| 1. Der Bär steppt |
16.01.2001 |
Brakelmann hat mal wieder eine seiner genialen Ideen. Um seinen maroden Hof zu sanieren, eröffnet er kurzerhand eine Tierpension. Es sind Ferien und das Geschäft mit Hunden, Hamstern, Goldfischen und neurotischen Katzen beginnt zu florieren. Sehr zum Ärger des neidischen Adsche, den Brakelmann aber wegen Arbeitsüberlastung als Assistenten einstellt. Und damit beginnt das Unheil. In Brakelmanns Abwesenheit nimmt Adsche voller Unternehmerstolz einen Bären in Pflege. Leider für ein Honorar, das nicht einmal annähernd die Futterkosten deckt. Verständlich, dass Brakelmann aus der Haut fährt. Und dann büchst der Bär auch noch aus ...
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| 2. Fette Beute |
23.01.2001 |
Die Bauern Brakelmann und sein Freund-Feind Adsche streiten wie immer um ihr gemeinsames Mofa, als plötzlich ein Gangster mit vorgehaltener Pistole vor ihnen steht und das Mofa als Fluchfahrzeug entführt. Als der erste Schreck überstanden ist, denkt Brakelmann sofort ans Geschäft und will die "Schtory"' gewinnbringend an die nächste überregionale Tageszeitung verkaufen. Zu seiner großen Enttäuschung wird aber der Räuber, der eine Bank überfallen und 20.000 Mark erbeutet hat, noch am gleichen Tag verhaftet. Doch einen Lichtblick gibt es: Die Beute wurde nicht bei ihm gefunden. Brakelmann und Adsche lässt der Gedanke an das irgendwo in der Nähe versteckte Geld keine Ruhe. In aller Frühe macht sich Brakelmann heimlich auf die Suche und trifft im Wald überraschend alte Bekannte: seinen Freund Adsche, den Wirt Shorty und Bürgermeister Schönbiehl. Der Dorffriede ist dahin, denn Adsche und Brakelmann unterstellen ab sofort jedem, die Beute unterschlagen zu haben, und lösen damit Hass und Zwietracht aus...
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| 3. Bildungsschock |
30.01.2001 |
Adsche ist eine bahnbrechende Erfindung gelungen, die Kreuzung von Wurzel und Zucchini. Doch zu seiner Enttäuschung interessiert sich Brakelmann für seine "Wurzelini'"überhaupt nicht. Denn den hat Bürgermeister Schönbiehl gerade zum Trainer ernannt, er soll für einen Dorfwettkampf zwischen Büttenwarder und Klingsiehl ein Team zusammenstellen und auf Vordermann bringen. Auch die Art des Wettkampfs meint Schönbiehl von gut unterrichteten Kreisen bereits erfahren zu haben: landwirtschaftliche Geschicklichkeitsübungen. Es geht um die Ehre! Selbstverständlich wählt Brakelmann deshalb die stärksten Männer aus: sich selbst, seinen Freund Adsche und Stallknecht Kuno. Das Wettkampfthema wird bekannt gegeben: ein Quiz zur Allgemeinbildung. Brakelmann ist verzweifelt. Er selbst kann ja wenigstens Kreuzworträtsel lösen, doch Adsche und Kuno sind gegen das Akademiker-Team aus Klingsiehl chancenlos. Schon bei den Proben trauen sie sich vor lauter Angst, etwas Falsches zu sagen, nicht zu antworten. Doch dann hat Brakelmann endlich die rettende Idee: Adsche und seine Wurzelini! Der Einsatz dieser Wunderdroge zeigt dann auch verblüffend intelligenzsteigernde Wirkung...
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| 4. Liebesnacht |
13.02.2001 |
Endlich ist der Erbe vom Nachbarhof da, um die Schulden seines verstorbenen Onkels zu begleichen. Bauer Brakelmann und sein Freund-Feind Adsche Tönnsen kommen zu spät. Nur eine magere Stute steht noch im Stall. Um nicht ganz mit leeren Händen dazustehen, nehmen die beiden das Tier mit. Zu Brakelmanns Enttäuschung und Adsches offener Häme ist das Pferd zur Feldarbeit völlig ungeeignet. Sobald Zaumzeug und Egge angelegt werden, bleibt es wie angewurzelt stehen. Für Adsche ist die Sache klar: Der Gaul gehört in die Wurst. Da bringt er wenigstens ein paar Mark. Brakelmann ist ganz anderer Meinung: Die Stute ist nicht mager, sondern edel. Züchtung lautet seine Devise. Adsche versteht zwar nicht viel von Pferden, aber zum Züchten, weiß auch er, braucht man einen Hengst. Ein Problem, das Brakelmann und Adsche kräftig auf Trab bringt ...
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| 5. Ferienfieber |
20.02.2001 |
Brakelmann und Adsche sind empört. Das Schützenfest wurde abgesagt! Bürgermeister Schönbiehl rechtfertigt sich, die Gemeindekasse sei leer. Aber wenn einer von ihnen einen Plan zu ihrer Aufbesserung hätte, fände er jederzeit ein offenes Ohr und könnte mit einer satten Gewinnbeteiligung rechnen. Das lässt sich Brakelmann nicht zweimal sagen und hat auch schnell eine Idee. Ferien in Büttenwarder! Die Infrastruktur ist vernichtend, doch Brakelmann, den Schönbiehl kurzer Hand zum Fremdenverkehrsdirektor ernennt, sieht dies als Plus: Unverfälschte Natur. Romantik pur. Ihm und Adsche gelingt es, das ganze Dorf zum Mitmachen zu bewegen. Früher als erwartet zeigt ein Touristik-Unternehmen Interesse und kündigt den Besuch einer Mitarbeiterin an. Als Brakelmann ihr das Dorf, das sich mit allen Tricks als Touristenhochburg präsentiert, zeigt, geht einiges schief. Und dabei hatte Adsche diesmal wirklich eine tolle Idee...
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| 6. Heiratsmarkt |
22.05.2001 |
"Sach ma Shorty, wat is' Fusion?".... "Wenn ein leeres Portemonnaie ein volles Portemonnaie heiratet." Bauer Brakelmann und seinem Freund-Feind Adsche, die beide schwer unter ihren heruntergekommenen Höfen leiden, leuchtet die Erklärung vom Dorfwirt ein. Und zwar sofort. Denn in der Kneipe sitzt auch Henrike, seit kurzem reiche Hoferbin. So beginnen Brakelmann und Adsche, sehr zum Missfallen des jeweils anderen, um Henrike zu buhlen. Brakelmann mimt nach eingehender Beratung durch Shorty die Rolle des patenten Machos, Adsche nach einer Sondersitzung beim Bürgermeister den Poeten. Stellt sich die Frage: Wen wird Henrike erhören? Brakelmann fühlt sich siegessicher, Adsche aber auch...
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| 7. Wahlkampf |
04.06.2001 |
Bauer Brakelmann ist bester Laune. Heute will er sein Brachland an eine große Hamburger Firma verkaufen. Dann kann er sich endlich lang gehegte Wünsche erfüllen: einen neuen Trecker zum Beispiel. Brakelmann genießt den Neid seines Freund-Feindes Adsche Tönnsen. Doch Brakelmanns Freude währt nicht lange. Das Geschäft, das er über den Bürgermeister Schönbiehl abwickeln wollte, platzt. Dafür hat plötzlich ein Tennisclub-Kollege Schönbiehls den Zuschlag erhalten. Riesensauerei! In seinem Zorn beschließt Brakelmann, selbst Bürgermeister zu werden. Denn in Zukunft will er es sich auch von Schmier- und Bestechungsgeldern gut gehen lassen! Adsche, der das große Geschäft wittert, bietet sich als Wahlkampfhelfer an.
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| 8. Ufos |
04.06.2001 |
Kurt Brakelmann ist mal wieder knapp bei Kasse. Um sein finanzielles Polster etwas aufzubessern, legt er nachts in seinem Getreidefeld die Halme um. Am nächsten Morgen lässt er den Lokalreporter kommen, um ihm die seltsamen Kreise auf seinem Feld zu zeigen. Wenn da nicht Ufos gelandet sind! Am nächsten Tag steht es in der Zeitung. Adsche Tönnsen, Brakelmanns Freund-Feind, glaubt nicht, das irgendjemand auf den "Tünkram" hereinfallen würde. Er scheint Recht zu behalten, der von Brakelmann erhoffte Ansturm von Schaulustigen bleibt aus. Als dann auch noch die Polizei in Begleitung eines Professors erscheint, der die Kreise auf ihre Echtheit überprüfen und eventuelle Scharlatane vor den Richter bringen möchte, sinkt Brakelmanns Stimmung auf den Nullpunkt. Aber, oh Wunder, der Professor befindet die Kreise für echt. Nun brummt das Geschäft. Presse, Schaulustige, Ufologen, alle wollen die Kreise besichtigen. Adsche ist sich sicher, was Brakelmann kann, kann er schon lange, plötzlich scheinen auch auf seinem Feld Ufos gelandet zu sein.
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| 11. Die Glückspielhölle |
03.10.2005 |
Die Landwirtschaft steckt in der Krise. Höchste Zeit für frische Ideen. Kurt Brakelmann, der chronisch abgebrannte Bauer, lässt sich da gerne von seinem Freund-Feind Adsche Tönnsen inspirieren, der mit mäßigem Erfolg durch die Veranstaltung eines Kuhfladen-Roulettes zu Geld kommen will. Brakelmann findet Gefallen an der Idee, durch Glücksspiel reich zu werden. Nach anfänglichen Fehlversuchen im „Dorfkrug“ gelingt es ihm, ein völlig neues Spiel zu entwickeln: Ziegenlotto. Leider findet er im Dorf niemanden, der sich auf sein (abgekartetes) Spiel einlassen möchte. Da gelingt es ihm mit Adsches Hilfe, Zocker aus Hamburg nach Büttenwarder zu locken. Doch der Abend mit den Profispielern verläuft leider nicht ganz so, wie Brakelmann und Adsche sich das ausgemalt haben. |
| 12. Das Goethejahr |
03.10.2005 |
Gerade noch musste man im Dorfkrug voller Neid die Neuigkeit verarbeiten, dass der benachbarte Erfolgsort Klingsiehl ein Vermögen mit der touristischen Ausbeutung ihres Heimatdichters Horst Hoppenhoff macht. Da finden die beiden stets insolventen Bauern Kurt Brakelmann und Adsche Tönnsen beim Aufräumen alte Gebrauchsgegenstände und Manuskripte, von denen Bürgermeister Schönbiehl nach einer ersten Prüfung verkünden kann, sie stammten zwar nicht von Horst Hoppenhoff, dafür aber von Goethe. Es dauert nicht lange und alle haben begriffen, dass das noch besser ist, und sogleich beginnt der kleine sympathische Ort mit der kommerziellen Ausbeutung des Kulturerbes. Während Brakelmann noch Wege sucht, den offenbar vom deutschen Dichterfürsten stammenden Plunder lukrativ zu verscherbeln, macht sich Adsche auf den Weg, seine Familiengeschichte aufzurollen. Adsche spürt es nämlich genau: Goethe ist sein Ur-Opa! |
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