Ein Bayer auf Rügen

Ein Bayer auf Rügen {Ein Bayer auf Rügen}

Familienserie, Deutschland (1993)





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Rollen und Darsteller

Rolle Darsteller
Valentin Gruber Wolfgang Fierek
Hanna Gernrich Simone Thomalla
Heidi Mitterer Karin Thaler
Aiblinger-Bauer Fritz Strassner
Bernie Ziegler Ottfried Fischer
Wibke Gernrich Gisela Trowe
Donatius Domberger Gerd Baltus
Christian Bode Max Volkert Martens
Anni Veronika Ferres
Michael Gruber Gerhard Riedmann
Arthur Knoop Gerd Haucke
Gabriel Makowski Eddi Arent
Agnes Oberauer Veronika Fitz


Epguide

Epguide

Bisher gesendet: 79 Folgen.
Staffel 1
1. Auf und davon
27.01.1993
Der urbayerische Polizist Valentin Gruber aus Obersreuth ist schon "a pfundiger Kerl". Das wissen alle im Dorf, besonders die Mädchen, denen der Valentin mit seiner forschen Art schnell den Kopf verdreht. Nur bei einer scheint Valentin kein Gehör zu finden und gerade in die muss er sich natürlich verlieben: Heidi Mitterer, die Serviererin aus dem Dorfgasthaus, hat es ihm angetan. Sie oder keine sagt er sich. Doch Heidi zieht ausgerechnet seinen Vetter Karl vor. Probleme hat Valentin auch im Dienst. Sein Chef Haberl mag den unkonventionellen Polizisten nicht, der ihm zu oft ein Auge zudrückt. Sei es bei der Stadtrand Schwalbe Anni oder dem Royalisten Schorschi. Valentin ist nun mal eine Amtsperson mit Herz und "Harley". Auch für die Touristen gehört Valentin zum urbajuwarischen Ambiente. Dem kleinen Ausreißer Peter aus Berlin, dessen Eltern sich auch im Urlaub ständig zanken und von Scheidung reden, verschafft er eine Atempause - und beiden eine Denkpause. Die hätte allerdings der Juwelier und Trödler Makowski auch dringend nötig gehabt, bevor er den Einbruch in seinen Laden meldet und damit unseren Helden Valentin sträflich unterschätzt. Doch plötzlich wird Valentins Leben durch eine unerwartete Nachricht jäh verändert. Seine Mutter, die vor Jahren Bayern in Richtung Mecklenburg verließ, ist gestorben und vererbt ihm ein schönes Anwesen auf der Insel Rügen. Valentin zögert: Er, der Urbayer auf dem plattdeutschen Land? Unmöglich! Auf Rügen lernt er die schöne Hanna Gernrich kennen, die selber Polizistin ist und so gar nicht seinem Bild einer Frau in Uniform entspricht. Wieder daheim, erfährt er von Haberl, dass der in Valentins Abwesenheit auf Rügen beantragt hat.
2. Allein gegen alle
01.02.1993
Kaum ist Valentin auf Rügen gelandet, bekommt er schon alle Hände voll zu tun. Ausgerechnet am Abend seiner Einführung bricht in einer Scheune Feuer aus. Valentin übernimmt die Koordination der Löscharbeiten und stellt schnell fest, daß es sich um Brandstiftung handelt - nicht die erste, wie er später erfahren wird. Dem bayrischen Gesetzeshüter wird das Einleben auf der Insel nicht gerade leicht gemacht. Ihm herzlich zugetan sind Wibke Gernrich, Hobbykriminalistin und Wirtin, und Donatius Domberger, der Inselchronist. Ablehnung erfährt Valentin vor allem von den Dorfbewohnern, die ihn als Eindringling betrachten und seine Arbeit, wo immer es geht, zu sabotieren suchen. Auch der Immobilienmakler Christian Bode, dem Valentins Haus als Juwel in seiner Sammlung fehlt, versucht mit allerhand windigen Tricks, Recht und Gesetz für sich auszulegen. In Bayern setzt unterdessen Vetter Karl mit Heidis Hilfe all sein Geschick ein, den Aiblinger-Bauer in den Ruhestand zu schwatzen. Karl will aus dem wunderschön gelegenen Hof ein Feriencenter machen...
3. Herrliche Berge
08.02.1993
Auf Rügen macht man Valentin nach wie vor Schwierigkeiten. Die Blohmsens laden den "Bergmenschen" Valentin scheinheilig zu einem Ostseetörn ein. Daß auf See Windstärke sieben herrscht, verschweigen sie. In Miesbach werden unterdessen sechs wertvolle Madonnen aus verschiedenen Kirchen gestohlen. Von den Tätern fehlt jede Spur. Dem treuen Royalisten Schorschi ist eines klar: Wäre Valentin noch da, säßen die Täter längst schon hinter Schloß und Riegel. Bernie sammelt eifrig für den neuen Löschzug, der den Rüganern feierlich übergeben werden soll. Eine Delegation der Inselbewohner setzt sich unter Führung Valentins in Richtung Bayern in Bewegung, um die Spende in Empfang zu nehmen. Während der Busfahrt nutzt Hannas Tante Wibke Gernrich die Zeit, um hinter das Verhältnis von Valentin und Heidi zu kommen...
4. Oh, Madonna
15.02.1993
Im heimischen Bayern muß Valentin entdecken, daß ihm Heidi immer noch sehr am Herzen liegt. Die Rüganer haben sich ebenfalls schon prächtig eingelebt, auch wenn sie so manche Schwierigkeiten mit der ihnen ungewohnten Landschaft haben. Da sie die Tücken der Ostsee kennen, glauben Blohmsen und Harmsen, auch in den Bergen Bescheid zu wissen. Nur das rasche Eingreifen Valentins und der Bergwacht verhindern einen tragischen Ausgang des Irrtums. Wibke begnügt sich selbstverständlich nicht damit, die Madonnen-Diebe dingfest zu wissen, sie will zusammen mit Schorschi die Hintermänner aufspüren und so auch die verschwundenen Figuren an ihre angestammten Plätze zurückbringen. Der Aiblinger-Bauer verunglückt beim Angeln und kann von Karl gerade noch gerettet werden. Mit einer schweren Lungenentzündung wird er ins Krankenhaus eingeliefert. Auch Valentin hat es nicht leicht, mit Heidi voranzukommen. Ihr Geständnis, sie liebe zwei Männer, hilft ihm ebensowenig wie Heidi der Hinweis, daß es auch auf Rügen jemanden gibt, der Valentin umgarnt. In Miesbach gelingt es ihm mit Hilfe seiner freiwilligen Helfer, den Madonnenfall endgültig zu lösen...
5. Lauter Überraschungen
22.02.1993
Der Brandstifter Hagenow bricht aus dem Gefängnis aus. Die Nachricht verbreitet sich in Windeseile über die gesamte Insel. Bernie, der Valentin auf Rügen besucht, ist diese Neuigkeit natürlich einen Artikel im "Miesbacher Anzeiger" wert. Bernie lernt Hanna kennen, und der Reporter aus Bayern versteht nicht, warum sich Valentin der schönen Polizistin nicht mit Haut und Haaren verschreibt. Bei einem Ausflug über die Insel, der von Hanna fachmännisch geleitet wird, fühlt sich Bernie nicht nur wegen der landschaftlichen Schönheiten wie im siebenten Himmel. In Miesbach nutzt Vetter Karl den Krankenhausaufenthalt des Aiblinger-Bauern, um die Umgestaltungspläne des Hofes voranzutreiben. Zornerfüllt türmt der Bauer aus dem Krankenhaus und erscheint einem Racheengel gleich auf seinem Hof: Hier zeigt er seinem Neffen Karl, wer der Herr im Haus ist. Hagenow sucht nach seiner Flucht den Immobilienmakler Bode auf, den eigentlichen Auftraggeber der Brandstiftungen, und fordert erneut Schweigegeld...

Staffel 2
6. Eine Frau fürs Leben
23.08.1993
Donatius Domberger hat Besuch aus Rußland bekommen: Boris Begulow ist nach Deutschland gereist, um hier eine Frau fürs Leben zu finden. Donatius kann seinem alten Freund aber vorerst nicht behilflich sein, denn eine Betrügerbande macht die Insel unsicher. Unter dem Vorwand, asbestverseuchte Häuser zu sanieren, kassiert ein Pärchen Vorschüsse für Reparaturarbeiten, die jedoch nie ausgeführt werden. Selbst Bürgermeister Knoop ist schon auf die beiden 'reingefallen. Valentin nimmt sich des Falles an, um größeren Schaden zu verhindern. Tatkräftige Hilfe bekommt er von Wibke und Donatius, die wie immer zu solchen Aktionen nicht extra aufgefordert werden müssen. Auch Bernie, der sich in Hanna verguckt hat, ist mit von der Partie, hofft er doch auf eine weitere spannende Geschichte für seine Zeitung. Aber nicht nur der Betrügerbande muß Valentin das Handwerk legen, auch dem armen Boris muß geholfen werden...
7. Ausgetrickst
30.08.1993
Seit 600 Jahren gehören zum Aiblinger Hof die saftigen Wiesen im Mohnbachtal. Und dieses Tal soll nun enteignet werden; ausgerechnet für ein Munitions- und Waffenlager der NATO! Valentin erreicht diese Nachricht im hohen Norden auf Rügen, mitten in einem schwierigen Fall: Eine Autodiebesbande klaut Luxuskarossen im großen Stil und verschiebt sie auf unerfindlichen Wegen. Auch der Immobilienhai Bode ist der Bande zum Opfer gefallen. Valentin fährt nach Miesbach, um dem Großvater zu Hilfe zu kommen. Was weder der Großvater noch Valentin ahnen: Der geschäftstüchtige Vetter Karl hat sich längst auf die Seite der Waffenlager-Befürworter geschlagen. Valentin läßt sich zudem auf eine heiße Affäre mit Karls Verlobter Heidi ein - Hanna ist entsetzt...
8. Das jüngste Gericht
06.09.1993
So unglücklich hat sich Valentin Gruber noch nie gefühlt: Seit jener Zusammenkunft mit Heidi, die von Hanna völlig mißverstanden wurde, herrscht dicke Luft zwischen den beiden verliebten Kriminalisten. Hanna ist kalt wie eine steife Meeresbrise, und Valentins oberbayerischer Charme verpufft wirkungslos. Da kommt dem verschmähten Liebhaber der Lieblingsfeind und Immobilienhändler Bode gerade recht, da der augenscheinlich mehr Glück bei der schönen Hanna hat. Nun wird Valentin das gerade geerbte Haus erst recht nicht verkaufen, egal ob die Gemeinde das Grundstück dringend für den geplanten Freizeitpark braucht oder nicht! Auch wenn Bürgermeister Knoop mit sanfter Gewalt und seltsamen Gerüchten droht. Donatius Domberger und Wibke Gernrich, Hannas Tante, haben mal wieder alle Hände voll zu tun. Schließlich gibt es noch weitere Paare mit Problemen: Der Russe Boris Begulow, nun als Fahrer in Bodes Diensten, hat seine Erika zu ungeschickt umworben und einen Riesenkorb bekommen. Die Salzwasserpiraten Eike und Christian wollen nun endlich das Personenschiffahrts-Patent machen - aber weniger mit Kopf als mit trickreichem Köpfchen...
9. Treulich geführt
13.09.1993
Valentin Gruber merkt, daß der Bauunternehmer Bode es augenscheinlich auf das Grundstück des letzten Kindererholungsheimes der ganzen Gegend abgesehen hat. Daraufhin bietet er der Gemeinde das Grundstück an. Als Bedingung verlangt Valentin, daß das Heim unangetastet bleibt. Die beiden Feriengäste Juliana und Karin sind einer Diebes-Bande zum Opfer gefallen. Doch das kriminelle Trio hat nicht mit Tante Wibkes Spürsinn gerechnet. Erika und Boris bereiten unterdessen ihre Hochzeit vor. Getraut und gefeiert werden soll natürlich auf dem Kahn von Eike und Christian - wenn sich nur der seekranke Pastor trauen würde! Auch Valentin und Hanna kommen sich wieder näher. Aber das fröhliche Fest wird durch eine schreckliche Nachricht gestört...
10. Wer die Wahl hat...
20.09.1993
Valentins Großvater ist tot. Zur Beerdigung des Aiblinger-Bauern versammelt sich ganz Miesbach in der Kirche, und auch Michael Gruber, der älteste, lange verschollene Sohn des Toten, kehrt aus Mexiko in die bayerischen Berge zurück. Für Valentin ein Schock: In die Trauer um den Großvater mischt sich nämlich die Wut auf den Vater, der ihn, die Mutter und den Hof damals so wortlos im Stich gelassen hat. Und auch die alten Bekannten machen Michael die Rückkehr nicht gerade leicht. Für Karl scheint das Bürgermeisteramt in weite Ferne gerückt. Die Aussichten für seine Wahl sind längst nicht mehr so rosig, seitdem der Landtagsabgeordnete Dr. Egmont Maisinger mit ins Rennen gegangen ist. Hanna ist endlich in Miesbach eingetroffen und erlebt nun ihren Schatz von seiner kämpferischen Seite. Gemeinsam mit Vetter Karl geht Valentin auf die Straße zum Stimmenfang und erfährt durch seinen Vater von einer großen Schweinerei: Dr. Maisinger hat dem Unternehmer Horlacher die Jagd am Klammbach zugesagt - für die 500 Wähler-Stimmen von Horlachers Leuten. Ein Fall für eine kritische Zeitung, wenn sie denn kritisch wäre und nicht von dem besten Freund des Maisingers, dem Verleger Konz, herausgegeben würde...
11. Die glorreichen Vier
27.09.1993
Endlich Urlaub! Valentin und Hanna genießen die Freizeit, die herrliche Landschaft, das Skifahren und das Beisammensein in vollen Zügen. Der frischvermählte Karl versucht inzwischen wieder, bei Heidi zu landen. Doch die zeigt ihm die kalte Schulter, weil er ihr längere Zeit keine Beachtung schenkte. Karl lädt Valentin und Hanna zur Wahlhelfer-Tour auf die Konstanzer Hütte ein. Daß Valentin wegen eines verstauchten Knöchels nicht mit von der Partie sein kann, stört ihn wenig; Hauptsache, Hanna ist dabei. Valentin erhält aus München das Angebot, als Leiter zur Dienststelle Miesbach zurückzukehren. Er lehnt dankend ab, denn er hat Wichtiges zu tun: Unterstützt von einem Quartett älterer Herren - Michael Gruber, Pater Tobias, Moosburger und Haberl, den gefürchteten "Glorreichen Vier"- versucht Valentin, einer Lastwagen-Bande das Handwerk zu legen...
12. Der Krug geht so lange zum Wasser...
04.10.1993
Donatius Domberger sucht gemeinsam mit Wibke Gernrich nach einem geeigneten Grundstück für Valentin, auf dem dieser später unter Wibkes Leitung eine Pension eröffnen soll. Valentin selbst allerdings ahnt davon noch nichts, ebensowenig wie vom Inhalt des Testamentes des Aiblinger-Bauern: Darin vermacht der Großvater seinem Enkel Valentin seinen Hof; das Geld und der Grund im Mohnbachtal fallen an Karl. Vater Michael hat für Valentin auch gleich die passende Bäuerin parat. Die hübsche Anni aus Miesbach hat unterdessen nicht nur Bürgermeister Knoop den Kopf verdreht; als dieser jedoch von Annis Großzügigkeit in punkto Männer erfährt, versucht er sofort, ihr die Geschäfte zu verderben. In einem Gespräch mit Valentin bekommt er von diesem eine vertrauliche Information - damit hofft Valentin, dem korrupten Bauunternehmer Bode endlich das Handwerk zu legen...
13. Wer zuletzt lacht...
11.10.1993
Der "Krieg" zwischen Valentin Gruber und Bauunternehmer Bode geht weiter: Nun sitzt Bode zwar in Untersuchungshaft - wegen Bedrohung und tätlichen Angriffs auf Frau Hagenow und wegen Anstiftung zur Brandstiftung. Mit Geld und Geschick führt er seine Geschäfte jedoch auch hinter Gittern ungehindert weiter. Valentin ahnt noch nichts. Er schlägt sich mit ganz anderen Problemen herum: Die "rote Mafia", eine hauptsächlich aus Russen bestehende, international arbeitende Verbrecherorganisation, will Rügen zum Stützpunkt ausbauen. Kontaktmann soll Boris Begulow sein, der als ehemaliger Offizier von seinen "Kameraden" angeworben werden soll. Doch Boris will sich mit seiner Erika eine saubere Existenz aufbauen und informiert Wibke und Donatius über die geplanten dunklen Schmugglergeschäfte. Valentin ist aufs höchste alarmiert, als er zwei unbekannte Männer auf dem Schiff von Eike und Christian verschwinden sieht. Komisch erscheint den beiden schon, daß sie Waren auf offener See einladen sollen. Doch die Auftraggeber zahlen gut. Daß schließlich das Geschäft in den Fängen der Zollfahnder endet, ist abzusehen - bei so gewitzten Privatdetektiven wie Donatius Domberger und Wibke Gernrich. Valentin und Hanna müssen dagegen ohnmächtig mit ansehen, wie gut Bode die Gerichtsverhandlung vorbereitet hat. Herr und Frau Hagenow erweisen sich als völlig untaugliche Zeugen. Bode wird freigesprochen...
14. Die Bayern kommen
18.10.1993
Valentin ist wirklich vom Pech verfolgt: Sein Lieblingsfeind Bode, größter Immobilienhändler auf der Insel und mit allen Wassern gewaschener Besser-Wessi, ist nach kurzem Gefängnis-"Urlaub" mit Glanz und Gloria zurück in seiner Villa. Hanna zieht die berufliche Karriere unverständlicherweise einem Leben als Pensionswirtin an seiner Seite vor; das Grundstück, auf das Valentin ein Auge geworfen hat, ist noch nicht baureif. Vor allem piesackt den ehrgeizigen Polizisten aber die Tatsache, daß ihm der aufregende Fall um die rote Mafia entzogen worden ist. Dabei hat er nicht nur berufliches, sondern auch privates Interesse an der Festnahme der Ganoven: Valentins russischer Freund Boris fand seine mühsam aufgebaute Soljanka-Bude in Schutt und Asche vor und eine rote Ratte als "Gruß" daneben. Von solchen Schatten unbeeindruckt, fährt inzwischen ein Bus mit fröhlichen Miesbachern in Richtung Rügen. Angeregt von Annis großzügigem Verehrer Makowski, den vor allem die Liebe über den Rügendamm zieht, wollen die bayerischen Honoratioren mit Saßnitz eine Städtepartnerschaft begründen...

Staffel 3
15. Durst wird durch Bier erst schön
14.03.1994
Valentin Gruber ist Hals über Kopf aus Bayern geflüchtet, um Abstand zwischen sich und seine große Liebe Heidi zu bringen, aber sie folgt ihm nach Rügen. Das paßt Valentin gar nicht, denn wieder hat dabei sein "Lieblingsfeind" Bode die Hand im Spiel. Aber auch die angereisten Bayern haben ihre Probleme. Das Rügener Bier ist schlecht, meinen sie. Das läßt Valentin natürlich keine Ruhe. Mit einem cleveren Trick will er sie vom Gegenteil überzeugen. Sein bester Freund Bernie Ziegler, Lokalredakteur in Miesbach, soll ihm dabei helfen. Doch auch als Polizist wird Valentin dringend gebraucht. Eine Diebstahlserie beansprucht seine volle Aufmerksamkeit. Immer wieder verschwindet Kfz-Zubehör im großen Stil. Für Valentin zunächst ein Rätsel, doch dann führen ihn Donatius Domberger und Wibke Gernrich auf eine heiße Spur...
16. Musik liegt in der Luft
21.03.1994
Eine Szene wie in einem alten romantischen Film: Hanna sitzt im "Rasenden Roland", dem Zug zwischen Göhren und Putbus, und der junge, gutaussehende Violinist Ferencz spielt ein lustiges Lied. Hanna ist von dem jungen Künstler, der als Solist für das Kurorchester spielen soll, wie verzaubert. Ferencz lädt die junge Polizistin zu einer Probe ein. Bei einem anschließenden Spaziergang am Meer kommen sich die beiden näher... Auf der Insel machen sich skrupellose Menschenhändler breit. Die Not im Osten nutzend, verspricht die illegale Einwanderung übers Meer prächtige Geschäfte mit den armen Flüchtlingen. Hanna, die inzwischen die Stelle des immer noch suspendierten Valentin eingenommen hat, beginnt zu ermitteln. Doch auch der zwangsbeurlaubte Bayer ist nicht untätig: Zufällig belauscht er eine Unterredung zwischen Blohmsen und einem unbekannten Geschäftsmann, bei der es um Menschenhandel geht. Valentin setzt sich auf die Spur...
17. Manche Rosen blühen spät im Jahr
28.03.1994
Valentin Gruber kommt zurück in die Heimat nach Miesbach. Aber auch dort erwartet ihn jede Menge Arbeit. In Miesbach treibt eine Jugendbande ihr Unwesen. Das einzige Indiz, das der Polizei weiterhelfen kann: Einer der Jugendlichen muß sich bei einem Autoaufbruch verletzt haben. Staatssekretär Maisinger bittet den Polizisten in Heimaturlaub, bei der Suche nach den jungen Ganoven zu helfen. Schließlich ist auch ein einflußreicher Unternehmer und persönlicher Freund von Maisinger überfallen und beraubt worden. Valentin muß für die Lösung des Falles gleich an mehreren Fronten kämpfen. Beim Gottesdienst kommt ihm die Erleuchtung...
18. Gefährliches Spiel
11.04.1994
Im heimischen Miesbach kommt Valentin Gruber nicht zur Ruhe. Die Jugendbande hat er zwar überführt, aber Dank der Intervention von Staatssekretär Maisinger kommt das Verfahren der Staatsanwaltschaft nicht in Gang. Und auch die Lokalpresse, die zuvor in großer Aufmachung über die Überfälle berichtet hatte, verliert plötzlich keine Zeile mehr über die jungen Ganoven. Zwei Mädchen aus der Gang treiben es sogar noch bunter. Im Verhör stehen die beiden plötzlich leicht bekleidet vor Polizeichef Haberl und Pater Tobias. Die jungen Lolitas behaupten: Die wollten uns verführen! Das Dorf ist in Aufruhr, die Gemeinde boykottiert den Gottesdienst. Und Haberl wird aufgefordert, sich mit dem Gedanken an einen vorzeitigen Ruhestand vertraut zu machen. Valentin verfolgt die beiden Mädchen zusammen mit seinem besten Freund Bernie Ziegler. Währenddessen muß sich Hanna, von Valentin und Oberpolizeirat Schnoor verlassen, allein auf Rügen beweisen. Sie versucht, die lebensgefährlichen Mutproben einer Gruppe von Jugendlichen zu stoppen. Sunny, ein Mitglied der Gruppe, gibt ihr einen wichtigen Tip...
19. Valentin schlägt zurück
18.04.1994
Der Kampf zwischen Valentin und dem Bauunternehmer und Immobilienspekulant Bode geht in die nächste Runde. Als Valentin aus Miesbach zurückkehrt, muß er erfahren, daß Bode schon mit den Bauarbeiten an dem Kinderheim begonnen hat, das eigentlich nicht angetastet werden sollte. Bode hat keine Baugenehmigung, aber Bürgermeister Knoop deckt ihn. Valentin stellt Knoop in dessen Büro zur Rede, in dem Bode gerade mit dem Bürgermeister unter "vier Augen" spricht. Bei einem Streit rutscht Valentin die Hand aus. Bode geht in der ersten Runde zu Boden und erstattet Anzeige. Ausgerechnet Hanna soll nun gegen ihren Kollegen ermitteln...
20. Aiblingers Erbe
25.04.1994
Wie zu erwarten, läßt Baulöwe Bode nicht locker. Das Grundstück im Mohnbachtal reizt ihn ungemein, noch mehr aber die Tatsache, daß das Land an Valentins ererbten Grund grenzt. Das Gelände wäre vorzüglich geeignet, um darauf einen Golfplatz, ein Hotel und noch ein paar Bungalows zu bauen. Bode skizziert, plant und begeistert Heidi für seine Ideen. Die bringt ihn in Miesbach mit den richtigen Leuten zusammen: Oberbürgermeister Karl Gruber, der hofft, aus seinem Erbteil noch richtig Geld zu machen, Dr. Brussmann, der Großvater Aiblinger als letzter behandelt hat und nun darauf spekuliert, Chefarzt des Krankenhauses zu werden. Er muß ja nur den alten Aiblinger-Bauern ein bißchen verwirrt erscheinen lassen. Und Notar Dr. Hild, der das Testament des alten Aiblinger beurkundet hat, sich von einer Anfechtung aber viele neue Vertragsabschlüsse für seine Kanzlei erhofft. Da Valentin auf Rügen ist und nach dem Dieb fahndet, der die gesamten Ersparnisse des Ehepaars Wettig geklaut hat, planen die Miesbacher unbekümmert. Daß Hanna die Ermittlungen auf der Insel übernommen hat, damit Valentin Gruber sich um die Vorgänge im Mohnbachtal kümmern kann, ahnt in Bayern niemand...
21. Der Kommandant
02.05.1994
Wenn schon die Agnes ihren Michael Gruber nicht vors Standesamt bekommt, dann doch wenigstens die Kathrin ihren Arnim Petersen. Aber wie, solange er sich in Miesbach nicht zuhause fühlt und dort keine richtige Aufgabe hat? Die beiden Frauen schmieden einen Plan und versuchen sofort, ihn mit weiblicher List durchzusetzen. Wollte Feuerwehrkommandant Boschert nicht ohnehin zurücktreten? Valentin kommt auch diesmal dienstlich nicht zur Ruhe. Zwei Jungen, Wolfgang und Felix machen ihm große Probleme. Die beiden sind so richtige Lausbuben. Auf Schule haben sie Null Bock. Da bauen sie doch liebe an ihrer Höhle in einem verlassenen Stollen weiter. Dort ist es allemal schöner als bei Oma Zensi, die immer an Hausaufgaben, Schule und Gottesdienst erinnert. Und sich noch darüber aufregt, dass ihr lieber Enkel zum Geburtstag ein Geschenk macht, dass deutlich über seine Verhältnisse geht. Der Junge wird doch nicht stehlen? Wolfgang reichts, er verschwindet heimlich. Erst am nächsten Morgen bemerkt Zensi dass Wolfgangs Bett unbenutzt ist. Sie wird unruhig und alarmiert von Gewissensbissen geplagt die Polizei. Valentin Gruber hört zufällig die Vermisstenmeldung mit. Für ihn ist eins klar: Der Junge muss so schnell wie möglich gefunden werden. Heimlich verfolgt er Felix, der auf direktem Weg zum Stollen geht. Als Valentin zu der Höhle kommt, stellt er das ganze Ausmaß der Tragödie fest. Der Eingang der alten Höhle ist verschüttet, aus den Trümmern dringen die kläglichen Schreie Wolfgangs. Valentin alarmiert sofort die Feuerwehr. Eine fieberhafte Rettungsaktion beginnt. Ständig brechen Teile des Stollens wieder ein. Arnim Petersen, der ebenfalls mit zum Rettungsteam gehört, beobachtet skeptisch den Einsatz seiner Miesbacher Kollegen.
22. Sag die Wahrheit
09.05.1994
In der Sassnitzer Polizeistation herrscht Hochbetrieb. Schon wieder ein Notruf - der dritte in dieser Woche. Und wieder ein Verkehrsunfall mit Totalschaden. Mascha Kressnick, Hanna und Konstantin Künath stöhnen wie aus einem Munde: Das kann doch nicht sein! Irgendetwas ist daran faul, denn am Steuer des Fahrzeuges saß wieder einmal nicht dessen Besitzer. Hanna hat da so eine Vermutung, und ihr Verdacht bestätigt sich auch, als sie am Unfallort ein Walkie-Talkie auf dem Beifahrersitz des Unfallopfers findet. Die machen das auf Bestellung, denkt sie. Sie spricht mit Schnoor darüber, der ihre Vermutung als Unsinn abtut. Wenn Valentin doch da wäre. Der hat in Miesbach jedoch alle Hände voll zu tun, denn auch dort geschehen seltsame Dinge. Der Apotheker Harry Hagen zeigt einen Einbruch an. Methadonampullen sind aus seinem Giftschrank verschwunden. Am selben Abend meldet Harrys Frau ihren Mann als vermisst. Hat die junge Frau etwas damit zu tun, die zusammen mit Hagen von Valentin und Bernie gesehen wurde? Das macht Valentin so neugierig, dass er seinen Heimaturlaub um zwei Tage verlängert. Polizeirat Schnoor ist stinksauer. Aber nicht nur deshalb. Ausgerechnet ihn erwischt es beim nächsten Crash. Da hat Hanna eine Idee. Sie überredet Bode, sich in der Autowerkstatt, in der auch Schnoors Wagen steht, zu erkundigen, wie man seinen Luxusschlitten kostengünstig wieder auf Vordermann bringen kann. Wenig später bekommt Bode Besuch von zwei jungen Männern...
23. Gemeinsamkeit macht stark
16.05.1994
Michael Gruber scheint endlich am Ziel seiner Träume. Im Gewächshaus brodelt und dampt die Destilliermaschine. Es kann nur noch kurze Zeit dauern, dann gibt es den ersten Tequila. Wie in Mexiko. Schade, dass Valentin das nicht erleben kann. Im Sassnitzer Hafen sitzen derweil die Mitarbeiter der Druckerei Mahler zur Krisensitzung zusammen. Ihr Chef ist auf und davon, die Konten sind leer, die Auftragsbücher auch. Dafür hat die von Bode aufgekaufte Druckerei Kossmann reichlich zu tun. Der plötzliche Niedergang der Druckerei Mahler macht Valentin stutzig. Und wenn dann die Buchhalterin noch eine so junge, attraktive Dame ist wie Ines Rösch, dann lässt sich ein gewissenhafter Polizeibeamter wie Valentin die Bücher gern erklären. Als Wibke, Donatius und der Pfarrer alle Unterlagen prüfen, ist das Ergebnis eindeutig. Der Ruin scheint geradezu zielbewusst angesteuert. Unterstützt von Valentin, dem Pfarrer, Domberger und Wibke nehmen die Mitarbeiter selber die Geschicke ihrer Firma in die Hand. Sie holen mit viel Phantasie die ersten Aufträge ein. Langsam geht es aufwärts. Bernie schwebt nur noch auf Wolken, seit er Miriam, die Sekretärin von Bürgermeister Knoop, kennt. Damit scheint er Valentin angesteckt zu haben. Oder ist es nur dienstliches Interesse, dass er sich auch nach Feierabend mit Ines Rösch trifft? Da wird in die Druckerei Mahler nachts eingebrochen. Valentin Gruber und Ines beobachten den Einbrecher. Knoll, ihr ehemaliger Kollege, ist gerade dabei, die Druckmaschinen funktionsuntüchtig zu machen. Steckt Knolls neuer Arbeitsgeber Bode dahinter?
24. Der Bilderdieb
30.05.1994
Arnim Petersen kommt mit stolzgeschwellter Brust auf den Aiblinger Hof. Er hat es geschafft. Als erster Norddeutscher wird er Feuerwehrkommandant von Miesbach. Nun steht einer Hochzeit mit Kathrin nichts mehr im Wege. Auch Karl Gruber wandert auf Freiersfüßen. Er hat sich das Angebot seines Cousins Valentin, aus dem Aiblinger Hof einen Ferienhof zu machen, noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Mit Bernie macht er sich auf den Weg nach Rügen, um seine Pläne mit Heidi zu besprechen. Bernie freut sich auf ein Wiedersehen mit Miriam. Ob sie ihn noch mag? Valentin ist gestresst. Kunstdiebe scheinen aus Rüganer Villen gezielt ganz bestimmte Bilder zu stehlen. Und immer wieder kommt die Polizei zu spät. Und dann auch noch der Stress mit Hanna. Er liebt sie ja immer noch, doch er weiß nicht: Wie sag ich's ihr. Und auch Hanna kommt von Valentin nicht los. So konzentrieren sie sich ganz auf die Jagd nach den Kunstdieben, um ihren Gefühlen aus dem Weg zu gehen. Bei einer Befragung der größten Galeristen der Insel lockt Galerist Hofstett sie auf eine falsche Fährte. Daraufhin beginnt eine weitreichende Observierung aller infrage kommende Häuser. Doch plötzlich bekommt Hanna von Donatius Domberger einen überraschenden Tip. Die Diebe haben es offensichtlich nur auf sakrale Kunstgegenstände abgesehen. Nach einer abenteuerlichen Verfolgungsjagd verhaften Hanna und Valentin einen guten Bekannten.

Staffel 4
25. Zwei gegen die Mafia
23.01.1995
Schnee, Ski, Schmuserei: Für Valentin und Hanna sind die Winterferien auf der Aiblinger Alm der zweite Liebesfrühling. Plötzlich scheinen alle Missverständnisse endgültig Vergangenheit, die beiden sind wieder wie frisch verliebt. Doch die weiße Idylle bekommt dunkle Flecken: Während die Verliebten auf schnellen Brettern ins Glück rauschen, kämpft das Mädchen Maria um ihre Freiheit. Sie konnten einem brutalen Ring von Mädchenhändlern entkommen, die sie mit großen Versprechungen aus ihrer Heimat Bosnien ins reiche, sichere Deutschland gelockt haben. Nun sitzt sie, mit einer Gruppe von Leidensgefährtinnen, eingesperrt in einem verlassenen Sägewerk, wo sie mit Gewalt mürbe gemacht werden. Das Ziel: Die Mädchen, alle jung und hübsch, sollen in Bordells verkauft werden. Doch Maria kann entkommen. Sie flieht, in dünnem Kleid und leichten Schuhen kopflos in den verschneiten Wald. Keitel und Draganovicz, zwei ihrer Peiniger, sind dem völlig entkräfteten Mädchen hart auf den Fersen, als Valentin, Bernie und Hanna die Szene entdecken. Sie retten das Mädchen, die beiden Halunken verschwinden spurlos. Da das Mädchen der gesamten Organisation gefährlich werden kann, gehen Keitel und Draganovicz das Risiko ein und versuchen, sie vom Aiblinger Hof zu entführen. Kathrin verhindert das beherzt: Sie schlägt Draganovicz mit einem Holzscheit nieder - und die Ganoven in die Flucht. Während der Jeep schlingernd vom Hof rauscht, kann sich Hanna einen Teil der Autonummer merken. Endlich ein Anhaltspunkt. Und noch einer freut sich: Bernie Ziegler, der jetzt mit seinem "Radio vom Berg" (RvB) auf Sendung gegangen ist, bekommt die erste, brandheiße Story direkt vor die gläserne Studiotür gelegt. Da macht es fast nichts, dass ihm sein geschätzter Verleger und 98-Prozent-Teilhaber, Konz, auch gleich noch die neue Mitarbeiterin dazu "legt": Gaby Müllerschön. Sie ist sehr angetan vom Valentin Gruber und steckt ihre hübsche Nase samt klugem Köpfchen und schnellem Mundwerk ins "RvB" - Bernie akzeptiert's zähneknirschend. In der Zwischenzeit gehen Valentin und Hanna ihrer (zweitgrößten) Leidenschaft nach: Sie ermitteln - trotz Urlaub und auf offizielle Bitte von oben. Meldung Nummer 1: Die beiden entdecken ein Schlupfloch der Bande, die jugoslawische Kneipe von Goran. Meldung Nummer 2: Der etwas zu ungeduldige Valentin bekommt eins über den Schädel und wird von seiner Liebsten bewusstlos gefunden. Erfolgsmeldung Nummer 3: Hanna rettet angekokelte Papiere, Ausweise, Karten und Unterlagen, die Goran und Draganovicz hastig verbrennen wollten. Später, im Polizeilabor, werden diese Papiere einen Hinweis auf das mögliche Versteck der Mädchenhändler geben. Tatsächlich ist Keitel gerade in dem verlassenen Sägewerk, wo er die verängstigten Frauen einem Zuhälter aus München, Fechner, vorführt. Fechner betatscht die Frauen wie Ware, hindert Keitel allerdings seltsamerweise an weiteren Brutalitäten. In der Zwischenzeit nähert sich Bernies Wagen, in dem auch Hanna, Valentin und Maria sitzen, dem einsamen Hof. Sie lotsen ein starkes Mobiles Einsatzkommando der Polizei durch die idyllische Landschaft, deren Ruhe allerdings in den nächsten Minuten massiv gestört wird: Bernie, der rasende Radioreporter ist live auf Sendung, als Valentin und Hanna endgültig wieder im Dienst sind. Sie bringen Goran, Draganovicz und Keitel zur Strecke, noch ehe das MEK mit schrillen Sirenen auf den Hof fährt. Maria schließt weinend ihre Leidensgenossinnen in die Arme. Der erfolgreiche Tag endet mit einem bedrohlichen Telefonanruf: Eine unbekannte Stimme warnt Valentin vor Vergeltungsaktionen. Hanna wird es kalt...
26. Ein übermächtiger Gegner
30.01.1995
Die letzten Tage auf dem Berg. Hanna und Valentin sind glücklich und endlich sicher, dass sie für den Rest ihres Lebens als Mann und Frau zusammenbleiben wollen: Bis dass der Tod Euch scheidet... Dabei ahnen sie nicht, wie nahe ihnen das Unheil bereits gekommen ist. Einem Anschlag von Fechner entkommen die beiden scheinbar durch pures Glück, doch die Balkan-Mafia gibt nicht auf. "Der Boß" will Ruhe vor diesen lästigen Polizisten, die ihm mit der Zerschlagung des Mädchenhandels schon einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Auch in das Projekt Aiblinger Ferienhof kommt wieder Unruhe: Bei Bürgermeister Karl Gruber taucht ein potenter Finanzier auf, Geldermann, weltmännisch, elegant und undurchdringlich. Er heizt Karls Begehrlichkeiten auf das Feriencenter wieder an. Geld sei kein Problem... Probleme gibt's derweil auf dem Aiblinger Hof. Fechners Anschlag hat aus Versehen den Staatssekretär Maisinger erwischt - der Skandal ist (zumindest aus dessen Sicht) perfekt. Immerhin führt das dazu, dass sich nun das Landeskriminalamt in die Sache einschalten soll. Was keiner zu dieser Zeit ahnt: Fechner, der scheinbar "glücklose" Attentäter, ist ein Undercover-Agent des LKA, der sich bei der Balkan-Mafia eingeschlichen hat. Doch Geldermann - er ist der Kopf der Bande - hat Verdacht geschöpft und ihm einen Spitzel an die Fersen geheftet. Dieser bekommt mit, wie Fechner einen Waffentransport nicht, wie befohlen, in Richtung Bosnien lenkt, sondern direkt in den Schuppen des Aiblinger Hofes. Dort enttarnt sich Fechner gegenüber Valentin und Hanna, klärt sie über die verzweigten Aktivitäten des Verbrecher-Ringes auf - Prostitution, Falschgeld, Rauschgift, Schutzgelderpressung, Waffenhandel - und bittet um Hilfe. Valentin merkt, dass die Geschichte ungewöhnlich gefährlich zu werden droht: Hier hat er es mit einem skrupellosen Gegner zu tun, der zu allem bereit ist. Deshalb rät er Hanna, gemeinsam mit Bernie zurück nach Rügen zu fahren - er selber ist vom LKA für diesen Einsatz zwangsverpflichtet worden. Doch Hanna besteht darauf: Sie will mit Valentin zusammenbleiben. Gegen seinen Willen bleibt sie auch bei ihrem Geliebten, als der den verdächtigen Geldermann aufsuchen will. "Abwarten bis die Kollegen kommen" heißt der Einsatzbefehl für Valentin, doch als der Kopf der Bande fliehen will, reißt sich Hanna von ihm los. Sie hat keine Chance, als Geldermanns Wagen direkt auf sie zuhält...
27. Unter falschem Verdacht
06.02.1995
Schlimmer ging's ihm noch nie: Hanna ist tot, seine Zukunft, seine Liebe, sein Lebensmut sind gestorben. Und Wibke, die er fast wie seine Mutter geliebt hat, schließt ihn von der Beerdigung aus. Sie macht Valentin für den Tod ihrer Nichte verantwortlich. Valentin ist ganz unten. Aber trotzdem: Dienst ist Dienst, und den hat er nun mal auf Rügen zu versehen. Die Rückkehr ist nicht leicht für den Valentin Gruber, der gewöhnt ist, dass ihn jeder einen Pfundskerl nennt. Er prallt auf eine Mauer von Schweigen und Ablehnung, die die Rüganer vor ihm aufbauen. Doch da gibt es Bernie. Bernie ist nicht nur Valentins bester Freund, er hat manchmal auch einen besonders klaren Menschenverstand. Und diesmal sagt ihm der : "Falsche Urteile basieren in der Regel auf mangelnder Information". Aber was nützt das wenn der eine zu stolz ist, seine Wahrheit aufzudrängen, und die anderen nichts wissen wollen? Genauer wissen will dagegen Arthur Knoll einiges. Zum Beispiel, ob seine Ehefrau Jutta tatsächlich ein Vermögen geerbt hat. Nach seinem Knastaufenthalt könnte er das Geld gut gebrauchen. Als er ihre Schreibtischschublade knackt und Wertpapiere samt Scheckkarte und Sparbüchern findet, wächst seine Anhänglichkeit an Jutta beträchtlich. Doch Jutta Knoll ist misstrauisch geworden und vertraut sich Erika Hagenow an, die ja bekanntlich die allerbesten Drähte zur Polizei hat. In Valentin erwacht wieder der Polizist. Er sieht sich bei Jutta Knoll um und entdeckt das zerkratzte Schreibtischschloss und im Papierkorb ein Stück zerknülltes Papier. Kein Zweifel, Knoll will sich eine Vollmacht für das Vermögen seine Frau erschleichen. Der kleine Ganove ist gerade dabei, seine Urkunde beim Fälscher in Stralsund abzuholen, als Valentin Gruber in der Tür erscheint. Er krümmt allerdings keinen Finger, um den türmenden Hagenow zu stellen: "Seine Frau ist's lieber, der verschwindet in Südamerika als hier in Stralsund im Knast, wo sie ihn zweimal die Woche besuchen muss." Ein "komischer Polizist" ist er halt, der Gruber, doch dass er ein guter ist, zweifelt noch nicht einmal mehr Polizeioberrat Schnoor, demnächst stellvertretender Landespolizeichef in Schwerin, an. Von dieser Seite - von der er es am wenigsten erwartet hätte - bekommt Valentin die faire Behandlung, die ihm Wibke nach wie vor versagt. Sie will im Gegenteil in Miesbach nach Beweisen für ihre Anschuldigungen gegen Valentin suchen. Was sie findet schmerzt und erleichtert sie zugleich. Und endlich können Valentin und Wibke gemeinsam um Hanna trauern...
28. Blinde Rache
13.02.1995
"Er wird halt so gar nicht damit fertig." Und Valentin kann auch verstehen, dass sein Schulfreund Sepp Bichler nicht über den Unfall seiner Tochter hinwegkommen kann. Die Fünfjährige starb, nachdem sie von einem rücksichtslosen Raser überfahren worden war. Bachmann, der Unglücksfahrer, wurde für die Tat nur milde bestraft - zu mild, meint Sepp Bichler. Er sinnt auf Rache. Seine Frau Cordula beobachtet ihren Mann und macht sich große Sorgen. Ihr fällt nur einer ein, der den Rasenden wieder zur Vernunft bringen könnte: Sie schreibt an Valentin. Und auch Michael Gruber, der den Sepp bei einem Beinahe-Mordanschlag auf Bochmann beobachtet, wendet sich an seinen Sohn auf Rügen. Und Valentin kommt prompt. Zusammen mit seinem inzwischen beinahe zum Traditionsfeind avancierten Gegenüber Bode macht er sich auf den 1000 Kilometer langen Weg nach Miesbach. Sie treffen genau rechtzeitig ein um zu erleben, wie Bochmann, dessen Bremsen von Sepp manipuliert wurden, um Haaresbreite einen schweren Unfall baut. Als Valentin dann allerdings seinem alten Freund gegenübersteht, will's nicht so recht was werden mit dem Appell an die Vernunft: Zu gut kann er verstehen, dass sich der Sepp nicht mit dem Tod seiner kleinen Tochter und dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit abfinden kann... Auch Christian Bode kann sich nicht damit abfinden, dass ihn Heidi für Karl Gruber verlassen hat. Erstaunlich, was sich Bode einfallen lässt, um Heidi zurückzuerobern. Und erstaunlich überhaupt, dass der mit allen Wassern gewaschene Geschäftsmann so viel Gefühl zeigen kann... Doch nichts geht mit Gewalt. Das muss der erfolgsgewohnte Bode lernen und das muss auch der verzweifelte Vater einsehen. In einem atemberaubenden Wettlauf mit der Zeit schafft es Valentin, seinen Freund Sepp, der sich inzwischen illegal ein Gewehr besorgt hat, am tödlichen Anschlag auf Bochmann zu hindern. Es ist ein heilsamer Schock, der Sepp endlich auf den Kopf wieder frei macht für die Realität. Er muss versuchen, weiterzuleben und leben zu lassen - auch nach einem schmerzlichen Tod.
29. Die ungleichen Brüder
20.02.1995
Die Miesbacher Jäger sind erstaunt: Der Jagdbesitzer selber, Freiherr Wilhelm von Stromberg höchstpersönlich, beehrt die traditionelle Treibjagd mit seiner Gegenwart. In den Jahren vorher hatte der geachtete, aber auch durchaus gefürchtet Gutsherr stets seine Söhne geschickt. Doch Falco und Niclas, Rechtsanwalt der eine Künstler der andere, "funktionieren nicht mehr auf Zuruf", meint Bürgermeister Karl Gruber. Er kennt die beiden aus der Schulzeit, genau wie Valentin, der sich denn auch freut, als ihm Falco zum Ende der Jagd zufällig über den Weg läuft. Valentin will hier eigentlich nur seinen jagdbegeisterten Ex-Chef, Kriminaloberrat Staudinger, treffen, der auf eine Antwort drängt: Kommt der Gruber nun wieder zurück zu seinen bayrischen Ganoven, oder hält's ihn weiter droben auf Rügen? Die Antwort muss warten. Während Falco, Valentin und Bernie das Abblasen der Strecke beobachten, bricht drüben im Kreis der Jäger ein Mann zusammen: Wilhelm von Stromberg, lebensgefährlich angeschossen. Die Situation schein eindeutig, es war eine verirrte Kugel, ein klassischer, tragischer Jagdunfall. Während von Stromberg zwischen Leben und Tod schwebt, machen sich Staudinger und Valentin routinemäßig an die ersten Ermittlungen. Alle Jagdgewehre werden eingesammelt, die Spurensicherung kommt an den Tatort, die Zeugen werden befragt. Seltsamerweise sagen diese übereinstimmend aus, dass in der Richtung, aus der der Schuss kam, gar kein Jäger mehr stand. Doch Valentin kümmert sich auch um Falco, der zwar eigentlich kein sonderlich gutes Verhältnis zu seinem Vater hatte, nun aber - im Angesicht des Todes - doch zutiefst geschockt wirkt. Mehr noch als sein jüngerer Stiefbruder Niklas, der bunte Vogel der Familie. Er hat die schlimme Nachricht bereits von Podlisch erfahren, dem langjährigen Fahrer und Gärtner des Barons. Podlisch werkelt noch in den Garagen herum, obwohl ihm vor einigen Tagen fristlos gekündigt worden ist ("Podlisch hatte getrunken, und das duldet der Baron nicht", erzählt man sich in Miesbach.) Falco bleibt mit Podlisch zurück, als Niclas sofort in die Klinik zu seinem Vater rast und dort einiges erfährt... Am schwersten scheint der Unfall Agnes zu treffen. Michael Gruber fällt aus allen Wolken, als er merkt, dass seine Agnes vor einigen Jahren ein sehr enges Verhältnis zu Wilhelm von Stromberg hatte - und dass sie ganz augenscheinlich noch immer sehr an ihm hängt. Agnes eil auch sofort an das Krankenbett, doch sie kommt nur noch rechtzeitig, um von Stromberg sterben zu sehen. Die Ermittlungen sind inzwischen weitergegangen und Staudinger und Valentin sind sicher: Das war kein Unfall, das war Mord... und zwar ein ganz geschickter, denn die tödliche Gewehrkugel steckte in einem größeren Geschossmantel und konnte dadurch keiner Waffe zugeordnet werden. Doch wer hat einen Nutzen vom Tod des Barons? Falco von Stromberg jedenfalls nicht. Bei der Testamentseröffnung muss er erfahren, dass sein Vater wenige Wochen vorher seinen Bruder Niclas als Haupterben eingesetzt hat, für Falco bleibt nur der Pflichtteil. Ganz offensichtlich hatte der Baron etwas von Falcos kriminellen Finanzgeschäften erfahren... Doch es ist Kurt Podlisch, der Valentin auf die richtige Spur bringt. Gruber trifft den gefeuerten Fahrer vor der Kirche, als der sie tief in Gedanken versunken verlässt, und merkt später erstaunt, wie schwer Pater Tobias diesmal an einem Beichtgeheimnis zu tragen hat. Auch Falco merkt, dass die Situation brenzlig wird. Podlisch will flüchten und verlangst das Geld, das ihm Falco für den Mord an von Stromberg versprochen hat. Doch der Erbe ist ja nun nicht Falco sondern Niclas - es sei denn, dem Bruder würde auch etwas zustoßen...
30. Aschenputtel und der gute Vetter
27.02.1995
Valentin Gruber nimmt mal wieder Abschied von seinem heimatlichen Miesbach und fährt gen Rügen - vielleicht zum letzten Mal? In Miesbach hoffte man schon auf seine endgültige Rückkehr, und die Rüganer machen's ihm diesmal auch besonders schwer. Ausgerechnet Bauer Hollberg, unangenehmer Querulant und Holzkopf, beobachtet, wie eine Gruppe von ärmlich gekleideten Menschen an einem einsamen Strandabschnitt ausgesetzt wird. Es sind allem Anschein nach Freunde, die illegal eingewandert sind. Hollberg macht sich sofort auf, die Obrigkeit zu informieren. Da er auf die Polizeiwache zunächst nur Polizistinnen antrifft - Hollberg hat's nicht mit Frauen im Amt - geht er direkt zu Bürgermeister Knoop. Er ist alarmiert... Boris und Erika schwanken zwischen Schreck und Freue: Die illegal Eingereisten sind Russen und Verwandte von Boris, denen man vorgegaukelt hat, in Deutschland gebe es Arbeit und Aufenthalt - man muss nur erst mal dort sein. So haben sie ihr gesamtes Hab und Gut versilbert und sich teuren Schleppern in die Hand gegeben. Hier stehen sie nun, mit Kindern, Koffern und dem Kopf voller Träume. Valentin kommt gerade dazu, als Boris seine Leute in der Soljanka-Bude am Strand verstecken will. Er weiß: Die Russen haben keine Chance, und er macht auch unmissverständlich klar, dass das Gesetz eindeutig und er, Valentin, immerhin ein überzeugter Hüter desselben ist. Doch weil der Valentin ein weiches Herz hat, lässt er den erschöpften Männern, Frauen und Kindern eine Atempause... Und macht sich zunächst mal in eigener Sache auf Wohnungssuche. Bei Susanne Wittgenstein, einer eigenbrödlerischen Insulanerin, die jeder nur in Gummistiefeln und nachlässig unter Kopftuch gekämmten Haaren kennt, soll ein kleines Gartenhaus leer stehen. Valentin hat Interesse an dem Haus, zwei anderen Herren aber noch stärkeres an der Hausherrin: Suse Wittgensteins verborgene Reize sind nämlich ein riesengroßes Baugrundstück direkt an Rügens schönster Küste - da übersehen Bürgermeister Knoop und Immobilienhai Christian Bode ansonsten so einiges... Nämlich das Entscheidende: Susanne Wittgenstein versteckt unter Klamotten und Kopftuch eine überaus attraktive Frau. Als das den beiden klar wird, hat die schlaue Suse die eigennützigen Bewerber durchschaut. Getreu dem Motto: "Vor den Preis haben die Götter den Schweiß gesetzt" spielt sie Bode und Knoop geschickt und unbeschreiblich weiblich gegeneinander aus. Währenddessen lässt Bürgermeister Knoop die verschreckten Männer und Frauen mit ihren Kindern ins Feuerwehrhaus abführen. Dort werden sie von einigen Unbelehrbaren um Hollberg nicht nur tagsüber mit Sprechchören beschimpft, sondern auch von jugendlichen Radikalen in der Nacht mit Molotow-Cocktails attackiert. Valentin kann einen Brand gerade noch verhindern und sogar die Wogen auf beiden Seiten glätten. Am Ende bleiben einige ziemlich beschämte Rüganer zurück, als die Russen, mit vielen Geschenken und einer (Entschuldigungs-)Spende im Gepäck, sich wieder in Richtung Heimat einschiffen...
31. Die glorreichen Sieben
06.03.1995
Hansen, Besitzer mehrer Supermärkte auf Rügen, ist schwer verunsichert: In seine Läden wird eingebrochen, fast täglich, und keine Spur von den Tätern. "Das müssen Profis sein", meint er, doch Valentin Gruber hat da seine Zweifel... Über diese Nachforschungen hat der Polizist völlig vergessen, dass ihm Besuch ins Haus steht: Mike, sein alter Motorradfreund aus Berlin, kommt mit sechs Kumpeln auf die Insel - alle leidenschaftliche Biker und schwer motorisiert. Wie schwer, davon können die Rüganer bald ein Lied singen! "Die glorreichen Sieben", martialisch aussehende Rocker in Lederkluft, donnern über die Insel, bevölkern einsame Küstenstraßen und mischen ruhige Strandpromenaden auf - Motorradfahren ist eben ein Genuss... ...und eigentlich ganz harmlos, ebenso wie die wilden Gesellen selbst. Doch da hat diesmal Valentins Kollege Künath seine Zweifel. Für ihn sind die Berliner Rocker sofort verdächtig: Waren bei der Einbruchsserie nicht auch Motorräder im Spiel? Während Valentin verzweifelt versucht, seine Gäste im ansonsten so touristenfreundlichen Rügen unterzubringen, ermittelt Künath eifrig. Seine Suche nach Indizien gegen die Rocker bleibt allerdings genauso ergebnislos wie Valentins Suche nach Betten. Der Pfarrer erbarmt sich schließlich und lädt die Bande zu sich ein - ein himmlisches Quartier mit überirdisch gutem Frühstück, wie Mike und Kumpane dankbar feststellen. Valentin ist schließlich auch fündig geworden - Sunnys Mutter gibt ihm einen Tipp. Die Frau ist besorgt, weil ihr junge ständig mit Steffen und Ricky herumhängt. Und der Ricky ist in letzter Zeit völlig aus der Bahn geraten, keine Lehrstelle und nun hat seine Mutter auch noch ihren Job in Hansens Supermarkt verloren... "Die glorreichen Sieben" aus Berlin und eine Harley Davidson aus Miesbach donnern über die Insel Rügen: Valentin hat seine Biker-Kollegen kurzerhand zu "Hilfssheriffs" ernannt. Jeder Supermarkt wird beobachtet und tatsächlich, Ricky und Steffen versuchen es noch einmal. Nach einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd stehen die beiden schließlich in Handschellen auf dem Revier. Doch keiner hat Augen für die kleinen Einbrecher, es herrscht eine Riesenaufregung: Ein Schulbus-Unglück, 17 Kinder sind schwer verletzt, das Krankenhaus schlägt Alarm, es fehlt an Blut! Und dann donnern wieder schwere Motorräder über die ruhigen Rüganer Straßen, drauf sitzen wilde Gesellen in martialischer Lederkluft - allesamt erstklassige Blutspender, aidsgetestet und jederzeit bereit zu helfen...
32. Schiffe versenken
13.03.1995
Sunny hat "Schiet in de Büx", seitdem seine beiden Freunde bei Ladendiebstählen auf der Insel ertappt wurden. Bei der Geschichte hat er auch mitgemacht - zwar nur als Schmieresteher, aber immerhin. Und wenn auch das Angebot von Donatius Domberger, der ihn als Fotografenlehrling einstellen will, verlockend ist - Sunny hat sich entschieden: Er hat ab, über alle Berge, oder, weil wir ja hier auf Rügen sind: über alle Meere. Der Junge krieg also ganz große Ohren, als er Hein Lück sein Seemannsgarn spinnen hört. Klar, alles kann man dem Matrosen nicht glauben, aber die Geschichte mit dem blinden Passagier und dem Versteck unterm Kabelgatt hört sich doch ganz vernünftig an. Sunny lässt sich von Hein Lück über die "Klara Boldt" führen und schaut sich ganz genau um. Das Schiff sticht demnächst in See. Auch Dr. Peter Kiefer wünscht sich wohl manchmal, über alle Meere abhauen zu können, denn wenn einen die Gläubiger schon nicht mal im Urlaub in Ruhe lassen, wird die Situation tatsächlich brenzlig. Wibke Gernrich lauscht ganz undamenhaft, als ihr Gast mal wieder eines dieser lästigen Telefongespräche führt. Und sie macht sich Sorgen, denn auch bei ihr hat der Dr. Kiefer den Champagner flaschenweise auf der Rechnung. Wenn sie sich wenigstens mit Donatius aussprechen könnte, aber der hat die Nase voll von Wibkes expansiven Unternehmertum. Ab und zu im "Störtebeker" aushelfen, aus Freundschaft und weil's ja auch Spaß macht - das ist die eine Sache. Doch Tag für Tag bis spät in die Nacht als Schankbursche herumgejagt zu werden - das ist die anderen. Und dazu hat Donatius nun endgültig keine Lust mehr. Wibke ist empört, Donatius lässt sie im Stich: Das ist das Ende ihrer Freundschaft! Und Valentin? Auch auf die Polizei ist kein Verlass mehr. Lässt der den windigen Kiefer doch seelenruhig mit seiner Yacht auslaufen... Wibke kann ja nicht ahnen, wie schnell die Kiefers wieder vor ihrer Tür stehen werden. Noch ehe die schnittige Yacht Tiefwasser erreicht hat, hört man an Land einen gewaltigen Knall, Sekunden später ist das Schiff gesunken. Valentin und Sunny, der sich im Hafen herumgetrieben hat, fahren mit dem Seenotkreuzer hinaus und beobachten, wie das schiffbrüchige Ehepaar Kiefer aus dem Wasser gefischt wird. Die beiden stehen offensichtlich unter Schock, der sich allerdings seltsam verstärkt, als klar wird, dass ihr Schiff nur knapp 10 Meter tief liegt und rasch gehoben werden kann - um die Unglücksursache zu ermitteln... Auch Sunny ist geschockt als er feststellt, dass ihm die "Klara Boldt" vor der Nase weggefahren ist. Doch eine Chance gibt es noch: Hatte nicht Hein Lück etwas von der Fähre nach Danzig erzählt und dass die "Klara" dort einige Tage festmachen würde? Valentin und einige Kollegen stehen in Donatius Dombergers Labor und schauen gespannt zu, wie die Unterwasserfotos von Kiefers Yacht langsam das Geheimnis der Explosion preisgeben: Eine Detonation hat wohl stattgefunden, aber von außen. Kiefer selbst hat da manipuliert. "Schiffe hoch versichern und tief versenken" heißt das Spiel. Gar nicht nach Spielen zumute ist Sunnys Mutter, die die Flucht ihres Jungen entdeckt hat. Zusammen mit Valentin erreicht sie gerade noch die Fähre nach Danzig, auf der sich der Flüchtling versteckt hat. Pech, dass er dabei ausgerechnet an einen Lastwagen geraten muss, auf dem elektrische Geräte nach Polen geschmuggelt werden sollen. Die Fahrer entdecken den Jungen - und sie kennen kein Pardon!
33. Hunde, die beißen...
20.03.1995
Wieder einmal sattelt Valentin seine Harley Davidson und fährt Richtung Heimat, diesmal zum Polizei-Lehrgang. Auf dem Sozius hat er wertvolle Fracht: Miriam, Bernies Liebste, die den (schwerge)wichtigsten Reporter vom Scliersee nun bald heiraten will. Bernie hat allerdings zur Zeit ganz andere Dinge im Kopf: Unternehmer Horlacher fühlt sich von Bernies Radiosender übel verleumdet. Dabei hat Bernie nur zwei Kinder erzählen lassen, was ihnen gerade auf dem Schulweg passiert ist: Xaver und Franzi, Nachbarskinder von Horlacher, gehen jeden Morgen zitternd vor Angst an dessen Grundstück vorbei. Denn dort wacht "Bully", Horlachers scharfer Hund, der schon etliche Leute angefallen und gebissen hat. Bisher konnte noch alle Geschädigten mit Geld (und Druck) zum Schweigen gebracht werden. An diesem Morgen beobachten die Kinder, wie der Dobermann einen kleinen streunenden Hund, den Moritz vom alten Riehtmüller, erwischt. Sie suchen den kleinen Streuner und finden ihn - ein blutverschmiertes Bündel - offensichtlich tot im Wald liegen. Und weil die beiden Kinder gerade Projektwoche haben und ausgerechnet ein Besuch im gläsernen Studio bei Bernie ansteht - geht die Geschichte frisch über den Äther. Nun schäumt Horlacher. Bürgermeister Karl Gruber, Verleger Konz und Staatssekretär Maisinger schreiten ein, denn man kann doch nicht einfach Herrn Horlacher so infam verdächtigen - Bernie steht unter Druck. Beinahe hätte der Bauunternehmer die Sache mal wieder auf seine Weise erledigen und so unter den Teppich kehren können - wenn da nicht Valentin und dessen "damischer" Gerechtigkeitssinn wäre. Der lässt nicht locker, als er merkt, dass der Hund tatsächlich eine scharfe Waffe und vor allem für Kinder eine echte Gefahr ist. Wie gefährlich, das beweist sich, als Xaver und Franzi von dem Hund angefallen werden. Nur ein beherzter Tritt des Jungen verhindert, dass der Dobermann seine kleine Schwester anfällt, dafür verbeißt sich das Tier in Xavers Bein. Valentin kommt gerade noch rechtzeitig, um das Schlimmste zu verhüten. Horlacher allerdings verharmlost die Sache auch jetzt noch und findet willige Unterstützung bei Bürgermeister Karl Gruber und Valentins Miesbacher Polizeikollegen. "So schlimm wird der Hund wohl nicht sein und wenn der Horlacher sagt, er hätte seinen Bully voll im Griff, dann stimmt es auch!" Da bleibt nur noch eins: Wer nicht hören will, muss fühlen - was auch und besonders für die empfindlichen Steller jedweder Obrigkeit gilt...
34. Der Berg ruft
27.03.1995
Sonnyboy "Wasi" bei der Polizei! Das kann doch nicht wahr sein! Ist es auch nicht: Markus Wasmeier, seit seinem Rückzug aus dem aktiven Skirennsport immer wieder für eine Überraschung gut und einem Ausflug in andere berufliche Gefilde nicht abgeneigt, holt Valentin lediglich vom Übungsschießplatz ab. Die beiden haben sich so richtig über das Wiedersehen gefreut und gleich beschlossen, mal wieder zünftig miteinander in den Berg zu gehen. Auch andernorts wird der "Einstieg" vorbereitet. Da wäre zum Beispiel Dr. Maisinger, der an dem geplanten Kur-Zentrum der Kursana AG nicht nur als Eröffnungs-Festredner beteiligt sein will. 100.000 Mark steckt er in das renditeträchtige Unternehmen des Herrn Bode - die Scheine im schwarzen Köfferchen schiebt er allerdings auffällig unauffällig über den Banktresen... Der Herr Staatssekretär Dr. Maisinger - immer für eine Mauschelei gut - hat sich aber diesmal allem Anschein nach entschieden zu weit vorgewagt. Das bekommen Valentin Gruber und Bernie Ziegler, der rasende Reporter vom Berg, ganz zufällig mit. Sie beobachten ein augenscheinlich konspiratives Treffen von Maisinger und Bode, zu dem dann auch noch der große Bauunternehmer Schlierer stößt. Bernie und Valentin können sich bald zusammenreimen, warum der Maisinger in den letzten Tagen so zerquält wirkt: Sein "Freund" Schlierer hat ihm die 100.000 Mark zum Einstieg in die Kursana vorgeschossen - aber natürlich mit Hintergedanken. Der Bauunternehmer erwartet selbstverständlich den Auftrag zum Bau der großen Kuranlage. Doch Bode lässt seinen "Investor" Maisinger kühl abfahren, die Aufträge seien bereits vergeben. Basta. Nun ist der Herr Staatssekretär in schweren Nöten: Schlierer fordert gnadenlos einen "angemessenen Gegenwert" für seinen Kredit, andernfalls wäre die Öffentlichkeit wohl sehr interessiert zu erfahren, wie der Herr Dr. Maisinger in all den Jahren vom Schlierer profitiert hat... Doch: "Wo sammer dann? - In Bayern"! Und da hat auch einer wie der Schlierer genug Dreck am Stecken - was ihm der Valentin Gruber grinsend zeigt. Maisinger wird noch einmal vor dem endgültigen Absturz bewahrt. Inzwischen hängt auf dem Aiblinger Hof der Haussegen schief: Kathrin hat - ohne zu fragen - alle Gästezimmer im Haus vergeben. Neben Markus Wasmeier und den überraschend eingetroffenen Rüganern Donatius Domberger und Konstantin Künath haben sich auch die zwei Töchter des Maklers Bode eingenistet. Dabei ist ersten die Renovierung des "Ferienhofs Aiblinger Höhe" noch nicht abgeschlossen und zweitens meint die Agnes als "Frau" von Michael Gruber, sie habe hier doch nun auch ein Wort mitzureden! Der Krach zwischen den beiden Frauen belastet Kathrin schwer, zumal sie sich durch all die Veränderungen der letzten Zeit und durch die stille Unzufriedenheit ihres Sven mehr und mehr "unheimisch" auf der Alm fühlt. Da kommt die Abordnung aus Rügen gerade recht, die den Sven Petersen zur Kandidatur als Bürgermeister überreden will. Und Kathrin, die doch nie "an des graue Meer" wollte, rät ihm plötzlich zu... Christian Bode will mit seinen hübschen Töchtern Janine und Lisa eine schwierige Bergtour unternehmen. Alle warnen ihn, doch der stolze Vater schlägt alle Warnungen in den immer stärker werdenden Wind. Er muss sich und den beiden offensichtlich eine Menge beweisen... Wenn da Valentin und "Wasi" nicht gewesen wären, die auch gerade heute in die Wand gestiegen sind, hätte dieser "Beweis" ein tragisches Ende genommen...
35. A bissel was geht alleweil
03.04.1995
Wie sagt doch der Valentin Gruber immer so schon: A bissel was geht alleweil? Für Kurt Potlesch geht gar nix mehr! Der Mann, zu 10 Jahren Haft verurteilt für den Mord an Wilhelm von Stromberg, sieht keinen Ausweg mehr. Seine angebetete Frau hat ihn verlassen, und jetzt muss er auch noch miterleben, wie Falco von Stromberg, der ihn damals zu dem Mord angestiftet hat, aus dem Gefängnis entlassen wird. Er versucht, sich umzubringen - und macht endlich auf sich aufmerksam. Valentin, er hat gerade die Prüfung für den höheren Polizeidienst absolviert und wartet nun doch ein bisschen nervös auf das Ergebnis, nutzt seine freie Zeit und besucht Potlesch auf der Krankenstation. Hier erfährt er, dass Potlesch seit langen Jahren an schweren Depressionen leidet, immer nur notdürftig und oberflächlich behandelt wurde, mit Tabletten aufgeputscht, mit anderen Tabletten beruhigt, nie wirklich ernstgenommen. Daran, so resümiert Potlesch heute, sei auch seine Ehe kaputtgegangen. Wer will denn schon mit so einem Mann zusammenleben, dem immer alles egal ist und der ja auch eigentlich gar kein richtiger Mann mehr ist - "die Tabletten, verstehst...". Ja, und dann habe er halt das ganze Zeug auf einmal abgesetzt. Einfach so, auf eigene Faust, seinem Arzt habe er eh nicht mehr vertraut. Sauschlecht sei's ihm gegangen, aber dann sei der Falco von Stromberg gekommen und habe gesagt: "Wenn der Alte erst tot ist, dann wird alles besser, dann gibt's 100.000 Mark und dann nimmst Du Deine Anita mit in den Süden..." Vor Gericht habe er nicht darüber sprechen wollen: "Ich bin zu stolz gewesen... - wahrscheinlich... und meiner Frau wär's peinlich gewesen... Über so was redet man doch nicht öffentlich...oder?" Valentin Gruber ist fest davon überzeugt, dass das Gerichtsverfahren neu aufgerollt werden muss: Der Mann war vermindert schuldfähig. Das meint auch sein Freund Bernie Ziegler, der sofort regen Anteil an dieser neuen Entwicklung nimmt - sowohl als Mensch als auch als rasender Reporter vom Schliersee. Als der kann er nämlich eine gute Story dringend gebrauchen, zumal ihm die Gaby Müllerschön mit ihrer schnellen Zungen und ihrem flinken Köpfchen ganz schön Konkurrenz beim Radio am Berg macht. Auch Gerhard Vollmer, Rechtsanwalt und Neffe von Agnes, findet den Fall Potlesch höchst interessant. Er sieht gute Chancen für eine Revision des Urteils, wenn es zu einer Wiederaufnahme des Verfahrens käme. Doch der Richter Kage, verantwortlich auch für die Haftentlassung von Falco von Stromberg, mauert massiv und lehnt Vollmers ersten Antrag auf Wiederaufnahme kategorisch ab. Valentin und Gerhard Vollmer geben nicht auf, im Gegenteil, doch sie wissen: Nun muss ein fundiertes Sachverständigen-Gutachten her über die Wirkung der Medikamente, unter denen Potlesch stand. Doch der Sachverständige verlangt konkretere Angaben. Auskunft gäbe Potleschs Krankenakte... Und hier geht nun der Sensationsreporter samt Gerechtigkeitsfanatiker mit Bernie Ziegler durch. Miriam Storz, seine Freundin, arbeitet bei genau jenem Dr. Holzhauer, der Potlesch damals behandelt hat. Und Bernie verschafft sich - ohne Miriams Wissen und gegen ihren Willen - Einblick in die Krankenakte. Damit nicht genug: Er verarbeitet seine geklauten Informationen zusammen mit den vertraulichen von Valentin zu einem aufsehenerregenden Beitrag für sein Radio vom Berg. Doch Bernies Triumph wegen seiner journalistischen Großtat währt nur kurz: Seine Verlobte Miriam, fristlos entlassen, fühlt sich hintergangen und ausgenutzt - sie geht - sein Chef Dr. Konz, aufgestachelt vom empörten Arzt Holzhauer, findet endlich einen Anlass zur Kündigung - Bernie muss gehen - seine Kollegin Gaby Müllerschön, engagiert und karrierebewusst, erbt Bernies Chefsessel im Radio vom Berg - sie bleibt! Allerdings hat Bernies Tat auch ein Gutes: Das Gerichtsverfahren Kurt Potlesch wird wiederaufgenommen! Und was dann, fragt sich Potlesch bang, "mal angenommen, Valentin, ich komm tatsächlich wieder `raus, irgendwann... - was mach ich dann?" Auch der Gruber Valentin, inzwischen erfolgreich examiniert und ernsthaft vorgesehen für den Revierleiter-Posten in Miesbach (übrigens auch von Bode, der den Intimfeind gern aus Sassnitz scheiden sähe...) blickt ein wenig unschlüssig in die Zukunft. Doch wie heißt noch sein Lieblingsspruch? "Und ist der Berg auch noch so steil, a bissel was geht alleweil...!"
36. Lawinengefahr
10.04.1995
teil bergab geht’s diesmal – für die begeisterten Skifahrer Markus „Wasi“ Wasmeier und Valentin Gruber, allerdings ein bisschen anders als für den Bernie Ziegler, Radioreporter a.D.. Seit seinem Rausschmiss und seit Miriams Abreise im Zorn fühlt sich der Bernie innerlich vollkommen leer – und diese Leere füllt er mit möglichst viel Alkohol. Kurz: Der Bernie steht vor dem Absturz, als ihn Freund Valentin aus seiner Kummerhöhle lockt – hinauf in die Berge, zum Skifahren. Mit dabei ist auch die hübsche Janine Bode. Sie ist überraschend auf die Aiblinger Alm gekommen und hat sich – selbstbewusst und ohne viel Federlesens – den nur schwach protestierenden Valentin geangelt. dass er die Sache mit Janine zwar ganz reizvoll, aber überhaupt nicht wesentlich findet, macht der Bode-Tochter nicht allzu viel aus. Erstens zählt das Hier und Jetzt – und das ist mit Valentin in den hübschkarierten Betten auf der Alm sehr vergnüglich –, und zweitens ist sie, was Janine Valentin schon bald eröffnet, ja sowieso noch verheiratet: mit einem unangenehmen Menschen namens Sascha Morell, der es aber von Anfang an nur auf Papas Geld abgesehen hat. Was die beiden nicht ahnen: Morell ist bereits in Miesbach und lässt seine hübsche Frau beobachten... So kommt Polizeihauptwachtmeister Haberl, pardon: Ex-Polizeihauptwachtmeister Haberl, zu seinem ersten Auftrag. Haberl hat sich nämlich entschlossen, seine immense Erfahrung und seinen kriminalistischen Spürsinn der freien Wirtschaft zur Verfügung zu stellen – als Privatdetektiv. dass zu diesem Entschluss nicht unwesentlich ein Gespräch mit Christian Bode beigetragen hat (der sich mal wieder im „Figurenschach“ übt und meint, Valentin Gruber in Sassnitz störe seine Kreise stärker als ein Valentin Gruber in Schliersee, und der deshalb den dortigen Polizeirevierleiter-Sessel schon mal vorsorglich geräumt sehen will... für den Gruber), muss ja nicht jeder wissen. Und auch nicht, dass Bode der Privatdetektei Haberls höchst lukrative Aufträge in Aussicht gestellt hat... Nun beobachtet der Haberl also professionell heimlich und gekonnt getarnt Janine Bode und ihren neuen Lover Valentin Gruber – was dem eine diebische Freude macht. Weniger lustig findet er dagegen zwei Pisten-Rowdies, die ohne Rücksicht und ahnungslos in ein Neuschneefeld brettern – Lawinengefahr! Nur ein so erfahrener Skiläufer wie Markus Wasmeier schafft es, die beiden dort herauszulotsen. Janine sieht der Rettungsaktion starr vor Erstaunen zu: Sie hat einen der beiden Kamikaze-Flieger erkannt – es ist Sascha Morell, ihr Ehemann. Was er hier am Schliersee will, soll sie bald erfahren: Geld – wie immer. Gegen eine saftige Abfindung wird er in die Scheidung einwilligen. Schließlich hat sie ja, wie man weiß, einen neuen... Janine geht zu Papa Christian Bode, der es am sparsamsten findet, wenn diese ganze Scheidung einfach nicht stattfände. Also versucht er einen Vorstoß bei Valentin, appelliert an dessen Gewissen: „So eine harmonische Ehe können Sie doch nicht zerstören wollen...“ Valentin grinst sich eins und wendet sich wesentlicheren Dingen zu – zum Beispiel der moralischen Wiederaufrichtung seines Freundes Bernie. Hier trifft sich’s gut, dass Heidi Mitterer ein heruntergekommenes Lokal geerbt hat, das nun dringend einen fetzigen, kulturell begeisterten und engagierten Wirt braucht – wer also anderes als Bernie Ziegler? Während die Freunde bereits mitten in den Renovierungsarbeiten stecken, kommt ein Notruf der Bergwacht: „Lawinenalarm. Zwei Skifahrer sind in der Kogelnordwand verschüttet worden!“ Eine dramatische Rettungsaktion beginnt. Am Ende wird der dreist-tollkühne Herr Sascha Morell zwar wieder ans Tageslicht gezerrt, seine dunklen Machenschaften allerdings auch – und dann ist zappenduster…
37. Die Heimkehr
17.04.1995
Von ihrer idyllischsten Seite zeigt sich die Insel Rügen, als Kathrin und Sven Petersen mit Sack und Pack ankommen - Petersen voller Elan im Gedanken an seine Bürgermeister-Kandidatur, Kathrin wild entschlossen, mit ihrem Sven hier in seiner Heimat glücklich zu werden. Doch kaum ist Petersen aus dem Auto gestiegen, wird er auch schon entführt: Donatius Domberger und Wibke Gernrich, seine "Wahlkampfmanager", haben einen prallen Stundenplan für ihn zusammengestellt. Und der beginnt gleich jetzt. Kathrin bleibt allein zurück... Auch Jörg Kruse mag seine Insel wunderschön erscheinen. Nach über 51 Jahren setzt der alten Mann am Fähranleger von Stralsund seinen Fuß zum erstenmal wieder auf heimatlichen Boden. Valentin beobachtet den seltsam gekleideten Fremdne, der da mit schwerem Seesack und leicht verlorenem Gesichtsausdruck unschlüssig steht. Als er ihm seine Hilfe und einen Platz auf der Harley anbietet, erfährt er, dass Kruse aus Korea kommt. Dort war er als Schiffbrüchiger gestrandet, hat inzwischen ein große Familie, doch, seitdem seine Frau gestorben ist, keine Rechte mehr an seinen Kindern. Er braucht Papiere - und dazu eine eidesstattliche Aussage von jemandem, der ihn noch von früher kennt und ihn identifiziert. Weder Valentin noch Kruse selbst ahnen, wie schwierig das wird... Denn in Seewies seinem Heimatdorf, wurden die Kruses vor Jahrzehnten bereits zur ausgestorbenen Familie erklärt. Danach teilten die Seewiester sämtliche Habe der Kruse unter sich auf - und stellten ihr neues Dorfgemeinschaftshaus auf das Kruse-Grundstück. Wer Jörg Kruse wiedererkennt, erkennt auch dessen unveränderte Besitz-Ansprüche an... Unveränderte Besitz-Ansprüche hat Bernie Ziegler ebenfalls. An Miriam nämlich, die er nun endlich wieder versöhnen will. Deshalb ist er mit den Petersens `rauf nach Rügen gefahren, voller Hoffnung, nicht mehr allein zurückzumüssen. Doch Miriam hängt zwar noch an Bernie - und bei einem gemeinsamen guten Essen (natürlich!) kommen sich die beiden auch wieder zärtlich näher -, doch ihre seelischen Wunden sind noch lange nicht verheilt. So schnell ändern sich die Gefühle einer Rüganerin eben nicht! Darauf setzt schließlich Jörg Kruse. Gemeinsam mit Valentin, Donatius und Wibke macht er seine Jugendliebe Maria Thorn ausfindig. Und Maria, eine starke Frau mit bewegter Vergangenheit und unerschüttertem Glauben an die Zukunft, verhilft auch Jörg Kruse wieder zu seinem Namen und einem Platz mitten im Leben... Während also der eine seine Wurzeln wiederfindet, wird Kathrin Petersen immer unglücklicher auf der kalten Insel. Die Nachbarn stehen der Bayerin voller Vorbehalte gegenüber, Sven findet allenfalls spätabends einmal Zeit, seine Frau in die Arme zu nehmen, und Valentin hat sich ja nun auch endgültig entschlossen, Rügen zu verlassen und den Posten als Revierleiter von Miesbach anzunehmen. Kathrin fragt sich immer öfter: "Was soll ich hier?" "Ich geh' zurück nach Bayern!" - Kathrins Entschluss platzt wie eine Bombe mitten in die Strategie-Diskussionen von Bürgermeister in spe Sven und seinen politischen Beratern Wibke und Donatius. Petersen, zunächst beleidigt und verständnislos, kommt allerdings immer tiefer ins Grübeln. Was ist ihm nun mehr wert: seine Frau oder seine "Karriere"? Schließlich muss Donatius Domberger die Suppe auslöffeln, die er sich selbst eingebrockt hat...
38. Die Drücker
24.04.1995
"Ein Bayer auf Rügen - und dann noch ein Bulle" - so flucht Herr Kammerer, Bayer und Raser, nachdem er mit Herrn Gruber, Bayer und Polizist, Bekanntschaft auf den Straßen der idyllischen Ostseeinsel gemacht hat. Weder der eine noch der andere hat nachher Lust, dem unangenehmen Landsmann noch einmal zu begegnen... Sowieso will der Valentin Gruber diese letzten Tage auf Rügen eher gemächlich angehen, irgendwie hat er so ein seltsames wehmütiges Gefühl, wenn er an all die Freunde und guten Bekannten denkt, die er hier zurücklässt. Den Donatius Domberger zum Beispiel, der bis über beide Ohren in den Akten steckt, die sein Vorgänger Knoop im Schrank des Bürgermeister-Zimmers verstauben ließ. Oder an Wibke Gernrich, mit der er so gern auf Verbrecher-Jagd gegangen ist... Oder an Boris und Erika, die seine Hilfe in ihrer neuen "Hafenkneipe" gerade jetzt besonders gebrauchen können. Bei Boris und Erika ist es auch, wo er den Landsmann Kammerer wiedertrifft - diesmal "im Kreise seiner Lieben", eine bunt zusammengewürfelte Truppe junger Leute, die allesamt ziemlich seltsam wirken. Von Erika erfährt er, dass sie Drücker sind, die mit ziemlich harten Methoden ihre meist überteuerten Zeitschriften, Bücher und Club-Mitgliedschaften an den Mann bringen. .... oder an die Frau, so eine wie die alten Frau Nellis, die auf die Mitleidstour hereingefallen ist, mit der Fred arbeitet. Dass der verschlagene Typ ihr nicht eine sondern gleich sechs Abo-Zeitschriften untergejubelt hat, fällt ihr erst viel später auf. In ihrer Hilflosigkeit geht sie zu Wibke Gernrich, die doch so einen guten Draht zur Polizei hat. Wibke wandert mit dem Vertrag denn auch gleich zu Valentin aufs Revier, der ganz froh ist über die Unterbrechung des langweiligen Nachtdienstes. Doch der Abend soll noch bedeutend interessanter werden... Plötzlich stürzt nämlich Sandra Kessler in die Amtsstube, völlig außer sich und wirklich verzweifelt. Das Mädchen arbeitet bei Kammerer. Er hatte sie auf der Straße aufgelesen, kurz bevor sie endgültig ins Rotlicht-Milieu abgestürzt wäre. Kammerer hatte ihr ein paar Scheine gegeben, sie "angelernt" und - nachdem er ihren Personalausweis und alle Papiere eingezogen hatte - in die Drückerkolonne nach Rügen geschickt. Verweigerung, das sollte Sandra bald und immer wieder ziemlich handgreiflich zu spüren bekommen, war zwecklos und gefährlich... Nun also der Höhepunkt der bisherigen Schikanen: Kammerer hat seinen Adlatus Fred in Sandras Zimmer geschickt, das Resultat: die absolute Zerstörung. Sandra fasst dadurch aber endlich den Mut, sich an die Polizei zu wenden. Und Valentin zögert nicht lange. Er stattet seinem inzwischen schon altbekannten Landsmann einen überraschenden Besuch ab... Als er wieder erwacht, liegt er mit schmerzendem Schädel und großer Platzwunde vor Boris Begulows "Hafenkneipe". Am nächsten Morgen ist der Vogel natürlich ausgeflogen... Doch wenn der Valentin einmal so eine richtige saumäßige, dammische Wut hat, dann hält ihn nix. Außerdem weiß er ja, dass Kammerer und seine Leute demnächst die Schliersee-Region heimsuchen wollen. Da laufen sie dem Kriminalhauptkommissar Gruber, Polizeirevierleiter von Miesbach in spe, geradewegs in die Arme! A propos Arme - nachdem Sandra Kessler ihr Bordsteinschwalben-Outfit abgelegt hat, schaut sie der Valentin hin und wieder doch etwas genauer an. Und so hat er auch nichts dagegen, dass die Haupt-Zeuginn gegen den Kammerer mit `runter nach Bayern muss... hinten auf der Harley natürlich... Doch zunächst bleibt in Miesbach keine Zeit für zwischenmenschliche Beziehungen. Zunächst wird's offiziell, wenn nämlich Polizeioberrat Staudinger vor den versammelten Honoratioren den neuen Revierleiter Gruber in sein Amt einführt. Und dann wird's spannend, wenn nämlich die Gaby Müllerschön, Radioreporterin mit manchmal gefährlich viel Engagement, als "Wallraffin vom Schliersee" undercover in die Drücker-Organisation von Kammerer eindringt. Anzunehmen, dass sie das zum ersten und letzten Male gemacht haben dürfte, denn in tatsächlich letzter Sekunde rettet Valentin Gruber die mutige Gaby vor dem Typ, der diesmal das "Drücken" noch auf ganz andere Weise versuchen wollte...
39. Der lange Weg
01.05.1995
Feriengäste auf dem Aiblinger Hof: Marisa Steinlein, jung und schön, und Theo Steinlein, ein Mann, der ganz offensichtlich Alter und Bauch mit einem dicken Scheckheft kaschieren kann. Doch der Schein trügt: Steinlein hat sich verspekuliert und versucht nun bei seinem Geschäftspartner Christian Bode einen Rettungsversuch. Doch Bode mauert und widersteht auch einem eleganten "Überredungsversuch" der schönen Marisa - was vielleicht daran liegen mag, dass Gaby Müllerschön derzeit auf seiner Favouritinnen-Hitliste ganz obenan steht. Und die Gaby ist nicht nur in Karriere-Dingen ganz schön gewieft, sie weiß auch sonst, wo's langgeht... Das weiß auch Sandra Kessler, Valentins Rüganer "Mitbringsel". Vor wenigen Wochen auf dem Harley-Sozius als Häufchen Elend in Miesbach angekommen, ist sie inzwischen zum talentierten Star von Bernies Kneipe in Schliersee geworden. Das Madel kann singen, da bleibt Dir die Luft weg - und auch sonst verschlägt die reizvolle Sandra der bayrischen Männerwelt schier den Atem. Sandras größtes "Opfer" ist der junge Alexander Maisinger, Filius vom Staatssekretär. Der 18jährige folgt errötend ihren Spuren, schwänzt die Schule und ist nicht mehr von ihrer Seite wegzubringen - was dem Herrn Papa aber gar nicht passt. Maisinger ist von dieser Verbindung sogar so wenig angetan, dass er die Dienste des Schlierseer Superdetektivs Haberl in Anspruch nimmt! Und so hat Haberl die anstrengende Aufgabe, eine halbe Maß nach der anderen an Bernies Theke zu bestellen - Dienst ist Dienst. Bei diesen intensiven Recherchen, unterstützt von der Kneipen-Stammbesatzung inklusive dem Polizei-Revierleiter höchstpersönlich, stellt sich allerdings heraus, dass weniger Alexander, als eher Maisinger bei Sandra Kessler den Kopf verloren hat. Und nun hätt' der Herr Politiker eben gern die Zeugin seiner Entgleisung wieder heim in Richtung Osten geschickt... Sandra schweigt zu all dem. Sie ist es inzwischen gewöhnt, dass die Männer auf sie "abfahren" - nur der Valentin wirkt ziemlich unbeeindruckt. Der scheint mit ihr lieber anders abzufahren - auf Skiern nämlich und in Begleitung von "Anstands-WauWau" Markus "Wasi" Wasmeier. Die drei haben auf der Piste einen Riesenspaß miteinander! Wasi und Sandra wollen den auch keinesfalls beenden, als Valentin wieder zum Dienst muss - und irgendwie passt dem das gar nicht... A propos "kluge Frauen": Auch Marisa Steinlein ist nicht ganz so unbedarft, wie ihre Schönheit manchen - auch Theo Steinlein - vermuten lässt. Steinlein hat seine Frau nie ernst genommen hat stets alles selbstherrlich entschieden, hat sogar allein beschlossen, ihren Wunsch nach Kindern zu ignorieren und sich kurzerhand sterilisieren zu lassen. Damals konnte sich Marisa Steinlein nicht wehren, doch nun will sie einmal - ein entscheidendes Mal - ihren Verstand gebrauchen... Allerdings: Zeugt es etwa von besonderer Vernunft, dass sie ihren Mann, schwer herzkrank und dennoch - wie sie sehr gut weiß - unvernünftig ehrgeizig, gleich zu einer Wanderung in die Berge animiert? Und ist es etwa schlau, dann auch noch Steinleins lebensnotwendige Tabletten zu vergessen? Agnes hat die auffällige Pillenschachtel zufällig im Gastzimmer gesehen. Als Valentin erzählt, er habe die Steinleins an der schwierigen Steilpassage bergauf klettern gesehen, ist die Situation klar: Ohne seine Herztabletten ist Theo Steinlein in Lebensgefahr! Valentin entschließt sich zu einer riskanten Abfahrt, doch er kommt zu spät: Steinlein liegt in den Armen seiner Frau - tot! Valentin weiß genau, dass er Marisa nichts nachweisen kann. Wer sagt schon, dass es Pflicht der Ehefrau ist, für die Medikamente ihres Mannes zu sorgen? Und hat nicht sogar Valentin selber gehört, dass Marisa ihrem Theo dringen von der schwierigen Kletter-Route abgeraten hat? Kein Gericht würde die verwitwete Frau verurteilen - nur weil sie durch den bedauerlichen Tod ihres Mannes um 2,3 Millionen aus der Lebensversicherung reicher ist... Dennoch: Der Kriminalhauptkommissar Valentin Gruber hat eine Sauwut, als er die schöne Marisa lächelnd in das Taxi steigen sieht. Wie gut da der Anblick von Sandra Kessler tut. Wie sagt er da? "Ja, das Maderl ist absolut first class - und das net nut beim Singen..."

Staffel 5
40. Mit roher Gewalt
18.10.1995
Sandra Kessler freut sich auf ihren Feierabend. Zusammen mit Valentin will sie in eine Diskothek nach München fahren. So macht sie sich von Bernies Kneipe, wo sie arbeitet, zu Fuß auf den Weg zu ihrer Wohnung. Zu spät entdeckt sie einen Radfahrer, der sie gezielt verfolgt. Der unbekannte Mann zerrt Sandra hinter einen Busch. Doch sie hat Glück. Valentin, der auf der Suche nach seiner Freundin ist, kann im letzten Augenblick den Vergewaltigungsversuch verhindern. Allerdings flüchtet der Täter... Auf dem Aiblinger Hof versuchen Valentin und Agnes Oberauer, Sandra zu beruhigen. Sie versucht, den Tathergang detailgetreu zu schildern. Dabei fällt auf, dass der Täter sie mit einem typischen Tauchermesser bedroht hat. Noch bis spät in die Nacht diskutiert Agnes mit ihrem Michael. Das anfänglich emotionsgeladene Gespräch über Sandras Erlebnisse entwickelt sich allmählich zu einem Liebesflirt. Agnes nutzt die Gelegenheit und kann ihrem Lebenspartner ein Heiratsversprechen abringen. Agnes ist im siebten Himmel, denn alle früheren Versuche, Michael zum Heiraten zu bewegen, verliefen bis dahin im Sande. Doch die Pläne der beiden drohen zu platzen. Denn beim Bürgermeister von Schliersee, Karl Gruber, der zudem der Vetter von Valentin ist, taucht die schöne Ramona aus Mexiko auf. Sie stellt sich ihm als „Frau Gruber“ vor und behauptet, Michael sei ihr rechtmäßiger Ehemann. Keiner kann’s so recht glauben. Zwar wissen alle Schlierseer, dass Valentins Vater kein Kind von Traurigkeit ist, aber eine Ehefrau verheimlichen, das passt nicht. Die schreckliche Nacht hat Sandra einen Tag später noch nicht verdaut. Valentin findet am Tatort ein Streichholzbriefchen mit der Aufschrift „Aiblinger Ferienhof“. Die Streichhölzer sind merkwürdig abgebrochen, als hätte man sie als Zahnstocher gebraucht. Die Spur des Täters führt zum Aiblinger Hof, aber auch in Bernies Kneipe lagen die Streichholzbriefchen aus... Derweil sorgt Ramona Gruber für Unruhe im Schliersee. Staatssekretär Dr. Egmont Maisinger ist von der attraktiven Frau sofort begeistert, und auch Christian Bode, der gerade ein Sanatorium bauen lässt, zeigt reges Interesse – allerdings nur geschäftlich. Der finanziell angeschlagene Bode könnte eine Geldspritze von der vermögenden Ramona gut gebrauchen. Während Valentin beim Frühstück im Aiblinger Hof sitzt, macht er eine interessante Beobachtung. Gast Horst Lössner, ein junger Werbetexter, hat die Angewohnheit, Streichhölzer als Zahnstocher zu benutzen. Als Valentin in dessen Wagen auch noch eine Taucherausrüstung findet, ist er sich sicher, den Täter gefunden zu haben. Gerade will er Lössner stellen, da muss Valentin mit ansehen, wie er Sandra als Geisel nimmt. Doch der unerschrockene Valentin kann seine Freundin befreien. Während für Sandra der Schrecken ein Ende hat, erfährt Agnes die schlimme Wahrheit. Ihr Lebensgefährte Michael ist tatsächlich mit Ramona verheiratet.
41. Kidnapper
25.10.1995
Eigentlich läuft für Gaby Müllerschön alles nach Wunsch. Sie hat Bernie Ziegler, den schwergewichtigen Freund von Valentin, erfolgreich aus dem Moderatoren-Sessel des "Radio vom Berg" vertrieben, ihr Freund Christian Bode hat zur Zeit keine Probleme mit dem Bau des Sanatoriums, da sich Ramona Gruber, die Ehefrau Michaels, am Projekt beteiligt, und da ist auch noch ihr Lieblingsneffe, der vierjährige Peter zu Besuch. Doch während man im Rohbau des Sanatoriums das Richtfest feiert, beginnt das Unglück. Peter, der im Nebenraum spielt, verliert das Gleichgewicht und droht vom Balkon zu stürzen. Valentin, der zufällig vorbei kommt, kann Peter in letzter Sekunde retten. Als sich die erste Aufregung gelegt hat, kommt der nächste Schock. Von weitem beobachtet Valentin, wie Unbekannte Peter ins Auto zerren und mit Vollgas losrasen. Valentin checkt sofort, dass es sich um eine Entführung handelt. Er nimmt rennend die Verfolgung auf, muss sie aber erfolglos abbrechen. Auch die sofort eingeleitete Fahndung bringt nichts. Die Entführer, Horst Zintner, Vera Klein und Marc Helmer glauben, den Coup ihres Lebens gemacht zu haben. Schließlich, so meinen sie, sei Peter der Sohn von Christian Bode. Doch bald stellt sich heraus, dass sie nur den Neffen seiner Freundin in der Hand haben. Trotzdem fordern sie Lösegeld. Gaby Müllerschön fühlt sich nicht in der Lage, ihre tägliche Morgensendung zu moderieren. Zu sehr nagen die Ereignisse an ihren Nerven. Es kommt eigentlich nur einer in Frage: Bernie Ziegler, der nach seinem Rauswurf aus dem Sender mittlerweile eine Kneipe hat. Das ausgerechnet Konz ihn bittet, für Gaby Müllerschön einzuspringen, findet Bernie besonders amüsant. Denn eigentlich hatte er geschworen, niemals mehr für seinen Ex-Chef zu arbeiten. Aber Bernie ist zu sehr Moderator aus Leidenschaft, um dieses Angebot abzulehnen. Zum Schein ziert er sich ein wenig, dann lässt er sich "überreden" - ganz Schliersee und Umgebung hat Bernie Ziegler wieder "On air". Valentins Vater steckt in einer Zwickmühle. Agnes, die Frau, die er liebt, spricht mit ihm kein Wort mehr, seitdem Ramona, Michaels Ehefrau aus Mexiko, aufgetaucht ist. Die beiden Frauen wollen Klarheit darüber, wie es weiter gehen soll. Da Michael zu keiner Entscheidung fähig ist, machen sie gemeinsame Sache. Beide geben ihn frei. Valentin ist stark beschäftigt mit der Aufklärung des Entführungsfalles. Anhand der Telefongespräche, die die Täter mit Christian Bode führen, kommt Valentin schnell auf ihre Spur. Im Hintergrund kann man deutlich einen Bach hören und ebenfalls eine Kreissäge. Sofort fällt ihm die alte Sägemühle in der Nähe von Schliersee ein. Mit Sepp, dem Gletscherpiloten, macht er sich mit einem Hubschrauber auf den Weg und kann Peter aus den Klauen seiner Entführer befreien. Michael kann mit soviel Freiheit, die ihm "seine" beiden Frauen geschenkt haben, nichts anfangen. Er geht zurück nach Mexiko.
42. Schöner fremder Mann
14.08.1996
Wenn zwei Kriminalisten sich treffen, gibt es bestimmt etwas Spannenden: Als Valentin zufällig Haberl, seinen Ex-Vorgesetzten und Detektiv von Schliersee, auf der Straße begegnet, kommt es zu einem dramatischen Zwischenfall. Eine Schlierseer Bankfiliale wird ausgeraubt, die Bankräuber flüchten, und die beiden nehmend die Verfolgung auf. Doch bevor Valentin die Pistole ziehen kann, haben sie Haberl als Geisel genommen. Er wird ins Auto verschleppt, und seine Augen werden verbunden. Der erfahrene Detektiv merkt allerdings sofort, dass eine Frau die Pistole an seine Schläfe hält. Kathrin und Sven Petersen wundern sich. Gerade aus dem Urlaub gekommen, freuen sie sich auf ein Wiedersehen mit Agnes und Michael. Doch auf dem Aiblinger Hof finden sie nur den elegant gekleideten Gast Istvan Kalman, der allerdings nur erzählen kann, das Agnes jetzt in Bernies Kneipe arbeitet und Michael verschwunden ist. Erst bei Bernie erfahren sie die volle Wahrheit und können gleich beobachten, wie sich Kalmann an Agnes ranschmeißt. Unterdessen herrscht hektische Betriebsamkeit auf der Schlierseer Polizeiwache. Haberl ist ungeschoren frei gekommen, aber von den Tätern gibt es keine Spur. Und außerdem erhält Valentin einen Fahndungsaufruf nach einem Heiratsschwindler. Von Bank-Direktor Lohr erfährt Valentin, dass die Täter die ausgeraubten offenbar gut kannten. Verdächtigt sind daher Bankangestellte und ehemalige Mitarbeiter. Staatssekretär Maisinger, der ein Auge auf Ramona geworfen hat, erfährt, dass sie Kalmann Geld leihen will. Er traut seinem Nebenbuhler, der ja so plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht ist, nicht über den Weg und engagiert Haberl, der Kalmann observieren soll. Als Valentin weitere Details des Bankraubs mit Direktor Lohr besprechen will, stürmen zwei Gangster die Bank. Blitzschnell stellt sich Valentin an die Kasse und spielt den Kassierer. Im günstigen Augeblick überwältigt er die beiden. Alle glauben, die Bankraubserie habe ein Ende. Aber schnell stellt sich heraus, dass nur Trittbrettfahrer am Werk waren. Auch Agnes ist dem Charme Kalmanns verfallen und hebt ihre ganzen Ersparnisse ab. Erst als Haberl ihr von seinem Verdacht gegen die möglichen Heiratsschwindler erzählt, geht ihr ein Licht auf. Doch bevor sie ihren "Verehrer" auf den Mond schieß, will sie sich vergnügen und verbringt eine Nacht mit ihm. Schon wieder ein Banküberfall in Schliersee. Auch diesmal kannten die Täter sich bestens aus. Von Sven Petersen erfährt Valentin, dass die Filialleiterin Frau Kastner ihren sicher geglaubten Direktorenposten doch nicht bekommen hat. Valentin hat einen Verdacht und observiert ise. In einem Restaurant beobachtet er ein Treffen mit ihr und zwei Frauen. Er öffnet ihren Kofferraum und entdeckt tatsächlich alle Utensilien, die man zu einem Bankraub braucht. Frau Kastner hat den Coup eingefädelt und den beiden Frauen entscheidende Tipps gegeben. Dr. Maisinger ist glücklich. Zwar hat ihm Ramona einen Korb gegeben, doch der war so liebevoll, dass er noch Hoffnungen hat. Auch sein Verdacht gegen Kalmann stellte sich als richtig heraus. Valentin schickt den Heiratsschwindler ins Gefängnis Stadelheim.
43. Alarm auf der Insel
21.08.1996
Bernie holt seinen bayerischen Freund Valentin vom Flugplatz ab. Valentin soll einen Vortrag vor seinen Sassnitzer Kollegen halten. Dieser Termin passt ihm überhaupt nicht in den Kram, und Valentin fragt sich, wer das eingefädelt hat. Abends im Störtebeker erfährt er, dass der Rüganer Gesangsverein vor der Spaltung steht. Iwersen möchte einen Unterhaltungschor gründen, Stoltenhoff, der Chorleiter, besteht auf Tradition. Auch Miriam ist im Lokal, allerdings ohne ihren Freund Bernie mit dem sie sich verkracht hat. Statt dessen sitzt sie mit Claus, einem Recycling-Unternehmer, an einem Tisch. Valentin ahnt noch nicht, dass er schon am nächsten Tag mit ihm zu tun haben wird. Der durchtriebene Geschäftsmann entsorgt Giftrückstände. Beim Abfüllen der Fässer ereignet sich ein folgenschwerer Unfall. Sunny, der für die Arbeitslosenhilfe (ASH) arbeitet, die Claus mit dem Transport der Fässer beauftragt hat, kommt mit lebensgefährlichen Atemwegsverätzungen ins Krankenhaus. Valentin eilt sofort zum Unfallort und wird misstrauisch, als Claus ihm eine Probe des Giftes nicht geben will. Und als er noch droht, die ASH zu verklagen, wird Valentin wütend. Bei einem Besuch bei seinem alten Freund Donatius Domberger, dem Bürgermeister und Inselchronist, erfährt Valentin, dass er die Idee mit dem Vortrag hatte. Doch bevor Valentin Luft ablassen kann, holt Donatius ein redefertiges Manuskript hervor. Nachdem Valentin den schwerverletzten Sunny im Krankenhaus besucht hat, ist für ihn klar: Dem dubiosen Geschäftsmann Claus muss man auf die Schliche kommen. Doch guter Rat ist teuer, und Valentin hat keinen offiziellen Auftrag. Trotzdem macht er sich zusammen mit Wibke auf den Weg. Während Valentin eine gestohlene Probe des Giftes untersuchen lässt, verfolgt Wibke den bei der ASH beschäftigten Hauke Behrensmann, der die beschlagnahmten Fässer klaut und auf dem riesigen Gelände des Alten Marinestützpunktes versteckt. Daraus kann sie sich keinen Reim machen. Erst als Wibke erfährt, dass Claus erpresst wird, weiß sie, was Hauke im Schilde führt. 500.000 Mark soll der Unternehmer zahlen, damit das Gift nicht in die Hände der Polizei kommt. Warum Claus erpressbar ist, wird Valentin klar, als er das Untersuchungsergebnis erhält. Für das Chlorgasgemisch hat er keine Recyclinggenehmigung. Valentin verhört den Erpresser. Als er aber erfährt, dass Hauke das Geld für die finanziell angeschlagene ASH braucht, zerreißt er den Erpresserbrief. Hauke kommt ungeschoren davon, Claus wird festgenommen, denn der litauische Kapitän, der die Fässer "entsorgt", hat alles gestanden. Eigentlich könnte Valentin zufrieden sein. Sunny ist wieder über den Berg, Bernie hat sich wieder mit Miriam versöhnt, und auch mit dem Vortrag hat es geklappt: Ein Rüganer Kollege hat sein Manuskript vorgetragen. Allerdings ist da noch die drohende Spaltung des Gesangsvereins. Doch so schnell schließen die Bayern nicht - er verspricht Wibke, sich etwas einfallen zu lassen.
44. So ein Zirkus...!
28.08.1996
Bernie ruft voller Sorge auf Rügen an. Sandra, Valentins Freundin, verhält sich ausgesprochen merkwürdig. Irgendetwas sie da im Gange, vielleicht ein anderer Typ. Er müsse sofort kommen. Doch bevor Valentin sich auf den Weg macht, möchte er die Sache mit dem Liederkranz regeln. Seine Rüganer Freunde im Gesangsverein haben sich zerstritten. Auf einmal gibt es zwei Chöre, aber dafür zuwenig Stimmen. Als Bernie Valentin erzählt, dass er eine Volksmusiksendung moderieren könne, kommt Valentin die rettende Idee. Iwersen und Stoltenhoff, die Protagonisten des Streits, verspricht Valentin einen Auftritt im Fernsehen. Unter diesen Umständen sind die beiden Streithähne bereit, sich wieder zu vereinigen. Allerdings hat sich Valentin ein wenig zu weit aus dem Fenster gelehnt. Bernie, der seine Freundin Miriam und Valentin in Schliersee empfängt, fällt aus allen Wolken, als er hört, was sein Freund da angerichtet hat. Eine eigene Volksmusiksendung ist mittlerweile eher unwahrscheinlich geworden. Kaum angekommen, muss sich Valentin sofort um Berufliches kümmern. Aus der Kirche wurde die sehr wertvolle Madonna gestohlen, und Pater Tobias wurde dabei bewusstlos geschlagen. Auch Christian Bode, der reiche Immobilienhändler, meldet einen Einbruch. Wertvolle Gemälde sind weg. Schnell haben die Schlierseer einen Verdacht: Nur die Zirkusleute können es gewesen sein. Auf dem Aiblinger Hof hat Sven Petersen einen Zirkus eingeladen, den Winter dort zu verbringen. Die überaus sympathischen Leute haben große Schwierigkeiten, sich und die Tiere über Wasser zu halten. Liebevoll kümmern sich die Petersens um die Artisten. Auch Valentin kann nicht verstehen, dass die netten Leute so schnell abgeurteilt werden. Allen voran sind Kollege Kober und Detektiv Haberl. Beide sind davon überzeugt, unter den Zirkusleuten die Täter zu finden. Aggressiv beginnt Haberl, der von Bode mit der Suche nach den Gemälden beauftragt wurde, mit der Recherche. Auch ein paar Schlierseer sind nicht zimperlich. Mit Steinen wird die Wagenburg des Zirkus angegriffen und Petersen, der sich mutig dazwischen wirft, liegt bewusstlos am Boden. Valentin, der die Szene beobachtet, nimmt einen Demonstranten fest und entlässt den Rest mit einer gehörigen Standpauke. Den wahren Täter vermutet er woanders. Bei einem Bescuh in der Wohnung von Gaby Müllerschön, der Freundin Bodes, sieht er ein als gestohlen gemeldetes Gemälde. Bode hat es ihr persönlich geschenkt. Ein Besuch im Spielkasino, wo Bode immer zu finden ist, weist sich als sehr nützlich Valentin belauscht ein Gespräch zwischen Bode und seinem durchtriebenen Schwiegersohn. Emotionslos erzählt er, die Bilder geklaut zu haben und schlägt einen Versicherungsbetrug vor. Bode lehnt empört ab. Kurz danach wird Sascha Morell festgenommen. In seinem Wagen wird auch die Madonna gefunden. Bode darf sich für seine kleine Unehrlichkeit freikaufen. Gegen eine saftige Spende an den Zirkus, vergisst Valentin das bei der Versicherung zu viel gemeldete Gemälde.
45. Rendezvous mit der Vergangenheit
04.09.1996
Für Sandra ist eine Welt zusammengebrochen. Gerade hat sie sich in Schliersee eingelebt und mit Valentin einen Pfundskerl gefunden, da holt sie die Vergangenheit ein. Julius Hemmler, ein Bekannter aus Stralsunder Zeiten, erpresst Sandra. Er hat Strip-Fotos von ihr und droht, sie Valentin zu zeigen. Aus Angst versteckt sie Hemmler, der von der Polizei gesucht wird. Immerhin hat er drei Banken ausgeräumt. Valentin versucht zwar immer wieder, mit Sandra zu reden, aber sie blockt alle Gespräche ab. Er kann ihr Verhalten nicht erklären. Agnes Oberauer hat einen Glückstreffer gelandet. Ihr Ex-Freund Alfons Hutterer hat sie in seinem Testament zur Alleinerbin gemacht, was sie über das Verschwinden ihres Michaels hinwegtröstet. Allerdings kommt ihr Lore in die Quere. Immerhin hat sie jahrelang den schwerkranken Alfons gepflegt. Zwar waren die beiden wie Katz und Maus, aber moralisch sieht sie sich als Erbin. Auf dem Aiblinger Hof kommt es zu einer handfesten Auseinandersetzung, wobei Sven Petersen gerade noch das Schlimmste verhindern kann. Valentin, der nicht weiß, auf welcher Seite er stehen soll, startet einen Versuch, Agnes zu überreden, das Erbe zu teilen. Rechtlich hat nämlich Lore keine Chance dagegen anzugehen. Bode und Maisinger, die natürlich von Agnes Erbschaft Wind bekommen haben, zeigen vermehrtes Interesse an der Ex-Freundin von Valentins Vater. Doch es stecken geschäftliche Absichten dahinter, den zum Erbe gehören auch Grundstücke, auf denen Staatssekretär Maisinger einen Golfplatz bauen lassen will. Maisinger bittet Valentin, bei Agens ein gutes Wort für ihn einzulegen. Als Gegenleistung verspricht er, Bernie zu der Volksmusiksendung im Bayerischen Fernsehen zu verhelfen. Immerhin hat Maisinger Kontakte zum Rundfunkrat. Valentin sieht ein wenig Licht am Horizont, denn er hat seinen singenden Freunden auf Rügen ein Auftritt versprochen und somit die drohende Spaltung des Sassnitzer Volkchors "Liederkranz" verhindert. Noch immer weiß Valentin nicht, warum sich Sandra so eigenartig verhält. Bernie erzählt ihm von einem Typ, der sich in seiner Kneipe nach Sandra erkundigte. Als Valentin später auf seinem Schreibtisch das Fahndungsfoto eines Bankräubers sieht, kommt ihm eine Idee. Bernie erkennt sofort den Typ auf dem Foto als denjenigen, der in der Kneipe nach Sandra fragte. Valentin und Haberl dringen in Sandras Wohnung ein und wollen den Täter festnehmen. Doch Hemmler reagiert sofort und nimmt Sandra als Geisel. Aber er hat Haberl nicht im Auge. Der Schlierseer Meisterdetektiv überwältigt letztendlich den Erpresser.
46. Maisingers Schatz
11.09.1996
Wenn Valentin seine Nerven verliert, hat das immer einen guten Grund. Beim Verhör von Hemmler, dem Erpresser von Sandra, wird er fast gewalttätig als er mit ansehen muss, wie der dreiste Bankräuber über seine Freundin herzieht. Zudem versucht er noch zu fliehen als plötzlich ein Alarm losgeht: Einbruch beim Juweliergeschäft. Zwar kann Valentin den Fluchtversuch verhindern, aber als er an den Tatort kommt, sind die Einbrecher verschwunden. Agnes wundert sich derweil immer noch über das gesteigerte Interesse von Dr. Maisinger an ihr. Denn die Millionenerbin ahnt nicht, dass ihre wertvollen Grundstücke ideal zu Maisingers Plan passen, einen Golfplatz in Schliersee zu bauen. Im eleganten Berggasthof zeiht Dr. Maisinger alle Register seiner Verführungskünste, und Agnes erliegt den charmanten Annäherungsversuchen. Doch die vergnügliche Nacht endet mit einem Schock. Der Safe in Dr. Maisingers Haus wurde geklaut und ebenfalls die darin enthaltenen Papiere. Sie sind ihm wichtiger als das gestohlene Bargeld, denn sie dokumentieren die geheimen Pläne über den Bau des Golfplatzes. Außerdem lag ein belastendes Dossier über Karl Gruber darin. Der Bürgermeister, der gegen den Golfplatz ist, soll damit positiv gestimmt werden. Zum Glück hat ein aufmerksamer Spaziergänger nicht nur eine exakte Beschreibung des Gangstertrios abgegeben, sondern auch die Autonummer des Lasters notiert, der bei dem Einbruch, benutzt wurde. Beim LKA kommt Valentin schnell an die Fahndungsfotos der drei Verbrecher. Und da das Trio in der Nähe von Schliersee zu schnell gefahren ist, wurden sie noch gestochen scharf geblitzt. Valentin vermutet dort auch den Unterschlupf. Einmal in München kann Valentin auch ein ganz anderes Problem erledigen. Den Programmdirektor des Bayerischen Fernsehens kann er dafür begeistern, die Rüganer in Bernies neuer Volksmusiksendung auftreten zu lassen. In Schliersee angekommen macht er sich auf den Weg zur Alten Schlosserei. Zusammen mit Haberl und Kollege Kober überwältigt er nach einer Schießerei die Täter, und Valentin findet auch die Papiere von Dr. Maisinger. Das Dossier über seinen Vetter, Bürgermeister Gruber, lässt er verschwinden. In Bernies Kneipe laufen die Proben zur Volksmusiksendung, und die beiden Rüganer Streithähne Iwersen und Stoltenhoff sind wieder versöhnt. Auch Agnes ist zufrieden. Sie hat eine neue Liaison - mit Staatssekretär Maisinger.
47. Der Doppelgänger
18.09.1996
Valentin ist bester Laune. Zwar regelt er für einen verhinderten Kollegen den Verkehr an der Galoppbahn, aber sein Favorit Carolus hat das Rennen gewonnen, und er hat durch seinen Wetteinsatz ein paar Mark mehr in der Tasche. Dass er ein ausgesprochener Pferdekenner ist, kann man nicht behaupten. Und so wundert Valentin sich nicht, dass Carolus wenige Minuten nach dem Rennen stirbt. Schließlich bescheinigt der Tierarzt ein Herzversagen. Der Tod des Top-Hengstes kommt für den Gestütsbesitzer Reitmayer zu rechten Zeit. Zwar könnte das Pferd noch einiges an Geld bringen, aber schließlich ist es versichert. Mit den zu erwartenden 1,2 Millionen Mark will Reitmayer die Schulden an Bode zurückzahlen. Der ideenreiche Geschäftsmann setzt Reitmayer mit einem Wechsel unter Druck, den er droht platzen zu lassen, wenn das Reitstallgelände nicht an ihn verkauft wird. Zusammen mit den Investoren Maisinger und Konz will er dort einen großen Golfplatz bauen. Die drei sehen ihre Felle davon schwimmen. Denn Maisingers neue Freundin Agnes, die durch ihre Erbschaft über wertvolle Grundstücke verfügt, ist für den Plan des Bürgermeisters, auf dem Gelände eine ökologische Siedlung zu errichten. Bislang weiß sie noch nicht, dass auch Maisinger zu den Golfplatz-Investoren gehört. Während Valentin mit Sandra, die gerade eine Wildwasserschule eröffnet hat, im Liebesolymp verweilt, handelt sich Detektiv Haberl einen Korb ein. Er gesteht Agnes seine Liebe. Sie lässt ihn aber wie einen begossenen Pudel stehen. Bode kann nicht glauben, dass der Hengst Carolus auf dem Höhepunkt seine sportlichen Leistung einfach so stirbt. Als Valentin von ihm hört, dass das Gestüt hoch verschuldet ist, macht Hauptkommissar Gruber sich an die Arbeit. Die Untersuchung des Kadavers beweist, dass das tote Tier nicht Carolus war. Valentin heftet sich an die Fersen des Pferdepflegers Bertram. Der fährt auf eine abgelegenen Alm, und da steht, putzmunter, das für tot geglaubte Pferd. Im Weißen Ross triumphiert das Investorentrio. Reitmayer muss sein Gestüt doch verkaufen. Und zudem ist auch die Baugenehmigung vom Land gekommen - dagegen kann Bürgermeister Karl Gruber nichts machen. Doch man hat die Rechnung ohne Valentin gemacht. Er bringt seinen Vetter, Bürgermeister Karl, auf die Idee, dass die Gemeinde über die Wasserrechte verfügt, und so ein Golfplatz muss ja stark bewässert werden. Mit einem ironischen Lächeln kündigt Valentin den dreien an, den Bau des Goldplatzes somit verhindern zu können.
48. Wildwasser
25.09.1996
Aller Anfang ist schwer. Das merkt Sandra, die ihren ersten Kurs der neue gegründeten Wildwasserschule leitet. Besonders Jacob Mehlkorn widersetzt sich ihren Anweisungen, denn er versucht, mit waghalsigen Aktionen seine Sportlichkeit zu beweisen. Als er an einer gefährlichen Stelle den Überblick verliert und zu ertrinken droht, rettet ihn Valentin, der die Szene am Ufer beobachtet hat. Statt dank bekommen Valentin und Sandra gewaltigen Ärger. Sandra wird von Mehlkorn, der Mitarbeiter einer großen Frankfurter Baufirma ist, angezeigt, und Valentin muss auf richterliche Anordnung die Wildwasserschule schließen. Dafür hat Sandra kein Verständnis, und sie hat eine gehörige Portion Wut im Bauch. Allerdings richten sich die Vorwürfe nicht gegen die Behörden, sondern gegen Valentin. Das Paar ist heftigst zerstritten. Sandra sieht sich um ihre Existenz bedroht. Persönlich will sie ihren Kursteilnehmer überreden, die Anzeige zurückzuziehen. Doch er ist dazu nur bereit, wenn sie sich "liebevoll" um ihn kümmert. Konz, Maisinger und Bode haben einen genialen Plan. Weil Bürgermeister Karl Gruber die Pläne, einen Golfplatz in Schliersee zu bauen, verhindern will, suchen sie einen Gegenkandidaten für die nächste Bürgermeisterwahl. Schnell kommen sie auf Gaby Müllerschön, die als Chef-Moderatorin des "Radio vom Berg" bekannt wie ein bunter Hund ist. Um eine professionelle Kampagne starten zu können, brauchen sie einen Profi. Und den finden sie nur in Bernie. Allerdings hat Verleger Konz den schwergewichtigen Journalisten vor nicht allzu langer Zeit entlassen. Doch er braucht nicht lange, um Bernie zu überreden, denn Bernie ist Journalist aus Leib und Seele. Zunächst setzt ihn Konz als Chef der Lokalausgabe ein, und Bernie ahnt nicht, warum er auf einmal so begehrt wird. Aber es ist ihm eigentlich auch egal, denn auf diese Weise bleibt Freundin Miriam ganz in Schliersee. Sie will Bernies Kneipe schmeißen. Agnes will wieder heiraten, und zwar Staatssekretär Maisinger, der ihr ein Heiratsversprechen gemacht hat. Allerdings merkt sie nicht, dass Maisinger es nicht ganz so ernst meint. Schließlich gibt es ja aus ihrer Erbschaft die wertvollen Grundstücke, die so wichtig für den Golfplatz sind. Valentin weiß nicht, wo ihm der Kopf steht. Sandra ist immer noch völlig aufgebracht und will nicht einsehen, dass er nichts gegen die Schließung der Wildwasserschule unternehmen kann. Der Versuch, Mehlkorn zu bewegen, die Anzeige zurückzuziehen scheitert total. Also muss sich Valentin eines Tricks bedienen. Da Mehlkorn geschäftliche Beziehungen zu Bode unterhält, behaupten Valentin und Bode, dem Immobilienhändler gehöre die Wildwasserschule. Mehlkorn kapituliert, da er unbedingt ein Teil der Golfanlage bauen will. Valentin versöhnt sich mit Sandra wieder und kann beruhigt nach Rügen fahren.
49. ...sind gewalttätig und bewaffnet
02.10.1996
Wenn seine Rüganer Freunde Valentin um Hilfe bitten, dann lässt er auch seinen Urlaub sausen. Unbekannte bedrohen Kneipen und Restaurants auf Rügen, und auch Wibke hat Angst, dass ein plötzlicher Brand das Störtebeker vernichten könnte. Doch auch sie muss die bittere Erfahrung machen. Gerade zu rechten Zeit tritt Valentin in das Lokal ein. Im letzten Moment löscht er das Feuer, das Unbekannte gelegt haben. Wibke, völlig verunsichert, überlegt, ihr geliebtes Störtebeker doch zu verkaufen. Servatius, ein Hotel-Ketten-Besitzer, nacht ihr ständig Angebote, bislang hat sie sich aber dagegen gewehrt. Vom frisch verliebten Ex-Kollegen Künath hört Valentin, dass seine Rüganer Kollegen in der Sache nicht ganz erfolglos waren. Zwei Tatverdächtige konnten bislang festgenommen werden, aber der Terror lässt trotzdem nicht nach. Jürgen Steinort und Celar Emirok, die beiden Tatverdächtigen, fliehen aus dem Gefängnis. Auf einem Schiff wollen sie Rügen verlassen. Doch sie kommen nicht weit. Ein Mithäftling hat einen Tipp gegeben, wo sie an Bord gehen wollen. Gehetzt von der Polizei nehmen sie Künath und dessen Freundin Susanne Wittgenstein in ihrem Haus als Geisel. Valentin eilt sofort zum Tatort, und seine Kollegen bitten ihn, den Einsatz zu leiten. Ministerialdirektor Kuhlig, der ebenfalls dort ist, sieht sich um seine Kompetenzen gebracht und möchte auf jeden Fall verhindern, dass Valentin den Fall erfolgreich beendet. Doch der bayerische Schlawiner kann sich durchsetzten. Valentin bietet sich zum Austausch an, und nach langem hin und her gewinnt er das Vertrauen der Gangster. Die akzeptieren, dass Valentin das Fluchtauto lenkt. Weil der Peilsender entdeckt wird, macht er durch das Auto angebrachte Mikrophon Andeutungen, wo sie sich gerade befinden. In einer Tiefgarage in Rostock werden die Gangster überwältigt. Servatius gesteht, die Terroraktion initiiert zu haben. Mit etwas Nachdruck wollte er die Rüganer Kneipenwirte zum Verkauf bewegen.
50. Vetternwirtschaft
09.10.1996
Jörg Kruse ist glücklich. Nachdem er jahrelang in Korea gelebt hat, findet er in seiner alten Heimat wieder ein Zuhause. Er wohnt bei Maria Thorn, die sich liebevoll um ihn kümmert. Valentin, der immer noch auf Rügen ist, hilft gerne beim Umbau von Marias Haus. Gerade will man die Arbeiten beenden, da taucht Dr. Julius Hämmerle auf, ein schwäbischer Beamter, der vorrübergehend auf Rügen arbeitet. Er bemängelt bei einer Kontrolle, die zu hohe Traufhöhe und verlangt, dass die Arbeiten sofort eingestellt werden. Maria Thorn versteht die Welt nicht mehr. Hämmerles Vorgänger hatte den Ausbau, so wie er nun gemacht wurde, genehmigt. Doch mit Hämmerle ist nicht zu spaßen. Jörg Kruse ist über soviel Kleinlichkeit so empört, dass er verbittert darüber nachdenkt, wieder nach Korea zu fahren. Bei einem Unfall auf einer Großbaustelle stellt sich heraus, dass Dr. Hämmerle auch mal großzügig sein kann. Die Abnahme für den Bau, der von der Firma Sibag hochgezogen wurde, ist schon erteilt, obwohl noch nichts bezugsfertig steht. Das ist eigentlich ganz im Sinne von Firmenbesitzer Zink, der zwar einige Baustellen auf Rügen hat, aber trotzdem in den roten Zahlen steht. Auch Christian Bode kommt nach Rügen zurück. Dort hat er eine Baufirma, und der Schlierseer Unternehmer ist zufrieden mit der Auftragsabwicklung. Immer wieder macht ihm die Bauaufsichtsbehörde Schwierigkeiten. Bei Bürgermeister Domberger beschwert er sich über Hämmerle. Als Valentin herausfindet, dass Hämmerle mit der Frau des Firmenbesitzers verwandt ist, erhärtet sich sein Verdacht. Doch Frau Zink ist über die Machenschaften ihres Vetters empört. Der erpresst nämlich die Familie mit den anfänglichen Gefälligkeiten, die er für sie gemacht hat. Er fordert immer höhere Summen, und schließlich ist sie nicht mehr bereit, auf ihren Vetter einzugehen. Sie geht zu Valentin. Um aber Hämmerle zu überführen, braucht er einen handfesten Beweis. Er bedient sich der Hilfe von Bode, dem er eigentlich nicht so wohlgesonnen ist. Doch die bayerische Zusammenarbeit führt zum Erfolg. Bode bietet Hämmerle scheinbar Schmiergelder an. Als der korrupte Beamte darauf eingeht, nimmt Valentin, der alles mit anhört, ihn fest.
51. Unter weißen Segeln
16.10.1996
Eine Diebstahlserie macht den Campingplatz-Urlaubern zu schaffen. Einige fühlen sich schon so verunsichert, dass sie abreisen möchten. Valentin kann während eines Strandspazierganges durch Zufall beobachten, wie zwei Jugendliche sich fluchtartig aus dem Staub machen. Sie wurden auf frischer Tat ertappt. Zwar hat Valentin keine Chance, sie dingfest zu machen, aber immerhin gibt es eine Täterbeschreibung. Auch wenn Maria sich liebevoll um Jörg Kruse kümmert, packt ihn ab und zu das Fernweh. Zu lange lebte er in Korea, und außer Maria kennt er niemanden auf der Insel. Maria spürt, dass sich da was zusammenbraut. Sie möchte aber, dass Jörg weiterhin bei ihr wohnt. Als sie merkt, dass er liebevoll einen alten Segelschoner betrachtet, entschließt sie sich, das Schiff zu kaufen. Doch Ossmers, der Eigner, ist ein etwas muffeliger Mann, der auf keinen Fall von den 80.000 Mark, die er für das Boot verlangt, heruntergeht. Eher resigniert geht sie aus dem Störtebeker, wo das Gespräch stattfindet. Valentin hat alles gehört und hat einen glänzenden Einfall. Valentins junge und attraktive Ex-Kollegin Mascha brennt darauf, die Diebstahl-Serie aufzuklären. In einem Jugendtreff beginnt sie mit ihren verdeckten Ermittlungen. Dort trifft sie auf Moritz, der sich sofort von Mascha angezogen fühlt. Mit ein wenig Imponiergehabe zeigt er ihr seine einige tausend Mark teure Uhr. Mascha zeigt Interesse, und Moritz verspricht ihr, eine Uhr zu besorgen. Heimlich verfolgt sie den Jungen, der sie zu Kai führt. Bei der Durchsuchung von Kais Zimmer wird die Beute gefunden. Valentin geht zu Bürgermeister Domberger, um ihn für seinen Plan zu begeistern, aus dem Segelschoner ein Ausflugsschiff zu machen. Domberger schickt ihn zum Pfarrer, der in geschäftlichen Dingen äußerst bewandt ist. Der schlägt vor, eine Gesellschaft zu gründen. Bei der Gründungsversammlung sind alle mit von der Partie: Bürgermeister Domberger, Maria, Wibke und der Pfarrer. Mit dem Gründungskapital wird der Pfarrer beauftragt, das Schiff zu kaufen. Wie ein Geldprofi drückt er den Preis auf fast die Hälfte. Erst jetzt erfährt der überglückliche Jörg Kruse, dass er der Kapitän sein darf. Zufrieden macht sich Valentin auf die Rückfahrt nach Schliersee.
52. Die Liebe geht seltsame Wege
23.10.1996
Mit gutem Gefühl mach sich Valentin von Rügen auf den Heimweg nach Schliersee, hat er doch seine Rüganer Freunde aus einigen Notsituationen befreit. Gerade angekommen, fährt er mit seinem Motorrad zur Waldwasserstrecke, wo seine Freundin mit ihren Kursteilnehmern trainiert. Zwar trifft er sie nicht an, aber Valentin lässt ihr über Nadja ausrichten, sie solle zu Bernie kommen. Die verlegenen Blicke Nadjas registriert er nicht. Auch nicht die Andeutungen, die Bernie abends macht. Valentin hat nur Augen für seine Sandra, die auf der Bühne zusammen mit Klavierspieler Roman steht und so wunderbar singt. Dabei weiß fast jeder, dass Sandra ein Techtelmechtel mit Roman hat. Der Kriminalhauptkommissar hat auch dann noch keinen Verdacht, als sich Sandra nur flüchtig von Valentin verabschiedet. Auf dem Nachhauseweg sieht er, wie sich Sibyll und Christiane an einem Kaugummiautomaten zu schaffen machen. Als sie versuchen, ihn zu knacken, greift Valentin ein und steckt die beiden 15jährigen in die Zelle der Schlierseer Wache. Die Bürgermeisterwahlen rücken immer näher, die heiße Phase des Wahlkampfes beginnt. Bislang gibt es zwei Kandidaten: Bürgermeister Karl Gruber und Gaby Müllerschön. Doch auch Haberl denkt über eine Kandidatur nach. Auf der Suche nach Sandra, sieht Valentin sie zusammen mit Roman an einem abgelegenen Platz am Körtschnachklamm turteln. Erst jetzt merkt er, was da läuft. Wutentbrannt fährt er mit seinem Motorrad auf Sandra zu. Valentin verlangt eine Erklärung. Sandra plagt ein schlechtes Gewissen. Sie weiß nicht, was sie sagen soll. Auf Valentins eher rhetorisch gemeinte Frage, ob jetzt Schluss sei, sagt sie: "Ja". Enttäuscht und mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch rast er mit hoher Geschwindigkeit los. In einem Waldstück verliert Valentin die Gewalt über sein Motorrad und verunglückt schwer. Das Entsetzen über den Unfall ist groß. Bernie erfährt im Krankenhaus, dass Valentin für immer gelähmt sein könnte. Ein Nerv ist eingeklemmt, ob der sich wieder löst, ist fraglich. Allerhand Besuch kommt zu Valentin ins Krankenhaus. Auch Haberl kommt vorbei, allerdings nicht nur, um einen Krankenbesuch abzustatten. Er bittet Valentin um Rat, ob er kandidieren soll. Für ein paar Sekunden vergisst Valentin seine Lähmung. Nach einem kräftigen Lachanfall renkt sich der verklemmte Nerv wieder ein, Valentin kann seine Füße wieder bewegen. Auch Christine und Sibyll besuchen den Kranken. Sie bitten Valentin, beim Staatsanwalt ein gutes Wort für sie einzulegen. Valentin, der merkt, dass die beiden keine echten Kriminellen sind, verspricht es. Haberl hat sich entschlossen. Er meldet seine Kandidatur zur Bürgermeisterwahl an.

Staffel 6
72. Der Trick
02.04.1997
Während sich Mascha Kressnik und Valentin, der noch immer Insel-Polizist Künath auf Rügen vertritt, mit einer Reihe von Trickdiebereien auseinandersetzen müssen, hat Bürgermeister Donatius Domberger ganz andere Sorgen: Der bayerische Unternehmer Christian Bode will auf Rügen angeblich nach Thermalquellen bohren und aus Saßnitz ein Bad Saßnitz machen. Zu Valentins und Dombergers Leidwesen stellt er deshalb schon mal die ganze Gegend auf den Kopf. Außerdem glauben die beiden Bodes ach so hehren Beteuerungen, ein Thermalbad bauen zu wollen, nicht. Schon bald stellen sie fest, dass es zwar im Lerchengrund, nicht aber im Lerchenfeld, wo Bode bohrt, einmal Thermalquellen gegeben haben soll.Sie können Agnes, die sich nach wie vor von Domberger umschwärmen lässt, dazu überreden, ausnahmsweise mal die Millionärin zu spielen (die sie ja tatsächlich ist) und Bode nach seinen wahren Zielen auszuhorchen. Aber noch in einem anderen Fall darf sich die steinreiche Agnes als Amateur-Detektivin betätigen: Sie spielt den Lockvogel für die Trickbetrüger Helena und Heiner Fleissner. Nachdem die beiden mit Agnes Hilfe festgenommen werden konnten, sorgt sie in einer Gemeinderatssitzung genüsslich dafür, dass Bode bloßgestellt und seine unlautere Absicht öffentlich wird: dass er nämlich mit einem fiesen Trick Wählergelder der Regierung missbraucht, um letztlich teuer Geschäfts- und Wohnhäuser im Lerchenfeld bauen zu können.
73. Spätes Glück
09.04.1997
Künath ist noch in Kur und Valentin auf Rügen im Einsatz. Er bringt Maria Thorn und ihren Korea-"Heimkehrer" Jörg im Polizeiauto vom Hafen in ihr Häuschen. Dort haben inzwischen die Einbrecher Vasile und Joseph alles gestohlen, was von Wert ist. Sie hinterlassen Reifen- und Fußspuren. Maria ist am Boden zerstört, doch da macht ihr Jörg im größten Chaos den langersehnten Heiratsantrag. Spätes Glück nach über vier Jahrzehnten! In Dombergers Laden taucht Adrian Ludowig von der "Portas Securitas" auf. Er will Alarmanlagen verkaufen. Agnes Oberauer, die während ihres Urlaubs auf Rügen bei Domberger wohnt, weist Ludowig ziemlich unsanft die Tür. Vasile und Joseph brechen als nächstes in Hollbergers Haus ein. Diesmal ist die einzige Spur ein Arbeitshandschuh, der von einer Baustelle des Unternehmers Bode stammt. Valentin findet heraus, dass Vasile, der Polier, für die Ausgabe der Arbeitshandschuhe verantwortlich ist. Vasile und Joseph nehmen sich nun Susanne Wittgenstein und Künaths Haus vor. Ihnen ist zwar bekannt, dass die beiden nicht auf Rügen sind, sie wissen aber nicht, dass Ines derweil das Haus hütet. Sie wird von den beiden überwältigt und nur Dank Valentins Hellsichtigkeit davor bewahrt, getötet zu werden...
74. Kamikaze
Eine Horrornacht für Valentin und seine geliebte Petra. Sie wird in ihrer Wohnung von dem Schwerverbrecher Arnold Lauck überfallen und gekidnappt, Valentin und sein Kollege Kober haben es unterdessen mit Laucks Komplizen Gerold Kühn im Polizeirevier zu tun. Der hält sie mit einer Maschinenpistole in Schach. Die beiden verurteilten Raubmörder sind aus dem Gefängnis geflohen und nun auf der Suche nach ihrem Rechtsanwalt Dr. Melicher, der ihre hohen Haftstrafen nicht verhindert, dafür aber ihre wertvolle Juwelen-Beute an sich gebracht hat. Weil Lauck Petra und deren Sohn Mike in einem Wohnmobil festhält, muss Valentin sich gezwungenermaßen den Anordnungen Kühns fügen: Er soll Melicher herbeischaffen. Valentin treibt den Anwalt in Gesellschaft von Thormeier, Haberl und dem Juwelier Lester am Stammtisch des Gasthauses auf und zwingt ihn, mit aufs Revier zu kommen. Immerhin hat Kühn gedroht, dass sein Komplize Mike umbringen wird, wenn er nicht bis 23 Uhr mit Melicher zurück ist. Valentin weiß, dass die beiden Kamikaze-Typen nichts zu verlieren haben. Trotzdem informiert er den Ex-Polizisten Haberl heimlich über seine Lage und als Matthias Fischer , ein Kumpel von Kühn, dem Haberl während seiner Dienstzeit nie etwas nachweisen konnte, ebenfalls auftaucht, ist die Verbindung zu den Verbrechern offensichtlich. Haberl, Thormeier und Lester füllen Fischer mit Schnaps ab, um an mehr Informationen zu kommen und "verwahren" ihn dann im Keller des Gasthauses. Auf dem Revier ist an diesem Abend ausgerechnet der Rügener Bürgermeiseter Donatius Domberger in Begleitung von Pater Tobias aufgekreuzt, um seinen Freund Valentin zu begrüßen. Die beiden werden ebenso bedroht wie Valentin und Kober...
75. Kirchenasyl
30.04.1997
Das ihm so etwas passieren muss! Als Valentin die algerische Familie Saifa am Münchener Flughafen abliefern will und die Asylbewerber nur einen Augenblick aus den Augen lässt, macht sich Abdul Saifa flugs mit dem Polizeiwagen aus dem Staub. Der Wagen samt Valentins Uniformjacke und -mütze findet sich vorm Schlierseer Polizeirevier wieder, die Saifas jedoch haben in Pater Tobias Kirche Zuflucht gefunden. Valentin ist stocksauer. Auf seinen Kollegen Kober, der gar nicht daran denkt, ihm aus der Patsche zu helfen, auf den Staatssekretär Maisinger, dem die Gelegenheit, dem beliebten Polizisten eins auszuwischen, äußerst gelegen kommt, auf seinen Freund Bernie, der ihn in seiner Zeitung in die Pfanne haut, auf Abdul, der ihn in diese peinliche Lage gebracht hat - und vor allem auf sich selbst, weil er sich dermaßen übertölpeln ließ. Dabei ist es ganz gut, dass er die Saifas nicht termingerecht abgeliefert hat, denn sie haben gute Chancen, ihren Antrag doch noch durchzubringen. Ein Richter hat den nämlich viel zu schnell abgelehnt. Pater Tobias ist von seinen "Hausgästen" zwar nicht begeistert, aber er weist ihnen nicht die Tür. Zumal der kleine Ali sehr krank ist. Und als eine Gruppe Skinheads in die Kirche eindringt, um sich an der Familie zu vergreifen, wirft er sich mutig wie ein Löwe in die Schlacht. Ein Glück, dass Valentin mal wieder "so eine Ahnung" hatte und rechtzeitig auftaucht, um das Schlimmste zu verhindern. Und als er dann noch "die Macht der Presse" ausnützt, ist der Fall Saifa schnell gelöst. Aber so richtig freuen kann er sich noch nicht, denn seine Wut auf den Kollegen Kober und seinen Freund Bernie sitzt einfach noch zu tief.
76. Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?
07.05.1997
Vroni , die kleine Enkelin des Fabrikanten Lindner, ist verzweifelt. Ihr Hund Balu wurde vor ihren Augen gestohlen. Gesehen hat sie aber nur einen Kastenwagen und einen schwarzen Mann.Valentin nimmt die Ermittlungen auf, denn in den Nachbarbezirken wurden bereits etliche Hunde gestohlen. Vermutlich für Tierversuche. Valentins Kollegen finden den Schlachter Holliger der in letzter Zeit häufig Fleischabfälle an ein junges Paar verkauft hat. Dank der Aufmerksamkeit des alten Thormayer liegt den Polizisten schon bald das Kennzeichen eines verdächtigen Autos und eine Beschreibung des Fahrers, eines Farbigen, vor. Valentin stellt aber schnell fest, dass die Verhaftung ein Irrtum war. Denn der verdächtige Professor Dr. Karl Baumann st ein seriöser Umweltwissenschaftler aus Berlin. Den echten Tätern, Jörg und Martina, wird unterdessen der Boden in Schliersee zu heiß. Sie müssen die 150 Tiere, die sie bereits gefangen und in einer abgelegenen Hütte untergebracht haben, so schnell wie möglich loswerden. Das dauert aber noch ein paar Tage, und bis dahin müssen die Hunde und Katzen weiter versorgt werden. Als sie wieder bei Holliger auftauchen, hält der die beiden hin, bis Valentin da ist und ihnen folgen kann. Das Versteck hat inzwischen auch Professor Baumann gefunden. Er beobachtet, wie Valentin von dem Tierfänger Jörg mit einer Waffe bedroht wird...
77. Der Nachfolger
14.05.1997
Der Fabrikant Horst Lindner gerät in finanzielle Schwierigkeiten, weil ihn die Konkurrenz mit Dumpingpreisen immer wieder unterbietet. Eines nachts, Lindner selbst fährt mal wieder Sonderschicht, findet ihn seine junge Frau Gerda schwerverletzt aber noch lebend vor der Stanzmaschine. Balu, sein Hund liegt tot auf dem Hof. Valentin vermutet ein Verbrechen und Lindner nennt als seinen größten Feind die Konkurrenzfirma Horrieder. Lindner scheint nicht so falsch zu liegen. Der alte Horrieder, dem der farbige Ökologie-Professor Charly Baumann wegen schwerer Umweltverschmutzung auf der Spur ist, jagt Valentin geradezu vom Fabrikhof. Horrieders Sohn Robert dagegen schleicht sich bei Gerda Lindner ein. Robert hat auch Kontakt zu Franz Hofer, der mal ein Verhältnis mit Gerda hatte und den Lindner deswegen gefeuert hat. Valentin hat sowohl die Horrieders, als auch Hofer in Verdacht. Auszuschließen ist auch nicht, dass Gerda an dem Mordversuch beteiligt war. Und schließlich könnte es auch ein vorgetäuschtes Verbrechen sein, mit dem der verzweifelte Lindner seiner Familie die zweieinhalb Millionen aus der Lebensversicherung verschaffen wollte. Bevor Valentin, mit Charly Baumanns Hilfe, den Fall lösen kann, bahnen sich privat einige Veränderungen an: Er macht Petra endlich einen Heiratsantrag und Kathrin Petersen entschließt sich, ihren Sven endlich von Rügen zurückzuholen.
78. Bei Nacht und Nebel
21.05.1997
Valentin kann einen tollen Erfolg verbuchen: Er setzt eine Diebesbande fest, die bei Nacht und Nebel ganze LKW-Ladungen stiehlt. Zwar wird er bei dem Einsatz angeschossen, aber nur leicht verletzt. Das Problem ist jetzt, an den Auftraggeber der Diebe heranzukommen. Valentin hat den Fuhrunternehmer Kohlmayer in Verdacht, der eine lange Vorstrafenliste hat. Als er Kohlmayer damit konfrontiert, gibt der den Auftrag, Valentin zu beseitigen. Sein Tod soll wie ein Unfall aussehen, deshalb wird der Polizist auf seiner Harley von zwei LKWs gejagt. Nur mit knapper Not kann Valentin entkommen. Abends nimmt Petra einen Drohanruf entgegen. Um sie und ihren Sohn Mike zu schützen, schickt Valentin die beiden auf der Stelle nach Rügen. Aber schon am nächsten Tag gelingt es ihm, Kohlmayer und seine Komplizen mit einem Trick und der Hilfe von Pater Tobias, dem Rüganer Pfarrer Hellwig, seines besten Freundes Bernie und seines Kollegen Kober zu entlarven. Ob der berufliche Erfolg Valentin, der jetzt bald heiraten will, dazu bringt, seine heimlichen Pläne doch noch mal zu überdenken? Denn, was Valentin bisher nur seiner zukünftigen Frau Petra anvertraut hat: Er denkt daran, den Dienst bei der Polizei zu quittieren...
79. Hochzeit mit Hindernissen
28.05.1997
Auf Rügen taucht ein seltsamer, aber gutaussehender Wanderprediger auf. Mit seinem Charme versucht er bei den Frauen des Ortes Geld für gute Zwecke zu sammeln. Währendessen werden einige Wirte am Ort Opfer einer mysteriösen Einbruchserie. Valentin fängt an zu ermitteln. Petra fühlt sich bei den Hochzeitsvorbereitungen vernachlässigt. Pater Tobias will die Frauen vor dem Wanderprediger warnen und findet wenig Gehör. Bei einem weiteren Einbruch kommt es zu einer Schießerei zwischen Haberl und den Gangstern. Valentin hat den Verdacht, dass die Einbrecher einen Spitzel bei der Polizei haben. Als er ihn offen ausspricht, kommt es zum Streit mit seinem Chef - und Valentin kündigt. Er will den Aiblinger Hof übernehmen. Die wohlhabende Agnes verfällt auch dem Wanderprediger. Und bevor Valentin Petra heiraten kann, kommt es auf dem Weg zur Kirche zu einer wilden Verfolgungsjagd.
53. Falsche Freunde
30.10.1996
Kaum von seinem Motorradunfall genesen, hat Valentin schon wieder alle Hände voll zu tun: Ein Heiratsschwindler treibt sein Unwesen. Das besonders Perfide an seiner Methode, einsame Frauen um ihr Geld zu erleichtern: Er gibt sich als Pfarrer aus! So etwas kann Valentin natürlich nicht dulden. Doch auch er selbst wird Opfer eines gemeinen Betrugs: Auf einem Werbefoto für den Wahlkampf um das Bürgermeisteramt in Schliersee taucht Valentin gemeinsam mit Freund Bernie und der Kandidatin Gaby Müllerschön auf - und das mit der Überschrift "Wohl dem, der gute Freunde hat!" Starker Tobak für die Wähler: Hat Valentin die Fronten gewechselt? Bisher unterstützte er doch immer seinen Vetter Karl Gruber im Wahlkampf. Natürlich ist das Foto eine Fälschung - und natürlich steckt mal wieder Valentins Erzfeind Bode hinter dem Betrug...
54. Frei wie ein Vogel
05.11.1996
Markus Wasmeier ist mal wieder zu Besuch bei seinem Freund Valentin. Die beiden kommen allerdings kaum zu ihrem Lieblingssport Bergsteigen, da sie sich als Tierschützer bewähren müssen: Zwei Jugendliche rauben die Vogelnester der Umgebung aus. Ganz besonders auf die Brut von Adlern haben sie es abgesehen. Währenddessen tobt in Schliersee der Wahlkampf. Valentins Vetter Karl Gruber - zurzeit regierender Bürgermeister - will seinen Posten partout ausschließlich mit lauteren Mitteln verteidigen. Dadurch hat er natürlich schlechte Karten gegen seine Hauptkonkurrentin Gaby Müllerschön, die mit allen Wassern gewaschen ist und außerdem einen Experten für schäbige Tricks - Christian Bode - an ihrer Seite hat. Wie werden die Wähler entscheiden?
55. Wiedersehen macht Freude
13.11.1996
Selten freut sich ein Gesetzeshüter, wenn ein verurteilter Verbrecher wieder auf der Straße ist. Detektiv Haberl dagegen sieht der Entlassung des Bankräubers Thomas Jordan mit wahrer Begeisterung entgegen: Als Haberl - damals noch Polizeichef von Schliersee - den Mann vor Jahren verhaftete, konnte die Beute des Bankraubs nicht sichergestellt werden. Nun haben sowohl die bestohlene Bank als auch die Versicherung jeweils 50.000 DM Belohnung auf die Wiederbeschaffung der Beute ausgesetzt - und Haberl ist sich sicher, dass er durch Beschattung von Jordan das gestohlene Geld finden wird. Währenddessen wird die frisch gebackene Bürgermeisterin Gaby Müllerschön nach ihrer Wahlkampfparty von einem Auto angefahren. Am Steuer sitzt der abgewählte Karl Gruber...
56. Väter und Söhne
20.11.1996
Endlich lernt Valentin mal wieder ein Frau kennen, die ihn wirklich begeistert: Petra Klinger, die neue Assistentin von Bürgermeisterin Gaby Müllerschön. Auch mit Petras Sohn Michael kommt Valentin hervorragend aus. Einziger Wermutstropfen der sich anbahnenden Romanze ist Rico, Petras geschiedener Mann und Vater des kleinen Michael. Rico will das Sorgerecht für seinen Sohn - und dabei ist ihm kein Mittel heilig. Zunächst beauftragt er Privatdetektiv Haberl, Petra zu beschatten und Beweise über ihren angeblich "unsittlichen" Lebenswandel zu sammeln. Als dabei keine brauchbaren Ergebnisse zu Tage gefördert werden, entführt Rico kurzerhand seinen eigenen Sohn. Verzweifelt bittet Petra Valentin um Hilfe - und bei der Jagd auf den Entführer kommen sich die beiden bald näher...
57. ...der werfe den ersten Stein
27.11.1996
Helle Aufregung unter den streng katholischen Bürgern von Schliersee: Pfarrer Tobias hat offenbar ein Verhältnis mit seiner Haushälterin Elli. Als der zwischen Zölibatsgelübde und Liebe hin und her gerissene Gottesmann auch noch während der Sonntagspredigt seine Affäre indirekt verteidigt, ist für die "Fundamentalisten" unter seinen Schäfchen das Maß voll. Auch die Frauen von Schliersee sind mit ihrer Geduld am Ende - jedoch wegen einer ganz anderen Geschichte: Frau Steinmann wird regelmäßig von ihrem tyrannischen Gatten verprügelt. Spontan bildet sich die erste Frauengruppe, die sich mit allerlei Schlagwerkzeugen aufmacht, dem gewalttätigen Ehemann eine Lektion zu erteilen. Valentin muss den Übeltäter vor den aufgebrachten Frauen schützen...
58. Blütenträume
04.12.1996
In Schliersee tauchen immer mehr gefälschte Fünfzig-Mark-Scheine auf. Eingetauscht werden sie überwiegend an den Tankstellen des Ortes. Da es sich um einfache Farbkopien auf schlechtem Papier handelt, sind die Geldscheine auch von Laien schnell als "Blüten" zu erkennen. Maisinger, dessen künftige Ehefrau Agnes mittlerweile für Pater Tobias den Haushalt besorgt, wird aufgrund ministerieller Weisung Leiter des Falschgeld-Krisenstabes. Die Arbeit aber macht Valentin. Als die Frau des Graveurs Theuerkauf - Valentin hat ihn schon im Verdacht - einen falschen Fünfziger in die Kirchen-Kollekte wirft, wird er schnell fündig. Er kann Theuerkauf, seine Geliebte, die Sekretärin von Verleger Konz und den "Geldwäscher" Werner auf frischer Tat am Farbkopierer des Verlagshauses verhaften. Privat ist Valentin wieder auf "Freiersfüßen", obwohl er zu seinem Glück bei Petra Klinger ein wenig gedrängt werden muss. Dafür sorgt schon ihr Sohn Mike, der Valentin inzwischen als väterlichen Freund betrachtet und ihn gern an der Seite seiner Mutter sähe. Mit einem Trick bringt er die beiden näher zusammen. Mike kauft seiner Mutter einen Blumenstrauß und behauptet, er sei von Valentin. Als sie sich dafür überschwänglich bedankt, greift der zunächst verdutzte Valentin die Gelegenheit beim Schopfe und verabredet sich mit Petra. Als er sie nach dem Rendezvous nach Hause bringt, kommt es zum ersten leidenschaftlichen Kuss.
59. Ritter Valentin
11.12.1996
Valentin als der "gute Mensch von Schliersee". Er hilft, wo er kann. Auf Bitten Miriams bringt er Bernie dazu, beruflich kürzer zu treten und nicht mehr alles gleichzeitig machen zu wollen: Radiodirektor, Lokalredakteur und Wirt einer Szenekneipe. Weitaus schwieriger allerdings ist sein Einsatz für die siebzehnjährige Ute Mensching, da ihm die Eltern hier eigennützige Motive unterstellen. Das junge Mädchen kommt aus einem sozial gefährdeten Milieu. Der arbeitslose Stiefvater schlägt sie ständig, und die Mutter nutzt sie als Arbeitskraft aus. Valentin kann die von zuhause weggelaufene Ute gerade noch daran hindern, sich aus Verzweiflung von einer Felswand zu stürzen. Um sie vor ihren Eltern zu schützen, bringt er sie zunächst im Aiblinger Hof unter, was Kathrin mit einiger Skepsis beobachtet: Sie erkennt sofort, dass sich Ute immer mehr in Valentin verliebt. Utes Eltern glauben nicht an selbstlose Absichten Valentins, sondern unterstellen ihm mehr oder weniger offen sexuelle Motive. Utes Vater will seine Tochter daher gewaltsam vom Aiblinger Hof holen: Er setzt Kathrin ein Messer an die Kehle und zwingt seine Tochter auf diese Weise, in sein Auto zu steigen. Valentin kommt in letzter Minute zum Hof und kann die Entführung gerade noch verhindern, indem er die Reifen von Menschings Auto zerschießt. Valentin ist klar, dass sich die Probleme der Familie Mensching nur lösen lassen, wenn sich ihre sozialen Verhältnisse ändern. Also besorgt er zunächst dem ausgebildeten Dreher Mensching eine Stelle im Metallbetrieb Lindner. Für sein Entgegenkommen erhält Lindner wiederum über Petra Klinger einen lukrativen Auftrag der Stadt. Ute bekommt eine Lehrstelle als Schriftsetzerin bei Verleger Konz und wird künftig im Lehrlingswohnheim leben.
60. Fehlschuß
18.12.1996
Maisinger und Lindner erleben auf der Jagd, wie ein Wilddieb vor ihren Augen einen Hirschbock erlegt. Agnes und Haberl stellen Nachforschungen darüber an, wo derzeit Wild in Schliersee preisgünstig angeboten wird. Ihr Verdacht fällt auf die Wildhandlung Renz. Valentin besucht daraufhin die Jagdhütte des Wildhändlers und entdeckt dort frisch eingelagertes Wild-Fleisch. Unterdessen ist Donatius Domberger aus Rügen gekommen, um in Schliersee einige Tage auf Fotosafari zugehen. Auf einer seiner Touren wird er von einem der Wilddiebe angeschossen. Valentin und Petersen finden ihn und können kurz danach auch die Wilddiebe festnehmen: Es sind tatsächlich der Wildhändler Renz sowie ein Arbeiter aus der Metallfabrik Lindner, der versucht hatte, den Verdacht auf einen tschechischen Arbeitskollegen zu lenken. Agnes und Maisinger bereiten ihre Hochzeit vor: Die Hochzeitsgesellschaft ist eingeladen, der passende Bibelspruch bei Pater Tobias ausgesucht, aber die Zweifel von Agnes wachsen. Sowohl gegenüber Haberl wie auch gegenüber Kathrin vom Aiblinger Hof lässt sie durchblicken, dass Maisinger nicht ihre "große Liebe" ist. Also kommt es, wie es wohl kommen mußte: Pater Tobias fragt Agnes bei der Trauungszeremonie, ob sie Maisingers Frau werden wolle und ihre Antwort lautet "Nein!" Und selbst nach einer eindringlichen Ermahnung durch Tobias bleibt sie dabei.
61. Mit gezinkten Karten
08.01.1997
Valentin verbringt seinen Urlaub auf Rügen. Schon auf der Fahrt vom Bahnhof wird es turbulent. Insel-Polizist Künath wird auf einer Baustelle in einem Streit deutscher und polnischer Arbeiter niedergeschlagen. Außerdem wurde Jerzy, einer der Leiharbeiter, ermordet. Im Speichel des Toten werden Asbestreste gefunden. Weil Künath Grippe hat, übernimmt Valentin ungefragt die Ermittlungen. Er findet heraus, dass der LKW-Fahrer Losse auch bei dem Arbeitsvermittler Sarchow auf der Lohnliste steht, und für ihn asbestverseuchten Abraum "entsorgt". Als Valentin am Abend die Baustelle inspiziert, auf der Jerzy ermordet wurde, wird er überfallen. Am nächsten Tag konfrontiert er Losse mit der Behauptung, dass er asbestverseuchte Rückstände unter den Fundamenten der Baustelle vergraben hat. Losse gesteht diese Tat, aber nicht den Mord an Jerzy. Denn dafür ist Sarchow verantwortlich, was Reifenspuren auf den Kleidern des Toten beweisen werden. Am Ende ist Valentin zwar erkältet, aber glücklich, dass er sich in den ersten Urlaubstagen nicht zu langweilen brauchte...
62. Das Findelkind
15.01.1997
Endlich! Valentins neue große Liebe, Petra Klinger, ist auf Rügen eingetroffen. Doch kaum ist sie aus dem Zug in Valentins Auto umgestiegen, hat er - unfreiwillig - schon die erste Überraschung parat: Auf der Rückbank hat die junge Polin Eva in ihrer Verzweiflung heimlich ihr Baby deponiert. Nachdem Valentin seinen Rügener Kollegen Künath von dem Findelkind erzählt hat, macht er sich mit Petra auf die Suche nach der Mutter. Gemeinsam mit seiner Freundin bringt der Bayer auf Rügen Licht in eine dunkle Geschichte, und am Ende haben die beiden nicht nur für Eva und ihr kleines Töchterchen Maria eine befriedigende Lösung gefunden, sondern auch "Tante Wibke" zu einer neuen Existenz verholfen. Allerdings gefällt es Bürgermeister und Fotograf Donatius Domberger ganz und gar nicht, wie die resolute Wibke Gernrich statt des "Störtebecker" nun sein Fotoatelier für ihre gastronomischen Ambitionen radikal umgestaltet - als Teestube...
63. Das Schweigen der Zeugen
22.01.1997
Valentin und seine Freundin Petra haben gesehen, wie ein Mann versuchte, die junge Vietnamesin Kim Sun zu erschlagen und in der Ostsee zu ertränken. Donatius Domberger kennt die Frau. Er hat sie mal bei einer Feier fotografiert. Gemeinsam mit Kai Warnitz, dem "Manager" der jungen Prostituierten, die für den Abend engagiert worden waren. Der Fall wird dramatisch, als Künaths Assistentin Mascha einen zweiten Mordversuch auf die verletzte Zeugin im Krankenhaus vereitelt und den Täter dabei anschießt. Immerhin spricht Kim, die bis jetzt geschwiegen hat, nun endlich über die Ereignisse: Sie hatte all ihre Erlebnisse in ein Tagebuch geschrieben, und der Täter hat Angst, dass so herauskommen könnte, wie er die Kunden seiner Mädchen erpresst. Daraufhin gibt sich Valentin als reicher Bayer aus und bändelt mit Kims Kollegin Li Than an. Es gelingt ihm, sie auf seine Seite zu ziehen und während sie schon ihre Aussage macht, hetzt Valentin hinter Warnitz her, der sich gerade mit seiner Partnerin Rebecca aus dem Staub machen will. Am Ende finden Kim Sun und Li Than Valentin so sympathisch, dass sie ihn bitten, ihr Beschützer zu werden. Was Valentin (geschmeichelt) und Petra (geschockt) natürlich ablehnen.
64. Tod eines Wachmanns
29.01.1997
Valentins ehemaliger Chef Otto Greiner ist jetzt bei einem privaten Wachdienst engagiert. Er ertappt nachts während des Rundgangs in einer Fabrik einen jungen Mann beim Umlackieren eines Wagens. Dieser fährt ihn auf der Flucht mit dem Auto an und verletzt ihn tödlich.
65. In den falschen Händen
05.02.1997
In der Praxis der Internistin Dr. Carola Steinorth wird in der Nacht eingebrochen. Das Diebesgut: Computer, in dem persönliche und medizinische Daten von Patienten gespeichert sind. Valentin vermutet, dass ein Erpresser hinter dem Einbruch steht.
66. Das falsche Spiel
12.02.1997
Ein Polizeieinsatz misslingt. Valentin und seinen Kollegen gehen nur Hennig, Rosi und Sabine, drei kleine Fixer, ins Netz. Drogendealer Paul dagegen entkommt. Auf dem Revier gibt's eine Überraschung. Eines der festgenommenen Mädchen entpuppt sich als Münchener Polizeianwärterin. Sabine will auf eigene Faust Ermittlungen im Drogenmilieu angestellt haben. Durch sie erfährt Valentin von Drogenboss Jaques, der es auf Schlierseer Schulkinder abgesehen hat. Sabine wird auf dem Aiblinger Hof untergebracht, Hennig und Rosi sollen in ärztliche Obhut gegeben werden, doch sie machen sich aus dem Staub. Am nächsten Tag werden sie tot aufgefunden. Jaques hat ihnen eine Überdosis verpasst. Valentins Ermittlungen führen ihn und Freundin Petra am Abend in den "Bunker", eine Techno-Disco, in der Paul sein Unwesen treibt. Doch wieder kann er Valentin entkommen. Als die junge Polizistin Sabine zu Paul ins Auto steigt, wird Valentin misstrauisch. Als er sie im Revier zur Rede stellen will, stellt sie ihm eine Falle: Polizeidirektor Staudinger und Dr. Maisinger müssen nun annehmen, dass Valentin Unzucht mit Abhängigen treibt. Er wird vom Dienst suspendiert. Sabine allerdings auch. Natürlich lässt sich Valentin nicht von weiteren Ermittlungen abhalten. Mit Hilfe seines Ex-Kollegen Haberl folgt er Sabine zu Pauls Münchener Wohnung. Er hört, wie die Polizistin und der Dealer beraten, wie sie Jaques um Stoff im Wert von einigen Millionen bringen und ihn gleichzeitig der Polizei ausliefern wollen. Nachdem Valentin die beiden festgenommen hat, spielt Sabine prompt wieder die verdeckte Ermittlerin, die nur im Sinne der Aufklärung des Falles gehandelt hat...
67. Das Gerücht
19.02.1997
Valentin hat Polzeianwärterin Sabine und ihren Komplizen, den Drogendealer Paul, verhaftet. Aber jetzt geht der Ärger erst richtig los. Die Presse hat Wind vom angeblichen Sex-Skandal im Polizeirevier bekommen und sogar in Valentins Bekanntenkreis gehen die Meinungen auseinander: Hat er oder hat er nicht?
68. Martha, Martha
16.04.1997
Eine Einbruchserie im Kaufhaus Marker ruft Valentin und seinen Kollegen Kober auf den Plan. Doch bei ihrem nächtlichen Einsatz geht ihnen nur die obdachlose Martha Reigel ins Netz, die häufiger mal heimlich in der Bettenabteilung übernachtet und sich in der Lebensmittelabteilung bedient. Mit den Diebstählen teurer Elektrogeräte und anderer wertvoller Gegenstände hat die liebenswerte 75jährige, die von ihrem Sohn aus dem eigenen Haus getrieben und um ihre Lebensversicherung betrogen wurde, nichts zu tun. Während Martha ihre sichere Unterkunft auf dem Schlierseer Polizeirevier genießt und sich nützlich macht, kommt Valentin mit ihrer Hilfe allmählich auf die wahren Täter: ehemalige, von Marker auf üble Weise geschasste Mitarbeiter, die offenbar den Plan haben, ihn nach einem besonders lukrativen Verkaufstag um 700 000 Mark zu erleichtern. Doch bevor Valentin das Einbrechertrio erfolgreich auf frischer Tat ertappt, macht er seine Freundin Petra kurzfristig zu seiner Assistentin. In München hilft sie ihm, den Sohn von Martha so zu schocken, dass Philipp Feigel gern das bereits eingeleitete Entmündigungsverfahren gegen seine Mutter zurückzieht und für deren ordentliche Unterbringung sorgt. Über all seinen Aktivitäten verpasst Valentin glatt die neue Entwicklung im Pfarrhaus. Pater Tobias gerät nämlich sofort mit der eben von Rügen zurückgekehrten Agnes Oberauer aneinander und engagiert statt ihrer ausgerechnet Lore Kalbfell als neue Haushälterin. Und Lore und Agnes hassen sich bekanntlich, seit Agnes den steinreichen Hutterer beerbt hat und nicht Lore, die ihm jahrelang den Haushalt führte.
69. In den Tiefen der See
05.03.1997
Eine schlimme Nachricht erreicht Valentin Gruber in Schliersee: Wibke Gernrich, seine geliebte Fast-Schwiegermutter, liegt im Sterben. Noch in der Nacht fährt er mit dem Motorrad nach Rügen.
70. Die PS-Kids
19.03.1997
Bei einem Verkehrsunfall wird Konstantin Künath schwer verletzt. Valentin Gruber muss für ihn auf Rügen einspringen. Während der Krankheitsvertretung kommt er Liomann auf die Spur: Der Gangster schickt Kinder zum Stehlen von Autos.
71. Mit harten Bandagen
26.03.1997
Die Älteren der Jugendgang, die Valentin hat auffliegen lassen, wollen ihren Boss aus dem Gefängnis befreien. Drei von ihnen überwältigen Valentin und versuchen, ihn in einem Sack im Hafen zu ertränken. Mit Hilfe des Fischers Hinner Reetmann kann sich Valentin aus dem Wasser retten, aber die Jungen, die ihm den Schlüssel zum Polizeirevier gestohlen haben, entwischen. Allerdings hat ihnen der Schlüssel nichts genützt, denn Liomann ist längst nach Bergen überstellt worden. Jetzt wissen die jungen Leute nicht, wie sie die schon geklauten Autos loswerden sollen. Besonders Ecke und der Lackierer Conny wollen Liomanns Platz gern einnehmen, während Uwe und Nico eigentlich lieber aussteigen möchten. Der beiden Jüngeren will sich Ines Rösch annehmen. Valentin hegt einen Verdacht gegen die Jugendlichen und stellt ihnen eine Falle. Pater Tobias und sein Freund Thormayer, der die 1000 Kilometer aus Schliersee mit dem Rad gefahren ist, müssen sich dazu als russische Mafiosi verkleiden. Was insbesondere dem bayerischen Pater einen Heidenspaß bereitet. So locken sie die Jungen an die Pier. Angeblich um die gestohlenen und umgespritzten Autos auf ein Schiff zu verladen. Die haben Valentin und seine Kollegen ja noch immer nicht gefunden. Die Falle schnappt zu, und so können Liomanns Komplizen verhaftet werden. Nicht aber die strafunmündigen Jungen. Aber für die hat Valentin auch eine Lösung. Sie werden dazu verdonnert, dem Fahrrad-Spezi Kuttner in seiner Werkstatt zu helfen, wo sie nun Rikschas für Touristen bauen...

Quelle: Sat.1

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Alle Texte (wenn nicht anders angegeben): Sat.1

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