt ab.

Carrie: Mr. Grossmans Büro.

Doug: Niemand gibt ihm eine Karte!

Carrie: Doug?

Doug: Keiner der Fahrer tut irgendwas. Ich werde der Einzige sein.

Carries Chef: [aus dem off] Carrie?

Carrie: Douglas, jetzt hör' mir zu, alles wird gut, ja? Mami liebt dich. Und
jetzt gib ihm sofort die Karte.

Carries Chef: [aus dem off] Carrie, ich wollte Koffeinfreien.

Carrie: Keine Zeit! [Sie legt schnell den Hörer auf]

SCHNITT: Doug geht zum Büro von Les Fisker. Im Vorzimmer trifft er auf dessen
Sekretärin.

Doug: Hi !

Sekretärin: Hallo. Kann ich Ihnen irgendwie behilflich sein?

Doug: Ja-ja-ja. Ich-ich-ich. . . ich arbeite hier. Und... ich... wollte nur das
hier für Mr. Fisker abgeben.

Sekretärin: Oh, und was ist das?

Doug: Oh, nur 'ne Karte für sein 20jähriges.

Sekretärin: Oh, wie aufmerksam von Ihnen. Wissen Sie, er hat im Moment nichts zu
tun. Gehen Sie doch rein und geben Sie sie ihm persönlich.

Doug: Nein, nein, nein, nein, dass will ich nicht. Ich will ihn nicht
belästigen.

Sekretärin: Wissen Sie was, er muss sowieso gleich zu einer Sitzung. Ich hol'
ihn schnell und Sie warten hier.

Doug: Nein, hören Sie auf, ich bitte Sie, hören Sie auf da rein zugehen.

Die Sekretärin verschwindet in Fiskers Büro und Doug läuft schnell davon. Die
Karte wirft er auf den Schreibtisch der Sekretärin.
SCHNITT: Doug kommt zurück zu Deacon.

Deacon: Können wir jetzt los?

Doug: In zwei Sekunden. Ich muss nur noch der Keramik schnell zeigen, wer hier
der Boss ist.

SCHNITT: Doug betritt die Toilette und geht zu einem Urinal

Doug: [zu einem Kollegen] Hi, Eddie!

Les Fisker kommt mit der Karte in der Hand herein. Er stellt sich neben Doug.

Fisker: 20 Jahre bekommen. Echt lustig. Oh, ganz schön eng hier.

Doug: Ja, das hör' ich oft.

Deacon: [von draußen] Douglas, nun komm schon.

Fisker: Sind Sie Doug Heffernan?

Doug: Nein.

Fisker: Oh.

Doug: Warten Sie, sagten Sie Heffernan? [Fisker: Ja] Oh ja, das bin ich. Ja.

Fisker: Na wunderbar. Ich bin Les Fisker. Sehr erfreut. [Schütteln sich die
Hand]
Danke für die Karte.

Doug: Oh, nichts zu danken. Gern geschehen, wirklich.

Fisker: 20 Jahre bekommen. Sehr lustig.

Doug: Ja, das ist mir irgendwie so eingefallen.

Fisker: Sie sind im falschen Geschäft. Sie sollten für Jay Lenno schreiben.

Doug: Oh, das ist sehr nett. Danke, vielen Dank.

Fisker: Das war sehr aufmerksam von Ihnen. Vielen Dank nochmal.

Doug: Oh, kein Problem. Ich wünsch' Ihnen noch einen schönen Tag. [will schnell
verschwinden]

Fisker: Danke. Doug?

Doug: Ja!?

Fisker: Sagen Sie, wie läuft es bei euch Jungs hier unten?

Doug: Oh, wissen Sie, es läuft alles bestens hier unten. [Er kommt aus Versehen
an den Händetrockner, der sofort anfängt zu laufen. Er tut so, als trockne er
sich die Hände]
Es läuft sogar ganz hervorragend. Die Leute, ich meine die
Kunden haben wirklich sehr viel Freude an ihren Paketen. Ah, wird das heiß, wenn
die Hände trocken sind. Na gut, war schön Sie zu sehen. [will schnell
verschwinden]

Fisker: Doug! Doug! Mir ist da grad 'ne Idee gekommen. Sie wissen doch, dass die
Firma am Samstag dieses Bankett für mich gibt. Und da werden mit ziemlicher
Sicherheit diese Reden auf mich gehalten. Sie wissen, wo die Leute ans Mikrofon
gehen und nette Gemeinheiten sagen. [Doug: Uh, autsch] Wollen Sie es mir auch
geben?

Doug: Bitte was?

Fisker: Ob Sie 'ne Rede auf mich halten wollen? Sie repräsentieren die anderen
Fahrer, und halten Sie sich nicht zurück, ich kann einiges wegstecken. Aber das
sehen wir dann ja am Samstag.

Fisker klopft Doug auf die Schulter und verlässt den Raum. Doug bleibt geschockt
zurück.

Szene 5 – Dougs und Carries Haus
Doug sitzt auf dem Klavierschemel und hat sich mit dem Rücken an das Klavier
gelehnt. Carrie kommt zur Haustür herein und geht in die Küche.

Carrie: Hi, Babe!

Doug: Hallo.

Carrie: Ich hab uns ein paar Snacks mitgebracht.

Doug: Hm, Snacks. Sehr gut.

Carrie: Und, hast du Mr. Fisker die Karte gegeben?

Doug: Genauso wie du es mir gesagt hast.

Carrie: Und, ist Ihre Welt deswegen zusammengestürzt, Sir?

Doug: Ja, das ist sie.

Carrie: Was meinst du?

Doug: Nun ja, Mr. Fisker war von deiner Karte so angetan, dass ich jetzt eine
Rede auf den Mann halten muss. [geht in die Küche]

Carrie: Was?

Doug: Ja. Ich muss ihn jetzt bei dem Bankett vor einem Haufen Leute durch den
Kakao ziehen. Du hast mich in derartige Schwierigkeiten gebracht.

Carrie: So, dann hat er also meine Karte witzig gefunden, hm?

Doug: Oh ja, und wie er das hat. 20 Jahre bekommen. Wie witzig ! Da werden sich
noch Generationen drüber amüsieren!

Carrie: Douglas, nun beruhig' dich. Das ist doch großartig. Von all den Fahrern
hat Fisker dich gebeten , eine Rede auf ihn zu halten. Das bedeutet, das er dich
mag.

Doug: Okay, ich wiederhole noch mal. Ich will nicht, dass er mich mag. Ich will
nicht, dass er mich kennt. Du hast mich dazu gezwungen, dem Mann seinen Hintern
zu küssen. Und jetzt klebe ich daran!

Carrie: Willst du trotzdem einen Snack?

Doug: Ich bin wütend, nicht tot.

Szene 6 – Dougs und Carries Haus
Am Abend. Arthur und Doug sitzen auf der Couch und schauen sich eine alte
Preisverleihung an, wo Spottreden gehalten werden. Doug hat einen Block und
Stift in der Hand.

Fernsehen: Geboren und aufgewachsen ist er auf einer Farm in Norfolk, Nebraska.
Er ist ein echter Bauernbursche. Letzte Nacht hab ich ihn an der Bar sitzen
sehen mit ein paar Bullen...

Doug: Arthur, das hilft mir ganz und gar nicht.

Arthur: Bist du völlig irre, Junge. Das sind die klassischen
Prominenten-Spottreden. Du kriegst hier gutes Material. Es sei denn, du glaubst, dass du von Mr. Trevor Leaner nichts mehr lernen kannst.

Doug: Wie du meinst. Zeig mir, was ich nutzen kann.

Arthur: Oh, das könntest du wirklich gut gebrauchen. Hör zu.

Fernsehen: Sie sind also Muhammed Ali, hm? Beeindruckt mich gar nicht. Wollen
wir ein bisschen raus auf die Allee, Ali?

Arthur: Gefällt's dir?

Doug: Okay, wir haben ein paar Probleme. Zunächst einmal, mein Boss ist nicht
der Weltschwergewichtsmeister, okay? Und die 70er Jahre liegen weit hinter uns.

Arthur: Und? Dann wirst du es etwas aufmöbeln. Und schon funktioniert der Witz
wieder. Soll ich dir die Witze vielleicht auf 'nem goldenen Teller servieren?

Doug: Wiedersehen. [Doug steht auf und will gehen]

Arthur: Warte, warte! Sieh nur. Foster Brooks. Benutze seine Betrunkenen-Nummer.
''Äh Foster, geben Sie mir noch ein Gin-Fizz, hicks''. Oh, ich vermisse die
Tage, wo Alkoholismus ein Bestandteil des Entertainments war.

SCHNITT: Doug kommt aus dem Wohnzimmer in die Küche, Carrie kommt durch die
Hintertür herein.

Carrie: Hey!

Doug: Ich hab dich mal geliebt. Jetzt assoziiere ich dich nur noch mit Schmerz.

Carrie: Noch nicht einen Witz aufgeschrieben?

Doug: Nein, ich bin so verzweifelt, dass ich mich an meinen Minimi gewandt hab'.

Arthur
: [aus dem Wohnzimmer] Das tat weh! Du verpasst grade Bob Hope.

Carrie: Mach dir keine Sorgen, dir wird schon etwas einfallen.

Doug: Zwei Tage, ich hab nur noch zwei Tage!

Carrie: Das ist doch halb so wild. Du musst dir bloß ein paar Witzchen einfallen
lassen. Das kann doch nicht so schwer sein.

Doug: Nicht so schwer? Oh ja, das hab' ich ja ganz vergessen, ich bin ja mit
einer talentierten Komikerin verheiratet. Du hast doch mit der Karte schon
Wunder bewirkt, versuch es doch mal damit, Mrs. Brüller. [wirft Block und Stift
auf den Tisch]

Carrie: Okay, hier sind nur ein paar Vorschul-Kritzeleien drauf.

Doug: Ah, Witze bitte.

Carrie: Ja, gut, ich lass mir was einfallen.

Carrie nimmt Block und Stift und geht zu Anrichte neben dem Herd. Sie beginnt
angestrengt nachzudenken.

Doug: Was ist? Kommen die Gags so rasend schnell, dass du sie nicht aufschreiben
kannst? Soll ich den Rekorder holen?

Carrie: Hör auf, bitte. Okay, ich hab es. Ich hab es! Sein Name ist Les Fisker,
ja? Okay, das wirst du als erstes sagen. Hallo, liebe Freunde. Wir sind hier, um
unseren Boss Les Fisker zu Ehren. Hey, wenn er Les ist, dann will ich nicht
Bisch sein.

Szene 7 – IPS
Deacon sitzt am Tisch und macht Pause. Doug steht mit einem Zettel in der Hand
vor ihm.

Deacon: Ich will ihn aber nicht verspotten.

Doug: Komm schon Deacon, das wird lustig. Hey-hey wenn er Les ist, dann will ich
nicht Bisch sein. Na gut, den kannst du kriegen.

Deacon
: Ich hab' ne Familie zu ernähren. Ich hab keine Lust, meinen Boss in der
Öffentlichkeit zu beleidigen.

Doug: Du sollst ihn nicht beleidigen, sondern foppen. Und ich sag's dir
noch mal
das wird echt lustig.

Deacon: Wieso willst du es denn nicht machen?

Doug: Nein, das ist gar nicht mein Ding. Und überhaupt ich bin nicht so komisch
wie du. Hey,hey meine Homies, was geht ab? Deacman in the house.

Deacon: Tu das nicht nochmal.

Doug: Komm schon, ich bitte dich als Freund.

Deacon: Ich werd's nicht machen, mein Freund.

Doug: [geht zu zwei Kollegen hinüber] Hey, Dugen, wie stehts denn mit dir?
Moralis? Ihr beiden könntet doch als Team auftreten. Irisch-puertoricanisch.
Wenn ich nur dran denke, muss ich schon lachen. Und es wäre ein großes Plädoyer
für Toleranz, ja.

Deacon: Hey, pst. Da kommt dein Freund.

Fisker: Morgen! Morgen, hallo! Ich will euch mit meinem Erscheinen hier nicht
erschrecken Leute. Ihr macht 'ne tolle Arbeit. 'Ne tolle Arbeit. Ihr habt sicher
gehört, dass Douglas morgen Abend 'ne Spottrede auf mich halten wird. Wenn ihr
seine Karte seht, die ich ans schwarze Brett gehängt habe, dann wisst ihr, dass
der Kollege hier Talent hat und ein komischer Vogel ist. Er wird mich auf den
Arm nehmen. Für euch Leute. Deswegen wollt' ich euch nur sagen, macht euch auf
was gefasst. Okay, das war's schon. Geht wieder an die Arbeit. Los-los Leute,
keine Müdigkeit vorschützen.

Alle gehen wieder an die Arbeit, nur Doug geht zu Fisker hinüber.

Doug: Mr. Fisker?

Fisker: Ja, Doug?

Doug: Es-es geht um diese Rede auf Sie. [Fisker: Ja?] Es ist nur so, ich denke,
ich glaube, ich werd's nicht tun können.

Fisker: Ach? Wieso nicht?

Doug: Na ja, wissen Sie, ich hab vergessen, dass wir schon was vorhaben dieses
Wochenende. Meine-meine Schwägerin, die kriegt morgen schon von mir ihre
Spottrede. Tja.

Fisker: Was?

Doug
: Sie heiratet, aber wir finden schon was, um sie auf den Arm zu nehmen. Sie
stottert.

Fisker: Was ist los, Doug? Gibt's da wirklich 'ne Hochzeit oder wollen Sie mich
verulken?

Doug: Nein gar nicht, wenn ich Sie verulken wollte, dann hätte ich das schon auf
der Männertoilette getan, wabeng.

Fisker: Wenn Sie nicht zu meinem Bankett kommen wollen, na gut. Aber halten Sie
mich nicht zum Narren, Doug. [wendet sich zum Gehen]

Doug: [ruft ihm hinterher] Mr. Fisker, wissen Sie was? Hallo? Ich muss gar nicht
so dringend auf diese Hochzeit. Es ist ja nur 'ne Halbschwester. Also, wir zwei
sehen uns dann beim Bankett, ja?

Fisker: Alles klar.

Doug: Gut. [enthusiastisch] Gut!

Szene 8 – Dougs und Carries Haus
Am Abend. Doug sitzt im Schlafzimmer auf dem Bett. Er trägt bereits seinen
Anzug. Vor ihm steht ein Ventilator, der ihm mitten ins Gesicht pustet. Carrie
kommt hinzu.

Carrie: Hallo, Schatz ! Wie geht's dir?

Doug: Ich kann nicht aufhören zu Schwitzen.

Carrie: Armes Baby.

Doug: Ich hab mir schon ein paar deiner Maxibinden unter den Arm getan. Aber sie
nässen sofort durch.

Carrie: Die sind aber auch nur für die leichten Tage.

Doug: Ich bin so nervös, dass mein Hinterkopf vollkommen taub ist.

Carrie: Douglas, hör auf. Das wird schon. Die Leute gehen nur da hin, um ein
bißchen Spaß zu haben. Du stellst dich einfach dahin, machst deine Witze, die
Menschen werden furchtbar lachen und schon ist alles vorüber.

Doug: Glaubst du?

Carrie: Ja. Komm schon, leg deinen Kopf hier hin. [Doug legt seinen Kopf in
Carries Schoß]
Ganz ruhig, Dougie. Es wird alles gut. Ja, das wird es.

Carrie liest sich die Gags von Doug nochmal durch und runzelt erstaunt die
Stirn.
SCHNITT: Carrie, Arthur und Doug fahren im Auto zu dem Bankett.

Szene 9– Der Festsaal
Der Festsaal ist voll besetzt. Ein Mann kündigt Dougs Auftritt an. Doug sitzt
derweil am Rand eines Tisches und schaut betreten drein.

Mann: Und jetzt stellvertretend für die Fahrer, Doug Heffernan.

Doug steht auf und geht ans Mikrofon. Die Leute klatschen.

Doug: Danke schön, Leute! Also bisher war es ja ein ausgesprochen witziger
Abend. Hallo, zusammen! Ich weiß, dass wir alle heute Abend aus demselben Grund
hier sind. Wegen der Krabbentoasts. [niemand lacht] Aber jetzt mal ernsthaft.
Les, Sie sind jetzt schon seit 20 Jahren dabei, richtig? Wow, das ist 'ne lange
Zeit. Ich glaube, Les hat sich nur so lange gehalten, weil er so hart gearbeitet
hat. Oder weil er so hart hat arbeiten lassen. [niemand lacht]

Arthur: Oh Gott, ist der billig !

Doug: Aber noch mal ernsthaft. Les hat bei IPS tolle Arbeit geleistet. Er hat
dafür gesorgt, dass der Laden wie ein Uhrwerk läuft. Wie ein Uhrwerk, das von
einer irren Schnapsnase gebaut wurde. [Gelächter] Nein, nein, wirklich. Les hat
wirklich innovative Neuerungen bei IPS eingeführt, als da wären die drei Stunden
Mittagspause und der Bring-deine-minderjährige-Freundin-mit-zur-Arbeit-Tag. Aber
Scherz beiseite. Es war auch Les' Idee,den Übernacht-Lieferservice und den
nächtlichen Abholservice bei uns einzuführen. Oh, und da wir gerade von
nächtlichen Betätigungen sprechen, da drüben sitzt seine Frau Alana. Ja, ist sie
nicht 'ne tolle Lady? Ich-ich will ja nicht sagen, dass sie leicht zu kriegen
ist, aber bei ihr bekommt der Spruch ''Bitte in einer Reihe aufstellen'' einen
vollkommen neuen Sinn. Sie verstehen mich, ja? Sie wissen, ich mach nur Witze.
Ich liebe Sie, Alana. Später in meinem Lieferwagen.

Das Publikum bricht in Gelächter aus. Doug wird zunehmend lockerer und nimmt das
Mikrofon in die Hand, um in den Saal zu gehen.

Doug: Sagt mal, habt ihr überhaupt die geringste Ahnung, wie viel Leute bei IPS
arbeiten? Na, weiß es jemand? Einer von vieren. Hey, jetzt wisst ihr ganz genau,
wie viele Faulenzer hier rumsitzen. Ich mach' nur Spaß nicht wahr. [Er beginnt
von Tisch zu Tisch zu gehen und einige Gäste gezielt zu verulken.]

Nette Frisur, Sir, was kostet so ein Fiffi eigentlich?
Hallo, Marilyn! Okay!
42 Jahre miteinander verheiratet. Das ist doch einen dicken, fetten Applaus
wert, Leute. Die Goosemans, die Goosemans.
[Setzt sich eine Tischdekoration auf den Kopf] Jajajajajajaja, und jetzt ein
buhbuhbuhbuhbuh!
Oh Mann, ihr seid wirklich klasse. Einfach toll. Vielen Dank!
[Geht wieder zurück zu seinem Tisch.] Ihr seid wirklich großartig, Leute. Aber lasst uns nicht vergessen, worum es bei diesem Abend heute geht. Um Les Fisker!
Ein echter Glückspilz, wirklich. Sie sind echt gesegnet, man. Aber ich sag Ihnen
mal, womit Sie nicht gesegnet wurden. Mit einer Blase, die 20 Minuten braucht,
bis sie entleert ist. Mir ist beim Warten 'n Urlaubstag flöten gegangen. [niemand lacht] Ich mein's ernst, man. Sie sollten mal in 'ne Werkstatt fahren
und sich auf 'ne Hebebühne legen und untersuchen lassen. Wirklich. Ernsthaft.

Kollege: Doug.

Doug: Ja, was?

Kollege: Les wurde vor kurzem die Prostata entfernt. Er hatte Krebs.

Doug: Krebs, hm? Oh Mann, so 'n Krebs ist schon was Irres, hä!? [Alle Gäste sind
peinlich berührt und wenden sich ab]

SCHNITT: Arthur, Doug und Carrie sitzen im Auto und fahren zurück nach Hause.

Szene 10 – Dougs und Carries Haus
Doug und Carrie sitzen in der Küche am Tisch. Doug schreibt eine Karte.

Carrie: Schön, dann wollen wir doch mal sehen. ''Lieber Mr. Fisker. Vielen Dank,
dass Sie meine Rede so sportlich aufgenommen haben. Wie Sie schon sagten, was
wäre das für eine Welt, wenn wir nicht auch mal über uns selbst lachen könnten.
übrigens, es hat sich glücklicherweise herausgestellt, dass es doch ganz nett
ist, in der Nachtschicht zu arbeiten.'' Könnt' noch 'n Witz vertragen.

 


---===
ENDE ===---


Bei diesem Skript handelt es sich um die Mitschrift der TV/DVD-Version dieser Folge (und nicht um ein Original Drehbuch). Alle Rechte verbleiben bei den jeweiligen Autoren und Produktionsfirmen der Serie.
Diese Seite ist nichtkommerziell und dient lediglich der Unterhaltung. Sollten dennoch Rechte verletzt worden sein, bitte ich um Benachrichtigung, damit ich die Inhalte entfernen kann.