Ein Fall für zwei

Ein Fall für zwei {Ein Fall für zwei}

Krimiserie, Deutschland (1989)





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Rollen und Darsteller

Rolle Darsteller
Hermann Josef Matula Claus Theo Gärtner
Dr. Dieter Renz Günther Strack (Folge 1-60)
Dr. Rainer Franck Rainer Hunold (Folge 60-149)
Dr. Johannes Voss Mathias Hermann (Folge 149-182)
Dr. Markus Lessing Paul Frielinghaus (Folge 182- )
Sekretärin Helga Renate Kohn


Epguide

Epguide

Bisher gesendet: 252 Folgen.
Staffel 1
1. Die große Schwester
11.09.1981
Für den Polizisten Josef Matula ist der Prozess gegen den Jugendlichen Paul Schneider eine willkommene Abwechslung seines alltäglichen Dienstes. Obendrein aber hat seine Aussage vor Gericht einiges Gewicht, war er es doch schließlich, der vor einiger Zeit Paul Schneider erwischt hat, als dieser offensichtlich parkende Autos aufbrechen wollte. Doch vor Gericht ist Matula mehr als verwundert, als Schneiders Verteidiger, der bekannte Anwalt Dr. Dieter Renz, ihn dermaßen in die Mangel nimmt, dass er schließlich selbst nicht mehr genau weiß, was sich an diesem Abend zugetragen hat und was nicht. Der Erfolg: Paul kommt mit einer Bewährungsstrafe davon. Matula beschließt, sich den Namen Renz zu merken. Einige Zeit später lernt Matula eine junge Frau kennen und verliebt sich in sie. Laura ist hübsch, romantisch und offensichtlich einsam. Doch dann steht er plötzlich seinem Widersacher Paul Schneider gegenüber und erfährt, dass Laura seine Schwester ist. Einen Moment lang ist Matula irritiert. Wird hier ein übles Spiel mit ihm getrieben? Doch über alle Bedenken hinweg siegt seine Liebe zu Laura. Es dauert nicht lange, da steckt Matula in der Klemme. Paul und ein paar seiner Freunde sind bei einem Einbruch erwischt worden. Matula wird beschuldigt, Tipps gegeben zu haben und wird vom Polizeidienst beurlaubt. Da erinnert er sich an den Namen Dr. Renz und sucht ihn auf in der Hoffnung, dass der Anwalt ihm helfen kann.
2. Fuchsjagd
25.09.1981
Dr. Renz bekommt Besuch von Claus Brinkstedt, einem früher einmal berühmten Militaryreiter. Er bittet den Anwalt, die Scheidung gegen seine Frau Charlotte einzureichen. Er könne mit ihr nicht mehr zusammen leben, er wolle fern von Deutschland ein neues Leben beginnen. Renz lehnt jedoch ab. Er ist mit beiden Ehepartnern befreundet und sieht sich daher außerstande, einen von ihnen juristisch gegen den anderen zu vertreten. Er verspricht aber, mit Charlotte zu reden. Nach dem Gespräch hat Renz den Eindruck gewonnen, Claus Brinkstedt stecke am Ende seiner Karriere in einer persönlichen Krise, die sich wieder bessern werde. Wenige Tage später ist Brinkstedt tot, verunglückt bei einer relativ harmlosen "Fuchsjagd". Alle Indizien deuten auf einen Unfall hin, nur einer glaubt an Selbstmord: Dr. Rasch, Vertreter der Versicherungsgesellschaft, bei der Brinkstedt eine hohe Lebensversicherung abgeschlossen hatte. Er beauftragt Matula, Recherchen über die Todesumstände anzustellen. Während sich Matula an die Arbeit macht, hilft Renz Charlotte bei der Klärung der Nachlassfragen. Beide ahnen nicht, dass sie unabhängig voneinander am selben Fall arbeiten, und dass dieser Fall noch eine dramatische Wendung nehmen wird.
3. Das Haus in Frankreich
23.10.1981
Eines Abends erlebt Rechtsanwalt Dr. Renz eine Überraschung: Birgit sucht ihn auf! Birgit Weißenborn, mit der ihn vor nunmehr 27 Jahren eine innige Freundschaft verband. Doch Birgit ist nicht gekommen, um alte Erinnerungen zu beschwören, sondern sie bittet Renz, ihr bei einem Geschäft behilflich zu sein. Sie will nämlich "L'Acardie", den alten Landsitz ihrer Familie, verkaufen, um mit dem Geld Anteile an der Farbenfabrik GAFAL zu erwerben. Renz ist skeptisch, erliegt dann aber den gemeinsamen Erinnerungen und besorgt einen Käufer. Zugleich aber schickt er Matula zur GAFAL, um Erkundigungen über die Firma einzuholen. Matulas Auskünfte sind niederschmetternd, die GAFAL steht kurz vor der Pleite. Renz warnt Birgit dringend vor dem Kauf - vergeblich. Viel zu spät merkt er, welche Absichten Birgit wirklich mit dem Geschäft verbindet.
4. Todfreunde
20.11.1981
Rechtsanwalt Dr. Renz bereitet gerade ein festliches Abendessen für eine Reihe von geladenen Gästen in seinem Hause zu, als es plötzlich an der Haustür klingelt und der junge Armin Fest den Verteidiger dringend um Hilfe bittet. Nur stockend kann der völlig verstörte Mann Renz und Matula erzählen, dass er kurz zuvor in seiner Wohnung seine Freundin Carola im Streit erschlagen habe. Renz übernimmt die Verteidigung Fests und hofft auf eine milde Strafe für seinen Mandanten wegen Körperverletzung mit Todesfolge, da nach dessen Aussage das Opfer infolge eines Schlages unglücklich mit dem Kopf gegen einen Heizkörper gefallen sei. Die Staatsanwältin hingegen sieht einen Tötungsvorsatz gegeben und erhebt Anklage wegen Totschlages. Während Matula im Umfeld der Toten ermittelt und dort nach und nach auf einige Ungereimtheiten stößt, bahnt sich im Prozess eine Wende an: Als herauskommt, dass ein größerer Geldbetrag bei der Toten verschwunden ist, lautet die Anklage plötzlich auf Mord. Völlig überraschend zieht Fest daraufhin sein Geständnis zurück und behauptet, er habe das Opfer gar nicht gekannt. Der wahre Täter sei sein bester Freund Lutz Segert, für den er die Tat auf sich genommen habe.
5. Der Erbe
18.12.1981
Großer Geburtstagsempfang für Sophie Franke, Alleinbesitzerin eines pharmazeutischen Weltkonzerns. Alle sind da und sagen ihr Sprüchlein auf, Verwandte, Betriebsangehörige und offizielle Gratulanten. Da wird plötzlich die Tür aufgestoßen, und ein junger, braungebrannter Mann tritt herein. Sofort lenkt er alle Blicke auf sich, er geht lachend auf Sophie zu und nimmt sie in die Arme. Tatsächlich, er ist es: Jason Franke, Sophies Enkel, der vor 15 Jahren über Nacht das Elternhaus verlassen hat und von dem in all der Zeit niemand etwas gehört hat. Alle sind außer sich vor Freude - nur Irene Braun, Sophies Enkelin und Erbin hat Zweifel daran, dass dieser Jason wirklich der richtige Jason ist. Sie beauftragt Matula, Jasons wirkliche Identität herauszufinden. Zögernd nimmt Matula den Auftrag an. Bevor er mit seinen Recherchen beginnt, fragt er Dr. Renz um Rat, denn der ist der Hausanwalt der Frankes. Renz hält den Auftrag für die überspannte Idee einer jungen Dame, die sich um ihr Erbe betrogen fühlt. Trotzdem stellt Matula Nachforschungen an und stößt bald auf einige Merkwürdigkeiten aus dem früheren Leben Jasons. Während Renz von Sophie den Auftrag erhält, Jason als Alleinerben einzusetzen, taucht Matula in dessen Leben ein, trifft sich mit alten Freunden - und erlebt dabei eine große Überraschung.
6. Brandstiftung
29.01.1982
Wieder einmal hockt der frühere Kraftfahrer Hans Hohmann bis spät nachts in der Kneipe herum und lässt sich mit Bier und Schnaps voll laufen. Dabei räsoniert er über die Schlechtigkeit der Welt und über seinen früheren Arbeitgeber Ellerwein im besonderen. Margot, seine Frau, versucht ihn, wie jedesmal, zu beschwichtigen. Vergeblich. Endlich torkelt Hohmann nach Hause und schläft auf der Couch ein. In dieser Nacht brennt die Autovermietung von Ellerwein nieder. Für die Kriminalpolizei gibt es nur einen Verdächtigen, Hans Hohmann. Eine leere Schnapsflasche und ein verkohltes Feuerzeug, die am Tatort gefunden werden, sind eindeutige Indizien. Doch Hohmann kann sich an gar nichts erinnern. Ellerwein, der glaubt, dass die Versicherung die Schadensregulierung hinauszögern wird, beauftragt Josef Matula, weitere Beweise für Hohmanns Schuld beizubringen. Matula tut es mit schlechtem Gewissen. Er mag Ellerwein nicht. Auch für Rechtsanwalt Dr. Renz, der die Verteidigung Hohmanns übernommen hat, gibt es keine Zweifel, dass dieser der Brandstifter ist. Doch dann stoßen beide plötzlich auf Fakten, die den ganzen Fall in einem anderen Licht erscheinen lassen.
7. Tollwut
12.03.1982
Erika Togan und ihr zwölfjähriger Sohn Ralf unternehmen zusammen mit ihren zwei Rassehunden einen Waldspaziergang, plötzlich fallen Schüsse, beide Hunde sind tot. Durch das Unterholz stapft der Jäger Johannes Straub und behauptet, er habe die Hunde erschießen müssen, sie hätten gewildert. Am nächsten Tag erscheint Frau Togan bei Rechtsanwalt Dr. Renz und verlangt von diesem, gegen Straub einen Prozess anzustrengen. Vergeblich versucht Renz, sie von diesem reichlich sinnlosen Unterfangen abzuhalten. Wenig später taucht Frau Togan auch bei Josef Matula auf und gibt diesem den Auftrag, sämtliche Lebensumstände Straubs in Erfahrung zu bringen. Matula macht sich an die Arbeit, während Renz die juristischen Möglichkeiten eines Prozesses gegen Straub prüft. Dann jedoch geschehen merkwürdige Dinge. Zuerst brennt das Auto von Straub, dann dessen Hütte im Wald, und als schließlich auch noch Frau Straub durch einen herabfallenden Stein schwer verletzt wird, erscheint der Fall in einem ganz anderen Licht. Irgendjemand will sich an Straub rächen. Frau Togan etwa - oder ein von ihr beauftragter Hintermann? Matula und Renz stehen vor einem Rätsel.
8. Der Jäger als Hase
30.04.1982
Während einer Gerichtsverhandlung kommt es zwischen Rechtsanwalt Dr. Renz und dem jungen Staatsanwalt zu einer scharfen Auseinandersetzung, die fast beleidigende Ausmaße annimmt. Doch wenig später erscheint eben dieser Herr Weiermüller bei Dr. Renz und bittet ihn um Rechtsbeistand. Was er zu erzählen hat, klingt äußerst merkwürdig. Er behauptet nämlich, dass es einen Wagen gibt, der mit der Nummer seines Wagens allerlei Unheil anrichtet, für das Weiermüller dann aufzukommen hat. Renz hält diese Geschichte für reichlich unwahrscheinlich, trotzdem beauftragt er Matula, im Heimatort des Staatsanwalts Recherchen anzustellen. Und tatsächlich stößt Matula auf einige Merkwürdigkeiten, die ihm - und auch Renz - zu denken geben.
9. Kratzer im Lack
11.06.1982
Nachts in einer Bar. Reichlich angetrunken bemüht sich Rolf Schlichting um eines der Mädchen, schließlich gelingt es ihm, sich ihr anzuschließen. Er fährt sie nach Hause. Beim Einparken demoliert er den Kotflügel eines anderen Wagens. Ernüchtert befestigt Schlichting eine Visitenkarte an der Windschutzscheibe. Währenddessen verschwindet das Mädchen lautlos. Schlichting ist frustriert. Am nächsten Morgen, verkatert und ernüchtert, sucht er Rechtsanwalt Renz auf und bittet diesen, sich der leidigen Sache anzunehmen. Wenn seine Frau erfährt, dass er wieder einmal habe fremdgehen wollen, werde sie ihn erneut verlassen, dieses Mal für immer. Renz beauftragt Matula, Recherchen anzustellen. Von seinem Freund bei der Polizei erfährt Matula, dass in eben dem Haus, vor dem Schlichting einen Kotflügel beschädigt hat, in der vergangenen Nacht ein Mädchen ermordet wurde. Matula glaubt seinen Ohren nicht zu trauen. Wer ist der Mörder? Schlichting etwa, der betont harmlos tut? Ehe sie sich versehen, stecken sie in einer Geschichte, die ihnen Kopfzerbrechen macht.
10. Überstunden
23.07.1982
Josef Matula hat heute ganz andere Sorgen als ein verschwundenes 14jähriges Mädchen zu suchen. Man hat ihm kurzfristig die Wohnung gekündigt, nun hockt er in einer miesen Pension und studiert Immobilienanzeigen. Rechtsanwalt Dr. Renz hat alle Mühe, seinen Freund zu überzeugen, dass er die Pflicht hat, nach Gaby Berg zu suchen. Mürrisch nimmt Matula schließlich an. Doch wo findet man in der Riesenstadt Frankfurt eine 14jährige? Matula versucht es bei ihren Freunden, bei der Lehrerin, fragt Passanten und Würstchenbudenbesitzer - vergeblich. Und Gaby, mutterseelenallein in den Straßenschluchten, beginnt sich zu fürchten, erst recht, als einige dunkle Typen sie ansprechen. Schließlich findet Matula sie. Doch als er glaubt, nun habe er seine Pflicht getan, er brauche Gaby nur zu Hause abzuliefern, da beginnt das gemeinsame Abenteuer der beiden erst richtig. Vor den dunklen Typen müssen sie die Flucht ergreifen, mittlerweile werden sie auch von der Polizei gesucht, Gaby will um keinen Preis der Welt nach Hause - und dann wird Matula auch noch zusammengeschlagen. Währenddessen sitzt Renz völlig ratlos in seinem Büro. Gabys Eltern bedrängen ihn, die Polizei bedrängt ihn, doch wo ist Matula?
11. Alte Pistolen
27.08.1982
Rechtsanwalt Dr. Renz ist zu einer Vernissage geladen worden, einer jener Veranstaltungen, auf denen er sich zumeist herzlich langweilt. So auch heute. Die Bilder interessieren ihn nicht sonderlich und an den Gesprächen über moderne Malerei und ausgefallene Maltechniken kann er sich nicht beteiligen. Doch dann macht er unversehens die Bekanntschaft der attraktiven Helen Riemann, verlässt mit ihr erleichtert die Ausstellung und kurz darauf befinden sich beide in Helens Wohnung. Helen berichtet nun, dass sie um ihr Leben fürchtet. Ihr Ehemann Paul versucht seit einiger Zeit, sie umzubringen. Die Indizien sind ganz eindeutig. Offensichtlich will er sich in den alleinigen Besitz ihres gutgehenden Antiquariats bringen. Renz ist verstört und benachrichtigt seinen Freund Matula - und dieser tritt am nächsten Tag eine Stellung als Buchverkäufer im Antiquariat an. Von da an überschlagen sich die Ereignisse. Tatsächlich deutet einiges darauf hin, dass Helen von ihrem Mann bedroht wird. Doch wirkliche Beweise für die Anschläge zu finden, fällt Matula schwer. Bis dann eines Nachmittags etwas Unvorhersehbares geschieht.
12. Nervenkrieg
24.09.1982
Realität und Einbildung scheinen bei Eduard Seifert auseinanderzustreben: Er behauptet, in seinem eigenen Haus bei der Morgengymnastik nur um Haaresbreite einem Mordanschlag entgangen zu sein. Die Spurensicherung auf Anordnung von Kommissar Röder hat jedoch keine Anhaltspunkte ergeben. Das Fenster stand offen und die Schranktüre, in die die angebliche Kugel eingeschlagen sein soll, war - nach Aussage seiner Ehefrau Lisbeth - schon vor langer Zeit ausgebaut worden. Seifert beschuldigt seinen Schwiegersohn Otto Cassner, den "schönen Otto", diesen Anschlag in Auftrag gegeben zu haben. Als neuer Geschäftsführer wolle Otto ihn aus seinem eigenen Imperium von Frankfurter Nachtbars herausdrängen. Nachdem die Polizei dem offenbar unter Verfolgungswahn leidenden alten Herrn nicht die gewünschte Schutzmannschaft zur Verfügung stellt, hat sich Seifert durch ein privat installiertes Alarmsystem mit Lichtschranken zu Hause eingeigelt und eine Pistole zugelegt. Mit dieser Pistole hat Seifert unklugerweise etwas herumgefuchtelt, als weder seine Frau noch seine Tochter und sein Schwiegersohn den Anschlag bestätigen wollten. Nach dieser Entgleisung will die Familie ihr bisheriges Oberhaupt wegen Gemeingefahr in eine psychiatrische Anstalt einweisen lassen. Dr. Renz bittet seinen Freund Matula, sich der Sache anzunehmen. Es fallen wieder Schüsse, ohne Spuren zu hinterlassen. Ein danach in Panik verursachter Autounfall bringt Seifert ins Krankenhaus. Sein Verhalten dem Arzt und dem Personal gegenüber scheint die Aussage der Familie zu stützen, dass man es mit einem gemeingefährlichen Menschen zu tun hat. Dr. Renz sieht die Sache jedoch ganz anders.
13. Partner
22.10.1982
Klaus Sperber will sich mit Hilfe von Detektiv Matula restlos Klarheit über die Seitensprünge seiner Frau verschaffen. Angeblich verbringt sie die langen Nachmittage ihrer Kur nicht nur in Schlangenbad, sondern auch in den Armen von Jochen Esswein, dem langjährigen Freund und jetzigen Geschäftspartner von Sperber, der ebenfalls verheiratet ist. Tatsächlich wird Matula mit seiner Kamera fündig. Frau Sperber kommt mehrmals in der Woche nach Frankfurt und taucht mit Esswein in der Hochhauswohnung ihrer Freundin Elke Funk unter. Als Matula die Beweisfotos übergibt, scheint sich zwischen den Sperbers einiges geändert zu haben. Sperber bittet um Herausgabe der Filme, da er mit seiner Frau einen neuen Anfang gefunden habe. Die Sache wäre erledigt, wenn Matula auf dem Film, den er Sperber ausgehändigt hat, nicht auch ein Beweisfoto in einer ganz anderen Sache für Dr. Renz gemacht hätte. Als er sich den Film noch am selben Abend bei Sperber zu Hause wieder abholen will, macht Matula eine Entdeckung, die ihm schlaflose Nächte bereiten wird.
14. Zwiellicht
28.01.1983
Nach der Scheidung der Eltern wohnt Jörg Schreber bei seiner Großmutter. Da er nach der Schule und Lehre keine passende Stelle findet, ist er auf die "schiefe Bahn" geraten. Seine Oma hat ihm gutgläubig ihre gesamten Ersparnisse geliehen, um ihn in ein todsicheres Geschäft mit Gebrauchtwagen einsteigen zu lassen. In Wirklichkeit jedoch hat sich der halbwüchsige Jörg von Sigrid Vorholz - seiner Angebeteten - und einem Dealer überreden lassen, auf eigene Rechnung Heroin aus Amsterdam zu beschaffen, um es in Frankfurt zum doppelten Preis verkaufen zu können. Als Lohn winken ihm ferner heiße Nächte mit der rauschgiftsüchtigen Sigrid. Bei der Übergabe des Heroins kommt es zu einer herben Überraschung. Jörgs Großmutter wendet sich an Dr. Renz, in dessen Büro sie als Raumpflegerin arbeitet.
15. Das Opfer
11.03.1983
Seit der Rückkehr ihres früheren Geliebten Georg Wilke ist Almut Nolde in eine tiefe Lebenskrise geraten. Zwei Jahre hatte sie äußere und innere Ruhe bei ihrem Ehemann Harald gefunden, nun wird sie wieder an die leidenschaftliche Zeit mit Georg erinnert. Da er sich wegen hinterzogener Steuern vor der Polizei versteckt, hat Almut Probleme, Kontakt zu ihm zu knüpfen. Harald Nolde bleibt Almuts heimliches Bemühen verborgen. Als Almut eines Abends allein in ihrem großen Haus ist, fällt ein Schuss, vom Grundstück aus genau auf den Sessel, in dem sie gesessen hat. Almut kommt zwar mit einem Schrecken davon, aber die Furcht vor weiteren Anschlägen sitzt tief. Unglücklicherweise muss Harald gerade jetzt geschäftlich nach London und bittet Dr. Renz um Rat, da die Polizei eine Bewachung seiner Frau abgelehnt hat. Matula wird Almuts "Bodyguard" und ihr bis zur Rückkehr Schutz bieten. Da Harald seine Reise nur zum Schein angetreten hat und - als sich Almut ihrer Bewacher entledigt hat - ein weiterer Mordanschlag auf sie verübt wird, verdichtet sich der Verdacht, dass nur Georg oder Harald nach ihrem Leben trachten können. Harald könnte die Rückkehr des unberechenbaren Georg Wilke benutzen, um durch Almuts Tod an ihren Reichtum zu gelangen, Georg könnte - wie angedroht - aus Eifersucht morden wollen.
16. Herr Pankraz, bitte!
08.04.1983
Überraschend erhält Rechtsanwalt Dr. Renz einen Anruf aus dem Untersuchungsgefängnis. Ein des Mordes an einem früheren Schuldirektor beschuldigter Stadtstreicher namens Pankraz hat sich kurz vor Prozessbeginn mit seinem Anwalt überworfen und bittet Dr. Renz nun, seine Verteidigung zu übernehmen. Denn, wenn überhaupt einer in der Lage ist, ihn aus seiner misslichen Situation herauszuholen, dann er. Doch nach dem ersten Gespräch mit Pankraz und nach dem Studium der Akten ist Renz äußerst skeptisch, ob er für den Stadtstreicher etwas erreichen kann. Zu eindeutig sprechen die Fakten gegen ihn. Zur Sicherheit aber soll Matula die polizeilichen Recherchen noch einmal überprüfen. Doch auch der findet zunächst nichts Gravierendes heraus, bis ihm zwei Rentner über den Weg laufen, die einen Verdacht äußern, der in eine ganz andere Richtung geht. Hat nicht ein resoluter Bauunternehmer schon seit längerem ein Auge auf das Haus des Ermordeten gehabt? Und hat dieser sich nicht standhaft geweigert, ihm das Haus zu verkaufen? Matula berichtet Renz, dass die Polizei offensichtlich nur in eine einzige Richtung Beweise gesucht hat, weil es immer einfacher ist, einen Wehrlosen zu beschuldigen als einen angesehenen Bürger. Doch Dr. Renz ist von Matulas Recherchen nicht besonders angetan - und am nächsten Tag beginnt der Prozess.
17. Der Zeuge
06.05.1983
Erich und Janine Krüger ziehen die Bilanz ihrer Ehe. Sie haben sich geliebt und gehasst, sie glaubten, für einander bestimmt zu sein, aber haben sich gegenseitig zerfleischt, sie haben sich betrogen, aber immer wieder versöhnt. Ob alles anders gekommen wäre, wenn sie Kinder gehabt hätten? Eine tödliche Mischung von Alkohol und Tabletten soll die Antwort auf die Fragen geben. Die Nachbarin, Frau Seigen, bemerkt als erste, dass in dem hellhörigen Haus in der Nacht zum Montag "etwas passiert" sein muss und ruft die Polizei. Die findet Erich Krüger in seiner demolierten Wohnung auf der Erde liegend, tot. Aus dem Untersuchungsgefängnis wendet sich Janine an Dr. Renz. Man hat sie nach ihrer Rückkehr in die eheliche Wohnung am Montagnachmittag festgenommen. Begründung: Sie sei in der Nacht bis um eins zu Hause gewesen und habe gewusst, dass ihr Mann Tabletten genommen hatte. Man beschuldigt sie jedoch nicht nur unterlassener Hilfeleistung, sondern glaubt, sie habe ihren Mann in einen gemeinsamen Selbstmord gelockt, um ihn dann allein sterben zu lassen. Janine will dagegen bereits um halb neun das Haus verlassen haben und die Nacht im Hotel mit einem Zufallsbekannten aus der "Jet-Set"-Bar verbracht haben. Da sie jedoch nur seinen Vornamen, Harry, kennt, müsse sie ihren Alibizeugen jetzt suchen. Ein Fall für Dr. Renz und Matula.
18. Tödliches Viereck
23.09.1983
Susanne Krüger, Verlegerin und Chefredakteurin einer Illustrierten, hat ein Verhältnis mit Dr. Werner, einem der Ressortchefs ihres Blattes. Die Ehe von Dr. Werner ist längst gescheitert, er findet aber nicht den Mut, eine klare Situation zu schaffen. Susanne Krüger dagegen will die Trennung von ihrem Mann entschlossen betreiben und bittet Anwalt Dr. Renz um Rat. Dabei muss sie feststellen, dass die Scheidung für sie teuer wird, denn ihr Mann, der Journalist Harald Krüger, hat die Illustrierte mit seinen Einfällen und seiner geschmacklichen Unbedenklichkeit geschäftlich emporgebracht und könnte bei einer Trennung beträchtliche Ansprüche geltend machen. Als Susanne Krüger ermordet aufgefunden wird, scheint alles zusammenzupassen: die betrogene Ehefrau Karin Werner ist ihre Rivalin los, der Vollblut-Journalist Krüger hat die Zeitschrift für sich alleine, die untragbare eheliche Situation des zögernden Geliebten Dr. Werner scheint erledigt zu sein. Aber wer ist der Täter? Kurz vor dem Mord hat eine Aussprache zwischen den beiden Frauen stattgefunden. Später hat Dr. Werner Spuren beseitigt. Der Fall ist nicht so einfach, wie er auf den ersten Blick erscheint. Dr. Renz und Matula sind zunächst nur als (Scheidungs-) Anwalt beziehungsweise private Leibwächter in die Sache verwickelt, bald erkennen sie, dass es hier einen "Fall für zwei" zu lösen gibt.
19. Strich durch die Rechnung
21.10.1983
In diesem Fall geht es um eine Erpressung, die nach dem üblichen Muster beginnt, aber einen ungewöhnlichen Verlauf nimmt. Der französische Industrielle Claude Beaufort kommt zu einer geschäftlichen Besprechung nach Frankfurt. Seine Frau Agnes begleitet ihn und freut sich über ein Wiedersehen mit ihrer Geburtsstadt und mit ihrem Freund Dr. Renz, der Claude anwaltlich vertritt. Ihr Schaufensterbummel in der Nähe ihres Hotels endet jedoch schon nach kurzer Zeit. Während Claude am Verhandlungstisch in ein Millionengeschäft einzusteigen versucht, erreicht ihn die Nachricht, dass seine Frau entführt worden sei. Im Hotel findet er einen Brief mit den Bedingungen für ihre Rückgabe: 3 Millionen Mark Lösegeld in kleinen Scheinen, keine Polizei, sonst werde er seine Frau nicht wiedersehen. Während Monsieur Beaufort in Paris das Geld besorgt, schaltet Dr. Renz nicht nur die Polizei, sondern auch Matula ein.
20. Die große Wut des kleinen Paschirbe
18.11.1983
Nach dem Tod des Gründers des Frankfurter Bankhauses Rimbach im Jahre 1979 wurden die Geschäfte von seinem Sohn weitergeführt. Herr Rimbach Junior hat zwar keine groben Management-Fehler gemacht, doch auch nicht mehr verhindern können, dass einige Kredite notleidend wurden und die Zukunft der über 100 Mitarbeiter seiner Bank am seidenen Faden hängt. In dieser Situation entsteht eine zusätzliche Bedrohung, die Rimbach den Todesstoß geben kann: Der "kleine Paschirbe" bekommt die Chance, sich an Rimbach für die Kündigung zu rächen, die seinen sozialen Abstieg vom Büroboten der Bank zum Gelegenheitsarbeiter eingeleitet hatte. Als Gartenarbeiter findet Paschirbe im hinteren Teil des Privatgrundstücks der Rimbachs das unvollständige Skelett eines Menschen. Der Alkohol hat Paschirbes Gehirn noch nicht so weit beeinträchtigt, dass er sich nicht mehr daran erinnern könnte, wie der Cousin des Bankgründers Rimbach 1948 unter geheimnisvollen Umständen spurlos von der Bildfläche verschwand. Für Paschirbe steht sehr bald fest, dass Rimbach Senior seine Bank mit Geld gegründet hat, das er dem Mord an seinem Cousin Alfred Rohloff verdankt. Paschirbes ehemalige Kollegin und Bekannte Eva Fuhrmann war mit ihm - dem "schönen Freddy" - sogar so nah befreundet, dass sie heute noch Bilder und Liebesbriefe von ihm hervorkramen und die große Wut des kleinen Paschirbe durch präzise Fakten untermauern kann. Dr. Renz und Matula werden von Rimbach mit der Vertretung seiner Interessen beauftragt.
21. Totes Kapital
24.01.1984
Nachdem Schreinermeister Willi Kunze seinen Betrieb über 20 Jahre lang solide geführt hat, entsteht für ihn eine mehr als bedrohliche Situation. Seine Hausbank lehnt den Antrag für einen Kredit über 120.000 Mark ab, den er für die Anschaffung einer neuen Furniermaschine und die Auszahlung der nächsten Löhne dringend braucht. Begründung des neuen Sachbearbeiters Köhler: "Laut Auskunft der SCHUFA habe er einen Kredit über 50.000 Mark verschwiegen, den er seit kurzem bei einer anderen Bank laufen habe und damit das Vertrauensverhältnis schwer belastet." Der Filialleiter dieser anderen Bank, Herr Altmann, kann Willi Kunze und seinem Anwalt Dr. Renz tatsächlich die entsprechenden Unterlagen zeigen, die eindeutig von ihm unterschrieben worden sein müssen. Da Herr Kunze beteuert, diese Unterschrift nicht geleistet zu haben, schaltet Dr. Renz eine Sachverständige ein, doch Frau Groß kommt zu einem deprimierenden Ergebnis. Die falsche Adresse auf den Kreditunterlagen spricht in Kunzes prekärer finanziellen Situation ebenfalls gegen seine verzweifelten Beteuerungen. Die Tatsache, dass Altmann und Kunze bisher einander nicht begegnet sind, besagt zudem wenig: Die 50.000 Mark sind über das Kreditvermittlungsbüro Zenker gelaufen, mit dem Altmann seit Jahren so gut zusammenarbeitet, dass er nur stichprobenartig die Kreditwürdigkeit der von dort kommenden Kunden überprüft. Ohne die Findigkeit von Matula hätte der bald an den Rand des Wahnsinns getriebene Willi Kunze - der eben noch feucht-fröhlich seinen 50. Geburtstag gefeiert hat - nicht die geringste Chance, einer Katastrophe zu entkommen.
22. Auf eigene Gefahr
16.03.1984
Gerti Breuer hat den dringenden Verdacht, dass sie ihr Mann Lothar betrügt. Bevor sie jedoch weiterreichende Konsequenzen zieht, möchte sie - auch im Hinblick auf ihre beiden Kinder - absolute Klarheit. Sie bittet ihren früheren Freund Josef Matula um Hilfe und übergibt ihm eine zweifelhafte Hotelquittung, die sie in der Jackentasche ihres Mannes gefunden hat. Schon am Abend der nächsten angeblichen Dienstreise nach Düsseldorf stellt Matula fest, dass Herr Breuer in der Umgebung von Frankfurt ein gefährliches Doppelleben führt. Bevor er jedoch eine dahintersteckende Frau ermitteln kann, befindet sich Matula selbst in einer sehr viel misslicheren Lage als seine Auftraggeberin. Dr. Renz ist nicht nur als Anwalt, sondern auch als Detektiv gefordert, die Wahrheit über Breuer herauszufinden und Matula aus der Untersuchungshaft zu befreien.
23. Elf Jahre danach
18.05.1984
Nach elf Jahren wird der wegen Totschlag verurteilte Udo Lemke aus dem Gefängnis entlassen, seine Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt. Frauke Kuiper, die Witwe des Opfers Helmut Kuiper, fürchtet, dass Udo Lemke Rache an ihrer Tochter Ann nehmen könnte. Im damaligen Prozess war sie mit ihren sieben Jahren die Hauptbelastungszeugin gegen den wegen Körperverletzung vorbestraften Lemke. Da Frauke mit Udo in erster Ehe verheiratet war, scheint sie seine Gefährlichkeit richtig einschätzen zu können und wendet sich an Dr. Renz. Renz sieht einen Tag vor Lemkes Entlassung keine Möglichkeit, Frau Kuiper auf gerichtlichem Weg zu helfen und verweist an seinen Freund Matula. Für Renz wird die Sache erst interessant, als er beim Studium der Akten herausfindet, dass Lemke die Tat nie gestanden hat und möglicherweise für ein Mitglied der Familie Kuiper gebüßt hat. Lemkes Unberechenbarkeit wird dadurch allerdings nicht geringer.
24. Chemie eines Mordes
22.06.1984
Kurz vor Mitternacht wird in einer Straße mit Prostituierten ein angetrunkener Mann beim Überqueren der Fahrbahn von einem metallic-silbernen Jaguar erfasst und zu Boden geschleudert. Der Fahrer des Wagens bremst kurz, um dann mit hoher Geschwindigkeit davonzufahren und den tödlich verletzten Unbekannten seinem Schicksal zu überlassen. Ilona kann sich gerade noch die Zulassungsnummer des Tatfahrzeugs notieren, so dass die Polizei kurze Zeit später beim Halter des Fahrzeugs auftaucht. Dr. Markus läuft den beiden Beamten geradewegs in die Arme und behauptet, seinen Wagen heute abend in der Garage gelassen zu haben. Die Inaugenscheinnahme der leeren Garage scheint die Aussage von Dr. Markus nicht gerade zu stützen, zumal er sich erst nach einem nächtlichen Telefongespräch mit seinem Anwalt Dr. Renz zu einer Blutprobe bereitfindet, deren Ergebnis bereits vorher feststeht. Dr. Markus hat den Abend mit seinem Schwager und Kollegen Dr. Danzer bei Schachspiel und Whisky verbracht. Den Heimweg will er zu Fuß und per U-Bahn angetreten haben. Ihm sei der Führerschein schon einmal wegen eines Alkoholdelikts entzogen worden, und er habe gewusst, dass er beim Schach trinkt. Obwohl Dr. Renz als Anwalt der Firma Markus-Chemie Herrn Dr. Markus und seinem Vater schon lange verbunden ist, fällt es ihm schwer zu glauben, dass ein anderer den Wagen gesteuert hat, um Dr. Markus in seiner Existenz zu vernichten. Einige Recherchen von Matula ändern jedoch das Bild.
25. Die verlorene Nacht
24.08.1984
Passanten in der Frankfurter Innenstadt bleiben stehen und beobachten einen blutverschmierten jungen Burschen. Sein Gesicht und seine Kleidung tragen Spuren einer schweren Auseinandersetzung. Bei der Suche nach einer Zigarette fördert er aus seiner Tasche ein dickes Bündel von Geldscheinen hervor, von dem er offenbar selbst überrascht ist. Auf dem Umweg über eine Kneipe - in der er sich wie geistesabwesend verhält - entdeckt er das Büroschild von Josef Matula. Einen Privatdetektiv scheint er im Augenblick mehr zu brauchen als die Hilfe der Polizei. Er streckt Matula seine Hundertmarkscheine entgegen und bittet ihn herauszufinden, was mit ihm passiert ist und vor allem, wer er selbst ist. Die erste Diagnose von Matula lautet: Filmriss nach Suff und Schlägerei. Doch der junge Mann erinnert sich an drei Einzelheiten der letzten Nacht: Das Bett, in dem er aufwachte, war blutverschmiert, auf dem Boden des Zimmer lag ein Mann mit zertrümmertem Schädel und neben ihm eine schwere Lampe. Dr. Renz gibt Matula den Rat, einen Neurologen aufzusuchen und von ihm feststellen zu lassen, ob der junge Mann glaubwürdig ist oder simuliert. Im zweiten Fall soll er die Finger davon lassen.
26. Zuckerbrot und Peitsche
28.09.1984
Herr Bertram ist beim Prüfen der Buchhaltung der Firma Hufschmid auf Unregelmäßigkeiten gestoßen. Als Spezialist für Großmarktbetriebe hat er herausgefunden, dass die Firma beim Import von Südfrüchten aus Italien im Laufe der letzten Jahre einen siebenstelligen Betrag "beiseite geschafft" hat. So ist es verständlich, dass er den auf ihn nun einstürzenden Ereignissen seine eigene Deutung gibt: Zunächst wird er beim Nachhausekommen im Hofeingang von Unbekannten verprügelt, die ihn möglicherweise auch verwechselt haben. Dann erhält er durch den Briefschlitz der Wohnungstür einen Umschlag mit einem wertvollen Brillantring für seine Frau. Einen Tag später wird sein Wagen von einem Lkw demoliert, dessen Nummernschild sich als falsch erweist. Aus einer Bemerkung von Frau Hufschmid - die nach dem Tod ihres Mannes den Betrieb weiterführt - glaubt Herr Bertram sogar Lebensgefahr für seine Tochter herauszuhören. Da die Polizei in allen Fällen ohne Beweise machtlos ist und sich Herr Bertram von seiner Dienststelle in einem ähnlich gelagerten Fall Verfolgungswahn vorwerfen lassen musste, wendet er sich an Dr. Renz. Da Matula nur schwer als Kollege aus dem Finanzamt II in die Firma eingeschmuggelt werden kann, sieht sich Dr. Renz veranlasst, selbst in die Rolle eines Steuerprüfers zu schlüpfen, um der Sache nachzugehen. Matula mischt sich unter die Männer, die von Frau Hufschmid zum Be- und Entladen der Lkws angeheuert werden.
27. Morgengrauen (1)
16.11.1984
Privatdetektiv Matula wacht im Morgengrauen neben der Leiche eines südländischen Mannes auf, der offensichtlich beim Öffnen eines Safes durch drei Schüsse getötet worden ist. Während Matula sich bemüht, aus einer schweren Benommenheit zurückzufinden, verraten Geräusche und eine zunächst offene, dann geschlossene Tür, dass er in der Villa nicht allein ist. Rätselhaft, denn der Eigentümer des Anwesens, Dr. Winzer, arbeitet derzeit im Rahmen einer deutsch-französischen Partnerschaft in der Bretagne, und zwar an der Entwicklung eines neuartigen Steuersystems für Raketen. Seine Frau Helga hat am Vorabend das Haus verlassen, um nach Zürich zu fliegen. Die Tochter Nathalie treibt sich irgendwo in Frankreich herum. Vier Tage zuvor war Matula von einem Herrn Peters, der sich als Vorstandsmitglied der Hessischen Elektronikgesellschaft (HEG) ausgab, in das Haus Winzer eingeschleust worden, um die geheimen und unersetzlichen Aufzeichnungen des Wissenschaftlers zu schützen. Frau Winzer gegenüber sollte er sich als Hausmeister ausgeben. 20 000.Mark als Vorschuss in bar für die ersten beiden Monate signalisierten ein erhöhtes Risiko, da aber Matula - wie so oft - völlig abgebrannt war, nahm er den Auftrag an. Da das Telefon im Hause Winzer "tot" zu sein scheint, will Matula mit seinem Wagen zur nächsten Telefonzelle eilen. Im selben Augenblick biegt die Polizei bereits in die Straße ein und verstellt den Weg, um Matula als vermeintlichen Täter auf der Flucht festzunehmen. Im Laufe der Ermittlungen von Hauptkommissar Urban stellen sich weitere Umstände heraus, die zwingend auf Matulas Täterschaft hinweisen. Die tödlichen Schüsse etwa wurden aus seiner Waffe abgegeben. Dr. Renz - der von Matulas Anstellung als "Hausmeister" nichts wusste - steht seiner verworren klingenden Aussage zunächst skeptisch gegenüber. Als sich jedoch der Eindruck verstärkt, dass Matula möglicherweise von vornherein engagiert wurde, um als Sündenbock von dem Verbrechen anderer abzulenken, erklärt er sich bereit, seinem Freund in der nahezu hoffnungslosen Lage zu helfen.
28. Morgengrauen (2)
18.11.1984
Die Bemühungen von Dr. Renz, seinen Freund Matula gegen eine hohe Kaution aus der Untersuchungshaft herauszuholen, um ihm Recherchen zu ermöglichen, die seine Unschuld in der Mordsache Pablo Delgardo beweisen können, sind hinfällig geworden. Als ehemaliger Polizist nutzte Matula seine Ortskenntnis, um während des Haftprüfungstermins aus dem Gefängnis zu fliehen. Der Versuch, Kontakt zu seinem Auftraggeber - Direktor Peters von der Hessischen Elektronikgesellschaft HEG - zu bekommen, schlägt fehl. Peters gibt vor, ihn nie gesehen zu haben. Durch die Flucht in den Untergrund gezwungen sucht Matula Unterschlupf bei einem alten Freund und verändert sein Äußeres. Ein indirekter Hinweis von Frau Winzer verrät, wo er mehr über den Mord an Delgardo erfahren dürfte: in der Bretagne bei Dr. Winzer, der dort zurzeit an der Entwicklung eines neuen Steuersystems für Raketen arbeitet.
29. Morgengrauen (3)
20.11.1984
Matula hat in der Bretagne zwar einiges über den Raketenwissenschaftler Dr. Winzer, seine Tochter Nathalie sowie Patric Leblanc, den Sicherheitschef der Société Aeronautique Française herausfinden können, doch trotz einer intimen Beziehung zu Claudine, der langjährigen Freundin von Dr. Winzer, nicht den Beweis in der Hand, der ihn vor der Verurteilung durch ein deutsches Gericht schützen könnte. Nach Matulas neuerlicher Festnahme kann er einer Haftstrafe wegen Mordes an Pablo Delgardo nur noch dann entgehen, wenn es seinem Freund und Rechtsanwalt Dr. Renz gelingt, in der bevorstehenden Schwurgerichtsverhandlung die Anklage von Staatsanwalt Ahrendt zu zerpflücken. Dazu wird es nicht ausreichen, die Widersprüche in den bisher bekannten Tatsachen und in den Zeugenaussagen sichtbar zu machen. Seltsame Vorgänge im Hause Winzer zwingen Dr. Renz auch zu Aktivitäten außerhalb des Gerichtssaals, bei denen er teilweise die Aufgaben seines inhaftierten Detektivs Matula übernehmen muss.
30. Immer Ärger mit Ado
21.12.1984
Der wegen diverser Diebstähle, Einbruchs, Scheckbetrugs und Heiratsschwindels mehrfach vorbestrafte Ado Tschibula aus Oberschlesien wendet sich in einer etwas komplizierten Angelegenheit an seinen langjährigen Verteidiger Dr. Renz. Obwohl Renz wenig Zeit hat, opfert er Ado einen Abend und lädt ihn sogar zu sich nach Hause ein. Als Student hatte er Ados Mutter - die mit ihrer Familie nach dem Krieg bei seinen Eltern einquartiert war - versprochen, ihn nicht ganz vor die Hunde gehen zu lassen. Offenbar hat Ado wieder eine Straftat vor und will von Renz wissen, welche Strafe schlimmstenfalls auf ihn wartet, wenn dem Bestohlenen überhaupt kein Nachteil erwächst, im Gegenteil, vielleicht sogar ein Vorteil. Ados Andeutungen bleiben so vage, dass Renz ihn nur vor der drohenden Sicherungsverwahrung warnen kann. Weil eine Straftat immer jemanden schädigt, beauftragt er seinen Freund Matula, sich der Sache anzunehmen. Er soll sich als Ados Kollege bei der Altbausanierungsfirma Kluge in sein Vertrauen einschleichen und als möglicher Komplize empfehlen. Da Renz den Chef dieser Firma vom Golfplatz kennt, lässt sich das Problem schnell lösen, schwerer tut sich Matula damit, den liebenswürdigen Philosophen Ado Tschibula zu "knacken".
31. Der Versager
25.01.1985
Der lebenslustige Klaus Hassler ist offensichtlich von seinem Bruder Werner erschossen worden. Das jedenfalls legen die Umstände seines gewaltsamen Todes in den Lagerräumen der Sanitärgroßhandlung von Werner Hassler nahe. Da der Verdacht gegen ihn immer massiver wird und sich sein angeblicher Entlastungszeuge - ein Kunde, der 45 Minuten nach Geschäftsschluss bei ihm gewesen sein soll - in Luft aufgelöst zu haben scheint, sucht Hassler die Hilfe von Dr. Renz und Matula. Im Laufe der Ermittlungen von Kommissar Gleinich haben beide einige Probleme, nicht zuletzt dadurch, dass Werners Frau Claudia ihre zunächst entlastende Aussage wieder zurückzieht. Ungewöhnlich an diesem Fall ist unter anderem, dass sich die Wege von Renz und Matula trennen, nachdem letzterer sich in Claudia verliebt.
32. Sechs Richtige
08.03.1985
Martin Krafft hat mit den sechs Zahlen, die er seit Jahren regelmäßig im Lotto getippt hat, einen Volltreffer gelandet. Probleme gibt es nur dadurch, dass er den Namen seiner Freundin Maria Berngiesser benutzt hat, um den erhofften Gewinn nicht mit seiner Noch-Ehefrau Hildegard teilen zu müssen. Hildegard ist nach dem finanziellen Zusammenbruch der gemeinsamen Metzgerei und Gaststätte mit den beiden Kindern wieder zurück nach Gifhorn gezogen, während sich Martin in Frankfurt eine neue Existenz als Lkw-Fahrer aufbaute. Sein Konto, auf das er das Geld überwiesen haben will, lautet jedoch nicht auf den Namen Maria, sondern Mario Berngiesser. Herr Reichert von der Lotto-Zentrale nimmt die Richtigstellung des glücklichen Gewinners gelassen zur Kenntnis und sieht darin keine Schwierigkeit. Schwieriger liegen die Dinge für Hildegard. Sie kann nur vermuten, dass Martin gewonnen hat und vermeiden möchte, erst einmal die gemeinsamen Schulden zurückzuzahlen. Anders kann sie Martins Verschwinden nicht deuten, als er zum verabredeten Zeitpunkt nicht in seiner Wohnung ist. Sie muss sich an ihren früheren Anwalt Dr. Renz wenden, um nicht auf Martins Schulden allein sitzenzubleiben. Während Dr. Renz erst einmal festzustellen versucht, ob Martin gewonnen hat, bemühen sich Matula und Hildegard, ihn selbst ausfindig zu machen. Martins Spur scheint sich zu verlieren, aber die Rolle seiner neuen Freundin Maria wird immer mysteriöser.
33. Fluchtgeld
24.05.1985
Noch zehn von 14 Jahren stehen dem Strafgefangenen Ewald Kurr bevor, als er während einer Gerichtsverhandlung wegen schwerer Körperverletzung begangen an einem seiner Aufseher zu einer unter der Anklagebank befestigten Waffe greift. Er nimmt einen der Beamten als Geisel und fordert den im Zeugenstand gerade aussagenden Mithäftling Beckers zur gemeinsamen Flucht auf. Beim Verlassen des Gerichtsgebäudes wird Kurr bei einer Schießerei von einem Polizisten am Oberschenkel verletzt, kann jedoch mit Hilfe Beckers' als Fahrer in einem bereitgestellten Wagen entkommen. Wenige Zeit später wird Dr. Renz von Staatsanwalt Dr. Giese zu einem merkwürdigen Dienst gebeten. Eine soeben festgenommene dilettantisch wirkende Bankräuberin unbekannter Identität hat erklärt, einzig und allein Rechtsanwalt Dr. Renz die Hintergründe ihrer Tat anzuvertrauen. Das unter dem Siegel der anwaltlichen Schweigepflicht eröffnete Geheimnis zwingt ihn und Matula zu schnellem und umsichtigen Handeln: Ellen Schweppe wurde von Kurr und Beckers aufgesucht und durch Geiselnahme ihres eineinhalbjährigen Sohnes zu dem Überfall gezwungen. Sie bangt um das Leben des kleinen Andi.
34. Schwarze Zahlen
20.09.1985
Werner Eschholz gerät in eine schwierige Situation. Seine Frau Vera wird wenige Tage, nachdem er durch ihren Anwalt den Scheidungsantrag bekommen hat, von unbekannten Männern entführt. Die Täter wollen Herrn Eschholz dazu zwingen, Gegenstände im Wert von 3,2 Millionen Mark des Auktionshauses herauszugeben, in dem er als Geschäftsführer arbeitet. Das Pikante an der Situation ist, dass Herr Eschholz Angestellter seiner Frau ist, die das renommierte Geschäft von ihrem Vater geerbt hat und mit ihrem Mann in Gütertrennung lebt. Einerseits käme ihm ihr Verschwinden sicher nicht ungelegen, andererseits gerät er in Verdacht, den Raub selbst eingefädelt zu haben, um sich in der Zeit nach der Scheidung weiter seinen bisherigen Lebensstil leisten zu können. Verbindungen zum Absatz der heißen Ware dürfte er aufgrund seiner Tätigkeit leicht finden. Dr. Renz und Matula geraten in eine sehr zwielichtige Sache hinein.
35. Rotkäppchen
18.10.1985
Vierzehn Tage nach dem Tod ihrer Mutter taucht die blutjunge Alice in Frankfurt auf und braucht Hilfe von Matula. Sie sucht Kontakt zu ihrem leiblichen Vater Gerd Hufschmidt, der sich vor zwölf Jahren von ihrer Mutter hat scheiden lassen und seither nur über die Unterhaltszahlungen per Dauerauftrag mit der Exfrau verbunden war. Da Frau Hufschmidt mit den drei Kindern nach Dänemark zog, und Alice die Adresse der überweisenden Bank nicht bei sich hat, bleibt Matula nur ein Anhaltspunkt für seine Suche nach dem Vater: die Villa, in der die Familie Hufschmidt in Frankfurt gelebt hat. Matula wird bei dem Versuch, Kontakt zu der jetzigen Eigentümerin zu bekommen, als vermeintlicher Attentäter von der Polizei festgenommen. Als er seinen Freund Dr. Renz darüber informiert, erfährt er, dass Gerd Hufschmidt seit Jahren auf der Fahndungsliste steht, weil er durch betrügerische Geschäfte mit Auslandsimmobilien rund 30 Millionen Dollar veruntreut hat. Die jetzige Bewohnerin der Villa, die Nigerianerin Sheila Nkrunga, ist die Geliebte von Hufschmidt und auf mysteriöse Weise Eigentümerin des Hauses geworden.
36. Blutsbande
15.11.1985
Bernd sitzt in Untersuchungshaft und sieht mit seinen 19 Jahren einem Prozess entgegen, in dem ihm die Anklage vorwirft, seine frühere Freundin Elvira getötet zu haben. Am Abend seines Geburtstags habe er Elvira einen ultimativen Termin zur Rückkehr von ihrem neuen Freund Alf gesetzt. Wie mehrfach in seiner Kneipe angedroht, habe er sie mit dem Messer erstochen und ihr die Haare abgeschnitten. Bernds Bruder Pit und sein bester Freund Rolf Wirth kämpfen um einen Freispruch, vor allem auch Bernds Mutter Monika Brauer, die mit ihren beiden Söhnen eine Fensterreinigungsfirma betreibt. Sie hat Dr. Renz mit der Verteidigung ihres Sohnes beauftragt und Matula mit der Ermittlung von entlastenden Beweisen. Wenige Tage vor der Verhandlung wird auf dem gleichen Grundstück eines der dort übernachtenden Punkermädchen ermordet. und zwar auf die gleiche Weise wie Elvira.
37. Scheidung in Weiß
20.12.1985
Irene Sievers ist eine Frau, die sich bei aller Eleganz ihre Jugendlichkeit bis in die "Vierziger" erhalten zu haben scheint. Bei Dr. Renz bittet sie um Hilfe in einer persönlichen Angelegenheit. Sie war mit ihrem Mann für einige Tage in Rio de Janeiro, der eine Firma betreibt, die auf den Handel mit Schmuck- und Ziersteinen aller Art spezialisiert ist. Während ihr Mann seinen Geschäften nachgegangen ist, hat sie einen anderen kennengelernt. Der neue Schwarm ist offenbar so immens reich, dass sie einer schnellen Scheidung zuliebe bereit ist, auf alle Ansprüche zu verzichten. Renz versucht zunächst, Frau Sievers vor einem weiteren "Irrtum" zu bewahren, doch sie besteht auf einer Scheidung in Weiß. Irgendetwas an der Sache irritiert Renz.
38. Erben und Sterben (1)
14.02.1986
Zwei Jahre hat sich Trixie Keppler in der Welt herumgetrieben. Ihre abenteuerlichen Reisen durch Amerika endeten bei ihrem schwerreichen Onkel Otto Keppler in Brasilien. Der Bruder ihres in Frankfurt lebenden Vaters schloss die reizvolle Trixie in sein Herz und fand in ihr endlich den Menschen, dem er sein Vermögen einmal vermachen würde, um es nicht seinem verhassten Bruder oder Axel und Jochen, den beiden zur Halbwelt gehörenden Brüdern Trixies, in die Hände fallen zu lassen. Dass der Erbfall schon kurz nach Trixies Rückreise in ihre Heimatstadt Frankfurt eintritt, und zwar durch die Ermordung ihres Onkels, konnte sie nicht ahnen. Ihren über Nacht erworbenen Reichtum und die dadurch entstehende tödliche Bedrohung nicht ahnend, wendet sich Trixie an Dr. Renz mit einer zurückliegenden sehr viel bescheideneren Erbsache, bei der sie die ganze Grausamkeit ihrer Brüder offenbar schon einmal zu spüren bekommen hatte. Da Trixies Vater sie nicht ins Haus zu lassen scheint, und sie sich vor einer Begegnung mit ihrem Bruder Jochen fürchtet, sind Matulas Dienste gefordert. Matula ist bereit, sich der hübschen jungen Dame anzunehmen und ahnt nicht, in welch blutige Liebesgeschichte er sich damit verstrickt. Während Jochen als Anwalt und Zocker finanziell einen eher geringen Spielraum hat, stehen ihrem Bruder Axel als Eigner eines Bar-Imperiums Machtmittel zur Verfügung, die ihn Hintermann auch der weiteren Verbrechen sein lassen könnten.
39. Erben und Sterben (2)
16.02.1986
Kurze Zeit nach dem Mord an Otto Keppler, einem schwerreichen Farmer in Brasilien, wird auch dessen in Frankfurt lebender Bruder tot im Keller seines Hauses aufgefunden. Trixie Keppler, die sich mit Matula Zutritt zu dem Haus ihres Vaters verschafft hatte, um nach langem Aufenthalt in Nord- und Südamerika einige persönliche Dinge abholen zu können, wird von der anonym herbeigerufenen Polizei festgenommen und des Mordes an ihrem Vater verdächtigt. Dr. Renz übernimmt ihren Fall, da er kurz zuvor von Trixie in einer weiter zurückliegenden Erbsache angesprochen worden war. Er fühlt sich verantwortlich für den Schutz Trixies vor ihrem zwielichtigen Bruder, Rechtsanwalt Dr. Jochen Keppler. Matula dagegen fühlt sich mehr als verantwortlich für Trixie, er hat sich heftig in sie verliebt und verteidigt sie gegen ihren weit gefährlicheren zweiten Bruder Axel. Der hat sich mit skrupellosen Methoden in der Frankfurter Unterwelt zum Eigentümer eines Bar-Imperiums emporgearbeitet und will ihr nun offenbar das per Testament zufallende Erbe des kinderlosen Onkels in Südamerika streitig machen. Nach seinem Bruder Jochen scheint er nun auch Trixie töten lassen zu wollen.
40. Todestag
14.03.1986
Karl Wilbrand hat sich nach 23 Jahren Ehe von Anne scheiden lassen, um die wesentlich jüngere Karin zu heiraten. Anne hatte ihm zwar entscheidend geholfen, aus seinem Gartenbaubetrieb ein großes Gartencenter zu machen, aber er wollte zu dem großen Geld schließlich auch die passende Frau haben, nach der sich die Leute auf der Straße umdrehen. Schon nach wenigen Jahren Ehe verliebt sich Karin jedoch in einen Golffreund ihres Mannes, den Architekten Gunter Bonte. Nicht nur jeden Mittwoch - wenn Karl Wilbrand am Großmarkt zu tun hat - finden sie Zeit zu ihrem Schäferstündchen. Eines Tages wird Wilbrand bei laufendem Motor in seiner geschlossenen Garage liegend aufgefunden. Dem Tod durch Vergiftung nur knapp entgangen, wendet er sich an Dr. Renz und Matula. Wilbrand fühlt sich weiterhin bedroht und engagiert Matula in der Rolle eines Gartenarbeiters. Obergärtner Paul Lüdke scheint sich mit dem gärtnerisch unerfahrenen, jedoch neugierigen Mitarbeiter nur ungern abzufinden.
41. Schwind paßt auf
02.05.1986
Frau Keller versteht die Welt nicht mehr. Im Nachlass ihrer vor acht Tagen plötzlich gestorbenen Tochter Julia fand sie eine von der Kanzlei Dr. Renz ausgefertigte Räumungsklage gegen den Mieter einer Wohnung, die ihrer Tochter gehören soll. Immerhin haben Julia Keller und ihre Mutter nicht nur 14 Jahre in zwei nahe beieinander liegenden Wohnungen gelebt, sondern regelmäßigen und vertrauten Umgang gepflegt. Ihre Tochter sprach zwar davon, dass sie eine schönere Wohnung in Aussicht habe, nicht aber davon, dass sie eine solche gekauft hat. Von ihrem Gehalt als Sprechstundenhilfe hätte sie das ja auch gar nicht bezahlen können. Dr. Renz kann im Grundbuch feststellen, dass Frau Keller tatsächlich Eigentümerin der fraglichen Wohnung war. Matula - der von Frau Keller für drei Tage unter Vertrag genommen wird - findet weitere interessante Einzelheiten.
42. T.O.D.
11.07.1986
Matula ist seit längerer Zeit auftragslos. Deshalb empfiehlt Dr. Renz eine junge Bewunderin, die einen Artikel über seine Anwaltskünste schreiben will, weiter zu ihm. Matula trägt ihr gegenüber "etwas dick auf" und nimmt sie mit zu einer angeblich gerade anliegenden Observation. Der Zufall will es, dass sie durch ein entsetzliches Ereignis abgelenkt werden. Aus dem fahrenden Auto sehen sie, wie vom obersten Stock eines Hochhauses ein Mensch fällt und am Boden zerschmettert. Die Recherchen von Frau Dorn ergeben, dass der Tod des rauschgiftabhängigen Peter Poland kein Selbstmord war. Der Bekennerbrief eines Unbekannten, der mit "T.O.D." unterzeichnet, lässt auf einen Täter schließen, der "gegen Dreck, Gesindel und Abschaum" einen "Kampf bis in den T.O.D." führen will. Als kurze Zeit später Marlene Straub ermordet wird, gibt es einen zweiten Brief gleicher Herkunft: Diesmal scheint sich der Unbekannte zum Richter einer Frau aufgeworfen zu haben, die den Begriff der ehelichen Treue äußerst großzügig ausgelegt hat. Als sich Herr Straub an Matula wendet, um Beweise für seine Unschuld sammeln zu lassen, befinden sich er und Dr. Renz mitten in einem Fall für zwei.
43. Todsicherer Tip
19.09.1986
Vor vier Jahren ist der wegen diverser Straftaten mehrfach verurteilte Edgar Woller von Dr. Renz gerade noch vor der Sicherungsverwahrung geschützt worden. Nun steckt er schon wieder - und zwar tiefer denn je - im Schlamassel: Aufgrund des "todsicheren Tips" eines Gastes seiner Stammkneipe ist er in das durch eine ältere Alarmanlage nur unzureichend geschützte Landhaus Droysen eingebrochen, hat dort einen Safe geöffnet und drei Kassetten mit wertvollem Schmuck geraubt. Wie vereinbart, lieferte er seinem Tipgeber noch die Kassetten gegen eine Anzahlung von 3.000 Mark in einem versteckt gelegenen Trödelladen ab. Erst bei der von Edgar mit einem neuen Pelz umworbenen Serviererin Margot erfährt er, dass bei seinem Einbruch die Hausherrin, die 57-jährige Frau Droysen, erwürgt worden ist. Edgar Woller will nicht auch noch als Mörder verfolgt werden und wendet sich vertrauensvoll an seinen Anwalt. Ein erstes Gespräch von Dr. Renz mit Anja Droysen, der Tochter der Ermordeten, ergibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass ihre attraktive und allgemein beliebte Mutter Feinde gehabt haben könnte. Matula versucht, die Angaben Wollers zu überprüfen und stellt fest, dass der Trödelladen des Tippgebers einer alleinstehenden Frau gehört, die zum fraglichen Zeitpunkt in Urlaub war und das Geschäft geschlossen hatte.
44. Blinder Haß
17.10.1986
Die Herren Döring, Althoff und Hagenfeld treffen sich in regelmäßigen Abständen zum Pokern. Dabei bewegen sich die Einsätze leicht in sechsstelligen Beträgen. Die Tätigkeiten im Import-Export-Bereich, die einen derartigen Umgang mit Geld erlauben, lassen sich bei allen drei Herren nicht bis ins einzelne verfolgen. Sicher ist, dass sie illegale Geschäfte mit sicherheitsempfindlicher Elektronik betreiben. Als am Schluss einer solchen Pokerrunde der beleibte Herr Döring um Forderungen von 264.000 Mark reicher auf Althoffs Terrasse tritt und sich das Gesicht mit Wasser aus dem Swimmingpool benetzen will, fällt er ins kalte Nass und ist nach wenigen Augenblicken tot. Der an einen Rollstuhl gefesselte, querschnittsgelähmte Althoff will gesehen haben, dass sich Hagenfeld seiner Spielschulden von 171.000 Mark offenbar dadurch entledigt hat, dass er dem Fall von Döring durch einen Stoß nachhalf. Hagenfeld wiederum behauptet, dass Althoff den Unfall dazu benutzen wollte, auch seinen zweiten Konkurrenten loszuwerden. Zwei Wochen vor dem Prozess gegen Hagenfeld, der sich vor allem auf die Zeugenaussage Althoffs stützt, kommt dessen Anwalt Dr. Buschhoff bei einem Autounfall ums Leben. Dr. Renz springt in die Bresche. Während er sich in die Sache einarbeitet, werden verschiedene Anschläge auf ihn verübt. Da es keinen Sinn ergibt, wenn Althoff auch den zweiten Anwalt Hagenfelds aus dem Wege räumt, weil dann ein dritter einspringen würde, forscht Matula nach Feinden von Renz und wird fündig.
45. Countdown
21.11.1986
Der gutaussehende, sympathische und beruflich erfolgreiche Jochen Hartwig ist trotz seiner gerade 40 Jahre privat am Ende. Und das, obwohl er seine nette Frau und seine beiden kleinen Töchter sehr liebt. Von einem Versuch, sich mit dem Auto umzubringen, nimmt er in letzter Sekunde noch einmal Abstand. Sein letzter Ausweg: Er vertraut sich seinem Golffreund Dr. Renz an. Er erzählt ihm, dass er nach einem geschäftlich schwierigen Tag im Frankfurter Bahnhofsviertel gelandet sei und stark alkoholisiert mit einer Asiatin, einer Thailänderin wahrscheinlich, in eine Absteige gegangen sei. Nachdem er mit ihr geschlafen habe, hätte er sie aus Gründen, die er nicht erklären könne, erwürgt. Nun aber werde er von Unbekannten wegen dieser Tat erpresst. Hartwig bittet Renz nicht um Hilfe, die mit seiner Standesehre unvereinbar wäre, nein, er verlangt nur den Schutz vor diesem Erpresser. Matula beruhigt Hartwig zunächst einmal mit dem Argument, dass ein Erpresser die Kuh, die er melken will, nicht schlachtet. Doch der "Countdown" für Hartwig scheint dennoch zu laufen. Wie sich herausstellt, ein Fall auch für Dr. Renz.
46. Fasolds Traum
19.12.1986
Anke und ihre zehnjährige Tochter Anne haben Grund zur Freude. Dr. Renz hat erreicht, dass Rainer Fasold zwei seiner sechs Jahre Haft erlassen bekommt und zu seiner Familie zurückkehren kann. Besondere Überraschung für den in Ganovenkreisen als "Träumer" geltenden Fasold: Dr. Renz hat auch die ersehnte Schankerlaubnis für ihn erwirkt. Damit braucht Anke nicht mehr "anschaffen" zu gehen, und Rainer kann auf die 100.000 Mark verzichten, die ihm von dem Überfall "zustehen", für den er als einziger Beteiligter gesessen hat. Schon am Eröffnungstag seiner Kneipe wird Fasold jedoch von zwei Seiten in die Zange genommen: Kriminalhauptmeister Schmidtke möchte den "guten Draht" Fasolds zur Frankfurter Unterwelt für seine weiteren Ermittlungen nutzen und dabei sogar Geld aus einem Sonderetat herausspringen lassen. Gretzki andererseits möchte Fasolds - selbst "im Milieu" bewunderte - Fertigkeit nutzen, fremde Autos in einer Minute fahrtüchtig zu machen und ihn für einen Raubüberfall gewinnen, bei dem für ihn mehr als eine halbe Million abfallen würde. Rainer will sein neues Glück nicht aufs Spiel setzen und gibt beiden einen Korb. Doch schon bald treten Umstände ein, die ihn tiefer hineinziehen, als er es je zuvor erlebt hat.
47. Zorek muß schießen
23.01.1987
Der vor drei Jahren wegen Wertpapierschwindels verurteilte Dieter Zorek kann nach Verbüßung einer Haftstrafe nicht mehr mit der Hilfe seiner Lebensgefährtin Claudia Wendorf rechnen, obwohl er mit ihr einen achtjährigen Sohn hat. Mit einer neuen Hiobsbotschaft wendet er sich deshalb an seinen Anwalt Dr. Renz. Zorek hat sich durch Manipulation der Alarmanlage eines Großmarkts zum Komplizen eines großangelegten Einbruchdiebstahls gemacht. Ein Mitwisser erpresst ihn, einen "Auftrag" auszuführen. Aus Furcht, wieder zurück ins Gefängnis zu müssen, seine "Familie" dadurch endgültig zu verlieren, und gelockt von einer Anzahlung, hat er sich auf diese Erpressung zunächst eingelassen. Erst als sich die wahre Natur des Auftrags herausstellte, bekam er "kalte Füße". Er soll Thea Bork erschießen, die Erbin eines Verlags für Kundenzeitschriften, die gerade in einem Mordprozess als Belastungszeugin auftritt. Als Zoreks Sohn am Spielplatz in den Wagen eines ihm offensichtlich bekannten Mannes einsteigt, Claudia mit Einschaltung der Polizei droht und der Erpresser behauptet, Zoreks Sohn in seiner Wohnung zu haben, fasst Zorek einen Entschluss.
48. Zahltag
06.03.1987
Drei 18-jährige Schüler - Bernhard, Michael und Klaus - überfallen eine Bank und fordern genau 17.000 Mark. Beim Verlassen des Tatorts ist ihnen die Polizei bereits auf ihren Fersen. Als einer der drei Flüchtigen angeschossen wird, nehmen sie ein zufällig im Wege stehendes Mädchen als Geisel und brausen mit einem Wagen davon. Da sich die Verletzung von Klaus als so bedrohlich entpuppt, dass nur ein Mediziner helfen kann, erfahren sie von ihrer Geisel Madeleine, dass ihr Vater Arzt sei. Damit ist das Ziel ihrer Flucht vorgegeben: Sie dringen in das Elternhaus von Madeleine ein und verbarrikadieren sich vor der kurze Zeit später anrückenden Polizei. Die Mutter, die die Geiselnahme aus nächster Nähe erlebt hat, wendet sich an Dr. Renz, weil sie um das Leben ihrer Tochter fürchtet.
49. Tatzeit
10.04.1987
Robert Schuster und Angelika Curtius arbeiten als Verkaufsteam für ein Unternehmen der Computerbranche. Privat leben sie in eheähnlicher Gemeinschaft im gleichen Haus - allerdings in verschiedenen Wohnungen. Zu mehr hat es wohl aufgrund der schon krankhaften Eifersucht Roberts nicht gereicht. Außerdem sind sie durch Auslandsreisen in verschiedene Himmelsrichtungen häufiger getrennt. Eines frühen Morgens wird Schuster von der Polizei aus dem Schlaf geklingelt und vorläufig festgenommen. Er steht unter dem dringenden Verdacht, einen seiner beiden Chefs erschossen zu haben. Zwischen Schuster und Freese war es am Vorabend zu einer heftigen Auseinandersetzung in dessen Büro gekommen, bei der Schuster gedroht hatte, ihn umzubringen. Schuster glaubt, dass Angelika auf einer Geschäftsreise mit Freese nach Paris auch außerdienstlich mit ihm verkehrt habe, zumindest hat er den sicher zutreffenden Eindruck, dass Angelika ihn betrügt. Obwohl Angelika ihrem Freund für die Tatzeit ein Alibi gibt, sieht Schuster einer Mordanklage entgegen. Er beauftragt Matula mit Recherchen über Dr. Heym, den Partner seines erschossenen Chefs. Matula findet bald interessante Einzelheiten über dessen geschäftliche und persönliche Zukunftspläne heraus.
50. Irgendwann ...
22.05.1987
Dr. Renz bekommt Besuch von Herbert Wiesner, der ihm zu treuen Händen ein Päckchen mit einem Schließfachschlüssel seiner Sparkasse übergibt mit der Maßgabe, den Schlüssel einem aus Hamburg kommenden Journalisten auszuhändigen für den Fall, dass ihm in den nächsten Tagen "etwas zustoßen" sollte. Der Inhalt des Schließfachs werde von diesem Journalisten gut bezahlt, Mutter Wiesner solle den Erlös im Falle seines Ablebens erhalten. Wie sich zeigt, erpresst Wiesner seinen früheren Arbeitgeber, den gerade zu Erfolg und Popularität aufsteigenden Schlagersänger Dennis Cramer. Wiesner war zufällig Zeuge, als Dennis Cramer seine Ehefrau mit der Gartenschere erstach, weil sie ihn verlassen wollte. Offiziell befindet sie sich auf einer längeren Asienreise, in Wirklichkeit liegen ihre sterblichen Reste in einem verlassenen Bergwerk im Hunsrück.
51. Wertloses Alibi
31.07.1987
Lotte Schirmann hört am Abend durch die offene Terrassentür ihres Landhauses den Entsetzensschrei einer Frau und einen Schuss. Sie sieht noch eine dunkle Gestalt aus dem Nachbarhaus fliehen, ruft ihren Sohn Peter aus dem Keller zu Hilfe und läuft zu ihrer Freundin Helen Burig. Sie bekommt gerade noch mit, wie die sterbende Helen ihre letzten Worte hervorbringt: "... geschossen ... Arnold." Helens Mann Arnold Burig scheidet als Täter aus. Er ist zur Tatzeit bei seinem früheren Freund Heinz Groll, der Gundy - eine Jugendliebe von Arnold - geheiratet hat. Doch sein Alibi erweist sich als wertlos, als Heinz und sein Vater vor der Polizei behaupten, Arnold am Tatabend nicht gesehen zu haben. Dr. Renz wird als langjähriger Anwalt der privaten und geschäftlichen Interessen Helens in ihren Mordfall verwickelt und sieht auf Arnold größere Schwierigkeiten zukommen.
52. Über den Tod hinaus ...
25.09.1987
Elise hat das Glück ihres Lebens erst mit knapp fünfzig Jahren gefunden. Die Ehe mit Helmuth Simon bestand im Lauf ihrer zwanzig Jahre immer mehr aus Höflichkeitsfloskeln und Gesprächen über sein Geschäft. Elise hat sich ein eigenes kleines Appartement genommen und verbringt ihre Nächte bei dem über zehn Jahre jüngeren Karl Schäfer. Nachdem sie eines frühen Morgens sein altes Landhaus verlässt, dringt dessen verflossene Geliebte Ilona Keller zu Herrn Schäfer vor, um ihm eine unter Einfluss von Alkohol immer unerfreulicher werdende "Szene" zu liefern. Wenige Stunden später wird Elise von einer Hiobsbotschaft getroffen. Karl eröffnet ihr, dass Ilona tot in seiner Wohnung liege und er nicht wisse, was passiert sei. Als Scheidungsanwalt von Elise wird Dr. Renz in die Sache hineingezogen. Matula findet bald heraus, dass es Kontakte zwischen Ilona und Helmuth Simon gegeben hat, der durch die Scheidung um 1,5 Millionen Mark "erleichtert" werden wird.
53. ... zum Tode verurteilt
23.10.1987
Hannes Malzer scheint nicht nur auf der Bühne als Darsteller des Othello oder des Danton Tragödien zu durchleben, auch im privaten Bereich des Theaterstars und leichtlebigen Frauenhelden ereignet sich Dramatisches. Die heißkalte Beziehung zu seiner Bühnen- und Lebenspartnerin Paula, die am Ende ihrer Nerven zu sein scheint, der Neid und Hass seiner Kollegen bringen ihn kaum mehr in Bedrängnis. Erst durch Silvia Kosinsky, eine glühende Bewunderin, die zur Vorbereitung einer Seminararbeit über das Regiekonzept seines "Othello" Kontakt zu ihm sucht und findet, gerät Malzer in eine tödliche Verstrickung. Als er sie nach einer Vorstellung mit zu sich nach Hause nimmt und das Gespräch über den aktuellen Bezug der Othello-Inszenierung allzu forsch durch einen Kuss abkürzen will, kommt es zu einem unschönen Zweikampf, an dessen Ende Silvia so unglücklich die Treppe hinunterstürzt, dass sie leblos liegenbleibt. Als Malzer einen Arzt alarmiert und seinem Freund Dr. Renz die Situation vor Ort zeigen will, um alle weiteren Schritte zu überdenken, ist Silvias Körper wie vom Erdboden verschluckt. Matulas Recherchen zum Hintergrund der mysteriösen Angelegenheit werden in Gang gesetzt, weil ein Unbekannter Malzer für das Geschehene offenbar zum Tode veruteilt hat.
54. Lebenslänglich für einen Toten
20.11.1987
Julia Winter ist eine außergewöhnlich reizvolle, faszinierende Frau. Sie hat zwei Kinder, und sie hat die Mitte der Dreißig schon hinter sich, ohne dass man ihr das ansieht. Ihr Lebensinhalt ist der Erfolg, am liebsten da, wo sie ihn am leichtesten findet, nämlich bei Männern. Um so schmerzhafter trifft es Julia, schon zum zweitenmal in eine tödliche Verstrickung zu geraten. Ihr unter nicht ganz geklärten Umständen bei einem Garagenbrand ums Leben gekommener erster Ehemann taucht wieder auf. Zusammen mit ihrer Freundin Jeanette, die Zeuge der Begegnung war, besucht sie ihren Anwalt Dr. Renz, der vor fünf Jahren die Erbschaftsangelegenheiten geregelt hatte. Möglicherweise hatte ihr Mann seinen Tod damals nur inszeniert, um untertauchen zu können. Als Matula der Autonummer des von Julia "identifizierten" Mannes nachgeht, stößt er auf einen im Hotel lebenden Mann, der sich als George Miller eingetragen hat. Kurze Zeit, nachdem Renz und Matula vergeblich versucht haben, ihn zu stellen, wird Daniel Klein - der jetzige Lebensgefährte Julias und stellvertretende Vater ihrer Kinder Sandra und Stefanie - tödlich bedroht.
55. Ayla
18.12.1987
Herr Hikmet ist Türke, vom Scheitel bis zur Sohle ein Unternehmer im ImportExport in Frankfurt. Während seine Bindung an den Islam noch keine Risse aufweist, ist seine 18-jährige Tochter Ayla in westliches Fahrwasser geraten. Sie kleidet sich zwar nicht aufreizend, aber modisch, sieht im Fernsehen Videoclips und hat auch gegen einen Joint nichts einzuwenden. Am meisten entsetzt ihren Vater jedoch, dass sie sich mit dem jungen deutschen Abenteurer Arno eingelassen hat und nach den Regeln des Islam nicht mehr als Frau für den von ihm erkorenen Sohn einer angesehenen Familie in Dinar infrage kommt. Zunächst sieht es nur so aus, als ob Dr. Renz und Matula die hübsche Ayla suchen sollen, nachdem sie sich ihrem prügelnden Vater durch Flucht in das Wohnmobil von Arno entzogen hat. Schon bald sehen sich Matula und Dr. Renz in eine blutige Geschichte verwickelt.
56. Kurz hinter Ankara
29.01.1988
Kurz bevor Matula einmal ausspannen und an einem Drachenfliegerkurs teilnehmen will, bekommt er 1.500 Mark Honorar für seinen letzten Ermittlungsauftrag. Ehe er Frau Reimers die Adressen der beiden von ihr gesuchten - offenbar "grundsoliden" - Herren übergibt, fragt Matula nach dem Hintergrund seines Auftrages. Angeblich haben die beiden vor Jahren im Ausland Unfallflucht begangen. Wenige Tage später - nach einer unsanften Landung mit seinem Drachen - liest er in der Zeitung, dass einer der von ihm ermittelten Herren, Sportlehrer Fries, erschossen wurde. Das ist für ihn Grund genug, seinen Urlaub abzubrechen und mit Renz Kontakt aufzunehmen. Denn der Bankierssohn Rudolf Theysen, der zweite der von ihm ermittelten Herren, scheint sich in Lebensgefahr zu befinden.
57. Wer Gewalt sät...
11.03.1988
Die in Frankfurt ansässige Firma "Remmler Elektronik" hat sich spezialisiert auf die Herstellung von Steuerelementen für Raketen. Ihre Kunden kommen aus Krisengebieten der ganzen Welt. Entsprechend gefährdet sind die Mitarbeiter. Erst kürzlich erlitt die Chefsekretärin schwere Verletzungen beim Öffnen einer Briefbombe. Der gepflegt gekleidete Schwarzafrikaner Ulombe - er gehört einer supranationalen afrikanischen Befreiungsbewegung an - glaubt, dem von ihm gehassten Regime nachhaltigen Schaden zufügen zu können, indem er die Rechtmäßigkeit des Exports der Elektronikteile in sein Land in Deutschland überprüfen lässt. In Unkenntnis des Rechtsweges begibt er sich zu Dr. Renz. Da die von Ulombe vorgelegten Beweise für die illegalen Waffenexporte für die Staatsanwaltschaft lückenhaft sind, schaltet Renz Privatdetektiv Matula ein, der erfreut hört, dass "Geld dabei keine Rolle spielt". Kurze Zeit später verabredet Ulombe mit dem Eigentümer und Geschäftsführer der Firma Remmler ein Treffen in dessen Büro. Nach tödlichen Schüssen auf Herrn Remmler verlässt er panikartig das Gebäude, wird jedoch vom Hausmeister des Nachbarhauses bis zum Eintreffen der Polizei an der Flucht gehindert. Renz und Matula befinden sich mitten in einer mysteriösen Mordgeschichte, denn Ulombe bestreitet vehement jede Beteiligung an der Tat.
58. Tödliche Versöhnung
15.04.1988
Magda Hofheimer ist eine kultivierte und vermögende Dame, die mit ihren 70 Jahren das Bedürfnis hat, Ordnung in ihrem Seelenleben zu schaffen. Sie sucht Dr. Renz auf und bittet ihn, Kontakt zu dem soeben aus der Haft entlassenen Eberhard Buck herzustellen. Sie sieht inzwischen auch in Buck ein Opfer ihrer Tochter Uta und möchte ihm, dem Mörder ihres einzigen Kindes, nach acht Jahren Haft finanziell unter die Arme greifen. Frau Hofheimer scheint sich vorzuwerfen, ihre Tochter zur Fortsetzung der Ehe mit Lorenz Vogt, dem etwas blassen Chefingenieur ihres Unternehmens, gezwungen zu haben, obwohl die zukünftige Alleinerbin Uta längst Eberhard Buck liebte. Nach Lektüre der zwischen ihnen geschriebenen Liebesbriefe will sie Buck um Verzeihung bitten. Bei dem von Renz vermittelten Gespräch zwischen Frau Hofheimer und Buck, an dem später auch sein Rivale Lorenz Vogt teilnimmt, kommt es zu tödlichen Schüssen. Ist Buck während seiner Haft in schlechte Gesellschaft geraten?
59. Die einzige Chance
27.04.1988
Karla ist eine begehrte Frau. Ihr Jugendfreund Olaf Wirth trauert noch heute darum, nicht sie, sondern ihre Schwester geheiratet zu haben. Der inzwischen schon wieder verwitwete Landwirt Olaf wittert Morgenluft, als er feststellt, dass Karlas Ehe mit Henry Dannek in die Brüche geht, obwohl die beiden ihren achtjährigen Sohn Mischi sehr lieben. Henry Dannek hat jedoch von seiner Sekretärin Hanni Reinhold erfahren, dass Karla seit längerem eine intensive Beziehung zu Thomas, dem früheren Geliebten Hannis, unterhält. Als Henry beschließt, seine Anstellung als Maschineningenieur aufzukündigen und mit Mischi zu seinem Vater nach Kanada zu fliegen, fürchtet Karla, ihren Sohn zu verlieren. Von Dr. Renz bekommt sie die Auskunft, sie könne ihrem Mann nicht untersagen, mit dem gemeinsamen Kind zu verreisen. Wenige Tage später findet Henry bei einem mysteriösen Sturz vom Dach eines Werksgebäudes den Tod.
60. Caesars Beute
02.09.1988
Walter Schröder, in Gangsterkreisen besser bekannt unter dem Namen Caesar, ist nach einer Reihe von unaufgeklärten Einbruchdiebstählen mit Hilfe des Undercover-Agenten Hauptkommissar Zander vor Gericht gebracht worden. Dr. Renz kann durch die eindeutige Beweislage und die Aussage von Zander wenig für seinen Mandanten Schröder tun. Mildernde Umstände kann er allein dadurch geltend machen, dass Renz die zwielichtige Rolle Zanders bei der Vorbereitung des Überfalls auf das Spielcasino aufdeckt. Zander habe aus Erfolgsdruck die Pläne der Sicherungsanlage des Casinos besorgt und die Tat damit erst provoziert. Da Schröder dennoch zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt wird, andererseits Zanders Agenten-Karriere - die besondere Privilegien einschließt - zerstört worden ist, hat sich Renz gleich zwei Feinde geschaffen. Matula interessiert sich für die Belohnung von 10 Prozent für denjenigen, der Caesars Beute von 20 Millionen Mark wiederbringt. Bei der Beschattung von Zander, der ihn zur Beute führen soll, stößt Matula auf einen kräftigen jungen Herrn, der offensichtlich Kontakt zu Zander hat und identisch ist mit jenem Motorradfreund, der ihm kürzlich am Rande eines Moto-Cross-Rennens seine Freundin Cleo ausgespannt hat. Nachdem Matula von Zander niedergeschlagen worden ist, lernt er auch das ihm verdächtig erscheinende Subjekt kennen. Es ist Rechtsanwalt Dr. Rainer Franck. Unterdessen hat Renz überraschend Besuch bekommen, und zwar von Julia, der hübschen Tochter seiner Studentenliebe Anna Suskowitsch, die vor drei Wochen Selbstmord begangen haben soll. Gerührt von der unerwarteten Besucherin tappt er in eine Falle. Offensichtlich läuft gegen ihn ein Komplott. Staatsanwalt Dietz und Hauptkommissar Stark können dem Haftrichter bald Beweise vorlegen, die Renz ins Gefängnis bringen und ihn zwingen, selbst einen Anwalt zu nehmen.
61. Die Akte Kramm
16.09.1988
Die "Strafsache Kramm" liegt schon einige Jahre zurück. Die Haftentlassung von Berthold Kramm und Heinz Rose - seinem damaligen Komplizen beim Sparkassen-Einbruch - bekommt jedoch für Dr. Franck und Matula lebensbedrohende Aktualität. Auf der Suche nach Kramms Freundin Yvonne Schulz und der möglicherweise von ihr beiseite gebrachten Beute klingelt Heinz Rose nach Büroschluss bei Dr. Franck und verschafft sich gewaltsam Zutritt zu seiner Kanzlei. Als Nachfolger von Dr. Renz, dem seinerzeitigen Anwalt Kramms, müsste Franck die "Akte Kramm" aufbewahren, aus der Yvonnes neue Adresse hervorgehen dürfte. Aufgrund einer Attacke Roses gegen seine Mandantin Christa Geerdes - die das frühere Haus von "Berti" und Yvonne bewohnt - war Dr. Franck soeben dabei, die Akte zu studieren. In die Mündung einer Pistole blickend, versucht er, Zeit zu gewinnen und lockt Rose aus dem Büro. Der zum Schutz von Christa Geerdes verabredungsgemäß zur Kanzlei gekommene Matula bleibt wegen der Intervention von Rose vor verschlossener Tür. Das Bellen von Francks Hund Umba lässt ihn jedoch richtig schalten. Er folgt dem Wagen von Dr. Franck, der offensichtlich von seinem Beifahrer mit der Waffe genötigt wird. Matulas Geistesgegenwart kann dennoch nicht verhindern, dass er und Dr. Franck in eine tödliche Auseinandersetzung zwischen Kramm und Rose verstrickt werden.
62. Man lebt nur einmal
30.09.1988
Ein intimes Festmahl, das Rechtsanwalt Dr. Rainer Franck in seiner Wohnung für Hilde zubereitet hat und genießt, wird jäh unterbrochen. Irma, die Frau seines früheren Mandanten Alfred Westermühl, erscheint sehr verzweifelt und bittet Dr. Franck um sofortige Hilfe. Ihr Mann ist in der Presse als Protagonist einer Autoschieberbande dargestellt worden, obwohl er in Wahrheit selbst Opfer dieser Leute sei. Sein Lebenswerk - eine Autowerkstatt - wurde damit zerstört. Nun sei er dabei, alles zu zerstören und sich mit seiner Werkstatt in Flammen aufgehen zu lassen. Nur Dr. Franck habe genug Einfluss, um ihn von seiner Tat abzubringen, und die Möglichkeit, juristische Schritte zu Verringerung der bevorstehenden Schwierigkeiten einzuleiten. Trotz des Einsatzes von Dr. Franck kommt es zum Schlimmsten. Alfred Westermühl nimmt sich vor seinen Augen das Leben. Als Dr. Franck sich um die attraktive trauernde Witwe kümmert und sie nach den ersten Vernehmungen der Polizei heimbringt, macht er aus dem Gefühl, dass etwas nicht stimmt, einen Fehler, der ihn in akute Lebensgefahr bringt.
63. Alte Liebe
14.10.1988
Eine junge Frau fährt spät abends mit zerschossenem Seitenfenster und blutigen Gesichtsverletzungen durch Frankfurt. Mit den Anzeichen von Panik parkt sie ihren Wagen und klingelt bei Dr. Franck. Nur mit Verzögerung erkennt er in der nächtlichen Besucherin Alma Becker, eine "alte Liebe". Alma wird bedroht von Terry Fuchs, so berichtet sie Franck, dem in krummen Geschäften erfahrenen Eigentümer eines Hotels mit Saunabetrieb und nobler "Damenbedienung". Sie sei durch Zufall Zeuge, dass er seinen Freund und ihren Chef Matthias Zenk ermordet und beraubt habe. Sie habe gesehen, wie er - neben dem tot am Boden liegenden Zenk - dessen mit reichlich Bargeld und wertvollen Briefmarken gefüllten Firmensafe ausgeräumt habe. Die Schüsse auf ihren Wagen seien eine Morddrohung, mit der sie zum Schweigen gebracht werden soll. Dr. Franck nimmt diese Warnung vor einem Einschalten der Polizei ernst, nimmt Alma erst einmal bei sich auf und beauftragt Matula mit Recherchen im Umfeld der von ihr genannten Personen, bevor er sich geeignete Schritte einfallen lässt.
64. Der Mann auf dem Foto
18.11.1988
Friedel steht vor einem Rätsel. Nachdem sie ihren Ehemann Herbert Lersch an einer Eckkneipe der Frankfurter Innenstadt abgesetzt hat, ist er offensichtlich "untergetaucht". Der in einem Baumarkt als Verkäufer arbeitende Mittfünfziger scheint bei der Verabredung in dem Lokal eine sehr lukrative Nebentätigkeit angeboten bekommen zu haben. Während der Abwesenheit von Friedel hat er sich aus seinem Kleiderschrank noch die besten Sachen geholt und einen Brief mit 5 000 Mark hinterlassen: "Es ist etwas dazwischengekommen. Warte nicht auf mich. Das Geld ist für Dich. Herbert." Am folgenden Tag erhält sie einen Anruf, in dem Herbert sie sehr wortkarg darüber informiert, dass "etwas passiert" sei, und er sich so bald wie möglich wieder melden werde. In der Tat ist "etwas passiert". Der Filialleiter einer Bank, der durch Unterschlagung bei Wertpapiergeschäften Millionen in die eigene Tasche geleitet hat, ist ermordet worden. Friedel Lersch wendet sich an Dr. Franck.
65. Zyankali
17.02.1989
Dr. Franck erhält zu nächtlicher Stunde einen Hilferuf von Tamara Rakowska, der polnischen Geliebten seines Freundes Horst Zoller. Er begibt sich umgehend in Zollers Villa, um das Unglaubliche zu sehen. Sein Freund liegt tot auf dem Sofa seines Arbeitszimmers, neben ihm ein von ihm handschriftlich abgefasster Abschiedsbrief. Die Begründung für seinen offensichtlichen Selbstmord - "berufliches Versagen" - kann Franck nicht recht glauben. Zollers Romane waren Bestseller. Dem bald eintreffenden Kommissar Kandler gegenüber behauptet die attraktive Tamara, am Abend allein im Kino gewesen zu sein. Das graphologische Gutachten bestätigt die Authentizität des Abschiedsbriefes, und die Autopsie ergibt eindeutig die Todesursache: Zyankali. Zollers etwas herbe Schwester Dora reist an, um Beisetzung und Nachlass zu regeln, nicht zuletzt, um Tamara aus ihrem "gemachten Nest" zu vertreiben. Voller Hoffnung, ihren Beruf als Krankenschwester endlich aufgeben und dann heiraten zu können, muss sie bei der Testamentseröffnung jedoch einen schweren Schlag hinnehmen. Die von ihr gehasste "Hure" Tamara ist als Alleinerbin des mehrere Millionen schweren Vermögens eingesetzt worden. Dora versucht, Dr. Franck zur Anfechtung des Testaments als ihren Anwalt zu bestellen. Da Franck bereits für Frau Rakowska arbeitet und Matula im richtigen Augenblick in Dr. Francks Kanzlei auftaucht, erhält er den Auftrag, Tamaras Privatleben auszuforschen. Dabei stößt er auf Jerzy Polinsky, einen intimen Freund aus ihrer Heimat, und auf bemerkenswerte Details aus Tamaras Vorleben.
66. 70.000 bar
10.03.1989
Vor eineinhalb Jahren sind Dr. Ralf Soleg beim Joggen von einem Lieferwagen beide Beine zerquetscht worden. Der Fahrer des gestohlenen Fahrzeugs konnte nach seiner Flucht erst Tage später aufgrund einer Zeugenaussage festgenommen werden. Die Umstände des Unfalls und die Tatsache, dass Werner Tross kurz nach dem Unfall sein finanziell vor dem Ruin stehendes Altenheim durch eine mysteriöse Barzahlung von 70.000 Mark wieder flott gemacht hat, legen den Verdacht nahe, dass der mit Computer und Zahlen arbeitende Ralf Soleg von ihm ermordet werden sollte. Das jedenfalls glaubt Ralfs Schwester Helma, die nach der vorzeitigen Entlassung von Werner Tross aus der 18-monatigen Haft Angst vor einem neuen Anschlag auf ihren im Rollstuhl sitzenden Bruder hat. Helmas Sorge um Ralf geht so weit, dass sie darüber ihre Ehe mit Fritz Golland riskiert, der sich an ihr "Nein" zu ehelichen Beziehungen nicht gewöhnen will. Andererseits wirbt Ralfs Noch-Ehefrau Gundy wieder um seine Gunst, nachdem sie sich vor seinem Unfall einem anderen Mann zugewandt hatte. Sie behauptet, aus ihrem Fehler gelernt zu haben und möchte ihren Schlüssel zu Ralfs Wohnung gern zurückhaben, um sich wieder ganz zu Hause bei ihm fühlen zu können. In einem Gespräch mit Dr. Franck äußert Helma einen schweren Verdacht.
67. Donnerstag, letzter Akt
31.03.1989
Aus dem obersten Stockwerk eines Wohnhauses dringen Hilferufe einer Frau. Wenige Momente später taucht sie am offenen Fenster auf, scheint sich gegen jemanden zu wehren, schreit: "Nein! Ich will nicht! Hilfe! Ich will nicht sterben!", kippt über den Sims, stürzt in die Tiefe und bleibt regungslos liegen. Die Passanten sehen noch einen jungen blonden Mann aus dem Fenster schauen, ebenso der Hausmeister, der die Trepe hinaufrennt, um den offensichtlichen Täter zu stellen. Hans Kramke, ein Wohnungsnachbar der toten Solange Bartoschewsky, hilft ihm bei der Ergreifung von Oliver Lohmann. Die Polizei nimmt Lohmann unter Mordverdacht fest. Seine Mutter bittet Dr. Franck, die Verteidigung zu übernehmen. Wie sie ist auch Dr. Franck bald davon überzeugt, dass der rauschgiftabhängige Lohmann selbst Opfer einer kriminellen Tat sein muss. Der Bruder von Solange, Konrad Bartoschewsky, sucht Dr. Franck auf, um ihm einen Brief zu übergeben, der den seit zwei Jahren von ihr geschiedene Ingo Kremmler schwer belastet. Kremmler leitet ein gutgehendes "Zentrum für seelische Begegnung" und offenbart sich schon bei einem ersten Besuch von Dr. Franck als äußerst schillernde Figur. Grund genug, um Matula als Patient einzuschleusen und Ermittlungen anstellen zu lassen. Matula schlüpft in die Rolle eines Therapiesuchenden und entdeckt mehr, als er gesucht hat.
68. Blut
21.04.1989
Karl Sander steckt in einer mehr als schwierigen Lage. Während er von den Nachwirkungen eines Herzinfarkts an das Bett gefesselt ist, wurde seine 17-jährige Tochter Kathi entführt. Nach dem Konkurs seiner Firma hat er vor einem halben Jahr einen Offenbarungseid leisten müssen und soll nun zur Auslösung seiner Tochter 2 Millionen Mark zahlen. Er befürchtet zu Recht, dass er bei Einschaltung der Polizei die 1,3 Millionen Mark, die er "unbeleuchtet" im Ausland für sich arbeiten lässt, seinen Gläubigern abtreten muss, zu denen übrigens auch die Brüder seiner hübschen Lebensgefährtin gehören. Sander wendet sich an Dr. Franck, nachdem er ihn den Erpressern als Vermittler bereits genannt hat. Dr. Franck ist mit Rücksicht auf die lebenssprühende Kathi und die Krankheit seines früheren Mandaten bereit zu helfen. Als Renate, die geschiedene Frau von Sander, turnusmäßig von ihrem Besuchsrecht bei ihrer Tochter Gebrauch machen will und erfährt, was geschehen ist, zwingt sie Dr. Franck, zur Rettung ihrer Kathi in die Verhandlungen mit den Gangstern eingebunden zu werden. Sie ist sogar bereit, sich mit 160.000 Mark an der Lösegeldsumme zu beteiligen.
69. Tod im Schlafsack
19.05.1989
Olaf Schlüter hat seine Elektrolehre "hingeschmissen". Sein Lehrmeister Kurt Glanz - früher ein ruhiger und ehrbarer Familienvater - ist nach dem Unfalltod seiner kleinen Tochter aus dem Tritt gekommen und hat sich durch Alkoholmissbrauch immer mehr zu einem rücksichtslosen Schläger entwickelt. Gemeinsam rutschen Olaf und Kurt in das Milieu von Nichtsesshaften, sprich: Stadtstreichern. Eines Morgens wird Olaf erschlagen in dem Rohbau aufgefunden, in dem er und seine Saufkumpanen übernachteten. Kurt Glanz wird von der Polizei unter Mordverdacht in seiner Wohnung festgenommen. Seine Frau Hedda wendet sich an Dr. Franck. Die belastenden Zeugenaussagen der "Pennbrüder" enthalten Widersprüche. Matula muss kurz nach seiner gänzlichen Entwöhnung vom Alkohol auf Wunsch von Dr. Franck ins "Milieu" eintauchen und die Klamotten eines Penners anlegen. Dr. Franck sieht sich das bürgerliche Umfeld von Olaf und Kurt an. Kaum haben sie Kurt aus der Untersuchungshaft gepaukt, geschieht ein weiterer Mord.
70. Die Quittung
16.06.1989
Rüdiger Hillmann, Eigentümer eines Unternehmens, das Gartenbaugeräte und Rasenmäher herstellt, wendet sich an Detektiv Josef Matula. Auf Empfehlung seines Anwalts Dr. Franck möchte er ihn zu seiner geplanten Geburtstagsparty engagieren. Im Dinnerjacket - versteht sich. Und zwar als "Rausschmeißer". Nicht, dass sich die Mafia angesagt hätte, Hillmann fürchtet, dass Sohn Alexander seinen angekündigten Besuch wahrmacht und ihn vor der erlauchten Gästeschar attackiert. Wie erwartet, kommt es bei der Party in der Villa Hillmann zum Eklat. Der als Gast verkleidete Matula bringt Alexander nach Hause. Trotz der blutenden Verletzungen Matulas kommt es dort zu einem sachlichen und in Sympathie mündenden Gespräch zwischen den beiden. Alexander wirft seinem Vater und seiner jungen, hübschen Stiefmutter Doris vor, den Niedergang und Tod seiner leiblichen Mutter auf dem Gewissen zu haben. Alexander nennt es "Mord". Wenige Tage später explodiert eine tödliche Bombe unter dem Hochsitz des Freizeitjägers Hillmann.
71. Gewissensbisse
22.09.1989
Der Postbeamte Jochen Billiger ist nach seiner Scheidung in großer finanzieller Not. Er muss Unterhalt für seine Tochter und deren heimlich arbeitende Mutter zahlen. Für sein neues Leben mit der attraktiven Ute Sowinski bleibt wenig übrig. Robby Neu, der Wirt der Kneipe, in der sie arbeitet, versucht, Jochen für eine "krumme Sache" zu gewinnen, bei der er sein Wissen als Postbeamter in bares Geld, in viel Geld, verwandeln kann. Wenn er Spätdienst hat, weiß er, ob der Bundesbank noch die Geldsäcke von ausländischen Zentralbanken ausgeliefert wurden oder ob sie im Tresorraum der Post bis zum nächsten Morgen gelagert werden. Außerdem weiß er, in welchem der Schließfächer der Schlüssel zum Tresor liegt. Nachdem er von Dr. Franck über die Schwierigkeiten aufgeklärt wurde, die Unterhaltsregelung zu revidieren, betrinkt er sich und plaudert im Suff einen Teil seiner Postgeheimnisse aus. Sein Kollege Heinz Perz hilft Robby bei dem Einbruch in den Tresorraum, die Beute beläuft sich auf runde 1,5 Millionen Mark. Als die Kriminalpolizei den Kreis der Verdächtigen zunehmend einengt, schlägt Jochens Gewissen immer heftiger. Er übergibt seinen Beuteanteil von 500.000 Mark an Dr. Franck und hofft dadurch, ein mildes Verfahren gegen sich zu ermöglichen. Doch er hat die Rechnung ohne die beiden Komplizen gemacht.
72. Seitensprung
10.11.1989
Felix Hartwig hat sich als Finanzmakler und mit Altbau-Sanierungen auf nicht immer ganz saubere Weise schon mit 34 Jahren ein kleines Vermögen geschaffen. Dies und seine bevorstehende Heirat mit Gräfin Amelie von Kaltenbach haben den aus kleinen Verhältnissen stammenden Yuppie in die Schlagzeilen der Regenbogenpresse gebracht. Da Hartwig von Amelies Familie abgelehnt wird und ihm an Gräfin Amelie vor allem die Tatsache zu faszinieren scheint, dass sie in absehbarer Zeit erhebliche Anteile am Familienkonzern der Kaltenbachs erben wird, ist er auch während seiner Verlobungszeit durchaus zu Abenteuern mit anderen Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts aufgelegt. Bei einem solchen Abenteuer mit Sonja Frey, der "Verflossenen" des Enthüllungsjournalisten Markus Meyer, kommt es nach dem Besuch der "Sunset"-Bar zu einem Anschlag auf seinen Wagen. In der Absicht, die Spuren seines Seitensprungs zu verwischen, nutzt er diesen Anschlag, um im Nachhinein seine Entführung vorzutäuschen. Er zieht in seiner Bedrängnis Dr. Franck zu Rate. Der lehnt jede Unterstützung seines früheren Mandanten ab. Wenig später kommt es zu einem blutigen Ende der fingierten Entführung Hartwigs.
73. Der Schlüssel
08.12.1989
Anne Körner hat im Dorf viele Spötter, die sich über ihren Bräutigam Harald Schunke "die Mäuler zerreißen", aber auch ihr Bruder Walter findet es abwegig, dass seine mit weiblichen Vorzügen gesegnete Schwester einen Strafgefangenen heiraten wird. Nur ihr abgearbeiteter Vater freut sich darauf, einen kräftigen Schwiegersohn zu bekommen, der auf dem Hof zupacken kann und die Anschaffung einer neuen Melkmaschine sinnvoll macht. Am Tag seiner Entlassung aus der Haft besorgt Harald einen großen Blumenstrauß für Anne und wird kurze Zeit später von einem Autofahrer, der ihm offenbar bekannt ist, fast überfahren. Anne wartet am Bahnhof vergebens auf ihren zukünftigen Mann. Auch in den nächsten Tagen bleibt er verschwunden. In ihrer Verzweiflung wendet sich Anne an den Anwalt ihres Verlobten, an Dr. Franck.
74. Roter Freitag
26.01.1990
Auf dem Autostrich von Frankfurt taucht jeden Freitag nach Einbruch der Dunkelheit eine ganz in rotem Leder gekleidete Frau auf. Im Unterschied zu ihren Kolleginnen vermeidet sie lange Diskussionen um den Preis ihrer Dienste, steigt in den nächstbesten Wagen, um den ihr offenbar peinlichen Ort so schnell wie möglich wieder zu verlassen. Da ihre Konkurrentinnen sie für eine Hausfrau halten, die sich etwas dazuverdient oder Abwechslung sucht, dulden sie das Treiben der Unbekannten. Eines Morgens wird sie von einem Jogger im Stadtwald erwürgt aufgefunden. Wenige Tage später taucht bei Dr. Franck der Ehemann der Ermordeten, Dirk Petzold, auf und möchte erfahren, in welcher Angelegenheit er Angelika anwaltlich vertreten habe. Aus dem hinterlassenen Schriftstück von ihm an seine Frau ginge das nicht hervor. Als Dr. Franck erfährt, wie Frau Petzold ums Leben gekommen ist, zweifelt er mit ihrem Mann an der Erklärung, die für die Polizei bereits feststeht. Frau Petzold war für beide die Unschuld in Person, Matula zieht in der Rolle eines Vetters von Herrn Petzold in dessen Haus, um seine Recherchen in der Nachbarschaft aufnehmen zu können. Er gerät in die seltsame Atmosphäre einer Siedlung von Eigenheimbesitzern, die Herrn Petzold als Fremden, als Eindringling empfinden, und dessen Tragödie sie klammheimlich freut.
75. Blutige Rosen
23.02.1990
Während Josef Matula von seiner jungen Nichte, die vorübergehend bei ihm logiert, um in Frankfurt eine Lehrstelle zu suchen, zu einem strapaziösen Nachtleben in den Diskotheken der Mainmetropole gezwungen wird, geschieht ein grausiger Unfall. Der Rosenverkäufer Hugo Roether, bekannt als "der alte Rosenhugo", "der mit dem steifen Bein", wird von einem hellblauen Mercedes angefahren und mit tödlichen Verletzungen seinem Schicksal überlassen. Einziger Anhaltspunkt des Fluchtfahrzeugs: ein defekter Scheinwerfer. Die Fahndung der Polizei kann zwar den Unfallwagen und dessen Halter ermitteln, Staatsanwalt Karl-Heinz Naumann, doch ist die Sache damit keineswegs aufgeklärt. Als Fahrer und Unfallflüchtiger kommt sehr viel mehr der Ganove Uwe Kroll in Betracht, auch wenn er behauptet, den Wagen erst nach dem Unfall gestohlen zu haben. Sein Rechtsanwalt Dr. Franck und Matula stellen bald fest, dass Kroll Werkzeug einer kriminellen Bande sein könnte, die sich von Staatsanwalt Naumann in ihren schmutzigen Geschäften gestört fühlt.
76. Bruderhaß
23.03.1990
Arndt Vasall gerät in Verdacht, seinen Bruder Bernhard erschossen zu haben. Der in einer Villa mit Park lebende Bernhard hatte es abgelehnt, seinem Bruder ein weiteres Mal mit einer sechsstelligen Summe aus geschäftlichen Schwierigkeiten herauszuhelfen. Kurze Zeit nach dem Mord passiert noch etwas Ungewöhnliches: Kathrin Vasall, die attraktive Tochter des in Untersuchungshaft sitzenden Verdächtigen, verlässt ohne Vorankündigung ihren Geliebten Peter Schröder. Während Dr.Franck die Verteidigung von Arndt Vasall vorbereitet, wendet sich Peter scheinbar zufällig an Matula mit der Bitte, Kathrin zu suchen. Mit einem Trick verschafft Matula sich Zutritt zur Villa des Ermordeten. Dort begegnet er Kurt, dem einzigen Sohn von Bernhard Vasall und der etwas mysteriösen Haushälterin Frau Herz. Wie sich herausstellt, gibt es verwandtschaftliche Beziehungen zwischen ihr und Peter Schröder. Möglicherweise wusste sie Genaueres über das Testament, in dem Kurt enterbt wird.
77. Der zweite Mann
11.05.1990
Während Matula in einer Schlange vor der Kasse einer Bank steht, stürmt ein ziemlich großer Mann mit Maske und Pistole in die Schalterhalle, wirft eine Plastiktüte hin und schreit: "Vollmachen. Los. Los, Tempo!". Matula will den Räuber schon von hinten überwältigen, wird von dem Unbekannten und seiner drohenden Waffe jedoch daran gehindert. Plötzlich ruft ein in Jeans und Parka gekleideter Mann mit Pistole im Anschlag vom Eingang aus: "Polizei! Hände hoch!" Bei dem Versuch, sich zu wehren, wird der Räuber mit einer Kugel getötet. Der zufällig vorbeigekommene Peter Bach ist in der Tat Polizist und leidenschaftlicher Anhänger des Combat-Schießens. Sein erfolgreicher Einsatz wird von seinen Kampfschießsport-Freunden als Beweis für die Nützlichkeit einer solchen Ausbildung gewertet. Alle wichtigen Zeugen werden ins Präsidium zur Protokollierung ihrer Aussage bestellt. Auf dem Flur wird Matula von einem heruntergekommenen Mann, Herrmann Meier, in ein folgenschweres Gespräch verwickelt. Meier wollte lediglich den Diebstahl seiner Pistole anzeigen, doch mit der angeblich gestohlenen Waffe hat der erschossene Bankräuber noch einen weiteren blutigen Banküberfall verübt.
78. Tödlicher Irrtum
29.06.1990
Nach Verbüßung einer vierjährigen Haftstrafe hat Kurt Brocker ein neues Leben begonnen. Bei der Firma "Kasperg - Erdarbeiten, Transporte, Kiesbau" hat er nicht nur Arbeit gefunden, sondern die junge verwitwete Chefin für sich persönlich gewonnen. Herta Kasperg stört sich nicht an der kriminellen Vergangenheit ihres Lebensgefährten, jedenfalls solange er nicht wieder von ihr eingeholt wird. Sein früherer Mithäftling Liebenau taucht ausgerechnet an Brockers Geburtstag auf - angeblich, um ihm zu gratulieren. Während der abendlichen Feier im Kreise der nächsten Angehörigen von Herta gibt es eine weitere unerwünschte Störung. Kurz nachdem Dr. Franck einen Toast auf seinen Mandanten Brocker ausgebracht hat und der Tanz mit einem Walzer eröffnet worden ist, klingelt das Telefon. Herta erfährt von dem Anrufer, dass draußen auf dem Torpfeiler eine Überraschung für das Geburtstagskind liege. Hertas 20-jähriger Sohn Christoph - der aus seinem Studienort Darmstadt mit Freundin Vera angereist ist - geht hinaus, um das Päckchen zu holen. Als er zur Toreinfahrt kommt, hört man die Bremsen eines Wagens. Da Christoph nach einiger Zeit noch immer nicht zurück ist, geht Vera hinaus, um ihren Freund zu suchen. Er ist verschwunden. Am folgenden Tag meldet sich per Telefon ein Mann mit einem ungewöhnlichen Auftrag, dessen Durchführung über das Leben von Hertas Sohn entscheidet. Brocker soll in der bereits eingeleiteten Entführung einer betuchten Dame die "Schmutzarbeit" einschließlich Geldübergabe erledigen. In seiner Verzweiflung wendet sich Brocker an Dr. Franck.
79. Bumerang
10.08.1990
Lisa Feyninger hat sich als Tochter aus "gutem Hause" auch mit der Betreuung von Häftlingen beschäftigt. Unglücklicherweise - aus der Sicht ihres Vaters - hat sie sich dabei in Hartmut verliebt. Nachdem Hartmut auf Bewährung freigelassen worden ist, nimmt er Lisas Zeit und Aufmerksamkeit so in Anspruch, dass sie ihre von der Mutter geerbte musikalische Begabung vernachlässigt. Nach dem Tod der großen Pianistin lasten die Erwartungen von Feyninger schwer auf Lisa. Als Hartmut mit Plänen für eine neue Galerie schwanger geht und das Startgeld auftreiben will, wendet sich Lisa an Hartmuts Anwalt Dr. Franck. Sie fürchtet, dass er schon wieder eine Dummheit plant, und beauftragt Matula, die Schritte ihres Geliebten zu beschatten. Dabei gerät er in das schillernde Milieu von Kunstschiebern, die mit gestohlenen Bildern bei angesehenen Bürgern lukrative Geschäfte machen. Kurze Zeit später wird Hartmut auf frischer Tat ertappt und erschossen.
80. Madonna
28.09.1990
Der in Untersuchungshaft auf seinen Prozess wegen Rauschgifthandels wartende Barbesitzer Michael Hagen hat mit Hilfe eines Kassibers an seine Geliebte Karin Rombach seine Flucht vorbereitet. Gelegenheit soll ihm der Ausflug zu seiner im Sterben liegenden Mutter bieten. Der Lebensgefährte seiner Mutter, Kauer, hat hierfür 50.000 Mark in bar besorgen sollen, angeblich zur Stellung einer Kaution, in Wahrheit als Fluchtgeld. Auf dem Rückweg zum Gefängnis gelingt es Hagen, den ihn begleitenden Polizisten mit dem Feuerlöscher einer Autobahnraststätte kampfunfähig zu machen und das bereitstehende Fluchtauto zu besteigen. Karin Rombach wendet sich zwei Tage später vertrauensvoll an Dr. Franck, da sich Hagen nicht zum verabredeten Treffen eingefunden habe und sie auch noch kein Lebenszeichen von ihm erhalten hat. Matula sieht zunächst nichts Ungewöhnliches in dem fehlenden Kontakt zwischen dem Flüchtenden und seiner Geliebten. Wenig später wird die Leiche von Michael Hagen gefunden.
81. Schwarze Schafe
26.10.1990
Willi Schumann wird am Abend nach Verlassen seines Detektivbüros von einem maskierten Mann überfallen und mit einer Eisenstange niedergeschlagen. Nur einem glücklichen Umstand verdankt Willi, dass seine Kopfverletzung nicht tödlich ist. Um seiner Frau Aufregung zu ersparen - sie liegt nach einem Autounfall mehrfach behindert zu Hause im Bett - wendet sich Willi noch am selben Abend hilfesuchend an seinen Freund Matula, zumal er sich erinnert, dass der Werkstatt- und Tankstellenbesitzer Lederle, der ihm Rache angedroht hatte. Lederle war ein Mandant von Dr. Franck, aufgrund der Ermittlungen von Willi überführt worden und für vier Jahre ins Gefängnis gegangen. Während Dr. Franck auf Druck von Schumann und Matula seinem früheren Mandanten auf den Zahn fühlt, stellt sich heraus, dass Schumann in seiner Branche zu den "schwarzen Schafen" gehört und infolgedessen auch mit "schwarzen Schafen" aus sozial höchst angesehenen Kreisen zu tun hat.
82. Blutiges Gold
23.11.1990
Marion und Dieter Kesten leben kinderlos in einer Ehe, die sie nicht als Fessel verstehen. Jeder hat wechselnde Partner und akzeptiert stillschweigend die Abenteuer des anderen. Diese Form der Liebe funktioniert, bis Marion ihrem Mann eines Tages eröffnet, ihn verlassen zu wollen, um nur noch mit ihrem derzeitigen Geliebten zusammenzuleben. Dieter verlässt gegen 20 Uhr wütend das Haus und kehrt nach einer Tour durch mehrere Lokale mit dem Taxi und 2,6 Promille Alkohol im Blut gegen 23 Uhr wieder heim. Um 23:17 Uhr ruft er seinen Anwalt Dr. Franck an, um ihm mitzuteilen, dass Marion erschlagen in seinem Arbeitszimmer liege. Dr. Franck und Matula begeben sich umgehend zu Kesten, der bereits die Polizei im Haus hat. Aus der Tatsache, dass der Tresor im Arbeitszimmer aufgebrochen ist, aber keine Spuren eines Einbruchs an Türen und Fenstern entdeckt werden, schließt die Mordkommission, dass Kesten selbst die Tat begangen habe. Dieses Bild erhärtet sich, als Matula von dem am nächsten Morgen aus Köln anreisenden Bernd Jöst, dem Bruder der Ermordeten, beauftragt wird, nach den römischen Münzen zu suchen, die im Safe gelegen haben sollen. Die von Marions und Bernds Vater geerbte berühmte Sammlung soll einen Wert von 5 Millionen Mark haben und dort versteckt worden sein, um sie dem Zugriff der durch Konkurs des Erblassers geschädigten Gläubiger zu entziehen. Als Dr. Franck seinen Mandanten - der in Untersuchungshaft genommen wurde - auf das Gold anspricht, behauptet Herr Kesten, nichts von den Münzen in seinem Tresor gewusst zu haben. Er habe sich nie für den Inhalt der von seiner Frau deponierten Kassette interessiert.
83. Vaterliebe
21.12.1990
Als Corinna vor zehn Jahren vom Vater ihrer gerade erst geborenen Tochter verlassen wurde, hat sie sich wohl kaum vorgestellt, dass ihr das Schicksal vier Jahre später mit Thomas Schuster einen wirklichen Vater für Tanja schenken würde. Thomas ist zwar erheblich älter als seine Frau, doch nicht zuletzt dank seiner verständnisvollen Art und seiner erfolgreichen Tätigkeit als kleiner Unternehmer kann er Corinna und Tanja ein erfülltes und sorgloses Leben bieten. Jedenfalls so lange, bis sich Viktor Brandau - der geschiedene Mann Corinnas - nach acht Jahren des Schweigens telefonisch bei ihr meldet. Viktor ist durch seine derzeitige Freundin Biggi - die ihn übrigens mit seinem besten Freund Karl Meinke betrügt - dahintergekommen, dass Corinna einen "reichen Knacker" gefunden hat. Um sich ein Stück von dem Kuchen abzuschneiden, droht Viktor, sich um seine Tochter Tanja "zu kümmern". Corinna beauftragt Matula mit der Beschattung ihres Ex-Mannes, um herauszufinden, was er plant. Rechtsanwalt Dr. Franck wird von ihr eingeschaltet, als sie einen Tag später entsetzt feststellt, dass Viktor sich auf dem Schulweg eine Haarsträhne seiner Tochter "gekauft" und abgeschnitten hat. An der Ernsthaftigkeit seiner Forderung nach 50.000 Mark besteht also kein Zweifel.
84. Schneewalzer
25.01.1991
Auch wenn Winfried, der Schlagzeuger des volkstümlichen Kärner-Trios, heute fehlt, gelingt es Karl und Waltraud Kärner, die ältere Generation mit ihrer optimistischen und temperamentvollen Musik in Stimmung zu bringen. Während ihres letzten Auftritts in einem Altenheim verlässt ein wenig begeisterter Zuhörer die Vorstellung, um eine Zigarre zu rauchen. Als er auf dem Parkplatz im auffällig lackierten Tourneebus der Kärners das Licht einer Taschenlampe bemerkt, wird ihm von innen eine Tür an den Kopf geknallt. Eine Gestalt verlässt das Wohnmobil und verschwindet in der Dunkelheit. Als der am Boden liegende Rentner entdeckt wird und die Spuren - auch im Wagen - gesichert werden, glaubt die Polizei zunächst an einen ertappten Einbrecher. Doch sehr bald findet sie in einem Gitarrenkoffer Zellophanpäckchen mit Kokain. Kärner weist empört den Vorwurf zurück, etwas mit dem Teufelszeug zu tun zu haben. Die Polizei jedoch verhaftet Kärner und führt ihn am nächsten Morgen dem Haftrichter vor. Zu seiner Verstärkung nimmt sich Kärner Anwalt Dr. Franck. Schnell erweist sich, dass es jemand auf den makellosen Ruf Kärners abgesehen haben könnte - eine Katastrophe für den Schallplattenabsatz und den Erfolg bei der älteren Generation. Matula findet jedoch noch sehr viel interessantere Hintergründe.
85. Schleuderkurs
01.03.1991
Zwei Tage vor seinem Prozess schreibt Willi Niemann einen Abschiedsbrief, reißt das Bettlaken in Streifen und erhängt sich in der Zelle des Untersuchungsgefängnisses. Obwohl er wie durch ein Wunder von den diensthabenden Aufsehern in dem nächtlich abgedunkelten Raum entdeckt und gerettet werden kann, wirkt die Tat wie ein Eingeständnis seiner Mitschuld an dem Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft, bei dem es auch zu einem Mordversuch kam. Für Dr. Franck ist die Aufgabe vor Gericht dadurch jedoch wesentlich erschwert worden. Vor allem, als er dem Verhalten von Elke Niemann, der Frau des Angeklagten, entnehmen muss, dass sie ihm als Anwalt wesentliche Hintergründe des Falles verschweigt. Die Niemanns arbeiten beide für die in einem parkähnlichen Anwesen lebende Familie Dornhagen, die seit Generationen sehr vermögende Leute sind. Frau Niemann macht sich besonders verdächtig, als sie Dr. Franck das Mandat entziehen will und trotz ihres schmalen Geldbeutels innerhalb kurzer Zeit 15.000 Mark auftreibt, um Dr. Franck möglichst schnell loszuwerden. Matula setzt sich auf die Fersen von Frau Niemann. Erst während des Prozesses kann er die ganze Wahrheit herausfinden.
86. Kopfgeld
12.04.1991
Als Matula von dem Import-Export-Kaufmann Dieter Bremser beauftragt wird, seinen im Außendienst tätigen Mitarbeiter Bruno Lavassani zu beschatten, ahnt er nicht, dass ihm eine nahezu perfekte Falle gestellt werden soll. Der libanesische Mann soll neue Geschäftsräume für das expandierende Unternehmen anmieten. Bei der Besichtigung des menschenleeren Rohbaus einer Lagerhalle fällt plötzlich ein Schuss. Der mysteriöse Lavassani, der wahrscheinlich unter anderem Namen in Frankfurt lebte, stirbt. Ein Motorrad brüllt in unmittelbarer Nähe auf und entfernt sich mit großer Geschwindigkeit. Matula kann noch die Verfolgung aufnehmen, doch an einer Absperrung ist er dem geländegängigen Zweirad hoffnungslos unterlegen. Im Autoradio hört er wenig später eine Fahndungsmeldung, die sich genau auf seinen Wagen und seine Person bezieht. Offensichtlich gab es doch einen Zeugen. Dr. Franck begleitet Matula zur Polizei. Doch das Mißtrauen gegen den Hauptverdächtigen lässt sich nicht aus der Welt schaffen, vor allem als man herausfindet, dass die Tatwaffe Eigentum von Josef Matula ist.
87. Eiskalt
24.05.1991
Ein junger Mann beschattet den Kaufhausdetektiv Thomas Kleber, er fotografiert ihn in verschiedenen Situationen. Dabei wird er Zeuge, wie Kleber eine junge Frau wegen versuchten Diebstahls in der Kosmetikabteilung abführt und im Teppichlager sexuell missbraucht. Später fotografiert der junge Mann, wie Kleber mit einem Mann auf offener Straße in heftigen Streit gerät. Noch am selben Abend wird Kleber in der Nähe des Kaufhauses durch einen Schuss getötet. Der junge Mann ist wieder auf den Fersen von Kleber gewesen und wird von einem Passanten neben dem stark blutenden Opfer gesehen. Eine blitzschnelle Fahndung führt zur Ergreifung des jungen Mannes, Michael Hude. Aufgrund der Zeugenaussage des Passanten und der zum Projektil passenden Patronenhülse in seiner Tasche wird Michael festgenommen. Als seine Mutter, Angelika Hude, angeblich nicht zu ihm ins Untersuchungsgefängnis vorgelassen wird, wendet sie sich an Dr. Franck. Der stellt schnell fest, dass Michael selbst nicht mit seiner Mutter reden will und die Tat bereits gestanden hat. Dr. Franck erkennt rasch, dass da etwas nicht stimmt. Zusammen mit Josef Matula versucht er, die Wahrheit herauszufinden.
88. Helens Geheimnisse
05.07.1991
Bei einer abendlichen Fahrt in die Innenstadt werden Dr. Franck und Matula zufällig Zeugen eines Selbstmordversuchs. Sie können gerade noch verhindern, dass sich der etwa vierzig Jahre alte Mann von einer Mainbrücke in die Tiefe stürzt. Dr. Franck hat den Eindruck, dass der Mann ernst machen wird, wenn er ihn in dieser Situation allein lässt. Er nimmt den heruntergekommenen Bruno Maschke mit zu sich in die Wohnung. Dort erfährt er, wie Bruno Maschke nach der "Bauchlandung" mit drei Bowlingbahnen wegen Konkursbetrug zwei Jahre ins Gefängnis kam und dabei seine gutaussehende Frau Helen verlor. In den fünf oder sechs Monaten nach seiner Entlassung aus der Haft ist es Bruno nicht gelungen, seine Frau wiederzufinden. Sie wird von ihrer Schwester Kornelia erfolgreich versteckt gehalten. Ohne die Möglichkeit, die Beziehung zu Helen noch einmal durch ein Gespräch abzuschließen - oder neu zu beginnen - hat für Bruno das Leben keinen Sinn mehr. Dr. Franck versucht, Helens Adresse über Konni ausfindig zu machen, und tatsächlich gelingt ihm die Vermittlung eines Treffens zwischen den früheren Ehepartnern. Und das, obwohl Helen inzwischen als Kassiererin in einem Kino arbeitet und ein Leben mit anderen Männern aufgebaut hat. Als Helen nach dem Treffen mit Bruno in ihrer Badewanne tot aufgefunden wird, richtet sich aller Verdacht gegen ihn.
89. Hannas letzte Liebe
26.07.1991
Durch Dr. Francks erfolgreiche Verteidigung einer "Dame", die ihrem horizontalen Gewerbe entsagen wollte und den sie brutal daran hindernden Zuhälter erstochen hatte, wird eine auf den Zuschauerbänken sitzende Kollegin seiner Mandantin auf ihn aufmerksam. Hanna hat einen Schreinermeister aus Wesel kennengelernt, will ihn heiraten und eine bürgerliche Existenz aufbauen. Sie hat die Idee, sich durch eine Ablösesumme von 80.000 Mark milieugerecht von ihrem "Luden" Erich freizukaufen. Um dabei kein Risiko einzugehen, hat sie Dr. Franck ausersehen, einen Ablösevertrag aufzusetzen und das Geld zu überbringen. Da er noch unter dem Eindruck seines eigenen Plädoyers vom Vormittag steht und die Liebe zwischen Hanna und ihrem Walter glaubhaft erscheint, bittet er Matula um Hilfe. Matula hat gute Kontakte zur Halbwelt und kennt deren Spielregeln. Es gelingt ihm bald, den Deal um Hanna einzufädeln und die Summe herunterzuhandeln. Doch Erich macht seine Zustimmung abhängig von einem Treffen mit Hanna, und zwar unter vier Augen. Wenige Stunden nach einem Essen mit ihrem Bräutigam und ihrer zukünftigen Schwiegermutter wird Hanna in ihrem Appartement tot aufgefunden.
90. Die Sünden der Väter
16.08.1991
Ismail, der Sohn des türkischen Restaurantbesitzers Mustafa Tüyen, wird verdächtigt, seine Schwester Fatma mit mehreren Messerstichen getötet zu haben. Sie habe vor einem halben Jahr der Familie den Rücken gekehrt, um mit einem Deutschen zusammenzuleben. Ihr Bruder habe im Treppenhaus vor Zeugen angekündigt, die Ehre seiner Familie auf diese Weise wiederherzustellen. Die Obduktion wirft jedoch Fragen auf, die sich erst im Laufe einer dramatischen Enthüllungsgeschichte genauer stellen und beantworten lassen. Dr. Franck und Matula geraten in einen Fall, der die Problematik des Zusammenlebens zwischen Deutschen und Türken auf sehr sensible Weise in Szene setzt.
91. Blattschuß
27.09.1991
In eine der feinsten Villen Frankfurts wird spätabends eingebrochen. Der Täter bewegt sich trotz Alarmanlage unbemerkt durch den Keller bis zur Bibliothek, hebelt die Tür eines Schrankes aus und entnimmt Wertpapiere, Geldscheine und eine Schatulle im Gesamtwert von mehr als einer Million Mark. Der Hausherr hat die verdächtigen Geräusche gehört, greift zu seinem Jagdgewehr und schießt auf den Einbrecher. Als er das Licht anschaltet, muss Herr Düllmann feststellen, dass er den Unbekannten durch Kopfschuss getötet hat. Die Ehefrau des Erschossenen wendet sich verzweifelt an Dr. Franck. Frau Seiffert fürchtet, dass der Keks-Fabrikant wegen seiner guten Verbindungen im Prozess wegen fahrlässiger Tötung freigesprochen wird. Da ihr Mann bisher unbescholten gewesen sei und als Gärtner eines Golfclubs nur von einem Dritten angestiftet worden sein kann, bittet sie Dr. Franck, als Nebenkläger aufzutreten. Matula und Franck finden sehr bald Anhaltspunkte dafür, dass der Tod von Herrn Seiffert Folge eines menschlichen Dramas ist, dem ein weiteres zugrunde liegt.
92. Tod frei Haus
15.11.1991
An der Geldübergabe scheitern fast alle Erpressungen, das erlebt auch Thomas Spengler, der zu nächtlicher Stunde auf dem Bahnhof neben einem Kiosk eine Aktentasche abholen will und unvermittelt von als Pennern verkleideten Polizisten überwältigt wird. Wegen der Erkrankung seines Anwalts übernimmt Dr. Franck als Pflichtverteidiger das Mandat - und zwar vier Monate später, kurz vor dem Prozess. Spengler wird vorgeworfen, eine Supermarktkette erpresst zu haben durch die Vergiftung von Lebensmitteln. Besonders verschärft wird die Anklage durch den Tod einer Kundin nach dem Verzehr von vergiftetem Sellerie, der ihr von der MAXI-Handelskette frei Haus geliefert worden war. Der arbeitslose und verschuldete Thomas Spengler behauptet, von einem ihm unbekannten Mann an einer Bushaltestelle angesprochen worden zu sein, der ihm 500 Mark angeboten hat für den Fall, dass er die fragliche Aktentasche für ihn abhole. Parallel zur Gerichtsverhandlung versuchen Dr. Franck und Matula, die vom Staatsanwalt angeführten belastenden Indizien durch eigene Recherchen zu entkräften. Es wird immer deutlicher, dass hinter der im Vordergrund laufenden Erpressung ein anderes Verbrechen getarnt werden soll.
93. Filmriß
13.12.1991
Anita Wilhelms hat Matula mit Recherchen über die Seitensprünge ihres Mannes beauftragt und erhält einen niederschmetternden Bericht. Die Fotos von Herrn Wilhelms und der 25-jährigen Carola Schwendtner sind eindeutig. Die attraktive und elegante Anita bittet Matula, allein gelassen zu werden und lässt sich dann doch von einem netten jungen Herrn ansprechen, von Sascha Rentrop. Sascha hat für ihren Mann Hugo Wilhelms und sein Unternehmen verschiedentlich Modeaufnahmen auf Auslandsreisen angefertigt. Anita folgt seiner Einladung zu einem Bummel durch mehrere Bars, spricht dem Alkohol kräftig zu und landet spät abends in seiner Wohnung und in seinen Armen. Als sie am nächsten Morgen aus einem schweren Rausch erwacht, entdeckt sie Sascha erschlagen in seiner eigenen Wohnung. Tatwaffe war eine Statue, die er bei einem Fotowettbewerb gewonnen hatte. Anita wendet sich an Matula, der den Notarzt und Dr. Franck alarmiert. Die Polizei findet Fingerabdrücke von Anita auf der Statue. Wegen ihrer Alkoholprobleme ist Anita vor einigen Jahren schon einmal in einen ungeklärten Unfall mit tödlichem Ausgang verwickelt gewesen. Der Chef der Mordkommission nimmt Anita fest. Wären da nicht Matula und Dr. Franck, der wirkliche Hintergrund der Sache wäre wohl kaum ans Licht gekommen.
94. Schweigen ist Geld
03.01.1992
Hanno Bremer steht wegen Mordes an dem homosexuellen Filialleiter einer Großmarktkette vor Gericht. Ein anonymer Anrufer hatte ihn der Polizei ins Netz getrieben, es wurden Beweisstücke in seiner Wohnung gefunden, die ihn so schwer belasten, dass Anklage gegen ihn erhoben werden konnte. Zunächst lässt Hanno die Verhandlung sehr gleichgültig über sich ergehen, bis ihm sein Verteidiger Dr. Franck die Äußerungen des Staatsanwalts in Klartext übersetzt. Er plädiert nicht auf Totschlag im Affekt - wie bisher erwartet - sondern auf Mord aus niederen Beweggründen. Und das hieße "lebenslänglich". Plötzlich besinnt sich Hanno eines anderen und zieht sein "Geständnis" zurück. In der Verhandlungspause erklärt er Dr. Franck von Oberstudienrat Kepich, seinem alten Lehrer, 250.000 Mark bekommen zu haben, wenn er die Tat auf sich nimmt und anderhalb Jahre Knast absitzt. Dieses "gute Geschäft" erscheint nunmehr alles andere als verlockend. Dr. Franck sieht sich in einer völlig neuen Situation, in der auch sein Freund Matula gefragt ist.
95. Härter als Glas
31.01.1992
Der Schreinermeister Karl Lohse sieht eines Tages nach Einbruch der Dunkelheit, wie der Freund seiner über alles geliebten Tochter Karla Hals über Kopf aus dem Haus rennt. Als er in ihre Wohnung geht, findet er sie blutüberströmt und tödlich verletzt. Klaus Hencke wird aufgrund der Zeugenaussage des Vaters noch am selben Abend festgenommen und als Tatverdächtiger verhört. Zwei Tage später sieht Günter Lohse, Karlas 17-jähriger Sohn, wie Hencke wieder frei herumläuft und sich mit seinen ehemaligen Kollegen von der Polizei und seinen Freunden in der Kneipe trifft. Der über siebzig Jahre alte Vater der Ermordeten reagiert auf diese Mitteilung mit verständlicher Empörung. Mit eigenen Augen hat er Hencke vom Tatort wegrennen sehen und "jetzt lassen die ihn laufen". Bei seinem ersten Gang zur Abschleppfirma von Hencke kommt es zu einem heftigen Wortwechsel und einem Handgemenge, als Lohse mit einem Wagenheber auf Hencke losstürzt und ihn totschlagen will. Schon am nächsten Tag wird der alte Lohse von Polizeihauptmeister Klages in seiner Werkstatt festgenommen. Einem Täuschungsmanöver verdankt Lohse, dass er dem Zugriff der Justiz entkommen und nun Selbstjustiz üben kann. Von einem Freund besorgt er sich ein altes Gewehr. Seine Frau Liesbeth wendet sich hilfesuchend an Dr. Franck.
96. Todesspiel
13.03.1992
Wenige Tage vor der Premiere wird die Hauptprobe in einem kleinen Frankfurter Privattheater auf besonders unangenehme Weise gestört. Anke Bruck, die Eigentümerin des Unternehmens, beendet aus gegebenem Anlass die finanzielle und künstlerische Förderung des Regisseurs, der gleichzeitig auch ihr Ehemann ist. Sie ist fest entschlossen, das Theater zu schließen. Hintergrund: Anke verfügt über Fotos, die beweisen, dass Thomas Bruck nach zehn Ehejahren seine vormalige Geliebte Lore Renders wieder regelmäßig zu "Schäferstündchen" trifft. Als wenig später auf die vermögende Anke ein Anschlag verübt wird, bei dem sie mit dem Schrecken davonkommt, engagiert sie ihren bisherigen Privatdetektiv Matula auch als Leibwächter. Er soll sie rund um die Uhr - vor allem nachts - auf ihrem vornehmen Anwesen beschützen. Als Matula in Erfüllung seines Auftrags selbst Opfer eines Attentatsversuchs wird, gelingt es einem Unbekannten, Anke zu töten. Polizei und Staatsanwaltschaft sehen in Thomas Bruck den Hauptverdächtigen, weil er der Hauptnutznießer ihres Todes ist. Belastend für Thomas sind zudem zwei Tatsachen: Er hat keinen Zeugen für ein Alibi, und der bei dem Anschlag auf Matula benutzte Jeep gehört zum Theater, wurde aber hauptsächlich von Thomas gefahren. Er wendet sich an seinen Anwalt Dr. Franck.
97. Geld verjährt nicht
01.05.1992
Durch Geiselnahme seiner Familie wird Tenberg, der Niederlassungsleiter einer Bank, von drei maskierten Männern gezwungen, den Tresor zu öffnen. Bei diesem Coup werden 2,2 Millionen Mark geraubt. Obwohl die Polizei das Gebäude noch während der Tat umstellt, können zwei Täter entkommen, der dritte, Damaschke, wird geschnappt und geht für sechs Jahre hinter Gitter. Als Damaschke nach Verbüßung der Strafe freigelassen wird, empfängt ihn Monica, die Mutter seiner sechseinhalb Jahre alten Tochter Andrea. Das "Empfangskomitee" ist jedoch noch um zwei Personen verstärkt: Ganz offensichtlich gibt es Leute, die sich unbemerkt von Damaschke zur Beute führen lassen wollen. Der Strafentlassene bekommt sehr schnell zu spüren, dass seine Zukunft als rechtschaffener Bürger durch diese "Schatten aus der Vergangenheit" auf dem Spiel steht. Er wendet sich an seinen Anwalt Dr. Franck und ist sogar bereit, von seinen knappen Ersparnissen einen Privatdetektiven zu engagieren. Schon nach kurzer Zeit stellt Matula einen der heimlichen Verfolger Damaschkas: Privatdetektiv Dentzel.
98. Lebenszeichen
10.07.1992
Frau Sieburg sieht neue Hoffnung, ihren Mann wiederzufinden, der sie vor vier Jahren von einem Tag auf den anderen verlassen hatte. In einem Antiquitätengeschäft entdeckt sie durch Zufall ein kostbares Medaillon, das ihr Mann als Erbstück seiner Mutter getragen hat. Frau Sieburg ahnt, dass ihr Mann aus wirtschaftlicher Not heraus seine letzte Habe versilbern musste und Hilfe braucht, die sie ihm aufgrund einer größeren Erbschaft jetzt geben könnte. Verziehen hat sie längst, dass er seine Firma in einen betrügerischen Konkurs getrieben hat, um sich mit 1,5 Millionen nach Südamerika abzusetzen. Dr. Franck vermittelt Frau Sieburg Josef Matula, der versuchen könnte, den Weg des Amuletts zurückzuverfolgen. Bei seinem Versuch, den derzeitigen Aufenthalt ihres Noch-Ehemannes ausfindig zu machen, werden Dr. Franck und Matula indes mit mysteriösen Vorgängen konfrontiert, die die damaligen Ereignisse in ein völlig neues Licht tauchen. Seine ehemalige Geliebte Evelyn, sein Prokurist Kallway, und sein Chauffeur Kofler korrigieren das Bild, das Frau Sieburg von ihrem untergetauchten Mann entwirft. Die alte Frau Sieburg hat regelmäßig Post von ihm bekommen, sogar der Chauffeur hat eine Postkarte aus Lateinamerika.
99. Scheine spielen schwarz
31.07.1992
Marion versucht, ihre Familie vor dem endgültigen Zerfall zu bewahren. Auf Anraten von Dr. Franck hat sie ihren Mann, Gerd Schultheiß, vor seiner ruinösen Spielleidenschaft schützen wollen, indem sie ihn bei allen Spielbanken "sperren" ließ. Noch am gleichen Tag, als er zum ersten Mal am Betreten eines offiziellen Casinos gehindert wurde, hat er "seine sieben Sachen" gepackt, um unterzutauchen. Als sie versucht, ihre Tochter Lissy über die von ihr angegebene Adresse zu erreichen, muss sie feststellen, dass auch sie das Weite gesucht hat. Erste Ermittlungen von Detektiv Matula ergeben, dass Schultheiß auch seinen Getränkehandel seit Wochen im Stich gelassen hat. Matula wird gerade Zeuge, wie drei Burschen bei Gerds Partner Michael Reiser auf brutale Weise einen Schuldschein "einlösen", der offensichtlich in einem illegalen Spielsalon ausgestellt worden ist.
100. Käufliche Herren
11.09.1992
Nachdem sich Sylvie erfolglos an die Polizei gewandt hat, um Hilfe bei der Suche nach ihrem seit gestern abend verschwundenen Mann Klaus Beckmann zu finden, kommt sie - ziemlich in Rage - zu Dr. Franck. Er hat die Interessen von Beckmann bei dem Rechtsstreit um sein Buch über drogensüchtige Kinder vertreten - das übrigens später zu einem Bestseller geworden ist. Bei Recherchen zu seinem nächsten Buch zur Enthüllung der verschlungenen Wege von Drogendealern aus der Hand der Süchtigen bis in den legalen Wirtschaftskreislauf soll Beckmann von dem gestrigen Gespräch mit einem wichtigen Informanten nicht zurückgekehrt sein. Zunächst also eher ein Fall für Matula. Sylvie betont, dass es nicht darum gehe, ihren Mann "aus ihrgendeinem fremden Bett zu zerren". Matula setzt einen Tausendmarkschein aus für denjenigen Taxifahrer, der den Wagen des vermissten Ehemanns aufspürt. Er selbst begibt sich unter der Tarnkappe eines "neuen Kollegen" in das Gemeinschaftsbüro von Beckmann und trifft auf die Journalistin Karin Thomas, die dort seit einiger Zeit auch ihr Nachtlager aufgeschlagen hat und - wie sich später herausstellt - intime Beziehungen zu Klaus unterhält. Kurze Zeit später entdeckt ein Taxifahrer den Wagen des Vermissten. Beim Öffnen des Kofferraums wird Beckmanns Leiche gefunden. Matula alarmiert die Polizei und ruft Dr. Franck. Ein Zufall scheint die Aufklärung des Verbrechens zu begünstigen. Der ermittelnde Kommissar Holger Körbel ist ein Studienfreund von Dr. Franck. Der verdächtigt zwar routinemäßig zunächst die Ehefrau, die wegen Beschaffungskriminalität vier Jahre Gefängnis hinter sich hat, doch er bezieht ihn mehr als üblich in die laufenden Erkenntnisse der Polizei ein. Schon bald ergibt sich deshalb eine Situation, in der Dr. Franck seinem Freund Körbel eine wichtige Mission abnimmt: Er führt ein Gespräch mit dem Privatbankier Wolfgang Fischer, der verdächtig scheint, bei der Wäsche von Drogengeld nützliche Dienste geleistet zu haben.
101. Gier
02.10.1992
Friedrich Winkler hat sich einen Tag vor der gerichtlichen Scheidung von seiner 20 Jahre jüngeren Frau Sonja mit ihr im Restaurant eines Nobelhotels verabredet. Doch der letzte Versuch, seine nach vier Jahren zerbrochene Ehe mit der hübschen, aber etwas gewöhnlichen Sonja zu retten, schlägt vor den Augen und Ohren der Öffentlichkeit jämmerlich fehl. Sonja vertagt das Gespräch und beabsichtigt, ihren vermögenden Mann am kommenden Tag bei Gericht kräftig abzukassieren. Auf ihrem Weg zu der von Friedrich für sie gemieteten Hotelsuite steigt Sonjas Stiefsohn Norbert in den Fahrstuhl. Er möchte nicht nur seine intime Beziehung zu Sonja erneuern, sondern ihr ein Geschäft vorschlagen: Er hat Unterlagen über illegale Gewinne der angesehenen "Delta-Vermögensberatung", die sein Vater und seine Tante Margarethe unversteuert im Ausland haben verschwinden lassen. Mit Hilfe dieses Materials über unbeleuchtete Gelder möchte Norbert die Berechnung der Abfindung für Sonja nach oben korrigieren. Sein Motiv: Er möchte an das Geld seines "Alten", ohne zuvor die mit Mühen verbundenen Bedingungen seines Vaters zu erfüllen, nach dem Studium in die Firma einzusteigen. Da Sonja ihn abblitzen lässt - auch in erotischer Hinsicht - kommt es für sie zu einer zweiten heftigen Auseinandersetzung innerhalb kurzer Zeit. Als Norbert das Hotel verlässt, wird er von seinem inzwischen alkoholisierten Vater von der Bar aus beobachtet. Friedrich geht nun ebenfalls zu Sonja. Eine Ausrede beim Zimmermädchen öffnet ihm die Tür. Wenig später wird er von der Sicherheitsangestellten des Hotels auf dem Bett schweigend neben seiner erschlagenen Frau gefunden. Die Polizei nimmt ihn in Untersuchungshaft. Dr. Franck erhält von Alfons Winkler das Mandat, seinen Sohn Friedrich von dem Verdacht des Mordes zu befreien und zwar um jeden Preis. So hat Matula diesmal wenigstens genug Geld, um seine Spesen zu zahlen.
102. Das Attentat
30.10.1992
Karl Liebeck blickt auf ein buntes Leben als Regisseur von Fernsehsendungen zurück. Seine Frau Ilona hat ihn gedrängt, seine Erlebnisse mit den "Halbgöttern" der Unterhaltungsbranche aufzuschreiben: Der Verleger Ernst von Mehling fand das Ergebnis "verdammt gut" und will es als Buch auf den Markt bringen. Kurz vor dem Erscheinungstermin sind Einzelheiten zu prominenten Personen an die Öffentlichkeit gedrungen, die schwarze Flecken ihrer Biographie offenbaren. Beliebte Serienstars werden "geoutet", von der erfolgreichen Sängerin Catarina May wird sogar behauptet, sie habe vor Jahren in einem Pornofilm mitgewirkt. Zunächst nutzt Frau May die erste sich bietende Gelegenheit, Liebeck in der Öffentlichkeit - während eines Rundfunkinterviews - zu ohrfeigen. Dann sucht sie Dr. Franck auf, um sich juristisch zu wehren. Gleichzeitig engagiert der Verleger wegen eines anonymen Drohbriefes einen Bodyguard für seinen Autor: Matula. Bei der Presseparty für das Buch kann Matula jedoch nicht verhindern, dass ein Attentat auf seinen Schützling Karl Liebeck verübt wird.
103. Feiglinge töten nicht
27.11.1992
Überraschende Wende im Prozess gegen Olaf Beier: Staatsanwalt Dr. Hinz beantragt allein aufgrund von Indizien eine lebenslängliche Haftstrafe für den in einen bewaffneten und blutigen Raubüberfall verwickelten Angeklagten. Daraufhin will Olaf nicht länger von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch machen. Er ist zwar nicht zu einem Geständnis bereit, er will nur "auspacken". Dr. Franck bittet das Gericht um Vertagung. Als er am nächsten Morgen zu einem ersten Gespräch mit seinem Mandanten in die Haftzelle kommt, erfährt er, dass dieser in seiner Zelle Selbstmord begangen hat. Für den Staatsanwalt ist das Verfahren damit beendet. Für Dr. Franck jedoch nicht. Weniger die Vorwürfe, die Olafs Mutter gegen ihn erhebt als das Gefühl, dass mit dem Selbstmord etwas nicht stimmt, veranlassen ihn zu Ermittlungen auf eigene Faust. Nach ersten Anhaltspunkten für einen kriminellen Hintergrund gelingt es Matula, sich aufgrund einer fingierten Straftat ins Gefängnis einzuschleusen. Bei dem Versuch, den Fall "von innen" aufzuklären, bekommt er einen mehr als intimen Einblick in das Leben im Knast. Es zeigt sich aber auch bald, dass Dr. Franck zu recht weitergebohrt hat.
104. Eifersucht
08.01.1993
Das Ehepaar Weber hat Matula mit der Beschattung ihrer Tochter Britta beauftragt, die in ihren Leistungen auf der Mittelschule so weit abgerutscht ist, dass sie die letzte Klasse wahrscheinlich wiederholen muss. Er überreicht Fotos, die eindeutig darauf hinweisen, dass die 17-jährige Schülerin mit ihrem Lehrer Peter Baum eine heiße Liebesbeziehung unterhält. Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit - nach einem von Baum geleiteten abendlichen Schulkonzert - knöpft sich der temperamentvolle Vater den "Strolch" vor. Das Vieraugengespräch in der Aula artet rasch in Handgreiflichkeiten aus und endet mit dem K.O. des bei seinen Schülern beliebten Herrn Baum. Beim Verlassen des Schulgebäudes bittet Herr Weber den Hausmeister - der bereits abschließen wollte - um erste Hilfe für den niedergestreckten Lehrer. Der Hausmeister findet allerdings keinen Verletzten, sondern einen Toten. Noch in der Nacht wird Herr Weber festgenommen und bedarf des juristischen Beistands von Dr. Franck. Hauptkommissar Jakobus von der Mordkommission geht davon aus, dass Herr Weber am Ende seiner Auseinandersetzung das Opfer mit einem Mikrofon-Ständer erschlagen hat. Da Herr Weber dies vehement bestreitet, versucht Dr. Franck mit Hilfe von Matula, den Hintergrund des geheimnisvollen Todes auszuforschen. Die ersten Recherchen offenbaren, dass nicht nur das Liebesleben von Peter Baum, sondern auch seine schulische Karriere Anlass für seinen frühen Tod gewesen sein können.
105. Eine mörderisch gute Idee
19.02.1993
Am Abend vor der Eröffnung des nobel gestylten italienischen Restaurants "Frankfurter" muss die Feuerwehr anrücken, um die Flammen in der brandneuen Küche zu löschen. Auch Kommissar Lüttge ist eingeschaltet worden, um aufzuklären, warum der dabei tot aufgefundene Koch - der 25-jährige Stefan Kaufmann - einem Stromschlag zum Opfer gefallen ist. Die Indizien sprechen zunächst für Fahrlässigkeit beim Anschluss des kombinierten Elektro-Gasherdes. Doch schon kurz nach dem Eintreffen des herbeigerufenen Eigentümers Dr. Simons und seiner Frau wird deutlich, dass auch ein krimineller Vorsatz im Spiel gewesen sein kann. Dr. Simons wendet sich an Rechtsanwalt Dr. Franck, um seine Interessen zu sichern. Matula lehnt es ab, in dieser Sache tätig zu werden. Einerseits gibt es derzeit einige Probleme zwischen ihm und Dr. Franck, andererseits müsste Matula gegen die Wirtin einer benachbarten Kneipe recherchieren, der er bisher seine besten Informationen aus dem Halbwelt-Milieu verdankt.
106. Rache
26.03.1993
In einer Verhandlung vor dem Frankfurter Schöffengericht wird der Bauunternehmer Huber - nicht zuletzt dank der Verteidigung des Anwalts Dr. Franck - von der Anklage der Fahrerflucht freigesprochen. Bei einem mit seinem Wagen verursachten Unfall ist der Schüler Peter Knecht zum Krüppel gefahren worden. Architekt Ringwald hat unter Eid ausgesagt, Huber habe an diesem Abend mit ihm Baupläne besprochen. Arno Knecht, der Bruder des querschnittsgelähmten Peter, empfindet diesen Freispruch als glatten Hohn und schwört Rache. Einige Zeit später wird Hubers Frau Opfer eines Überfalls und muss mit einer schweren Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Huber schaltet auf Vermittlung von Dr. Franck den Privatdetektiv Matula ein. Der wendet sich zunächst an Vera Preuss, die Freundin der Verletzten. Bei ihr nämlich soll der Anschlag auf dem Weg vom Hauseingang zum Fahrstuhl hinterrücks verübt worden sein. Schon bald wird Matula klar, dass mit diesem Anschlag möglicherweise ganz andere Verbrechen vertuscht werden sollen.
107. Mann hinter Vorhang
30.04.1993
Angela hat typische Probleme einer nicht mehr ganz jungen alleinstehenden Frau: Ihr Kollege Stefan Reichner hat mit der immer noch attraktiven Angela einen Kino-Abend verbracht, der zwar in ihrem Bett fortgesetzt wurde, aber schon nach wenigen Stunden enttäuschend endete. Denn Stefan lebt eigentlich mit der noch blutjungen Christine zusammen und macht sich berechtigte Hoffnungen, sie jetzt nach ihrem 18. Geburtstag heiraten zu können. Nach dem Unfall von Christines Vater hat sie nämlich die Hälfte seines erheblichen Vermögens geerbt. Die zweite Hälfte der Firma und andere Werte fielen an Christines Mutter, Julia Loring, die ihre Tochter davor bewahren will, diesen "Gigolo" zu heiraten. Sie geht zu ihrem Anwalt Dr. Franck und bittet darum, einem abgefangenen Liebesbrief ihrer Angestellten Angela Winter nachzugehen. Mit dem Beweis seiner Untreue glaubt sie, ihren Möchtegern-Schwiegersohn aus dem Feld schlagen zu können. Matula verabredet sich als angeblicher Freund von Stefan mit Angela. Nach seinem Kino-Erlebnis mit der romantischen Frau bringt er Angela nach Hause. Ihre Begegnung endet jedoch anders als der Abend mit Stefan. Da sie erfahren hat, dass sich Matula nur als Detektiv mit ihr getroffen hat, bittet sie ihn um seinen Schutz: Sie hat Angst vor ihrem Nachbarn Rudolf Wagner, der sie seit Wochen beobachtet und schweigend verfolgt. Wenige Stunden später ist Angela tot.
108. Eine seltsame Zeugin
21.05.1993
Der Ausflug in eine finstere Ecke am Frankfurter Hafen bringt Heike Landers in tödliche Gefahr. Gerade als sie in ihren auffallenden Sportwagen einsteigt und wieder nach Hause fahren will, versucht ein aufgeregter Mann, ihre Beifahrertür zu öffnen. Frau Landers gerät in Panik, will den Motor starten und fliehen. Dann fallen drei Schüsse. Zwei Kugeln treffen den Unbekannten, eine trifft Heike Landers. Abgegeben wurden sie von dem Fahrer eines Straßenkreuzers. Frau Landers verliert das Bewusstsein und prallt mit ihrem Wagen gegen eine Mauer, der Mann jedoch stirbt noch am Tatort. Wie sich herausstellt, war der Tote - Jürgen Klose - ein Mandant von Dr. Franck. Möglicherweise handelt es sich um eine Schießerei unter "schweren Jungs" im Konkurrenzkampf um ein Revier. Denn Jürgen Klose hatte wegen Einbruch, Überfall und Hehlerei in Haft gesessen. Da Dr. Franck der Mutter von Klose nahezu familiär verbunden ist und ihm keinen Rückfall in die Kriminalität zutraut, lässt er Matula auf seine Kosten recherchieren. Und der fördert Erstaunliches zutage.
109. Tod im Fahrstuhl
23.07.1993
Dr. Franck verlässt gegen zehn Uhr abends das Büro seines Steuerberaters Diedenhofen. Als er ziemlich übermüdet in den Fahrstuhl einsteigt, stolpert er über einen am Boden liegenden Mann. Plötzlich hellwach, stellt er an ihm kein Lebenszeichen mehr fest und informiert die Polizei. Als er seinem Steuerberater den Fund zeigen will, kommt der Fahrstuhl von einem oberen Stockwerk des Hochhauses zurückgefahren - ohne Leiche und ohne Blutspuren. Gemeinsam rennen Franck und Diedenhofen über die Treppe des Hochhauses nach oben und finden auch dort nichts Verdächtiges. Diedenhofen vermutet unausgesprochen einen Zusammenhang mit der völligen Überarbeitung seines Mandanten. Als Dr. Franck sich bei Matula Trost über seine "Blamage" holen will, streut auch Freund Josef Salz in die offene Wunde. Dennoch ist er bereit, zu recherchieren, wer sich zu dieser späten Zeit noch im Bürohaus befunden haben könnte. Von einem Penner - der sein Domizil am Fuß des Gebäudes auf einer Bank eingerichtet hat - erfährt er, dass um 22 Uhr auch im obersten Stockwerk noch Licht brannte. Schon bei seinem ersten Besuch in der dort ansässigen Geschäftsleitung eines Elektronik-Unternehmens erfährt er von dem stellvertretenden Geschäftsführer Kuhn, dass der Firmeninhaber Christian Bialas zur fraglichen Zeit noch einige Telefonate führen wollte. Matula bekommt sehr rasch Anhaltspunkte dafür, dass Bialas erhebliche Probleme im beruflichen Bereich, aber auch in seiner Ehe mit einer wesentlich jüngeren Frau hat.
110. Gelegenheit macht Mörder
27.08.1993
Hartmut Kleinert herrscht mit fester Hand über seine Familie wie über seine Firma. Sein Sohn Rüdiger hat ebensowenig Freude an seinem Job im väterlichen Unternehmen wie seine Tochter Erika, die darüber hinaus ihre große Liebe nicht heiraten darf, weil sie den Ansprüchen des "Alten" nicht genügt. Dennoch hält die Familie fest zusammen, als ihr Oberhaupt eines Abends "ganz gewöhnlich" entführt wird und gegen ein Lösegeld freigelassen werden soll. Frau Kleinert fürchtet um ihren Mann, weil er schwer zuckerkrank ist und seine Insulinspritzen nur für 24 Stunden reichen. Deshalb möchte sie die Polizei unter allen Umständen heraushalten und wendet sich an Dr. Franck. Er soll die - wegen Zeitdrucks von den Erpressern bereits halbierte Summe von 500.000 Mark, so schnell wie möglich überbringen. Dr. Franck gibt seiner Mandantin nach und überbringt den Geldkoffer einschließlich Insulinspritzen für vier Tage. Da Kleinert sich als Opfer besonders clever verhält und dieser Fall - gegen den ausdrücklichen Wunsch von Dr. Franck - natürlich auch Matula auf den Plan gerufen hat, entwickelt sich aus der zunächst "ganz gewöhnlichen" Entführung eine ganz andere Geschichte voll spannender Überraschungen.
111. Ticket zum Himmel
17.09.1993
Albert Sprenger hat nach der Aufgabe seines sehr erfolgreichen Handels mit Antiquitäten Anschluß an eine Sekte gesucht und bei den "Anhängern Shivas" gefunden. Der indische Meister und seine Statthalter in Frankfurt haben es verstanden, dem kultivierten alten Herrn einen neuen Lebenssinn zu vermitteln. Denn Sprengers Privatleben beschränkt sich ansonsten auf allwöchentliche Schachabende mit dem jungen Till Münzer, der sich bisher auch fachmännisch um die Anlage seines nicht geringen Vermögens gekümmert hat. Als Sprenger unter dem Einfluss seines indischen Meisters alle Wertpapiere in Gold umtauscht, sieht Münzer seine Felle davonschwimmen und verabreicht seinem Schachpartner tödliches Gift, um das im Safe vermutete Gold im Wert von über einer Million Mark ausräumen zu können. Als er den Safe mit der im antiken Sekretär versteckten Zahlenkombination öffnet, ist dieser leer. Die Nachbarin, Frau Kaspar, die für alle Eventualitäten einen Schlüssel von Sprengers Haus hat, findet ihn und holt den alten Arzt, der das von ihm seit längerem behandelte Herzleiden als Todesursache feststellt. Kurz nach der Testamentseröffnung reist Marianne an, die in Italien als Malerin lebende Tochter Sprengers, und wendet sich an Dr. Franck, da ihr Münzer von dem dubiosen Goldgeschäft ihres Vaters berichtet hat. Ihm bleibt nach einem ergebnislosen Besuch bei Frau Wieland, der Leiterin des Meditations-Zentrums der Sekte, nichts anderes, als Matula auf die Spur des Goldes zu setzen.
112. Martins Tod
22.10.1993
Martin hat die Finanzprobleme eines 17-Jährigen. Er braucht mehr Taschengeld, als er von seiner geschiedenen Mutter Yvonne beziehungsweise deren Vater, Max Wölke, bekommt. Martins Vater Jochen Biller fällt als Geldgeber aus, weil er wegen schweren Raubes hinter Gittern sitzt. Als Martins Großvater feststellen muss, dass ihm etwa 1.000 Mark gestohlen worden sind, rastet er aus. Für den in seinem Haus lebenden Enkelsohn war er bereit, alles zu tun. Er wollte ihn als Nachfolger in seinem Maurergeschäft aufbauen, doch nun glaubt er, in ihm die kriminellen Anlagen seines Schwiegersohns wiederzuerkennen. Martin kann - beobachtet von seinem Spielfreund Petti - vor dem Zorn seines Großvaters noch zum nahen Geldversteck auf den Friedhof fliehen, doch dort muss es zu einer schrecklichen Auseinandersetzung gekommen sein. Jedenfalls endete sie für Martin auf der Intensivstation. Martins Vater bekommt die Gelegenheit, noch seinen sterbenden Sohn zu besuchen und nutzt die erste Möglichkeit zur Flucht, auch um Rache an seinem Schwiegervater zu üben. Als es Dr. Franck und Matula gelingt, den des Mordes beschuldigten Max Wölke aus der Untersuchungshaft herauszuholen, fangen die Schwierigkeiten erst richtig an.
113. Böses Erwachen
19.11.1993
Nach dem feuchtfröhlichen Klassentreffen zur 25. Jahresfeier ihrer Reifeprüfung wollen Reinhold Beckert und Egon Manz - wie damals als frischgebakkene Abiturienten - den Abend mit einem gemeinsamen Bordellbesuch abschließen. Während der verwitwete Reinhold nur seinem zwölfjährigen Sohn gegenüber verantwortlich ist, riskiert der stark alkoholisierte Familienvater Egon wesentlich mehr, als er sich von Wilma, Angelika und seinem Freund ins Hotel "Eden" abschleppen lässt. Am nächsten Morgen wird er mit einem Scherz seines Freundes aus dem Tiefschlaf geweckt und entdeckt neben sich die nackte Leiche von Angelika. Offenbar wurde sie mit der Sektflasche erschlagen, die Egon in der Nacht mit aufs Zimmer genommen hatte. Der Beweis des ersten Anscheins spricht so sehr für ihn als Täter, dass Egon sofort Anwalt Dr. Franck einschaltet. Er soll retten, was zu retten ist. Doch zunächst obliegt Dr. Franck die Aufgabe, Frau Manz über die Katastrophe zu informieren.
114. Wer die Treue bricht
28.01.1994
Ingrid Seefeld plant den perfekten Mord. Manfred will sich von ihr scheiden lassen, um zukünftig nur noch mit ihrer gemeinsamen Freundin Lore Potofsky zu leben. Obwohl er auch seine Geliebte noch bis vor kurzem mit seiner Ehefrau "betrog", und obwohl er den großen Erfolg als Fuhrunternehmer allein dem Geschick seiner tüchtigen und kultivierten Frau verdankt, will sich Manfred aus ihrer totalen Umklammerung lösen. Sie schlüpft in die Maske seiner Geliebten und lockt ihn zu einem abschließenden Gespräch an ein verstecktes Plätzchen am Mainufer. Da wo die Geschichte ihrer leidenschaftlichen Liebe begann, soll sie auch beschlossen werden. Mit den Kugeln aus Ingrids Pistole - es sei denn, Manfred entscheidet sich in letzter Sekunde für seine Ehefrau.
115. Der wahre Reichtum
18.02.1994
Als ihr Sohn Robin mit 18 Jahren erwachsen war, hat sich Susanne Böhm von ihrem aus einer begüterten Familie stammenden Mann scheiden lassen. Gegen den dringenden Rat ihres Anwalts Dr. Franck hat sie auf jegliche Abfindung und Unterhaltszahlungen verzichtet. Sie wollte nur noch mit dem zehn Jahre jüngeren Martin Sutter zusammenleben, bescheiden zwar, aber in ihrem Sinne frei. Sie geht arbeiten, und Martin lebt zur Zeit vom Taxifahren. Eines Tages steht die Polizei vor ihrer Tür und nimmt Martin fest unter dem Verdacht, eine Bank überfallen und um 600.000 Mark beraubt zu haben. Die Anhaltspunkte sind massiv, Susanne ruft Dr. Franck zu Hilfe. Wollte der Lebenskünstler Martin an das große Geld oder soll er Opfer eines tödlichen Komplotts werden?
116. Tod eines Künstlers
18.03.1994
Rainer-Maria Hagen hat sich mit seiner Kraftnatur und provozierenden Ausdrucksformen einen weltweit klingenden Namen als Künstler erworben. In der Presse wurde gemeldet, dass er einem französischen Sammler ein Nagelbrett für eine Million Mark verkauft habe. Da der begnadete Selbstdarsteller Hagen bei der Suche nach neuen Ideen ebensowenig Skrupel zeigt wie im Umgang mit Galeristen, erwachsen ihm viele Neider und Feinde. Noch provozierender jedoch ist sein Verhalten gegenüber Frauen. Mit besonderem Genuss hat er Paloma, die betörend schöne Tochter seines größten - aber erfolglosen - Widersachers Gussmann, von seiner Spielart der Liebe abhängig gemacht. Er erniedrigt sie in aller Öffentlichkeit mit seinen maßlosen Launen. Sie aber scheint (der Erbitterung ihres Vaters zum Trotz) solche peinlichen Shows zur Auflockerung langweiliger Parties auch noch zu genießen. Als der große Hagen es sich eines Abends zu Hause allein gemütlich machen will, klingelt ein vertrauter Besucher und feuert wortlos drei Schüsse auf ihn ab. Die Waffe gehört dem angesehenen Galeristen Karl März, dessen Frau Greta vor fünfzehn Jahren mit Hagen verheiratet war. Als März von Kommissar Lüdecke unter Mordverdacht festgenommen wird, wendet er sich an seinen Anwalt Dr. Franck. Um seinem Mandanten helfen zu können, muss er sich einige indiskrete und überraschende Einblicke in die schillernde Kunstszene Frankfurts verschaffen - nicht zuletzt mit Hilfe von Detektiv Matula.
117. Der Gewinner
01.04.1994
Paul Weller konnte noch Rechtsanwalt Dr. Franck zu Hilfe rufen. Früh morgens erwartet er ihn in seiner Werkstatt. Neben dem unter Schock stehenden Weller findet Dr. Franck die blutverklebte Leiche eines jungen Mannes. Obwohl der stark alkoholisierte Weller nicht mehr rekonstruieren kann, ob er Daniel getötet hat, nimmt er die Tat auf sich. Auf diese Weise glaubt er, den Tod von Daniels Vater Georg Meininger sühnen zu können, an dem er sich schuldig fühlt. Obwohl ihm mehrere Zeugen vor Gericht bescheinigen, dass ihn keine Schuld am Tod seines Freundes Georg trifft, hat er sich trotz eines Freispruchs erster Klasse selbst nicht freigesprochen. Der Grund für die vorausgegangene Auseinandersetzung im Wirtshaus war nämlich die durchaus begründete Eifersucht, dass zwischen Georgs attraktiver Frau Christa und dem kraftvollen Paul "etwas lief". Dr. Franck will Paul Weller vor sich selbst schützen und schaltet Detektiv Matula ein. Ein Besuch bei Christa fördert Überraschendes zutage. Ihr ermordeter Sohn wollte mit Rita, der 15-jährigen Tochter des reichen Geschäftsmannes Klaus Tessmann, nach Nordamerika reisen. Tessmanns Sohn Mario bringt Matula auf eine heiße Spur: Wahrscheinlich wollte Daniel durch eine Erpressung an Tessmanns Geld. Doch womit konnte er Tessmann erpressen?
118. Tödlicher Gewinn
01.07.1994
Die temperamentvolle Bruni Trapp ist empört. Sie glaubt, einem "Blindgänger" in die Hände gefallen zu sein. Sie wollte Rechtsanwalt Dieter Winter "feuern", weil er ihr kurz vor dem gegen sie anstehenden Mordprozess nahelegt, ein Geständnis abzulegen. Und das, obwohl er ihr vier Monate lang in der Untersuchungshaft Hoffnungen gemacht hatte. Das Gericht bestimmt Winter als Pflichtverteidiger, überlässt es Frau Trapp, zusätzlich einen Verteidiger ihrer Wahl zu bestellen und schließt sie wegen respektlosen Verhaltens von der Teilnahme an der Verhandlung aus. Winter will den Schaden begrenzen und wendet sich an seinen Kollegen Dr. Franck. Bruni kann Dr. Franck zunächst davon überzeugen, dass sie nichts mit dem gewaltsamen Ende ihres Lebensgefährten Herbert Meyer zu tun hat. Ein Feiertag gibt Matula etwas Zeit zu ermitteln - trotz des schon laufenden Prozesses. Herbert Meyer hatte sich nach einem beachtlichen Lottogewinn von Frau und Tochter getrennt, um mit Bruni ein neues Leben zu beginnen. Er erwarb seine Stammkneipe, machte die bisher von ihm dort angehimmelte Bruni zur Geschäftsführerin und kaufte für sie beide ein Liebesnest. Die Anklage wirft Frau Trapp nun vor, ihren Lebensgefährten aus Habgier erschlagen zu haben, als dieser wieder zurück zu seiner Familie wollte. Herberts früherer Freund und Nachbar Karl Bublinski und Tochter Sabrina Meyer bezeugen diese These. Als sich auch Dr. Franck von Bruni belogen fühlt, scheint ihr Schicksal besiegelt.
119. Das fremde Herz
29.07.1994
Die weit über Frankfurt hinaus bekannte Schauspielerin Ellen Schäfer lebt in einer "offenen Ehe". Ihr Mann hat offenbar kein Problem damit, als Oberarzt in der Klinik ihres Liebhabers Professor Milan zu arbeiten. Ein halbes Jahr nach der von Milan vorgenommenen Implantation eines neuen Herzens kommt es für Ellen jedoch zu einer hochbrisanten Situation. Während sie mit großen seelischen Problemen wegen des fremden Herzens in ihrer Brust kämpft, nimmt Professor Milan - wie schon so oft - einen neuen Schatz in sein Bett und gibt Ellen den Laufpass. Dr. Franck und Matula werden in einem exklusiven Restaurant unfreiwillige Zeugen der letzten bösen Worte, die zwischen Milan und Ellen - im Beisein ihres Ehemannes - fallen. Ein Anruf unterbricht das unerfreuliche Gespräch. Professor Milan fährt noch einmal in die Klinik. Frau Schäfer folgt ihm mit ihrem Wagen. Etwa eine Stunde später wird Milan vor seiner Villa im eigenen Wagen erschossen. Ellens Ehemann wendet sich an Dr. Franck. Obwohl Schäfer seine Frau davor bewahren will, in den Skandal hineingezogen zu werden, belastet er sie indirekt mit seiner Aussage. Dr. Franck bereitet Ellen auf das Verhör vor. Matula begibt sich unter dem Deckmantel eines Schauspielers ins Theater und erlebt als Schatten von Ellen bald eine Überraschung. Sie verlässt die Probe, und geht in eine zwielichtige Bar, um dort etwas Wichtiges zu regeln.
120. Schuß ins Herz
19.08.1994
Zu nächtlicher Stunde fährt Polizeihauptmeister Lebus Streife am Frankfurter Osthafen. Neben ihm sitzt sein knapp 20 Jahre älterer Kollege Max Keller. Ihr nachdenkliches Gespräch über sehr private Dinge wird unterbrochen, als sie zwischen Hafenbecken und Lagerhalle ein vor zwei Stunden gestohlen gemeldetes Taxi entdecken. Als der zur Verstärkung herbeigerufene Streifenwagen eintrifft, ist es bereits zu spät. Drei Schüsse peitschen durch die Nacht, Lebus kann von seinem Kollegen Keller nur noch tot geborgen werden. Doch die Beamten werden schnell fündig. Sie können einen flüchtigen Herrn - der gar nicht in diese finstere Gegend paßt - festnehmen. Kurt Scharnak, Mitte 50, hat zuvor noch eine Plastiktüte mit länglichem Inhalt in einen Container werfen können. Am nächsten Morgen wendet sich Scharnak an Rechtsanwalt Dr. Franck. Bei einer Gegenüberstellung wird Scharnak von Keller eindeutig als Todesschütze identifiziert. Er behauptet, mit einem Unbekannten verabredet gewesen zu sein, will aber nichts mit den Schüssen zu tun gehabt haben. Er will auch nicht mit dem Taxi, sondern mit der S-Bahn zum Hafen gefahren sein. Bei ihren Recherchen stoßen Dr. Franck und Matula auf immer neue Überraschungen.
121. Ein todsicheres Geschäft
23.09.1994
Spät abends lässt sich Dr. Franck von einem ihm unbekannten Mann zu einem Treffen im Büro überreden. Arthur Deck bezichtigt sich, vor anderthalb Stunden einen Mann erschossen zu haben. Das Opfer sei der finanzkräftige Bauunternehmer Erich Cramer. Deck habe gehofft, von seinem ehemaligen Geschäftpartner Cramer wieder Arbeit zu bekommen, weil der allein an seiner miserablen Lage Schuld sei. Cramer habe ihn zwar bei sich zu Hause empfangen, aber lediglich 10.000 Mark angeboten, um ihn endgültig loszuwerden. Danach sei der tödliche Schuss gefallen. Dr. Franck begleitet seinen nächtlichen Besucher zu Hauptkommissar Wenz und übernimmt die Aufgabe, Decks Frau Lisa am nächsten Morgen zu unterrichten. Aus dem Gespräch mit ihr ergibt sich der Verdacht, dass Deck an tiefen Depressionen leidet und möglicherweise nur beschränkt schuldfähig ist. Als ein anonymer Anrufer von Lisa jedoch fordert, sie solle die "halbe Million herausrücken", die ihr Mann gestern Abend bei Cramer geraubt habe, eröffnet sich die Perspektive auf einen sehr viel mysteriöseren Hintergrund. Auf Dr. Franck und Matula kommt eine ebenso schwierige wie gefährliche Aufgabe zu.
122. Die letzte Präsentation
04.11.1994
Paul Gartz, der bisher immer wieder erfolgreiche Texter der Werbeagentur SBSA, steckt mit 43 Jahren in einer persönlichen und beruflichen Krise. Sein neuer Creativdirector, die ehrgeizige Yuppiefrau Bettina Ratschke, lehnt Gartz wegen seiner Abhängigkeit von den Modedrogen Kokain und Alkohol ab, aber auch, weil er der einzige ist, der ausspricht, was alle in der Firma denken, nämlich dass die Ratschke nur Karriere gemacht hat, weil sie mit ihrem Chef Dr. Sontheim ins Bett geht. Nachdem die Präsentation ihres Vorschlags zu einer Werbekampagne für ein neues Medikament jämmerlich fehlschlägt und ein wichtiger Kunde verlorengeht, gelingt es der Ratschke, die Schuld auf Gartz abzuwälzen, obwohl dieser erstmals nicht als Texter mitgewirkt hatte. Wegen seiner fristlosen Kündigung wendet sich Gartz an Rechtsanwalt Dr. Franck. Doch der sieht wenig Chancen, mehr als eine Abfindung zu erstreiten. Wenige Tage später wird Gartz - der sich als tragende Säule der Agentur von Dr. Sontheim sieht - wegen Mordes an Bettina Ratschke verhaftet. Die Umstände der Tat sind wieder so arrangiert worden, dass er für jemand anderen den Kopf hinhalten muss. Dr. Franck und Matula müssen sich tief in das smarte Milieu der Designerkostüme und Mobiltelefone tragenden Artdirectoren einarbeiten, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.
123. Heißes Geld
23.12.1994
Trotz seiner einschlägigen Kenntnisse hat sich der ehemalige Nachtclubkönig Harry Ziegler von einem Gauner aufs Kreuz legen lassen: Heinz König hat ihm "heißes Geld" - registrierte Scheine aus einer Erpressung - in Höhe von 500.000 zum Preis von 250.000 Mark angeboten. Erst nach der Übergabe stellte Ziegler fest, dass ihm lediglich gut gemachtes Falschgeld angedreht worden war. Er wendet sich an Rechtsanwalt Dr. Franck, den er bei der Scheidung von seiner dritten Frau, der ehemaligen Schönheitskönigin Petra, fürchten gelernt hat. Als Ziegler in Begleitung von Dr. Franck zum Oberstaatsanwalt geht und sich selbst anzeigt, um der Bestrafung für ein schlimmeres Vergehen zuvorzukommen, wird er überraschend unter Mordverdacht festgenommen. Heinz König, der Lieferant der Blüten aus Italien, ist erschossen in seinem Wagen aufgefunden worden. Um seinem Mandanten aus der Klemme helfen zu können, braucht Dr. Franck die Dienste Matulas. Matula wendet sich zunächst an die Ex-Frau von Ziegler, die bei der Scheidung mit mehreren Diskotheken abgefunden wurde. Dabei lernt er auch Petras neuen Lebensgefährten und Geschäftspartner kennen, den durch Zuhälterei zu Reichtum gekommenen Manfred Kratzer.
124. Mordsfreunde
27.01.1995
Dem früher sehr erfolgreichen Profi-Radrennfahrer Lutz Kämper, genannt Lucki, wird nach acht Jahren Haft die Reststrafe erlassen. Er bestreitet nach wie vor, seine frühere Freundin Doris Förster im Löffenheimer Wald ermordet zu haben. Doch sein Trainer Hasler hatte ihn mit seiner Aussage damals so belastet, dass Luckis Unschuldsbeteuerungen hohl klangen. Jetzt will er sich dieses "Dreckschwein vorknöpfen". Der alte Teamkamerad Stefan Rottmann, einer der wenigen, die in den letzten Jahren zu Lucki gehalten haben, hilft ihm auf die Beine. Er holt ihn vom Gefängnistor ab und stellt ihm eine vorläufige Wohnung zur Verfügung, und zwar auf dem Gelände der von seinem Vater Karl Rottmann gegründeten Pumpenfabrik. Wenige Stunden nach seiner Freilassung hat Lucki schon wieder Probleme mit der Polizei: Seine massive Aufforderung, Hasler möge die belastende Aussage widerrufen, führt zu einer Rauferei, in deren Verlauf eine Glasvitrine in dessen Sportgeschäft zersplittert. Dr. Franck bekommt seinen Mandanten wieder frei. Doch während er Matula ermitteln lässt, ob neue Beweise zu einer Wiederaufnahme des Mordprozesses ausreichen würden, wird Haslers attraktive Frau Winny als Geisel entführt. Für Kommissar Schastock ist die Sache eindeutig.
125. Kleiner Bruder
14.04.1995
Der junge Russe Wassili Kurassow hat dem Krieg in Afghanistan als Deserteur den Rücken gekehrt und sich über Osteuropa nach Deutschland durchgeschlagen. Dort hat er zwar die Liebe der einige Jahre älteren Vera erobert, aber beruflich hat er es bisher nur zum Türsteher vor einer Diskothek gebracht. Für seinen halbseidenen Chef Wedemann geht er jedoch durchs Feuer: Als der Drogenabhängige Millionärssohn Jörg Brohler kürzlich Lokalverbot bekam und aus Rache eine Razzia wegen Rauschgifthandel in Wedemanns Diskothek anzettelte, ließ Wassili seine starken Fäuste sprechen. Als Wassili das Lokalverbot gegen Brohler zwei Wochen später verteidigen muss, kommt es zu einer noch brisanteren Situation: Brohler reizt Wassili bis aufs Blut und wird von ihm zusammengeschlagen. Am nächsten Morgen wird Brohler in der Nähe der Disco tot aufgefunden. Vera ist überzeugt, dass der Mordverdacht gegen Wassili unbegründet ist. Für sie war er der erste Mann, zu dem sie volles Vertrauen hatte. Wegen Wassilis drohender Abschiebung bittet sie Dr. Franck um Hilfe. Er und Matula werden so in die Aufklärung eines Mordes verwickelt, der sie in eine heiße Diskothek führt, in der sich junge Leute mit synthetischen Drogen wie Speed und Ecstasy fit für lange Nächte bei hämmernder Musik machen. Hier warten das leichte Geld und der schnelle Absturz.
126. Abgründe
12.05.1995
Ludwig Zils geht in seinem Leben als Ehemann und Vater von sechs Kindern ebenso auf wie in seinem Beruf als Kantor eines Kirchenchors. Als eine der zahlreichen, ihn verehrenden Sängerinnen, die Musiklehrerin Anna Holz, eine Tages im Garten vor der Sakristei mit einer tödlichen Kopfverletzung aufgefunden wird, nimmt ihn Kommissar Gattler unter Mordverdacht fest. Zeugenaussagen mehrerer Chormitglieder erhärten den Vorwurf, dass Zils von der attraktiven Anna erpresst wurde, seine Familie zu verlassen und mit ihr zusammenzuleben. Aus dem Untersuchungsgefängnis wendet er sich an seinen Freund Dr. Franck, mit dem er als Student mal Musik gemacht hat.
127. Weißes Land
09.06.1995
Barbara Wallner hat alles, was sich eine Frau von Dreißig wünschen kann. Sie sieht gut aus, führt ein abwechslungsreiches Leben als Immobilien-Maklerin, sie verdient gut, nur in der Liebe hat sie ein Problem: Ihr derzeitiger Freund Holger Ebert macht ihr große Schwierigkeiten, weil sie sich - nach einer Empfehlung ihrer Freundin Nadja Jung - auf eine leidenschaftliche Affäre mit einem farbigen Callboy eingelassen hat. Nach einem heimlichen Treffen mit ihrem neuen Lover wird sie in ihrem Hotelzimmer ermordet. Die Aussagen eines im Nebenzimmer eingezogenen älteren Ehepaares führen zur Verhaftung des Nigerianers Anthony Sono. Er behauptet, zur Tatzeit an der Hotelbar gewesen zu sein. Wegen eines mysteriösen Unfalls verliert Sono kurz vor dem Prozess seinen Anwalt. Nach anfänglichen Problemen mit Sono übernimmt Dr. Franck das Mandat, als anonyme Drohungen ihn davon abhalten wollen. Der ebenfalls unter Verdacht stehende Freund der Toten, Holger Ebert, ist Polizist und kollaboriert mit einer "Aktion D". Sprecher dieser rechtsradikalen Gruppe ist Arndt von Mehring, ein früherer Kunde der Toten. Matula bleibt es nicht erspart, sich in diese gefährliche Szene zu begeben.
128. Konkurs
30.06.1995
Im Hauptgeschäft einer Computer-Handelskette ereignet sich Peinliches: Der Gerichtsvollzieher Liebauer kommt wegen einer offenstehenden Rechnung von 80.000 Mark. Da die Firmenkonten "leer" sind, muss der geschäftsführende Gesellschafter Guido Engelhardt die Sache aus eigener Tasche bereinigen. Umgehend sucht er seinen Anwalt Dr. Franck auf und zitiert Matula zum Rapport in die Kanzlei. Ohne Erfolg versucht Matula seit längerem, in Engelhardts Unternehmen die undichte Stelle aufzudecken, durch die unbemerkt Geld abfließt. Doch alle überprüften Mitarbeiter sind "sauber", auch der Buchhalter Volker Ritter. Als sich Matula widerwillig erneut auf die Spur von Ritter setzt, erlebt er Überraschendes: Ritter steigt mit kleinem Handgepäck in ein Flugzeug nach Zürich. Auftraggeber Engelhardt will die Chance nutzen und von Matula die Wohnung Ritters durchsuchen lassen. Als sich Matula am Türschloss zu schaffen macht, kommt aus Ritters Wohnung dessen attraktive Kollegin Anke Freitag. Sie hält Matula für den soeben von ihr bestellten Taxifahrer, was dieser geistesgegenwärtig nutzt. Nach einer rasanten "Taxifahrt" setzt Matula sein ursprüngliches Vorhaben fort und findet sehr aufschlussreiche Informationen, auch auf Ritters Anrufbeantworter.
129. Mordsgefühle
28.07.1995
Zwei Tage nach dem Mord an der attraktiven, aber etwas verlebten Anna Henkel meldet sich bei Kommissar Zoerner der sechzehnjährige Daniel Winter und gesteht die Tat. Als Beweis legt er das Seidentuch vor, mit dem das Opfer erwürgt wurde. Als Motiv gibt er - gegenüber seiner Mutter und dem von ihr hinzugezogenen Rechtsanwalt Dr. Franck - an: "Ich wollte wissen, wie es ist, jemanden zu töten." Dadurch erübrigt es sich für die Polizei, Annas Geliebten, dem bisherigen Hauptverdächtigen, dem Taxifahrer Horst Winter, die Tat nachzuweisen. Daniels Vater, ein Richter von hohem Ansehen, traut seinem Sohn die Tat zwar zu, will ihm aber mit Hilfe seiner Beziehungen - auch zu einem psychologischen Gutachten - eine Haftstrafe ersparen. Dr. Franck jedoch gewinnt den Eindruck, dass das Geständnis seines minderjährigen Mandanten nicht der Wahrheit entspricht. Mit Hilfe von Detektiv Matula will er den Täter im direkten Umfeld von Anna Henkel suchen. Anna hatte mehrere große Verehrer. Und Horst Winter, ihr eifersüchtiger Geliebter, hat ein Alibi, das auf tönernen Füßen steht.
130. Eine offene Rechnung
01.09.1995
Jürgen Hilgers arbeitet nach dem plötzlichen Ausscheiden aus seiner Bank als Vermögensberater, manche nennen ihn lieber "Vermögensverbrater". Als er eines Tages vom Joggen zurückkehrt, findet er dort seine ermordete Frau. Die von ihm alarmierte Polizei entdeckt einen plump vorgetäuschten Einbruch und vermutet, dass die Spuren der Tat vertuscht werden sollten. Sie nimmt Hilgers unter Mordverdacht fest. Sein Anwalt Dr. Franck interessiert sich zunächst für die Frage, wer ein Interesse haben könnte, die vermögende, aber unscheinbare Frau Hilgers zu töten und ihren Mann zu belasten. Der erste Verdacht richtet sich gegen Hilgers Geliebte Karen Lehnert. So heißblütig sie ihn zuerst verschlang, so furienhaft ging sie auf ihn mit dem Messer los, als er Schluss machen wollte. Als Matula das etwas konstruiert wirkende Alibi von Karen Lehnert überprüfen will, treten zwei weitere "interessante" Personen ins Blickfeld. Ihre Busenfreundin Brigitte Steffens und ein Geldanleger, Dr. Bauer, der von den Diensten Hilgers offensichtlich schwer enttäuscht worden ist.
131. Ein anständiger Mörder
20.10.1995
Die "knackige" Debbie Debakel bringt mit ihren freizügigen Chansons den Zuschauerraum des Labbeduddel-Theaters zum Kochen. Da platzen drei muskulöse Zuhältertypen herein, um die Vorstellung zu stören und überfällig ausstehende "Kohle" einzutreiben. Immerhin kann Ringo Ritschel einen Schuldschein von 20.000 Mark vorweisen, den ihm die ehemalige Prostituierte und derzeitige Bedienung des Etablissements, Angela Paetz, ausgestellt hat. Der Veranstalter James Jacobi und sein Partner Yogi Hesse waren durch einen früheren "Besuch" Ringos vorgewarnt und haben fünf Rocker als "Saalschutz" engagiert. Hansi, Peter und Ringo bekommen kräftig eins auf die Nase. Nachdem es Debbie zudem noch gelingt, Ringo vor Publikum zu blamieren, tritt er ab mit der Drohung, "diesen Schweineladen" in Schutt und Asche zu legen. Drei Nächte später dringt aus dem "Labbeduddel" dichter Qualm. James und Yogi schauen im Schlafanzug der Feuerwehr bei der Arbeit zu und sind entsetzt, als Debbie leblos von Sanitätern herausgetragen wird. Da Ringo zur Tatzeit am Tatort war, fällt der Verdacht natürlich auf ihn. Seinem früheren Anwalt Dr. Franck erklärt er, in eine Falle getappt zu sein. Ein Mann habe ihn nachts in seinem Hotel angerufen und zum Theater gelockt. Dr. Franck und Matula versuchen herauszufinden, ob sich hinter dem Brand ein Versicherungsbetrug oder ein Mordanschlag auf Debbie verbirgt.
132. Tod im Motel
24.11.1995
Nach dem gewaltsamen Tod seiner Frau vor über zwanzig Jahren hat Ernst Weißenburger seine Familie durch feste moralische Grundsätze zusammenhalten wollen. Seine beiden Söhne Theo und Hans leben bis heute noch im Vaterhaus, was vor allem der Ehe von Theo nicht gutgetan hat. Er hintergeht seine Frau Sophie regelmäßig mit der knackigen Mona, die ihre Zärtlichkeiten gewerbsmäßig in Kontaktanzeigen anbietet. Unter dem Deckmäntelchen eines Abonnements im Fitness-Center trifft er sich jeden Mittwoch mit Mona. Nach einem solchen leidenschaftlichen Abend in Zimmer 7 des Stundenhotels "Margot" kommt es zu einer Tragödie. Theos 70jähriger Vater wird mit einem Metallrohr aus dem Kopfteil des Bettgestells erschlagen. Hausmeister Alfred Salinger, der Lebensgefährte der Motel-Chefin Margot, entdeckt die Leiche in einem Müllcontainer. Die Umstände der Tat sprechen für sich. Hauptkommissar Fahrlander vermutet ein Vater-Sohn Drama und nimmt Theo noch in der Nacht fest. Dr. Franck wird auf der Heimfahrt von der Spielbank Wiesbaden übers Autotelefon in den Fall hineingezogen und um seinen weiteren Abend mit der charmanten Zahnärztin Nina gebracht. Matula muss nicht nur im Transport-Unternehmen Weißenburger recherchieren, sondern unter anderem auch die unter dem Namen "Mona" arbeitende Dame ausfindig machen.
133. Tödlicher Kaufrausch
22.12.1995
Jan Lippens hat als Teilhaber einer Privatbank nicht nur beruflich "ein großes Rad gedreht", auch privat lebte er auf großem Fuß. Seine Frau Tatjana schmückte ihn durch ungewöhnliche Schönheit und Schick, zumindest in der knappen Zeit, die ihm für sie blieb. Immer wenn sie sich vernachlässigt fühlte oder die goldenen Fesseln zu eng wurden, gab sie Geld aus. Ihre Neigung, in den teuersten Geschäften überflüssige Dinge einzukaufen, entwickelte sich jedoch bald zur Sucht, so dass Jan ihre Kreditkarten und Konten sperren ließ und anfing, seine Angebetete zu prügeln, um nicht in den Ruin getrieben zu werden. Obwohl sich Dr. Strehler (der auch schon Tatjanas Schwester Sophie von Wessel psychotherapiert hatte, nachdem ihre Verlobung mit Jan geplatzt war) intensiv der seelischen Seite des Problems annahm, kommt es zum Eklat: Tatjana hat "den Nolde", das letzte Bild von Wert im Hause Lippens, fälschen lassen, das Original offensichtlich verhökert, um bei der exklusiven Firma Lambert weiter sündhaft teure Dessous kaufen zu können. Noch am selben Abend wird Tatjana auf dem Weg zu ihrer Schwester mit ihrem Halstuch erdrosselt und am Kinderspielplatz wie eine Orchidee aufgehängt. Da Tatjanas Schmuck nicht geraubt wurde, sucht Kommissar Bigeler den Täter in "feinen Kreisen". Sein Verdacht richtet sich vor allem gegen den Ehemann. Jan wird wie ein gemeiner Krimineller von der Polizei festgehalten und wendet sich an Dr. Franck. Matula hat erneut Gelegenheit festzustellen, dass es in allen Bereichen der Gesellschaft feine und unfeine Leute gibt, zum Beispiel Michael Baumann, Abteilungsleiter in der Firma Lambert.
134. Miese Tricks
26.01.1996
Heiner Kühne hat mit dem erfolgreichen Anlagekaufmann Herbert Regelski einen Kreditvertrag über drei Millionen Mark abgeschlossen, um die Idee seines Lebens realisieren zu können: Ein legales Spielkasino auf einem Schiff am Mainufer in Frankfurt. Er zahlt Regelski Bearbeitungsgebühren in Höhe von 200.000 Mark, doch dieser fordert überraschend - aber entsprechend dem Kleingedruckten - "weitere Sicherheiten", die Kühne nicht leisten kann. Die an Kühne erteilte Konzession für seine Goldader wird zurückgezogen mit der Folge, dass er ruiniert ist. Kurze Zeit später bricht Kühne - angelockt durch einen anonymen Anruf - in Regelskis Büro ein und raubt aus dem Safe 150.000 Mark sowie Unterlagen, mit denen er eine Betrugsabsicht seines Vertragspartners nachweisen will. Die Alarmanlage ruft die Polizei herbei, die Regelski mit zwei Kopfschüssen tot in seinem Sitzungszimmer findet. Aufgrund von massiven Drohbriefen, die Kühne an Regelski geschickt hatte, wird er unter Mordverdacht festgenommen. Dr. Franck und Matula stoßen auf größere Schwierigkeiten und Überraschungen bei dem Versuch, Kühne zu helfen. Die Konzession für das Casino-Schiff war offenbar so begehrt, dass der Immobilienhai Günter Bremer - Regelskis früherer Partner - möglicherweise zwei ungeliebte Konkurrenten gleichzeitig ausschalten wollte. Andererseits deckt Matula auch im Privatleben des Toten einen Abgrund auf: Dorothea, die verwöhnte Witwe Regelskis, scheint mit dessen Leibwächter Clemens Hoschek in zärtlicher Eintracht zu stehen. Grund genug für Matula, dem früheren Freund und erotisch überaus aktiven Kollegen Hoschek und seiner lustigen Witwe auf den Zahn zu fühlen.
135. Todesengel
01.03.1996
Mit Herz und Witz hat sich Babsi den Ausweg auf den Strich erspart, indem sie ihren unsicheren Lebensunterhalt als Trickdiebin aufbessert. Eines Tages wendet sich Babsi verzweifelt an Dr. Franck, weil Kommissar Berger ihr angeblich "einen Mord anhängen" will. Die Indizien sind jedoch mehr als eindeutig. Sie behauptet zunächst, den unbekannten Mann beim Nachhausekommen tot in ihrem Appartement gefunden zu haben, doch die Würgemahle an Babsis Hals, ihre zerrissene Bluse, und die Kampfspuren in der Wohnung sprechen gegen sie. Dr. Franck gegenüber variiert sie ihre Darstellung, ohne dadurch glaubwürdiger zu werden: Sie habe am Flughafen einen Koffer mit Geld an sich gebracht. Der bestohlene "Typ" sei ihrem Taxi gefolgt, habe sie in ihrem Appartement angebrüllt und nach dem Koffer verlangt. Dann sei ein zweiter Mann - "ein Agent, oder sowas" - gekommen und habe den anderen erschossen. Da Staatsanwalt Heßler von "Mord in Verbindung mit Beischlafdiebstahl" ausgeht, muss Matula - wenn auch widerstrebend - an die Front. Dabei geraten er und Dr. Franck nicht nur in die schillernde Welt von Babsi, sondern auch in die einer stadtbekannten Persönlichkeit namens Hermann Josef Seliger.
136. Tödlicher Abschied
19.04.1996
Gute Stimmung in der Sportredaktion der "Frankfurter Nachrichten": Ressortleiter Georg Flemming gibt drei Jahre nach seinem Einstand ein großes Abschiedsfest, weil er die Stelle des Chefredakteurs der Illustrierten "Super Sport" übernehmen wird. Außer seinem langjährigen Vertrauten und Mitarbeiter Gerd Sawitzki freuen sich alle über das Ausscheiden Flemmings. Mathias Weinreich hat diesen "Absahner" und "Karrieristen" wohl am meisten gehasst, zumal Kollegin Tatjana Molden aus seinem Bett umstieg in das dieses "Schleimers". Als sich das Fest gegen drei Uhr nachts auflöst und Flemming zu Fuß allein nach Hause schlendert, wird er von einem plötzlich startenden Wagen gezielt überfahren. Da das auf Mathias Weinrich zugelassene Fahrzeug nach der Tat in einer Seitenstraße abgestellt wurde, gerät er als Flemmings größter Feind unter Mordverdacht. Er hatte das Fest ziemlich alkoholisiert schon früher verlassen und behauptet, sein Auto nach einer Karambolage in der Tiefgarage auf der Straße stehen gelassen zu haben, und zwar mit Schlüssel im Zündschloss. Die schöne Tatjana Molden hat Mitleid mit ihrem in Untersuchungshaft genommenen Exfreund Mathias und bittet Dr. Franck auf sehr einnehmende Weise um dessen anwaltliche Vertretung. Da die Vorwürfe gegen seinen Mandanten kaum zu entkräften sind, bittet Dr. Franck einen besonders intensiven Leser des Sportteils um Hilfe: Josef Matula.
137. Der Köder
24.05.1996
Seit drei Wochen lebt die attraktive Katja Lorenz - für eine Studentin etwas zu nobel - in einer kleinen Wohnanlage mit Hallenbad. Der Eigentümer des Penthauses, der prominente Kunsthändler Jochen Scherbach, glaubt aufgrund bestimmter Indizien, dass ihm die Hausbewohner mit Katja einen "Köder" ausgelegt haben, um ihn doch noch als Mörder hinter Schloß und Riegel zu bringen. Das jedenfalls argwöhnt er gegenüber seinem Rechtsanwalt Dr. Franck, der ihm vor zwei Jahren zu einem Freispruch "letzter Klasse" verholfen hatte. Die Anklage warf Scherbach damals den Mord an einer jungen Frau vor, die eines Tages tot im Swimmingpool lag. Er hatte als einziger im Hause kein Alibi, unterhielt auffällige Verbindungen zur Pornoszene und frönte einem leicht perversen Kunstbegriff. Matula zieht ins Penthaus ein, um Katja zu überprüfen und wird bemuttert von Scherbachs Haushälterin, Frau Gnieda. Als Fassadenkletterer dringt Matula auf eigene Faust in Katjas Wohnung ein und erlebt eine Überraschung, die dem Fall eine völlig neue Wendung gibt.
138. Richtermord
02.08.1996
Ingo Ferber verdankt seine Freilassung nach sieben Jahren Haft allein dem Zufall, dass der Sexualmord an einem Kind, für den er verurteilt worden war, von dem wahren Täter gestanden wurde. Nachdem Ferber versucht hat, dem aus wohlhabenden Verhältnissen stammenden Richter Rheinberg klarzumachen, was er ihm angetan hat, wird dieser nach einem allmorgendlichen Fitnesslauf im Park erschossen in seinem Wagen aufgefunden. Natürlich richtet sich der Anfangsverdacht der Polizei gegen Ferber. Er hatte ein starkes Motiv und erklärt seine Fingerabdrücke im Fahrzeug des Toten mit einer Geschichte, die man glauben kann oder auch nicht. Dr. Franck nimmt seinem langjährigen Mandanten ab, dass er Rheinberg nur spüren lassen wollte, welche Erniedrigung er im Gefängnis als vermeintlicher Kindermörder erdulden musste. Franck betraut Privatdetektiv Matula mit Recherchen im Umfeld von Ferber und Rheinberg. Tatsächlich stößt er auf verschiedene Menschen, denen der Mord an diesem Richter ebenso zuzutrauen wäre.
139. Auf Sand gebaut
30.08.1996
Jürgen Hintze hat während der längeren Abwesenheit seines Partners Timo Jensen für 3 Millionen Mark eine Sandgrube in Tschechien gekauft. Die geographische Nähe zu den Bauvorhaben, die ihr seit 20 Jahren gemeinsam betriebenes Unternehmen derzeit angeht, haben ihn dabei zum Überschreiten des vereinbarten Limits von 2 Millionen Mark veranlasst. Nach der Rückkehr von Jensen kommt es zu einem großen Krach zwischen den Partnern, weil sich der Sand - aufgrund eines Gutachtens - als untauglich für Bauzwecke erweist. Nachdem Jensen die Rückzahlung des verlorenen Geldes in die Firmenkasse fordert und die sofortige Kündigung des Gesellschaftsvertrages einleitet, wird er abends auf dem Weg zu seiner Sekretärin und Geliebten Sabine mit dem eigenen weißen Porsche zu Tode gefahren. Jensens Tod kommt keinem der betroffenen Familienmitglieder so ganz ungelegen. Stephan Jensen kann endlich den langersehnten Schreibtisch seines Vaters übernehmen. Stephans jüngerer Bruder Ralf kann seine erheblichen Schulden begleichen. Und Désirée, Jensens Witwe, hofft als Erbin seiner Firmenanteile, Sabine endlich rausschmeißen zu können. Nur für Hintze sieht es schlecht aus. Er wird unter Mordverdacht in Untersuchungshaft genommen und bittet Dr. Franck um anwaltlichen Beistand. Auch Matulas Findigkeit und Schlagfertigkeit sind mal wieder gefragt.
140. Ausweg Mord
18.10.1996
Karina Masur ist der Star der diesjährigen Buchmesse. Die gutaussehende Nachwuchsautorin schildert in ihrem Werk "Ausweg: Mord" fünf Fälle, bei denen gepeinigte Ehefrauen ihren Mann umgebracht haben, um ihre Kinder und sich selbst zu schützen. Wenige Stunden nach der Vorstellung ihres männerfeindlichen Buches auf dem Stand des Verlages wird sie in der Messehalle tot aufgefunden. Die Polizei verdächtigt Christian Neumann, den Sohn einer in ihrem Buch vorgestellten Mörderin, Frau Masur erschlagen zu haben. Bei der vom Fernsehen aufgezeichneten Presseveranstaltung habe er Morddrohungen gegen sie ausgestoßen, weil sie Frauen zur Selbstjustiz anstifte. Der Versuch, den jungen Mann vom Mordverdacht zu entlasten, führt Dr. Franck und Matula in eine ihnen unbekannte Welt. Die im sechsten Monat schwangere Schriftstellerin lebte in einer engen lesbischen Gemeinschaft mit Petra Thiel. Über die Eifersucht wegen der Schwangerschaft hinaus hätte sie ein weiteres starkes Motiv: Gegenüber Dr. Haller vom Wollweberverlag gibt sie sich als Ko-Autorin und Erbin aus. Doch auch der Lektor profitiert erheblich von dem öffentlichkeitswirksamen Tod der Autorin. Die zweite Auflage geht bereits in Druck. Interessant ist für Matula zudem die Frage nach dem bisher geheimgehaltenen Kindsvater.
141. Böses Blut
01.11.1996
Zum 27. Geburtstag hat die frischgebackene Ärztin Dr. Stephanie Bernsdorf eine illustre Schar von Gästen in das von ihr bewohnte feudale Elternhaus eingeladen. Neben Professor Lausnitz, ihrem Chef in der Virchow-Klinik, und weiteren Kollegen fällt vor allem Stephanies blendend aussehender Lebensgefährte Dr. Michael Maler auf. Nach einem heftigen Streit mit Andreas Steiner, dem aufdringlichen Lieferanten von Blutplasma für seine Herzoperationen, geht Michael zum Luftschnappen in den Garten. Als Stephanie nach ihm sucht, findet sie ihren Quasi-Verlobten in mehr als eindeutiger Umarmung mit seiner verheirateten Anästhesistin Margit Rebelein. Nach der anschließenden "Szene" zieht sich die Gastgeberin in ihr Schlafzimmer zurück, was einige Gäste zum vorzeitigen Verlassen des Festes veranlasst. Kurz nachdem Stunden später auch die letzten Gäste gegangen sind, verlässt Stephanie in höchster Eile mit ihrem Golf die Garage und rammt ein fremdes Fahrzeug. Ihr Lebensgefährte liegt mit einer blutenden Kopfverletzung im Koma auf dem Rücksitz. Sie wollte ihn gerade in die Virchow-Klinik bringen. Aber auch die noch herbeigerufene Unfallrettung kann nicht verhindern, dass Dr. Maler auf dem Weg in den Operationssaal stirbt. Als die Polizei in der Mülltonne eine Hantel mit Blutspuren und den Fingerabdrücken von Stephanie findet, gerät sie in den Verdacht, Michael aus tiefer Verletzung ihrer Gefühle erschlagen zu haben und wird in Untersuchungshaft genommen. Dr. Franck und Matula tauchen in die kleinen und großen Geheimnisse der Herzklinik ein und finden so manches "böse Blut".
142. Herzschmerz
22.11.1996
Das Publikum erinnert sich gern an den Namen Christian Berger. Da es ihm und seiner Stimme heute - mit Ende 40 - noch gelingt, so manches Herz höher schlagen zu lassen, verspricht sein neues Album ein glänzendes Comeback. Jedenfalls reißen sich sein Agent Andreas Tophoven und der Fernsehproduzent Walter Maiwald um ihn. Nicht nur wegen der Gefahr für seine neue Karriere bahnt sich für Christian eine Katastrophe an, nachdem er von Zeugen erkannt worden ist, als er panikartig aus der Wohnung von Gisela Benzing floh. Denn auch seine Frau Veronika trifft es wie ein Keulenschlag: Christian ist in Verdacht geraten, die Sadomaso-Prostituierte erdrosselt zu haben, zumal zwischen ihm und dem Callgirl seit längerem eine intensive Beziehung bestand. Christians Versuch, seine Anwesenheit am Tatort zur Tatzeit als harmlos zu erklären, wird von Kommissar Schützner mit weiteren höhnisch auf den Tisch gelegten Trümpfen abgeblockt. Dr. Franck wird mit einem Fall konfrontiert, der ihn in die Abgründe einer von Hemmungen weitgehend freien Branche blicken läßt. Auch Matulas Hilfe ist besonders gefragt.
143. Tödliches Erbe
27.12.1996
Die gutaussehende Beate Richarz hat sich vor einigen Monaten ganz von ihrem Studienfreund Jürgen und ihren Eltern zurückgezogen und führt mit ihrer neuen Clique ein ausschweifendes Leben in einem oberhalb des Rheins wunderschön gelegenen Haus. Die in den Abgrund von Drogen gleitende Beate ahnt weder, dass der eifersüchtige Jürgen ihr auflauert, noch dass sie von ihrer begüterten Großmutter Marie-Helene - unter Umgehung der Eltern - zur Alleinerbin eingesetzt werden soll. Die aus einer französischen Winzerfamilie stammende lebenslustige alte Dame möchte so das von ihrem deutschen Mann mit Hilfe einer Sektkellerei in Wiesbaden aufgebaute Vermögen vor der erwiesenen Unfähigkeit ihres Stiefsohnes Axel Richarz schützen. Ihren Lebensabend verbringt sie gehbehindert und halb erblindet in der Beletage der Villa, die sie aus der Konkursmasse ihres Stiefsohnes gerettet hat. Als Gegenleistung lässt sie sich von Axel und seiner herben Frau Gudrun rund um die Uhr betreuen. Marie-Hélène spürt, dass man ihr etwas verheimlicht und möchte die von ihr wie eine eigene Enkeltochter geliebte Beate noch einmal sehen. Deshalb bindet sie ihr von Dr. Franck persönlich betreutes Testament an eine Bedingung: Wenn sie ihre Enkeltochter nicht mehr zu sehen bekommt, fällt das ganze Vermögen automatisch an ihre beiden Geschwister in Frankreich. Dr. Franck spürt bei seinem Besuch der alten Dame, dass mehr auf dem Spiel steht als ihr letzter Wille und schaltet Matula ein.
144. Bis aufs Blut
24.01.1997
Auch wenn sich Staatsanwalt Dr. Berger vor Gericht schon häufiger mit Rechtsanwalt Dr. Franck herumstreiten musste, hält ihn das nicht davon ab, diesen als Rechtsbeistand zu nehmen. Berger befindet sich in einer fatalen Situation: Er hat mit seinem Wagen bei Dunkelheit den alkoholisierten Erwin Stobbe angefahren und Unfallflucht begangen. Zwei Tage später wird Stobbe erschlagen auf einem verlassenen Fabrikgelände gefunden. In seiner Tasche steckt ein Zettel mit Bergers Autonummer und Adresse. Dr. Franck rät seinem Mandanten, die Flucht nach vorn anzutreten und der Polizei gegenüber zuzugeben, dass er von Stobbe erpresst worden war und 10.000 Mark gezahlt hat. Da Übergabe und Todeszeitpunkt nahe beieinander liegen und das Geld verschwunden ist, wird Dr. Berger von Hauptkommissar Seifert festgenommen. Bei dem Versuch, die Wahrheit ans Licht zu bringen, muss Matula ins gefährliche Milieu des arbeitsscheuen Stobbe eintauchen, während Dr. Franck sich in der schillernden Privatsphäre von Dr. Berger umsehen muss.
145. Falsche Komplizen
14.02.1997
Clarissa Groth ist es ausgesprochen peinlich, eine Schwester zu haben, die Prostituierte ist. Seit acht Jahren hat sie deshalb jeden Kontakt zu Nicole abgebrochen. Als Leiterin der Kreditabteilung einer Frankfurter Bank konnte es sich Clarissa auch nicht leisten, Nicole bei der kürzlichen Einweihung des Dehner-Hauses zu begrüßen, weil sie die finanzierende Bank offiziell repräsentieren musste. Edwin Dehner, ein guter Kunde ihrer Bank, hat sich ein größeres Gebäude mit Appartements, Penthaus und Nachtclub erstellen lassen, um seine legalen und illegalen Geschäfte (Drogenhandel und Geldwäsche) in einem prickelnden Rahmen tätigen zu können, in dem gut gewachsene Damen - wie Nicole - zum Genuss von Alkohol und Sex einladen. Durch längeren Missbrauch von Kokain hat sich Nicoles Zustand so verschlechtert, dass sie verzweifelt in Clarissas Büro reinplatzt. Obwohl sie Clarissa flehentlich darum bittet, sich bei Dehner dafür zu verwenden, sie nach vier Jahren gnadenloser Ausbeutung endlich in eine Drogentherapie gehen zu lassen, kommt es zu keiner Annäherung. Wenige Tage später wird Dehner nachts in seiner Tiefgarage erschossen. Zum ersten Mal scheint es Hauptkommissar Foster mit der Aufklärung der Tat sehr leicht zu haben. Nicole behauptet, aus Notwehr die fünf Schüsse auf Dehner abgegeben zu haben. Clarissa bittet Rechtsanwalt Dr. Franck, ihre Schwester zu vertreten und eine möglichst geringe Strafe herauszuholen. Schon nach kurzer Zeit wird ihm jedoch klar, dass das Geständnis von Nicole unter einem enormen Druck von außen zustande gekommen sein muss. Nach einigen riskanten Recherchen in der "Szene" wird Dr. Franck und Matula klar, dass sowohl der Hauptnutznießer, Dehners verwöhnter Bruder Arno, wie auch der Hauptgeschädigte, der Schrotthändler Sundermann, ihre Finger im Spiel gehabt haben dürften.
146. Der kalifornische Traum
07.03.1997
Tanja Petzoldt hat kurz nach Erlangen ihrer Volljährigkeit und kurz vor dem Abitur die Schule verlassen. Sie und Bea Radtke, ihre Freundin aus der Boutique, fühlen sich reif und attraktiv genug, um zusammen nach Hollywood zu gehen und Karriere zu machen. Tanjas Eltern haben seit drei Tagen vergeblich versucht, Kontakt zu ihrer begabten Tochter zu bekommen, sind von der Polizei etwas herablassend vertröstet worden und wenden sich verbittert an Matula. Über eine ehemalige Mitschülerin gelingt es ihm, Tanja auf dem Weg in ein Hochhaus-Appartement ausfindig zu machen. Nachdem Matula umgehend ihre Eltern benachrichtigt, um die Erfüllung seines Auftrags zu melden, geschieht das Entsetzliche: Tanja stürzt in der abendlichen Dunkelheit von dem Balkon des Appartements ihres Freundes Richard Greiner und ist sofort tot. Matula reagiert sofort und rast die Treppe hoch, bemerkt einen herabkommenden Fahrstuhl und nimmt die Verfolgung einer flüchtenden Gestalt auf, die in einem amerikanischen "Schlitten" davonrast. Für ihn und Bea steht nach kurzer Zeit fest, wer der Täter ist: der zwielichtige Olaf Timmermann, der sich als Agent internationaler Künstler betätigt und durch Mädchen-Handel in den Nahen Osten einen zweifelhaften Ruf erworben hat. Als sich Timmermann aus der Untersuchungshaft an Dr. Franck wendet, kommt es zu einer überraschenden Entwicklung.
147. Kalte Abreise
11.04.1997
Harry Kroll hat sich aus dem Gewerbe zurückgezogen und lässt das Taxi jetzt von seiner bei ihm lebenden Enkelin Nina chauffieren. Denn er selbst hat eine einträglichere Einkommensquelle erschlossen: Mit Perücke, Oberlippenbart und im Outfit eines Kavaliers alter Schule erleichtert er Gäste von Nobel-Herbergen um leichtsinnig im Hotelzimmer deponierte Wertgegenstände und Bargeld. Aufgrund seiner hervorragenden technischen Ausrüstung hinterlässt er dabei grundsätzlich keine Spuren, abgesehen von seiner ironischen Empfehlung auf einer Visitenkarte, die mit "Ein Gentleman" unterzeichnet ist. Bei einem derartigen "Fischzug" gerät er gleich zweimal in Bedrängnis. Nachdem er sich von der bestohlenen Frau Gredendorf hat überraschen lassen, aber äußerst elegant aus der Affäre zieht, scheint Harry in einer zweiten Suite des Hotels Esplanade größeres Glück gehabt zu haben, aber auch noch größeres Pech: Er hat aus einem Zimmersafe Schmuck im Wert von 600.000 Mark rauben können, aber mit dessen Eigentümer, Juwelier Kranzberg aus Köln, offensichtlich eine tödliche Auseinandersetzung gehabt. Jedenfalls gelingt es Hauptkommissar Gerber, ihn aufgrund einer Zeugenaussage wegen dringenden Mordverdachts zu verhaften. Seine Lage ist zunächst hoffnungslos - auch wegen des mangelnden Interesses seines Anwalts. Das ändert sich erst, als es der - ihren Großvater abgöttisch liebenden - Nina gelingt, Dr. Franck für die Sache zu interessieren. Er und Matula geraten unverhofft in eine turbulente Geschichte voller Überraschungen verschiedenster Art.
148. Alle für einen
09.05.1997
Bracko ist etwa das, was man sich weithin unter einem gestandenen Mannsbild vorstellt. Kräftig von Statur, hat er sich als Abenteurer und Söldner in Afrika und zuletzt in Bosnien herumgetrieben. Noch heute hat er nie Schwierigkeiten, eine attraktive Frau in sein Bett zu bekommen, dafür hat er um so mehr Probleme mit Geld und Alkohol. Derzeit wohnt er in einer Frankfurter Absteige und träumt von einer Straußenfarm in Kenia. Das dafür notwendige Geld erhofft er von seinem früheren Söldnerkumpel Wegner, der - etwas cleverer als Bracko - das Frankfurter Möbelhaus seines Schwiegervaters Großmann zu einem überregionalen Unternehmen ausgebaut hat. Eines Tages wird Bracko vergiftet in seinem Zimmer aufgefunden. Zeugenaussagen seines Zimmernachbarn Funcke und des halbseidenen Portiers Seitz führen bald zur Verhaftung Wegners. Die Polizei glaubt, dass Wegner von Bracko mit irgend einer alten Geschichte erpresst worden ist und zur Selbsthilfe gegriffen habe. Sein Rechtsanwalt Dr. Franck kann der Argumentation von Kommissar Schwarz nicht viel entgegensetzen und nimmt Matulas Hilfe in Anspruch, um den Hintergrund des Falles auszuleuchten. Bracko hatte nicht nur eine heiße Affäre mit der aufregenden Frau seines zweiten Söldnerkumpels Kaminski, der inzwischen eine Gaststätte im Westend betreibt, irritierend ist auch die Tatsache, dass die Schwester Brackos kurz vor ihm an einem Herzanfall gestorben ist. Ihr Mann Schubert hatte Bracko Hausverbot erteilt, weil der sich mehrfach in Geldnot an sie gewandt hatte.
149. Das Paar
13.06.1997
Eva hat sich in den serbischen Frauenhelden Miroslaw verliebt und will ihn heiraten. Ihr Vater Franz Ohm empfindet diesen Entschluss als Katastrophe, zumal Miroslaws Vater schuld war am Zusammenbruch seines Autohauses in Frankfurt. Nach einem leidenschaftlichen Abend mit Eva verlässt Miroslaw gegen Mitternacht noch einmal sein Liebesnest, um einen "geschäftlichen Termin" wahrzunehmen, und wird auf dem Parkplatz vor seinem Café "Europa" von zwei Schüssen tödlich getroffen. Evas Vater gerät unter Mordverdacht und bittet Dr. Franck um anwaltliche Hilfe. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten bei seinen Recherchen unter serbischen Landsleuten findet Matula in der deutschen Kellnerin Fanny Gerber eine Zeugin, die Evas Vater entlasten könnte. Obwohl sie von zwei vermummten Männern mit blanken Messern zum Schweigen gepresst wird, ist sie nach einer Seelenmassage von Dr. Franck bereit, ihre Aussage vor dem Untersuchungsrichter zu wiederholen. Doch bevor es dazu kommt, wird Fanny in ihrem Versteck von einem Mann ermordet, nicht ohne Schuld von Dr. Franck, der ebenfalls lebensgefährlich getroffen zusammensinkt. Da Franck schon länger einen jungen und tüchtigen Anwalt als Sozius in seine Kanzlei aufnehmen wollte, um häufiger in Berlin Vorlesungen halten zu können, wird sein Wunschkandidat Dr. Johannes Voss unerwartet schnell als Vertreter gefordert. Matula braucht etwas Zeit, um sich an die kampflustige Arbeitsweise seines neuen Partners zu gewöhnen. Doch diese erscheint notwendig, da sich Miroslaw Vazul offenbar in großem Stil an mafiosen Geschäften mit abgelaufenen Medikamenten beteiligt hat.
150. Tödliche Zinsen
19.09.1997
Iris glaubt inzwischen, Sebastian Fuhrmann habe sie nur geheiratet, um an Geld für die Firma und seine Frauengeschichten heranzukommen. Sie lässt ihren Mann von Matula beschatten und muss zur Kenntnis nehmen, dass er nebenbei fest liiert ist mit Sonja, der attraktiven Eigentümerin einer Sonnenbank. Darüber hinaus unterhält er lebhafte geschäftliche Kontakte zu Prostituierten, denen er - nach Auskunft einer Heilsarmistin - mit Hilfe von Hochglanzprospekten festverzinsliche Wertpapiere zur Alterssicherung verkauft, was Sebastian natürlich schon Ärger mit deren "Beschützern" eingebracht hat, da ein erheblicher Teil des "Liebeslohns" auf diese Weise an ihnen vorbeiläuft. Nachdem Iris ihren Kummer über ihre triste Ehe in Alkohol ertränkt hat, kommt es abends in ihrem schönen Hause zu einer hässlichen Szene, bei er sie einen Schuss aus der vom Vater ererbten Armeepistole abgibt. Eine Nachbarin kann später bezeugen, dass Sebastian nach diesem Schuss fluchtartig das Haus verlassen habe und von seiner alkoholisierten Frau mit dem Wagen verfolgt worden sei. Jedenfalls gehen Polizei, Staatsanwalt und Untersuchungsrichter jetzt davon aus, dass Iris es war, die ihren Mann anschließend in einem Parkhaus stellte und mit ihrer Waffe erschossen hat. Matula vermittelt Iris einen tüchtigen Anwalt, den jungen Dr. Johannes Voss. Er kann in Zusammenarbeit mit seinem Detektiv bald feststellen, dass der Ermordete möglicherweise von seiner schillernden Vergangenheit eingeholt worden ist, weil in Fachkreisen bekannt war, dass die verlockenden Zertifikate der arabisch-deutschen Investmentgesellschaft weniger wert sind als das bedruckte Papier.
151. Aufs falsche Pferd gesetzt
10.10.1997
Linda Vogt ist nicht nur jung, sie sieht nicht nur unverschämt gut aus, sie hat zudem ein Einkommen, von dem die meisten Menschen nur träumen können. Im Rahmen ihrer Tätigkeit bei der Firma KapitalPlus bringt sie mehr oder weniger betuchte Menschen dazu, Geld in riskante Termingeschäfte zu stecken. Nachdem sie am Freitagnachmittag noch einen Kunden per Telefon dazu überredet hat, Kaffee-Optionen im Wert von 80.000 Mark zu kaufen, wird sie von ihrem bulligen Chef Kai Stöckel gewarnt, es nicht zu übertreiben. Denn Stöckel musste - vom Golfplatz kommend - gerade unten am Eingang ihren aufgebrachten Kunden Fritz Apelt davon abhalten, ihr Büro zu stürmen und sein ganzes Geld zurückzuverlangen. Der verheiratete Inhaber einer mittleren Installationsfirma hatte sich nach anfänglichen größeren Gewinnen von Linda zu einer Spekulation hinreißen lassen, bei der er alles verlor, sogar noch 60.000 Mark, die er sich bei seinem Schwiegervater geliehen hatte. Nachdem Linda noch am selben Abend in ihrer Wohnung mit Hanf erdrosselt worden ist, richtet sich der Anfangsverdacht der Kriminalpolizei sehr bald gegen Apelt: Er kannte Lindas Adresse, weil er bei ihr im Badezimmer neue Armaturen installiert hatte, und in ihrem Terminkalender stand für den Tatabend sein Name mit zwei Ausrufezeichen. Sein Anwalt Dr. Voss und Privatdetektiv Matula haben große Mühe bei ihrem Versuch, Apelt zu entlasten. Doch wie sich herausstellt, konnte Linda nicht nur in ihrem Beruf über Leichen gehen, sondern auch in ihrem Liebesleben. Ihr Kollege und Ex-Freund Anatol Berghöffer hatte ebenso schmerzlich unter ihr zu leiden wie ihre Kollegin Bea Lenzen, der sie den attraktiven Werbe-Fotografen Elmar Stein zu gelegentlichen erotischen Treffs ausgespannt hatte. Außerdem scheint Linda auch von ihrem im Geld schwimmenden Chef, dem Pferdezüchter Kai Stöckel, mehr gewusst zu haben als ihm lieb sein konnte.
152. Nur eine Nacht
14.11.1997
Auf der Anklagebank des Schwurgerichts sitzt mit Röhrenhosen und derben Schuhen der 22-jährige Spät-Punker Oliver Zenker. Im Zuschauerraum erwartet seine Clique von "Olli" einen "starken Auftritt" gegen "die da oben". Obwohl die mit Dr. Voss befreundete Staatsanwältin Dr. Renate Kraft dem Angeklagten vorwirft, am Rande eines Einbruchs einen Mann erschlagen zu haben, und trotz der Ermahnungen seines Anwalts Dr. Voss, versucht Olli, die Sache ins Lächerliche zu ziehen. Durch Vortäuschen eines epileptischen Anfalls und mit Hilfe einer Waffe, die ihm im nachfolgenden Getümmel von seiner Freundin Sarah zugesteckt wird, gelingt ihm die Flucht aus dem Gerichtsgebäude. Dr. Voss wendet sich an Matula, um seinen Mandanten vor noch größeren Fehlern zu bewahren. Sein erster Weg führt Matula zu dem Antiquitätenhändler Kilian, genannt "Moses", der um sich eine Reihe von jungen gestrauchelten Helfern wie Olli und Sarah versammelt hat. Unter ihnen Olivers Freund Ren‚, der Sarah zwischenzeitlich "getröstet" hat, und der etwas ältere Händler und Zuhälter Andi Kolanski. Während Dr. Voss bei der Staatsanwältin gutes Wetter für seinen Mandanten zu machen versucht, steigt Matula in die Abgründe des Frankfurter Punker-Milieus.
153. Ende einer Täschung
28.11.1997
Für Annette Hoffmann ist der Traum fast jeder Schauspielerin in Erfüllung gegangen: Sie hat einen Vertrag mit "Hollywood" abgeschlossen. Zur Feier dieser Sensation gibt ihr Bruder und Manager Lothar im Garten seiner Villa eine rauschende Party mit illustren Gästen, zu denen auch RA Dr. Voss zählt. Als jedoch ihr etwas zu junger Geliebter Axel Mohl mit Verspätung eintrifft, kommt es zu einem peinlichen Eklat: Annette stellt ihren Lover stimmgewaltig zur Rede, nachdem er von ihrer Haushälterin Martha am Morgen beim Verlassen eines gewissen Hotels in eindeutiger Umarmung mit einer anderen Frau gesehen worden ist. Am nächsten Tag wird Annette blutverschmiert neben der Leiche ihres Geliebten Axel in seiner Wohnung sitzend gefunden, und zwar von Axels Freund Gregor Beck, der ihm gerade den halben Anteil an seinem Fitness-Studio verkaufen wollte. Hauptkommissar Emmerich kennt keine Rücksicht auf die Prominenz von Annette Hoffmann und nimmt sie unter dringendem Mordverdacht fest. Im Auftrag ihres von Lothar Hoffmann eingeschalteten Anwalts Dr. Voss ermittelt Matula sehr bald pikante Einzelheiten. Unter anderem stellt sich heraus, dass Axel für eine Frau tätig war, die unter der Firma "Adonis" leichte Männer an neugierige und betuchte Damen verkuppelt. Außerdem erhärtet sich der Verdacht, dass auch Annettes hübsche Tochter Pia in die Geschichte verstrickt ist.
154. Nur der Sieg zählt
02.01.1998
Paul Seewald hat eine steile Karriere gemacht: Erst LKW-Fahrer, dann Transportunternehmer, dann Eigentümer von bundesweit 21 Fitness-Studios und jetzt Box-Promotor. Als Aushängeschild für sein Frankfurter Studio "Mike's Gym" hat er den Mittelgewichts-Boxer Mike Hammer engagiert. Mit Hilfe von Trainer Tom Reber hat Seewald ihn aufgebaut zur Teilnahme an der Europameisterschaft. Kurz vor Mikes erstem Titelkampf kommt es beim Boxtraining zu einem folgenschweren Zwischenfall. Sein Sparringsgegner Konrad Bonke alias Conny Bonaldo versucht, Mike die Show zu stehlen, um den einflussreichen Sportjournalisten "Wolle" auf sich aufmerksam zu machen. In dem daraus entstehenden Streit demütigt Mike seinen Sportfreund so sehr, dass Conny unter Mordverdacht festgenommen wird, nachdem Mike am nächsten Morgen beim Joggen im Park erschossen worden ist. Seewald wendet sich an Rechtsanwalt Dr. Voss, um Conny - seinen zweiten Hoffnungsträger - so bald wie möglich wieder aus der Haft herauszubekommen. Während sich Amateurboxer Dr. Voss mit seinem etwas ausgeflippten Mandanten und mit Kommissar Ziegler abmüht, scheint Matula ein besseres Los gezogen zu haben. Seine verdeckten Ermittlungen im Fitness- Boxcenter bringen ihn in angenehme Berührung mit der sympathischen und aufregenden Su. Sie managt das Fitness-Studio gemeinsam mit Tom Reber, der trotz seines Alters auch ihr Bett erobert hat. Matula und Dr. Voss müssen einiges riskieren, um hinter die Fassade dieser Menschen und dieses schillernden Milieus zu schauen, in dem der widerrechtliche Missbrauch von Anabolika und Amphetaminen zum Alltag gehört und viel Geld bewegt.
155. Die letzte Rate
30.01.1998
Die 23-jährige Marie ist offensichtlich entschlossen, sich von ihrem 17 Jahre älteren Mann Tom Engelmann scheiden zu lassen. Nach dem Joggen im Wald kehrt sie durch den großen Garten - im Unterschied zu Tom - taufrisch zurück und betritt über die Terrasse das Arbeitszimmer der Villa Engelmann. Zu ihrem Entsetzen findet sie die blutüberströmte Leiche ihres geliebten Schwagers Dieter Engelmann. Weniger beeindruckt bewegt sich im gleichen Raum dessen früherer Vertrauter Lars Klinger, der sofort flieht. Marie hat gerade noch mitbekommen, dass sich der durchtrainierte Lars mit Dieters Schreibtisch und der Tatwaffe beschäftigte. Und das, obwohl er sich schon vor zwei Jahren ganz von Engelmann und dessen zahlreichen Bordells zurückgezogen hat. Auch den brutalen Job als Kampfsportlehrer des Asia Centers hat Lars aufgegeben, um seitdem mit seiner zärtlichen Ehefrau Sali aus Thailand ein glückliches Leben zu führen. Nachdem Lars Klinger auf der Flucht vom Tatort aufgrund eines Hinweises von Marie Engelmann von der Polizei geschnappt wird, gelingt es Kommissar Feldhoff mit Hilfe der Aussagen von Marie, Klinger festzunehmen. Dr. Voss übernimmt die Verteidigung des vorbestraften Klinger und bittet Matula um Hilfe. Der fördert peinliche Details aus dem Hause Engelmann zutage und gewinnt erstaunliche Einblicke in die Geschäftspraktiken der Rotlichtbosse.
156. Unheimliche Geschäfte
13.03.1998
Der Fernsehjournalist Jörg Wagner wird von sechs Messerstichen getötet in seiner Wohnung aufgefunden. Neben Wagners Leiche sitzt völlig verstört seine jüngere Kollegin und Freundin Heike Küster. Nachdem Kommissar Achtermann auf Wagners Anrufbeantworter eine Morddrohung von Heike findet, nimmt er die offenbar von Eifersucht Gepeinigte fest und weist sie zur Beobachtung in eine psychiatrische Klinik ein. Heikes verzweifelte Großmutter, Gisela Küster, sucht Hilfe bei Dr. Voss. Im beruflichen Umfeld des Ermordeten findet Matula Anhaltspunkte für andere Erklärungen der Bluttat. Denn Wagner und Heike arbeiteten in der Produktionsfirma "Weitwinkel", die in dem Verdacht steht, skrupellos Beiträge für Boulevardmagazine von privaten Fernsehsendern zu manipulieren. Eine mysteriöse Rolle scheint dabei Heikes attraktive Kollegin Brigitte Lutz zu spielen, die mit Wagner ein Verhältnis unterhielt, obwohl sie aus Karrieregründen hauptsächlich mit Alexander schlief, dem Sohn ihres Chefs Hagenbach. Kiezkönig Hagenbach hatte nach der glimpflich verlaufenen Entführung seines Sohnes Alexander und Zahlung von vier Millionen Mark Lösegeld der Frankfurter Unterwelt den Rücken gekehrt und die risikoärmeren Gewinnchancen des Privatfernsehens und des Immobilienmarktes entdeckt. Matulas Vermutung geht dahin, dass Wagner ermordet wurde, weil er Hagenbachs Starjournalisten Fred Dietrich erpresst hatte, der seine TV-Filme besonders karrierefördernd fälschen konnte.
157. Rendezvous mit dem Tod
10.04.1998
Die junge Ehe von Miriam und Claus Block steckt schon nach wenigen Jahren in einer Krise. Sein Erfolg als geschäftsführender Gesellschafter der ertragsstarken Firma NEDSOFT - aber auch Miriams labile Gesundheit - begünstigten seine zahlreichen Affären mit Frauen. Der Versuch eines Neuanfangs am heutigen Hochzeitstag scheitert, weil Claus das mit ihr verabredete abendliche Versöhnungsessen absagt, um seinen Partner Sigmar Holtzberg treffen zu können. Miriam glaubt jedoch, dass es ihrem Mann weniger um die Übernahme der Geschäftsanteile von Holtzberg geht, sondern vielmehr um ein anschließendes Treffen mit seiner neuesten Freundin. Zufälliger Zeuge des Ehestreits in Blocks Büro wird Miriams "Ex" Philipp Roth, der selbstlos genug war, nach ihrer Heirat mit Claus weiter für ihn als Programmierer zu arbeiten. Wenige Stunden später offenbart sich Entsetzliches: Ivo Miscoletsch, der Stallknecht des von Claus Block frequentierten Reitclubs, findet ihn auf einem nahen Waldweg blutüberströmt in seinem Jaguar. Miriam beugt sich gerade in das Innere des Wagens. Aufgrund von mehreren belastenden Indizien richtet sich der Verdacht von Kommissar Röder zuerst gegen Miriam. Auch die Intervention ihrer attraktiven jüngeren Schwester Jana Siebert kann Röder nicht davon abbringen, Miriam noch am Tatort festzunehmen. Rechtsanwalt Dr. Voss und Detektiv Matula erfahren es beim Training im Boxclub, dass eine größere gemeinsame Aufgabe auf sie zukommt. Bei ihr werden sie in die Welt der Software-Spezialisten eintauchen, und Dr. Voss gerät sogar in eine echte Liebesgeschichte.
158. Verladen und verkauft
24.04.1998
Ulli Ritter hat seinen luxuriös eingerichteten Wohnwagen auf einem idyllischen Campingplatz fest am Seeufer installiert, um dort ungehemmt seiner erfolgreichen Leidenschaft für attraktive Frauen nachgehen zu können. Während er Maria, die junge und sinnenfrohe Ehefrau seines Kollegen Jürgen Weber, wieder in seinem dünnwandigen Lustschloss verwöhnt, wird nach Einbruch der Dunkelheit ein Brandanschlag auf den Wohnwagen verübt. Eine Gasflasche explodiert unter dem Wagen, und das heimliche Liebespaar stirbt in einem Feuerpilz. Noch in der gleichen Nacht wird Jürgen Weber bei sich zu Hause aus dem Schlaf gerissen: Kommissar Henkhaus wirft dem betrogenen Ehemann - auch aufgrund einzelner Indizien - vor, den grauenhaften Tod seiner Frau und ihres Geliebten verursacht zu haben. Rechtsanwalt Dr. Voss ist bereit, Weber zu verteidigen, gibt sich aber mit den bisherigen Ermittlungen der Polizei nicht zufrieden. Sein Detektiv Matula ist diesmal jedoch etwas zerrissen. Einerseits findet er auf dem Campingplatz und in der Frachtabteilung der Bahn AG bald Zeugen und Verdächtige, die hinreichende Motive hatten, Ulli Ritter zu beseitigen; andererseits interessiert er sich mindestens genauso stark für das soeben von Tante Lenchen geerbte Grundstück auf dem Lerchesberg. Sein Freund Dr. Voss möge den damit verbundenen Papierkram schnell erledigen, damit er den erwarteten Millionenerlös sinnvoll investieren kann, nicht nur an der Börse, sondern beispielsweise auch in der Karibik als Segelurlauber.
159. Ziel der Begierde
15.05.1998
Matula wird im Musikclub seines Freundes Carsten Ohm unfreiwillig Zeuge eines Skandals, der auch den jugendlichen Besuchern peinlich ist. Während eines Konzerts der selbst komponierenden Gruppe "Godiva" bricht deren Gitarrist und Bandleader Johnny Burger (28) einen Song ab, wirft sein Instrument zu Boden, springt vom Podium und versucht, den Schönling Alex Prechtner zu vermöbeln. Der hatte sich "erlaubt", die Sängerin Anna während ihres mit sinnlicher Emphase vorgetragenen Songs "mit geilen Blicken" anzumachen und dadurch das Konzert zu stören. Anna Reinhardt, die erotische Seele der Gruppe und Langzeit-Freundin Johnnys, hatte sich nämlich vor drei Monaten von ihrem "eifersuchtskranken" Künstler getrennt und dem großzügigen HiFi-Händler Alex in heißer Liebe zugewandt. Sie blieb aber weiter bei der Gruppe, weil diese mit Hilfe von Manni Esche, dem Chef der Plattenfirma Smartbeat Records, gerade die erste Schallplatte herausbringt und kurz vor einer steilen Karriere steht. Noch in der Nacht nach dem Skandal wird der etwas schillernde Alex Prechtner ermordet. Für Kommissar Höfler liegen die Verdachtsmomente gegen Johnny Burger klar auf der Hand. Er sieht einen klassischen Mord aus Eifersucht. Dr. Voss und Matula jedoch bekommen bei ihren Ermittlungen zur Verteidigung Johnnies überraschende Einblicke in eine "Szene", in der es einen harten Kampf um Musik, schöne Frauen, CDs und kriminelle Geldquellen gibt. Da lassen sich auch ganz andere Mordmotive vorstellen.
160. Schlechte Karten
29.05.1998
Beim Verlassen eines feinen Restaurants wird Dr. Voss Zeuge einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen einem aufgebrachten Mann und einem verliebten Paar. Obwohl er selbst gerade in attraktiver Gesellschaft ist, fühlt sich Dr. Voss - im Unterschied zu anderen Passanten - genötigt zu schlichten. Nachdem er den Angreifer durch einen Fausthieb zu Boden gestreckt hat, erkennt dieser in ihm einen früheren Freund von der Uni: Der Journalist Patrick Witt und Johannes Voss verabreden ein baldiges Wiedersehen, das jedoch anders ausfällt als erwartet. Der von Witt auf der Straße gewaltsam zu einer Geldzahlung aufgeforderte Elmar Bauer - der "Verflossene" seiner Stiefmutter Gerda - wurde nämlich einen Tag später ermordet. Bauers neue Geliebte, die jüngere und etwas schräge Rita Kogel, will zur mutmaßlichen Tatzeit Patrick Witts Wagen vor Bauers Wohnung gesehen haben. Jedenfalls braucht er Dr. Voss jetzt dringend als Anwalt, zumal er sich schon beim ersten Verhör von Hauptkommissar Sander in Widersprüche verstrickt. Offensichtlich hat Patrick Witt als Journalist in Hamburg von einigen Illusionen Abschied nehmen müssen und zuletzt als Aushilfe im Fotogeschäft seiner Stiefmutter arbeiten müssen.
161. Falsche Partner
14.08.1998
Nach mehreren geglückten Einbrüchen geraten Carlo und Rolf alias "Schumi" erstmalig in Lebensgefahr: Die Terrassentür der Villa des stadtbekannten Antiquitätenhändlers Borchart wurde offensichtlich bereits von einem "Kollegen" gewaltsam geöffnet. Obwohl er zur "Arbeit" keine Waffe mitnimmt, zaubert Schumi eine Pistole aus der Tasche und schleicht todesmutig ins dunkle Haus. Mit Verzögerung folgt ihm sein Kumpel Carlo. Plötzlich peitschen mehrere Schüsse auf, es kommt zu einem Gerangel, und Schumi rast - seinem Spitznamen alle Ehre machend - mit Beutestücken davon, während der gutmütigere Carlo noch beim Verlassen des Hauses von zwei Kugeln getroffen wird. Schwer verletzt kann ihn die Polizei später auf dem Grundstück verhaften und ins Krankenhaus einliefern. Für den Hauseigentümer Borchart dagegen kommt jede Hilfe zu spät. Mit Hilfe erster Aussagen der unter Schock stehenden Ehefrau Annette Borchart, die mit einer Fleischwunde davonkam, kann Kriminalkommissar Trauber den Tathergang einigermaßen plausibel rekonstruieren. Carlo ist intelligent genug, seine Lage richtig einzuschätzen und will der notwendigen Operation erst zustimmen, nachdem er mit letzten Kräften einen Anwalt gesprochen hat. Dr. Voss ist bereit, Carlo zu helfen, weil er nicht ahnt, auf welche Sache er sich da einlässt. Matula dagegen ist zunächst weniger bereit zu helfen, da er in seiner eheähnlichen Beziehung zu Dagmar Ohloff zur Zeit nur schwaches Interesse an einer Tätigkeit außer Haus hat.
162. Gunst der Stunde
04.09.1998
Hans Kleinschmidt hat sich mit seinem Friseurgeschäft in einem Frankfurter Vorort einiges Vermögen erarbeitet. Neben Geldanlagen zählt dazu das Haus, in dem er selbst lebt, und mehrere hübsche Wohnungen hat er vermietet. Sein Sohn Gilbert führt das im Parterre liegende Geschäft seit sieben Jahren weiter und muss sich um den 69 Jahre alten alleinstehenden Mann täglich kümmern, der wegen starker Schmerzen einen Rollstuhl braucht. Für die Sauberkeit der Wohnung sorgt seine berufstätige Mieterin Ingrid Stein, deren sympathischer Sohn Peter undefinierbare Aktivitäten per Internet betreibt. Eines Tages wird Peter Zeuge, wie ein Unbekannter auf verdächtige Weise die Wohnung vom alten Kleinschmidt verlässt. Er kann den Flüchtenden verfolgen und ihn - auch dank der Geistesgegenwart des im selben Haus lebenden Steuerberaters Sommer - der Polizei ins Netz treiben. Da der alte Kleinschmidt kurz zuvor in seiner Wohnung mit einem Aschenbecher erschlagen wurde, wird Boris Feldkamp als dringend tatverdächtig festgenommen. Auf Drängen von Gilbert Kleinschmidt - der mit Feldkamp befreundet ist - übernimmt Dr. Voss dessen Verteidigung. Nachdem der Staatsanwalt beim Haftprüfungstermin Boris Feldkamp schwer belastet, beichtet der seinem Anwalt, die Wohnung zwar mit einem Mordauftrag betreten zu haben, dass er ihn aber nicht mehr ausführen konnte, weil ihm jemand zuvorgekommen sei. Für Dr. Voss und Matula beginnt ein mehr als ungewöhnlicher Fall, der ohne sie wohl nie geklärt worden wäre.
163. Fahrt zur Hölle
02.10.1998
Alexander Gellesch darf nach vier langen Jahren die Haftanstalt wieder verlassen. Sein Knastfreund Manfred Kornich holt ihn ab und bietet ihm eine erste Bleibe, nicht ganz uneigennützig, denn Gellesch ist keineswegs knapp bei Kasse, obwohl er als "abgebrochener Mediziner" im Krankenhaus nur einen Job als Krankenpfleger hatte. Gellesch fühlt sich zu Unrecht verurteilt wegen Vergewaltigung und verfolgt nur noch ein Ziel: Rache, und zwar an seinem damaligen Pflichtverteidiger Dr. Voss und an der Krankenschwester Veronika Wieland, der Hauptbelastungszeugin des Staatsanwalts. Seiner Meinung nach habe Dr. Voss ihn nicht mit dem richtigen Nachdruck verteidigt, weil er ihn - gemeinsam mit dem Gericht - für den lang gesuchten Serientäter gehalten habe, der zuvor mehrere Frauen missbraucht hatte. Nach einem romantischen Abendessen mit seiner Kollegin und Freundin Julia Thomas im Restaurant "Gallo Rosso" wird Dr. Voss von Gellesch verfolgt und mit Intelligenz und Bestialität in eine Lage gebracht, die für ihn die bisher härteste Herausforderung als Rechtsanwalt darstellt. Voss selbst gerät in Verdacht, seine Freundin Julia Thomas vergewaltigt und getötet zu haben. Seinem früheren Mandanten Gellesch gelingt es, ihn und Veronika Wieland an einen Abgrund zu führen, der beide zu verschlingen droht. Noch nie war Matula so notwendig wie in diesem Fall!
164. Tod eines Leibwächters
06.11.1998
Obwohl Carl Gold den in Deutschland erfolgreichen Showsänger Rocky Kayser mit großem Geschick managt, kann er nicht verhindern, dass dessen persönlicher Bodyguard, der hünenhafte Farbige Ken, nach einem Rockkonzert in Hamburg von unbekannten Jugendlichen mit Tritten und Baseballschlägern so schwer verletzt wird, dass er einen Nachfolger suchen muss. Carl Golds Frankfurter Anwalt Dr. Voss empfiehlt ihm Detektiv Matula. Der lehnt dankend ab und vermittelt den hochbezahlten Job seinem bulligen Kollegen Philip Marx. Trotz verstärkten Polizeiaufgebots zum Schutz des nächsten Konzerts in Frankfurt verliert Rocky jedoch auch seinen neuen Bodyguard, und zwar als der einen als Autogrammjäger getarnten Attentäter mit der Waffe abwehren will. Carl Gold verspricht sich eine gute PR für seinen Star, wenn er durch Eigeninitiative den flüchtigen Mörder überführt. Er beauftragt Matula mit Recherchen parallel zu denen von Polizei und Staatsanwältin Rita Körner. Matula fühlt sich mitschuldig am Tod seines Kollegen und arbeitet für ihn deshalb nur auf der Basis eines Erfolgshonorars. Doch schon nach einer privaten Rekonstruktion des Tathergangs stellen sich Matula und Dr. Voss Fragen, die in eine völlig neue Richtung weisen. Privatdetektiv Philip Marx scheint ein schwarzes Schaf seiner Zunft gewesen zu sein.
165. Von Nagel zu Nagel
05.02.1999
Kurz bevor eine Ausstellung weltberühmter Originale des Malers Vincent van Gogh in Frankfurt zu Ende geht, findet Dr. Voss noch einmal Zeit, zu einem Rundgang - in charmanter Begleitung. Zwei Tage später - als die mit 244 Millionen Mark versicherten Kunstschätze unter den Augen von schwer bewaffneten Sicherheitskräften für den Rücktransport zu den Eigentümern fachmännisch verpackt werden - geschieht das Unfassbare: Mit Hilfe von sofort wirkendem Betäubungsgas, werden in einer genau geplanten Aktion die 32 Bilder der Meisters geraubt. Nach dem Umladen in einen präparierten Tanklastzug kann die Beute mühelos durch die Ringblockade der stadtauswärts führenden Landstraßen geschmuggelt werden. Noch am selben Tag klingelt bei Dr. Voss das Telefon. Ein Sprecher der Kunsträuber stellt ihn vor die Alternative: Entweder tritt er - wie schon bei einer früheren spektakulären Erpressung - als "fairer Vermittler" auf, um der Versicherung die Bilder gegen Zahlung von 122 Millionen Mark zurückzugeben, oder man werde die jetzt unverkäuflich gewordenen Bilder vernichten, so dass die "Südstern" dann den gesamten Schaden von 244 Millionen Mark erstatten müsse. Für den Kunstliebhaber Dr. Voss steht nach kurzer Bedenkzeit fest, wie er sich verhalten soll. Er fordert einen Beweis für die Glaubwürdigkeit des Angebots und wendet sich an Dr. Roth, den Chef der Versicherungsgesellschaft. Wie nicht anders zu erwarten, kommen bisher nicht gekannte Herausforderungen auf Dr. Voss und Matula zu. Mehrere Leute waren eingeweiht in das Sicherheitskonzept der Transportfirma, die Staatsanwältin verfolgt konträre Taktiken, und die Gangster lassen sich nicht an der Nase herumführen. Sie haben vielmehr sehr genaue Vorstellungen vom zweiten Teil ihrer Aktion - etwa dem Abwurf des Geldes aus einem Sportflugzeug.
166. Kalt erwischt
19.03.1999
Dr. Harald Overbeck hat seine gutgehende Fabrik für Werkzeugmaschinen fest im Griff, sein Privatleben scheint weniger stabil. Als er eines Abends in Begleitung seines Vertriebsmannes Ulrich Weber von einer Geschäftsreise nach Frankfurt zurückkehrt, bittet er seinen Mitarbeiter, ihn an einem Taxistand abzusetzen und den Wagen auf dem Parkplatz seiner Firma abzustellen. Da Ulrich Weber schon länger spürt, dass sein Platz im Unternehmen nicht der sicherste ist und zugleich vermutet, dass sein Chef ein außereheliches Abenteuer ansteuert, folgt er ihm unauffällig. Overbeck verlässt das Taxi vor dem Eingang zu einem großen und anonymen Wohngebäude. Weber begibt sich mit dem Jaguar seines Chefs auf den nahen Parkplatz in Warteposition. Per Autotelefon meldet er sich geheimnisvoll bei seiner Frau Renate und sagt, es könne heute sehr spät werden, aber es sei sehr wichtig, "es kann sein, dass sich einiges ändern wird, dass ich danach unkündbar bin". Nach traumhaften Stunden in den Armen der attraktiven Studentin Ines Probst kehrt Dr. Overbeck noch mitten in der Nacht nach Hause zurück. Doch als er die Tür zu seiner Villa aufschließt, wird er von seiner überraschten Frau Katja und Rechtsanwalt Dr. Voss angesehen wie ein Gespenst. Wie sich herausstellt, hat ein Erpresser am Telefon behauptet, Dr. Overbeck in seiner Gewalt zu haben und nur gegen Zahlung von einer Million Mark wieder freizulassen. Während Overbeck die Sache als Scherz hinzustellen versucht, nimmt Dr. Voss den Erpresser ernst. Am folgenden Morgen wird Matula als Begleitschutz von Overbeck engagiert. Das widersprüchliche Verhalten seines Schützlings und die Tatsache, dass sowohl Ulrich Weber wie auch Overbecks Wagen verschwunden zu sein scheinen, weckt in Matula den Detektiv.
167. Blutige Noten
30.04.1999
Der Zeitschriftenhändler Horst Kreimann hat schon mehrfach die Polizei bemüht, um den vor seinem Geschäft in der Frankfurter Fußgängerzone aufspielenden jugendlichen Musikgruppen das Handwerk zu legen. Im Unterschied zu seiner Frau Hilde und seiner Tochter Julia ärgert er sich über die ständige Geräuschkulisse, mehr noch über die Tatsache, dass er Kunden verliert, die von den Schaulustigen am Betreten seines Ladens gehindert werden. Als sogar das Fernsehen anrückt, um sich des Reizthemas anzunehmen, sucht Kreimann erstmals anwaltlichen Rat bei seinem Stammkunden Rechtsanwalt Dr. Voss. Vor laufender Kamera darf Kreimann seinen Standpunkt vertreten, wird jedoch von dem nicht nur bei jungen Mädchen besonders erfolgreichen Musiker Micky dabei so lächerlich gemacht, dass er vor aller Welt sein Gesicht verliert. Wenig später gegen Mitternacht wird der außerhalb von Frankfurt stehende Wohnwagen von Micky in Brand gesteckt, in der Ruine findet man die Leiche des zuvor von Messerstichen getöteten Micky. Aufgrund der Tatumstände und der erwähnten öffentlichen Blamage, wird Kreimann unter Mordverdacht in Untersuchungshaft genommen. Dr. Voss ist bereit zu helfen, hält aber die Mitarbeit von Detektiv Matula für erforderlich. Bei ihren Bemühungen, entlastende Tatsachen herauszufinden, steigen sie immer mehr ein in die Abgründe der Musikszene, in der Alt-Rocker Chuck Schenker und sein Ex-Groupie Angie eine Schlüsselrolle spielen. Allerdings muss Dr. Voss auch feststellen, dass zwischen der Tochter seines Mandanten und Micky ein heftiges Liebesverhältnis bestand.
168. Schwarzgeld
14.05.1999
Dr. Voss hat Mühe, seinen Mandanten Klaus Schramm davon abzuhalten, ihn in sein bevorstehendes Geschäft außerhalb der Legalität einzuweihen. Als Eigentümer des Prominenten-Restaurants SOHO weiß Schramm, dass man an solche Goldgruben meist nur mit unlauteren Mitteln herankommt. Momentan ist er auf dem Weg zum Notar, um für offiziell sieben Millionen Mark ein Äppelwoi-Lokal in Frankfurt-Sachsenhausen zu kaufen. Da er bei dieser Gelegenheit Schwarzgeld waschen will, ist vor Unterzeichnung des Kaufvertrags geplant, eine Million Mark in bar per Köfferchen am Finanzamt vorbeifließen zu lassen. Als Begleitschutz für dieses heikle Treffen in der Tiefgarage des Notars engagiert Schramm Detektiv Matula. Wie immer, wenn ein Auftrag als "ganz harmlos" hingestellt wird, kommt es auch diesmal besonders dick. Der Immobilienmakler Wolfgang Petzold, der zwischen Schramm und dem Verkäufer, dem Stararchitekten Alexander Mechtler, vermittelt hatte - läßt mit der Geldübernahme auf sich warten. Als Matula nach dem Rechten sehen will, löscht ein Unbekannter das Licht und erschießt Klaus Schramm, um an das Bargeld zu kommen. Matula wird vom Täter gezwungen, ein gefährliches Betäubungsmittel zu trinken. Als Matula auf der Intensivstation aufwacht, wartet bereits Kommissar Brenner, um ihn zu verhören. Offenbar hat der Täter die Spuren so legen können, dass es aussieht, als habe sich Matula das Schwarzgeld mit Hilfe eines Komplizen selbst unter den Nagel gerissen. Mehr denn je werden Dr. Voss und Matula gefordert. Auch Schramms selbstbewußte Ehefrau Susanne und Jürgen Walter, der Geschäftsführer seines Promi-Restaurants, könnten Mitwisser der illegalen Transaktion gewesen sein.
169. Terror aus dem Jenseits
18.06.1999
Karsten Seiler hat die Eifersucht seiner Ehefrau Sofia eine Reihe von Jahren ertragen, weil sie ihm den Rücken frei hielt für seine Entfaltung als Künstler. Er konnte ungestört malen, während Sofia mit ihrem Bruder und Steuerberater Rüdiger Friedmann seine Vermarktung betrieb. Ihre finanzstarke Fürsorge ging so weit, dass sie Karsten zuliebe eine Galerie aufbaute, die unter der Leitung ihres zweiten Schützlings Horst Adler immer bessere Geschäfte mit Seilers Bildern machen konnte. Als Sofia jedoch spürte, wie ihr Karstens Gefühle entglitten, schaltete sie Detektiv Dieter Hornung ein. Unter dem Druck des Ergebnisses dieser Ermittlungen musste ihr Karsten eröffnen, dass seine Freundin schwanger von ihm ist. Vierzehn Tage nachdem Karsten Seiler das gemeinsame luxuriöse Penthouse verlassen hat, will er sich seine persönlichen Sachen und Bilder aus der Wohnung holen. In Erwartung einer dramatischen Zuspitzung der Situation hat Sofia ihren Detektiven Hornung als Beschützer hinzu gebeten. Da sich dieser wegen eines Verkehrsstaus verspätet, kann er nicht mehr verhindern, dass Sofia ganz offensichtlich von der Dachterrasse herunter gestoßen wird. Geistesgegenwärtig kann Hornung allerdings den durch einen Hinterausgang fliehenden Noch-Ehemann Karsten stellen und der Polizei übergeben. Die ersten Ermittlungen im Penthouse belasten ihn schwer, da seine sämtlichen Bilder offenbar von Sofia zerschnitten worden sind. Belastend ist zudem die Tatsache, dass Karsten Alleinerbe von Sofia ist, ausgenommen für den Fall, dass er als ihr Mörder entlarvt wird.
170. Der zweite Tod
09.07.1999
Viel ist geschehen in den fünfzehn Jahren, in denen Johannes Voss seine Freundin Ines nicht wiedergesehen hat: Ines hat geheiratet und wirkt attraktiver denn je, obwohl ihre Ehe mit Reinhard Häusler schon längere Zeit nicht mehr reibungslos lief. Eine Trennung war jedoch kaum möglich, weil er den mittelständischen Betrieb ihres Vaters nach dessen Tod allein weiterführen musste. Nachdem sie vor vier Wochen auch ihren Mann verlor und ganz auf sich allein gestellt ist, kämpft sie nun um die Auszahlung der auf sein Leben abgeschlossenen Versicherung. Mit der Summe von zwei Millionen Mark könnte sie mehrere Dutzend Arbeitsplätze in ihrer Fabrik retten. Jedenfalls braucht sie jetzt nicht nur einen guten Anwalt, sondern einen Freund, dem sie voll vertrauen kann. Sehr glaubwürdig erzählt sie Dr. Voss, wie ihr Mann bei einer feucht-fröhlichen Segeltour gegen Mitternacht offenbar vom Boot gefallen und ertrunken ist, weil sie ihn im Dunkeln nicht schnell genug finden konnte. Häuslers Versicherung will diese Geschichte nicht recht glauben, weil seine Leiche noch immer nicht gefunden wurde. Kurz nachdem Matula - nur widerstrebend - auf die Suche nach Beweisen für einen Ertrinkungstod geht, wird Ines vom Prokuristen Martin Salbach in ihrer Villa angerufen und umgehend zum Fabrikgelände gebeten. Erdarbeiter haben den dort kürzlich erst verlegten Kabelgraben wieder aufreißen müssen und dabei eine menschliche Leiche mit schweren Schädelverletzungen gefunden. Schon vor dem Eintreffen von Frau Häusler steht zweifelsfrei fest, dass es sich bei dem Toten um ihren Ehemann handelt. Die für Kommissar Gruber daraus erwachsenden unangenehmen Fragen werden noch unerquicklicher, als sein Kollege vom Erkennungsdienst aus Häuslers Tasche einen gefälschten Paß zieht. Trotz einiger Schwierigkeiten findet Matula Anhaltspunkte dafür, dass Häusler Geld beiseite geschafft hat und mit seiner Sekretärin Sibylle Wagner im Ausland ein neues Leben beginnen wollte, natürlich ohne Ines. Dr. Voss ist bald der einzige, der nicht an eine Schuld seiner Mandantin glaubt. Dennoch bittet er Matula, seine wenig hilfreichen Ermittlungen einzustellen.
171. Tod eines Hackers
08.10.1999
Martin Kambach ist ein sportlicher Junge auf der Höhe der Zeit. Gemeinsam mit Klassenkamerad Werner Bubek hat er sich im Gartenhaus seiner Oma komplett mit Computern eingerichtet. Diese nutzen sie jedoch nicht nur zum Anfertigen ihrer Schulaufgaben, sondern vor allem zum "Hacken". Ihre geniale Fähigkeit, über das Telefonnetz in fremde Computer einzudringen und Daten zu stehlen, wird bereits seit einiger Zeit von obskuren Auftraggebern - wie beispielsweise Jacko - genutzt und gut bezahlt. Als Oma Kambach Martin eines Tages zum Essen ruft, entdeckt sie ihn erschlagen in ihrem Gartenhaus. Da Hauptkommissar Dittrich am Tatort wenig verwertbare Spuren findet, befragt er am nächsten Morgen Martins Schulfreund. Kaum hat er Werner Bubek zu einem Gespräch aus der Klasse gebeten, versucht dieser zu türmen. Bald stellt sich heraus, dass es zwischen den beiden Freunden in letzter Zeit ernsthaft Streit gab, weil Martin aus der lukrativen, aber risikoreichen Hackerszene aussteigen wollte, um sein späteres Informatikstudium nicht zu gefährden. Zudem hat Martin im Sterben noch die Buchstaben "W E R" auf den Boden geschrieben und damit möglicherweise einen Hinweis auf seinen Mörder geben wollen. Werners Eltern sind empört, als sie erfahren, dass ihr Sohn beschuldigt wird, seinen "besten Freund" mit einer Hantel erschlagen zu haben. Sie wollen die Schande von der Familie abwenden und bitten Dr. Voss um Hilfe. Der knöpft sich seinen zunächst nicht sehr kooperativen jugendlichen Mandanten vor, während Matula in das familiäre und sonstige Umfeld des Toten eintaucht. Eine mysteriöse Rolle spielt offensichtlich die siebzehnjährige Celine, die mit beiden Jungs im "coolen" Kampfsport-Center von Paul und Barbara Zindler trainiert hat.
172. Kunstfehler
29.10.1999
Bernhard Kempinski hat sich mit Fleiß und Disziplin aus kleinen Verhältnissen hochgearbeitet zum Medizinprofessor. Seit etwa zehn Jahren ist er Chefarzt der Neurochirurgie der Uni-Klinik. Sein Aufstieg und seine Amtsführung haben ihm manche Feindschaft eingebracht. Deshalb erfüllte ihn besondere Genugtuung, dass er vor drei Jahren die von allen seinen Ärzten umworbene - zwei Jahrzehnte jüngere - leitende Stationsschwester Sabrina heiraten konnte. Als ihn eines Abends sein Oberarzt und Nachbar Dr. Stolle zum Tennis abholen will, findet er Prof. Kempinski bei offener Haustür im Arbeitszimmer seines Privathauses in einer Blutlache liegend. Daneben kniet der vor Jahren wegen Alkoholproblemen von ihm entlassene Mitarbeiter Dr. Klaus Singer. Stolle wird noch Zeuge, wie er eine Pistole zu Boden legt und den Herzstillstand des Mordopfers feststellt. Die ersten Ermittlungen von Kommissar Stenzel beißen sich natürlich gleich an Dr. Singer fest, der behauptet, ebenfalls einen Termin mit seinem früheren Chef gehabt zu haben. Frau Kempinski könne bestätigen, dass er wieder in der Klinik eingestellt werden sollte, sie wisse auch am besten, dass er nie zu einer solchen Tat fähig wäre. Da es Dr. Voss nicht gelingt, seinen undiplomatisch auftretenden Mandanten aus der Untersuchungshaft frei zu bekommen, richten sich seine Hoffnungen auf Matula. Der schwebt gerade im siebten Himmel, nachdem seine frisch geschiedene Freundin Margie aus Barcelona angerufen hat, um zum Wochenende ihren Besuch in Frankfurt anzukündigen. Bis dahin hat Matula zwar alle Hände voll zu tun, doch diesem Auftrag kann er schon aus finanziellen Gründen nicht widerstehen. Er stößt bald auf den Patienten Ludwig Riemers, der seine halbseitige Erblindung auf einen Kunstfehler von Prof. Kempinski zurückführt und im Prozess gegen ihn seit gestern zu unterliegen droht. Allerdings ertappt Matula auch Kempinskis Sohn Markus bei dem heimlichen Versuch, im Vorzimmer seines Vaters Unterlagen über schwarz angelegtes Geld auf den Bahamas zu suchen. Als leichtlebiger Millionärssohn unterstellt er seiner attraktiven Stiefmutter Sabrina, es von Anfang an nur auf Papas Geld abgesehen zu haben.
173. Abgebrüht
26.11.1999
Armin Tessow hat sich als Fernsehkoch im Laufe der Jahre überall Freunde erworben. Mit seinem 23-jährigen Sohn Gregor und dem elsässischen Koch Pierre Charrol bietet er der Frankfurter Prominenz in seinen "Tessow-Stuben" eine von Jung und Alt geschätzte französische Küche. Als Tessow - zum Dank für einen geschickt ausgearbeiteten Lizenzvertrag mit dem privaten Fernsehsender - Dr. Voss und Matula zu einem Essen einlädt, werden sie unfreiwillig Zeugen eines folgenschweren Familienkrachs. Trotz Lokalverbots betritt Dieter Pitzhoff das Restaurant durch die Hintertür, um seinem Geliebten Gregor Tessow den Schlüssel zu seiner Wohnung zu überreichen. Dieters provozierender Auftritt endet mit Gregors Entscheidung, das Haus seiner Eltern zu verlassen und ganz bei dem halbseidenen Dieter einzuziehen. Nachdem sich Gregor wenige Tage später bereits häuslich in dem gemeinsamen Liebesnest eingerichtet hat und eine publicity-wirksame Schwulenhochzeit mit Schleier und Ehevertrag plant, wird er beim Öffnen seiner Haustür von einem Unbekannten erschossen. Die Ermittlungen von Kommissar Urbach beißen sich sehr schnell an Tessow senior fest. Er hatte mit seinem Sohn kurz vor dessen Tod noch einen blutigen Streit in seiner neuen Wohnung. Offensichtlich kannte er vorab die noch nicht ausgestrahlte Talkshow von Simon König, in der sich Gregor schonungslos auslässt über seine beruflichen Pläne ohne Vater und seine privaten Absichten mit Dieter. Hatte Armin Tessow Angst, dass der für Simon Königs Talkshow arbeitende und mit Drogen dealende Dieter als potentieller Erbe Gregors dessen Anteile an den "Tessow-Stuben" übernehmen könnte? Nachdem Dr. Voss und Matula in diesen ungewöhnlichen Fall eingeschaltet werden, ergeben sich jedoch bald völlig neue Spuren, die in hohe politische Kreise Frankfurts führen.
174. Hassliebe
04.02.2000
Aus der dicken pubertären Freundschaft zwischen Leo Wagner und Oskar Berghoff ist im Lauf weniger Jahre eine erbitterte "Jugendfeindschaft" geworden. Auslöser war natürlich eine junge Schönheit, Lena Schiefer, die - auch nach einer zweijährigen Jugendhaftstrafe Oskars - seine Geliebte geblieben ist. Während der frühere Kampf um Lena lediglich gewaltsam ausgetragen wurde, versuchen Leo und Oskar die alten gegenseitigen Rechnungen heute mit perfideren Methoden auszugleichen. Als Polizist verfolgt Leo den immer weiter in die Kriminalität abrutschenden Oskar sogar außerhalb der Dienstzeit und außerhalb der Gesetze. Als Leo seinen Jugendfeind endlich in flagranti bei einem Bankraub stellen will, kann Oskar mit Hilfe einer Geisel und durch Schüsse auf Leos engsten Kollegen und Freund Tommi Kanth entkommen. Als zufälliger Zeuge des Überfalls kann Matula nur noch Tommis Tod feststellen. Nach dieser besonders schmerzlichen Niederlage ist Leo zum Äußersten entschlossen: Ein illegaler Lauschangriff liefert ihm die notwendige Information. Als er jedoch endlich glaubt, seinen Todfeind erschossen zu haben, stellt sich heraus, dass Leo Wagner in Gegenwart von Lena einen unschuldigen jungen Menschen getötet hat und Oskar Berghoff weiter auf freiem Fuß ist. Aus Angst um ihren Geliebten und zur Verhinderung eines laschen Verfahrens gegen Polizist Leo wendet sich Lena Rat suchend an Rechtsanwalt Dr. Voss. Da es nicht gelingt, Lena abzuwimmeln, sehen sich Matula und Dr. Voss bald in eine höchst zwielichtige Sache verstrickt.
175. Schmutzige Wäsche
10.03.2000
Auf der Heimfahrt nach einem gemeinsamen Kinobesuch werden Dr. Voss und Matula von dem betrunkenen Radfahrer Horst Rahn in einen Verkehrsunfall verwickelt. Im Laufe der Zeit entwickelt sich zwischen Rahn (der nach sechs Jahren Haft soeben wegen guter Führung vorzeitig entlassen worden ist) und Matula ein freundschaftliches Verhältnis. Gemeinsam mit Dr. Voss bemüht sich Matula um ein Umgangsrecht für Rahn mit seiner Tochter, was seine Schwägerin mit allen Mitteln verhindern will. Nach einigen Recherchen können Matula und Dr. Voss dann auch die belastende Aussage, die zur Verurteilung Rahns geführt hat, relativieren. Doch das genügt Rahn nicht: er begibt sich auf lebensgefährliche Alleingänge...
176. Ertrunkene Träume
21.04.2000
In einem Bootshafen am Rhein wird eine weibliche Leiche aus dem Wasser geborgen. Für die anwesenden Wassersportler ist alles klar: Bei der Toten handelt es sich um die minderjährige Pia Schmidt, die seit einigen Wochen vermißt wird, und der 17jährige Parra, Sohn spanischer Gastarbeiter und ausdauernder Verehrer von Pia, hat das Mädchen auf dem Gewissen. Nur Erich Neuhaus (Ralph Schicha), Eigner einer luxoriösen Motoryacht und Inhaber einer bedeutenden Bauträgergesellschaft, argumentiert gemeinsam mit seiner Frau Doris gegen eine Vorverurteilung von Juan, für den er sich verantwortlich fühlt, weil er seine Familie aus Spanien nach Deutschland geholt hat. Als seine Sportskameraden aufbrechen, um die Gerechtigkeit in ihre eigenen Hände zu nehmen, warnt er Juan telefonisch. Am nächsten Tag gewinnt Neuhaus Rechtsanwalt Voss als Verteidiger für Juan, und er engagiert Matula, um den jungen Spanier, der inzwischen untergetaucht ist, zu suchen. Matula findet Juan, und Voss überzeugt diesen, sich zu stellen und darauf zu vertrauen, daß sich seine Unschuld herausstellen wird. Bei seiner Vernehmung legt Juan jedoch zur Überraschung seines Verteidigers ein Geständnis ab: Er habe mit Pia, von der inzwischen feststeht, dass sie schwanger war, bei Nacht auf dem Rhein eine Bootstour unternommen. Als er versuchte zärtlich zu werden, habe Pia sich gewehrt, und dabei sei sie aus dem Boot gefallen und ertrunken. Matula und Voss nehmen Juan diese Erklärung für den Tod des jungen Mädchens jedoch nicht ab.
177. Schnelles Geld
09.06.2000
Zwei maskierte Gestalten stürzen sich aus der abgehängten Decke eines Großmarktflurs, um den Beifahrer eines Geldtransporters zusammenzuschlagen und ihm den Koffer mit den Tageseinnahmen von ca. DM 940.000,- vom Handgelenk zu schneiden. Bei dem Versuch, seinem Kollegen zu helfen, wird der Geldfahrer von einem der beiden Gangster erschossen. Kurze Zeit später verhaften Hauptkommissar Jürgen Gabler (Volker Lechtenbrink) und Assistent Jens Bertold (Henning Baum) ihren Stammkunden Herbert Krenz (Jochen Kolenda). Der von ihm früher schon zur Flucht angewendete "Besenstieltrick" deutet zumindest auf seine Mittäterschaft. Durch Observation seiner Freundin Renate Gruber - die ein Kind von Krenz erwartet - hat man ihn in einer Pension am Bahnhof gestellt, nach dem er sein vierjährige Freiheitsstrafe durch Ausbruch aus der Haftanstalt abgekürzt hatte. Sein Anwalt Dr. Voss bekommt massive Schwierigkeiten, als Kommissar Gabler behauptet, Krenz habe bei seinem Zellenkollegen mit dem Einbruchsplan angegeben, was dieser als V-Mann der Polizei weitergegeben habe, um sich Vorteile zu verschaffen. Der nicht unsympathische Krenz bestreitet die Vorwürfe auf das Heftigste und meint, es sei genau umgekehrt gewesen, sein Knastbruder Mario (Mario Irrek) habe ihm "haarklein erzählt, wie man an die Geldmarktknete" heran kommt. Matula hat nicht die geringste Lust, für einen Berufsganoven seine Reise nach Ibiza zu verschieben, doch schon bald beobachtet er interessante Veränderungen im Privatleben seines früheren Kollegen Kommissar Gabler. Er hat nach seiner Scheidung eine jüngere und hübschere Frau geheiratet, deren große Ansprüche nicht vereinbar sind mit dem Gehalt eines beamteten Ganovenjägers...
178. Spiel, Satz und Mord
22.09.2000
In einem feinen Frankfurter Tennisclub spielen sich einige unfeine Dinge ab. Sie blieben jedoch dezent im Hintergrund, bis auf der parkähnlichen Sportanlage eines Abends der etwas schillernde Detektiv Ralf Ballmann erschossen wird. Der von der Polizei wegen Erpressung von Prostitutierten in Unehren entlassene Ballmann hatte offenbar auch bei seiner neuen Tätigkeit als Privatdetektiv allgemein anerkannte Spielregeln verletzt. Auf Grund von ersten Zeugenaussagen und Indizien richtet sich der Verdacht von Kommissar Kärger gegen den Tennistrainer Matos Goran, der auch bei den Damen des Clubs sehr beliebt war. Gorans Anruf aus dem Polizeipräsidium zieht seinen Rechtsanwalt Dr. Voss, der zufällig bei ihm Tennisunterricht nimmt, und Privatdetektiv Matula in einen Fall, der für mehrere Herren und Damen einige peinliche Enthüllungen bereithält. Der erschossene Ballmann muß bei seiner auftragsgemäßen Jagd nach einem Garderobendieb mit Hilfe von versteckten Kameras in den Umkleideräumen offensichtlich Dinge herausbekommen haben, die zur Erpressung zahlungskräftiger Mitglieder taugten. Bei dem Versuch, ihrem Mandanten zu helfen, erfahren Matula und Dr. Voss, daß auch der vornehme Clubpräsident Köstler dicke Flecken an der Weste hat. Offenbar hat er Sponsorengelder zum Ausgleich privater Engpässe genutzt, während sein Intimus, Chirurg Prof. Walz, Rabatte für Herzkatheder in die eigene Tasche gewirtschaftet haben dürfte. Wurden sie von Ballmann erpreßt oder von dem zu Reichtum gekommenen Strempel, der seit Jahren Präsident werden will, um endlich auch mal im Rampenlicht großer Turniere stehen zu können? Was ist mit Köstlers frisch und reich verlobter Tochter Christiane? Nicht uninteressant ist zudem, daß die Anlageberaterin Susanne Becker, der neue Schwarm von Dr. Voss, kurz vor den Schüssen auf Ballmann am Tatort war.
179. Schneetreiben
13.10.2000
Der Polizeihauptkommissar Thorsten Trähler hat es sich zum Ziel gesetzt, den Korruptionssumpf in seiner Abteilung trocken zu legen. Urplötzlich steht er selber unter Verdacht, Kokain unterschlagen zu haben. Er bittet Dr. Voss um Hilfe. Der aber stößt auf eine Mauer des Schweigens, und auch Matula wird bei seinen Recherchen im ehemaligen Kollegenkreis der Polizei nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Trotzdem stößt Matula genau in diesem Umfeld auf die letztendlich überraschende Lösung.
180. Blutiges Pfand
10.11.2000
Christian Strobel erscheint aufgelöst bei Rechtsanwalt Dr. Voss und bittet, seinem wegen Mordverdacht festgenommenen Bruder Michael zu helfen. Der sensible Betreiber eines traditionsreichen kleinen Fotoladens soll den hartgesottenen Pfandleiher Erich Rauch mit dessen eigener Waffe erschossen haben. Rauchs Sekretärin Uschi Holm sagt aus, daß Strobel und Rauch wenige Stunden vor der Tat heftigen Streit wegen eines Landschaftsgemäldes von Thoma hatten. Rauch hatte es mit 40.000 Mark beliehen und wollte es wegen Fristablaufs jetzt zum Verkauf stellen, obwohl Strobel nur um eine weitere Woche Aufschub gebeten hatte. Da Strobels Bruder Christian für Kommissar Heltzer kein neutraler Entslastungszeuge ist, soll Matula über seine speziellen Kontakte das seit dem Mord verschwundene Gemälde suchen, das einen Marktwert von 70.000 Mark hat.
181. Gott ist mein Zeuge
08.12.2000
Mit einem Vermögen von 15 Millionen hat Bankier Anton Wiegand allen Grund, sich seines Lebensabends zu freuen. Nach dem Tod seiner Frau trägt er sich sogar wieder mit Heiratsabsichten, da sich die viele Jahre jüngere Krankengymnastin Ulla Weinberg - im weitesten Sinn - um sein körperliches Wohl kümmert. Auch seine Tochter Hanne ist ihm in Liebe zugetan. Nur die Entscheidung seines Sohnes Bernd, Pfarrer zu werden, macht ihm noch schwer zu schaffen. Vor allem seit ihm Bernd immer fordernder ein Grundstück für einen Basketballplatz "aus dem Kreuz leiern" will, um die Jugendarbeit seiner Kirche zu fördern. Eines Abends wird der alte Herr in seiner Villa beim Fernsehen mit der eigenen Waffe erschossen. Aufgrund der Zeitungsberichte meldet sich bei Kommissar Lutze bald ein absolut glaubwürdiger Zeuge, Thomas Berhold, der zufällig mitbekommen hatte, wie aus der fraglichen Villa ein Knall drang und kurz danach ein Mann zu seinem Wagen rannte und wegfuhr. Teile des Autokennzeichens und die Personenbeschreibung (Pfarrerkragen) deuten auf Wiegands Adoptivsohn Bernd als Täter. Obwohl dieser gegen alle Indizien seine Unschuld beteuert, räumt der Kommissar dem Pfarrer keine Sonderbehandlung ein. Rechtsanwalt Dr. Voss versucht, Bernd Wiegand aus seiner bedrängten Lage zu helfen. Er und Matula sehen sich im Umkreis des Ermordeten um. Als Dr. Voss vor Gericht ein Desaster mit seinem Mandanten erlebt, rückt dieser endlich mit der ganzen Wahrheit heraus, die seine Situation allerdings noch hoffnungsloser macht.
182. Morgen bist du tot
22.12.2000
Bevor Dr. Voss seinen lang ersehnten Urlaub auf Mauritius antreten kann, muss er noch einen Fall lösen: Er vertritt die Interessen von Christian Waller, dessen 19-jährige Tochter Verena von dem Schwerkriminellen Jochen Brenner bei einem Banküberfall erschossen worden war. Staatsanwalt Dr. Markus Lessing, ein mit allen juristischen Wassern gewaschener früherer Studienfreund von Dr. Voss, übernimmt die Vertretung der Anklage. Vor allem Privatdetektiv Matulas tatkräftiger Unterstützung ist es zu verdanken, dass der Mörder vor Gericht geführt werden kann. Nach der Urteilsverkündung "lebenslänglich" beobachtet Dr. Lessing, wie Brenner durch eine unmissverständliche Geste Matulas Tod ankündigt. Nichts kann Brenner von seiner Rache an Matula abhalten, die in greifbare Nähe rückt, als es Brenner gelingt, in den Besitz einer von einem Komplizen eingeschmuggelten Waffe zu kommen und sich den Weg aus dem Gerichtsgebäude frei zu schießen. Bei dem Schusswechsel wird Dr. Voss von einer Kugel getroffen. Matula schwört, den Täter zu stellen. Staatsanwalt Dr. Lessing bietet seine Hilfe an.
183. Der verlorene Vater
05.01.2001
Eine ungewöhnliche Szene vor dem Saal des Schwurgerichts: Im Interview mit einem Reporter begrüßt der 25-jährige Rainer Kern (Aljoscha Stadelmann) die kurz bevor stehende Verurteilung zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe. Die Anklage wirft dem geständigen Bauunternehmer vor, Melinda Melzer, Rainers Lebensgefährtin, im Wald aus niedrigen Beweggründen heimtückisch ermordet zu haben. Zur Überraschung aller - auch seines älteren Sohnes und Juniorpartners Uwe (Uwe Bohm) - widerruft Kern im Gericht sein angeblich unter Druck der Ermittler abgegebenes Geständnis. Für Dr. Lessing, den Vertreter der Nebenklägerin Ruth Melzer (Hansi Jochmann), gibt es nur zwei Gründe für die spektakuläre Wende: Entweder versucht Kern, den Prozess zu verzögern oder sein damaliges Geständnis hatte den Zweck, dei Spuren zum wahren Täter "kalt" werden zu lassen. Als Dr. Albrecht, der mit allen Wassern gewaschene Verteidiger des Angeklagten, um Unterbrechung der Verhandlung bittet, fürchtet Ruth Melzer, dass der Tod ihrer "wilden und leichtsinnigen" Tochter, die als Sängerin Karriere machen wollte, ungesühnt bleibt. Deshalb bittet sie Dr. Lessing, neben den Ermittlungen des Staatsanwalts auf eigene Faust nach der Wahrheit zu forschen. Als Matula sich das komplexe Umfeld des Familiendramas auf seine Weise genauer ansieht, stößt er auf Einzelheiten, die völlig neue Fragen aufwerfen.
184. K.O.-Girls
02.02.2001
Eines Nachts tappt Josef Matula in eine geschickt arrangierte Falle: Im Vorbeifahren sieht er, wie ein junges Mädchen von einem Gleichaltrigen verprügelt wird. Nachdem er den Peiniger in die Flucht geschlagen hat, bietet er dem Opfer an, es zur Polizei zu bringen. Als die attraktive 18jährige Silvie abgesetzt werden will, wird Matula in seinem Wagen von einer zweiten Person hinterrücks chloroformiert und ausgeraubt. Er ist offensichtlich Opfer der "K.o.Girls", die seit einiger Zeit ihre Raubzüge durchführen und mit Lippenstift ein Herz auf der Windschutzscheibe hinterlassen. Matula wäre nicht Matula, wenn er keinen Weg fände, seine Sachen wieder einzusammeln. Seine Suche führt in eine heruntergekommene Siedlung am Stadtrand. Von einem Jungen, den er gerade noch am Klauen seines Autoradios hindern kann, erzwingt Matula eine Auskunft, die ihn zu der hübschen Dunkelhaarigen vom Vorabend führt. Er findet Silvie in einer kleinen, aber unfeinen Wohnung, wo sie ihre beiden kleineren Brüder versorgt, während sich ihre junge Mutter außer Haus mit dem in mehrfacher Hinsicht starken Ben Schipper amüsiert. Kurze Zeit später erfährt Matula, dass Silvie der Mord an dem Videothekenbesitzer Rennart zur Last gelegt wird. Matula hat trotz seiner bösen Erfahrung mit Silvie, die seiner Meinung nach "nie eine Chance hatte" Mitleid und bittet seinen Freund, Anwalt Dr. Lessing, sich des Mädchens anzunehmen. Matula und Lessing geraten in einen Fall spezieller Art, denn der getötete Herr Rennart finanzierte sein feudales Leben unter anderem durch die Produktion von "Spezial-Videos", durch die seine Kunden intime Einblicke in die Schlafzimmer ihrer Nachbarn aus der Siedlung nehmen konnten.
185. Tödliche Probe
02.03.2001
Ein großes Ereignis in der Aula eines Frankfurter Gymnasiums wirft seine Schatten voraus: noch spät abends proben die Schüler der 12. Jahrgangsstufe eine Aufführung der Tragödie "Frühlingserwachen" von 1906. Das Interesse der Jugendlichen richtet sich jedoch selbst vier Tage vor der Generalprobe weniger auf das heute noch aktuelle Stück als auf die mitwirkenden Damen. Tom Kraft beispielsweise nutzt die erste Gelegenheit, seine attraktive und sonst wahllos flirtende Klassenkameradin Natascha Wegener zu einer Spritztour mit dem Cabrio seiner Mutter zu überreden. Warum sie jedoch Toms eindeutiges Angebot auf verletzende Weise ablehnt - aber auch das etwas subtilere Liebeswerben ihres 18jährigen Regisseurs Nicholas Conradi - wird bald offensichtlich. Und zwar, als sie den Leiter der Theatergruppe, den Deutschlehrer Peter Fries eindringlich um ein Vier-Augen-Gespräch nach der Probe bittet - was bei ihm offensichtlich gemischte Gefühle auslöst. Noch am selben Abend wird Natascha im Umkleideraum der Schule erwürgt und mit aufgerissener Bluse vom Hausmeister aufgefunden. Nachdem Kommissar Schmelzer die ersten Zeugen gehört hat, erhärtet sich sein Verdacht, dass Tom als vaterloses Kind einer geschäftlich erfolgreichen Mutter offenbar Probleme mit Mädchen hatte und deshalb die höhnische Zurückweisung nicht verkraften konnte. Seine Mutter Regine schaltet Anwalt Dr. Lessing ein, der schon bald erkennen muss, dass seine juristischen Waffen stumpf bleiben, solange er nicht mehr über das Mordopfer und dessen Umfeld weiß. Matula taucht in das Milieu der jungen Leute ein und lernt die geheimnisvolle Laura kennen.
186. Tödliche Schnappschüsse
11.05.2001
Besondere Gefahr droht, wenn sich Matula ernsthaft verliebt. Seine attraktive, lebenslustige und nicht mehr ganz junge Kollegin Marion de Winter erwidert seine Gefühle und findet es „richtig nett“, als ihm in Bezug auf sie der Ausdruck „meine Frau“ herausrutscht. So zögert er auch keine Sekunde, als Marion ihn bittet, sie bei ihrem nächsten Einsatz als Detektivin ein wenig zu unterstützen. Matula soll in einer Tabledance-Bar nur ein paar Fotos von ihr und dem Prominenten Karl Friedrich von Bernheim schießen, die dessen Bereitschaft zu ehewidrigen Handlungen eindeutig belegen. Durch einen Bedienungsfehler löst Matula im entscheidenden Moment ein Blitzlicht aus, und er und Marion entgehen einer Tracht Prügel durch den zornigen Adligen nur knapp. Als Marion die Fotos noch in der selben Nacht dem skrupellosen Klatschjournalisten Dirk Heise übergibt, macht ihr Matula klar, dass er sich durch sie ausgenutzt fühlt. Als die beiden später noch einmal zu Heise fahren, werden sie entsetzt Zeuge, wie Heise von seiner Dachterrasse stürzt und stirbt. Matula versucht ohne Erfolg, den Täter zu stellen. Verdächtig ist der unbekannte Fahrer eines Wagens, der Matula und Marion bis zu Heise verfolgt hatte, ebenso wie Herr von Bernheim, der am Abend ebenfalls bei Heise aufgekreuzt war. Obwohl Heise aufgrund seiner Skrupellosigkeit viele Feinde hatte, z. B. Dr. Mangold, der seine Zukunft durch Heise zerstört sah, wird von Bernheim verhaftet und lässt sich - zur Überraschung von Matula - ausgerechnet von Dr. Lessing anwaltlich vertreten.
187. Code Mira
22.06.2001
Manfred Schweiger geht neben seinem Informatikstudium gern „auf Jagd“ ins Internet, um in Computernetze von Unternehmen einzudringen. Seine Genialität beim Knacken von Codes, die Computer gegen unerwünschte Eindringlinge schützen, lässt er sich gut bezahlen. Eines Abends findet er nach langem Suchen auftragsgemäß Beweise für kriminelle Aktivitäten großen Umfangs. Um ganz sicher zu gehen, dass seine ausgeforschten Daten in die ihn bezahlenden Hände kommen, verabredet er sich per Telefon mit der jungen Silke Bauer zu einem konspirativen Treffen im Park. Vor der Übergabe der Daten wird er jedoch erschossen. Einziger Zeuge des Mordes ist der kleine Sven Tarrach, der auf dem Heimweg in sein Internat ist. Der Junge kann mit den letzten Worten des Sterbenden, „Code Mira“, wenig anfangen, und Kommissar Beck trägt mit seinen Verhörmethoden nicht gerade dazu bei, dies aus dem sensiblen Jungen herauszulocken. Am folgenden Tag kommt Mathilde Betzner - Inhaberin einer Modefirma - ins Büro von RA Dr. Lessing. Ihr Sohn Frank steht unter Verdacht, seinen besten Freund Manfred aus Eifersucht getötet zu haben. In der Annahme, seine Freundin Silke Bauer hätte ihn mit Manfred betrogen, war er ihr gefolgt und dort am Tatort auch erkannt worden. Matula stellt Silke Bauer im Verlauf seiner Recherchen und erfährt, dass Frank sie mehrfach brutal geschlagen hatte. Und es war aufgrund ihrer Anzeige, dass Frank verhaftet wurde. Auch die Aussage von Manfreds Hackerfreund Tarzan, dass Manfred in der Tat einer „großen Sache“ auf der Spur war, macht die Ermittlungen für Matula und Dr. Lessing nicht eben einfacher.
188. Tod eines Models
10.08.2001
Eine sehr schöne junge Frau, das ist sie: Elvira Seger, das Super-Model beim aufwendigen Fotoshooting in der Spielbank Wiesbaden. Hinter der Kamera der Star-Fotograf Bernd Fendinger, der im Umgang mit seinen Miarbeitern allerdings oft den richtigen Ton verfehlt. Sein unnötiger Seitenhieb auf Elviras Ehemann, den immer noch berühmten, aber nicht mehr ganz jungen Schauspieler Helmut Horla, bringt das Fass zum Überlaufen. Elvira rauscht zornbebend vom Set, zurück in ihren Wohnwagen und schaltet auf stur. Fendinger folgt in unüberhörbarer Panik, weil er seine mit Elvira geplante millionenteure Talkshow nun wohl endgültig in den Wind schreiben kann. Am nächsten Morgen wird Elvira in ihrem Wohnmobil gefunden, erdrosselt. Kommissar Weinrot folgt einer Zeugenaussage von Fendinger, der kurz vor dem vermutlichen Todeszeitpunkt gesehen haben will, wie Elviras Agent Detlef Rosenbauer das Wohnmobil betreten hat. Auch Rosenbauer hatte akute Probleme mit der "Goldgrube" Elvira, da sich sein Star-Model von ihm trennen wollte, um mit Hilfe internationaler Agenten den Sprung nach Hollywood zu schaffen. Bei der für Rosenbauer nun notwendigen Suche nach einem guten Strafverteidiger stößt er auf Dr. Markus Lessing, der als ehemaliger Staatsanwalt ein besonders findiger Jurist sein soll. Während sich Dr. Lessing an Elviras hinterbliebenen Ehemann Helmut Horla wendet, der mit ihrem gemeinsamen 6-jährigen Töchterchen in einem eindrucksvollen Anwesen lebt, macht sich Detektiv Matula auf, um von der Visagistin Susanne Lobstett mehr über das Leben des von ihr seit Jahren betreuten Models zu erfahren.
189. Schulschluß
31.08.2001
Nach Schulschluss kommt es auf dem Pausenhof eines Frankfurter Gymnasiums beinahe zu einer Messerstecherei zwischen dem Abiturienten David Jannings und seinem besten Freund Robert Dennert. Martin Kurtz, der mit beiden befreundet ist, kann in letzter Sekunde eine Katastrophe verhindern. Wenige Stunden später wird der 19-jährige Robert auf dem Hinterhof des „angesagten“ House-Clubs „Jungle“ mit einem Ziegelstein erschlagen. Da David nur wenige Minuten vor der Entdeckung des Toten diesen Club fluchtartig verlassen haben soll, glaubt Kommissar Dietz mit David Jannings den Täter gefasst zu haben. Denn seine Ermittler haben nicht nur Spuren des Kampfes, sondern an seiner Kleidung auch Blut des Mordopfers festgestellt. Alles spricht dafür, dass es bei der Auseinandersetzung um Drogen ging, denn der Club ist dem Rauschgiftdezernat als Umschlagplatz bekannt. Um ihrem jungen Mandanten zu helfen, befassen sich Rechtsanwalt Dr. Markus Lessing und Matula zunächst mit dem Umfeld des Toten. Dabei machen sie einige interessante Entdeckungen. Es gab offenbar geheimnisvolle Beziehungen zwischen dem ermordeten Robert Dennert und seiner Lehrerin Vera Landers. Matula wird zudem Zeuge, wie deren Ehemann, der Psychotherapeut Dr. Lars Landers, in Roberts Wohnung eindringen wollte und findet Beweise, dass die Tochter der Landers, Nina, von dem als „Anbaggertyp“ berüchtigten Robert belästigt worden war. Während Dr. Lessing versucht herauszufinden, warum die Freundschaft zwischen David und Robert in tödlichen Hass umgeschlagen ist, macht Matula den zwielichtigen Schrottplatzhändler Meinecke aus, der vor längerer Zeit im Zusammenhang mit Drogengeschäften Robert einen Schlägertrupp auf den Hals geschickt hatte, um ihn bei der Stange zu halten.
190. Das Lachen des Buddha
28.09.2001
Nach Einbruch der Dunkelheit kehrt Frau Grabowsky zurück von ihrer Bridgerunde und sieht, wie ein Fremder auffällig das Leihhaus ihres Mannes verlässt und mit seinem Wagen im Kavalierstart davon rast. Sie betritt das Büro und findet ihren Mann erschlagen auf dem Teppich liegen. Noch in der selben Nacht wird der Zuhälter Tommy Berner (André Hennicke) in Zusammenhang mit dem Mord verhaftet. Sein Anwalt sitzt hinter schwedischen Gardinen - ein nächtlicher Anruf bei Matula verhilft ihm zur Vertretung durch Dr. Lessing. Als Dr. Lessing am nächsten Morgen zur ersten Vernehmung eines unverhofften Mandanten kommt, hat er zunächst wenig in der Hand, um den Vorhaltungen von Kommissar Reuter (Hans-Martin Stier) zu begegnen. Da Matula mit seiner neuen Freundin, der Polizistin Sabine, aufs Land gefahren ist, bleibt Lessing nichts anderes übrig, als zunächst selbst an der Front zu ermitteln. Schon seine erste Ansprechpartnerin, Berners junge Haushälterin Marion Hübner (Caroline Scholze) scheint ihm weiter zu helfen. Sie gibt seinem zwielichtigen Mandanten für die Tatzeit ein Alibi. Als zudem die Witwe Grabowsky bei der polizeilichen Gegenüberstellung unsicher wird, ob Berner der fragliche Fremde am Tatort war, scheint alles klar. Doch nachdem Matula wieder an Deck ist und nicht nur im Halbweltmilieu Berners ermittelt, ergeben sich völlig neue Aspekte, die mit einer verschwundenen, wertvollen Buddhastatue zu tun haben. Und im Gespräch mit Grabowskys Witwe erfährt Dr. Lessing, dass es der Tote in übelster Form verstand, die Menschen, die beruflich und/oder privat mit ihm zu tun hatten, unglücklich zu machen.
191. Verbotene Gefühle
11.10.2001
Wovon andere Männer träumen, das kann den attraktiven Abenteurer und weitgereisten Trucker Fred Busch (Peter Davor) nicht schwach machen. Er wird unsterblich geliebt von der bildhübschen Stephanie (Anja Knauer), die altersmäßig seine Tochter sein könnte. Da Fred zur Zeit knapp bei Kasse ist und in Frankfurt bei seiner Schwester Luise (Saskia Vester) wohnt, glaubt er eine besonders schlaue Idee zu haben, als er dem über Stephanies Sturheit verzweifelten Vater Werner Pullmann (Rüdiger Vogler) ein schäbiges Geschäft vorschlägt. Gegen Zahlung einer Ablöse von 100.000 DM sei er bereit, Stephanie in Ruhe zu lassen und wieder zu verschwinden. Als Pullmann, der sich als Krimiautor ein kleines Vermögen erschrieben hat, auf diesen Handel eingeht und Busch seinen Teil des Vertrages erfüllt hat, klettert Stephanie auf das Geländer einer Mainbrücke, um ihrem nun "sinnlos" gewordenen Leben ein Ende zu setzen. Glücklicherweise erkennen Matula und Dr. Lessing im Vorbeifahren rechtzeitig die Situation und verhindern das Schlimmste. Sie bringen die 17-jährige nach Hause und vertrauen sie wieder der Sorge ihres Vaters und der Haushälterin Frau Mohn an. Noch am selben Abend wird Busch kurz nach der Übergabe der vereinbarten Vertragssumme auf dem Parkplatz einer Gaststätte hinterrücks erschossen. Obwohl die Besucher der Kneipe am Morgen erlebt hatten, wie Busch den arbeitsscheuen Kaminski (Uwe Rohde) zur Schnecke gemacht hat, weil der sich auf Kosten seiner Schwester Luise einen faulen Lenz macht, gerät zunächst nur Werner Pullmann in Verdacht, seinen Erpresser getötet zu haben. Genau in dem Augenblick, als sich Pullmann bei den beiden Lebensrettern seiner Tochter bedanken will, taucht Hauptkommissar Wedel (Klausjürgen Steinmann) in der Kanzlei von Dr. Lessing auf, um ihn zu verhaften. So kommt es, dass Dr. Lessing einen Mandanten übernimmt, der von Kriminalfällen möglicherweise mehr Ahnung hat als er und Matula zusammen.
192. Einsamer Wolf
16.11.2001
Auch wenn die attraktive Nadja Portmann (Claudia Messner) noch nicht lange in der Frankfurter Anwaltskanzlei von Barbara Vanderhart arbeitet, darf sie die Verteidigung des dreifachen Frauenmörders Ralf Schlier (Roland Künzel) übernehmen. Die Öffentlichkeit hofft, dass der Mann, der seine Opfer grausam vergewaltigt und ermordet hat, für immer hinter Gefängnismauern verschwindet. Umso tiefer trifft der Schock, als Schlier auf dem Weg zum Gerichtssaal fliehen kann. Ein von mehreren Sendern ausgestrahltes Video hält die spektakuläre Flucht so genau fest, dass erkennbar wird, wie sich Schlier aus der Handtasche blitzschnell die Waffe holt, mit der er sich den Weg freischießt. Obwohl er von einem Vollzugsbeamten angeschossen wird, kann er ein Fahrzeug kapern und den Fahrer zwingen, mit ihm zu fliehen. Nadja Portmann wird von der Presse sehr schnell als Komplizin der „Bestie von Frankfurt“ abgestempelt und verhaftet. Nachdem sie im Gefängnis anonyme Morddrohungen erhält und um ihr Leben fürchten muss, wendet sie sich an Dr. Lessing. Auch er wird anonym angesprochen: Allerdings soll er Nadja Portmann aus der U-Haft rausholen. Dies wiederum bestätigt den Verdacht von Hauptkommissar Forst (Thomas Bestvater), demzufolge die Juristin ihrem Geliebten zur Flucht verholfen hat und der nun versucht, sie aus dem Gefängnis freizupressen. Matulas erste Recherche führt ins Rotlicht-Milieu zu dem allgemein gefürchteten Zuhälterkönig Boris Limonow (Emilio de Marchi), der mit Nadja Portmann noch eine Rechnung offen hat, da sie durch eine gezielt schwache Verteidigung seinen Bruder für viele Jahre hinter schwedische Gardinen gebracht hat. Eine zunächst harmlos erscheinende Spur verfolgt Matula, als er Gunnar Reiter (Hendrik Duryn) besucht, den Fahrer des Fluchtautos. Doch dann kommt es zur Katastrophe. Und Markus Lessing fühlt sich schuldig an ihr, weil er die Drohungen gegen seine Person herunter gespielt hat.
193. Jagdfieber
14.12.2001
Das stabile Selbstbewusstsein von Eleonore Camphausen (Katja Rupe) basiert nicht nur auf den ererbten Waldgebieten, die ihre Vorfahren aus dem 16. Jahrhundert herüber gerettet haben, sondern auf ihrem Liebesverhältnis mit dem strammen Alwin Krug (Horst Kummeth), der bei ihr seit sechs Jahren als Förster angestellt ist. Dieses Gleichgewicht gerät in akute Gefahr, als Krug wegen eines mysteriösen Jagdunfalls vor Gericht steht. Von einem Hochsitz aus soll er auf den 13jährigen Dennis Müller geschossen haben, der mit seinem Vater beim Pilzsammeln im Wald war. Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass er sich seiner Verantwortung für den blutenden Jungen durch Flucht mit seinem Geländewagen entzogen habe und dadurch erst seinen Tod verursachte. Die Anklage stützt sich vor allem auf die Aussagen des Vaters, Walter Müller, der Krug - aus ca. 70 Meter Entfernung - erkannt und seinen Wagen gehört haben will. Das Ehepaar Müller (Bernd Tauber, Madeleine Vester) möchte jede Mauschelei in den Hinterzimmern des Gerichts verhindern und hat Dr. Lessing als Nebenkläger bestellt. Doch selbst er hat zunächst keine Chance, gegen Krugs smarten Anwalt Dr. Lohse (Peter Sattmann) zu argumentieren, der den zweiten Belastungszeugen entkräftet: Der Sägewerksbesitzern Hartmann (Dietrich Hollinderbäumer) kann Krug in seinem Geländewagen nicht gesehen haben, da er zur fraglichen Zeit die horizontalen Dienste der ordentlich Buch führenden Zeugin Jasmin Sachs (Lilija Geist) in Anspruch genommen habe. Nach dem Freispruch Krugs wäre das Verbrechen ungesühnt geblieben, wenn Dr. Lessing und das Ehepaar Müller nicht Privatdetektiv Matula eingeschaltet hätten, um den Mörder ihres einzigen Sohnes zu jagen. Dabei gerät Matula in Lebensgefahr, denn offenbar gibt es jemand, der seine Straftat unter allen Umständen vertuschen will.
194. Ein schändlicher Plan
01.02.2002
Dr. Lessing kommt aus beruflichen Gründen immer weniger zum Tennisspielen, möchte aber den Kontakt zu seinen Clubfreunden nicht ganz verlieren. Wohl deshalb und aus wohltätigen Gründen ersteigert er bei einer Abendveranstaltung den Tropenhelm seines langjährigen Clubpräsidenten. Zum Trost für den 'unterlegenen' Mitbieter Kurt Dobler (Michael Lesch) nimmt er ihn auf dem Heimweg mit, um ihn bei sich zu Hause abzusetzen. Als Dobler sein Grundstück betritt, springt ihm sein Hund Dany entgegen, um ihm eine Leiche zu zeigen. Wenige Schritte von seiner Haustür entfernt liegt Lena Schulte (Gabriele Metzger), die Chefin des Modehauses Schulte, bei dem seine Frau zur Aufbesserung ihres schmalen Budgets als Buchhalterin arbeitet. Fassungslos betritt Dobler das Haus und weckt seine betrunkene Frau Herta (Ulrike Kriener). Am nächsten Morgen wendet sich Dobler an Dr. Lessing. Er bittet ihn, seine Frau am Nachmittag zum Verhör ins Polizeipräsidium zu begleiten, weil sie offenbar verdächtigt wird, ihre Chefin beim Verlassen des Hauses von hinten mit einem schweren Gegenstand erschlagen zu haben. Da die Aussagen der offenbar unter Schock stehenden Beschuldigten unergiebig sind und Gefahr im Verzug ist, geht Dr. Lessing gleich selbst zum Modehaus Schulte. Dort nimmt ihm Gert Schrewe (Manou Lubowski), der 10 Jahre jüngere Lebensgefährte und etwas undurchsichtige Chefdesigner der Ermordeten, jeden Wind aus den Segeln. Offenbar hat Herta Dobler ihre Vertrauensstellung in der Buchhaltung missbraucht, um 400.000 für sich abzuzweigen. Obwohl Frau Dobler behauptet, ihrer Chefin den Betrag in Scheinen gestern Abend übergeben zu haben, wurde bei der Toten kein Bargeld gefunden. Kann Matula da noch helfen? Zumindest greift er ganz tief in die große Trickkiste seiner Ermittlungsmethoden. Die Aussage der Leiterin einer Model-Agentur - deren Mädels gerade von Schrewe achtkantig rausgeschmissen wurden - hilft ihm ein Stückchen weiter. Offensichtlich war es Schrewe selbst, der seine Lebensgefährtin am Vorabend zu Frau Dobler gebracht hatte und dann seltsamerweise nicht auf sie gewartet haben will. Vielleicht liegen die Dinge in diesem Fall noch wesentlich tiefer. Denn welche Rolle spielen die mehr als lebenslustige Nachbarin Verena (Edda Lesch) und ihr arbeitsloser Mann Karl Hopprecht (Michael Gwisdek)?
195. Im Koma
15.03.2002
Zwei aufmerksame Polizisten auf Streife sehen spät Abends noch Licht in den hinteren Räumen einer Apotheke, obwohl diese gar keinen Nachtdienst hat. Durch den Hausflur und die von einer flüchtigen Person offen gelassenen Hintertür gelangen sie in das Geschäft und entdecken einen Mann, der von Schüssen getötet wurde. Kurze Zeit später läutet es bei Matula an der Tür. Dr. Lessing verabschiedet sich, weil er spürt, dass die etwas verstört wirkende abendliche Besucherin mit Matula alleine sein möchte. Offenkundig hatte Andrea Palmert (Ute Willing) schon wieder tiefer gehenden Ehestreit und sucht Trost bei ihrem Freund Josef. Am nächsten Morgen werden die beiden unsanft aus dem Schlaf gerissen. Das von Andrea widerrechtlich im Hof geparkte Auto hat Hauptkommissar Allberg (Thomas Anzenhofer) dazu verholfen, die verschwundene Ehefrau des erschossenen Apothekers Palmert zu finden. Da Matula und Andrea einander schon vor zehn Jahren – vor ihrer Ehe mit Palmert – lieben gelernt haben und sie auf ihn in der vergangenen Nacht auch nicht andeutungsweise den Eindruck einer Mörderin gemacht hat, verbürgt er sich gegenüber Dr. Lessing, dass der von Allberg verfolgte Verdacht gegen sie absurd sei. Als Kommissar Allberg in Anwesenheit des Untersuchungsrichters sagt, der Erkennungsdienst habe Andreas Fingerabdrücke am Safe – dem Versteck der Waffe – gefunden, bricht sie mit einem Herzinfarkt zusammen. Um ihr zunächst weitere Aufregungen zu ersparen, wird Andrea in ein künstliches Koma versetzt. Für Matula ist dieses Maßnahme eine zweischneidige Sache, denn ohne ihre Hilfe ist sein detektivisches Können noch mehr gefragt als sonst. Sein erster Weg führt in die Apotheke der Palmerts. Da begegnet er nicht nur der 19-jährigen, in den Sohn des Chefs verliebten Pharma-Assistentin Petra (Loretta Stern) und der attraktiven Geschäftsführerin Dr. Doris Gellert (Marita Marschall), sondern auch Philip (Nils Brunkhorst), der sich als Komponist und Bandleader in der Frankfurter Szene einen Namen gemacht hat.
196. Zum Schweigen verurteilt
12.04.2002
Bernd Tillmann (Oliver Boysen) ist mit dem goldenen Löffel im Mund aufgewachsen. Sein Vater (Edgar M. Marcus) hat als Hersteller von Herrenoberbekleidung ein beachtliches Vermögen erworben. Auch Rechtsanwalt Dr. Lessing trägt einen Anzug der Marke Tillmann. Doch Bernd hat sein Lebensziel auch mit 25 Jahren noch nicht gefunden, weil seine Konzentration auf das Studium der Jurisprudenz vom "süßen Leben" mit attraktiven Damen und anderen "Rauschmitteln" nachhaltig erschwert wird. Mit seinem undurchsichtigen Freund Thommy (Niels Bruno Schmidt) landet er eines Abends in einem feineren Club, in dem die ausgesprochen wohlproportionierte 20-jährige Corinna (Isabell Gerschke) auf der Tanzfläche alle Blicke auf sich zieht. Die Gelegenheit für Bernd scheint günstig, da sich Corinna offensichtlich gerade von ihrem Freund, dem Galeristen Stefan (Christian Wittmann), trennen will. Als Bernd all seinen Charme aufbietet, um Corinna für sich einzunehmen, trifft er auf ungewohnt intelligenten und harten Widerstand, da sie ihn aus einer Fernsehsendung über reiche Söhne kennt und keine Lust hat, allzu schnell auf seiner Strichliste zu landen. Als Corinna den Club verlässt, gelingt es Bernd dann doch, sie in seinen schwarzen BMW zu plaudern. Wenig später unterbricht Bernd seine Fahrt, um ihr körperlich näher zu kommen. Die Situation eskaliert rasch zu einer blutigen Auseinandersetzung, an deren Ende er Corinnas Schreie dadurch beendet, indem er ihr die Kehle zudrückt. In Panik rast Bernd zu der Wohnung von Thommy, um sich von ihm bezeugen zu lassen, er habe zur Tatzeit bei ihm amerikanische DVDs angeschaut. Da es einen türkischen Zeugen (Bülent Sharif) gibt, der Bernd und Corinna gemeinsam in seinem Wagen hat vorbeifahren sehen, wird er am folgenden Tag wegen Mordes festgenommen. Bernds Eltern bitten Dr. Lessing, ihren "zu Unrecht" verdächtigten Sohn anwaltlich zu vertreten. Dem gelingt es, die Sympathie und das Vertrauen von Dr. Lessing zu gewinnen. Selbst als Thommy von Hauptkommissar Thorwald (Jürgen Tonkel) über die schweren Folgen einer Falschaussage belehrt wird und umfällt, stellt sich Bernd gekonnt als Unschuldslamm dar. Und noch irritierender: Die darauf basierenden Ermittlungen von Matula und Lessing scheinen zu einem Freispruch für den Mörder zu führen. Vorausschauend eignet sich Bernd im Gefängnis das nötige juristische Rüstzeug an für den Fall, dass Dr. Lessing doch hinter die ganze Wahrheit kommt.
197. Penthouse mit Leiche
17.05.2002
Selbstbewusst eilt die junge und reiche Charlotte Duval (Niki Greb) dem elitären Sportstudio „Body & Style“ zu, in dem sie regelmäßig trainiert. Als sie die Straße überqueren will, läuft sie direkt in ein Auto, dessen Fahrer keinerlei Chance mehr hatte, rechtzeitig zu bremsen. Charlotte wird zu Boden gerissen, der kostbare Inhalt ihrer Taschen verteilt sich auf der Straße. Im Schutz der allgemeinen Aufregung bringt sich ein Passant in den Besitz ihres Schlüssels. Das dazu gehörige Türschloss findet der sportlich-gepflegte Michael Kravitz (Thomas Scharff) problemlos, da er seine Arbeit im Fitnesscenter dazu nutzt, betuchte Damen in gewissen Stunden zu verwöhnen und Charlotte ihn diesbezüglich bereits in ihr neues, wertvoll eingerichtetes Penthouse mitgenommen hatte. Erheblich mehr Probleme bekommt Kravitz, als er einige Zeit später das Penthouse wieder verlässt. Er läuft geradewegs in die Arme einer Polizeistreife (Petra Fehrmann/Steffen Wilhelm), die wegen einer Statue gerufen wurde, die durch das Fenster des Penthouses geschleudert wurde und eine Passantin beinahe erschlagen hätte. Der unübersehbar auf der Flucht befindliche Kravitz verwickelt sich rasch in Widersprüche und muss die beiden Polizisten in die Wohnung führen. Dort hat offen-sichtlich soeben ein Kampf stattgefunden, der für eine junge Frau tödlich endete. Bei der Ermordeten handelt es sich um Martina Kleiber, eine Freundin von Charlotte. Alle Erklärungen, die Kravitz bei Kommissar Trenck (Wolfram Koch) abgibt, tragen nicht zur Verbesse-rung seiner Lage bei. Für Trenck steht fest, dass Kravitz die Zeugin seines Diebeszuges für immer zum Schweigen bringen wollte. Einige Ungereimtheiten am Tatort und ein erstes Gespräch mit der im Krankenhaus liegenden Charlotte und ihrem aalglatten Verlobten Ralf Dürer (Björn Casapietra) bestärken Dr. Lessing in dem Gefühl, dass Kravitz nicht der Mörder ist. Nachdem Matula von der in einfachen Verhältnissen lebenden Mutter der Ermordeten (Karin Heine) etwas über deren ungewöhnlichen Freundschaft mit Charlotte erfährt, begegnet er im Café Pegasus, dem angesagten Lokal der Reichen und Schönen, Charlottes arrogantem Zwillingsbruder Nicolas (Clemens Schick), während Dr. Lessing die Bekanntschaft des Familienarztes der Duvals, Dr. Horvath (Klausjürgen Wussow) macht.
198. Mörderische Schulden
27.09.2002
Obwohl Dennis Labich (Tobias Nath) als Student der Betriebswirtschaft mehr Durchblick haben müsste, ist er zum wiederholten Male auf einen „todsicheren Tipp“ reingefallen. Er hat mit privat geliehenem Geld an der Börse spekuliert und alles verloren. Da ihm seine Gläubiger für morgen einen allerletzten Termin zur Rückzahlung des Kredits gesetzt haben, greift er zur Notbremse und bittet seinen Vater erneut um eine Finanzspritze. Das Verständnis seines alten Herrn (Ulrich Pleitgen) hält sich sehr in Grenzen, da dieser das Unternehmen Labich-Farbchemie nur nach althergebrachten Glaubenssätzen zum Erfolg führen konnte. Deshalb bekommt Dennis anstelle von Geld lediglich so wertvolle Ratschläge wie „Lern endlich, selbst Verantwortung für dein Leben zu übernehmen“. Mit leeren Händen steigt Dennis in sein teures Sportcoupé und fährt zur Nobeldisco CB’s. Deren Chef Sommer nutzt die Tatsache, dass sein säumiger Schuldner einer betuchten Familie angehört und erhöht den Druck auf Dennis, indem er ihn von zwei bulligen Schlägern weich klopfen lässt. Am nächsten Tag erhält Reinhard Labich den Anruf eines Erpressers. Für ein Lösegeld in Höhe von einer Million werde sein Sohn Dennis – bei Heraushalten der Polizei - freigelassen. Nachdem Labich keinen Zweifel mehr an der Ernsthaftigkeit der Forderung hat, zieht er seinen Jugendfreund und Anwalt Dr. Lessing (Paul Frielinghaus) ins Vertrauen. Da die Geldübergabe immer der gefährlichste Teil der Erpressung ist, geht es nicht ohne Matula (Claus Theo Gärtner) als Geldbote. Am Ende einer per Handy gesteuerten Taxi- und S-Bahnfahrt zur Isolierung von Matula, gelingt es ihm und Lessing, die junge Saskia(Alexandra Nedel) an der Flucht zu hindern. Sie können sogar das Lösegeld sicherstellen, lediglich Saskias Komplize Chris (Steven Merting) entkommt. Saskia wird verhaftet, sie gibt ihre Beteiligung an der Entführung zu und verrät der Polizei das Versteck, in dem Dennis festgehalten wird. Dr. Lessing und Matula begleiten Herrn Labich zu seiner Jagdhütte im Wald und finden Dennis erschlagen in der Sauna. Damit stellt sich Matulas erster Verdacht, die Entführung sei nur fingiert, als falsch heraus. Da Dr. Lessing von seinem Freund vor Jahren aus einer lebensgefährlichen Situation gerettet wurde, fühlt er sich verpflichtet, die polizeiliche Aufklärung der Tat nach Kräften zu unterstützen. Was ist in der Jagdhütte passiert? Spuren führen zu dem Kredithai Sommer, zu dem flüchtigen Chris, aber auch zu Anja (Birthe Wolter), der heiratswilligen Freundin von Dennis, die in der leichtsinnigen Saskia ihre Nebenbuhlerin sah. Ohne Matula und Dr. Lessing wäre die erschütternde Wahrheit über den Tod von Dennis wohl nie ans Licht gekommen....
199. Mitten ins Herz
25.10.2002
Da Dr. Lessing beim Aufbau seiner Anwaltskanzlei wenig Freizeit bleibt, ist er besonders wählerisch bei der Annahme von Einladungen aller Art. Doch als ihn seine charmante Studienkollegin Constanze (Carolin Fink) zur großen Verlagsparty ihres Mannes Walter Ullrich (Dietrich Mattausch) ins Palasthotel bittet, stürzt er sich gerne ins pralle Leben. Constanze macht ihn bekannt mit dem gerade erst "an Land gezogenen" Starautor Mathias Cronen (Matthias Bullach), dessen neues Enthüllungsbuch so brisant ist, dass sie Lessings intensive anwaltliche Beratung für unerlässlich hält. Es geht um die scheinbar unaufhaltsame Karriere des Frankfurter Baulöwen Fritz Scholten. Dank seiner einfühlsamen Recherchemethoden kann Cronen nachweisen, dass Scholten seine Konkurrenten mit Hilfe von mafiosen Männern und Methoden aus dem Rennen wirft und dabei -im tatsächlichen Sinn - über Leichen geht. Besonders schmerzlich ist dieses Buch aber auch für Dietrich Seebach (Leonard Lansink), den Verleger, der Mathias Cronen erst zum Autor von Bestsellern aufgebaut hat. Walter Ullrich hat ihn gegen den Rat von Constanze zu dieser Party eingeladen, gleichsam als Chance einer pressewirksamen "Versöhnung". Da Seebach durch den Verlust seines besten Autors - bei dem er zudem mit 500.000 in der Kreide steht - in finanziellen Schwierigkeiten steckt, nimmt der das Friedensangebot seines Bezwingers nicht an. Er verlässt die feuchtfröhliche Party, kurz nachdem ihn das Gespräch mit der attraktiven Blondine Miriam (Diana Amft) daran "erinnert", dass das Leben auch für ihn noch besseren Trost zu bieten hat als Alkohol. Am nächsten Morgen wird der Starautor Mathias Cronen in seiner Suite im Palasthotel erstochen aufgefunden. Schon kurze Zeit später wird Dietrich Seebach festgenommen. Kriminalhauptkommissar Allberg (Thomas Anzenhofer) wirft ihm vor, seinen früheren Hausautoren aus niederen Motiven getötet zu haben. Dr. Lessing übernimmt die Verteidigung Seebachs, zumal er das Vorspiel zu dieser Geschichte aus erster Hand kennt. Dennoch kann er, wie sich zeigen wird, gerade diesmal weniger denn je auf die Mitarbeit von Privatdetektiv Matula verzichten.
200. Alpträume
13.12.2002
Die Blicke der Männer können sich kaum von ihr lösen, als Stefanie Wagner zum Ausgang des Frankfurter Flughafens schreitet. Weniger eindrucksvoll an der aus Wien gelandeten Dame ist nur ihr per Handschloss gesichertes Köfferchen. Zum Schutz der in ihm verborgenen Diamanten im Wert von 700.000,- Euro erwartet sie ihr Lieblings-Bodyguard Josef Matula. Darüber hinaus soll er in ihrem Hotel dafür sorgen, dass der Neukunde Dr. Gamper bei Prüfung und Kauf der Edelsteine die Spielregeln einhält. So ist Matula keineswegs begeistert, als Stefanie auf dem Weg zu ihrem Hotel noch eben das Atelier der jungen Bildhauerin Verena Roth ansteuern will. Nachdem sie einander auf einer Kunstmesse kennen gelernt haben, sucht Stefanie - anlässlich des 50. Geburtstags ihres Mannes Peter Wagner - eine Skulptur für die feudale Villa in Wien. Es bleibt bei einem Kurzbesuch, so dass Matula im Hotel bald seines Amtes walten kann und den von Barkeeper Terry hergerichteten Platz für das mit Schwarzgeld abzuwickelnde Geschäft sichert. War es das professionelle Misstrauen Matulas oder war Dr. Gamper von Anfang an nicht interessiert, die funkelnden Steine rechtmäßig zu erwerben? Nach einer Anzahlung von 10.000,- Euro verschiebt er seinen Deal überraschend auf den nächsten Morgen. Bevor Matula die Edelsteine im Safe von Stefanies Suite einlagert, wird er Zeuge, wie seine Mandantin in der Hotelhalle einige vertrauliche Worte mit einem sportlichen jungen Mann wechselt. Dass die vollblütige Stefanie für die kommende Nacht ein außereheliches Abenteuer plant, geht für Matula schon daraus hervor, dass sie ihn gegen die Abrede nicht im Vorraum ihrer Suite nächtigen lässt. Ungeachtet der Planänderung fühlt sich Matula im Dienst und bezieht Position in der Hotelhalle. Nachdem Stefanie Champagner aufs Zimmer bestellt hat und in Erwartung des Liebhabers die Tür ihrer Suite öffnet, kommt es zur Katastrophe. Bei einem Kontrollanruf spürt Matula am Auflegen des Hörers seiner Auftraggeberin, dass etwas Unvorhergesehenes geschehen ist. Er eilt nach oben und findet Stefanie aus einer Schusswunde blutend auf dem Fußboden. Nach Eintreffen der Polizei beginnt für Matula ein Alptraum. Hauptkommissar Zang unterstellt seinem früheren Widersacher Matula, Frau Wagner mit Hilfe eines Komplizen getötet und ausgeraubt zu haben. Als Matula den mutmaßlichen Fluchtweg des Raubmörders ermittelt, entdeckt er an der Mauer um den Hotelgarten ein offenbar vom Täter verlorenes Tütchen mit Diamanten. In diesem Moment schlägt der heimlich gefolgte Kommissar Lohmann zu und nimmt ihn fest unter dem Verdacht, die 'zufällig' gefundenen Diamanten seien sein Anteil an der Beute. In der Hoffnung, die Nacht nicht in einer Zelle verbringen zu müssen, versucht Matula, Rechtsanwalt Dr. Lessing anzurufen. Vergeblich, denn der erlebt gerade das Gegenteil eines Alptraums. Seine Werbung um Staatsanwältin Alexandra Jacobs trägt endlich die ersehnten Früchte. Doch schon am nächsten Morgen stellt sich heraus, dass ausgerechnet seiner neuen Liebe die Leitung der Ermittlungen gegen Matula übertragen wurde. Die für Alexandra notwendige Trennung von persönlichem Gefühl und dienstlicher Pflicht erleichtert die Aufgabe von Dr. Lessing in keiner Weise. Noch schwerer wird es für ihn, als sein Mandant die Ermittlungen lieber selbst in die Hand nimmt und trickreich aus dem Polizeigebäude flüchtet. Da das Pflaster in Frankfurt für Matula bald zu heiß wird und sowohl Stefanies Liebhaber Mathias Schelski wie auch ihr undurchsichtiger Ehemann zurück nach Wien sind, macht auch er sich auf den Weg in die Donaumetropole ...
201. Fremde Federn
10.01.2003
Für den freigewordenen Stuhl des Chefredakteurs beim Frankfurter Kurier sind zwei Namen aus dem eigenen Hause im Gespräch. Martin Wissner (Martin Armknecht), agiler Leiter der Lokalredaktion, und Uwe Fehrenbach, der sich als langjähriger Leiter des Ressorts Politik und Zeitgeschehen einen Namen gemacht hat. Während sich Wissner mit den Folgen eines ehrabschneidenden Artikels herumschlagen muss, schwimmt der sympathische Egomane Fehrenbach auf einer Erfolgswelle. Seine freie Mitarbeiterin und von seiner weitherzigen Frau Eva (Ilona Grübel) als Geliebte geduldete Nicole Schumann (Stefanie Schmid) liefert ihm eine wirkliche Sensation: Sie legt ihm nicht nur eine brillant formulierte Reportage über den Serienmörder Ernst Pritzke auf den Tisch, sondern auch die von der Polizei jahrelang gesuchte afrikanische Kampfsichel, mit der er seine Opfer nach einem althergebrachten Ritual nahezu schmerzlos ins "erlösende Jenseits" beförderte. Dass Pritzke ausgerechnet Nicole das Versteck der Sichel (unter anderen Kultgegenständen im Völkerkundemuseum) preisgegeben hat, wird verständlicher, wenn man ihren Bericht liest. Sie war von der Persönlichkeit und Ausstrahlung des auf seinen Prozess wartenden Täters offensichtlich so fasziniert, dass sie seine pseudoreligiösen Beweggründe ohne jeden kritischen Unterton und ohne Bedauern für seine Opfer wiedergab. Genau dies wird ihr zum Verhängnis, als Fehrenbach am folgenden Morgen in seinem Büro mit durchschnittener Halsschlagader aufgefunden wird. Nachdem sich Kommissar Henkel (Hans-Martin Stier) ein erstes Bild von der Situation gemacht hat, nimmt er Nicole fest unter dem Verdacht, ihren Geliebten nach dem Vorbild und mit der Waffe des "Sichelmörders" getötet zu haben. Ihr Anwalt Dr. Lessing ist überrascht, dass Henkel ihr aus ihren Fingerabdrücken an der Sichel und aus ihrem Verhalten im ersten Verhör einen Strick drehen will. Um sich ein zutreffendes Bild vom Umfeld der Tat machen zu können, bittet er Matula um Hilfe. Während sich Dr. Lessing auf seine Mandantin Nicole Schumann und Ritualmörder Pritzke konzentriert, staunt Matula immer mehr, wie Karrieren im Frankfurter Kurier zustande kommen oder scheitern.
202. Bremsversagen
21.02.2003
Werner Hauser (Ulli Kinalzik) hat der von ihm gepachteten Tankstelle eine Werkstatt zur preisgünstigen Reparatur von Wagen aller Marken angegliedert, in der sogar Oldtimer restauriert werden. Sein Mitarbeiter Manfred Stamm (Uwe Fellensiek) genießt aufgrund seiner Sachkunde und Fairness sogar das Kundenvertrauen von Autofreak Josef Matula. Dennoch hat Hauser zurzeit ernsthafte geschäftliche und persönliche Probleme: Nachdem am Vortag zwei Schlägertypen Teile der Einrichtung seines Verkaufsraums zertrümmerten, taucht deren aalglatter Boss Stefan Lerch (Gennadi Vengerov) bei ihm auf. Gefährlich drohend lehnt er Hausers Forderung nach Verdoppelung seines Anteils an offenkundig illegalen Machenschaften ab. Noch härter trifft Hauser allerdings, dass er seinen wichtigsten - weil einzigen -Mechaniker, Manfred Stamm, verliert. Nachdem er herausgefunden hat, dass ihm seine heißblütige Frau Rita (Michaela Merten) mit dem hünenhaften Stamm seit mehreren Wochen Hörner aufsetzt, kündigt er ihm fristlos. Als Hauser noch am selben Abend auf seinem Rollbrett unter einem reparaturbedürftigen Auto werkelt, entriegelt eine unbekannte Hand die Arretierung der Hebebühne. Die Folge: Hausers Brustkorb wird vom Gewicht des Wagens eingedrückt. Sein Schmerzensschrei alarmiert einen zufällig zur Tatzeit tankenden Kunden (Rudy C. Meidl) und Katrin Wengler (Henriette Heinze), eine Angestellte, die erst seit einigen Wochen an der Tankstellenkasse steht. Der herbeigerufene Notarzt versucht im Rettungswagen sein Möglichstes, doch nach dem mit letzter Kraft gehauchten Wort "Stamm" scheidet Hauser aus dem Leben. Da die Zeugin Wengler wahrheitsgemäß von Stamms Morddrohung gegen Hauser berichtet, fängt ihn die Polizei beim Nachhausekommen ab. Der wegen gefährlicher Körperverletzung vorbestrafte Manfred Stamm schwingt sich geistesgegenwärtig zurück auf sein Motorrad, um nicht wieder im "Knast" zu landen. Er fährt geradewegs zu seinem Freund Matula, um dessen fachlichen Rat einzuholen. Doch der schickt ihn zu Dr. Lessing.
203. Der Mann, der zweimal stirbt
07.03.2003
Nach dem Tod von Klaus Becker hat seine Frau Carla (Doreen Jacobi) offenbar keine Probleme, ihr Leben neu zu ordnen. Attraktiv und frei von Geldsorgen führt sie das Leben einer glücklichen verwitweten Frau. Das jedoch endet jäh, als sie etwa zwei Jahre später an einer Ampel leibhaftig ihren tot geglaubten Mann Klaus (Wolfgang Riehm) am Steuer eines Wagens entdeckt. Als sie gegen die Scheibe trommelt und versucht, die Wagentür zu öffnen, gibt Klaus Becker Vollgas und ist verschwunden. Dr. Lessing bezweifelt zunächst, dass Frau Becker ihren Mann wirklich gesehen hat. Er galt seit dem damaligen Sturz von seiner Motoryacht als vermisst. Anderseits müsste Carla wissen, dass sie die von ihrem Anwalt gegen den Mordvorwurf der Lebensversicherung erstrittene Million wieder verliert, wenn sich ihre Beobachtung als richtig erweist. Obwohl Matula noch ausgelastet ist von seinem Umzug in eine größere Wohnung, ermittelt er- dank der von Carla erinnerten Zulassungsnummer – schnell den Wagen Beckers. Dieser gehört zum Edelbordell „Oasis“ und konnte dort leider von jedermann gefahren worden sein, sogar von den Freunden des Hauses, wie die elegante Chefin Iris Rogalewki (Sabine Orléans) glaubwürdig versichert. Weniger glaubwürdig behaupten sie und das russische Animiermädchen Tanja (Olga Kolb), nie von einem Klaus Becker zu haben. Kurze Zeit später wird Carla von Kommissar Allberg (Thomas Anzenhofer) ins Leichenhaus bestellt, um ihren Ehemann zu identifizieren. Der vor seinem Verschwinden als hoher Stadtbeamter arbeitende Klaus Becker wurde erst kurz zuvor in der Hausmeisterwohnung des „Oasis“ tot aufgefunden. Allberg unterstellt Frau Becker – wie damals schon – das Mordmotiv Geldgier und fühlt sich darin bestätigt durch ihre widersprüchlichen Aussagen. Nachdem sie bestreitet, kurz vor seinem „zweiten“ Tod Kontakt zu ihrem Mann aufgenommen zu haben, legt Allberg ihr den Beweis des Gegenteils vor. Dr. Lessing und Matula haben noch schwierige Hürden zu überwinden, ehe sie der Wahrheit auf die Spur kommen. Eine Rolle spielt dabei Beckers jüngerer Bruder Reinhard (Thomas Balou Martin), der als Fuhrunternehmer neuerdings Ehrgeiz für die Stadtpolitik entwickelt hat.
204. Erics Tod
14.03.2003
Bevor Julia (Silvana Bayer) von London kommend weiter nach Nepal fliegt, um dort mit dem Rucksack zu wandern, möchte sie – nach langer Trennung – in Frankfurt zwei schöne Tage mit ihrem Vater Rechtsanwalt Dr. Lessing verbringen. Doch während sie sich in seiner Wohnung häuslich einrichtet und mit ihrer Freundin in Australien telefoniert, muss ihr Vater in seiner Kanzlei leider noch Überstunden machen. Denn erst jetzt bekommt sein betuchter Mandant, der Nachtklubbesitzer Armin Steiner (Mathieu Carrière), von Matula die gewünschten Beweise vorgelegt. Aus Matulas Fotos geht hervor, dass Steiners Tochter Vanessa (Anne Kanis) von ihrem Herzbuben Eric Kunzmann – der wegen seines kleinen Programm-Kinos in Schulden steckt – dazu missbraucht wurde, an eines der wertvollen Gemälde in der Villa zu gelangen, in der Steiner mit seinem Bruder Bruno (Max Herbrecher) lebt. Steiner verabschiedet sich rasch und entbindet Dr. Lessing in überraschend harter Weise jeder weiteren Mühe in dieser Angelegenheit. Dr. Lessing wittert plötzlich ernste Gefahr für Eric und versucht, ihn auf dem Heimweg zu warnen. Doch der hat bereits sein Kino verlassen. Wenig später wird ein junger Mann über das Geländer einer Straßenbrücke gestoßen und fällt direkt vor Lessings Wagen. Trotz der abendlichen Dunkelheit erkennt Lessing eindeutig, dass der Täter niemand anderes ist als Armin Steiner. Lessing informiert die Polizei und Matula, der zu dem von ihm gerade erst ermittelten Versteck des gestohlenen Gemäldes eilt, um Lessings Glaubwürdigkeit zu untermauern. Noch in der Nacht wird Steiner wegen Mordes an Eric Kunzmann festgenommen. Aus dem Gefängnis heraus versucht Steiner schon am folgenden Tag, Dr. Lessing zum Widerruf seiner zu Protokoll gegebenen Aussage gegen ihn zu bewegen: Als Lessing seine Tochter zum Flughafen bringt und ihr Gepäck dort in der Tiefgarage auslädt, kann er trotz massivsten Einsatzes seiner Kräfte nicht mehr verhindern, dass seine geliebte Julia als Geisel entführt wird.
205. Gegen die Wand gefahren
18.07.2003
Das letzte Wort im Gerichtssaal hat der 16-jährige Sven Drewitz (Willy Rachow): "Was ich getan habe, tut mir sehr leid..." Alle Teilnehmer des Prozesses akzeptieren das Urteil von sieben Jahren Jugendstrafe gegen den labilen Jungen, der sein Mordgeständnis zweimal gemacht und auch widerrufen hatte. Nur Peter Roth (Ronald Nitschke), der Vater des Opfers, findet die Strafe zu milde. Svens Mutter Maria (Doris Kunstmann) dagegen ist davon überzeugt, dass Andrea Roth nicht von ihrem völlig harmlosen Sven erstochen worden sein kann. Mit der ganzen Urgewalt ihrer weiblichen Persönlichkeit bedrängt sie Dr. Lessing, das Verfahren neu aufzurollen. Svens Pflichtverteidiger Dr. Müller-Sterzing (Max Volkert Martens) habe auf der ganzen Linie versagt, er habe einen entlastenden anonymen Anruf einfach nur vom Tisch gewischt, und überhaupt habe er sie wegen ihrer fünf von verschiedenen Vätern stammenden Söhne behandelt wie den letzten Dreck. Dr. Lessing bittet um Bedenkzeit, lässt sich die Prozessakte kommen und willigt dann ein, den offensichtlich völlig verfahrenen Fall aus einer Frankfurter Vorstadt zu übernehmen. Matula folgt dem Hinweis des angeblichen anonymen Anrufers und versucht, den dabei erwähnten Hermann Lachner (Vinzenz Kiefer) ausfindig zu machen. Er mischt sich unter die Freunde der 17-jährigen Toten. Von deren Kusine Eva Roth (Yvonne Schönherr) erfährt Matula, dass sich Andrea erst kürzlich von Lachner getrennt habe. Da könne ein Mordmotiv entstanden sein. Doch auch Svens Bruder Ulrich (Oli Bigalke), genannt "Kosovo", macht sich verdächtig. Er scheint nach seiner Rückkehr von einem Soldateneinsatz auf dem Balkan dunkle Geschäfte zu machen, bei denen Andrea möglicherweise aus dem Weg geräumt werden musste. Noch heißer erscheint eine andere Spur. Jürgen Tummler (Jan Nissen), der Verlobte von Andreas Schwester Susanne (Sophie Steiner), der vor Jahren wegen einer Sexualstraftat in Haft und therapeutischer Behandlung war und in der Wohnung der Familie Roth leben durfte, ist bei den Reizen Andreas offenbar schwach und rückfällig geworden. Ganz anders stellt sich der Fall jedoch dar, als Andreas Tagebuch auftaucht und eine weitere Tote zu beklagen ist.
206. Was zu beweisen war
25.07.2003
Nach dem feuchtfröhlichen Abend bei einem Kollegen verabschiedet sich Dr. Lessing an dessen Haustür, um seinem Taxi entgegen zu gehen. Dadurch widerfährt ihm selbst in dieser guten Wohngegend Frankfurts eine folgenschwere Begegnung. Im Scheinwerferlicht eines zweiten Taxis kommt ein Mann, Dr. Stoer (Jacques Breuer), aus der Einfahrt der gegenüber liegenden Villa auf ihn zu. Von dem kreidebleichen Fremden,an dessen Händen Blut sichtbar wird, erfährt er, dass dort im Haus ein Toter liegt. Gemeinsam begeben sie sich durch den dunklen Garten durch die aufgebrochene Terrassentür in das große Wohnzimmer. Dort liegt Professor Peisch auf dem Rücken mit einer stark blutenden Wunde am Kopf. Dr. Stoer versichert glaubwürdig, dass er noch eine späte Verabredung mit seinem Kollegen hatte, dabei habe er ihn nach erfolglosem Klingeln auf dem gleichen Wege entdeckt und umgedreht, um zu prüfen, ob er noch lebe. Als die Mitarbeiter von Hauptkommissar Barthel (Wolfgang Hepp) im Gartenteich die Tatwaffe - einen Briefbeschwerer - mit abgewischten Fingerabdrücken finden, die eine Täterschaft von Dr. Stoer zwar nicht sicher beweisen, aber durchaus möglich erscheinen lassen, gerät er unter massiven Druck. Wenn ihm da überhaupt noch jemand helfen kann, dann sein Zufallszeuge Dr. Lessing. Obwohl Matula aufgrund einer geringen Affinität zu prominenten Wissenschaftlern zunächst keine Lust hat, im Umfeld des Arzneimittelforschers Prof. Peisch zu ermitteln, ändert sich das bald. Das von Peisch geleitete Institut für experimentelle Chemie wurde großzügig finanziert von Hinrichsen, dem Geschäftsführer der Med Dec Corp., die mit dem von Peisch entwickelten Medikament gegen Alzheimer später Milliardengewinne erzielen wollte. Doch wo es um großes Geld geht, da gibt es auch große Versuchungen zu Intrigen, krummen Geschäften oder sogar Mord. Da Dr. Lessing bei seinem Mandanten kein Tatmotiv erkennen kann, richtet er seine Aufmerksamkeit zunächst auf Ingrid Stoer (Marijam Agischewa), die von einem heftigen Migräneanfall gequälte Frau seines Mandanten, und auf ihre pubertierende 17-jährige Tochter Maren (Isabell Gerschke). Matula dagegen konzentriert sich auf das Vorzimmer von Prof. Peisch, in dem er zufällig auch dessen rührigen und undurchsichtigen Assistenten Dr. Tetzlaff (Sirnon Ucht) kennen lernt. Tetzlaffs ungelegener Auftritt verschafft Matula eine günstige Gelegenheit, die Symphatie von Renate Schmidtke (Manon Strache) zu gewinnen. Ohne diese Vertrauensgrundlage hätte er keine Chance gehabt, von Peischs langjähriger Sekretärin mehr zu erfahren, als dem Toten lieb sein kann.
207. Die Staatsanwältin
14.11.2003
Schwer zu erklären, warum die attraktive Staatsanwältin Katrin Horn (Claudine Wilde) sich ausgerechnet mit dem älteren, verheirateten Pharmaunternehmer Robert Neigel (Wilm Roil) zum schnellen Sex in der Suite eines Luxushotels trifft. Zumal sie seit Monaten gegen ihn ermittelt wegen des Verdachts, eine Aknecreme auf den Markt gebracht zu haben, die bei Überdosierung lebensbedrohliche Depressionen auslösen kann. Noch unverständlicher bleibt jedoch, warum sie Neigel nach dem intimen Treffen erstochen haben soll. Doch die Aufzeichnung der Überwachungskamera im Hotelflur belegt, dass Katrin Horn als letzte den Tatort betreten und verlassen hat. Dr. Lessing ist von dem Leichtsinn seiner unter Mordverdacht geratenen Mandantin überrascht. Katrin Horn versucht, ihm zu vermitteln, dass sie Robert Neigel geliebt habe und ihm an diesem Tag persönlich nahe bringen wollte, warum sie seinen Fall ab sofort ihrem Kollegen Rüdger Jaspers (Hansa Czypionka) allein überlassen werde. Matula wendet sich an Neigels Witwe (Isolde Barth) um festzustellen, in welcher Weise sie vom Tod ihres offensichtlich ehemüden Gatten profitieren könnte. Auch Neigels Geschäftspartner Brück hat große Vorteile durch seinen Tod, da ihm dessen sämtliche Unternehmensanteile zufallen. Wurde die Überwachungskamera im Hotel manipuliert? Ein Foto mit einer mysteriösen Notiz, das Matula in der Videowerkstatt des wegen Vermittlung von Kinderpornos vorbestraften Hotelangestellten Herrn Kuckuck (Steffen Gräbner) findet, bringt Details aus der Vergangenheit von Staatsanwältin Horn ans Licht, die selbst Dr. Lessing und Matula überraschen. Aber erst nach einem zweiten Mord wird die ganze Wahrheit erkennbar.
208. Unter Freunden
21.11.2003
Da sich Josef Matula neben einem schnellen Auto auch eine ins Geld gehende Leidenschaft für Sport gönnt, hat er immer wieder Ärger mit seiner Bank. Deshalb überdenkt er das freundschaftliche Angebot, die vielversprechende Karriere von Publikumsliebling René Beiler (Frank Stieren) zu managen. Hochrangige Vertreter des Züricher Eishockey-Vereins sind angereist, um diesen nach dem Spiel von den Frankfurter "Lions" anzuwerben. Genau das aber will deren Trainer Klaus Seidl (Jörg Heinrich) verhindern, in dem er Beiler während des entscheidenden Spiels nicht aufs Eis lässt. Die karriereschädliche Blamage vor Publikum und Seidls scheinheilige Begründung, Beilers Schulterverletzung müsse noch ausheilen, bringen diesen in kaum noch kontrollierbare Wut. Am gleichen Abend wird Seidl in seiner Wohnung erschossen. Kurz danach klingelt Beiler seinen Freund Matula aus dem Bett und schildert ihm die Katastrophe: Er wollte sich bei Seidl entschuldigen, dessen Appartement stand offen, er lag schon tot da. Leider habe ihn ein Nachbar aus dem Appartement laufen sehen. Obwohl Rechtsanwalt Dr. Markus Lessing schnell kommt, kann er Kommissar Enders (Christian Koerner) nicht daran hindern, Beiler noch in der Nacht als Hauptverdächtigen festzunehmen. Da Lessing den Präsidenten des Oberliga-Vereins, Peter Hartmann (Guntbert Warns), bereits anwaltlich vertreten hat, findet er sich schneller als von Matula erwartet im harten Milieu der Eishockeyspieler zurecht. Wichtige Hilfe leistet ihm dabei auch Hartmanns engste Mitarbeiterin Monika Baumer (Nina Petri). Seidl führte mit Billigung Hartmanns ein recht aufwändiges Leben mit Motoryacht und vielen Mädchengeschichten. Dabei muss er sich - nicht nur finanziell - von dem in Frankfurts Unterwelt berüchtigten Oberzuhälter Kalle Wunderlich abhängig gemacht haben. Und in diesem noch härteren Milieu wiederum findet sich Matula schnell zurecht.
209. Doppelmord
28.11.2003
Josef Matula staunt nicht schlecht, als ihm sein ehemaliger Kollege Herbert Schulze (Martin Umbach) in Fritzis Kneipe erzählt, er habe den Polizeidienst verlassen, um als freiberuflicher Detektiv ohne Pensionsberechtigung das "große Geld" zu machen. Noch mehr überrascht ihn, dass Herbert fluchtartig das Lokal verlässt, um nicht von seinem wutentbrannt eintretenden Ex-Kollegen Rolf Kühn (Michael Kind) gesehen zu werden. Geschockt jedoch reagiert Matula auf die Schüsse, die kurze Zeit später im nahen Park aufpeitschen. Aus seiner eigenen Waffe getroffen, liegt Herbert Schulze tot im Gras. Matulas Aussage bei Kommissar Allberg (Thomas Anzenhofer) belastet Kühn so sehr, dass sich dieser unter Mordverdacht hilfesuchend an Rechtsanwalt Dr. Lessing wenden muss. Geheimnisvolle Fotos, illegale Geschäfte und die Todesanzeige einer Dame namens Claudia Götz umwittern den Tod des freiberuflichen Detektivs Schulze.
210. Tod der Arztfrau
02.01.2004
Nachdem Regina mit ihrem Mann, dem erfolgreichen Chirurgen Prof. Schurmann (Dieter Kirchlechner), keine Kinder bekommen konnte und dieses Thema mit ihren 45 Jahren abgehakt war, fanden ihre mütterlichen Instinkte einen Ausweg in der Betreuung von jungen Männern aus der Nachbarschaft, die mit ihrem Leben nicht zurecht kommen. Neben dem 25-jährigen Alkoholiker "Zickzack" war das beispielsweise der etwas jüngere hochbegabte Junkie Martin Geltner (Jona Mues). Tiefgreifender entwickelte sich Reginas Beziehung zu dem Senegalesen Francois Cesar (Toks Körner), den sie bei der Arbeit für einen Dritte-Welt-Laden kennen gelernt hat. Ihre Gefühle für den Schwarzafrikaner mit abgeschlossenem Wirtschaftsstudium waren so stark, dass sie ihrem Geliebten mit größeren Geldbeträgen unter anderem half, seine nicht ganz sauberen Exportgeschäfte mit Autos zu finanzieren. Nach Francois' Rückkehr aus Rotterdam nimmt die Tragödie ihren Lauf. Da ihr Mann das Konto inzwischen gesperrt hat, kann Regina kein Geld mehr abheben. Im Haus Schurmann kommt es zum Streit zwischen ihr und Francois und nach einer harmlosen Handgreiflichkeit bleibt Regina am Kopf blutend regungslos liegen. Francois flieht aus dem Haus und wird dabei vom Nachbarn Egon Geltner (Ulrich Wiggers) gesehen. Geltner klopft erfolglos am Terrassenfenster der Schurmanns und ruft die Polizeit, die den flüchtigen Täter kurze Zeit später am Frankfurter Flughafen stellt. Marion Uhlich (Susann Uplegger), die Eigentümerin des erwähnten Dritte-Welt-Ladens, wendet sich an Rechtsanwalt Dr. Lessing mit der Bitte, den wegen dringendem Mordverdacht festgenommenen Cousin ihres Mannes zu verteidigen. Regina sei "sein Ein und Alles" gewesen und ahbe sich sogar für ihn scheiden lassen wollen. Warum sollte er gerade sie getötet haben? Matula ist skeptisch, will sich jedoch einmal bei Professor Schurmann und seinen Nachbarn umschauen...
211. Mord aus Liebe
09.01.2004
Der smarte Ex-Journalist Sebastian Nordhofen (Hendrik Duryn) hat die für einen Mann schwerste Art gewählt, sein Geld zu verdienen: Er hat reich geheiratet. Als seine eifersüchtige Frau Alexandra (Ulrike Kriener) - die Alleinerbin des Möbelkaufhauses Schack - mit Matulas Hilfe herausfindet, dass ihr Lieblingsmann dort mehr als kollegiale Beziehungen zu der heißblütigen Vera Liesenfeld (Yasmina Filali) unterhält, bahnt sich eine Kathastrophe an. Vera spürt, dass Sebastian sie kalt abservieren will, um seinen Job als Frühstücksdirektor im Hause Schack nicht zu verlieren. Die dort zur Aufklärung von Warenschwund als "Controllerin" verdeckt arbeitende Vera droht, ihre Liaison seiner Ehefrau zu offenbaren, um Sebastian zu ruinieren. Am nächsten Morgen wird Vera von ihrer Zugehfrau Silvia Pommer (Caroline Scholze) gefunden, neben ihrer Leiche der blutbeschmierte Schürhaken ihres Kamins. Als Alexandra Nordhofen wenig später wildentschlossen zu ihrem Anwalt Dr. Lessing geht, um ihre dritte Scheidung einzuleiten, wird sie Zeugin eines Anrufes aus dem Untersuchungsgefängnis. Ihr Mann braucht dringend Lessings Hilfe: Er wurde aufgrund von Zeugenaussagen festgenommen unter dem Verdacht, seine Geliebte Vera erschlagen zu haben. Alexandra reagiert mit weiblicher Spontaneität: Sie engagiert Dr. Lessing und Matula, um ihren Sebastian nicht länger in seiner engen Zelle schmoren zu lassen, koste es, was es wolle.
212. Doppelgänger
16.01.2004
So haben wir Joseph Matula ja noch nie erlebt: Ohne Not brettert er mit seinem Alfa in eine Radarfalle, rast unbeirrt weiter durch die Nacht, zieht eine Strumpfmaske über den Kopf, dringt gegen den Willen des etwa gleichtaltrigen Herbert Kalisch (Bernd Tauber) in dessen Wohnung und prügelt lebensbedrohlich auf ihn ein. Ein Nachbar folgt Kalischs Hilfeschreien und zwingt Matula, die Flucht zu ergreifen. Dennoch grüßt er am nächsten Morgen fröhlich pfeifend sein Gesicht im Rasierspiegel und gratuliert sich selbst zum Geburtstag. Schnell vergeht Matula die Festtagsstimmung, als sein Freund Kommissar Volker Grunert (Uwe Friedrichsen) - der Schrecken des Rotlichtmilieus - bei ihm auftaucht, um ihn festzunehmen. Der Vorwurf des sogar von Grunert gefürchteten Staatsanwalts Fohrmann (Rainer Strecker): Mordversuch an Herbert Kalisch. Das schwerverletzte Opfer habe Matula zweifelsfrei erkennen können. Fatalerweise findet Grunert auf Matulas Schreibtisch Fotos und Unterlagen, die darauf hindeuten, dass er von dem langjähriger Hehler Kalisch erpresst wurde. Matulas Motiv ist noch völlig unklar. Aber nachdem beim Haftprüfungstermin ein passendes Radarfoto von Matula in seinem Wagen auftaucht, zieht sich die Schlinge um seinen Hals zu. Da Dr. Lessing Matulas Inhaftierung nicht mehr verhindern kann, bleibt ihm nichts anderes übrig, als sofort selbst zu ermitteln
213. Ticket ins Jenseits
23.01.2004
Dr. Lessing hat einen neuen Weg entdeckt, von seinem anstrengenden Alltag als Strafverteidiger abzuschalten. Auf der Driving Range eines Frankfurter Golfclubs versucht er, kleine weiße Bälle mit einem Schläger und dem von seiner Golflehrerin Vanessa Siebel (Astrid Fünderich) erlernten "Swing" zu treffen. Aber selbst in dieser Oase holt ihn sein Beruf ein, denn auch hier verkehren Menschen mit Konflikten, die zu Mord führen. Ausgerechnet die attraktive, nicht mehr ganz junge Alexandra Kirchner (Christine Richter), die trotz des von ihr ererbten und geleiteten Modehauses in exklusiver City-Lage Zeit fand, dem eleganten Golfclub als Präsidentin zu dienen, wird in ihrer Villa erschlagen. Als ihr Neffe Philip Steinacker (Nicki von Tempelhoff) unter dringendem Tatverdacht festgenommen wird, bittet er Markus Lessing um Verteidigung. Ihm hatte Alexandra die Führung ihres Geschäfts anvertraut, obwohl er bekannt war für seinen großzügigen Lifestyle. Ein rätselhaft hoher Fehlbetrag in den Büchern des Modehauses könnte einen tödlichen Streit zwischen ihm und Alexandra ausgelöst haben. Lessing hält Steinacker für viel zu clever, um so kopflos gehandelt zu haben, obwohl ihm immerhin eine Affäre mit seiner entschieden älteren Tante nachgesagt wird. Auch wenn sich Alexandras Mann Harald Michael Brandner) zur Tatzeit auf der Modemesse in Lissabon befand, um die neue Ware zu ordern, weckt er Lessings und Matulas Interesse. Da der Witwer seit einiger Zeit ein Verhältnis mit einer jüngeren Frau haben soll, dürfte er nicht allzu böse über den plötzlichen Tod seiner Gattin sein. Ein bei Kirchner aus dem Papierkorb gefischter Notizzettel verrät Matula Ort und Zeit eines mysteriösen Treffens, bei dem ein Briefumschlag den Besitzer wechselt. Als Empfänger ermittelt Matula den vorbestraften Schwarzarbeiter Günther Weidenfeld (Dieter Brandecker). Hat ihm Kirchner das Honorar für einen erfüllten Auftrag übergeben? Auf dem Putting-Green kommen Lessing Zweifel an dieser Version. Denn seine flotte Golflehrerin Vanessa scheint es faustdick hinter den Ohren zu haben und die Geliebte von Kirchner zu sein. Auch wenn es Lessing gar nicht gefällt, rückt Vanessa nach weiteren Enthüllungen immer mehr in den Kreis der Verdächtigen...
214. Der Tod und die Sterne
30.01.2004
Auf dem Gelände der Großgärtnerei Knoll kommt es nachts zu einer folgenschweren Auseinandersetzung: Der angetrunkene Martin Diel (Eckhard Preuß) will sich für das perfide Verhalten seines Chefs rächen: Wutentbrannt kippt er Benzin auf dessen renovierte Jacht und will diese anzünden. Doch in letzter Sekunde kann der an Rheuma leidende Heinrich Knoll den Brandstifter stoppen. Außer sich vor Wut schlägt er mit seinem Gehstock auf Martin Diel ein. Erst Knolls Bruder Robert (Dieter Okras) kann schließlich das Handgemenge beenden. Am nächsten Tag bittet Lotte Diel (Regine Zimmermann) Rechtsanwalt Dr. Markus Lessing um Hilfe. Heinrich Knoll will ihren verletzten Ehemann wegen Hausfriedensbruch und versuchter Brandstiftung verklagen. Die ganze Situation ist für sie unfassbar. Seit zwanzig Jahren arbeitet Martin in der Gärtnerei und seit zehn Jahren gab es eine Vereinbarung: Wenn Knoll in Ruhestand geht, sollte Martin die Gärtnerei zu günstigen Konditionen übernehmen. Doch plötzlich hat Heinrich Knoll seinen Bruder Robert als Nachfolger auserkoren. Für ihren Mann, der nur dafür arbeitete, den Betrieb später zu übernehmen, ist eine Welt zusammengebrochen. Unabhängig von Dr. Lessings juristischer Unterstützung hofft Lotte Diel, die Anzeige durch ein Gespräch mit Knoll aus der Welt schaffen zu können. Doch Knoll erscheint nicht zu ihrer Verabredung. Stattdessen wird dieser am nächsten Morgen in der Nähe des Treffpunkts erschlagen aufgefunden und Lotte Diel, die fatalerweise zur Tatzeit in der Nähe des Tatorts war, gerät unter Mordverdacht. Dr. Markus Lessing bittet Privatdetektiv Matula um Unterstützung. Nach Aussage seiner Mandantin soll ein roter Ferrari zur Tatzeit das Gärtnereigelände fluchtartig verlassen haben. Ist der Sportwagen ein Ablenkungsmanöver von Lotte Diel oder existiert er wirklich? Auf der Suche nach dem mysteriösen Fahrer stößt Matula bei seinen Recherchen in der Gärtnerei auf eine Spur: Offensichtlich kriselte es in Knolls Ehe heftig. Hat Nina Knoll (Angela Roy), die bei einer Scheidung leer ausgegangen wäre, ihren Mann aus Habgier getötet und will Lotte Diel den Mord anhängen, da sie von deren Verabredung mit ihrem Ehemann wusste? Als Matula schließlich die Astrologin Hanna Zacharias (Monika Woytowicz) als Halterin des Ferraris ausfindig macht, kann dies seine Klientin nicht entlasten. Die Kripo hat ein Motiv für die Tat aufgedeckt, das Lotte Diel ihrem Verteidiger Dr. Lessing verschwiegen hatte und ihre Situation erscheint zunehmend aussichtslos...
215. Nebengeschäfte
06.02.2004
Als das attraktive Fotomodell Janine Lips (Gesine Cukrowski) in der Kanzlei von Rechtsanwalt Dr. Markus Lessing auftaucht, staunt dieser nicht schlecht: Die Frau, die seinen Mandanten Sirnon Basse (Ronald Nitschke) wegen Körperverletzung und versuchten schweren Menschenhandels anklagte, schlägt plötzlich einen dubiosen Deal vor: Gegen 10.000 Euro wird sie bei der morgigen Gerichtsverhandlung ihre Aussage in einem entscheidenden Punkt revidieren. Basse hätte sie zwar brutalst geschlagen, aber nicht gezwungen auf den Strich zu gehen, wie sie bisher behauptete. Soll Dr. Lessing in eine Falle tappen oder war ein Teil der belastenden Aussage der Zeugin tatsächlich erlogen und sein Mandant würde zu Unrecht ein höheres Strafmaß erhalten? Um die Wahrheit herauszufinden, überbringt Dr. Lessing seinem Mandanten das merkwürdige Angebot. Da der angeklagte LKW-Fahrer selbst die geforderte Summe nicht aufbringen kann, bittet er seinen Anwalt, Kontakt zu einem möglichen Geldgeber aufzunehmen. Tatsächlich wird der Betrag anonym auf Lessings Konto eingezahlt und der Verteidiger fungiert widerwillig als Geldbote. Als Sirnon Basse wie erwartet glimpflich mit einer Geldstrafe davonkommt, soll Privatdetektiv Josef Matula in Lessings Auftrag den mysteriösen Gönner entlarven, der Basses Freiheit finanzierte. Bei seinen Recherchen macht Matula jedoch schon bald eine schreckliche Entdeckung: Sirnon Basse wurde nur wenige Stunden nach seiner Entlassung Opfer eines brutalen Mordes. Auftraggeber ist allem Anschein nach der Mann, der Basse freikaufte und den die Polizei schon längere Zeit im Visier hatte. Dr. Lessings Situation spitzt sich dramatisch zu: Staatsanwalt Sieber (Dietrich Hollinderbäumer) beschuldigt den Rechtsanwalt nicht nur der Strafvereitelung sondern auch der Beihilfe zum Mord. Angeblich hätte er die Zeugin für ihre Falschaussage bezahlt, damit sein Mandant freikommt und getötet wird. Dr. Lessing bleibt nicht viel Zeit, seine Unschuld zu beweisen. Ihm droht der Verlust seiner Zulassung und eine hohe Gefängnisstrafe. Fieberhaft arbeitet Josef Matula daran, den wahren Drahtzieher des Komplotts zu offenbaren, um seinen Freund zu retten, dessen gesamte Existenz auf dem Spiel steht...
216. Schlechte Karten für Grabowski
03.09.2004
Als Max Grabowski (Martin Lindow) nach drei Jahren Haft freikommt, die er wegen Körperverletzung mit Todesfolge abgesessen hat, ist er von einem Ziel getrieben: Er will seine Freundin Ute (Fiona Coors) von seinem festen Vorsatz überzeugen, von nun an endlich - wie schon so oft versprochen - ein solides Leben zu führen. Doch in der Kneipe, in der Ute über Jahre arbeitete, erlebt Grabowski eine herbe Enttäuschung. Seine Freundin, die von seiner Entlassung wusste, will keinen Kontakt mehr zu ihm und ist untergetaucht. Niedergeschmettert von dieser Nachricht lässt Grabowski sich auf eine Partie Poker mit dem geschickten Zocker Andreas Wieland ein. Grabowski muss mehrere Niederlagen einstecken. Provoziert von Wielands Beleidigungen rastet Grabowski schließlich aus, weil er glaubt, Wieland spiele falsch. Zwischen den beiden Kontrahenten kommt es zu einem kurzen, aber heftigen Handgemenge. Die anderen Gäste erleben, wie zuerst Wieland und nur wenige Minuten später Grabowski in schlechter Stimmung die Kneipe verlassen. Kurz darauf fallen Schüsse auf dem Baugelände hinter der Bar. Der Frührentner Koschnik, der zufällig mit seinem Hund spazieren war, findet Wieland tot auf. Seine Aussage belastet Grabowski stark, der in Panik flieht, aber schließlich gefasst wird. Als Rechtsanwalt Dr. Lessing die Verteidigung von Max Grabowski übernimmt, stellt er fest, dass der Ruf seines Mandanten vorauseilt. Dem Haftrichter ist Max Grabowski als impulsiver Hitzkopf bekannt, was dessen Situation nicht verbessert. Grabowski bestreitet jedoch vehement die Tat, und auch Dr. Lessing erscheint das Motiv seines Mandanten fragwürdig. Warum sollte Grabowski, der bei seinem Freund Röder (Leon Boden) in dessen Edelclub einen festen Job annehmen wollte, einen Mord wegen eines unwesentlichen Betrages begehen? Mit Hilfe von Privatdetektiv Josef Matula will Dr. Lessing herausfinden, wer ein Motiv für den Mord an dem Anlageberater und Gelegenheitsspieler Wieland hatte. Im Zuge seiner Recherchen deckt Matula dubiose Drogengeschäfte auf, in die Wieland verwickelt war. Stecken hinter der Tat Verteilungskämpfe in der Drogenszene? Oder hat sich die Mutter eines "Kunden" gerächt, die Wieland für die Drogensucht und den gesellschaftlichen Abstieg ihres Sohnes verantwortlich macht? Schließlich bekommt der Fall eine neue Wendung, als Matula aufdeckt, dass der vermeintliche Augenzeuge Koschnik weitaus mehr über die Tat weiß, als er bisher der Polizei gegenüber mitteilte.
217. Doppeltes Spiel
10.09.2004
Die friedliche Idylle des Reiterhofs "Fasanerie" am Stadtrand von Frankfurt trügt: Eifersüchtig beobachtet der Besitzer Gregor Hacke (Udo Schenk) die vertrauliche Situation zwischen seiner attraktiven Ehefrau Britta (Marion Mitterhammer) und seinem Angestellten. Als Hacke mit Mario Freiwald (Harry Blank) allein ist, macht er dem Reitlehrer eine Szene, die der langjährige Mitarbeiter Walle beobachtet. Als Mario Freiwald nur wenige Stunden später umkommt, gerät Gregor Hacke unter Mordverdacht. Da das Opfer mit einem seltenen Schrotgewehr erschossen wurde, das auf Gregor Hacke zugelassen ist, nimmt Kommissar Weber (Christian Pätzold) Hacke in Untersuchungshaft. Rechtsanwalt Dr. Markus Lessing bittet Privatdetektiv Josef Matula um Unterstützung: Wer sonst könnte ein Motiv gehabt haben, Freiwald zu töten, der früher ein sehr erfolgreicher Springreiter in der DDR war?
218. Gigolo
17.09.2004
Der mysteriöse Mord an Christina von Hohenfeld in einem Grandhotel ist der Aufmacher der Tageszeitung, in die Dr. Lessing vertieft ist, als Stefanie Tanner in seiner Kanzlei auftaucht. Die attraktive Besitzerin des exklusiven Escortservice "Rosebud" fürchtet um den Ruf ihres Unternehmens. Sie bitte Rechtsanwalt Dr. Lessing, ihren Mitarbeiter Ricardo zu verteidigen, dessen Situation alles andere als rosig ist: Er soll Christina getötet haben. Das Zimmermädchen Eva Monicova hat ihn aus der Suite kommen gesehen, in der die Ermordete kurz darauf gefunden wurde. Immer wieder beteuert Ricardo seine Unschuld. Er war am Tatort, weil er wie jede Woche dort mit seiner Geliebten verabredet war. Doch als er ins Zimmer kam, sei bereits tot gewesen. Er sei in Panik geraten und weggelaufen, weil er die Beziehung geheim halten wollte. Allerdings hatte Christina von ihm einen hohen Geldbetrag zurückgefordert, den sie ihm leichtsinnigerweise geliehen hatte, und drohte, ihn wegen Betrugs anzuzeigen. Dr. Lessing bittet Privatdetektiv Josef Matula um Hilfe. Wer sonst hatte ein Motiv für den Mord? Hat eine von Ricardos Kundinnen die Nebenbuhlerin aus Eifersucht getötet? Oder ist Ricardos Kollegin Michelle, die seltsamerrweise alles versucht, um Stefanie Tanner zu belasten, mehr in den Mord verstrickt, als sie bisher zugibt?
219. Karriere um jeden Preis
24.09.2004
Christy Gerdts (Melanie Wichterich) ist fasziniert von der Welt des Showbiz und träumt von einer Karriere als Sängerin und Moderatorin. Mit der Teilnahme an einer Castinq-Show hofft sie, ihrem ehrgeizigem Ziel näher zu kommen. Dabei lässt sich die 17-Jährige weder Von ihrer besorgten Mutter (Jessica Kosmalla) noch von ihrem eifersüchtigen Freund Silvio Bellucio (Mario Irrek) abhalten, der ohnehin nichts von ihren Plänen hält. Deshalb geht die Beziehung auch schnell in die Brüche, denn Silvio ist in Christys Augen ein lästiges Hindernis. Aber der junge Mann akzeptiert diese Entscheidung nicht und folgt seiner Ex-Freundin auf Schrift und Tritt. So wird er Zeuge, wie Christy versucht, sich ohne Einladung Zutritt zu einer Promiveranstaltung zu verschaffen und mit dem Klatschkolumnisten Sebastian Häusler (Anton Rattinger) ins Gespräch kommt1 der offensichtlich die Situation nutzt, sich an die junge Frau heran zu machen. Als Häusler wenige Stunden später erschlagen in seinem Wagen aufgefunden wird, gerät der heißblütige Italiener, der für die Polizei kein Unbekannt6r ist, unter Mordverdacht. Wenige Monate zuvor war Silvio bereits wegen schwerer Körperverletzung angeklagt. Doch Rechtsanwalt Dr. Lessing konnte für ihn eine Bewährungsstrafe erwirken. Umso überzeugter ist Kommissar Wrobel jetzt aber, dass Silvio wieder durchgedreht ist und nun aus Eifersucht sogar einen Mord begangen hat. Dies streitet Silvio ab und beteuert immer wieder seine Unschuld. Angeblich hat er einen heftigen Streit wenige Stunden vor dem Mord zwischen Häusler und einer ihm unbekannten Frau beobachtet~ Lügt Silvio, um den Verdacht von sich zu lenken, oder gibt es diese Person tatsächlich? Dr. Lessing bittet Matula, die Identität der Unbekannten herauszufinden und zu recherchieren, wer sonst ein Motiv für den Mord an Häusler hatte. Wichtige Informationen erhält der Privatdetektiv von der Pressefotografin Anja Cornelius (Henriette Heinze), die mit Häusler im Team arbeitete. Offensichtlich hatte der Journalist wiederholt Ärger mit dem Eventveranstalter Dieter Schwendt (Paul Fassnacht). Weil Sebastian Häusler unverblümt über den Drogenkonsum bei Veranstaltungen berichtete, die Schwendt organisierte, hatte dieser ihm sogar gedroht, ihn ,,kalt zu machen". Doch dann taucht die Tatwaffe auf und wirft ein neues Licht auf den Fall. Häusler wurde mit seinem Laptop erschlagen, auf dem sich Material befindet, das Christy stark kompromittiert. Hat am Ende doch Silvio, der mitbekam, wie Häusler die Naivität seiner Ex-Freundin ausnutzte, den Klatschreporter in einem seiner berüchtigten Wutanfälle erschlagen? Keine leichte Situation für Dr. Lessing, der zunehmend zweifelt, ob er weiterhin an die Unschuld seines Mandanten glauben soll...
220. Tödliche Betriebsfeier
01.10.2004
Die Belegschaft der Privatklinik Prof. Kramer (Helmut Zierl) feiert in einem noblen Landgasthaus ausgelassen ihre alljährliche Betriebsfeier. Während sich viele Gäste auf der Tanzfläche vergnügen, kommt es am anderen Ende des Saals zwischen Dr. Christian Brandes (Peter Davor) und Dr. Andreas Pesch, die beide um die Gunst des Chefs und dessen vakanten Stellvertreterposten buhlen, zu einem heftigen Streit. Aggressiv droht Christian Brandes seinem Rivalen, wofür es Zeugen gibt, die sogar eingreifen müssen, um eine Schlägerei zu verhindern. Als Brandes wenige Zeit später auf dem Parkplatz von zwei Partygästen gesehen wird, wie er sich mit der Tatwaffe in der Hand über den erschlagenen Andreas Pesch beugt, ist der Arzt für die Kripo der Hauptverdächtige. Verzweifelt bittet der Mediziner Dr. Lessing um Hilfe. Wie der Rechtsanwalt von Kommissar Allberg (Thomas Anzenhofer) erfährt, war das Opfer drogensüchtig und hat kurz vor seinem Tod Kokain konsumiert. Führt die Spur zum Täter ins Drogenmilieu? Oder hatte Pesch außer seinem gespannten Verhältnis zu Brandes noch andere berufliche oder private Feinde? Markus Lessing bittet seinen Freund Privatdetektiv Josef Matula um Unterstützung, der mit Recherchen in der Schönheitsklinik beginnt. Angeblich wusste hier niemand von der Drogensucht des Mitarbeiters. Aber allein das merkwürdige Verhalten der Sekretärin Cordula Nerke (Gabrielle Odinis), die ungefragt versucht, Klinikchef Prof. Kramer zu entlasten, geben Matula das Gefühl, an der richtigen Stelle nachzuforschen. Was soll hier vertuscht werden? Schließlich erfährt Matula von einem Kunstfehler. Eine von Christian Brandes durchgeführte Brustoperation soll missglückt sein und die Patientin Sarah Egert (Angela Ascher) unter den Folgen leiden. Angeblich wollte Pesch an den Ehemann der Geschädigten Beweise verkaufen, die den Fehler seines Kollegen belegen. Doch der aufbrausende Knut Egert (Robinson reichel) hat trotz hoher Zahlungen nicht dergleichen erhalten. Hat Egert mit dem Mord zu tun, weil er aus Wut über den Betrug bis zum Äußersten ging? Oder wollte jemand aus der Klinik mit allen Mitteln verhindern, dass geschäftsschädigende Informationen an die Öffentlichkeit gelangen? Unterdessen verschlechtert eine neue Erkenntnis zusätzlich die Situation von Dr. Lessings Mandanten. Pesch und Brandes waren nicht nur berufliche Kontrahenten. Die Ehefrau des Mordopfers ist die Ex-Freundin von Brandes, die Pesch ihm vor Jahren ausgespannt hatte. Als Jasmin (Susann Uplegger) aussagt, dass Christian Brandes sie noch immer liebt und zurückerobern will, gerät dieser noch stärker unter Mordverdacht…
221. Auge um Auge
07.01.2004
Es verspricht, ein wundervoller Tag zu werden: Dr. Lessing konnte einen Freispruch erwirken und möchte diesen Erfolg mit Matula und seiner Tochter Sonja (Friederike Kempter) feiern, die plant, nach Frankfurt zu ziehen. Doch direkt nach der Verhandlung erleben sie eine merkwürdigen Vorfall: Ein Unbekannter redet auf die Richterin Maria Brecht (Eleonore Weisgerber) ein, die sich sichtlich unwohl fühlt. Als ihr Sohn dazukommt, können Matula und Dr. Lessing gerade noch verhindern, dass die Situation eskaliert. Dirk Zander (Johannes Brandrup) macht Norbert Brecht (Nils Julius) für seine Ruin verantwortlich und hofft auf Hilfe von dessen Mutter. Wütend über die Abweisung zieht Zander unter Androhung von Rache von dannen. Wenige Minuten später geschieht vor dem Gerichtsgebäude das Unfassbare: Auf offener Straße wird ein tödlicher Schuss auf Norbert Brecht abgefeuert. Matula nimmt sofort die Verfolgung des Täters auf, der vermutlich von einem der umliegenden Häuser aus geschossen hat. Doch von dem Todesschützen fehlt jede Spur. Kurz darauf bittet Zander, der festgenommen wurde, Dr. Lessing, ihn zu verteidigen.
222. Tod im Hochhaus
14.01.2005
Der Architekt Andreas Finke (Björn Casapietra) macht sich vor Ort ein Bild über die Fortschritte seines Projekts: auf der Baustelle des größten Luxushotels in Frankfurt tritt der Geschäftsführer der zuständigen Baufirma seine Mitarbeiterin Uta Kimmig (Barbara Philipp). Sie setzt ihn über die Fahrlässigkeit seines Kompagnons Jürgen Grosch (Max Tidorf) in Kenntnis, weshalb es kurz darauf zu einem Streit zwischen den Partnern kommt. Jürgen Grosch, der seit dem Tod seiner Frau Alkoholprobleme hat, stellt in Finkes Augen ein inzwischen unkalkulierbares Risiko dar. Sein jüngster Patzer, eine gravierende Fehlkalkulation der Fensterflächen, hätte einen immensen finanziellen Schaden bedeutet. Finke droht die Sache juristisch klären zu lassen, sollte Grosch die Kündigung nicht akzeptieren Finke droht, die Sache juristisch klaren zu lassen. Kurz vor Mitternacht meldet sich Jürgen Grosch bei Dr. Lessing, der nichts mit dem wirren und abrupt beendeten Anruf seines betrunkenen Mandanten anzufangen weiß. Als am nächsten Morgen Finkes Leiche entdeckt wird, gerät Grosch unter Mordverdacht. Er randalierte nach Zeugenaussagen zur Tatzeit vor der Wohnung des Opfers. Zudem hat die Kripo für Groschs ominöses Telefonat nur eine Erklärung: der Mörder wollte sich kurz nach der Tat seinem Verteidiger anvertrauen. Doch Lessing glaubt seinem Mandanten, der seine Unschuld beteuert und angeblich nur Rat wegen der drohenden Entlassung suchte. Dr. Lessing bittet Privatdetektiv Matula um Unterstützung. Und tatsächlich ergeben dessen Recherchen, dass andere Personen ein Motiv für die Tat gehabt hätten. Für Uta Kimmig war Groschs Fehler die günstige Gelegenheit, einen Keil zwischen ihre Vorgesetzten zu treiben. Vielleicht hat die ehrgeizige Architektin aber nicht auf deren endgültiges Zerwürfnis vertraut und wollte mit dem Mord ihren Karrieresprung sicherstellen? Auch Finkes Ex-Freund Christian Weidenfeld (Clemens Schick) erscheint zunehmend verdächtig. Weidenfeld hat die Trennung nicht verkraftet und stellte Finke seit Wochen massiv nach. Ist es am Tatabend zwischen den beiden zum Streit gekommen und Weidenfeld hat im Affekt zugeschlagen? Während Matula weitere Anhaltspunkte sucht, sieht sich Lessing mit einem anderen Problem konfrontiert. Sein früherer Kollege Staatsanwalt Bauer (Oliver Stritzel) ist mit dem Fall befasst und präsentiert immer wieder belastende Beweise. Weshalb verschweigt ihm sein Mandant die Informationen? Steckt System dahinter und Grosch, der im Widerspruch zu seinen Aussagen Finke eine erhebliche Summe schuldete, hat den Mord doch begangen? Schließlich findet Matula einen Zeugen, dessen Aussage dem Fall eine neue Wendung gibt…
223. Romanze in schwarz
21.01.2005
Bei einer nächtlichen Fahrt auf einer Landstraße wird Klaus Grossmann (Karl Kranzkowski) von einer Polizeistreife (Peter Espeloer und Ronald Spiess) wegen eines defekten Rücklichts gestoppt. Der Chauffeur fährt nach eigener Aussage die Freundin seines Chefs nach Hause. Doch dann machen die Polizisten eine überraschende Entdeckung: die junge Frau, die aussieht als schalfe sie auf der Rückbank, ist tot, und dies wohl bereits seit Stunden. Grossmann behauptet, er hätte Marie Venthoff (Pilu Lydlow) und deren Liebhaber tot in der Jagdhütte seines Arbeitgebers gefunden. Er wollte verhindern, dass die beiden zusammen gefunden werden, um Gunther Herbstfeld (Dieter Montag), für den er seit Jahrzehnten tätig ist, einen Skandal zu ersparen. Herbstfelds verheirateter Sohn Raimund (Stefan Krause) hatte seit Monaten ein Verhältnis mit Marie und in einem Abschiedsbrief den gemeinsamen Suizid mitgeteilt. Doch für Hauptkommissar Krüger (Klausjürgen Steinmann) gibt es etliche Ungereimtheiten. Raimund Herbstfeld kann sich laut kriminaltechnischer Untersuchung nicht selbst getötet haben. Hat zunächst marie ihren Freund aus nächster Nähe erschossen und sich dann mit Gift das Leben genommen? Die Kripo glaubt nicht daran, vielmehr erscheint ihnen Tötung auf verlangen plausibel. Aber sollte Grossmann, dessen Fingerabdrücke sich auf der Tatwaffe befinden, tatsächlich einen Mordauftrag seines Juniorchefs ausgeführt haben? Der millionenschwere Pharmagigant Gunther Herbstfeld bittet Dr. Markus Lessing, seinen loyalen Chauffeur zu verteidigen. Gemeinsam mit Privatdetektiv Matula hofft der Anwalt, mehr über die Hintergründe der Affäre zu erfahren, die derart katastrophal endete. Bei Recherchen in Herbstfelds Firma und Familie entstehen widersprüchliche Aussagen. Wissen die betrogene Ehefrau Constanze (Carolin Fink) und der gute Freund der Familie, Robert Leuwen (Hansa Czypionka), durch den Raimund und Marie sich kennen lernten, doch mehr als sie bislang zugaben? Bei näherer Betrachtung zeigen sich deutliche Risse in der scheinbar perfekten Fassade der erfolgreichen Unternehmensdynastie. Zugleich gewinnt einen andere Spur an Relevanz. Marie hatte den mysteriösen Selbstmord ihrem Ex-Freund angekündigt, der die Trennung nie verwunden hat und das Paar auseinander bringen wollte. Ist Albert, nachdem dieses Vorhaben scheiterte, soweit gegangen, den Rivalen zu töten? Da der Student kein wasserdichtes Alibi, aber ein umso stärkeres Motiv hat, gerät er unter Verdacht. Doch dann belasten Albert Beckers Aussage und weitere Erkenntnisse der Kripo Dr. Lessings Mandant zusätzlich, dessen Unschuld zu beweisen eine immer schwierigere Aufgabe wird.
224. Graffiti
28.01.2005
Auf einer Vernissage lernt Rechtsanwalt Lessing den viel versprechenden Nachwuchskünstler Manuel Leske (Florian Panzner) kennen. Beeindruckt von dessen Arbeit erwirbt Dr. Lessing ein Werk des jungen Malers, der früher durch illegale Sprayeraktionen in der Graffitiszene aufgefallen ist und nun vor dem Durchbruch in die internationale Kunstszene steht. Die attraktive Galeristin Petra Schott (Maren Schumacher) erzählt Lessing von den ehrgeizigen Plänen mit ihrem talentierten Schützling. Als nächstes stehe eine Ausstellung in London an. Als Leske plötzlich seine eigene Vernissage vorzeitig mit der Aussage verlässt, noch etwas Wichtiges regeln zu müssen, bleibt dem Anwalt Petra Schotts irritierte Reaktion nicht verborgen. Am nächsten Morgen erlebt Dr. Lessing eine ziemliche Überraschung. Manuel Leske wurde festgenommen. Er soll den Schuldeneintreiber Ingo Kuscera (Dimitri Tellis) bewusstlos geschlagen und in diesem Zustand in den Main geworfen haben. Tatsächlich hatte sein Mandant ein Motiv für die Tat. Gegen Manuel Leske besteht eine hohe Schadensersatzforderung für die Reinigungskosten eines Intercitys, den er mit einem Graffiti verziert hatte. Kuscera arbeitete für ein Inkassobüro und sollte die fünfzehntausend Euro eintreiben. Die Kripo geht davon aus, dass es deshalb zu der Konfrontation kam, die tödlich endete. Das Alibi des Tatverdächtigen, die Nacht bei seiner Geliebten Petra Schott verbracht zu haben, überzeugt wenig. Lessing hofft auf die Ergebnisse von Matulas Recherchen, um seinen Mandanten schnell aus der U-Haft frei zu bekommen. Doch auch Kusceras Geschäftspartner Gerhard Bönisch (Markus Hering) ist von Leskes Schuld überzeugt. In diesem Job hätte man es oft mit widerspenstigen und zahlungsunwilligen Klienten zu tun. Aber nur mit Leske hätte sein Kompagnon bereits vor Wochen massiven Ärger und eine Schlägerei gehabt. Als zudem Leskes Alibi wackelt, rückt dieser mit einer neuen Version raus: angeblich habe nicht er Kuscera niedergeschlagen, sondern sein kleiner Bruder Richard (Andreas Tobias). Aber keiner der beiden habe ihn ins Wasser geworfen. Weil sein Bruder sich eine Bewährungsstrafe eingehandelt hat, wollte er ihn aus der Sache raushalten. Sagt Manuel jetzt die Wahrheit? Doch dann belastet Sabine Kremp (Annett Renneberg) ihren Ex- Freund Manuel schwer. Hat sie tatsächlich die Tat beobachtet oder will sich die enttäuschte Modedesignerin rächen, weil ihr Geliebter sie schnöde für seine Galeristin verlassen hat? Matula nimmt Richard, der ohne festen Wohnsitz ist, auf Lessings Bitte hin in seiner Wohnung auf. Der chaotische junge Mann ist nicht nur ein wichtiger Entlastungszeuge, sondern Matula entdeckt schließlich mit seiner Hilfe eine wichtige Spur...
225. Tödliche Verbindungen
11.02.2005
Rechtsanwalt Dr. Lessing unterstützt Matulas sportliche Ambitionen und fährt ihn zu seinem Fitness-Studio. Dort angekommen scheint alles wie immer zu sein: der Chef Wolfgang Gabor (Michael Lott) mixt und serviert Vitamindrinks, Sportler trainieren an den Geräten und die beiden Ruderinnen Susanne Kerschner und Chrissie Thon (Natalie Spinell) aus dem angegliederten Ruderverein liefern sich auf den Laufbändern einen ehrgeizigen Wettkampf. Doch plötzlich bricht Susanne zusammen, wird vom Gerät geschleudert und bleibt leblos liegen. Dr. Lessing und Matula alarmieren den Notarzt und beginnen mit Wiederbelebungsversuchen. Doch die mehrfache Landesmeisterin im Rudern stirbt. Chrissie Thon ist völlig verzweifelt und Wolfgang Gabor versucht vergeblich, seine Verlobte zu trösten. Hauptkommissar Wrobel (Thomas Balou Martin) ordnet eine Obduktion zur Klärung der Todesursache an. Die Gerichtsmedizin schließt Herzversagen aus. Susanne Kerschner ist an einer Überdosis Dopingmittel gestorben. Die Sub-stanz, die in hoher Konzentration in Susannes Körper gefunden wurde, stellt die Kripo in Chrissie Thons Wohnung sicher. Fingerabdrücke deuten darauf hin, dass Chrissie ihrer Konkurrentin die tödlichen Anabolika in ein harmloses Aufbaupräparat gemischt hat. Alle Unschuldsbeteuerungen helfen nichts. Für Kommissar Wrobel hat Chrissie ihre größte Rivalin aus dem Weg geräumt, um ihre Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft zu sichern. Wolfgang Gabor bittet Dr. Lessing, Chrissie zu verteidigen und auch Matula soll sich umhören. Er ist der Meinung, weil ihm seit kurzem das Krafttraining im Ruderverein überantwortet wurde, wollen Neider ihn und Chrissie in Schwierigkeiten bringen. Doch was steckt wirklich hinter der mysteriösen Tat? Als Matula im Ruderclub recherchiert, hat angeblich niemand von Doping etwas gewusst – auch nicht die Trainerin Dorothea Winkler (Franziska Stavjanik). Stattdessen trifft er mehrere Personen, die heftige Auseinandersetzungen zwischen Chrissie und Susanne erlebt haben. Schließlich konfrontiert der Staatsanwalt (Thomas Hessdörfer) Dr. Lessing überraschend mit einer Morddrohung, die seine Mandantin ihrer Vereinskollegin gegenüber geäußert haben soll. Diese wiegt umso schwerer, als Zeugen aussagen, dass Chrissie und Susanne in einer lesbischen Beziehung lebten, die kurz vor Susannes Tod keineswegs friedlich in die Brüche ging. Ist Chrissies Trauer nur Theater und hat sie ihre ehemalige Geliebte skrupellos getötet? Oder wollte der besitzergreifende Wolfgang Gabor endgültig verhindern, dass ihm seine Verlobte abspenstig gemacht werden könnte? Dr. Lessing und Matula haben den Verdacht, dass ihr Auftraggeber tiefer in den Fall verstrickt ist, als ihnen lieb ist. Zumal sie von dessen bestens durchtrainiertem Assistenten Mike (Axel Schulz) ganz schön in die Mangel genommen werden...
226. Juwelen
18.02.2005
Wenige Minuten vor Ladenschluss ist Privatdetektiv Matula in einer besonderer Missi-on in der Frankfurter Innenstadt unterwegs: er begleitet seinen Auftraggeber Ralf Stecher (Bernhard Schütz) zu einem Termin. Der Schmuckgroßhändler will seine neue Kollektion im Wert von etwa anderthalb Millionen Euro dem Juwelier Axel Mur-nauer (Siemen Rühaak) präsentieren. Ohne größere Zwischenfälle erreichen sie das Ziel. Als die Frau des Juweliers die Tür schließen will, stürmt plötzlich ein maskierter Mann (Mark Zak) das Geschäft. Mit Waffengewalt zwingt er Matula, Stecher, Mur-nauer und die Goldschmiedin Ines Franck (Susanne Schäfer) zu Boden und entwen-det zudem Matulas Pistole. Sybilla Murnauer (Ursula Karven) folgt den Anweisungen des Täters und packt die Juwelen in einen Beutel. In einem kurzen Moment der Irri-tation glaubt der Täter fälschlicherweise, Murnauer wolle Alarm auslösen. Matula kann zunächst einen Schuss auf den Juwelier verhindern, gerät aber selbst in Gefahr. Der Täter schießt ein zweites Mal und trifft Murnauer. In Panik nimmt er dessen Frau als Geisel und flieht. Matula nimmt die Verfolgung auf und entdeckt den Täter in ei-nem einsam gelegenen Innenhof. Es kommt zum Kampf, wobei sich ein Schuss löst. Matula, der Frau Murnauer aus der Gewalt des Geiselnehmers befreien wollte, fällt aus allen Wolken, als ihm Kommissar Seippel (Frank Röth) unterstellt, er habe seinen Komplizen absichtlich getötet. Sein Freund Rechtsanwalt Dr. Lessing beruhigt ihn. Juristisch sei der Fall unstrittig, da der Täter sich nachweislich selbst getötet hat. Während Matula zwischen Selbst-vorwürfen und Wut schwankt, taucht Ines Franck in der Kanzlei auf. Sie will ihrem Lebensretter danken, der durch sein mutiges Eingreifen Schlimmeres verhindert ha-be. Geschmeichelt freut sich Matula über die Anerkennung. Doch er ist sich zuneh-mend sicher, dass die Kripo in einem Punkt Recht hat: es ist kein Zufall, dass sich der Überfall an diesem Tag ereignet hat. Doch wer ist der heimliche Mittäter des erfolglo-sen Juweliers Fred Bergmann gewesen? Angeblich wusste niemand außer Stecher und Murnauer von diesem Termin. Schließlich tauchen Beweise für ein Liebesverhältnis zwischen Axel Murnauer und seiner Angestellten Ines auf, was diese jedoch vehement abstreitet. Stattdessen will sie ein Telefonat von Murnauer gehört haben, dass rückblickend wie die Vorbereitung zu der Tat wirkt. Besorgt nimmt Dr. Lessing zur Kenntnis, dass Matula sich in Ines verliebt hat. Will die Verdächtige das nur ausnutzen, weil sie in die Sache verwickelt ist? Als Axel Murnauer nach seiner OP das erste Mal vernehmbar ist, bekommt der Fall eine neue Richtung...
227. Die letzte Chance
14.10.2005
Es ist mal wieder Dr. Lessings Qualitäten als Rechtsanwalt zu verdanken, dass Christian Keller (Vinzenz Kiefer) freigesprochen wurde. Im Beisein von Matula und Christians Mutter (Ilona Grübel) beschwört er seinen Mandanten, endlich etwas aus seinem bislang wegen kleineren Straftaten verkorksten Leben zu machen. Dank Lessings Vermittlung hat Christian seit einigen Wochen einen Job in einem Baumarkt. Er soll diese letzte Chance auf ein geregeltes Leben nutzen. Nur wenige Stunden später wird Privatdetektiv Matula Zeuge, wie nach einem Überfall auf den Baumarkt der mutmaßliche Täter auf einem Motorrad flüchtet. Matula ist sofort irritiert: Christian fährt eine solche Maschine und seine Statur entspricht der des maskierten Mannes. Wenig später bittet Frau Keller Dr. Lessing, ihren festgenommenen Sohn zu verteidigen. Kommissar Wrobel (Thomas Balou Martin) schließt aufgrund des Tathergangs auf Insiderwissen. Daher wird der Täter unter den Angestellten vermutet, denen die Abläufe im Kassenbereich bekannt sind. Auf der Flucht kam es wohl zu einer unerwarteten Konfrontation. Der Täter geriet in Panik und erschoss Firmenchef Klaus Hartmann, als dieser ihn aufhalten wollte. Wegen Indizien und mangels eines Alibis ist Christian der Haupttatverdächtige. Als er vor dem Haftprüfungstermin flieht, besteht für Kommissar Wrobel kein Zweifel mehr an seiner Schuld. Einziger Lichtblick ist die Aussage der Kassiererin Karin Petri (Elena Uhlig). Ihre Täterbeschreibung passt nicht auf Christian. Dr. Lessing traut seinem Klient dieses skrupellose Aktion nicht zu und bittet Matula, sich im Baumarkt umzuhören. Doch weder dem Geschäftsführer Uwe Ebeling (Marcus Mittermeier) noch seiner Verlobten, der Tochter des Opfers, Anna Hartmann (Rike Schmid) ist in den letzten Wochen irgend etwas ungewöhnliches aufgefallen. Sollte Karin Petri, deren Mann (Guntbert Warns) als Musiker erfolglos und verschuldet ist, mit dem Überfall zu tun haben? Während Matula im privaten Umfeld des Opfers recherchiert, meldet sich der untergetauchte Christian. Und auch wenn es Dr. Lessing schwer fällt, sieht es zunehmend aus, als hätte der junge Mann durchaus die Kaltblütigkeit für den brutalen Raubmord besessen...
228. Die schöne Tote
21.10.2005
Als Dr. Lessing in seinem Lieblingsrestaurant eintrifft und sich auf einen gemütlichen Abend freut, ahnt er nicht, dass dieser Besuch für die Aufklärung eines Mordes entscheidend sein wird. Nur wenige Stunden später wird der Restaurantbesitzer Hartmut Köster (August Schmölzer) wegen Mordverdachts festgenommen. Sandra Köster (Ute Willing) bittet Dr. Lessing am nächsten Morgen, ihren Mann zu verteidigen. Die attraktive Boljana (Vanessa Radman), die als Servicekraft im „Schwan“ arbeitet, wurde nachts in ihrer Wohnung erdrosselt. Kurz nach der Tat wurde Köster in der Nähe des Tatorts angefahren. Er besaß einen Schlüssel zu Boljanas Wohnung und wenige Stunden vor dem Mord fand ein Streit vor Zeugen in der Restaurantküche statt. Köster drohte Boljana, er werde sich nicht erpressen lassen, sie würde sehen, was passiert. Für Kommissar Reuter ist der Fall klar. Dr. Lessing bittet Privatdetektiv Matula um Unterstützung. Angeblich fühlte sich Boljana von ihrem Ex-Freund Tom bedroht. Hat der Kleinkriminelle, der eine Trinkhalle betreibt, mit dem Mord zu tun? Während Lessing auf entlastende Hinweise hofft, muss er feststellen, dass sein Mandant durchaus ein Motiv hatte. Boljana hatte ihren Liebhaber mit einer Schwangerschaft unter Druck gesetzt. Köster sollte endlich sein Versprechen einlösen und die Scheidung einreichen. Doch Köster hat sich vor Jahren sterilisieren lassen. War die Schwangerschaft erlogen? Oder ist Köster durchgedreht und hat aus Eifersucht gemordet? Bei seinen Nachforschungen trifft Matula in Toms Umfeld die geheimnisvolle Dunja. Was weiß Boljanas Cousine über den Mord? Offensichtlich hat die junge Bosnierin Angst und schweigt hartnäckig. Ist auch Dunja in Gefahr? Aber auch Frau Köster gerät zunehmend unter Verdacht. Wollte sie ihre Konkurrentin loswerden, nachdem sie von der Affäre erfahren hatte? Was steckt hinter der brutalen Tat? Schließlich verdichten sich die Hinweise, dass sich Boljanas Mörder an dem Abend im Restaurant „Schwan“ aufhielt, als auch Lessing dort Gast war...
229. Die Macht der Liebe
28.10.2005
Fabio Baldini (Luca Zamperoni) nutzt den Arbeitseinsatz in einer Gärtnerei, um aus der Haft zu fliehen. Als er bei seiner Frau Jenny (Isabell Gerschke) und Sohn Nino (Christoph Kolping) unangemeldet auftaucht, macht er eine deprimierende Entdeckung. Jenny hat einen neuen Freund und will mit ihm ein neues Leben beginnen. Enttäuscht zieht Fabio von dannen. Nur wenige Stunden später wird er bei seiner Schwester Francesca festgenommen und steht nun auch unter Mordverdacht. Denn Richter Fehrenbach, der Fabio zu einer vierjährigen Gefängnisstrafe verurteilt hatte, wurde erschlagen. Hat Fabio die kurze Zeit in Freiheit für seine Rache genutzt? Er hat kein Alibi, aber ein starkes Motiv. Aus seiner Sicht ist der Richter wegen der zu harten Strafe für das Scheitern seiner Ehe verantwortlich. Francesca bittet Dr. Lessing, ihren impulsiven Bruder zu verteidigen. Doch schon bald stellt der Anwalt fest, dass sein Mandant es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Im Gegensatz zu seiner Aussage war Fabio im Haus des Richters und es kam zu einem Streit. Da es keine Einbruchspuren gibt, glaubt die Kripo, Fehrenbach habe sei-nen Mörder gekannt. Lessing bittet Detektiv Matula um Unterstützung. Es gibt keine Hinweise auf Konflikte oder gar Feindschaften in Fehrenbachs beruflichem Umfeld. Wer außer Fabio hatte ein Tatmotiv? In der scheinbar so perfekten Familie Fehrenbach lag manches im Argen. Lucas hatte seit Jahren keinen Kontakt mehr zu seinem Vater und Ellen (Andrea L´Arronge) seit Monaten eine Affäre mit dem Taxifahrer Alex Meissner (Johannes Brandrup). Ein bislang gut gehütetes Geheimnis kommt zudem ans Licht. Richter Fehrenbach führte ein Doppelleben: er liebte den Kunsthändler Philipp Riemenschneider (Peter Prager). Neben den undurchsichtigen Familienverhältnissen beschäftigt Lessing und Matula zunehmend die Frage, weshalb Jennys neuer Freund Marc Asbach Fabio belastet. Angeblich habe der Italiener ihm und Fehrenbach mit Mord gedroht. Laut Fabio eine perfide Lüge. Will Asbach seinem Rivalen den Mord anhängen? Eine aufschlussreiche Beobachtung führt schließlich zur Lösung des Falls...
230. Zerbrochene Träume
04.11.2005
Völlig unerwartet trifft Rechtsanwalt Dr. Markus Lessing nach vielen Jahren im Gericht seinen früheren Studienfreund Dietmar Erlenkamp (Stefan Reck) wieder. Nach der Trennung von seiner Frau lebt Erlenkamp nicht mehr in den USA, sondern hat seit einem halben Jahr in Frankfurt seine eigene, sehr gut laufende Kanzlei. In Feierlaune über den soeben erwirkten Freispruch lädt er Lessing spontan zu der geplanten Feier in seiner Villa ein. Doch als Lessing mit Matula am Abend dort eintrifft, ist die Partygesellschaft gerade im Begriff, sich aufzulösen. Der Gastgeber wurde wenige Minuten zuvor von der Polizei festgenommen. Erlenkamp bittet Lessing, seine Verteidigung zu übernehmen. Er soll den neunzehnjährigen Türken Hakan Aladag (Mehmet Kucak) erschossen haben. Es gibt einen Zeugen für Erlenkamps Aufenthalt wenige Stunden vor dem Mord in der Wohnung des Opfers, wo es zu einer Prügelei kam. Lessing beschwört seinen Freund, ihm die Wahrheit zu sagen. Erlenkamp gibt zu, ausgerastet zu sein. Hakan war Entlastungszeuge in seinem Prozess um eine polnische Jugendgang, die mit geklauten Alkoholika gehandelt haben soll. Weil Hakan seine Finanzen mit der Aussage aufbessern wollte, kam es zum Streit. Doch Hakan sei am Leben gewesen, als er die Wohnung verließ. Matula beginnt mit den Recherchen und stößt nach kurzer Zeit auf Rätsel. Was ist für Hakans türkische Freunde so bedeutsam, dass sie in dessen polizeilich versiegelte Wohnung einbrechen, um daran zu kommen? Und wie konnte Erlenkamp einen Freispruch für den Anführer der Polengang Viadimir Sibitzki (Siggi Kautz jr.) und dessen Freund Mirko (Florian Riedel) bewirken, die nach seinen mühelosen Nachforschungen tatsächlich einen Alkoholhandel betreiben. Unterdessen wird ein Haftbefehl gegen Erienkamp erlassen, da die gefundene Tatwaffe auf ihn zugelassen ist. Erst in dieser ausweglosen Situation gibt Erlenkamp zu, in Vadims verführerische Schwester Jelena (Lina Rabea Mohr) verliebt zu sein, die aus seiner Wohnung die Waffe hätte entwenden können. Matula weiß inzwischen, dass Jelena mit Hakan liiert war und die beiden heiraten wollten. Aber auch Mirko ist in das schöne Mädchen verliebt. Hat Vadim seinem Freund Mirko geholfen, den Rivalen aus dem Weg zu räumen? Oder ist Erlenkamp durchgedreht und wollte Jelena allein für sich? Als Dr. Lessing und Matula in dem Gefüge aus Eifersucht und enttäuschter Liebe schließlich die entscheidende Spur zur Lösung des Falles entdecken, erleben sie eine Überraschung...
231. Das gestohlene Leben
11.11.2005
Rechtsanwalt Dr. Lessing überbringt seinem Mandanten die gute Nachricht persönlich: nach zehn Jahren Haft konnte die DNA-Expertin Rebecca Tschorn (Astrid Fünderich) dank einer neuen Analysemethode Mauritz Osterkamps (Simon Licht) Unschuld beweisen. Dem Antrag zur Wiederaufnahme des Mordfalles wurde zugestimmt. Drängend erscheint nun die Frage, warum Volker Hagenbach (Sigo Lorfeo) damals aussagte, seinen Chef Mauritz Osterkamp neben der ermordeten Autorin gesehen zu haben? Hatte der Augenzeuge gelogen, um den Verdacht von sich zu lenken? Bevor Kommissar Scharnow (Thomas Bestvater) die Ermittlungen in dem Jahre zurückliegenden Fall wieder aufnimmt, wird Volker Hagenbach ermordet aufgefunden. Alles deutet daraufhin, der Verlagserbe Mauritz Osterkamp habe sich nur einen Tag nach seiner Entlassung an dem Mann gerächt, der ihn unschuldig ins Gefängnis brachte. Dr. Lessing glaubt jedoch seinem Mandanten, der aussagt, Hagenbachs Haus verlassen zu haben, als dieser noch lebte. Was ist wirklich geschehen? Wer außer Osterkamp hatte ein Motiv, den kultivierten Chef-Lektor Hagenbach zu töten? Der Geschäftsführer des Traditionsverlages Hendrik Osterkamp (Ulrich Gebauer) weiß nichts von Problemen oder Feinden seines Mitarbeiters. Einzig das wegen beruflicher Rivalität angespannte Verhältnis seines Bruders Mauritz zu Hagenbach war seit jeher bekannt. Hatte Hagenbach seinem Konkurrenten vor Jahren den Mord angelastet, um seine Karriere voranzutreiben? Als Hagenbachs Affäre mit seiner attraktiven Assistentin Vanessa Seebrecht (Laura Schuhrk) ans Licht kommt, gerät Hagenbachs Frau Thea (Kristina van Eyck) unter Verdacht. Nach und nach decken Dr. Lessing und Privatdetektiv Matula auf, was wirklich hinter den beiden Morden steckt...
232. Tod eines Buchhalters
25.11.2005
Während der Gerichtsverhandlung ist Dr. Lessing sicher, mit dem brisanten Material, das Josef Matula präsentieren wird, die illegalen Geschäfte des Bankdirektors Roland Marx beweisen zu können. Nicht nur sein Mandant Sebastian Nitschke (Armin Dillen-berger), sondern etliche Personen wurden durch dessen unzulässige Immobilienverkäufe um ihr Vermögen gebracht. Doch als der Zeuge Matula aufgerufen wird, erlebt der Anwalt eine herbe Enttäuschung: der Privatdetektiv ist spurlos verschwunden. Auch der Buchhalter Michael Behrendt (Udo Swann) ist entsetzt. Er hatte Firmeninterna an Matula weitergegeben. Nachdem es nicht zu der Aussage kam, bringt ihn Lessings Ankündigung, die kriminellen Machenschaften beweisen zu können, in den Verdacht, der Verräter zu sein. Denn nicht viele Mitarbeiter hätten die belastenden Informationen zuspielen können. Später taucht Matula völlig benommen in der Kanzlei auf. Die Erklärung für sein Verschwinden lässt Lessing und Helga staunen. Eine attraktive Frau, die sich als Charlotte von Salem ausgab, hat ihn unter dem Vorwand, ihn mit der Wiederbeschaffung eines teuren Gemäldes zu beauftragen, aus dem Gericht gelockt. Dann wurde er entführt, mit Medikamenten betäubt und die Beweise wurden gestohlen. In der Hoffnung, von Behrendt nochmals Unterstützung zu bekommen, tappt Matula in eine Falle. Er findet Behrendt erschlagen in dessen Wohnung und wird dort von der Polizei als Tatverdächtiger festgenommen. Durch einen perfiden Trick befinden sich sogar seine Fingerabdrücke auf der Tatwaffe. Dr. Lessing hat alle Hände voll zu tun, seinem Freund aus der prekären Lage zu helfen. Sind die mysteriöse Unbekannte und ihr Handlanger auch Behrendts Mörder? Lessing und Matula arbeiten nicht nur fieberhaft daran, die Existenz ihres Klienten zu retten und ihm zu seinem Recht zu verhelfen, sondern auch die Täter zu finden, die Matulas Leben riskiert haben und ihm den Mord anhängen wollen...
233. Großmarktfehde
06.01.2006
Inmitten des hektischen Betriebes am Frankfurter Großmarkt kommt es zu einem dramatischen Zwischenfall. Als der türkische Gemüsehändler Deniz Demirel (Haydar Zorlu) die sabotierte Kühlung seines Lagerraumes und die verdorbene Ware entdeckt, bezichtigt er seinen Standnachbarn Rolf Fürst (Frank Giering) der Tat. Das Traditionsunternehmen „Hundert Jahre Früchte Fürst“ leidet stark unter seiner Konkurrenz. Daher glaubt Deniz, Rolf wolle die drohende Pleite nun mit illegalen Mitteln verhindern. Obwohl Rolf die Sabotage bestreitet, können erst seine Mutter Ruth (Daniela Ziegler) und der Marktaufseher die Schlägerei stoppen. Am nächsten Tag hat der Konflikt eine andere Dimension angenommen. Verzweifelt bittet der festgenommene Deniz Dr. Lessing um Hilfe. Er soll seine Frau ermordet haben. In dem Kühlcontainer, den er ersatzweise angefordert hatte, wurde Ninel (Suzan Demircan) niedergeschlagen und bei Minusgraden eingeschlossen. Die Kripo unter der Leitung der attraktiven Kommissarin Sperl (Fiona Coors) hat am Tatort belastende Spuren gesichert. Auch die Aussage des Kunden Kai Sander (Johann von Bülow), Deniz habe Ninel wenige Stunden vor dem Mord geschlagen, erschwert dessen Situation erheblich. Aber Demirel beteuert seine Unschuld. Ninel sei die große Liebe seines Lebens gewesen. Das habe auch Rolf gewusst, der ihn an seinem wundesten Punkt treffen wollte. Lessing bittet Matula um Hilfe. Leidet sein Mandant an Verfolgungswahn oder ist etwas an dieser abenteuerlichen Theorie dran? Wollte Rolf Fürst sein Geschäft retten, indem er seinem größten Rivalen einen Schicksalsschlag zufügt? Matula beginnt mit seinen Recherchen am Großmarkt und entdeckt einen mysteriösen Diebstahl. Offensichtlich betreibt jemand mit fast verdorbener Ware ein lukratives Geschäft. Musste Ninel sterben, weil sie den Dieb gesehen hat? Dr. Lessing und Matula hoffen über diese Spur den wahren Mörder zu finden...
234. Perfekter Irrtum
13.01.2006
Bei seiner Teilnahme an dem Billard-Turnier ist eine Partie für Matula ganz klar das High-Light: Klaus Koller (Uwe Fellensiek), der sein Partner bei einem Auto-Rennen war, ist ein hervorragender Spieler und für ihn die größte Herausforderung. Doch Klaus taucht an dem Abend nicht auf. Während Matula sich wundert, findet Kneipenwirtin Elli (Sabine Winterfeldt) dieses unverbindliche Verhalten passe absolut zu dem ehemaligen Profi-Boxer, der seit einiger Zeit als Callboy arbeitet. Stunden später erscheint dieser doch und tischt eine merkwürdige Geschichte auf. Eine Kundin habe ihn mit K.O.-Tropfen betäubt. Kurz darauf trifft Kommissar Hendricks (Tilo Prückner) ein und nimmt Klaus wegen Mordverdachts fest. Er soll nach Aussage der Augenzeugin Mireille Escher (Inka Calvi) deren Ehemann in ihrer Villa erschlagen haben. Klaus bittet Matula um Hilfe, der Dr. Lessing überreden kann, das Mandat zu übernehmen, obwohl die Situation fast aussichtslos ist. Dennoch ist Matula von der Unschuld seines Freundes überzeugt und recherchiert in der Firma des getöteten Schrotthändlers Bruno Escher. Tatsächlich gab es Spannungen zwischen dem Exportleiter Paul Leschek (Lutz Winde) und seinem Chef, der Leschek sogar fristlos entlassen wollte. Aber ist dies ein Mordmotiv? Dann stellt sich heraus, dass Klaus Koller und Mireille Escher bis vor wenigen Tagen ein Liebespaar waren, das eine gemeinsame Zukunft plante. Jeder der beiden sagt aus, die Beziehung beendet zu haben. Klaus behauptet, Mireille wolle sich aus Enttäuschung über die Trennung an ihm rächen. Aber es gibt keinerlei Anhaltspunkte, dass die zierliche Frau, die seit der Tat in der ärztlichen Behandlung ihrer Freundin Dr. Dorit Winter (Sabine Vitua) ist, in eine solch abenteuerliche Intrige verstrickt sein könnte. Als schließlich DNA-Spuren von Klaus Koller am Tatort sichergestellt werden, obwohl dieser felsenfest behauptet, er sei nie dort gewesen, ist die Lage hoffnungslos. Matula und Dr. Lessing müssen die geheimnisvolle Kundin finden, wenn sie Klaus helfen und die Wahrheit herausfinden wollen...
235. Doppelpass
20.01.2006
Als Matula in die Kanzlei seines Freundes Dr. Lessing gehetzt kommt, hat er Lessings nächstes Mandat schon klar gemacht. Für eine vorherige Absprache war keine Zeit, wie Fußball-Fan Matula versichert. Der Klassenerhalt der Eintracht hängt nun von Lessings Fähigkeiten als Verteidiger ab. Das große Talent Roberto Charinho (Leonardo Nigro) sollte nach einem Probetraining unter Vertrag genommen werden. Doch nun scheint der Coup geplatzt: Letzte Nacht wurde Charinho wegen Mordverdachts festgenommen. Er soll Ute Siewert (Ann-Kathrin Kramer), die Zwillingsschwester seiner Managerin Heike Siewert (ebenfalls Ann-Kathrin Kramer), auf offener Straße erschossen haben. Ausgerechnet in der kurzen Zeit, in der die Schwestern als Partygag ihre Identität getauscht hatten, soll Charinho die „Falsche“ getötet haben. Dr. Lessing hält diese abenteuerliche Theorie für völlig absurd. Aber Kommissar Enders (Christian Koerner) weist Charinho ein Tatmotiv nach. Er hatte vor Zeugen seine Managerin lautstark für seine hohen finanziellen Verluste bei einem riskanten Börsengeschäft verantwortlich gemacht. Zudem konnte Munition in Charinhos Wohnung sichergestellt werden, die zu der unauffindbaren Mordwaffe passt. Auch Charinhos wenig überzeugendes Alibi seiner Freundin Sabine (Dörte Becher) kann ihn nicht entlasten. Als die Kripo zudem kurz darauf Charinho Anwesenheit zur Tatzeit am Tatort nachweisen kann, scheint der Täter überführt. Matula lässt sich jedoch in seinem Vertrauen in das Fußballtalent nicht beirren und beginnt mit seinen Recherchen bei der Eintracht. Der Trainer (Friedhelm Funkel), die anderen Spieler und auch der Physiotherapeut Sven Siewert (Marcus Bluhm), der Schwager der Ermordeten, kennen Charinhos brasilianisches Temperament und wissen, dass er mal aufbrausen kann. Aber niemand traut dem sympathischen Fußballprofi ein Kapitalverbrechen zu. Aber was steckt hinter der Tat? Ist der Mord doch keine fatale Verwechslung und die Sportsbarbesitzerin Ute sollte sterben? Wie sich herausstellt, hatte der erst kürzlich gefeuerte Geschäftsführer Walter Resch (Philipp Moog) durchaus ein Tatmotiv. Lessing und Matula sind sich zunehmend sicher, dass die Lösung des Falls nur mit der Klärung der Frage gelingt, wer von dem Identitätstausch der Schwestern gewusst haben könnte....
236. Der Tod und das Mädchen
27.01.2006
In den frühen Morgenstunden wird der Chefdirigent der Frankfurter Philharmoniker, Benjamin Spangenburg, in seiner Villa erschlagen aufgefunden. Aufgrund der Aussage des Musikkritikers Berthold (Robert Giggenbach), der in der Nachbarschaft des Opfers lebt, gerät der Cellist Christoph Reinecke (Florian Martens) unter Verdacht. Berthold will einen heftigen Streit kurz vor der Tatzeit zwischen Reinecke und Spangenburg in dessen Bibliothek beobachtet haben. Angela Reinecke (Irina Wanka) wendet sich nach der Festnahme ihres Mannes hilfesuchend an dessen Freund Dr. Lessing. Christoph ist verzweifelt. Seit er vor zwei Jahren freiwillig Spangenburgs Orchester verlassen hat, um sein eigenes Streichquartett zu gründen, arbeitet er wie besessen für den Durchbruch. Und nun wenige Tage vor dem wichtigsten Konzert seiner Karriere, wo der Erfolg endlich zum Greifen nahe ist, widerfährt ihm das. Reinecke wittert eine Intrige. Lessing bittet Matula um Hilfe. Wer sonst im Orchester oder in Spangenburgs Umfeld hatte ein Motiv für den Mord? Matulas Recherchen bringen bald Abgründe im angeblich feinsinnigen Musikermilieu zu Tage. Das Verhältnis des ambitionierten Intendanten Tetzlaff (Heinrich Schafmeister) zu Spangenburg war nicht harmonisch, wie dieser behauptet. Im Gegenteil, ständig flogen die Fetzen wegen künstlerischer Differenzen. Und auch der gefeuerte Cellist Brand (Germain Wagner) ist nicht gut auf Spangenburg zu sprechen. Dessen Auswahlkriterien richteten sich nach der Attraktivität der Musikerinnen und nicht nach Talent. Tatsächlich eilt Spangenburg der Ruf des notorischen Frauenhelden voraus. Auch seine ehemalige Geliebte, die Klavierlehrerin Beate Lorenz (Petra Zieser), die Spangenburg mit einer Tochter (Maxime Foerste) hat sitzen lassen, weint dem Egoisten keine Träne nach. Als Lessing und Matula schließlich von Angela Reineckes Affäre mit Spangenburg erfahren, gerät der Anwalt in einen Zwiespalt. Soll er den Unschuldsbeteuerungen seines Freundes glauben oder hat Christoph aus Eifersucht getötet?
237. Rollentausch
03.02.2006
Einzig und allein von der Aussage des Zeugen Ruppert (Michael Kaiser) hängt ab, ob es Dr. Lessing gelingen wird, einen Freispruch für seinen Mandanten Werner Tenhagen (Dietrich Mattausch) zu erwirken. Der akkurate Buchhalter, der seit 15 Jahren in Tenhagens Firma arbeitet, hat zwar bislang nur nebulöse Andeutungen gemacht. Aber vor Gericht wolle er definitiv die Wahrheit ans Licht bringen und beweisen, dass sein Chef Tenhagen das Opfer einer Intrige ist und nicht selbst illegale Waffengeschäfte abgewickelt hat. Als der zuverlässige Ruppert nicht vor Gericht erscheint, beschleicht Dr. Lessing ein ungutes Gefühl. Und tatsächlich bestätigen sich seine schlimmsten Befürchtungen. Ruppert wurde ermordet. Die Tatausführung deutet auf einen Profi-Killer hin. Steckt die Waffenmafia hinter der Tat, die auch vor weiterer Gewalt nicht zurückschreckt, um Informationen zu unterbinden? Doch dann gerät Werner Tenhagen unter Mordverdacht. Lessing weiß nicht mehr, was er glauben soll. Hat Tenhagen die ganze Zeit das Unschuldslamm gespielt und eiskalt den Mann getötet, der ihn belastet hätte? Lessings Hoffnung aber auch Sorge gilt nun Herberts (Uwe Bohm), der freiberuflich in beratender Funktion für Tenhagen tätig war. Laut Ruppert weiß auch der Vermittler Herberts mehr über die angeblich illegalen Geschäfte. Aber Lessing stößt bei Herberts auf Granit. Der unsympathisch auftretende Herberts ist zu keiner Aussage bereit und lehnt Polizeischutz kategorisch ab, obwohl er nach Rupperts Ermordung in Lebensgefahr schwebt. Lessing bittet Matula, den Kronzeugen bis zur Verhandlung zu schützen. Keine leichte Aufgabe. Denn Matula muss nicht nur die Launen des mürrischen Herberts ertragen, sondern gerät mit diesem bald schon ins Visier der Männer, die wahrscheinlich auch Ruppert ausgeschaltet haben...
238. Blutige Liebesgrüße
15.09.2006
Ein Wiedersehen mit seinem geschätzten Mentor Dr. Johannes Lorant (Rüdiger Vogler), der mittlerweile als Richter am Oberlandesgericht tätig ist, hätte sich Markus Lessing unter anderen Umständen gewünscht. Der Jurist, bei dem Lessing als Referendar seine Karriere begann, meldet sich plötzlich nach vielen Jahren, dass seine Frau (Johanna Christine Gehlen)entführt wurde. Mit einem abgeschnittenen Finger untermauern die Kidnapper die Ernsthaftigkeit ihrer Drohung, ihr Opfer zu töten, sollte die Polizei eingeschaltet werden. Verzweifelt bittet Lorant seinen loyalen Freund und dessen Mitarbeiter Matula um Hilfe. Wie konnte es zu der Entführung kommen? Seit Wochen hat die Familie des Richters nach Drohungen aus der rechten Szene rund um die Uhr Polizeischutz. Die Hoffnung, Linda mit der Zahlung des verlangten Lösegelds zu befreien, zerschlägt sich. Denn bei der Geldübergabe taucht Lindas Personenschützer Peter Lanz (Max von Pufendorf) überraschend auf und lässt diese durch eine dilettantische Aktion scheitern. Seinem Chef, Kriminaldirektor Noss (Christoph M. Ohrt), gegenüber behauptet Lanz, er habe nur sein Versagen wieder gut machen wollen. Er sei Schuld an Lindas Entführung, weil er seinen Job nicht richtig gemacht habe und er wollte den Tätern auf die Spur kommen. Aber sagt Lanz die Wahrheit? Als Lindas Bodyguard kannte er ihre Gewohnheiten am besten. Zudem verstrickt er sich zunehmend in widersprüchliche Aussagen. Wollte Lanz sein Beamtengehalt mit der Entführung aufbessern und ist der festgenommene Roloff (Oliver Brandl), der angebliche Geldbote, sein Komplize? Der Fall bekommt für Josef Matula eine ungeahnte private Dimension, als seine Jugendliebe Elke Lanz (Angela Roy) auftaucht und behauptet, Peter sei Matulas Sohn...
239. Todesangst
22.09.2006
Mit der Zeugin Katharina (Sabrina Rattey) verfolgt Privatdetektiv Matula im Fernsehen die Berichterstattung über den Prozess gegen Gregor Steiner, den sogenannten „Paten von Frankfurt“. Der Angeklagte ist des Menschenhandels, Drogenschmuggels und sogar des mehrfachen Mordes beschuldigt. Doch eine Verurteilung ist wieder völlig offen. Denn Steiners Macht reicht selbst aus der U-Haft heraus, dass alle Zeugen ihre Aussagen widerrufen. Entsetzt über diese Entwicklung realisiert Katharina Tolec, dass der Prozessausgang von ihr abhängt. Als Steiners ehemalige Geliebte, die oft genug selbst von Steiner krankenhausreif geschlagen und zur Prostitution gezwungen wurde, aber auch als Freundin eines der Mordopfer fühlt sie sich zu einer Aussage verpflichtet. Doch als Dr. Lessing, der Anwalt der Nebenkläger, einen Kronzeugen ankündigt, packt Katharina panische Angst. Lessing beschwört Matula, die aus Russland stammende Frau über das Wochenende zu schützen und zu einer Aussage zu bewegen. Selbst die Polizei tappt über die Identität des angekündigten Zeugen im Dunklen. Und da Katharina selbst bei der Kripo Steiners Spitzel vermutet, schweigt Matula auch seinem früheren Kollegen Sonnenberg (Wolf-Dietrich Sprenger) und dessen Chef Dirk Roth (Ralph Herforth) gegenüber hartnäckig. Aber schon bald macht Matula eine schreckliche Entdeckung: Sein Freund Lessing ist in Lebensgefahr. Steiners jüngerer Bruder Niko (Oliver Korittke) und der brutale Handlanger Oleg Karpin (Jevgenij Sitochin) sind in die Kanzlei eingedrungen und haben Lessing als Geisel genommen. Mit Folter wollen sie den Aufenthaltsort von Gregors Ex, die sie in dem Kronzeugen vermuten, aus dem Anwalt herauspressen. Wird Lessing in Todesangst das Versteck verraten? Für Lessing beginnen qualvolle Stunden und Matula bleibt nicht viel Zeit, eine Taktik auszuklügeln, seinen Freund zu befreien und gleichzeitig für Katharinas Sicherheit zu sorgen...
240. Der verlorene Sohn
29.09.2006
Der zum Frankfurter Geldadel zählende und öfters in der lokalen Klatschpresse erwähnte Spediteur Christian Anger (Michael Degen) wendet sich verzweifelt an Rechtsanwalt Dr. Lessing. Sein jüngster Sohn Heiko wurde brutal auf dem Gelände seiner Firma mit einem Gabelstapler totgefahren. Als sei dieser Schicksalsschlag nicht schrecklich genug, hat Kommissar Bresser (Matthias Redlhammer) seinen ältesten Sohn Stefan (Ulrich Bähnk) unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Laut Zeugenaussage hatten die beiden kurze Zeit vor dem Mord einen heftigen Streit. Anger senior ist fassungslos über diesen absurden Vorwurf. Warum sollte Stefan seinen Bruder töten? In den besten Familien gäbe es mal Streit. Seine Söhne haben sich gut verstanden und waren ein hervorragendes Team. Gemeinsam haben sie Strategien für die zukünftige Expansion der Firma entwickelt. Für diese Katastrophe haben Anger und seine junge Frau Yvonne (Bojana Golenac) nur eine Erklärung: Vor einigen Wochen wurde Heiko von Herbert Münch (Andreas Windhuis) verprügelt, weil er die Beziehung zu dessen Tochter beendet hatte. Lessing bittet Matula, dieser Spur nachzugehen. Und tatsächlich macht der cholerische Binnenschiffer Münch einen angespannten Eindruck. Nach der Attacke auf Heiko wurden ihm alle Aufträge der Firma Anger gekündigt, was seine berufliche Existenz massiv gefährdet. Zudem zeichnet sich ab, dass Münchs Tochter nach der Trennung nicht bei einem Unfall starb, sondern Selbstmord beging. Hat Münch den Mann getötet, für den Lara leichtsinnig ihr Leben wegwarf? Heikos bester Freund Marvin Seifert (Jens Münchow) wusste angeblich nichts von dem Suizid, nur dass Heiko eine neue Freundin hatte. Will Marvin den Verdacht stärken, Münch habe Heiko wegen seiner Frauengeschichten getötet, weil er selbst wegen seiner Schulden bei Heiko ein Tatmotiv hatte? Lessing und Matula wissen, nur wenn es ihnen gelingt herauszufinden, was sich wirklich innerhalb der Familie Anger und in Heikos Leben abgespielt hat, können sie den Fall klären...
241. Ein eiskaltes Geschäft
06.10.2006
Völlig schockiert erscheint Helga (Renate Kohn) nach einer Beerdigung in der Kanzlei. Fassungslos berichtet sie Dr. Lessing und dem anwesenden Matula, dass in dem Grab ihrer Tante - vom Regen freigespült - plötzlich die Leiche des Bestattungsunternehmers Detmers zum Vorschein kam. Dessen Ehefrau Cordula (Nina Hoger), eine Schulfreundin von Helga, gerät aufgrund von Zeugenaussagen unter Mordverdacht. Das Ehepaar Detmers soll wenige Stunden vor der Tat im Nebenraum der Einsegnungshalle einen heftigen Streit gehabt haben. Auch Fingerabdrücke auf der Tatwaffe belasten Cordula schwer. Dr. Lessing übernimmt auf Helgas Bitte das Mandat. Zunächst hüllt sich Cordula in Schweigen, gibt aber schließlich zu, den Verdacht gehabt zu haben, ihr Mann gehe fremd. Für Kommissar Krüger (Klausjürgen Steinmann) scheint der Fall klar: Mord aus Eifersucht. Doch Cordulas Vater, Heinrich Schlegel (Martin Lüttge), behauptet zu wissen, wer seinen Schwiegersohn getötet hat. Angeblich hätte Detmers illegale Machenschaften seines Hauptkonkurrenten Kusleck (Joachim Paul Assböck) aufgedeckt, der den Sargdiscounter „Ewiger Frieden“ betreibt. Wenn Firmeninterna an die Öffentlichkeit gekommen wären, hätte Kusleck seinen Laden schließen können. Doch zugleich mehren sich Hinweise, Detmers habe nicht nur Bestattungen in dem traditionsreichen Unternehmen seines Schwiegervaters abgewickelt, sondern sich mit noch größerer Hingabe um hinterlassene Witwen gekümmert. Seit einigen Wochen hatte er eine Affäre mit der attraktiven Witwe Sonja Rösner (Anke Sevenich). Der Sonnenstudioinhaberin, die sich in psychotherapeutischer Behandlung befindet, kam Detmers Zuspruch gelegen, da sie offensichtlich mit ihrer pubertierenden Tochter Helen (Lara Beckmann) und dem Verlust ihres Mannes überfordert ist. Wusste Heinrich Schlegel von dieser Liaison? Immer stärker sieht es aus, als habe Schlegel, dem die Eskapaden seines lebenslustigen und unzuverlässigen Schwiegersohns von Anfang an ein Dorn im Auge waren, die Tat im Affekt begangen...
242. Ewige Freundschaft
13.10.2006
Das elitäre Nobelinternat Dürnstein, das vorwiegend den verwöhnten Nachwuchs reicher Familien ausbildet, sieht sich mit einem blutigen Problem konfrontiert. Der Bankierssohn Tobias von Kleist (Sergej Moya) soll seinen Mitschüler Tim Barski (Hendrik Borgmann) erschlagen haben. Der Mord scheint mit einem peinlichen Vorfall verknüpft: Sabine (Jennifer Ulrich), die Tochter des Direktors Münster (Wolfgang Häntsch), ist vor wenigen Tagen im Drogenrausch von einer Mauer des Internats gesprungen. Weil Tim sie nicht von ihrem Flugversuch abhielt, soll Tobias den Ignoranten aus Rache getötet haben. Da Tim der Sohn eines Frankfurter Bordellbesitzers ist und diese Verbindung droht bekannt zu werden, bangt Münster weiter um die schwer angeschlagene Reputation seines Instituts. Für Kommissar Enders (Christian Koerner) sind das Motiv und Tobias’ Fingerabdrücke auf der Tatwaffe Anlass genug für eine Festnahme. Der Vater des Tatverdächtigen bittet Dr. Lessing, seinen Sohn zu verteidigen. Tobias gibt einen Streit zu. Aber für die Spuren gäbe es eine simple Erklärung. Er habe sich vor zwei Tagen Werkzeug von dem Stuckateur Jan Kollan (Max Tidof) geliehen. Matulas Recherche ergibt hingegen ein anderes Bild. Der sympathische Tscheche Kollan bestätigt die angebliche Ausleihe nicht. Stattdessen erhält das Motiv ihres Klienten eine weitere Komponente. Sabine und Tim haben den platonischen Freundschaftsschwur des Trios gebrochen. Nach Aussage der Mitschülerin Beate Kroll (Jasmin Schwiers) soll Tobias deshalb schwer ausgerastet sein. Hat er aus Eifersucht getötet? Dann mehren sich Hinweise, Tim habe mit seiner Mathelehrerin Patrizia Forster (Susanne Hoss) eine Affäre gehabt. Ihr Mann (Martin Lindow), der am Internat Sport unterrichtet, hätte also auch ein Motiv gehabt. Oder führt die Spur doch ins Rotlichtmilieu, weil Konkurrenten Harry Barski an seinem empfindlichsten Punkt treffen wollten? Als schließlich ein weiteres, äußerst pikantes Detail auftaucht, das auch so gar nicht in das Bild der feinen Bildungsstätte passt, nähern sich Matula und Lessing der Lösung des Falls...
243. Mord im Zoo
26.01.2007
Nach einem Vortrag wird Professor Bonnert auf dem Gelände des Frankfurter Zoos in der Tierklinik ermordet. Auf Bitten des Zoodirektors (Achim Wolff) übernimmt Rechtsanwalt Dr. Lessing die Verteidigung des beliebten Tierpflegers Jurek Andrasch (Florian Sonnefeld), der unter dringendem Tatverdacht festgenommen wurde. Da aus der Klinik Medikamente entwendet wurden, die sich in der Drogenszene großer Beliebtheit erfreuen, glaubt die Kripo, es handle sich um Raubmord. Kommissar Brentano (Karlheinz Lemken) meint, Andrasch, der vor Jahren wegen seiner Drogensucht mit dem Gesetz in Konflikt geraten war, wollte die Medikamente stehlen. Als er von Prof. Bonnert überrascht wurde, hat er ihn aus Panik getötet. Der Tatverdacht gegen Andrasch verstärkt sich zudem, als ein heftiger Streit der beiden wenige Tage vor dem Mord publik wird. Dr. Lessing glaubt jedoch den Unschuldsbeteuerungen seines Mandanten. Tatsächlich befanden sich zur Tatzeit wegen einer Betriebsfeier und des Vortrags an die hundert Personen auf dem Zoogelände. Hatte eine dieser Personen ein Motiv, den anerkannten Wissenschaftler zu töten? Auch diesmal vertraut Lessing auf Matulas Arbeit, der diesmal undercover mit seinen Recherchen im Zoo beginnt. Sein neuer Kollege, Tierpfleger Norbert Weinges (Dieter Brandecker), berichtet von einer Fehde zwischen dem Doktoranden Boris Brandeis (Aleksandar Jovanovic) und Prof. Bonnert. Auch die Frau des Ermordeten, Gabriele Bonnert (Birgit Würz), weiß von den Spannungen zwischen den beiden. Offensichtlich versuchte der ehrgeizige Brandeis mit seinem Doktorvater zu konkurrieren. Aber reicht diese berufliche Rivalität für ein Mordmotiv? Schließlich kommt ans Licht, dass Jureks Freundin Tamara Leipold (Anna Bertheau) offensichtlich eine Affäre mit dem ohnehin wegen seiner zahlreichen Affären berüchtigten Professor hatte. Ist Jurek deshalb ausgetickt? Oder hatte Gabriele Bonnert die ständigen Eskapaden ihres Mannes satt? Doch dann macht Matula im Zoo eine Entdeckung, die dem Fall eine mehr als überraschende Wendung gibt...
244. Recht und Gerechtigkeit
02.02.2007
Die abgewiesene Sammelklage auf Schadenersatz gegen den Unternehmer Patrick Berger (Björn Casapietra), der etliche Kleinanleger durch die Insolvenz seines Unternehmens „Bio-Tec“ in den Ruin getrieben hat, ist in allen Medien. Über sechzig Personen hatten die Hoffnung auf den renommierten Wirtschaftsanwalt Dr. Bruno Köpf (Bernd Tauber) gesetzt - darunter auch Josef Matula, der mit dem ersten Aktienkauf seines Lebens gleich eine Schlappe erlitt. Aber Köpf sieht aus Mangel an Beweisen keine Hoffnung mehr, Entschädigung für seine Mandanten zu erwirken. Vor dem Gericht wird der cool auftretende Patrick Berger in Begleitung seiner Frau Camilla (Nadeshda Brennicke) von seinem ehemaligen Chauffeur Gerhard Nagel (Tim Wilde) attackiert. Auf dessen Rat hin, hatte Nagel seine Lebensversicherung aufgelöst und alles in „Bio-Tec“-Aktien investiert. Öffentlich droht Nagel, der kürzlich gescheiterte Mordanschlag auf Berger könne das nächste Mal glücken. Als wenige Stunden später Patrick Bergers Bruder Michael (Martin Bretschneider) erschossen aufgefunden wird, glauben Hauptkommissar Enders (Christian Koerner) und seine Assistentin Seibel (Nora Jokhosha), Nagel habe die Brüder in der Tiefgarage verwechselt, deren Beleuchtung defekt ist. Dr. Köpf bittet seinen Bekannten Dr. Lessing, Nagels Verteidigung zu übernehmen. Doch die Situation ist schwierig. Der ehemalige Olympiasportschütze war entgegen erster Aussagen zur Tatzeit in der Nähe des Tatorts. Dennoch glaubt Lessing seinem Mandaten und beauftragt Matula. Vielleicht war der Mord doch keine Verwechslung? Tatsächlich war der Physiker Michael Berger, der an einem wissenschaftlichen Institut arbeitete, dem Glücksspiel zugetan und steckte in finanziellen Schwierigkeiten. Seine Chefin und ehemalige Geliebte Kerstin Benn (Rena Dumont) berichtet von regelmäßigen Pokerpartien. Während Matula dieser Spur nachgeht, sieht es für Lessing zunehmend so aus, als habe Nagel mit seiner Freundin Julia Axmann (Katja Studt), deren Existenz ebenfalls durch die Fehlinvestition ruiniert wurde, gemeinsam Rache geübt oder als wolle er ihre Tat decken...
245. Vertrauenssache
09.02.2007
Seit dem tragischen Unfalltod seiner Frau lebt Rechtsanwalt Dr. Lessing als Single. Doch seit er vor einigen Wochen Verena Severing (Stefanie Höner) kennenlernte, keimt in ihm erstmals wieder der Wunsch nach einer festen Partnerschaft auf, derart fasziniert ist er von der attraktiven Boutiqueinhaberin. Umso herber ist für ihn die schwere Enttäuschung, als sich die Verabredung mit der alten Schulfreundin, weswegen Verena den geplanten Opernabend absagte, als Lüge entpuppt. Stattdessen hatte Verena, die beim Ladendiebstahl erwischt wurde, mit dem schmierigen Kaufhausdetektiv Jürgen Bossler (Martin Schneider) ein Treffen, um sich von der drohenden Anzeige freizukaufen. Doch als Verena zum Termin erscheint, liegt Bossler erstochen in seinem Van, der auf dem Parkplatz seiner Stammkneipe stand. Zumindest behauptet dies Verena und bittet ihren Freund um Hilfe. Doch Lessing weiß nicht, ob er seinen Gefühlen noch trauen kann. Welches Geheimnis verbirgt die vorbestrafte Kleptomanin noch, die während ihrer Bewährungszeit rückfällig wurde? Verunsichert bittet er seinen Freund Josef um Hilfe. Wenn Verena die Wahrheit sagt, wer war vor ihr am Tatort und hat Bossler erstochen? Tatsächlich erfährt Matula bei seinen Recherchen, dass der Countryfan Bossler regelmäßig Frauen, die er beim Stehlen ertappte, finanziell erpresste und sexuell nötigte. Wusste Bosslers Frau Anna (Katja Woywood), die seit einem schweren Unfall vor zehn Jahren im Rollstuhl sitzt, von den Machenschaften ihres untreuen Gatten? Oder hat Bosslers Ermordung mit der Schlägerei mit Werner Buck (Dieter Montag), dem Wirt des Western-Clubs, zu tun? Das daraus resultierende Hausverbot hat Bossler nachweislich ignoriert. Schließlich überführt die KTU seine Mandantin einer weiteren Lüge. Verena war entgegen ihrer Beteuerungen im Van des Opfers und hat offensichtlich nach dem belastenden Diebstahlprotokoll gesucht. Lessings Gefühlschaos wächst. Es wird immer wahrscheinlicher, dass die Frau, in die er sich verliebt hat, nicht nur eine Diebin sondern auch die Täterin ist...
246. Blutsbrüder
13.04.2007
Aus Sicht von Dr. Lessing hätte es keinen unerwünschteren Gast geben können, als Torsten Abroleit (Uwe Fellensiek), der plötzlich in seiner Kanzlei auftaucht. Helga und der anwesende Matula staunen, als der charmante Abroleit, der sich als Lessings alter Klassenkamerad vorstellt und behauptet, unschuldig in Schwierigkeiten geraten zu sein, von dem Anwalt eine schroffe Abfuhr kassiert. Tatsächlich ist die Geschichte, die Abroleit auftischt, vollkommen abstrus. Er befürchtet eine Festnahme, weil er mit einer Waffe gesehen wurde und kurz darauf in seiner Nähe der Neurochirurg Jochen Felber erschossen wurde, den er flüchtig kannte. Seine Behauptung, die Waffe bei sich gehabt zu haben, weil er bedroht wurde, klingt ebenso fadenscheinig wie die Aussage, nur aus Neugier an den Tatort gegangen zu sein. Aus Angst, die Kripo könne ihn finden, kündigt Abroleit seinen Suizid an. Während Lessing die ewigen Selbstmordandrohungen des notorischen Lügners kalt lassen, weiß Matula nicht, was er von dem ganzen Auftritt halten soll. Er folgt Abroleit und muss ihn tatsächlich wenige Minuten später aus dem Main retten. Welches Spiel treibt der angeblich erst vor kurzem aus Afrika zurückgekehrte und wegen etlicher Kleindelikte vorbestrafte Jugendfreund, der Lessings Vertrauen, wie sich zeigt, vor Jahren auf das Übelste missbraucht hatte? Matula überzeugt Lessing, Abroleit zu helfen und beginnt mit Recherchen. Gibt es Personen, die ein Motiv hatten, den vermögenden Mediziner zu töten? Felber hat seine junge Ehefrau Franziska (Andrea Lüdke) anscheinend häufig betrogen. Eine der ehemaligen Geliebten, die Gastronomin Liz Schneiderhan (Ellen Schulz), drangsalierte ihn mit Anrufen und Briefen. Aber würde die enttäuschte Frau einen Mord begehen? Mit der Zeit zeigt sich, dass sich der schillernde Abroleit ständig in weitere Lügen verstrickt, die Lessing und Matula immer stärker an seiner Unschuld zweifeln lassen...
247. Schmutzige Hände
04.05.2007
Lange Zeit konnte ihm die Polizei nichts nachweisen, doch nun sitzt Gerhard Pohl (Claude Oliver Rudolph) wegen Verdachts auf Menschenhandel und Mord in U-Haft. Elena Karpova (Anne Kanis), eine attraktive Lehrerin aus Weißrussland, die in Deutschland als Prostituierte arbeitete und eine Zeit lang sogar Pohls Freundin war, wird am folgenden Tag vor Gericht gegen ihn aussagen. Die Beamten Michael Dybowski (Philippe Graff) und Holger Meffert (Volker Lechtenbrink) sind für die Sicherheit der Kronzeugin zuständig, die ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen wurde. Doch am Abend vor der Gerichtsverhandlung wird in der vermeintlich sicheren Wohnung, in der die Zeugin sich aufhält, ein Anschlag verübt. Der Kollege Dybowski wird erschossen. Unklar ist, ob Elena aus Todesangst vor dem Täter selbst aus dem Fenster gesprungen ist oder in die Tiefe gestoßen wurde. Ihr zerschmetterter Körper wird im Innenhof aufgefunden. Einzig Holger Meffert ist mit einer leichten Kopfverletzung davon gekommen. Eine Tatsache, die den Verdacht der Staatsanwaltschaft auf ihn lenkt. Denn außer Meffert und seinem Chef Max Gerber (Jürgen Prochnow) wussten nur wenige Beamte seiner Abteilung von dem Aufenthaltsort der Zeugin. Es sieht danach aus, als habe Pohl, der von Elenas Tod nur profitieren konnte, die Tat von der U-Haft aus in Auftrag gegeben. Dies verschlechtert eindeutig Mefferts Lage. Denn neben Fingerabdrücken auf der Tatwaffe und Schmauchspuren auf seiner Kleidung wurde in seinem Haus eine beachtliche Menge Bargeld entdeckt. Selbst Dr. Lessing, der auf Bitten seines Freundes Matula Mefferts Verteidigung übernommen hat, bekommt Zweifel an dessen Unschuld. Nur Matula, der Meffert noch von der Polizeischule von früher kennt, traut seinem alten Bekannten niemals einen Mord zu. Der Fall erhält eine entscheidende Wendung, als klar wird, dass der ermordete Dybowski nur für die plötzlich erkrankte Kollegin Ulrike Selbeck (Charlotte Bohning) eingesprungen war, die für die Tatzeit kein Alibi hat...
248. Mord im Museum
01.06.2007
Mit Hilfe der Professorentochter Sandra Brückner (Josefine Preuß) verschaffen sich ihre Mitschüler Chris (Florian Bartholomäi), Martin (Michael Wiesner), Bernd (Eric Bouwer) und ihr Freund Oliver (Joseph M’Barek) nachts heimlich Zutritt zum Senckenbergmuseum, um ein Video für einen Filmwettbewerb zum Thema Horror zu drehen. Doch der Aufenthalt endet in einer realen Katastrophe. Während einer Umbaupause wird Oliver von dem Nachtwächter entdeckt, wie er sich über den toten Jürgen Carstens beugt, die Tatwaffe, ein Brecheisen, in der Hand. Erst zwei weitere Wachleute können den jungen Mann an seiner Flucht hindern. Der Mordverdächtige ist Dr. Lessing bestens bekannt. Mehrfach hat der Rechtsanwalt den aus desolaten Familienverhältnissen stammenden Kleinkriminellen verteidigt. Die letzte Strafe wegen Körperverletzung wurde zur Bewährung ausgesetzt. Hat Oliver den wissenschaftlichen Assistenten im Affekt erschlagen, aus Angst sein Verstoß gegen die Bewährungsauflagen würde ihn nun in den Knast bringen? Lessing glaubt zunächst Olivers Unschuldsbeteuerungen und bittet Josef Matula, sich im Umfeld des Ermordeten umzuhören. Offensichtlich war der ehrgeizige wissenschaftliche Assistent äußerst unbeliebt. Besonders zwischen Carstens und seinem Kollegen Grimm (Alexander Beyer) soll es wenige Tage vor dessen Ermordung heftigen Streit gegeben haben. Carstens soll mit einer Intrige Grimms Freund Ullrich (Oliver Kniffki) die Chancen auf einen Job im Museum verbaut haben. Carstens Chef, Professor Brückner (Ulrich Gebauer), und seine Frau (Rita Feldmeier) hingegen sind von dem zielstrebigen Mann angetan und hätten gern gesehen, wenn Carstens Avancen bei ihrer Tochter erfolgreich gewesen wären. Ihre Verbindung zu Oliver ist ihnen ein Dorn im Auge. Als sich dann abzeichnet, dass Oliver wenige Tage vor dem Mord auf seinen Nebenbuhler Carstens Schläger angesetzt hat, steht für Kommissar Reuter der Täter fest. Ist ihr Mandant tatsächlich der Mörder? Um Gewissheit zu erlangen, müssen Matula und Lessing endlich herausfinden, was sich wirklich in der Tatnacht im Museum abgespielt hat...
249. Tödliche Besessenheit
07.09.2007
Aufgrund der Erkrankung eines befreundeten Anwalts übernimmt Dr. Lessing in Vertretung die Vertragsangelegenheiten des Popsternchens Sandra Solina (Julia Dietze). Inmitten ihres Teams, dem Visagisten Oliver (Thomas Arnold), dem Assistenten Carsten Koch (Andreas Hofer) und vielen Gästen aus der Musikbranche, kommt es während eines Promotions-Termins ihrer neuen CD zu einem Zwischenfall. Sandra wird in einem scheinbar unbeobachteten Moment von einem Mann belästigt. Lessing, der ihr zu Hilfe kommt, erscheint am nächsten Morgen als Solinas neuer Liebhaber in der Yellow-Press. Wie sich herausstellt, war die Attacke jedoch keine Einzeltat. Seit Wochen terrorisiert ein Unbekannter die Sängerin. Neben anonym zugestellten Geschenken dokumentieren Fotos Sandras permanente Überwachung und in den letzten zwei Wochen hat der Stalker seinem Opfer wiederholt aufgelauert. Aus Befürchtung, ihr Fall könnte öffentlich werden, meidet Sandra die Polizei. Daher bittet sie Lessing um Hilfe. Und tatsächlich gelingt es Josef Matula den Mann aufzuspüren. Nur wenige Stunden nachdem dessen Identität aufgedeckt und Lessing ihm mit juristischen Schritten gedroht hat, wird Mattias Brögger (Rainer Furch) ermordet. Sandras Manager Tom Winschgauer (Ingo Naujoks) steht unter dringendem Tatverdacht und Lessing übernimmt auf Sandras Drängen dessen Verteidigung. Aber Winschgauer hat kein Alibi und Spuren beweisen seine Anwesenheit am Tatort. Auch die weiteren Recherchen werfen kein günstiges Licht auf seinen Mandanten. Ist der drogenabhängige Musikproduzent ausgetickt, als er dem Mann gegenüber stand, der seinen Schützling seit Wochen quälte? Doch dann gibt es Hinweise, der von Hartz IV lebende Brögger habe Sandra nur im Auftrag gestalkt. Wer steckt wirklich hinter dem Bedrohungsszenario? Als kurz darauf die Klatschkolumnistin Gabi Edelmann (Dorkas Kiefer) ermordet wird, die negativ über Sandra berichtete, vermuten Lessing und Matula, einen durchgedrehten Fan als Täter, der auch vor weiteren Morden nicht zurückzuschrecken scheint...
250. Außer Kontrolle
05.10.2007
Nicht die Sorge um ihr Kind, sondern die Angst um die Rufschädigung ihres Unternehmens veranlasst die gut betuchte Winzerin Offermann (Kornelia Boje), Rechtsanwalt Dr. Lessing mit der Verteidigung ihres unter Mordverdacht stehenden Sohnes Holger (Clemens Schick) zu beauftragen. Seine Verlobte Katja (Verena Mundhenke) wurde am Abend vor der gemeinsamen Hochzeit erwürgt und am frühen Morgen am Main aufgefunden. Der Tatverdächtige gibt an, Katja am Abend kurz besucht zu haben. Da diese aber noch Zeit für eine geplante Hochzeitsüberraschung benötigte, sei er in seine Taekwondo-Schule gegangen. Da es hierfür keine Zeugen gibt, hat dieses Alibi keinen Wert. Eine typische Kampfsportverletzung am Körper der Toten und die Tatsache, dass Katja mit Holgers Dan-Gürtel getötet wurde, bestärken Kommissar Wrobel (Thomas Balou Martin) in der Gewissheit, den Täter festgenommen zu haben. Lessing wundert sich zwar über den introvertierten Mann, der fast gleichmütig darauf reagierte, dass seine Braut ihn auf dem Standesamt sitzen ließ. Aber der Mann, der fünf Jahre im Zen-Kloster verbrachte, versichert glaubwürdig seine Unschuld. Mit Matulas Hilfe hofft Lessing, entlastende Hinweise zu finden. Dagmar Schneider (Nele Mueller-Stöfen), die mit Mann Martin (Lars Pape) und Sohn ein solides Leben führt, ging die Unzuverlässigkeit ihrer unsteten Schwester auf die Nerven. Deshalb herrschte seit Jahren zwischen den Geschwistern Funkstille. Sie kann nichts über Katjas persönliches Umfeld sagen. Aber Holger hat offensichtlich in der Mannschaft, die er für Olympia trainierte, eine glühende Verehrerin. Denise (Oona-Lea von Maydell) ist nicht nur die beste Sportlerin, sondern auch verliebt in ihren Trainer und träumt von einer gemeinsamen Zukunft. Kam es zwischen der aufbrausenden jungen Frau und Katja zu einer tödlichen Auseinandersetzung? Zumindest kannte Denise Katjas Geheimnis. Aber wusste Lessings Mandant, dass seine Verlobte als Prostituierte arbeitete? Lessing und Matula befürchten, dass Holgers Sanftmut nur Fassade ist und er aus Enttäuschung seine Verlobte im Affekt getötet haben könnte...
251. Wo Freundschaft endet
02.11.2007
Als Dr. Lessing seinen früheren Mandanten Gerd Reiser, den Filialleiter einer Kaufhauskette, wiedertrifft, befindet sich dieser in einer prekären Situation. Er wurde nachts bei einer Kontrolle wegen Trunkenheit am Steuer gestoppt. Doch darüber hinaus wurde eine weibliche Leiche in seinem Kofferraum gefunden. Angeblich kennt Reiser die ermordete Ute Bach nicht und hat keine Ahnung, wie sie in seinen Wagen kam. Rein theoretisch hätte während der Jahrestagung der Universalkauf, an der neben Reiser auch andere Mitarbeiter und die Lieferanten Semrau und Peters teilnahmen, jeder die Tote in seinem parkenden Auto in der Hotelgarage deponieren können. Doch dann wird Karl Hellmann, Reisers Vorgesetzter, in einem Hotelzimmer erschlagen aufgefunden. Aufgrund der kolportierten Gerüchte über den anstehenden Personalabbau in der Firma sieht Kommissar Schaloske hier das Tatmotiv. Hat Reiser im Affekt zugeschlagen, weil ihn sein langjähriger Freund entlassen wollte? Laut Reiser verband ihn mit Hellmann und dem Geschäftsführer der Universalkauf Gerd Johnen eine intensive Freundschaft. Reiser spricht sogar von einem eingeschworenen Trio. War die Erkenntnis, dass Hellmann ihn kalt abservieren wollte, der Auslöser für einen Mord? Aber welche Verbindung gibt es zu der getöteten Musikstudentin Ute Bach? Die Spurensicherung stellt fest, dass eine andere Frau in Hellmanns Zimmer gewesen sein muss. War die Unbekannte zur Tatzeit anwesend und hat den Mord beobachtet? Lessing bittet Matula um Unterstützung. Sie müssen die Frau finden, die wissen könnte, ob es eine Verbindung zwischen Hellmann und Ute Bach gab. Aber Matulas Recherchen fördern auch Ungereimtheiten innerhalb der Universalkauf zu Tage. Vieles deutet daraufhin, dass Hellmann geschmiert wurde. Wusste der Geschäftsführer Johnen von dem Korruptionsfall? Oder ist er selbst involviert und wollte verhindern, dass die Sache auffliegt? Als Matula die mysteriöse Unbekannte findet, kommen sie der Lösung des Falls entscheidend näher ...
252. Reißleine
07.12.2007
Axel Kromstein will auf der Party zu seinem 50. Geburtstag seinen 5000. Fallschirmsprung absolvieren. Doch nach seinem Absprung öffnen sich weder Fall- noch Reserveschirm und der erfolgreiche Inhaber einer Sprungschule stirbt bei diesem tragischen Unglück. Schon bald wird seine Frau unter dringendem Tatverdacht festgenommen, da der Fallschirm offensichtlich manipuliert wurde.

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Quelle: ARD

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Alle Texte (wenn nicht anders angegeben): ZDF

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