King of Queens 1x24

Transkript der Folge "Auf Wiedersehen, Arthur" [#1.24]

Deutsches Transkript erstellt von Michaela Götte

Bei diesem Skript handelt es sich nicht um ein Originaldrehbuch, sondern um die Mitschrift der TV-Version dieser Folge!

Originaltitel: Art House
Ausstrahlung: 10.05.1999
Deutscher Titel: Auf Wiedersehen, Arthur
Ausstrahlung: 30.04.2001
Buch: David Litt
Regie: Rob Schiller

Darsteller

Kevin James [Doug Heffernan]
Leah Remini [Carrie Heffernan]
Jerry Stiller [Arthur Spooner]
Larry Romano [Richie Iannucci]
Victor Williams [Deacon Palmer]
Patton Oswalt [Spencer 'Spence' Olchin]
Ford Rainey [Mickey]


Gastdarsteller

Inhaltsangabe
Doug und Arthur sind so heftig miteinander in Streit geraten, daß Arthur seine Koffer packt und verschwindet. Kurz nach seinem Auszug werden Carrie und Doug zu Arthurs Einweihungsparty eingeladen. Die beiden sind völlig perplex, denn Arthur lebt nun in einem Luxusappartment über den Dächern von New York. Wenige Tage später taucht ein geknickter Arthur auf und gesteht den beiden, daß er sich die Wohnung auf Dauer nicht leisten könne. Doug flippt darauf hin total aus und hält Arthur eine gepfefferte Standpauke. Daraufhin macht sich Arthur erneut aus dem Staub und Doug plagt bald das schlechte Gewissen. Er macht sich reumütig auf die Suche nach dem alten Mann... [Text: RTL II]

Szene 1 – Dougs und Carries Haus
Tag. Doug kommt mit der Zeitung in der Hand aus der Küche und will sich auf die Couch setzen. Er bleibt kurz stehen, sieht die Couch an und geht dann zum Sessel am Fenster hinüber. Er setzt sich hinein und beginnt die Zeitung zu lesen. Carrie kommt mit einem Becher Kaffee und einer Zeitung aus der Küche und sieht erstaunt zu Doug hinüber.

Carrie: Was soll das denn?

Doug: Ich sitze heut hier drüben.

Carrie: Warum?

Doug: Weil ich noch nie hier gesessen hab', eine neue Perspektive.

Carrie: Wie du meinst! [setzt sich auf die Couch, dann:] Ok, das reicht! Würdest du dich bitte hier hinsetzen?

Doug: Nein das will ich nicht! Ich mag's hier. Ich hab 'n neuen Sitzplatz.

Carrie: Na gut, schön. [steht auf und setzt sich in den Sessel links neben der Tür] Das ist toll!

Doug: Du kannst manchmal so furchtbar billig sein.

VORSPANN

Szene 2 – Dougs und Carries Haus
Tag. Doug steht vor der geöffneten Kühlschranktür und steckt seinen Kopf in das Gefrierfach. Carrie kommt herein.

Carrie: Oh, mein Gott! Kann's noch heißer werden?

Doug: Echt furchtbar! Komm her, das hilft 'n bißchen.

Carrie: [stellt sich neben Doug] Und wie war dein Tag?

Doug: Ganz gut und deiner?

Carrie: Gut.

Doug: Da ist ja Streuparmesan, wann hast du den gekauft?

Carrie: Neulich im Supermarkt. Ich hab’ auch die Gemüsesteaks gekauft, magst du sie?

Doug: Nicht so besonders.

Carrie: Ok, langsam krieg ich 'n Gefrierbrand.

Arthur: [kommt herein] Hey, sag mal, hab ich auf meiner Stirn zufällig das Wort Dorfdepp stehen?

Carrie: Nein, aber hast du vielleicht 'n bißchen was' getrunken?

Arthur: Du wirst es nicht glauben. Heute Nachmittag war ich in diesem niedlichen kleinen Park, wo ich den Vögeln immer Brotkrummen zuwerfe.

Carrie: Im Streichelzoo?

Arthur: Richtig! Und genau an der Ecke, in dem Trödelladen, hab ich einen wunderhübschen Schrank gesehen. Der paßt perfekt in mein Zimmer. Also hab' ich ihn gekauft.

Carrie: Oh, gut, vielleicht kannst du dann endlich mal deine Anzüge aufhängen.

Arthur: Nicht so schnell, denn ab jetzt nimmt die Geschichte eine häßliche Wendung. Nachdem wir uns über den Preis einig waren, hat er mir die Lieferkosten draufgeschlagen. Ganze 15 Mäuse, davon lebe ich 3 Wochen!

Carrie: Dad, das ist nicht viel, bezahl es.

Arthur: Oh, das werd ich ganz sicher nicht! Dieser verflixte Kerl wollte mich über's Ohr hauen, was bin ich denn, ein Trottel? Ein Idiot, 'n polnischer Eisverkäufer? [zu Doug] Wie stehen die Chancen, daß ich mir morgen deinen Lieferwagen ausleihen kann?

Doug: Irgendwo im Bereich von null und weniger als null.

Arthur: Aha, und wie steht's Mittwoch?

Doug: Laß mich dir mal etwas erklären, ja. Der Truck gehört nicht mir, sondern dem Internationalen Paketdienst, deswegen kannst du ihn nicht benutzen, um Zeitungen auszutragen oder um Schränke abzuholen.

Carrie: Dad, hör zu. Hier sind 15 Dollar, laß den Schrank anliefern, bitte!

Arthur: Das wäre so verdammt einfach, nicht wahr?

Carrie: Ja! Einfach, einfach ist gut.

Arthur: Tut mir Leid, Schatz, aber wenn ich dein Geld annehme, dann könnt’ ich dem Mann im Spiegel nicht mehr ins Gesicht blicken! [geht in den Keller]

Carrie: [zu Doug] Das Beängstigende ist, daß er nicht sich selbst meint.

Szene 3 – Dougs Truck
Tag. Doug sitzt in seinem Truck und liefert Pakete aus. Er hört im Radio das Lied „Respect“ von Aretha Franklin und singt laut mit. Als er in einer Seitenstraße wegen eines Staus halten muß, erblickt er Arthur, der seinen neu erworbenen Schrank über die Straße zerrt. Sein Freund Mickey hilft ihm dabei.

Arthur: [zu einem hupenden Autofahrer] Nun hört schon auf ihr Idioten, nur einer von uns beiden hat noch 'ne gesunde Hüfte. [zu Mickey] Heb ihn mit den Beinen hoch!

Mickey: Hör auf, mir Vorschriften zu machen!

Douglas stützt am Steuer resigniert seinen Kopf mit den Armen ab.
SCJNITT: Arthur sitzt neben Doug in dessen Truck.

Arthur: Douglas, gegen das Schicksal kannst du nichts tun.

Doug: Ja!

Arthur: Es wäre einfacher gewesen, wenn du gleich zugestimmt hättest, aber das ist eine gute Lektion für nächstes Mal.

Mickey: beugt sich von hinten nach vorne] Kekse?

Arthur: Ja, sehr gern.

Doug: Mickey, ich hab doch gesagt, Sie sollen aufhören Pakete zu öffnen!

Mickey: Tatsächlich? Also, dieses Hörgerät ist wirklich Mist, ich hab' verstanden hören Sie auf Magnete zu köpfen.

Doug: Warum sollte ich das sagen?

O’Boyle: [über Funk] Heffernan, was ist denn los? Ich krieg ständig Anrufe von Kunden, die auf ihre Sendungen warten!

Doug: Shit!

Arthur: Na sag mal, so läßt du mit dir reden?

Doug: Ja, du hast Recht, den mach ich jetzt fertig! [am Funkgerät] Tut mir Leid, Supervisor O' Boyle, ich ich wurde leider etwas aufgehalten.

O’Boyle: Aufgehalten?

Doug: Ja, die Sache ist, ich ähem, ich

O’Boyle: [äfft Doug nach] Ähem äh, ich äh, [normaler Tonfall] ziehen Sie Ihren Kopf aus ihrem fetten Hintern und machen sie schleunigst ihre Tour fertig!

Doug: Selbstverständlich, Sir, ich [Arthur entreißt Doug das Funkgerät] Arthur!

Arthur: [über Funk zu O’Boyle] Wie können Sie es wagen, so mit dem Mann zu reden?

O’Boyle: Wer ist da?

Arthur: Hier ist Ihr schlimmster Albtraum, Freundchen! Ich war in der US Army, 33. Brigade und ich sage Ihnen, hören Sie auf!

O’Boyle: So, ich war in der 42. Brigade.

Arthur: 42.! Ziemlich harter Haufen. [zu Doug, als er ihm das Funkgerät zurückgibt] Wieso gibst du mir das?

Mickey: [zu Arthur] Alter Hosenscheißer!

Arthur: Halt die Klappe, alter Mann.

Szene 4 – Dougs Garage
Abend. Doug läuft unruhig in der Garage auf und ab, Carrie kommt herein.

Carrie: Oh, du bist ja doch zu Hause, was machst du hier?

Doug: I-I-I-ch kann da nicht rein. ich kann nicht im selben Gebäude sein wie er, sonst tu ich ihm irgendwas an! Etwas Unchristliches, wo er und der Schrank eine Rolle spielen.

Carrie: Jetzt mal ganz ruhig. Was ist denn heute mit deinem Boss passiert?

Doug: Er hat mich vor der Belegschaft zur Schnecke gemacht und dann hat er mich für eine Woche zum Pakete sortieren abgestellt! Pakete sortieren, dann kann er mir gleich 'ne Perücke aufsetzen und mich Sally nennen.

Carrie: Hör zu, ich geh' rüber und rede mit ihm. Ich sag' ihm, daß er aufhören soll.

Doug: Womit aufhören? Sich wie ein Irrer aufzuführen?

Carrie: Genau, damit werd ich anfangen.

Doug: Hör zu Schatz, ich-ich werd dir jetzt eine Frage stellen und ich hoffe, daß du sie nicht falsch verstehst. Weiß jemand, daß er hier wohnt?

Carrie: Hör auf, ja. Das kommt dir alles nur so schlimm vor, weil es hier drin mindestens 50 Grad sind und du den ganzen Farbverdünner einatmest. Wir zwei werden jetzt ins Haus gehen und gönnen uns eine schöne, kalte Dusche.

Doug: Red weiter.

Carrie: Du kannst es auf Video aufnehmen.

Arthur: [kommt herein] Entschuldige, Kleines, ich wußte nicht, daß du zu Hause bist.

Carrie: Hey, Daddy, wie ich hörte, hattet Ihr heute ein kleines Abenteuer!

Arthur: Allerdings! Und wo wir schon mal dabei sind, das muß jetzt mal gesagt werden, Douglas.

Doug: Bin ganz Ohr.

Arthur: Du hast eine häßliche kleine Kerbe in meinen Schrank gemacht!

Doug: Und das mußte mal gesagt werden?

Carrie: Alles klar. Dad, du kommst jetzt mit in die Küche, ich mach dir einen leckeren Bratapfel. Komm schon!

Arthur: Klar, daß du wegen den Bemerkungen deines Chefs über dein Gewicht abgelenkt warst, aber vielleicht könntest du in Zukunft bitte etwas vorsichtiger sein, denn ich vermute, mein Lieber, daß dir deine anderen Kunden nicht so schnell verzeihen.

Carrie: Bratapfel, hier entlang!

Doug: Arthur, ist dir eigentlich klar, daß ich heute fast gefeuert wurde? Es ist schlimm genug, daß du hier bei mir zu Hause rumpfuschst, aber daß du jetzt auch noch in meinem Job rumpfuschst, das ist mir zu viel Pfuscherei!

Arthur: Denkst du, das dieses Arrangement einfach für mich ist? Oder das es einfach ist, auf Eierschalen rumzulaufen?

Doug: Eierschalen? Ist es das, was du uns das ganze letzte Jahr geboten hast? Du auf Eierschalen? Vielen Dank, dass du dich so zusammengerissen hast!

Carrie: Das reicht jetzt, ihr beiden, habt ihr mich verstanden? Ihr geht sofort ins Haus, auf der Stelle! [zeigt auf Doug] Dir mach ich einen Bratapfel und [zeigt auf Arthur] mit dir geh ich unter die Du- Umgekehrt, also, los ihr zwei, rein jetzt!

Arthur: Nun, Douglas, meine Anwesenheit scheint dir unangenehm zu sein, es wäre wohl angebracht, wenn ich etwas anderes finde.

Carrie: Dad, hör auf, bitte.

Doug: Nein-nein-nein, das interessiert mich, wo willst du hin? Wo willst du hin? Komm schon, wo willst du hin?

Arthur: Ich habe Möglichkeiten.

Doug: Möglichkeiten? oh, verstehe, verschiedene Irrenanstalten reißen sich um dich!

Arthur: Ich bin ein verrückter alter Mann, der alleine nicht zu recht kommt. Ist es das, was du denkst?

Doug: Ja !

Carrie: Ich sag nur Bratapfel.

Arthur: Jetzt hör mal genau zu, mein Junge. Ich stehe auf meinen eigenen Füßen, seit ich 17 bin. Ich konnte damals gut für mich sorgen und ich kann es auch heute noch! [will gehen und steht plötzlich vor dem Garagentor] Wo geht denn diese Tür hin?

Carrie: Hier geht's raus, Dad.

Arthur: Gut, ich packe meine Sachen, ich werde bei Mickey unterkommen, bis ich was Besseres gefunden habe! [geht]

Carrie: Oh Gott, Doug, entschuldige, war das wirklich notwendig?

Doug: Wovon redest du da bitte?

Carrie: Warum mußtest du ihn provozieren?
Doug: Oh, ah, ich bin jetzt der Böse hier, was? Er kann tun und lassen was er will, aber wenn ich einmal sage, daß sich ein paar Irrenanstalten um ihn reißen, dann bin ich gleich der häßliche Provokateur!

Carrie: Ja! Doug, komm schon, du kennst ihn, du weißt doch, wie er ist. Er ist ein 75 Jahre alter Zweijähriger! Du darfst dich nicht von ihm aufstacheln lassen. Laß ihn in Ruhe, nicke freundlich und laß ihn seine Bilder an den Kühlschrank kleben.

Doug: Hast du gesehen, was für Bilder das sind, beängstigendes Zeug.

Carrie: Komm schon, Doug, kannst du nicht in den Keller gehen und sagen, es tut mir Leid.

Doug: Nein.

Carrie: Doug.

Doug: Hör zu, Carrie, ich hab’ die Schnauze voll. Der Keller war mein Fernsehzimmer, meine Festung, und ich hab ihn darin wohnen lassen, weil er sein Haus angezündet hat. Und wenn er das nicht zu schätzen weiß, dann soll er doch abhauen! [geht in den Garten]

Carrie: [läuft ihm hinterher] Doug, was soll ich denn sagen? Daß er verrückt ist, daß er dich in den Wahnsinn treibt und daß er eine echte Gefahr für unsere Ehe ist! Das gebe ich alles gerne zu, jetzt geh und fleh ihn an, zu bleiben.

Arthur: [kommt mit einem Koffer in der Hand aus dem Haus] Also, das war's dann, ich hab nur das eingepackt, mit dem ich gekommen bin und noch 'n paar Handtücher.

Doug: Arthur!

Arthur: Ja.

Doug: Hör mal, es-es tut mir Leid. Ich find es schön, daß du hier bist und wir wollen, daß du bleibst.

Arthur: Oh, wie ich sehe, ist Doktor Jekyll zurückgekehrt. Weißt du, Douglas, deine Stimmungsschwankungen sind beängstigend. [Doug dreht sich zu Carrie um, hebt die Arme und kreischt] Wie ich bereits sagte, lebt wohl. Mein’ Schrank laß ich abholen! [geht]

Szene 5 – Dougs Garage
Tag. Richie, Doug und Deacon sitzen auf der Couch, vor ihnen steht ein Ventilator und pustet ihnen abwechselnd kalte Luft ins Gesicht. Spence sitzt auf der Seitenlehne, neben Deacon.

Doug: Das ist toll.

Richie: Super.

Doug: Schwenk wieder zu Papa.

Richie: Oh, ja, das fühlt sich gut an.

Doug: Ganz toll.

Deacon: Gib's mir Baby.

Spence: Jungs, warum schwenkt der Ventilator nicht zu mir?

Deacon: Weil wir ihn so aufgestellt haben.

Spence: Das ist nicht fair!

Doug: Der Radius reicht nur für 3, hol dir doch 'n Eis aus der Box.

Spence: Ich hatte schon 6 ! Also-also, wenn ihr mich weiterhin so behandelt, Leute, dann kann ich die Freundschaft auch beenden. [keiner reagiert] Ich mein's ernst, da sind 'n paar Jungs auf der Arbeit, die echtes Interesse an mir zeigen. Na schön, denkt drüber nach, während ich mir noch 'n Eis aus der Box hole.

Das Telefon klingelt.

Doug: [am Telefon] Hallo! Oh, hey, Arthur. Nein, Carrie, ist nicht da, nur die Jungs und ich. Na gut, bleib dran. [zu den anderen] Er will mit jemandem reden, dessen Name sich nicht auf Ouglas reimt.

Richie: Ja, gib her. [am Telefon] Hallo! Sekunde ja, [zu Doug] ich soll dich fragen, wie's dir geht?

Doug: Es geht mir gut.

Richie: [am Telefon] Es geht ihm gut. [zu Doug] Er sagt: Ist mir doch egal, ha ha ha. [am Telefon] War's das? Oh, ja! Schön für Sie. Ja, klar. Danke, Ihnen auch.

Doug: Was ist?

Richie: Er ist in sein eigenes Appartement gezogen. Toll, hä?

Doug: Das ist doch Quatsch.

Richie: Nein, er macht Morgen seine Einweihungsparty. Carrie ist eingeladen, plus Begleitperson.

Doug: Ich faß es nicht, der zieht das wirklich durch. Wir dachten, er kommt in ein paar Tagen zurück, aber er ist wirklich ausgezogen, er ist weg. [mit Blick zum Himmel] Oh, ich schulde dir was, großer Manitu!

SCHNITT: Doug und seine Freunde transportieren den Fernseher wieder in den Keller.

Doug: Vorsichtig, vorsichtig!

Spence: Oh, meine Finger werden zerquetscht!

Doug: Hey, das ist doch nur 'n Finger, doch das ist 'n Entertainmentsystem, also reiß dich zusammen!

Richie: Hey, schieb mal weg da.

Deacon: Du hältst ihn doch gar nicht.

Richie: Ich beaufsichtige alles.

Doug: Wollen die Ladies das ausdiskutieren? Denkt an Spence’ Unterkiefer.

Spence: Danke!

Carrie: Doug !

Doug: Hallo, Schatz !

Spence: Ah, mein Finger.

Carrie: Was soll das? Wieso bringst du den Fernseher zurück in den Keller?

Doug: Oh, ich habe gute Nachrichten für uns, dein Vater hat sein eigenes Appartement.

Carrie: Was?

Doug: Ja, er hat vor 'ner halben Stunde angerufen! Der alte Knabe hat's uns gezeigt. Okay, weiter geht’s Jungs.

Carrie: Hey, warte mal 'n Augenblick.

Doug: Was?

Carrie: Douglas, ich weiß nicht, was für einen Blödsinn mein Vater gemacht hat, aber er kann nicht alleine wohnen. Das hast du selbst gesagt!

Doug: Ja, und? Ich hab mich geirrt, gib dem Jungen doch 'ne Chance.

Spence: Leute, grad hat man meinem einzigen Hoden Schaden zugefügt.

Carrie: Oh Gott! Wahrscheinlich sitzt er ganz allein in einem winzigen Zimmerchen mit Kakerlaken, die auf einer Herdplatte schmoren und hat sein schäbiges kleines Radio an.

Doug: Das ist ein sehr gutes Radio.

Carrie: Wie konnte ich ihn nur so einfach gehen lassen? Ich bin seine Tochter, ich sollte mich schleunigst um ihn kümmern! [geht]

Doug: Ach, beruhig dich, Schatz, er kommt schon klar. Ich liebe dich!

Spence: Also, was jetzt, rauf oder runter?

Doug: Ich weiß auch nicht! Deacon, sieh mal nach, ob sie in der Küche ist.

Deacon geht nachsehen, das ganze Gewicht des Fernsehers lastet jetzt auf Spence und Doug.

Doug: [zu Spence] Wie geht's?

Deacon: Sie sitzt am Tisch.

Doug: Und?

Deacon: Und weint, aber ganz wenig!

Doug: Ach, wieder zurück, wieder zurück.

Szene 6 – Im Auto
Abend. Doug und Carrie sind auf dem Weg zu Arthurs neuer Wohnung.

Doug: Das ist 'ne Einweihungsparty, ich finde, wir hätten etwas mitbringen sollen. Wenn schon keine Pflanze, dann wenigstens 'n Kuchen.

Carrie: Douglas, wir gehen nicht auf eine Einweihungsparty, wir machen ihm klar, und das ohne mit ihm zu streiten, daß er so nicht leben kann und gefälligst nach Hause zu kommen hat!

Doug: Gut, aber 'n Kuchen hätte niemand geschadet.

SCHNITT: Vor Arthurs Wohnung. Arthur öffnet die Tür für Carrie und Doug.

Arthur: Willkommen!

Doug und Carrie treten ein. Arthur bewohnt eine große Wohnung, die bereits mit zahlreichen Gästen bevölkert ist.

Doug: Hey, Arthur!

Arthur: Na, mein Liebling, was hältst du davon?

Carrie: Daddy, ich will, daß du nach Hause kommst! Du-du kannst so nicht-nicht leben.

Doug: [zu Carrie] Schatz, komm mit, hier gibt's Omeletts.

SCHNITT: Im Auto. Doug und Carrie fahren zurück nach Hause.

Arthur: Ich sag dir was, der Mann weiß, wie man Parties feiert. Wußte gar nicht, daß er so toll Klavier spielen kann. Ich bitte dich, was soll die Laune, das ist doch großartig für ihn. Er lebte bisher in 'nem Keller und jetzt hat er ein Deluxe Appartement direkt unter den Sternen. Ich versteh nicht, warum du dich nicht für ihn freust.

Carrie: Tu ich ja. Ich fühl mich nur schuldig.

Doug: Weshalb denn?

Carrie: Er hat ein Jahr bei uns gewohnt und ich habe nichts getan, um ihm näher zu kommen, das ist schrecklich, verstehst du? Ich hab ihn nur rausgeworfen.

Doug: Nein.

Carrie: Doug, es gab Tage, da war das Einzige, was ich zu ihm sagte: „guten Morgen“. Es war nicht mal ein volles „guten Morgen“, es war ein „Morgen“. Ich habe Dad nicht mal das „guten“ gegeben. Letzte Woche gab es einen Tag, da hab ich mich sogar vor ihm versteckt.

Doug: Wer hat das nicht? Jetzt komm schon, Carrie, ist doch toll, wir haben unser Leben wieder.

Carrie: Ja, ich weiß, ist ganz nett.

Doug: Ich weiß, wie ich dich zum Lachen bringen kann. Indem ich die Leute an der Bushaltestelle da naß spritze.

Carrie: Wenn du das tun willst, mußt du aber schneller fahren.

Szene 7 – In Dougs Keller
Tag. Doug hat Besuch von seinen Freunden. Spence und Deacon spielen Tischfußball.

Spence: Ich sag doch nur, daß in Europa die Brüste einer Frau nicht so 'ne große Rolle spielen. Die liegen oben ohne den ganzen Tag am Strand und keinen Mann interessiert das.

Doug: Vielleicht tun die europäischen Männer auch nur so, damit die Frauen ihre Oberteile ausziehen.

Richie: Ja, dann können sie den ganzen Tag in Ruhe Kaffee schlürfen und Möpse angucken.

Doug: Möpse?

Spence: Sehr interessant, denkt ihr, das könnte hier auch funktionieren?

Doug: Das würde Jahre dauern, die Frauen Glauben zu machen, daß uns das nicht interessiert. Doch eine schöne Aufgabe für zukünftige Generationen.

Deacon: Ich wünsche meinem Sohn, daß er in solch einer Welt aufwächst.

Richie: Ok, ich verschwinde. Ich muß noch zurück zur Feuerwache.

Deacon: Ja, ich zieh auch Leine.

Spence: Kann mich einer von euch mitnehmen?

Richie: Ja, klar, spring in den Kofferraum. [alle gehen]

Doug: Vergeßt nicht am Freitagabend, Mets gegen Braves, okay? Oh, hey, wir weihen den George Foreman
Gesundheitsgrill ein, bringt euer Hackfleisch mit.

Arthur: [kommt die Treppe herunter] Douglas.

Doug: Arthur, was verschafft uns die Ehre?

Arthur: Ich hab beim Packen aus versehen einen Adapter mit drei Kontakten mitgenommen, schätze der gehört dir.

Doug: Wir haben uns schon Sorgen um ihn gemacht, danke. Wie wär's mit 'nem Bier?

Arthur: Wofür gibt's schließlich Airbags. Ach, übrigens, hat mich sehr gefreut, daß ihr neulich zu meiner Party gekommen seid.

Doug: Ja, es war toll, hab mich sehr amüsiert.

Arthur: Sie waren alle begeistert von deiner Charade. Ich meine, mit Jake und dem Fettsack hast du Glück gehabt.

Doug: Das war echt 'n Brüller, hm?

Arthur: Ja.

Arthur: Tja, mein altes Zimmer. Das waren vielleicht wilde Zeiten. Und wie ist es Carrie und dir so ergangen,
seit ich ausgezogen bin?

Doug: Toll, es geht uns bestens.

Arthur: Bist du sicher, denn oft ist es so, daß alles drunter und drüber geht, wenn jemand weg ist.

Doug: Drunter und drüber ging's doch vorher.

Arthur: Ja, richtig. Also, wenn mein Auszug Probleme verursacht hat, würde ich gern wieder einziehen.

Doug: Hey, da müßtest du mich aber vorher umbringen. Nein, wirklich, Arthur, mal ganz im Ernst, ich freu mich für dich, du hast dein eigenes Appartement gefunden. Und ich hoffe, du genießt es.

Arthur: Wo wir grad von dem Appartement reden, könntest du mir monatlich eventuell 1700 Dollar vorstrecken?

Doug: Was?

Arthur: Ich hab mich wohl mit der Anmietung dieses Appartement etwas übernommen.

Doug: Du kannst es dir nicht leisten?

Arthur: Nicht im Augenblick, nein. Wobei ich eine Idee habe, die Millionen Dollar bringen würde, wenn sich nur ein paar Linkshänder bereit erklären würden, mit mir ein Wochenende zu verbringen.

Doug: Was ist denn in dich gefahren? Du kannst doch kein Appartement mieten, das du nicht bezahlen kannst.

Arthur: Ich wollte dir beweisen, daß du dich irrst und das ich doch alleine leben kann.

Doug: Aber das kannst du nicht!

Arthur: Aber nur, weil mir das Geld fehlt.

Doug: Das ist aber ein wesentlicher Teil des „Ich lebe allein“ Konzeptes!

Arthur: Also, na gut, jetzt wo wir uns einig sind, laß uns über meine Rückkehr sprechen. Wann wäre dein Truck denn verfügbar? [Doug setzt sich frustriert auf einen Stuhl] Douglas?

Doug: Du willst also wieder einziehen? Das wäre auch sehr bequem für dich, was? Du verschwindest einfach für ein paar Tage und machst die Gegend unsicher. Genau wie dieser verrückte Vogel, der Cocopops sucht und dann marschierst du wieder hier rein. Weißt du was, Arthur, nimm dir meinen Keller ruhig wieder, es gehört alles dir, nimm es einfach und wo wir gerade dabei sind, warum nimmst du dir nicht auch gleich den Fernseher und-und den Fußballtisch und ja, die Couch, sie gehört dir. Es gehört alles dir. Ach, genau, nimm doch auch noch meine senfbeschmierte Jetsdecke. Und auch noch meine Baseballenzyklopädie. Oh, ja und dann auch noch mein Pornovideo mit der Aufschrift: „Die Gummibärchenbande geht nach Japan“, damit Carrie mir nicht auf die Schliche kommt. Es gehört alles dir. [Arthur verschwindet nach oben, während sich Doug immer mehr in Wut redet] Hey, was willst du denn noch, Arthur. Vielleicht den Teppich hier, den kann ich leicht rausreißen. Komm schon, was willst du noch haben? Vielleicht eine meiner Niere, ich hab doch zwei davon! Ach, was soll's, nimm sie beide. [SCHNITT: Arthur ist in der Küche, aus dem Keller hört man Doug] Warum soll ich das alles für mich behalten, ich geh doch nur jeden Tag zur Arbeit und zahle pünktlich meine Hypotheken [SCHNITT: Doug im Keller] und wenn nicht pünktlich, dann doch wenigstens innerhalb der vorgegebenen Schonfrist! [SCHNITT: Arthur verläßt die Küche durch die Hintertür] Aber ich schätze, daß das nichts bedeutet, gar nichts. Aber das ist völlig in Ordnung, dann bin ich einfach nur ein Kerl, der ohne Keller und ohne Nieren durchs Leben gehen muß!

SCHNITT: Arthur geht die Straße entlang. Kurze Zeit später läuft Doug ihm hinterher, sie reden miteinander und versöhnen sich. Zum Abschluß schütteln sie sich die Hände, Doug legt seinen Arm um Arthurs Schulter und sie gehen zurück zum Haus.

SCHNITT: Die Kellertreppe. Arthur, Doug und Carrie tragen den Fernseher wieder nach oben.

Arthur: Ok, ja, weiter so, weiter so. So ist es gut, jetzt schieb ihn hoch! [zu Doug] Herrgott, drück ihn doch mit deinen Beinen hoch.

---=== ENDE ===---


Bei diesem Skript handelt es sich um die Mitschrift der TV/DVD-Version dieser Folge (und nicht um ein Original Drehbuch). Alle Rechte verbleiben bei den jeweiligen Autoren und Produktionsfirmen der Serie.
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