Babylon 5: Season 3

Nov. 06, 1995
Meine Bewertung: 0
6 1 Bewertung

„Das Babylon-Projekt war unsere einzige und letzte Hoffnung auf Frieden. Diese Hoffnung scheiterte. In dem Jahr, in dem der Krieg gegen die Schatten begann, wurde das Projekt zu etwas größerem, zu unserer einzigen und letzten Hoffnung auf den Sieg! Es ist das Jahr 2260, Ort der Handlung: die Raumstation Babylon 5.“ So die Worte des Episoden-Trailers, der dieses Mal von Susan Ivanova gesprochen wird. Sie treffen sehr genau den Inhalt der dritten Staffel von B5. J. Michael Straczynski, der Schöpfer und Produzent der Serie, hatte B5 bekanntlich von Anfang an auf fünf Jahre angelegt. Das erste Jahr (Zeichen und Wunder bzw. Signs and Portents) diente nach seinen eigenen Worten dazu, die Orte und Personen der Handlung vorzustellen und erste aufkeimende Konflikte anzudeuten. Das zweite Jahr (Schatten am Horizont bzw. Coming of Shadows) wies schon eine spürbar düstere Stimmung auf, der Narn-Centauri-Konflikt eskalierte, die neue Erdregierung unter Clark nahm langsam totalitäre Züge an (Stichwort Nightwatch) und Sheridan und Delenn begannen damit sich der Rückkehr der Schatten bewusst zu werden und im Verborgenen Kräfte zu sammeln. Im dritten Jahr wird nun eindeutig der Höhepunkt der fünfjährigen Storyline erreicht (der allerdings noch bis in die Mitte der vierten Staffel hineinreichen wird). Die dritte Staffel trägt das Motto „Kriegsrecht“ (engl.: Point of No Return) und damit den Titel der gleichnamigen neunten Episode der Staffel. In diesem Jahr beginnt der offene Krieg gegen die Schatten und der Bürgerkrieg innerhalb der Erdallianz, in dem Sheridan Babylon 5 für unabhängig erklären, Präsident Clark als Putschisten anklagen und die Raumstation an die Spitze einer interstellaren Streitmacht gegen die Schatten stellen wird. Die Handlung wird zudem etwas „mobiler“, da B5 mit der „White Star“ nun über ein eigenes Raumschiff verfügen wird. Es erübrigt sich wohl zu betonen, dass diese Staffel eine sehr actiongeladene ist. Jedenfalls beschränkt sie sich aber nicht auf bloße Action, sondern vermag auch sehr viel subtile Spannung aufzubauen