Café Meineid

Café Meineid {Café Meineid}

Krimiserie, Deutschland (1990)





 

Rollen und Darsteller

Rolle Darsteller
Richter Wunder Erich Hallhuber
Richter Rockinger Franz Boehm
Richter Helmcke Jacques Breuer
Olga Grüneis Monika Baumgartner
Referendar/Staatsanwalt Kainz Norbert Mahler
Roswitha Haider Thekla Mayhoff
Gabi Schuck Gabi Lodermeier
Brigitte Kranzler Claudia Wipplinger
Hilde Dorfler Kathi Leitner
Zacherl Fred Stillkrauth
Wachtmeister Kogel Wolfi Fischer
Hausmeister Wörndl Maxl Graf
Karl Hermann Christian Lerch


Epguide

Bisher gesendet: 146 Folgen.
Staffel 1
1. Die Waffen einer Frau

2. Kurz oder lang

3. Kaviar ist wurscht

4. Die Großen und die Kleinen

5. Ausgmacht ist ausgmacht

6. Einfach so...

7. Vom Regen in die Traufe

8. Gratuliere

9. Vor-Urteil

10. Moslemische Nächte

11. Der Richtige und der Falsche

12. Wie damals

14. Schönheit ist nicht alles

15. Der einzige Zeuge

16. Saubande

17. Das Patentmuster

18. Wie immer

19. Hansln

20. Alles falsch verstanden

21. Mütter

22. Immer am Samstag

23. Mit Gewalt

24. Machtlos

25. Alles aus Liebe

26. Ein Gruppenbild

27. Anno 1992

28. 165 Gründe

29. Alles Banane

30. Tierisch hingelangt

31. Grünkernpalatschinken

32. Nicht zuständig

33. Schneckerl

34. So oder so

35. Collega contra Collegam

36. Liebe Grüße

37. Konsul Dirscherl

38. Tisch für zwei

39. Eine Verschwörung


Staffel 2
40. Ober oder Unter

41. Zeichen und Wunder

42. D'Sach mit da Sach

43. Alles Magie

44. Rein gefühlsmäßig

45. A bissl anders

46. Marylin

47. Auf den ersten Blick

48. Lachen macht frei

49. Ententanz

50. Der erste Schritt

51. Herzliches Beileid

52. Bin i der Depp


Staffel 3
53. Dieses Volk
54. Reine Frauensache
55. Ein offenes Wort
56. Waidmannsheil
57. Unter uns
58. Nachher oder vorher
59. Von Frau zu Frau
60. Ein Schneemann
61. Zug um Zug
62. Der lange Reflex
63. Langsam aber sicher
64. Lange 5 Minuten
65. Eine eigene Welt

Staffel 4
66. Rein vorschriftsmäßig
67. Tag der offenen Tür
68. Geheime Wünsche
69. Geheimsachen
70. Ohne Erlaubnis
71. Ewig und drei Dog
72. Westlich von Samoa
73. Ein falscher Hund
74. In einem Aufwasch
75. Der Chantré-Bomber
76. Fleischeslust
77. Grün oder schwarz
78. Meier mit "e"

Staffel 5
79. Unser Sach'
"Kartenspieler ruinieren eine Wirtschaft", meint der Wirt zum Stiegler Hans. Hans, der nach sechs Jahren Weltenbummeln wieder mal an seinen Stammtisch zurückgekehrt ist, interessiert das überhaupt nicht. Sein Jugendfreund Josef, eine Seele von Mensch und inzwischen Kellner in der Stammkneipe, organisiert einen gepflegten Schafkopf mit den Freunden von früher. Dass er deswegen Schwierigkeiten mit seinem Chef bekommt, nimmt er noch in Kauf; dass ihm Hans aber dann eine duscht, ist selbst für Josef zu viel. Spätestens als Hans Stiegler mit seinen bayerisch-philosophischen Ansichten den Staatsanwalt Kainz gegen sich aufbringt, findet ihn die Hilde unwiderstehlich - und Roswitha Haider ist drauf und dran, sich in Karl Hermann zu verlieben. Leider muss sie in die nächste Verhandlung.Alle Gräber auf dem Friedhof der Gemeinde Unterkirchen sollen, wenn's nach Sterzer Michael geht, einheitlich nach Westen ausgerichtet, sozusagen "ausgewestet" werden. Pfarrer Zock, aus dem Osten Deutschlands kommend, ist da ganz kooperativ - im Gegensatz zum Rettinger Hans. Der erweist sich als Querulant und versetzt seinen Familiengrabstein bei Nacht und Nebel wieder zurück - nach Osten schauend!
80. Verkehrte Welt
81. Ein gewisses Alter
Otto Gschössl ist ein sparsamer Mensch. Ganz wie sein Vater - das behauptet er jedenfalls. Deshalb hält er es für ausgeschlossen, daß sein Vater in einer Wirtschaft eine Rechnung von über 400 Mar anstehen haben soll. So viel hällte er in seinemLeben imWirtshaus nie verzehrt. Der alte Herr kann sich leider nicht mehr dazu äußern, er ist nämlich kürzlich verstorben.
82. Nur ein Hinweis
83. Onkel Willi
Roland Trenko hat im Zuge seiner Liebe zur Freiheit, seiner Wut auf den Überwachungsstaat und in vorbildlicher Ausübung seiner Tätigkeit als Vorsitzender des Vereins "Freie Autofahrer Europas" eine Radar-Blitz-Anlage außer Funktion gesetzt. Und zwar mit einer gehörigen Portion Senf.Willi Kainz ist zur Zeit wild entschlossen, seine Karriere voranzutreiben und schöpft in diesem Fall all seine Möglichkeiten aus, um den "terroristisch veranlagten" Zeitgenossen zu verdonnern. Noch dazu möchte der Staatsanwalt in der Verhandlung eine gute Figur abgeben, denn seine junge und sehr dynamische Nichte überrascht ihn mit einem Besuch. Und beeindruckt auch den Karl Hermann - sehr zum Leidwesen der Roswitha - ganz außerordentlich.
84. Elli und Wally
Elli und Wally, zwei unverheiratete Damen mittleren Alters, teilen sich einen Haushalt in Feldmoching. Und kurz vor Weihnachten wird Wally auf den Bauernmarkt geschickt, um eine frische Weihnachtsgans zu kaufen. Als Elli am Abend nach Hause kommt, steht im Wohnzimmer eine prächtige Gans, weiß gefiedert und sehr lebendig. Mit dieser Situation leicht überfordert, begibt sich Elli ins Bett, nicht ohne Wally vorher anzuschaffen, daß sie die Gans nun auch bratfertig zu machen habe. Was dann genau in dieser Nacht passiert ist, wissen nur die beiden. Dem Postboten jedenfalls verschlug es die Sprache, als er am Morgen durchs Fenster in die Küche schaute. Für ihn ein eindeutiger Fall von Tierquälerei.Staatsanwalt Kainz wirkt in dieser Verhandlung ziemlich übermüdet. Das liegt an seiner Nichte Klara, die ihn Tag und Nacht beschäftigt. Und deswegen ist er heilfroh, als sie überraschend ihren Besuch beendet. Froh darüber ist auch Roswitha, denn "ihr" Karl Hermann war in letzter Zeit sehr abgelenkt.
85. Bergvagabunden
Die gesamte Bergwacht-Sektion Berchtesgaden war eine Nacht lang in Bereitschaft. Und nun fordert sie von Michael Stölzl und seinem Begleiter die Kosten der Bergrettung zurück. Der Stölzl bestreitet, daß er jemals bei seinem Ausflug zur Großen-Watzmann-Mittelspitze in Bergnot gewesen sei. Im Gegenteil, er ist der Überzeugung, daß die vier Bergwachtler eine überflüssige Rettungsschau veranstaltet haben. Er wollte seinem Angestellten, dem Gamperl-Hans, zu körperlicher Ertüchtigung verhelfen und ihm ein bißchen das Sportklettern beibringen. Und daß der dabei gesungen habe, sei schließlich Ausdruck seiner schieren Lebenslust gewesen. Die Bergwachtler sind allerdings der Meinung, daß der Gamperl in Panik geschrien habe, und zwar wie ein Jochgeier.
86. Dieses München
87. Das ist nicht der Punkt
Michael Rabl, seines Zeichens ein begeisterter Hobbykoch, hat für sich und seine Familie beim "Küchenparadies" eine neue Küche gekauft. Diese Aktion hat sich über Monate hingezogen, da mal dieses Teil nicht lieferbar war, mal jenes gefehlt hat, mal die elektrischen Geräte defekt gewesen sind. Die Auswirkungen auf sein Familienleben waren verheerend, und außerdem mußte die ganze Zeit entweder kalt gegessen oder der Pizza-Heimservice bemüht werden. Darüber war der Michael Rabl so erbost, daß er die Rechnung des Küchen-Studios über insgesamt DM 3 342 in ebenso vielen Einzelüberweisungen beglichen hat. Das hat nun wieder dem Besitzer des Küchen-Studios, Erich Auberger, überhaupt nicht gefallen, denn er mußte mehr als DM 1 600 Buchungsgebühren dafür bezahlen.
88. Eine Frage der Würde
89. Die andere Seite
Der "Prophet" ist ein ungewöhnlicher Mensch - sagt der Fredy. Der weiß alles; und das kommt daher, daß er so leidenschaftlich gerne liest. Die Bücher, die er liest, die klaut er. Zum einen, weil er mittellos ist, zum anderen, weil er den unglaublichen Reichtum der Herren Verleger nicht noch vergrößern möchte. Früher ist er mal Dozent an der Universität gewesen. Daher kennt und schätzt ihn auch Staatsanwalt Kainz, denn beide verbindet die Liebe zur Literatur.Das zweite, was "der Prophet" reichlich konsumiert, ist Alkohol, den er als Ehrenmann allerdings immer bezahlt.Über vierzig Akten mußte Richter Wunder durcharbeiten, um der Geschichte von Julius Holzmann auf den Grund zu gehen. Und jetzt möchte er wissen, wovon der Angeklagte eigentlich lebt, nachdem er Sozialhilfe so kategorisch ablehnt.

Staffel 6
90. Ein gewisser Herr
91. Aus reiner Menschlichkeit
Kellner Ferdinand vom "Schmankerl-Stadl" - einem gehobenen Lokal - geht mit der Zeit: Bei seinen Stammgästen gehört die Vermittlung von lukrativen Geldanlagen zum guten Ton. Derartige Geschäfte tätigt er selbstverständlich nur aus reiner Menschlichkeit. Leider steht die Investition von Rudi Schlittmeier in der Firma "Sunshine-Investment" - mit versprochenen 40 Prozent Zinsen - diesmal unter keinem guten Stern. Der Manager der Firma ist auf unbestimmte Zeit verreist. Und nun möchte der Rudi sein Geld zurück, was erstaunlicherweise auch prompt passiert. Aber normalerweise erhält der Ferdinand für seine Vermittlung immer eine Provision, auf die er auch diesmal nicht verzichten möchte.
92. Kinderfasching
Herbert Leinauer hat einen Schneidezahn verloren; genau genommen wurde er ihm ausgeschlagen. Allerdings nicht direkt durch eine Person, sondern ihn traf ein durch die Luft fliegendes Eisbonbon. Das Besondere daran ist, daß der Leinauer während eines Faschingsumzuges oben auf einem Faschingswagen stand und ihn das Bonbon von unten getroffen hat. Man könnte hierbei von einer gezielten Aktion des Konditormeisters Walter Gramminger sprechen. Der allerdings behauptet, er habe seine selbstgemachten Multivitamin-Bonbons als Vorbeugemaßnahme gegen Erkältungen auf den Narrenwagen geworfen. Und ein Eisbonbon sei nun mal kein Karamelbonbon. Richter Wunder hat den Eindruck, daß er hier erst die Spitze des Eisberges gesichtet hat.
93. Die heiße Phase
Margaritha Geldner lebt in einer großen Wohnung im noblen Stadtteil Nymphenburg. Eines Tages besucht sie ein Mann, der sich Arthur Kropf nennt. Er ist angeblich in geheimer Mission tätig - als Spezialagent für den Bundesnachrichtendienst - und im Haus gegenüber gilt es, die Russen-Mafia zu observieren. Für Margaritha Geldner ist vollkommen klar, daß sie dem Agenten in der heißen Phase seiner Ermittlungen ihre Wohnräume zur Verfügung stellt. Nicht genug damit, sie bewirtet und bekocht ihn aufs feinste. Abrechnen werde man dann später mit dem BND, behauptet er. Nach einigen Wochen, sozusagen in der heißesten Phase der "Operation Wolga", bittet Arthur Kropf Frau Geldner, vorübergehend ins Hotel zu ziehen, denn es werde jetzt zu gefährlich für sie. Als Margaritha überraschend in ihre Wohnung zurückkommt, observiert der Arthur gerade andere Dinge in ihrem Schlafzimmer.
94. Flori
95. Ein lieber Bub
96. Vergeben und vergessen
Pilz ist nicht gleich Schwammerl, und Tagliatelle sind einfach nur Nudeln. Im Bistro von Dieter Baumann wird die gastronomische Unerfahrenheit vom Ehepaar Marthaler aus Deggendorf leider erst durch die Rechnung aufgeklärt. Diese beträgt für zwei Personen glatte 600 Mark, denn der Pilz entpuppt sich als weißer Trüffel. Und hier fängt für den Joseph Marthaler eindeutig der "Beschiß" an, denn er hat nur "Nudeln mit Schwammerl" gegessen.Inzwischen ist die Roswitha Haider wieder mal stocksauer auf ihren Karl Hermann. Als sie ihm nämlich mitteilt, daß sie es schön fände, wenn sie sich verlobten, reagiert er sehr eigenartig.
97. Glück
Seit Jahren sitzt der Gustl Weinberger regelmäßig am Samstagabend in seiner Stammkneipe und hört sich um 20 Uhr die Nachrichten und die Lottozahlen im Radio an. Immer tippt er die gleichen sechs Zahlen, und immer muß absolute Ruhe im Lokal herrschen, wenn die Ziehung verkündet wird. Und diesmal hat er getroffen; er ist Millionär! Und räumt endlich auf mit seinem Leben: Er sagt seinem inkompetenten Chef endlich mal die Meinung, verwüstet seinen Arbeitsplatz, verläßt Frau und Kinder und will ein ganz neues Leben beginnen. Die Ernüchterung folgt bald, denn der Wirt und seine Freunde im Stammlokal haben dem Gustl einen üblen Streich gespielt.Inzwischen träumt die Haider Roswitha von einem romantischen Urlaub zu zweit, aber der Karl hat schon wieder ganz andere Vorstellungen vom Glück.
98. Anton
99. Wo ist das Problem?
Das ist beim Richter Wunder auch schon lang nicht mehr vorgekommen: Er ist im Büro eingeschlafen! Und das nicht etwa wegen Übermüdung aufgrund seines ausschweifenden Nachtlebens, sondern wegen seiner Arbeitsüberlastung. Und heute schon wieder zwei solcher merkwürdigen Verhandlungen. Einmal gilt es die Frage zu klären, ob Georg Weinbauer seinen Hund, der laut Stammbaum auf den Namen "Victor von Hohenfels" hört, statt dessen "Frau Schmidt" nennen darf. So heißt nämlich auch seine neugierige Nachbarin, und beide können sich nicht ausstehen.Und zweitens geht es darum, ob Karl-Heinz Neuninger die Unmengen an Büchern und Schallplatten bezahlen muß, die er - trotz seiner erwiesenen Entscheidungsschwäche - bei Frau Lipsch an der Haustür bestellt hat.Der Wunder hat diese Aktenberge satt und muß mal raus aus einem Trott. Da macht ihm die Hilde ein verlockendes Angebot.
100. Romeo
Lucky Armbruster ist Künstler und Regisseur mit Leib und Seele. Ganz besonders angetan haben es ihm die Klassiker, die er gern in einer bayerischen Bearbeitung auf die Bühne bringt. In der Turnhalle von Bergdorf kommt "Romeo und Julia" zur Aufführung. Selbstverständlich spielt der Lucky auch die männliche Hauptrolle. Die "Julia" ist in diesem Fall eine dunkle, sehr aparte junge Dame, verheiratet mit Max Bär, einem Bauunternehmer. Der Lucky hatte in seiner Inszenierung gleich am Anfang eine sehr inbrünstige Liebesszene zwischen Romeo und Julia eingebaut. Die Zuschauer waren begeistert von dem rasanten Auftakt, nur der Max nicht. Unglücklicherweise saß er bei der Aufführung in der ersten Reihe und stürzte sich sofort in Verteidigung der Ehre seiner Frau auf die Bühne und auf Lucky Armbruster. Richter Wunder ist trotz des überaus interessanten Falles nicht so ganz bei der Sache, denn ihm steht ein gemeinsames verlängertes Wochenende mit der Hilde bevor. Klar, daß unter diesen Umständen die Beförderung von Kainz zum Oberstaatsanwalt völlig nebensächlich wird.

Staffel 7
101. Um Gottes willen
09.10.2000
Die Renovierungsarbeiten im Amtsgericht haben auch das "Café Meineid" nicht verschont. Als die Hilde aus ihrem Urlaub zurückkommt, findet sie ein frisch gestrichenes und ausgeräumtes Café vor, in dem zu ihrer Überraschung Wachtmeister Kogel sein Nachtlager aufgeschlagen hat. Er arbeitet dort in seiner Freizeit und richtet alles neu ein: So richtig bayerisch-gemütlich. Die Hilde ist entsetzt über den angesammelten Kitsch. Sie schmeisst alles raus und will nun eine völlig neue, moderne Einrichtung. Rausschmeissen möchte die Karin auch gerne etwas, und zwar ihre rauchende Kollegin Zenta aus dem gemeinsamen Büro. Und das, obwohl die beiden unzertrennliche Freundinnen gewesen sind. Bis zu dem Tag, an dem die Karin zur Nichtraucherin wurde. Die Zenta raucht seitdem noch mehr als vorher und ist gegen jegliche Entwöhnungsversuche gefeit. Eines Tages zerreißt die Zenta das überdimensional große Plakat mit der Aufschrift "Rauchen strengstens untersagt" demonstrativ in kleine Streifen und zündet sich mit einem davon die nächste Zigarette an. Daraufhin greift die Karin zum Feuerlöscher. Die Wucht des Schaumstrahls spritzt Zenta vom Stuhl und mit dem Kopf an die Heizung. Während der anschließenden zehnminütigen Ohnmacht raucht sie nicht. Heute, auf dem Gang vor dem Gerichtssaal, kommt es zum ersten Mal seit langem zu einer Einigung, an der auch der Chef der beiden - der Junior - einen großen Anteil hat.
102. Die Anderen
16.10.2000
Alle Plätze und Tische waren besetzt im Wirtshaus "Kaiserblick" - ausser einem, dem Stammtisch. Und an den hat sie sich gesetzt, die Gudrun Weißdorn. Sie ist neu in München und wollte - nachdem sie ihre Umzugskartons ausgepackt hatte - eine Kleinigkeit essen. Mit einem "Meng'S aber scho wo anders higeh!" wurde sie von der Heidusch Anneliese, der Bedienung, harsch begrüßt, als sie Platz genommen hatte. Der Stammtisch sei immer besetzt, auch wenn er gerade noch leer sei, weil gleich die anderen kämen. Und die fänden es überhaupt nicht lustig, wenn jemand auf ihren Plätzen säße. Der Gudrun Weißdorn ist die Unterhaltung zu blöd und außerdem hat sie einen Bärenhunger. Im Laufe der nächsten halben Stunden erscheinen die Stammtisch-Mitglieder - einer nach dem anderen - und Frau Weißdorn muss einem jedem Platz machen. Dass sie schließlich auf dem Fussboden sitzt, ist für sie in keinem Fall ein Kinderspiel, sondern Körperverletzung. Während der Verhandlung stellt sie fest, dass in Bayern nicht nur am Stammtisch andere Regeln gelten. Diesen Regeln folgend stellt Richter Wunder nach Dienstschluss ultimativ seine alten Büromöbel auf den Gang und will umgehend eine neue Einrichtung vom Norbert Grindhammer haben.
103. Fräulein Andrea
23.10.2000
In Amerika wäre so etwas nicht denkbar, denn da ist der Kunde König. Mehrere Jahre war er dort, der Kramer Josef. Und zurück gekommen ist er als Josh Cramer mit den Reputationen der Neuen Welt. Hier hat er die Geschäftsleitung eines alteingesessenen Münchner Kaufhauses übernommen und sogleich zwei unumstößliche Grundgesetze eingeführt: Es gibt kein "Sie" mehr unter den Mitarbeitern und es wird konstant gelächelt. Wegen der Kundschaft, versteht sich. Manfred Lindmayr, aus der Abteilung Bau- und Heimwerker, hat damit so seine Probleme, denn er ist ernsthaft, geduldig bis hintersinnig, aber im Leben niemals fernöstlich lächelnd. Und auch seine Kollegin Andrea Gärtner, zuständig für Miederwaren und Dessous, hat die Erfahrung gemacht, dass gerade in ihrer Abteilung jeder zweite Mann aus einem Lächeln die falschen Schlüsse zieht. Für beide stellt sich hier die Frage, wo ein Lächeln aufhört und das Grinsen anfängt und warum es so schlimm ist, sich zu duzen, obwohl sie sich doch bereits auf einem Betriebsausflug einmal sehr nahe gekommen sind. Zuviel Nähe macht derzeit dem Kogel zu schaffen, denn die Hilde will heute Abend die Neu-Eröffnung des Cafés nach der Renovierung mit ihm ganz allein feiern.
104. Nimmer schee
30.10.2000
Die gesundheits- und umweltbewußte Lehrerin Heike Link läßt sich einen Holzboden in ihr Schlafzimmer legen, denn ihr Ehemann leidet unter einer Hausstaub-Allergie. Hans Ferdl, der Bodenleger, verwendet - wie ultimativ gefordert - einen Bio-Kleber, der frei von jedweden Schadstoffen ist. Der hat nur einen großen Nachteil: Er klebt leider nicht. Hans Ferdl versucht den Schaden zu begrenzen und hilft mit einem konventionellen Kleber nach. Aber auch dies ist nicht von Erfolg gekrönt und die Kundin hat jetzt - nach eigener Aussage - einen "hochgiftigen Holzhaufen" im Schlafzimmer liegen. Und verlangt Wiedergutmachung. Der Ehemann hat schon längst das gemeinsame Schlafzimmer verlassen und schläft auf dem Sofa. Hans Ferdl ist am Ende seiner Weisheit und am Ende seiner Nerven. Nach seinen und den Erfahrungen seiner Handwerker-Kollegen sind die allerschwierigsten Kunden "grüne" Lehrerinnen und Lehrer. Sie sind die meiste Zeit zu Hause, schauen ihm bei der Arbeit auf die Finger und hinterfragen ständig seine fachliche Kompetenz. Das alles führt dazu, dass er seinen Beruf als "nimmer schee" empfindet.
105. Vorwand, Intrigen und anderes
06.11.2000
Hans-Georg Moyée hat die Nase voll: Seine Zufahrt, die sich auf Gemeinde-Grund befindet, ziert seit längerer Zeit ein riesiges Schlagloch. Nachdem sich dort bereits mehrere Unfälle ereignet haben, teert er selbständig und eigenhändig das Loch zu. Da diese Reparatur ohne Einwilligung der Gemeinde geschehen ist, wird er aufgefordert, die Teerdecke wieder zu entfernen. Als Moyée beim Aufhacken des Teers von Ignatius Zitzelsberger, dem Gemeinde-Vertreter, gefilmt wird, platzt ihm der Kragen: Er zwingt den Zitzelsberger aus seinem Auto, nimmt ihm die Kamera weg und schubst ihn in das knietiefe Loch. Dann wirft er ihm die Kamera wieder zu. Dabei dreht sich der "Zitzel" sehr unglücklich und verletzt sich am Knie und am Knöchel. Der Wunder versucht herauszufinden, warum die beiden so massiv aufeinander losgehen. Roswitha Haider platzt nun auch der Kragen: Sie möchte dem Karl Hermann etwas Gutes tun und ihn als Begünstigten ihrer Lebensversicherung einsetzen. Die Reaktion vom Karl ist allerdings nicht die erhoffte, denn er empfindet das nicht als Geschenk, sondern als Bedrohung.
106. Ein letzter Gruß
13.11.2000
Hanna Graf vollzieht den letzten Willen ihres Großvaters und spielt ein vom Verstorbenen besprochenes Tonband, auf dem er einen Großteil seiner Hinterbliebenen beleidigt, zu dessen Beerdigung ab. "Guat'n Morg'n, Saubande, greislige," beginnt er seine Rede und sorgt für Tumulte während der gut besuchten Trauerfeier. Zum Vergnügen der Trauergäste und zum Entsetzen des Pfarrers bezeichnet der verstorbene Besitzer des "Graf-Bräu" seinen Sohn und seine Tochter als nichtsnutzig und geldgierig und setzt seine Enkelin Hanna als Erbin der Brauerei ein. Das Tonband verschwindet eigenartigerweise noch während der Feier und taucht erst jetzt vor Gericht wieder auf. Hier muss sich nun Hanna Graf wegen Störung einer Beerdigungsfeier und Beleidigung verantworten. Staatsanwalt Kainz ist nicht nur an dem Fall, sondern auch an der Angeklagten sehr interessiert.
107. Ein langer Blick
20.11.2000
Auf der Suche nach seiner Gattin hat der Angeklagte Fritz Habermeier über eine Trennwand geschaut. Nur dumm, dass diese zu einem Solarium gehört, in dem sich gerade Sylvia Schröttel aufgehalten hatte, Ehefrau eines Kommissars vom Sittendezernat. Der wiederum nimmt solche Sachen sehr ernst und erstattet Anzeige wegen Beleidigung und Hausfriedensbruch. Jetzt hat der Angeklagte vor dem Amtsgericht Gelegenheit, die peinliche Sache aufzuklären. Er behauptet also, dass er sofort nachdem sich die Frau im Solarium auf den Rücken gedreht hatte, wieder runtergestiegen sei von der 2,50 m hohen Trennwand. Sylvia Schröttel hätte damals am liebsten dem Mann eine "neig'haun", weil sie sich so sehr beleidigt gefühlt hat. Diese Ohrfeige bekommt der Angeklagte jetzt mit einiger Verspätung, allerdings von seiner überraschend im Gerichtssaal aufgetauchten Ehefrau, als diese feststellt, dass so gar keine Ähnlichkeit zwischen ihr und Frau Schröttel besteht. Nach Beendigung der Verhandlung kommen sich Staatsanwalt Kainz und die Brauerei-Erbin Hanna Graf durch das Studium der Brauerei-Unterlagen auch privat etwas näher.
108. Der Chines'
27.11.2000
Eine chinesische Delegation ist zu Besuch in einer Münchner Vorortsgemeinde. Das bedeutet Erfahrungsaustausch und hochgeistige Gespräche tagsüber, ein großes Buffet und hochgeistige Getränke am Abend. Auf dem Höhepunkt der Geselligkeit kommt der Bürgermeister auf die Idee, den Besuchern das Rathaus zu zeigen und wankt mit der betrunkenen Schar aus Chinesen und Gemeinderäten durch die Amtsräume. Als Höhepunkt möchte er den Chinesen zeigen, wie eine Eheschließung in Deutschland abläuft. Er bittet den Drogisten, seinen besten und ältesten Freund, den Bräutigam zu spielen. Zur Braut erklärt er dessen langjährige Lebensgefährtin. Und dann zieht er kurz und bündig die Trauung durch. Mit allem, was dazugehört. Der nächste Tag bringt einen Kater und knallharte Ernüchterung. Die langjährige Lebensgefährtin erklärt ihrem Drogisten, dass die Trauung und somit die Ehe rechtsgültig sei. Und der kann und will sich damit nicht abfinden, denn für ihn war das alles nur eine Demonstration. Der Bürgermeister sieht das allerdings anders...
109. Zirkus
04.12.2000
Georg Mangstl findet keine Ruhe mehr: Sein Nachbar, der Herbert Wiener, hat einen Amischlitten, an dem er ständig herumbastelt, verbunden mit lautstarken Probeläufen des Motors. Eines Tages reisst ihm die Geduld. Er schleicht sich heimlich zu dem Oldtimer und fährt damit durch fünf Radarkontrollen. Und wird fünfmal geblitzt. Allerdings ist auf keinem der Fotos ein Fahrer zu sehen. In der Verhandlungspause wartet eine attraktive junge Dame auf Richter Wunder: Frau Dr. Hay stellt sich als Managerin für Computerberatung vor, um den Richter mit seinem neuen PC vertraut zu machen. Der Wunder ist angenehm überrascht, muss allerdings vor der Einweisung noch einen letzten Fall verhandeln. Als die Polizei Ralf Hagedorn um 3 Uhr früh auf der Standspurt der Autobahn findet, sitzt er in tiefem Schlaf, mit 1,8 Promille im Blut, in seinem Mercedes hinter dem Lenkrad. Den Führerschein wollte er jedoch nicht abgeben, da nicht er gefahren sei, sondern sein Chauffeur. Von dem war aber in dieser Nacht weit und breit nichts zu sehen. Heute erscheinen beide vor Gericht; Staatsanwalt Kainz glaubt von der ganzen Geschichte kein Wort....
110. Ein neuer Mensch
11.12.2000
Senta Zaglauer hat die Nase voll von ihrem langweiligen Ehemann. Seit Jahren sitzt er bei der Post am Schalter und wird, im Gegensatz zu allen anderen Kollegen, nicht befördert. Sie erkundigt sich bei der Postgewerkschaft nach geeigneten Seminaren für mehr Selbstbewusstsein und mehr Durchsetzungsvermögen und meldet ihren Mann bei einem derartigen Kurs an. Hubert Zaglauer nimmt auch, seiner Meinung nach, erfolgreich daran teil. Nach der Hälfte der gesamten Kursdauer stellt seine Frau die Zahlung der restlichen Kursgebühr ein, weil sich der vom Seminarleiter, Dr. Badura, versprochene Sinneswandel nicht eingestellt hat. Im Gegenteil, ihr Mann ist im Beruf sehr viel entspannter als vorher, er zählt in Stresszeiten seinen Atem und malt zum inneren Ausgleich oft Mandalas. Die Übungen im Bereich "Bioenergetik" führen bei ihm dazu, dass er zuhause immer frecher und vitaler wird, und das nach zwanzigjähriger Ehe. Seiner Frau ist das mehr als unangenehm ...
111. Stadt-Land-Fluss
18.12.2000
Jakob Assinger kommt aus dem Allgäu. Er fährt nach München und hier zum ersten Mal in eine Tiefgarage, die an der Oper. Mit der Technik an der Einfahrt nicht vertraut, entwickelt er sich mehr und mehr zu einem Verkehrshindernis und zur Belastung für die Nerven der anderen Tiefgaragen-Benutzer. Wie auch für den Cabriofahrer Walter Grill, der auf dem Weg zu einem wichtigen Termin bei seinem Notar ist. Es dauert geraume Zeit, bis der Assinger Jakob mit den diversen Knöpfen und der Schranke zurechtkommt und in die Tiefgarage einfahren kann. Die notarielle Besprechung des Walter Grill war offensichtlich nicht besonders erfolgreich, denn als er den Jakob Assinger an der Ausfahrt der Tiefgarage schon wieder vor sich an der Schranke trifft, kommt es zu Handgreiflichkeiten. Ausschlaggebend war unter anderem, dass der Allgäuer Bergbauer den Münchner Stenz als "Bauernsau" bezeichnet hat... Für eine erfolgreichere Beamtenlaufbahn macht der Karl Hermann an der Abendschule sein Abitur nach und bereitet sich gemeinsam mit dem Kogel im Café auf einen Vortrag über Friedrich Nietzsche vor.
112. Ein weites Feld
08.01.2001
Christine Lanzinger ist früh verwitwet. Ihr verstorbener Mann war ein Künstler; allerdings arbeitete er nach seinen Studienaufenthalten in aller Welt bei der Stadt. Und von der Stadt pachtete er dann auch einen Schrebergarten, der aber nach seinem Tod gekündigt wurde. Weil die Witwe Gemüsepflanzen so sehr liebt und das Wachstum sie an die gemeinsame Zeit im Kleingarten erinnert, planzt sie auf das Grab ihres Mannes einige Gemüsesorten. Im Laufe der Zeit greift ihr "grüner Daumen" auf die Nachbargräber über und schließlich sind mehrere zu Gemüsebeeten umfunktioniert. Das wollen sich die Besitzer der umliegenden Gräber nicht gefallen lassen. Nach vergeblichen Gesprächen mit der Witwe, klagen Geraldine von Auersfeld und Franz Doppler auf Sachbeschädigung. Nicht ohne vorher eine ganze Dia-Kollektion der bepflanzten Gräber anzufertigen und von Max Kühreis anschleppen zu lassen.
113. Kinder
15.01.2001
Bei dem Ring handelt es sich um ein Erbstück, den die Schwiegermutter immer der zukünftige Schwiegertochter weitergibt. Das ist so Tradition in der Familie Reiß. Und jetzt ist der Ring verschwunden, das heisst Jürgen Reiß hat ihn Isabelle Hofmeister an den Finger gesteckt, seinerzeit zur Verlobung. Leider ist diese Verlobung in die Brüche gegangen. Jürgens Mutter, Anna Reiß, hatte das natürlich vorausgesehen, denn das Paar passte so gar nicht zusammen. Isabelle ist viel zu alt für ihren Jürgen. Trotzdem rückte sie ihn raus, den Verlobungsring. Wie sich jetzt in der Verhandlung herausstellt, hat Anna der Isabelle den Ring sogar förmlich aufgedrängt. Und es stellt sich ausserdem heraus, dass Isabelle Hofmeister erstens an diesem Ring überhaupt nicht interessiert gewesen ist und zweitens ihn auch gar nicht mehr hat. Inzwischen taucht Hanna Graf mit einem Koffer voller selbstgebrauter Bier-Proben im Café auf. Umgehend unterbricht der Karl Hermann seinen Physik-Unterricht mit dem Kogel, und beide trinken sich einen gescheiten Rausch an.

Staffel 8
114. Eine neue Zeit
04.01.2002
Für Richter Wunder beginnt die Verhandlung mit einem Einführungskurs in alte chinesische Lehren, vorgetragen vom wegen Schadensersatz angeklagten Ehepaar Zenk. Bürgermeister Prantl führt zwar als Grund für die Klage seine Knieverletzung an, die durch den Sturz in die leere Gartenteichgrube der Zenks hervorgerufen wurde, aber als Ursache kommen neben einem blauen Balkon und dem bayerischen Föhn auch noch der Wendelstein ins Gespräch. Nach fernöstlicher Feng-Shui-Weisheit und der Meinung des Ehepaars Zenk gehört der störende Berg als so genanntes Feuerelement einfach weggesprengt. Als sich die Kontrahenten weiterhin über verjährte Eigentore und verweigerte Baulanderteilung streiten, bringt Richter Wunder im Gerichtssaal das vielzitierte ”Chi” durch ein recht tolerantes Urteil wieder ins Gleichgewicht. Neue Zeiten brechen auch für Roswitha Haider an: Just an ihrem Geburtstag hat sie die Nase voll von allem, und enttäuscht von den gleichgültigen Glückwünschen ihrer männlichen Kollegen, wirkt die Einladung zum Sekt vom sympathischen Heinrich Prantl geradezu prickelnd.
115. Die ersten Zeichen
11.01.2002
Ob Künstler oder Handwerker - der Tätowierer Fred Heimann steht vor Gericht, weil er seiner Kundin den falschen Namen aufs Schulterblatt geschrieben hat. Statt einer stolzen Präsentation musste Linda Ronnefeld ihrem Verlobten Michael wochenlang die "kalte Schulter" zeigen. Der Michi heißt eben "Michi" und nicht - wie auf dem Tattoo - "Mike". Deshalb verlangt die attraktive Klägerin neben dem Schmerzensgeld auch noch die Bezahlung einer korrigierenden Laseroperation. Der Körpergestalter Fred Heimann sieht seinen Lapsus jedoch unter dem Aspekt der künstlerischen Freiheit. Als Richter Wunder im Laufe der Verhandlung und aufgrund der Fotomappe des Tätowierers erfährt, welchen Künstlernamen dieser führt, ist der Fall glasklar. Im Dunkeln bleibt allerdings, an welchem Körperteil die Gerichtsprotokollführerin, Roswitha Haider, ihre angebliche Tätowierung versteckt hält. Ebenso rätselhaft kommt den Herren Kogel, Herrmann und Kainz die neueste Leidenschaft der Hilde vor - sie zelebriert Chi-Gong-Übungen. Roswitha Haider und Hanna Graf sind allerdings von dieser Art, neue Zeichen zu setzen, begeistert.
116. Menschlich enttäuscht
18.01.2002
Dass Haile Selassie kein Marathonläufer war, weiß er zwar nicht, aber ansonsten kennt sich der Sportmanager Habersbrunner ganz genau aus. So war auch die Vermittlung einer Top-Tennisspielerin aus dem Osten, die sich dann allerdings als Profi-Tischtänzerin entpuppte, nur ein kleiner Ausrutscher. Um so enttäuschter ist Gustl Habersbrunner nun von seiner Fußball-Entdeckung aus Afrika. John Patawana sollte bei der Spielvereinigung Gronsdorf der zweite Berti Vogts werden. Doch seine sprichwörtliche Balllust ist ihm plötzlich abhanden gekommen. Stattdessen will er inzwischen lieber Deutsch lernen und dann Philosophie studieren. Dabei hat ihm der Habersbrunner einen so großzügigen Vertrag gegeben: Schlappe 25% Beteilung an allen Einkünften und ohne des Managers Zustimmung keine anderen beruflichen oder privaten Aktivitäten. Für Herrn Patawana ist allerdings die Zeit des Sklavenhandels schon lange vorbei und trotzdem sitzt er nun wegen Vertragsbruchs auf der Anklagebank. Auch dem hoch motivierten Fußballtrainer Westermeier sind die Hände gebunden, wie man jedoch hört, hat die Gronsdorfer Lehrerin Gundi Schliersberger einen außerordentlichen Einfluss auf den Angeklagten ...
117. Stille Wasser
25.01.2002
Heute zeigen sich die Stammtischkollegen während eines gemeinsamen Dampfnudel-Essens im Café recht redselig. Selbstverständlich ganz diskret haben sie für die sichtlich interessierte Hanna Graf so manch tiefgründige Geschichte über das vormalige Liebesleben ihres Verlobten, Staatsanwalt Willi Kainz, parat. Der ”Held von Pasing” würde auch lieber Dampfnudeln essen, als auf der Anklagebank wegen übler Nachrede zu sitzen. Dabei sei er doch nur falsch verstanden worden, meint der Karl Wallner und zwar von dem eifrigen Journalisten Sigi Grabinger. In dessen Zeitungsartikel beschuldigt Wallner die Firma ”Steinhoff Solution” der Tierquälerei, weil er dort angeblich einen Dackel in der Mülltonne gefunden hat. Ein gefundenes Fressen für den von der Ehefrau des Angeklagten herbeigerufenen Lokalreporter Grabinger. Dabei wollte die Medien erfahrene Gabi Wallner doch nur, dass ihr Karl auch einmal in der Zeitung steht. Wo der Hund aus der Mülltonne tatsächlich herkam, kann dank Frau Galli, Leiterin des hiesigen Tierheims, bald geklärt werden. Für den Grabinger hat die Sache allerdings noch ein Nachspiel. Für den Karl Wallner auch, aber eher ein angenehmes...
118. Ausgredt is'
08.02.2002
Hans Schwarzhammer ist wegen Körperverletzung angeklagt, genauer gesagt handelt es sich um einen Kieferbruch und schwere Prellungen. Verprügelt hat er ausgerechnet seinen besten Freund, den Faull Gerhard, denn der ist angeblich schuld daran, dass Hans von seiner Verlobten verlassen wurde. Ursache war ein etwas missverständlicher Liebesbrief, den der Gerhard im Auftrag seines Freundes geschrieben hat. Denn im Grunde waren Gerhard und Hans ein eingespieltes Team. Frei nach dem Motto: ”Er Hirn, ich Hand”, wie der Schwarzhammer sagt, teilten sie sich bis dato je nach Fähigkeit die Aufgaben des Lebens; zum Beispiel Fenster streichen vom Hans, dafür Weihnachtskarten schreiben vom Gerhard. Dass Gerhard Faull allerdings auch die Anklageerwiderung für seinen Freund formuliert hat, darüber ist sogar Richter Wunder perplex. Sein anschließender richterlicher Vorschlag führt ganz nebenbei quasi zur ”Partnervermittlung”. Karl Hermann fördert ähnliches über die Agentur ”Boy meets Girl”. Eigentlich wollte er die Roswitha Haider ärgern und schickt ihr eindeutige männliche Angebote übers Internet. Aber wer zuletzt lacht, lacht am besten ...
119. Alte Deppen
15.02.2002
Eine einzigartige Hochzeit wollte Karl Spannbauer seiner Tochter Jutta bieten. Doch noch während des Mittagessens endet die Feier in der "Grünen Einkehr" in einer wilden Schlacht. Ursache dieses Desasters war einzig und allein "dieses gscherte und unhöfliche Geschoss von Bedienung", womit der Spannbauer die Xenia Schöttel meint. Ihre durchdringenden Nachfragen bezüglich Haxn, Jägerschnitzel und Schweinsbraten unterbrachen permanent die Rede des Brautvaters und zwar an den unpassendsten Stellen. Ein Inferno im Festsaal wurde nur durch den beherzten Einsatz des Schwiegersohnes verhindert, der sich mutig in die Laufbahn der geschleuderten Knödelschüssel warf. Eine Form von Körperverletzung gibt's derweil auch im Café. Der kleine Franz bekommt von Heinrich Stueps eine Watschn und zum Entsetzen von Opa Ölbrunner führt Wachtmeister Kogel den 10-jährigen Enkel ab. Zurück bleiben eine zerquetschte Prinzregententorte und zwei ratlose alte Streithansl.
120. Der Sheriff von Giesing
22.02.2002
Eine illustre Gesellschaft erscheint im Zuschauerraum des Gerichtssaals. Neben dem ”K.O.-Dieter” und dem ”Christbaum-Alfons” hat sich noch manch anderer versammelt, der diesen Ort vor allem von der Anklagebank her kennt. Mittelpunkt des Interesses ist diesmal Hans Kögel, genannt ”der Sheriff”, ein ehemaliger Polizist. Ihm wirft man Missbrauch eines Polizeiabzeichens vor, das den Ärmel seiner Lederjacke ziert. Als der zuständige Hauptwachmeister Steichele in den Zeugenstand gerufen wird, weckt der keinerlei Sympathie im Saal. Für die aufgebrachte Zuschauerschar ist klar, dass in diesem Fall das ”richtige Zeichen vom falschen Mann” getragen wird. Sie wollen ihren eigenen Aufpasser, und wie sich im Laufe der Verhandlung herausstellt, haben sie mit ihrem ”Sheriff” die richtige Wahl getroffen. Er genießt die ganze Autorität, im Gegensatz zum Steichele. Eine wichtige Rolle in der Verhandlung spielt auch der junge Sprayer ”Picasso”. Seine Bemerkungen lassen sowohl Richter Wunder als auch Staatsanwalt Kainz aufhorchen und bestätigen das Bild vom wahren Helfer auf der Straße. So kommt der Richter kaum umhin, einen Vorschlag des Angeklagten aufzugreifen ...
121. Anstand und Höflichkeit
01.03.2002
Um die Einflüsse des "schwachen Geschlechts" geht es sowohl im Gerichtssaal, als auch außerhalb davon. Der wegen Hausfriedensbruchs und Beleidigung angeklagte Achmed Sanclacy wehrt sich dagegen, dass die Lehrerin Hannelore Kumpfmüller seinen Sohn durch ihre Erziehung verweichlicht. Er soll ein gscheiter Rohrverleger und kein strickender Flötenspieler werden, so seine Meinung. Dass er die wirkliche Begabung des Bubens nicht aus den Augen verliert, dafür sorgt das weise Urteil des Richters. Auch der Bierfahrer Rudi kann es gar nicht leiden, wenn ihm "die Weiber was anschaffen". Die plumpen Versuche, seine berufliche Qualifikation als Getränkemarktbesitzer und nebenbei auch als Seidenstrumpfverkäufer handgreiflich unter Beweis zu stellen, kommen bei Café-Pächterin Hilde Dorfler gar nicht gut an. Aber das ist dem Rudi Dobrasch jetzt "eh schon wurscht", denn "d' Weiba san a nimmer des, was‘ amoi warn". Dass nun Rudis Weltbild ausgerechnet durch das Erscheinen von Hanna Graf positiv zurechtgerückt wird, überrascht nicht nur den verdutzten Freund von Hanna, Staatsanwalt Kainz.
122. Ein weiches Herz
08.03.2002
Die Wirtin Anna Liebl ist wegen Trunkenheit am Steuer angeklagt. Ein Delikt, das, wie Staatsanwalt Kainz anmerkt, rein statistisch bei Frauen immer häufiger vorkommt. In diesem Fall jedoch wollte die gutherzige Anna nur verhindern, dass ihr volltrunkener Stammgast, Anton Krügl, sich selbst ans Steuer setzt. Der hatte wieder einmal keinen guten Tag. Das ist er zwar gewohnt als Bauleiter, aber an diesem Tag waren die Dispute mit Architekten und Bauherren ganz besonders heftig und förderten seinen Durst am Stammtisch gewaltig. Deshalb hat ihm die Wirtin kurzerhand die Autoschlüssel weggenommen und ihn mit ihrer Vespa eilig nach Hause gefahren - mit fatalen Folgen. Und wenn man sie jetzt verurteilt, dann wird die Anna Liebl wohl den bei ihr äußerst beliebten Stammtisch streichen müssen. Doch ein Anton Krügl gibt so schnell nicht auf, noch dazu wenn es sich bei der Anna um seine ”Traumfrau” handelt. ”Schluss mit lustig” ist es auch bei der Hilde im Café. Erbost über die Untätigkeit der beiden Justizbeamten Kogel und Hermann muss sie zum Äußersten greifen: Sie entzieht ihnen das Stammtischrecht, damit sie endlich in der Tiefgarage ordnend eingreifen.
123. Schnee von gestern
15.03.2002
Nach einer schwierigen Verhandlung nervt Richter Wunder im Café die Entscheidungsschwäche seiner Stammtisch-Kollegen beim Nachtisch bestellen. So etwas müsste doch wirklich ruck, zuck gehen - und das hat der Wunder auch für den kommenden Fall vor. Doch der Angeklagte Paul Bachleitner kann auch nicht so recht auf den Punkt kommen. Tatsache ist, dass der Bachleitner beim Christbaum abschmücken von der Feuerwehrleiter gefallen ist. Angeblich hat ihn der "besoffene" Perzl Hugo, ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, runtergeschüttelt und der Bachleitner ging wegen Schadensersatz vor Gericht. Allerdings wurde dieser Prozess bereits verloren, und das nur, weil die beauftragte Rechtsanwaltskanzlei Gütlein zur Verteidigung den "Lehrbuam" vorbeigeschickt hat - damit meint der Bachleitner den Assessor Dr. Strobel. Und für einen "Lehrbuam" mag er nicht das volle Anwaltshonorar zahlen. Es gelingt Richter Wunder nur schwer, den Angeklagten von seiner weihnachtlichen Geschichte abzubringen und zum Einlenken zu bewegen. Auch im Café hat man sich nach langen Überlegungen auf den richtigen Nachtisch geeinigt - Apfelkuchen für alle.
124. Haarig
22.03.2002
Ein bisserl Pfiff könnte Staatsanwalt Kainz vertragen, meint der Friseur Gieberl, weil vom Typ her, wär er gar nicht so "unflott". Der Friseur versucht mit allen Mitteln, sein Können unter Beweis zu stellen und hat dabei den Gerichtssaal zum Friseursalon umfunktioniert. Auch Richter Wunder hört sich interessiert die Ausführungen zum Thema Haarteil an. Die Frisur des Klägers Anton Schober spricht allerdings nicht für die Professionalität des Herrn Gieberl. Es stellt sich aber heraus, dass Herr Schober schon seit acht Monaten keinen Gebrauch mehr vom vertraglich vereinbarten Service für sein eingewebtes Haarteil gemacht hat. Die Aufhebung dieses über einen Zeitraum von sieben Jahren abgeschlossenen Vertrages ist auch der Grund der Klage. Herr Schober fühlt sich bei Herrn Gieberl nicht in den richtigen Händen. In welche er sich viel lieber begeben würde, ist sofort klar, als die ehemalige Angestellte des Friseursalons, Frau Haberl, plötzlich während der Verhandlung auftaucht. Und Frau Haberl hat nicht nur ein gutes Händchen für Haarteile, sondern möchte auch gern wieder in den Friseursalon Gieberl zurückkehren ...
125. Die Uhr läuft
05.04.2002
Der Taxifahrer Heinz Klinger soll auf seinen Kunden so lange warten, ”bis des Kasperltheater” vorbei ist, und damit meint der Fredy Meilinger die Gerichtsverhandlung - auch wenn die Uhr läuft, denn Geld spielt beim Fredy keine Rolle. Das verdient er locker mit selbstproduzierten Fotokalendern, behauptet er jedenfalls. Steuerfahnder Braun ist da anderer Ansicht. Er wittert seit Jahren massive Steuerhinterziehung hinter der Ausgabenakrobatik vom Meilinger. Nur, deswegen ist der Fredy gar nicht angeklagt, sondern es geht um Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung. Er hat nämlich den gesamten Schriftwechsel mit dem Finanzbeamten, der 456 Ordner umfasst, dem Andreas Braun zurückgegeben, allerdings nicht ganz ordnungsgemäß: Der Fredy hat sie inmitten von Brauns Garageneinfahrt in Beton gegossen. Der praktisch veranlagte Taxler Klinger berät inzwischen im Café in eigener Sache - er dreht Wachtmeister Kogel mehrere Versicherungspolicen an. Allerdings verhindert Café-Pächterin Hilde Dorfler durch beherztes Eingreifen eine totale Überversicherung. Auf die Police für Glasbruch möchte der Kogel aber keinesfalls verzichten und nimmt den Versicherungsfall auch sofort in Anspruch.
126. Kommissar Kogel
12.04.2002
Wachtmeister Kogel sitzt arg in der Klemme, denn im Café taucht plötzlich seine Schwester, Claire Simpson, aus Amerika auf. Er hat sie seit 20 Jahren nicht mehr gesehen, und sie ist der festen Überzeugung, dass ihr Bruder inzwischen eine steile Karriere als Kommissar gemacht hat. So hat er das jedenfalls immer in seinen Briefen berichtet. Zwar hätten Kogels Kollegen nicht schlecht Lust, mit dem Grantler einmal richtig abzurechnen, aber dann helfen doch alle zusammen, damit die Begegnung von Bruder und Schwester erfreulich endet. Gerade recht kommt diese ganze Aufregung auch Staatsanwalt Kainz, der, von seiner Freundin Hanna Graf instruiert, die gesamte Mannschaft zur Verlobung einladen soll und nicht will. Aber Hanna lässt nicht locker und dem Kainz kommt eine geniale Idee. Zum Nebenschauplatz wird der Gerichtssaal, trotz eines an und für sich interessanten Falles. ”Liebe macht arm” war die Schlagzeile einer Zeitung mit einem Artikel über das Unglück des Peter Höllriegl. In seiner Gutmütigkeit bezuschusste Herr Höllriegl das Haus seiner Lebensgefährtin mit 134.000 Mark und die brachte sich als Dank dafür einen Kurschatten mit und setzte ihn auf die Straße. Protokollführerin Roswitha Haider kann den Unglücklichen aber Gott sei Dank trösten, und macht Richter Wunder zumindest für diesen Fall arbeitslos.

Staffel 9
127. Schritt für Schritt
27.09.2002
Erst heiraten, dann Wohnung... oder doch umgekehrt? Diese Frage wird diesmal am Stammtisch im Café heftig diskutiert. Aktueller Anlass sind die Grundrisspläne einer Wohnung für Staatsanwalt Kainz und seine Verlobte Hanna Graf. Um eine Wohnung, und zwar um deren Möblierung, geht es auch im Gerichtssaal: Das Ehepaar Stahler hat die Firma ”A & A”, abgekürzt für ”Abgeholt und Aufgestellt”, wegen Unaufstellbarkeit eines Schrankes verklagt. Peter Stahler konnte auch nach mehreren Stunden das Möbelstück nicht aufbauen. Der Justitiar der Firma, Dr. Dorfner, ist allerdings der festen Überzeugung, dass selbst ein Kind im Vorschulalter mit den Anleitungen zurecht käme. Nachdem Peter und Anna Stahler das Corpus Delicti mitgebracht haben, schlägt Richter Wunder dem von der Unfehlbarkeit der Produkte seiner Firma überzeugten Justitiar vor, die Probe aufs Exempel zu machen. Nach Anweisung von Richter Wunder versuchen die Wachtmeister Kogel und Karl Hermann, Peter Stahler und schließlich auch Dr. Dorfner dem Schrankmodell ”Bozebohl 30” und der koreanischen Gebrauchsanleitung Herr zu werden.
128. Bitte zahlen
04.10.2002
Eugen Wimmer, ein gewiefter Elektromeister aus München, steht wegen Bestechung - vornehmer ausgedrückt: Wegen Vorteilsgewährung - vor Gericht. Redegewandt schildert er sein Dilemma: Treppauf - treppab, denn oft gibt es keinen Aufzug, schleppt er täglich die Fernsehgeräte seiner Kunden, und das auch noch in der Innenstadt bei der bekannten Parkplatznot. Wenn er dann wieder zu seinem Lieferwagen kommt, wartet schon das ”Blaustrumpfgeschwader” mit den Strafzetteln. Damit meint er die Politessen und speziell Anna Herbst, die Herrn Wimmer eine Ordnungsstrafe über 30 Euro fürs Falschparken verpasste. Sie musste eine ziemliche Standfestigkeit beweisen, um den verlockenden Angeboten und dem Redeschwall des Angeklagten zu widerstehen. Selbst kurz vor der Verhandlung startet Wimmer noch einen Bestechungsversuch im Café. Café-Pächterin Hilde Dorfler unterstützt voller Sympathie die plötzlich unsicher wirkende Zeugin Herbst und gibt ihr ein paar gute Ratschläge für ihren Auftritt im Gerichtssaal.
129. Australien
11.10.2002
Herbert Ströhlein will einmal nicht der Blöde sein. Deswegen eröffnet er die Gerichtsverhandlung mit einem Quiz, um aufzuzeigen, dass die Beklagte Frau Matschl ”von gar nix eine Ahnung hat”. Im gemeinsamen Büro der Stadtwerke München haben sich die beiden an einem Radioquiz beteiligt, und Gundi Matschl hat, allerdings nur durch das Soufflieren der richtigen Antwort durch den Kollegen Ströhlein, den Hauptpreis gewonnen: Eine dreiwöchige Australienreise für zwei Personen im Wert von 8.000 Euro. Diese Reise hat Gundi Matschl allerdings nicht mit Herrn Ströhlein unternommen, und deshalb klagt dieser jetzt vehement die Hälfte des Gewinnes in bar ein. Richter Wunder hat es in diesem Fall nicht leicht, dem Kläger das Urteil begreiflich zu machen.
130. Keine Aussage
18.10.2002
Ziemlich raffiniert, was sich Dagmar Schuster-Fellner ausgedacht hat: Als überraschend ihr Ehemann nach Hause kommt, täuschen ihr Liebhaber Karl Hecht und sie einen Einbruch vor und sie schlägt den Karl mit einer Nachttischlampe nieder. Es gehört schon eine gehörige Portion Chuzpe dazu, diese Lügengeschichte vor Gericht aufrecht zu halten. Doch damit hat die als Zeugin geladene Dagmar Schuster-Fellner kein Problem - eher schon ihr Liebhaber Karl Hecht, der immer noch hofft, dass Dagmar ihren Ehemann verlassen wird. Vorerst versucht er sich durch Schweigen aus der Affäre zu ziehen. Mit ihrer Erfahrung wittern allerdings Richter Wunder und Staatsanwalt Kainz den wirklichen Sachverhalt. Nach der Vernehmung der Zeugen, des Ehepaares Schuster-Fellner, plädiert Staatsanwalt Kainz deswegen auf Hausfriedensbruch. Da kommt ihm plötzlich der gehörnte Ehemann mit einer markanten Aussage dazwischen....
131. Weihnachten auf Sommer
25.10.2002
”Betriebsausflüge sind nicht jedermanns Sache”, meint Roswitha Haider, als sie von entsprechenden Plänen der Wachtmeister Kogel und Karl Hermann, des Archivars Hötzinger, der Telefonistin Fini Asböck und des Haustechnikers Schremser erfährt. Sehenswert ist der hochalpine Aufzug allemal, in dem Kogel und Karl Hermann im Café erscheinen. Um das Warten auf die Asböck Fini zu überbrücken, werden die Brotzeiten ausgepackt und die ersten Biere bestellt. Inzwischen zweifelt Café-Pächterin Hilde Dorfler sehr daran, dass diese Truppe heute jemals die ”Klausenhütte” erreicht. Inzwischen geht es im Gerichtssaal um wirklich Wesentliches, denn der Angeklagte Konrad Wandinger existiert eigentlich gar nicht. Der ehemalige Regensburger hatte sich zwar vor fünf Jahren in seiner Heimatstadt abgemeldet, an seinem neuen Wohnort aber nicht angemeldet. Somit ist er aus Sicht des Gemeindebeamten Haertel rein juristisch ein Niemand. Und dieser ”Niemand” hat dem Beamten Alfred Haertel einen Nasenbeinbruch und Rippenprellungen verpasst und zudem dessen Büro zertrümmert. Und das alles wegen einer Baugenehmigung.
132. Einfach peinlich
08.11.2002
Ein Kuss im Kurpark könne doch nicht so schlimm sein, meint nicht nur der Kläger Gottlieb Losert, sondern auch die Geküsste Fanny Scharl. Peter, ihr Mann, sieht das allerdings ganz anders. Als er seine Frau unangemeldet bei ihrem Kuraufenthalt in Bad Wiessee besucht, hat er sie zusammen mit dem Kläger ”sexuell aktiviert und 3 Millimeter vorm Äußersten” auf einer Parkbank überrascht. Grund genug für den vermeintlich gehörnten Ehemann, sich mit terrorisierenden Telefonaten und Briefen und mit einer Todesanzeige von Gottlieb Losert zu rächen. Deshalb fordert Losert auch 2.500 Euro Schmerzensgeld. Fanny Scharl beobachtet die Verhandlung vom Zuschauerraum aus. Als sie dabei erfährt, dass ihr Mann auch sie per Telegramm als Selbstmörderin hat sterben lassen, findet sie ihn einfach nur noch peinlich. An sich interessieren Richter Wunder die horoskopischen Deutungen von Roswitha Haider nach dem Mondkalender gar nicht. Aber kurz nach ihrer Warnung vor allergrößter Unfall- und Verletzungsgefahr bei Vollmond, fallen im Büro des Richters tatsächlich neben manch spitzen Bemerkungen auch spitze Gegenstände.
133. Das zweite Gesicht
15.11.2002
Die Verurteilung von Schwester Innozentia wäre auch für Pfarrer Bartl von großem Nachteil, denn dann müsste er auf seinen geliebten Schmalzler verzichten, hergestellt und gemischt von der guten Ordensfrau. Und deswegen steht sie auch vor Gericht: Verstoß gegen das Heilpraktiker-, Arzneimittel- und Betäubungsmittel-Gesetz. Im Apostolat hat Schwester Innozentia ihr enormes medizinisches Wissen angewendete, um so manches Wehwehchen ihrer Anhängerschar im Seniorenheim zu heilen. Dazu hat sie Unmengen von Kräutern gesammelt und als Heilmittel weitergegeben - allerdings nie gegen Entgelt, sondern allerhöchstens gegen kleine Spenden. Dies missfiel vor allem der Altenpflegerin Isolde Breitkopf. Wahre Fürsprecher von Innozentias wohltuenden Taten sind dagegen die Zeugen Wachtmeister Endlinger und die Seniorin Emma Wiesner. Auch Pfarrer Bartl versucht mit allen Mitteln, die Unschuld der Schwester zu beweisen.
134. Mallorca
22.11.2002
Eine Reise anlässlich ihrer Silberhochzeit endete für das durchaus noch jugendliche Ehepaar Seiberl statt im Luxus-Hotel ”Paraiso” in einer Seniorenresidenz. Erste Kategorie hin oder her, so hatte sich Angelika Seiberl die Auffrischung ihres Ehe-Alltags nicht vorgestellt. Blutdruckarmbänder und Herzspezialisten rund um die Uhr und an der Bar Gespräche über Hüftleiden oder Sterbehilfe, stehen im krassen Gegensatz zu einem romantischen Aufenthalt. Deshalb fordert sie vom Reiseveranstalter ”Balearen-Tours”, vertreten durch den findigen Rechtsanwalt Frühauf, 2.000 Euro vom Gesamtpreis zurück. Frau Seiberls Ehemann Albert ist in dem Verfahren allerdings keine große Hilfe, denn der wollte sowieso nur am Chiemsee Urlaub machen. Schlechte Stimmung herrscht am Stammtisch im Café. Harmlose Äußerungen über Hilde Dorflers neuen Rock enden damit, dass sich Staatsanwalt Kainz zusehends über anzügliche Bemerkung von Karl Hermann ärgert. Bei der Frage, ob es knistert oder funkt, wenn sich seine Verlobte, Hanna Graf, auszieht, kommt es fast zum Eklat. Als Wachtmeister Kogel auch noch eine ganz unsinnige Geschichte erzählt, ist für Richter Wunder Schluss mit der ”bodenlosen Leere und gnadenlosen Banalität” dieser Unterhaltung.
135. Von ganz oben
29.11.2002
Missbrauch von Titeln und Urkundenfälschung wird Karl Huber, alias M.G.C. Hunter, vorgeworfen. Der sichtlich schlecht gelaunte Staatsanwalt Kainz ist empört, dass sich der Polizeihauptwachtmeister a.D., in Deutschland geboren und aufgewachsen, als amerikanischer General ausgibt. Über drei Jahre lang hat Huber unter diesem Synonym in einer Kaserne mit großem Engagement und Erfolg seine Aufgaben erfüllt. Unterstützt wurde er dabei von ”Miss Holly”, die eigentlich Maria Staffel heißt. Material-Checks, Truppenversorgung und selbst die Überprüfung eines Atomkraftwerks stellten ihn vor kein Hindernis - über seine fingierte Beförderung zum 3-Sterne-General ist er dann gestolpert. Wie überzeugend Karl Huber in seiner Rolle war, demonstriert er am lebenden Objekt: Selbst Wachtmeister Kogel nimmt auf Befehl Haltung an. Eine bestimmte Haltung zur zeitgemäßen Präsentation ihrer Brauerei hat auch die Verlobte von Staatsanwalt Kainz: Die geschäftstüchtige Hanna Graf will sich von Karl Hermann eine Brauerei-Homepage einrichten lassen. Hermann plant mit seiner DVD-Kamera und einer Tasche voller Kostüme eine richtige Inszenierung. Willi Kainz befürchtet allerdings, dass sich seine zukünftige Frau ”zum Affen” machen lässt...
136. Eine andere Geschichte
13.12.2002
Ausgerechnet Wachtmeister Kogel interessiert sich plötzlich für bewusste Ernährung. Mit der Bestellung eines ”richtigen” Frühstücks - statt des üblichen und bereits hergerichteten Wurstsalats - irritiert er nicht nur Café-Pächterin Hilde Dorfler. Dass er weder in den Genuss des einen noch des anderen kommt, liegt an der Anwesenheit seines gefräßigen Kollegen Plieninger. Der hatte die zweifelhafte Ehre, den Bichler Josef, Münchens ”besten Taschendieb”, von der Justizvollzugsanstalt Stadelheim in den Gerichtssaal zu bringen - und zwar als Kläger. Beklagter ist der engstirnige Hausbesitzer Karl Haffner, der Bichler wegen seiner kriminellen Vergangenheit nicht nur die Wohnung gekündigt hat, sondern sie auch gleich zwangsräumen ließ. Richter Wunder interessiert jetzt, wieso Bichler schon wieder in Gewahrsam ist. Hatte sich der Meisterdieb doch bei seiner letzten Verurteilung im guten Vorsatz eines ”Niewiederschauns” von Wunder verabschiedet, denn er wollte seine Karriere als Taschendieb beenden. An dem so genannten Rückfall scheint der im Gerichtssaal anwesende Journalist Jürgen Adlböck nicht ganz unbeteiligt zu sein.
137. Da war was
20.12.2002
Ein eigenartiges Spiel hatten sich die Freunde von Felix Betz als Überraschung ausgedacht: Eine Woche lang machten sie heimlich in der Wohnung ihres Freundes und dessen zukünftiger Frau, Martina Gebsattel, Tonbandaufnahmen. Der Gag sollte sein, das Paar am Polterabend raten zu lassen, was an den einzelnen Abenden gemacht worden ist. Offensichtlich war jedoch eine derart mysteriöse Aufzeichnung dabei, dass Felix Betz kurzerhand seine bevorstehende Hochzeit abgesagt hat. Nun fordert er von Martina 4.100 Euro, die er für die bereits gebuchte Hochzeitsreise bezahlen musste. Richter Wunder gelingt es erst nach mehreren Anläufen, der Angeklagten zu entlocken, was nun wirklich auf dem Tonband zu hören war. Einen verwirrten Eindruck macht Wachtmeister Kogel im Café. Der besorgte Kollege Karl Hermann schlägt einen Test aus seinem Computerprogramm vor, der aufzeigen soll, ob Kogel eine Temporallappenpersönlichkeit entwickelt...
138. Keine Ahnung
27.12.2002
Ferdinand Unger, ein besonderer Spaßvogel, begab sich eines Morgens in eine Arztpraxis. Dort verschreckte er zuerst die Arzthelferin, Hannelore Braun, und schließlich die Patienten im Wartezimmer - mit der Vortäuschung höchst ansteckender Krankheiten. Zusätzlich entwendete er heimlich das Mittagessen des Personals sowie eine teure Whiskeyflasche aus dem Arztzimmer, die er im Laufe des Nachmittags, versteckt in der Sonografiekammer, auch leerte. Am Abend wurde Unger von Frau Braun sturzbetrunken unter den Stühlen gefunden - die Manteltaschen voll gestopft mit diversen medizinischen Kleingeräten. Also ein klarer Fall von Diebstahl, wie Staatsanwalt Kainz feststellt. Kann die überraschend auftauchende Ehefrau des Angeklagten, Ulrike Unger, dem Gericht diese ”Streiche” erklären? Verärgert erfährt Richter Wunder in seinem Büro, dass er schon wieder einen Praktikanten übernehmen soll. Als sich aber herausstellt, dass der Kandidat jung, hübsch und weiblich ist, ändert Wunder ganz schnell seine Meinung.
139. In Sachen Kainz
03.01.2003
Während Richter Wunder eifrig mit der neuen Praktikantin schäkert, macht sich der Zeuge der nächsten Verhandlung, Harry Magerer, im Café schon mal unbeliebt. Magerer versteht es, andere auf die Palme zu bringen. Eines seiner "Opfer" sitzt diesmal wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung auf der Anklagebank: Franz Mendel wurde bei seiner Autowäsche von Magerer so lange provoziert, bis er Magerer von unten bis oben nass spritzte, ihm Autopolitur ins Gesicht schmiert und ihn dann mit Insektenspray einnebelte. Um Mendels Wut zu steigern blieb Magerer bei dieser Prozedur auch noch seelenruhig stehen. Staatsanwalt Kainz dagegen möchte nichts über sich ergehen lassen, schon gar keine Hochzeitsparty mit seinen Gerichtskollegen. Deshalb fand die Vermählung mit seiner Hanna bereits vor drei Tagen heimlich, still und leise statt. Im Glauben, dass keiner etwas gemerkt hat, betritt er nach der Verhandlung frohgemut das dekoriert Café...

Staffel 10
140. Ein guter Start
31.10.2003
Staatsanwalt Willi Kainz und Ehefrau Hanna kommen getrennt aus den Flitterwochen zurück. Kein guter Start in die Ehe, wie die Kollegen am Stammtisch süffisant bemerken. Während Hanna Kainz im Café vom Verlauf ihrer Reise berichtet, ist Staatsanwalt Kainz in der Gerichtsverhandlung auch mit einer Hochzeit beschäftigt. Laut Georg Wetzel, dem Bräutigam, war die Ehe am Tag der Heirat bereits wieder beendet. Während der Feierlichkeiten wurde entgegen den üblichen Regeln der Bräutigam entführt. Nach einer mehrere Stunden dauernden Suche entdeckte Erwin Pörnbacher seinen Schwiegersohn beim Schafkopfen mit seinen Freunden. Der Bräutigam befand sich gerade in einem sehr schwierigen Spiel und reagierte auf die Störung mit einem heftigen Schlag nach hinten. Die Gehirnerschütterung des Brautvaters beendete die Ehe seiner Tochter noch bevor sie begonnen hatte.
141. Ein Mann für alle Fälle
07.11.2003
Der alleinstehende Hausbesitzer Volker Merget lässt durch den Maurermeister Joseph Pröll diverse Renovierungsarbeiten an seinem Haus durchführen. Der Umbau gestaltet sich katastrophal, denn der gutmütige Merget muss als Gehilfe den Großteil der Modernisierung selbst durchführen. Als Joseph Pröll schließlich eine Rechnung in doppelter Höhe wie vereinbart präsentiert, weigert sich der Hausbesitzer zu zahlen. Volker Merget fährt in Urlaub, um sich von den körperlichen und seelischen Strapazen zu erholen. Wieder zuhause, präsentiert sich sein Haus ganz frisch gestrichen, und zwar in Schwarz. Mergets Nachbarin ist der Meinung, Maurermeister Pröll bei der Arbeit gesehen zu haben. Inzwischen versucht Wachtmeister Kogel seine kulturelle Bildung voranzutreiben: Er hat sich mit der Telefonistin Fini Asböck zu einem Operettenbesuch verabredet - sehr zum Ärger von Finis Freund Anton.
142. Zügellos
14.11.2003
Amtsrichter Wunder hatte sich die Zusammenarbeit mit der attraktiven Praktikantin Ruth Sailer äußerst charmant vorgestellt, aber sie nervt ihn zunehmend mit ihren feministischen Bemerkungen. Probleme mit dem Feminismus hat auch der Kutscher Hans Kneidl. Denn normal findet er es nicht, dass von seinem Chef vor einiger Zeit auch weibliche Kutscher-Kollegen angestellt wurden. Und als ihm die Kutscherin Vroni Loibl auch noch eine japanische Reisegruppe abspenstig machen will, hält er mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg - die Vroni sei rabiat, aggressiv und zersetzend. Nach derlei üblen Beschimpfungen kommt es zu einem Handgemenge, und dann bombardiert die Vroni den Hans mit allen Pferdeäpfeln, derer sie habhaft werden kann.
143. Eine Rarität
21.11.2003
Der kultivierte und verbeamtete Junggeselle Dr. Rödig macht im fortgeschrittenen Alter den Führerschein. Sein Fahrlehrer ist jung, nervös und von geringer Herzensbildung. Mit seinen Nerven am Ende fährt Dr. Rödig in der 39. Fahrstunde seinem Lehrer einfach davon. Im folgenden Verkehrsfluss trifft der Fahrschüler auf eine Radfahrerin, die sich zum Schutz vor dem einsetzenden Regen eine Plastiktüte über den Kopf gestülpt hat. Eva Maria Rupp kommt gerade vom Friseur und fährt in Schlangenlinien, da sie nichts sieht. Dr. Rödig folgt ihr im Zick-Zack, angeblich damit Frau Rupp nichts passiert. Bis es kracht. Krach gibt es auch zwischen Amtsrichter Wunder und seiner Protokollführerin. Auslöser ist ein Appartement, das über der Wohnung des Richters gerade frei geworden und zu verkaufen ist.
144. Mehr die innere Seite
28.11.2003
Die Berufung zum Künstler kam für Hubert Schmölzl ganz von innen heraus. Vormals Besitzer eines Tapeten- und Malerfachgeschäftes, befasst er sich nur noch mit Landschafts- und Porträtmalerei. Die Stammtischler, die er vor Gericht wieder trifft, können mit Schmölzls Kunstverständnis allerdings wenig anfangen: Keiner der Anwesenden erkennt sich auf dem bestellten Gemälde wieder. Deshalb weigern sie sich, das Bild zu zahlen. Auch Amtsrichter Wunder hat mit der Wiedererkennung so seine Probleme. Die Gerichtsverhandlung gerät zum Diskurs über Maltechniken, Expressionismus und ganz speziell über die Freiheit in der Kunst, endet aber anders, als Hubert Schmölzl sich das vorgestellt hat. Nach der Verhandlung ist deshalb Wachtmeister Kogel im Café für Schmölzl ein gefundenes Kunst- und potentielles Kaufopfer.
145. Last minute
05.12.2003
Den vom opulenten Mittagsmahl trägen Stammtischlern im Café fällt auf, wie viel Geschirr Café-Pächterin Hilde tagtäglich hin- und herschleppt. Die Kollegen Kogel und Karl Hermann wollen Abhilfe schaffen und bauen speziell für Hildes Geburtstag einen Servierwagen namens "Best Boy". "Best Girl" in der nachfolgenden Verhandlung ist Frau Eisenreich, alias Nadine. Ihre Spezialität lautet Table-Dance und Striptease und mit ihrem Programm macht sie auch Hausbesuche. "Gemietet" wurde Nadine von einer lustigen Männerrunde, die sich in Abwesenheit der Ehefrau von Horst Sandbichler in dessen Haus zum Kartenspiel eingefunden hat. Dummerweise ist Lisa Sandbichler überraschend nach Hause gekommen und ist dort auf die Stripperin getroffen. Dieser Kontakt endete mit Körperverletzung und wegen eines blauen Auges und der Prellungen klagt Nadine nun auf Verdienstausfall.
146. Private Angelegenheiten
12.12.2003
Magnus Fink, ein Futtermittelvertreter aus dem Allgäu, verklagt das Restaurant-Theater „Lustgarten“ auf vertane Freizeit: Er konnte trotz einer gültigen Eintrittskarte eine Silvesterveranstaltung wegen Überfüllung nicht besuchen und dadurch sei ihm die Liebe seines Lebens abhanden gekommen. Jürgen Adlböck, der windige Lokalreporter, ist in erster Linie an einer ausführlichen Homestory über den Fall interessiert. Um die Verhandlung im Sinne des etwas einfältigen Allgäuers zu beeinflussen, greift Adlböck auch zu unsauberen Mitteln. Der Anwalt des „Lustgarten“, Dr. Dorfner, ist über das groteske Ansinnen des Klägers fast verzweifelt. Inzwischen verzweifelt Amtsrichter Wunder bei der Vorstellung, dass seine Mitarbeiterin, Protokollführerin Roswitha Haider, das Appartement über ihm beziehen will.
147. Gute Nacht, München!
19.12.2003
Ein geheimnisvoller Fremder im Café bereitet Pächterin Hilde Dorfler großes Unbehagen. Sie ruft die Polizisten-Kollegen Kogel und Karl Hermann zu Hilfe. Beide kommen schließlich zu der Überzeugung, dass es sich bei dem Gast um einen gefährlicher Terroristen handelt. Als absoluten Terror empfindet Alfons Irlbeck die Geschäftsgebaren von Johann Lederer und Günter Selldorf, die in Sachen Vermittlung öffentlicher Parkplätze in der Münchner Innenstadt gemeinsame Sache machen. Der Streit um eine Parklücke endet deshalb mit einem Blechschaden und einer Watschn für den Lederer. Die Sache hinter der Sache stellt sich allerdings als gnadenloser Konkurrenzkampf zweier ganz unterschiedlicher Immobilienmakler heraus.

Quelle: ARD

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