Die Schwestern Mylius sind unzertrennlich, die eine kann sich ein Leben ohne die andere nicht vorstellen. Als Isadora schwer erkrankt, ist es für Isabella keine Frage: sie wird mit ihrer Schwester zusammen diese Welt verlassen. Verantwortungsvoll und gewissenhaft treffen Isadora und Isabella Verfügungen, was im Falle ihres Todes zu geschehen hat. Einig sind sie sich darüber, dass Diefenbach ihr gesamtes Vermögen erben soll, weil er der einzige Mensch ist, der sie immer verstanden und nie enttäuscht hat. So ist er auch der Einzige, den sie in ihren Plan, gemeinsam aus dem Leben scheiden zu wollen, einweihen. Diefenbach macht keinen Versuch, den Isas ihr Vorhaben auszureden; er versichert ihnen im Gegenteil, welche große Achtung er vor Menschen hat, die ihr Leben so ernst nehmen, dass sie sich auch Gedanken um ihren Tod machen. Er gibt beiden eine Adresse, unter der sie - falls sie möchten - mit Gleichgesinnten in Kontakt treten können. Und Diefenbach verspricht den Schwestern, sich niemals in diese, ihre allerpersönlichste Angelegenheit einzumischen.Wenig später tauchen ein Reporter und ein Fotograf einer Boulevardzeitung in der Residenz auf, um eine Story über das Leben im Alter zu machen. Durch Lore Lüttich, die Frau Allescher vertritt, geraten sie zuerst an Isadora und Isabella, die ihnen freimütig von ihren Ansichten zum Leben und Sterben erzählen und auch nicht unerwähnt lassen, dass der Leiter der Residenz, Herr Diefenbach, ihrem Plan, gemeinsam aus dem Leben zu gehen, Verständnis entgegenbringt. Mit einer Fangfrage entlockt der Reporter den Isas dann auch, wen sie als ihren Erben einsetzen wollen. Als die beiden Isas am nächsten Tag spurlos verschwunden sind, wittert der verantwortliche Redakteur der Zeitung eine Sensationsstory....