Die Gerichtsreporterin

Die Gerichtsreporterin {Die Gerichtsreporterin}

Krimiserie, Deutschland (1994)





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Rollen und Darsteller

Rolle Darsteller
Claudia Bender Gerit Kling
Alfred Stanitzki Ulrich Faulhaber
Dr. Helmut Kniffler Peter Ehrlich
Peter Stallert Holger Handtke
Helmut Blei Bob Hirsch
Dr. Klaus Dachs Siemen Rühaak
Hermann Bender Dietz-Werner Steck
Maria Bender Hildegard Alex
Michael Bender Thomas van Hoorn
Susanne Bender Pamela Großer
Tante Jutta Louise Martini


Epguide

Epguide

1.Staffel (ARD 1994)
1. Selbstjustiz 23.08.1994

Claudia Bender, Lokalredakteurin beim "Bremer Kurier", ist empört: Hat
doch Stallert, seines Zeichens Redakteursvolontär mit der starken
Tendenz, wichtigen Leuten, z. B. dem Herrn Verleger, in den
Allerwertesten zu kriechen, einen Artikel über den Beginn eines
Prozesses geschrieben, der einer Vorverurteilung gleichkommt -
pikanterweise einer Vorverurteilung des Opfers. Es geht um eine
Vergewaltigung! Nach einem Betriebsfest soll der Chef sich an einer
Auszubildenden vergangen haben. Claudia fordert von Chefredakteur
Stanitzky, Stallert zurückzupfeifen und ihr die weitere
Prozessberichterstattung zu übertragen. Stanitzky gibt nach, wie immer,
wenn Claudia etwas fordert. Er schätzt sie nämlich nicht nur als begabte
und engagierte Journalistin, sondern mag sie auch privat sehr.

Claudia ist fassungslos, wie das Gericht offenbar der Version des Mannes
folgt, der ihrer Meinung nach eindeutig der Täter ist - denn das
Mädchen, das ihn anzeigte, steht immer noch unter Schock und kann vor
Gericht nicht als Zeugin aussagen.

Dieser Fall, der offenbar auf einen Justizskandal zusteuert, macht sie
betroffener als die Trennung von ihrem Freund Siegfried Bauer, einem
hoffnungsvollen Yuppie, und der Unfall mit Siegis Porsche, den Claudia
zwar nicht verschuldet, der ihr aber noch viel Ärger einbringen wird.

Auch die Mutter des vergewaltigten Mädchens ist entsetzt und verzweifelt
über den Verlauf des Prozesses. Sie entschließt sich, auf ihre Weise für
Recht und Ordnung zu sorgen. Eine verhängnisvolle Tat nimmt ihren Lauf.

2. Mutterfreuden 30.08.1994

Claudia Benders erste Gerichtsreportage hat Aufsehen erregt. So ermutigt
führt Claudia nach Hamburg, um über eine Verhandlung gegen Neonazis zu
schreiben. Als vor ihr im Gerichtsflur eine schmale, hilflose Frau, an
die Beamtin wie eine Schwerverbrecherin gekettet, zu ihrem Termin
gebracht wird, ändert sie spontan ihr Programm und gerät in einen
Prozess wegen Kindesentführung.

Wilma Klüsner hat aus einem Hamburger Krankenhaus ein Baby entführt und
sitzt seit einem Jahr in Untersuchungshaft. Verteidigt wird sie von
einem gewissen Dr. Dachs, einem jungen, gut aussehenden Anwalt, der
Claudia mehr beeindruckt, als sie sich selber eingestehen will. Aber er
sieht nicht nur toll aus, sondern engagiert sich ganz offensichtlich für
seine Mandantin, die völlig eingeschüchtert und verstört auf ihrem Platz
sitzt und nicht spricht. Die dünnen Fakten, die dem Gericht vorliegen,
sind wenig aussagekräftig und widersprechen sich teilweise auch noch.
Claudias Anteilnahme für die Frau auf der Anklagebank und ihre Neugier,
mehr über deren Leben zu erfahren, sind geweckt. Vielleicht kann man ja
auch diesen beeindruckenden Dr. Dachs ein bisschen näher kennen
lernen... Rein dienstlich, versteht sich... zumal Claudia plötzlich
selbst rechtlichen Beistand braucht, denn von ihr wird behauptet, sie
hätte nicht nur den Unfall mit Ex-Freund Siegis Auto gebaut, sondern
dazu auch noch Fahrerflucht begangen.

3. Totengeld 06.09.1994

Manchmal hat Claudia das Gefühl, dass Männer ihr Unglück sind und das seit
ihrer Geburt; denn mit ihrem Vater Hermann kommt sie überhaupt nicht
klar. Und diesem Vater sind seine Tauben offensichtlich wichtiger als
seine Familie.

Jetzt hat er gerade seiner jüngsten Tochter Susanne verboten, in den
Ferien in London Englisch zu lernen, um so einem drohenden Sitzenbleiben
zu entgehen. Claudia ist froh, dass Tante Jutta aus Saarbrücken anruft
und sie neugierig auf einen außergewöhnlichen Fall macht:

Die 72-jährige Hermine Stich lebte zehn Jahre lang mit ihrem toten
Lebensgefährten, den sie stillschweigend im Keller begraben und dessen
Rente sie weiter kassiert hatte. Versteckt sich hinter der Fassade einer
gütigen alten Dame ein Monster, wie der Sohn des Verstorbenen behauptet,
oder ist alles ganz anders, wie Tante Jutta überzeugt ist. Solche
Gedanken beschäftigen Claudia während ihrer Fahrt nach Saarbrücken. Für
die Tramperin Silvia ist es daher eine leichte Übung, Claudia ziemlich
gemein zu beklauen. Das bleibt nicht die einzige Überraschung, die
Claudia erlebt. Sie lernt nämlich den attraktiven Architekten Mathias
Presche kennen, und dann gibt es ja noch diese Hermine Stich...

4. Zeugen in Uniform 13.09.1994

Wieder einmal schreibt Claudia über einen Prozess, der in der
Öffentlichkeit - nicht zuletzt wegen ihres Berichtes - heftige
Diskussionen auslöst:

Zwei Polizisten sind angeklagt, während einer Demonstration gegen
Ausländerfeindlichkeit auf friedliche Demonstranten eingeprügelt zu
haben. Claudias Bruder Michael, der Polizist ist, war bei diesen
Ausschreitungen dabei und ist als Zeuge geladen. Für Claudia ist die
Sache klar - Michael muss gegen seine Kollegen aussagen. Michael sieht
die Sache anders - soll er als "Nestbeschmutzer" dastehen, sich seine
Karriere verbauen? Während des Prozesses geschehen merkwürdige Dinge -
ein Beweisfoto verschwindet, Videoaufnahmen der Demo sind nicht mehr
auffindbar, Zeugenaussagen scheinen aufeinander abgestimmt... Claudias
Kampfgeist erwacht. Einziger Lichtblick in dieser Situation scheint der
Besuch des attraktiven Mathias Presche, den sie bei Tante Jutta in
Saarbrücken kennen gelernt hat, und der sich ihre vergammelte
Dachbodenwohnung zwecks Ausbau ansieht. Er ist mehr als nur nett, kann
zuhören, macht ihr Komplimente, ist aber leider sehr schüchtern, wie sie
glaubt. Claudia muss bald merken, dass sie sich in Mathias Presche
genauso geirrt hat wie in der Beurteilung ihres Bruders.

5. Notwehr 04.10.1994

Da die Welt bekanntlich ein Dorf und Claudia Bender inzwischen in den
Gerichtssälen der Republik zu Hause ist, wundert es sie eigentlich gar
nicht, dass sie wieder auf den Anwalt Dr. Klaus Dachs trifft, den sie im
Prozess gegen die Kindesentführerin Wilma Klüsner kennen und schätzen
gelernt hatte. Auch Dachs ist hocherfreut, die attraktive Journalistin
wieder zu sehen und ist diesmal wild entschlossen, die Bekanntschaft mit
ihr zu vertiefen.

Er verteidigt einen Mann, der in einer Kneipe in eine Schlägerei
verwickelt worden war. Dachs hat den Eindruck, dass das Gericht bei der
Beurteilung des Falles das Sprichwort "Pack schlägt sich, Pack verträgt
sich" zugrunde legt, während Claudia, die in einer Verhandlung gegen
einen ehemaligen Richter sitzt, der einen vermeintlichen Einbrecher
erschossen hat, immer mehr den Eindruck gewinnt, dass hier nach dem
Spruch "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus" verfahren wird.

Claudia führt sich herausgefordert, sie will sich und ihren Lesern
beweisen, dass Recht und Gerechtigkeit doch etwas miteinander zu tun
haben. Ihr neuer Freund Dachs ist da aber eher etwas skeptisch...

6. Knackis Tod

11.10.1994

Claudia Bender ist verliebt in den Anwalt Dr. Dachs. Es könnte alles so
schön sein... könnte. Natürlich ist es das nicht, denn Klaus hat Wohnung
und Kanzlei in Hamburg, und sie lebt bekanntlicherweise in Bremen und
lässt sich gerade für viel Geld ihre Dachwohnung ausbauen. Aber sie ist
ja nicht undankbar - sie genießt die Stunden mit Dachs, und ansonsten
hat sie noch ihren Beruf, der sie interessiert und der sie sehr fordert.
Gerade jetzt wieder, wo sie über den Häftling Heinz Schüssler schreibt,
der wegen unterlassener Hilfeleistung vor Gericht steht. Sein
Zellengenosse Herbert Zolter hat sich nachts in der gemeinsamen Zelle
erhängt. Schüssler schwört Stein und Bein, dass er von diesem Selbstmord
nichts mitbekommen hat. Als Claudia sich mehr und mehr für das Motiv des
Selbstmörders zu interessieren beginnt und ihre eigenen Recherchen
betreibt, kommt sie dahinter, dass Zolter nur das Bauernopfer ist und
auf den Anklagebank ganz andere Leute sitzen müssten... Claudia Bender
nimmt nun auf ihre Weise Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens gegen
Schüssler.

7. Ludenleben 18.10.1994

Als Claudia Bender von einem Besuch ihres Freundes Klaus Dachs kommt und
im Hamburger Hauptbahnhof in den Zug steigen will, wird sie von zwei
Junkies überfallen. Claudia hat Glück - sie trifft einen Retter in der
Not, der sie befreit. Es ist nur natürlich, dass sie ihren Beschützer
nett findet, zumal er gut aussieht und ihr - wenn auch einige
ungewöhnliche - Komplimente macht. Monate später sieht sie ihn wieder -
auf den Anklagebank. Sein Verteidiger ist ihr Freund Dachs. Dieser nette
Mann von damals heißt Horst Kaul und ist wegen Zuhälterei und
Körperverletzung angeklagt. Claudia lernt das Opfer, die Prostituierte
Eva Plotzki, kennen, die ihren Luden - eben diesen Kaul - angezeigt und
nun aber unbegreiflicherweise ihre Anzeige wieder zurückgezogen hat.
Claudia taucht ein in eine ihr fremde Welt, die eine Adresse hat:
Herbertstraße, Reeperbahn. Sie trifft auf Frauen, die kaputt sind durch
ihren Lebenswandel, Alkohol und Drogen und die sich an jeden klammern,
der ihnen vermeintlich ein Rest von Geborgenheit gibt.

Für Claudia stellt sich die Frage, ob ein Anwalt wirklich jeden
verteidigen muss, auch wenn er sich so menschenverachtend als Zuhälter
betätigt. Sie kann zum ersten Mal ihren Klaus nicht verstehen, erst
recht nicht Eva Plotzki, die ihren Peiniger, den smarten Kaul, wirklich
zu lieben scheint...

8. Ehre, wem Ehre gebührt

25.10.1994

Auf einen Tipp der internationalen Drogenfahndung hin wurde die englische
Tänzerin Judy Ballad an einem deutschen Flughafen wegen Kokainschmuggels
verhaftet. Statt der vermeintlichen 30 Kilogramm Kokain fand die Polizei
bei ihr nur ein Gramm. Trotzdem sitzt sie nun seit drei Jahren in
Untersuchungshaft.

Claudia liest davon in der Zeitung und nimmt über ihren Freund Klaus
Dachs Kontakt zu dem Verteidiger der Ballad auf. Er bestätigt ihr, was
sie schon vermutet hat, das Gericht will den Ermittlungsfehler in diesem
Bagatellfall nicht eingestehen und hält, schon wegen der langen U-Haft
und den damit verbundenen hohen Kosten für den Steuerzahler, lieber an
der Theorie des Rauschgiftschmuggels im großen Stil fest.

Claudia lernt Judy Ballad kennen und beginnt zu begreifen, was drei
Jahre gestohlenen Lebens bedeuten können. Durch Wilfried Echsner, Judys
Pflichtverteidiger, verliert sie aber den Glauben an Gerechtigkeit nicht
ganz: Dieser Echsner scheut sich nicht, als "Nestbeschmutzer" zu gelten.
Er nimmt ein Ehrengerichtsverfahren in Kauf, weil er den Deal, den
Staatsanwalt und Gericht seiner verzweifelten Mandantin anbieten, nicht
mittragen will.

Claudias Engagement und das Schicksal von Judy beeindrucken Susanne,
Claudias kleine Schwester, die inzwischen in der Schule sitzen geblieben
ist, so sehr, dass sie sich vornimmt, in Zukunft besser zu lernen, um
Anwältin werden zu können. Ein Trost, wenn auch nur ein schwacher für
Claudia, die wieder einmal schmerzhaft darauf hingewiesen wird, dass man
Unrecht nicht ungeschehen machen kann...

9. Fischsterben

08.11.1994

Claudia Bender, vor Urzeiten mit dem Yuppie Siegfried Bauer befreundet,
war - wie wir wissen - mit dessen Porsche in einen Unfall verwickelt und
wurde wegen angeblicher Fahrerflucht angeklagt. Natürlich hatte Claudia
damals Revision eingelegt, und nun ist es endlich so weit - die Sache
wird wieder aufgerollt - mit ganz neuen Chancen für sie, denn ihr Freund
Klaus Dachs ist ihr Verteidiger. Dachs ist erfolgreich. Lange kann sich
Claudia in ihrem Glück nicht sonnen, denn sie erfährt von einem
Umweltskandal, der sich im Saarland ereignet hat. Da es wieder einmal
Stress mit Vater Hermann gibt, nimmt sie kurz entschlossen Mutter und
Schwester mit - die können sich ja, während sie arbeitet, bei Tante
Jutta erholen.

Claudia besucht den Prozess, in dem die Reinigungsfirma Le Klerk
angeklagt ist, vergiftete Abwässer in die Saar geleitet und so ein
Fischsterben und die völlige Verschmutzung des Flusses verursacht zu
haben. Der Chef des Unternehmens bedauert tief und schiebt die Schuld
auf seinen Vorarbeiter Zinkel, der leider nicht auffindbar ist. Claudia
ahnt, dass ein Großer wieder einmal Erfolg haben wird, sich
reinzuwaschen. Sie findet ihn schließlich auch, aber von ihm ist nicht
viel mehr als ein Wrack übrig geblieben. Er hat Angst, gegen Le Klerk
auszusagen und bekämpft seine Angst mit immer mehr Alkohol. Da hat
Claudia eine Idee, die helfen soll, den wahren Schuldigen zu bestrafen.
Doch sie hat nicht mit der kriminellen Energie der Gegenseite
gerechnet...

10. Märchenonkel 15.11.1994

Claudia sitzt in der Kantine des Bremer Gerichts und versteht die Welt
nicht mehr. Da läuft ein Prozess gegen einen alten Mann, einen Penner
namens Baltschyk, der die Bundesbahn um nicht mal 50 Mark geschädigt
hat, dem aber jetzt eine 13-jährige Haftstrafe mit anschließender
Sicherheitsverwahrung droht. Das heißt praktisch lebenslänglich!

Für Claudia steht fest, sie muss diesem alten, hilflosen Mann einen
guten, motivierten Verteidiger besorgen. Beim Kaffee kommt sie mit einem
liebenswürdigen alten Richter ins Gespräch, der merkwürdige Ansichten
über seinen Beruf äußert. Was Claudia noch nicht weiß, dieser
vermeintliche Richter ist ein angeklagter Heiratsschwindler, dem sie
unwissentlich zur Flucht verhilft.

Claudia will das alles mit ihrem Freund Dachs besprechen. Als sie seine
Wohnung aufschließt und sein Zimmer betritt, erlebt sie eine unangenehme
Überraschung. Dachs ist nicht nur nicht allein, sondern auch in einer
eindeutigen Situation mit einer andren Frau. Für Claudia bricht eine
Welt zusammen.

11. Der Pflegefall 22.11.1994

Claudia lebt nun allein - die Briefe von Klaus Dachs bleiben ungeöffnet.
Männer können ihr bis auf weiteres gestohlen bleiben. Da kümmert sie
sich doch lieber um Menschen, die ihre Zuwendung zu schätzen wissen,
beispielsweise um das Junkiemädchen Silvia Trunschke. Claudias Bruder
Michael bekam mit Silvia zu tun, weil sie bei einem Warenhausdiebstahl
erwischt worden war.

Aller Warnung Michaels zum Trotz, nimmt Claudia Silvia in ihre Wohnung
auf. Natürlich kann sich Claudia nicht rund um die Uhr um Silvia
kümmern. Da ist noch Baltschyk, dieser obdachlose alte Schwarzfahrer,
dem sie einen neuen Anwalt besorgt hat, der um Baltschyks Menschenrechte
kämpfen will.

Eines Tages ist Silvia einfach weg, dafür steht Klaus Dachs vor ihrer
Tür und will nicht mehr weg, bis sie ihm verziehen hat...

12. Ordnung muß sein 29.11.1994

Ein 18-jähriger Friseurlehrling soll seinen Vater erstochen haben. Adolf
läuft Gefahr, eine lebenslängliche Strafe zu bekommen. Er schweigt
während der Verhandlung. Auch seine Mutter und seine Schwester
verweigern die Aussage. Claudia wittert eine Familientragödie, denn
davon versteht sie etwas. - Was Claudia herausfindet ist ungeheuerlich.

Aber warum spielt Adolf den Märtyrer? Claudia fühlt sich durch die
Wahrheit, die sie herausgefunden hat, belastet und kann das Gefühl,
mitschuldig zu werden, wenn sie ihr Wissen für sich behält, nicht
ertragen. Sie entschließt sich zu einem ungewöhnlichen Schritt...

13. Wer zu spät kommt ... 06.12.1994

Eines Tages steht ein Mann namens Stobbe bei Claudia in der Redaktion. Er
kommt geradewegs aus Bautzen - aus einer Haftanstalt. Er ist nicht
entlassen, nein, er ist geflohen. Die Fahndung nach ihm läuft bereits.

Stobbe hat alle ihre Gerichtsberichte gelesen und für ihn steht fest,
dass nur Claudia ihm helfen kann, nach 17 Jahren Gefängnis doch noch zu
einem gerechten Urteil zu kommen. Als Jugendlicher hatte er sich von
einem Freund zu einem Einbruch in die Dresdner Hofkirche anstiften
lassen, dabei wurden sie vom Pfarrer überrascht - sein Kumpel hatte den
Mann erschlagen und war kurz danach in den Westen geflüchtet. Ihn aber
hatte man kurzerhand wegen Mordes verurteilt. Nun ist Claudia gefordert.
Obwohl ihr Vater stirbt und sie eigentlich nur den Wunsch hat, sich
irgendwo zu verkriechen, am liebsten mit Klaus Dachs, stellt sie sich
der Aufgabe: Da ist ein Mensch, der ihr vertraut und Hilfe braucht...

Epliste

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Alle Texte (wenn nicht anders angegeben): ARD

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