Babylon 5: Season 4

Nov. 04, 1996
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Es ist das Jahr des Feuers. Das Jahr der Zerstörung. Es ist das Jahr der Eroberungen und das Jahr der Wiedergeburt. Es ist das Jahr, in dem sich alles veränderte. Es ist das Jahr 2261 — und es ist das vierte Jahr der unglaublich guten SF-Serie Babylon 5. In den ersten beiden Staffeln der Science-Fiction-Serie, die sich mit den Geschehnissen an Bord der letzten großen Raumstation befasst, schienen sich Schauspieler wie Produzenten erst noch ein wenig finden zu müssen. Zu groß war der Druck eines ebenfalls einstündige Episoden ausstrahlenden SF-Franchises, das mit einer ähnlichen Thematik die Fans des Genres zu binden bemüht war. Doch spätestens ab dem dritten Jahr Babylon 5 war jedem Zuschauer klar, dass Produzent J. Michael Straczynski, von den Fans der Serie liebevoll JMS genannt, nicht etwa Star Trek neu erfunden, sondern etwas absolut Eigenständiges mit hohem Qualitätstandard geschaffen hatte. Diesen hohen Standard konnte er in der vorliegenden vierten Staffel der Serie fast ausnahmlos fortsetzen und begeisterte damit viele Science-Fiction-Freunde auf der ganzen Welt. Der Krieg gegen die Schatten, die Rolle der Vorlonen, das Schicksal des Hauptcharakters John Sheridan (gespielt von Agentin mit Herz-Star Bruce Boxleitner) und die Zukunft der Galaxis sind die Fragen, auf die das vierte Jahr Babylon 5 Antworten gibt. Leider manchmal eine zu viel. Doch wenn man den Ausrutscher „In hundert Jahren, in tausend Jahren“ am Ende der Staffel verzeiht (was angesichts der internen Umstände, unter denen das Staffelende produziert werden musste, gerade noch möglich ist), bleibt ein Gesamtwerk von vier Jahren epischer Science-Fiction-Unterhaltung zurück, das kaum besser hätte ausfallen können. Im Vorspann der Folgen dieses vierten Jahres heißt es: „Es war das Jahr der Schmerzen und das Jahr der Freude.“ Und es wird gesagt: „Es war das Ende der Geschichte.“ Wäre die Serie Babylon 5 nach diesem vierten Jahr beendet worden, wäre es ein sehr befriedigendes Ende gewesen.