| Bisher gesendet: 77 Folgen. |
| Staffel 1 |
| 1. Der Skandal - (90 Minuten) |
06.11.1995 |
Richter Berthold Sanwaldt lebt als Witwer zusammen mit seinen drei Töchtern in einer großzügigen Stadtvilla in München. Anna, 27, seine älteste Tochter, ist promovierte Betriebswirtin und auf dem besten Weg, als Direktionsassistentin im Bankhaus Hohdorf Karriere zu machen. Sylvie, 18 Jahre und bildschön, hat gerade ihr Abitur bestanden und träumt sich etwas ziellos durchs Leben. Im Moment jobbt sie in einem Bistro und lässt sich von Harry, einem Fotografen, umgarnen, der sie zu einer Model-Karriere überreden möchte. Das Nesthäkchen Patty ist für ihre zwölf Jahre ziemlich gewitzt und managt ihren Vater und ihre Schwestern souverän. Seit dem Tod von Sanwaldts Frau hat seine Schwester Mathilde den Haushalt geführt. Nach deren überraschender Hochzeit suchen Berthold und seine Töchter eine Haushälterin. Um die Stelle bewirbt sich Margot Dubies. Margot wurde eben aus der Haftanstalt entlassen, wo sie 15 Jahre wegen Doppelmordes einsaß. Die attraktive und ungebrochene Frau hatte jedoch über all die Jahre immer wieder ihre Unschuld beteuert. Berthold, damals Beisitzer in Margots Verhandlung, war der einzige Mensch, der ihr geglaubt hat. Als er nun - ohne seine Töchter vorher ins Vertrauen zu ziehen - Margot einstellt, hängt der Haussegen schief. Anna, Sylvie und Patty sind empört über ihren Vater: Er hat sie nicht einmal nach ihrer Meinung gefragt. Da Sanwaldt geschworen hat, Margots Geheimnis nicht zu verraten, lässt er seine Töchter zunächst im Unklaren. Die Mädchen vermuten, dass er ihnen eine neue Geliebte unterjubeln will.
Sanwaldts langjährige Freundin, die Gynäkologin Dr. Sonja Muth, wird allmählich misstrauisch. Bevor sie zu einem Kongress aufbricht, schickt sie Sanwaldt einen Brief und stellt ihm ein Ultimatum: entweder Ehe - oder Schluss. Währenddessen besichtigt Anna ein Appartement, das die Geschäftsleitung des Bankhauses Hohdorf seiner neuen Direktionsassistentin zur Verfügung stellen will. Dort trifft sie auf den Junior-Chef Jens Hohdorf, den sie für den Hausmeister hält. Wenig später bleibt sie mit ihm im Fahrstuhl stecken - eine prekäre Situation, doch Jens, der vermeintliche Hausmeister, versteht es bald überaus sensibel, die aufgebrachte Anna zu beruhigen. Die Nacht im Fahrstuhl vergeht für beide wie im Flug. Die Töchter proben den Aufstand. Trotzig beschließen sie, die Villa zu verlassen: Anna hat sich entschlossen, in eine Dienstwohnung des Bankhauses zu ziehen, Sylvie will mit Hilfe von Harry eine Karriere als Fotomodell in Südamerika starten, und Patty beabsichtigt, in ein Internat zu gehen. Sanwaldt fragt seinen Freund Prälat Rottmann um Rat und kommt schließlich selbst auf die vermeintliche Lösung: Er nimmt sich vor, Sonja zu heiraten, in der Hoffnung, damit alle Schwierigkeiten beseitigen zu können. Sylvies Freund Harry hat durch einen Zufall Margot Dubies am offenen Fenster in Sanwaldts Haus erkannt. Er wittert sofort eine Geschichte und bietet die Story seinem Chefredakteur an, und wenig später gelingt es ihm, ein Foto von Margot zu schießen. Am nächsten Tag platzt die Bombe: Harrys Geschichte ist in der Zeitung. "Giftmörderin bekocht ihren Richter" heißt die Schlagzeile: Nun muss Sanwaldt Farbe bekennen.
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| 2. Pattys Termin |
09.11.1995 |
Früher Morgen in der Villa Sanwaldt. Tante Mathilde ist fest entschlossen, sich an diesem Tag ihr häusliches Terrain zurückzuerobern. Dabei stößt sie erwartungsgemäß mit Margot zusammen. Anna bereitet sich auf ein Wiedersehen mit Jens Hohdorf vor. Nach der gemeinsam im Fahrstuhl verbrachten Nacht sieht sie dem Treffen mit gemischten Gefühlen entgegen. Aber im Bankhaus Hohdorf angekommen, erlebt sie eine Überraschung: Anna ist im Zeitplan des vielbeschäftigten Juniorchefs erst für 17 Uhr vorgesehen - Jens lässt sie erst einmal schmoren. Margot will ihre ehemalige Zellengenossin Elsa im Gefängnis in Aichach besuchen. Als Berthold Sanwaldt hört, dass sie mit dem Zug fahren will, bietet er ihr sein Auto und sich selbst als Fahrlehrer an. Aus der "Fahrstunde" wird ein romantischer Spaziergang zur Wallfahrtskirche "Maria Birnbaum", und für Berthold werden Erinnerungen an alte Zeiten wach. Patty arbeitet an einem Referat über Barockorgeln und hat sich als Fachberater Roman Rottmann auserkoren. Beim "Lehrunterricht" in der Friedhofskapelle werden sie jedoch von einem Einbrecher überrascht, der die beiden in der Sakristei einschließt und sich auf und davon macht. Hilfe ist nicht in Sicht, denn niemand zu Hause weiß, wo sich Patty mit Rottmann treffen wollte.
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| 3. Väter und Töchter |
16.11.1995 |
Margot würde sich gerne mit ihrem Vater versöhnen, aber Hermann Dubies, der in einem Seniorenheim lebt, bleibt stur. Auch die Nachricht, dass ihr Prozess dank des aufgetauchten Entlastungszeugen wieder aufgenommen wird, kann ihn nicht umstimmen. Die eifersüchtige Mathilde hat sich zu einer Entscheidung durchgerungen: Wenn schon eine andere Frau im Haus, dann doch wenigstens eine, die sie selbst ausgesucht hat. Ihre Wahl fällt auf Bertholds Sekretärin Frau Haase. "Rein zufällig" trifft Mathilde sie im Biergarten und muss dort leider miterleben, dass Frau Haase schon an Wachtmeister Heiminger vergeben ist. Im Bankhaus Hohdorf ist Anna zum ersten Mal auf sich selbst gestellt und muss mit einer Entscheidung über eine Kreditvergabe an einen wichtigen Kunden Verantwortung übernehmen. Harry steckt in der Klemme: Er hat seinem Chefredakteur einen Exklusivvertrag mit Sylvie für Fotoaufnahmen vorgegaukelt. Sylvie lehnt aber jeden Kontakt mit ihm ab. Wütend zerstört er einen großen Teil seiner teuren Fotoausrüstung und präsentiert Sylvie eine astronomisch hohe Rechnung. Sylvie ist entsetzt: Sie hatte zwar einige von Harrys Geräten aus Zorn zertrümmert, als feststand, dass er Margots Geschichte an die Zeitung verkauft hatte, aber eine derartig hohe Summe kann sie sich nicht erklären. Berthold Sanwaldt nimmt die Sache in die Hand. Aber dieser aufregende Tag ist noch nicht zu Ende: Jens kommt gerade von seiner Geschäftsreise zurück, um Anna einen Heiratsantrag zu machen, da erreicht Margot die Nachricht, dass ihr Vater im Sterben liegt.
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| 4. Prozessfolgen |
23.11.1995 |
Margots Fall wird erneut vor dem Landgericht verhandelt: Der Schwurgerichtssaal ist bis auf den letzten Platz besetzt, Margot und die Familie sind gleichermaßen nervös. Große Aufregung herrscht, als Peter Miller, Margots Entlastungszeuge, nicht erscheint. Die Verhandlung droht zu Margots Entsetzen zu platzen. Da taucht als rettender Engel Onkel Albert mit einem Fax auf: Nachricht vom Zeugen Miller. Er verspätet sich, weil sein Flugzeug notlanden musste. So nimmt der Prozesstag schließlich doch noch einen glücklichen Verlauf. Margot wird mit einem Freispruch endlich rehabilitiert. In der Villa wird dieses Ereignis gefeiert. Nur zwei Menschen sind an diesem Tag nicht ganz glücklich: Sonja, die das Geschehen eifersüchtig im Fernsehen verfolgt hat, versucht, sich selbst zur Feier einzuladen, aber Patty macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Und Sylvie ist wie vor den Kopf geschlagen, als sie feststellen muss, dass ausgerechnet der attraktive Jens Hohdorf Annas neuer Freund ist. Um ein Haar kämen sich Berthold Sanwaldt und Margot an diesem Abend endlich etwas näher - wenn nicht Tante Mathilde die Idylle stören würde. Am nächsten Tag hat Berthold Geburtstag. Sonja schenkt ihm einen gemeinsamen Urlaub auf den Seychellen. Schließlich spürt sie, dass es zwischen ihnen nicht mehr so ist wie früher, und so versucht sie, Boden gutzumachen. Berthold, von seinen Gefühlen hin- und hergerissen, nimmt das Geschenk an. Aber wieder kommt alles ganz anders, denn plötzlich erkrankt Patty.
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| 5. Sturmwarnung |
30.11.1995 |
Berthold Sanwaldt ist verwirrt: Was bedeuten seine Gefühle für Margot wirklich? Sonja kommt mit einem neuen Plan, Margot auszuschalten, vorzeitig aus ihrem Urlaub zurück: Sie überredet ihren Freund, Apotheker Muckeder, Margot eine Stelle anzubieten. Margot findet das Angebot auch prompt verlockend, denn sie glaubt, dass ihr früherer Arbeitgeber sie empfohlen hat. Anna und Jens haben sich gestritten: Ihn stört ihr Ehrgeiz, sie möchte beruflich weiterkommen. Anstatt mit Jens zu einer Vertragsunterzeichnung nach Florida zu fahren, entscheidet sie sich für einen Besuch an der New Yorker Börse mit seinem Prokuristen Prack. Jens ist sauer. Kurz entschlossen packt er seine Sachen, um für ein paar Tage in den Süden zu fahren. Sylvie leidet, sie hat sich hoffnungslos in Jens verliebt. Auch Patty hat mit ihrem kindlichen Instinkt die Situation erkannt. Aber nicht nur sie, auch Margot entdeckt durch Zufall Sylvies heimliche Leidenschaft. Sylvie entschließt sich, ihre Tante in Verona zu besuchen. Sie will Distanz zwischen sich und Jens schaffen. Aber das Schicksal hat einen anderen Plan, und so kommt es im Zug nach Verona zu einer folgenschweren Begegnung.
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| 6. Schwein gehabt |
07.12.1995 |
Berthold Sanwaldt und Margot versuchen, ihre Beziehung vorerst geheim zu halten. Aber natürlich haben alle Töchter schon längst gemerkt: die beiden sind ein Liebespaar. Als sich Jens aus Verona bei den Sanwaldts meldet, vermuten Patty und Margot Schlimmes: Kann es sein, dass Sylvie und Jens gemeinsam nach Italien gefahren sind? Im Bankhaus Hohdorf erfährt auch Anna durch einen Zufall, wo Jens sich aufhält. Als sie bei Tante Doris in Verona anruft, erfährt sie, dass Sylvie überraschend ihren Besuch abgesagt hat. Langsam wird Anna misstrauisch. Sie beschließt, sich Gewissheit zu verschaffen, nimmt kurz entschlossen Urlaub und fährt Jens hinterher. Tante Mathilde ist eifersüchtig auf die gute Beziehung zwischen den Sanwaldt-Mädchen und Margot - sie startet einen "Gegenangriff". Zusammen mit Albert lädt sie Patty und zwei ihrer Freundinnen zu einem Kinderfest nach Dachau ein. Dort gewinnt Patty bei einer Verlosung den Hauptpreis: ein kleines, quicklebendige Schwein. Ilse Haase und Werner Heiminger machen einen Badeausflug. Als sie zum Parkplatz zurückkehren, ist Heimingers Auto gestohlen worden - mit wichtigen Unterlagen, die Sanwaldt am nächsten Tag für einen hochbrisanten Prozess gegen Polit-Prominenz benötigt.
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| 7. Margots Schock |
14.12.1995 |
Während eines gemeinsamen, romantischen Wochenendausflugs macht Berthold Sanwaldt Margot einen Heiratsantrag - überglücklich willigt sie ein. Jens Hohdorf hat schlechte Karten: Einer der Bosse der Big-Five-Gruppe, eines Finanzkartells, das in enger Zusammenarbeit mit dem Bankhaus Hohdorf illegal beträchtliche Summen ins Ausland transferiert hat, wird des betrügerischen Bankrotts überführt. Dadurch droht auch dem Bankhaus Hohdorf und insbesondere Jens eine Überprüfung. Er verschweigt diese beunruhigende Entwicklung Anna gegenüber. Sylvie findet im Vorgarten der Villa Sanwaldt den Generalschlüssel der Bank, Jens hatte ihn dort verloren. Sie nutzt die Gelegenheit und bringt ihm den Schlüssel selbst vorbei. Obwohl Jens es immer deutlicher spürt, dass er sich in Sylvie verliebt hat, bleibt er vorerst noch standhaft. Margot holt die Vergangenheit ein: Frau Hartmann, die Mutter des Mordopfers, stattet ihr einen Besuch ab. Ihr Sohn Hartmut hatte kurz vor seinem Tod sein Testament zugunsten von Margot geändert. Das Erbe konnte sie jedoch als verurteilte Mörderin nicht antreten. Nachdem Margot nun rehabilitiert ist, besteht Frau Hartmann darauf, dass Hartmuts letzter Wille respektiert wird. Margot erbt ein Riesenvermögen. Sonja plant wieder einmal eine böse Intrige: Sie will Mathilde dazu benutzen, Margot aus dem Haus zu vertreiben. Und Mathilde, immer noch eifersüchtig, lässt sich diese Möglichkeit nicht entgehen.
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| 8. Durch die Blume gesagt |
21.12.1995 |
Sonjas Plan ist aufgegangen: Margot hat die Villa Sanwaldt Hals über Kopf verlassen, nachdem Mathilde ihr eingeredet hatte, dass durch eine Heirat mit Berthold der gute Ruf der Familie Schaden nehmen würde. Berthold, der nicht weiß, wohin Margot plötzlich verschwunden ist, vermutet, dass das riesige Vermögen, das Margot geerbt hat, sie veranlasst hat, woanders ein neues Leben zu beginnen. Patty kann nicht mehr mit ansehen, wie ihr Vater leidet. Sie bittet Prälat Rottmann um Hilfe. Und tatsächlich bekommt Rottmann heraus, dass Margot vorläufig im Hotel Vier Jahreszeiten wohnt. Er sucht sie auf, doch Margot ist nicht umzustimmen. Sie plant, nach Amerika zu gehen und erinnert Rottmann an seine Schweigepflicht. Auch Frau Haase macht sich langsam Sorgen um ihren Chef. Sie kennt die Familie Sanwaldt seit vielen Jahren und vermutet, dass Mathilde mit dem Verschwinden von Martha zu tun hat. Sie gibt Berthold den entscheidenden Tipp. Er stellt Mathilde zur Rede -, und es kracht ordentlich im Hause Sanwaldt. Leider weiß Berthold immer noch nicht, wo sich seine Margot befindet. Jetzt greift Rottmann zu einem Trick.
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| 9. Realitätsverlust |
28.12.1995 |
Berthold Sanwaldt ist überglücklich: Er hat Margot wieder gefunden und will sie nie mehr gehen lassen - das Aufgebot wird bestellt. Auch Jens Hohdorf und Sylvie finden endlich zueinander, aber unter der drückenden Last des schlechten Gewissens werden sie nicht glücklicher. Jens möchte Anna und der Familie Sanwaldt möglichst schnell die Wahrheit über ihre Liebe sagen, aber Sylvie fleht ihn an, noch zu warten - auch weil sie Margot und ihrem Vater nicht die Hochzeit verderben will. Berthold Sanwaldt hat einen Verbrecher zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, der daraufhin schwört, sich an ihm, dem beisitzenden Richter und dem Staatsanwalt zu rächen. In der Tat wird Berthold in den folgenden Tagen von zwei zwielichtigen Gestalten verfolgt, ohne dass er es bemerkt. Wenig später haben der beisitzende Richter und der Staatsanwalt einen Unfall. Die umsichtige Frau Haase schließt messerscharf, dass Sanwaldt als Nächster an der Reihe sein dürfte. Sie setzt Himmel und Hölle und die Polizei in Bewegung, um Berthold und Margot aufzuspüren, die gerade einen Ausflug zum Starnberger See machen.
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| 10. Die Explosion |
04.01.1996 |
Die Hochzeit von Berthold und Margot steht unmittelbar bevor. Berthold ist gut gelaunt und versöhnt sich wieder mit Mathilde. Margots ehemalige Zellengenossin Elsa ist als Trauzeugin geladen und erhält Hafturlaub. Anna findet in Sylvies Zimmer einen Zeitungsausschnitt mit einem Foto von Jens. Sie wird misstrauisch und vermutet, dass es zwischen Jens und ihrer Schwester irgendwelche Verbindungen gibt. Sie vertraut sich Prälat Rottmann an. Rottmann, der von Sylvies und Jens Liebesbeziehung weiß, versucht, Anna zu beruhigen. Doch ihm ist nicht ganz wohl bei der Sache. Auch Sylvie wird langsam nervös. Sie spürt, dass Anna auf dem besten Weg ist, ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Die Nachbarvilla, die sich Sonja kurzerhand gekauft hat, um so in Bertholds Nähe zu bleiben, wird von einer Gasexplosion erschüttert. Berthold wird dabei verletzt und muss ausgerechnet von Sonja noch kurz vor der Trauung verarztet werden. Während der Hochzeitsfeier erreicht Jens die Nachricht, dass Ermittlungsbeamte seine Firma durchsuchen. Überstürzt bricht er auf.
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| 11. Fliederträume |
11.01.1996 |
Nach einem Unfall liegt Jens bewusstlos und schwer verletzt im Krankenhaus. Sigrid Hohdorf und Anna wachen Tag und Nacht an seinem Bett. Sylvie in München ist völlig verzweifelt: Anna weiß immer noch nichts von Sylvies Liebe zu Jens, und so hat sie auch keinen offiziellen Grund, ihn im Krankenhaus zu besuchen. In der Villa Sanwaldt pflegen Patty und Margot ihre Wehwehchen: Margot fühlt sich nicht wohl und hat Kreislaufbeschwerden, bei Patty sind die Symptome nicht so klar. Kaum ist es ihr gelungen, sich vor der Schule zu drücken, läuft sie schnurstracks zu Prälat Rottmann. Der hat nämlich seinen Sekretär Max zu sich zum Frühstück eingeladen, und Patty möchte mit selbst gemachten Speckpfannkuchen das Herz von Max gewinnen. Sie hat sich in den jungen Kirchenmann verliebt. Margot geht es gesundheitlich so schlecht, dass sie Sonja, die gerade im Begriff ist, in ihr neuerworbenes Haus gegenüber der Villa Sanwaldt zu ziehen, um Hilfe bittet. Sonja kommt Margots Unwohlsein schnell auf die Spur: Margot ist schwanger. Margot hat immer angenommen, keine Kinder bekommen zu können. Zudem ist sie sich nicht sicher, wie Berthold die Nachricht aufnehmen wird. Dieser hat jedoch durch Patty bereits von dem unverhofften Familiennachwuchs erfahren und ist glücklich. Jens ist für kurze Zeit aus dem Koma erwacht. Hoffnung kommt auf. Sylvie bricht ihr Versprechen, nicht zu ihm zu fahren. Sie macht sich mit Bertholds Wagen auf den Weg zum Krankenhaus - und kommt um Minuten zu spät: Jens ist gerade seinen schweren Verletzungen erlegen, ohne dass Anna ihm sagen konnte, dass sie ein Kind von ihm erwartet.
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| 12. Gemischte Gefühle |
18.01.1996 |
In der Redaktion des Silver-Verlags herrscht helle Aufregung. Herr Petzold, Chef einer großen Werbeagentur, hat dort die Fotos gesehen, die Harry Berger einmal von Sylvie gemacht hatte: Die oder keine will er als neues Top-Model. Harry ist nicht erreichbar, und so hat Stefan, der Assistent von Redaktionschef Mark Gerster, die undankbare Aufgabe, in München nach der unbekannten Schönen zu suchen. Jens wird beerdigt. Sigrid Hohdorf hat herausgefunden, dass die Steuerfahndung eine anonyme Anzeige bekommen hatte, - sie ist entschlossen, den Hintermann zu finden. Bald verdächtigt sie den Prokuristen Prack. Zusammen mit der langjährigen Bankangestellten Frau Bittner geht sie ihrem Verdacht nach und findet ihn wenig später tatsächlich bestätigt. Patty schreibt Max einen Liebesbrief, den sie in Rottmanns Briefmappe deponiert. Im Erzbischöflichen Ordinariat erwischt der Generalvikar Max beim Lesen des Briefchens und nimmt dem jungen Mann nicht ab, dass die Verfasserin ein zwölfjähriges Mädchen ist. Max bekommt Schwierigkeiten. Als Patty davon erfährt, klärt sie die Sache persönlich auf. Sylvie und Anna versuchen, jede auf ihre Weise, den Schmerz über den Verlust von Jens zu bewältigen. Sylvie entschließt sich, eine Stelle als Au-pair-Mädchen in London anzutreten. Anna gerät in einen schweren Gewissenskonflikt: Sie ist sich nicht sicher, ob sie das Kind ohne Vater aufziehen kann und erwägt eine Abtreibung.
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| 13. Plötzliche Wende |
25.01.1996 |
Margot hat sich entschlossen, mit einem Großteil des geerbten Geldes eine Stiftung einzurichten, eine Mutter-Kind-Station im Frauengefängnis von Aichach. Familie Sanwaldt fährt gemeinsam zur festlichen Einweihung. Inzwischen hat Stefan endlich Sylvies Adresse erfahren, aber vor der Villa Sanwaldt wartet er zunächst vergeblich auf Sylvie, die bereits auf dem Weg nach London ist. In letzter Minute kann Stefan sie von ihrem Entschluss abbringen. Es scheint so, als würde für sie eine neue Zukunft beginnen. Margot wird plötzlich ernsthaft krank. Die Symptome deuten auf eine schwere Nierenvergiftung hin. Nicht nur Margot, sondern auch das Leben des Kindes wären dann in ernsthafter Gefahr. Margot wird ins Krankenhaus eingeliefert. Als Harry Berger von seinem Indien-Trip zurückkehrt, muss er feststellen, dass Sylvie einen Vertrag mit der Werbeagentur abgeschlossen hat. Er behauptet, sie entdeckt zu haben und verlangt eine finanzielle Beteiligung. Aber Sylvie lässt ihn ziemlich unsanft abblitzen. In der Klinik wird festgestellt, dass es sich bei Margots Krankheit um eine harmlose Hundeallergie handelt. Alle atmen auf, nur Nougat kann nicht mehr im Hause Sanwaldt bleiben. Die einsame Ingrid nimmt ihn bei sich auf. Anna hat sich letztlich doch für ihr Kind entschieden, und so kehrt langsam Ruhe im Hause Sanwaldt ein. Zum Schluss gibt es für Berthold eine Überraschung: Er wird zum Vorsitzenden Richter am Oberlandesgericht ernannt.
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| Staffel 2 |
| 14. Schwarze Katze von links... |
01.02.1996 |
Im Hause Sanwaldt laufen alle Vorbereitungen für die Geburt von Kind und Enkelkind auf Hochtouren. Man kann sich einfach nicht einigen, wie denn nun der zukünftige Sohn heißen soll. Anna dagegen weiß den Namen ihres ebenfalls vermutlich männlichen Kindes bereits: Jens, nach seinem verstorbenen Vater. Sylvie trauert immer noch um Jens und kann Annas Anblick nicht ertragen. Daher beschließt sie, auszuziehen, bevor sie sich und ihre Liebe verrät. Sonja Muth bereut inzwischen ihren Entschluss, in Bertholds Nähe zu ziehen. Sie leidet mehr unter dem Anblick des Sanwaldtschen Familienglücks, als sie zugeben will. Auch Sigrid Hohdorf beschäftigt die Geburt ihres zukünftigen Enkels sehr. Denn obwohl Anna und Jens noch nicht verheiratet waren, ist das Baby für sie der künftige Erbe der Hohdorf-Bank. Für Berthold Sanwaldt kommt der große Tag der Amtseinführung am Bayerischen Obersten Landesgericht. Doch bevor er vereidigt werden kann, erreicht ihn eine Nachricht aus dem Krankenhaus: Das Kind kommt.
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| 15. Hochverrat |
08.02.1996 |
Familie Sanwaldt ist nicht um zwei Söhne, sondern um zwei Töchter reicher: Jenin und Verena, die Babys von Anna und Margot. Berthold ist glücklicher Vater und Großvater. Sein erster Fall im neuen Amt ist ein Hochverratsprozess. Um die Familie nicht zu beunruhigen, erzählt Berthold nichts und verschweigt auch, dass er rund um die Uhr von Bodyguards beschützt wird. Weihbischof Roman Rottmann hat eine gute Idee. Scheinbar ganz zufällig führt er dem Sanwaldtschen Hausmusikkreis ein neues Mitglied zu, seinen Neffen Professor Dr. Johannes Hängsberg. Der gutaussehende Schönheitschirurg soll mit Sonja verkuppelt werden. Dazu wird diese als Taufpatin für Jenin gewonnen. Margot ist mit dem Handel einverstanden - unter der Bedingung, dass Elsa Verenas Patin sein darf und nach der Entlassung aus der Haftanstalt als Haushälterin bei den Sanwaldts arbeitet. Und so wird die Taufe ein fröhliches Fest. Doch die Freude währt nicht lange. Als die Sanwaldts nach Hause zurückkehren, steht die Feuerwehr vor der Tür. Sympathisanten des Angeklagten Trettner haben symbolisch eine Puppe verbrannt.
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| 16. Ende eines schönen Tages |
15.12.1996 |
Berthold und die Villa werden seit dem Brandanschlag rund um die Uhr bewacht. Anna hat das Sanwaldtsche Haus verlassen und wohnt bei Sigrid Hohdorf. Sie verweigert die Annahme von Briefen und jeden Kontakt mit der Familie. Sigrid hat Anna und Enkelin Jenin mit offenen Armen aufgenommen. Der Anfang für das Gelingen ihres Planes, Anna und vor allem Jenin für sich zu gewinnen. Um einen klaren Kopf zu bekommen, geht Berthold Sanwaldt seiner Lieblingsbeschäftigung nach: Angeln. Es erreicht ihn die Nachricht, dass der Hauptbelastungszeuge im Trettner-Prozess bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist. Für Hochverräter Trettner könnte es nun Freispruch bedeuten.
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| 17. Trettners Plan |
22.02.1996 |
Berthold Sanwaldt ist in der Hand von Entführern. Ein Foto wurde der Polizei zugespielt. Aber niemand weiß, was die Entführer bezwecken, da ausgeschlossen ist, dass der des Hochverrats und achtfachen Mordes angeklagte rechtsradikale Hilmar Trettner freigelassen wird, wenn die Entführer mit der Ermordung Sanwaldts drohen. Sowohl die Sonderkommission der Kripo als auch die Familie Sanwaldt leben in völliger Ungewissheit über Bertholds Schicksal. Unterdessen hat Berthold die Hoffnung nicht aufgegeben, obwohl ihm immer klarer wird, dass er seine Entführung nicht überleben soll. Mit letzter Kraft versucht er, eine vage Chance zu nutzen.
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| 18. Duplizität der Ereignisse |
29.02.1996 |
Berthold Sanwaldt genießt einen Erholungsurlaub mit seiner nun wieder vollzähligen Familie. Doch schon zeichnen sich neue Konflikte ab. Sigrid Hohdorf will Jenin zur einzigen Erbin der Hohdorf-Bank und des Familienvermögens machen. Sie befürchtet, dass Anna eines Tages einen neuen Lebenspartner finden wird und Jenin ihrem Einfluss entzogen werden könnte. Sigrid hat ohne Annas Wissen einen Vaterschaftsnachweis erstellen lassen. Weil sie nicht damit rechnet, dass Anna ihr Jenin freiwillig überlassen würde, macht sie Anna ein verlockendes berufliches Angebot: Sie erteilt ihr Prokura. Auch Sylvie ist auf dem Weg zur großen Karriere. PR-Manager Grünwald plant eine Veranstaltung in Nizza, bei der die Hauptdarstellerin für ein Remake des Films "Kleopatra" gesucht wird. Sylvie soll als deutsche Vertreterin in der Endauswahl stehen.
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| 19. Der vernünftige Hund |
07.03.1996 |
Sylvie bereitet sich auf ihren großen Tag vor. Helmut Grünwald kümmert sich sehr um den "kommenden Filmstar". Vielleicht ein bisschen zu sehr, findet Berthold, vor allem als Frau Haase ihn darauf aufmerksam macht, dass Grünwald von seinen Schützlingen im allgemeinen eine Gegenleistung erwartet. Anna und Dr. Hängsberg stellen immer mehr fest, dass sie sich ineinander verliebt haben. Doch keiner traut sich, den anderen anzusprechen, denn schließlich ist Hängsberg ja immer noch mit Sonja zusammen. Der Zufall kommt den beiden zu Hilfe. Während Elsa im Hause Sanwaldt freudig empfangen wird, hat Sina Glück bei der Jobsuche. Sie wird Bedienung in einem Ausflugslokal - zu besten Konditionen.
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| 20. Überraschung in Nizza |
14.03.1996 |
Berthold Sanwaldt hat beschlossen, seiner Tochter Sylvie und Helmut Grünwald nach Nizza zu folgen. Berthold will unbedingt verhindern, dass sie die Geliebte des PR-Managers wird. Doch Sylvie weiß schon längst, wie der Hase läuft. Sie hat beschlossen, mit allen Mitteln Karriere zu machen. Berthold kommt zu spät. Zudem hat sich alles gegen ihn verschworen. Zuerst findet er kein Hotelzimmer, dann erreicht er Sylvie nicht, und zu guter Letzt wird er ausgeraubt. Ohne Geld, Ausweis und Auto läuft er stundenlang durch Nizza und kann die Auswahlveranstaltung nur von außen beobachten. Zum Glück trifft er Margot dort. Sie hat die Kinder abgegeben und ist ihm hinter her gefahren. Sylvie wird als Kleopatra-Darstellerin ausgewählt. Den Erfolg feiert sie zusammen mit Grünwald auf dessen Luxusjacht.
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| 21. Disharmonie |
21.03.1996 |
Sonja ist sauer auf die Sanwaldts. Zwar war ihre Liebe zu Johannes Hängsberg nicht mehr so groß, aber sie ist gekränkt, dass er Anna den Vorzug gegeben hat. Nach einem großartigen Racheauftritt setzt sie sich ab. Berthold macht sich Sorgen um Sylvie. Er ahnt inzwischen, dass sie ein Verhältnis mit Grünwald hat, ist aber der Ansicht, sie sei das nichtsahnende Opfer. Sylvie nimmt ihm die Illusion. Für sie ist die Beziehung der Weg zum Ziel, ein großer Star zu werden. Den Vorhaltungen ihres Vaters schenkt sie keinen Glauben. Sie verlässt die Familie, um sich auf ihre Vorbereitungen für die Dreharbeiten zu konzentrieren. Anna hat ebenfalls vor, die heimische Villa zu verlassen. Sie möchte mit Johannes Hängsberg zusammenziehen. Allerdings weiß sie noch nicht, wie sie das Sigrid Hohdorf beibringen soll.
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| 22. In letzter Minute |
28.03.1996 |
Sigrid Hohdorf ist entsetzt darüber, dass Anna mit Johannes Hängsberg zusammenleben will. Sie setzt Anna unter Druck. Sonja genießt ihren Urlaub auf dem Kofler-Hof. Zwischen Veit Kofler und ihr knistert es gewaltig. Kurz vor Sonjas Abreise passiert das Unvermeidliche. Sonja ist über sich selbst entsetzt und will Veit nie mehr wiedersehen. Aber der lässt nicht locker. Sylvie hat sich ganz von ihrer Familie zurückgezogen: Schauspielunterricht, Fitnesstraining, ein strenger Diätplan nehmen sie voll in Anspruch. Richtig glücklich ist Sylvie aber nicht, auch wenn sie Patty und Anna, die überraschend zu Besuch kommen, etwas anderes vorspielt. Unverhofft ruft sie Berthold an: Sie hatte einen Unfall und muss wegen ihrer Schnittverletzungen im Gesicht ins Krankenhaus. Helmut Grünwald kommt der Unfall sehr gelegen, denn die "Kleopatra-Aktion" war nur ein Werbegag. Nun benutzt er Sylvies Verletzungen, um ihr einen werbewirksamen Ausstieg zu verschaffen.
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| 23. Tante Mathilde greift ein |
04.04.1996 |
Sylvie hat den Selbstmordversuch überlebt. Die Familie denkt verzweifelt darüber nach, wie Sylvies Lebenswille wieder geweckt werden könnte. Tante Mathilde findet eine Möglichkeit. Der Silver-Verlag sucht eine Redaktionsvolontärin. Mathilde erinnert sich daran, dass ihre Nichte früher einmal Journalistin werden wollte. Sie erkämpft für Sylvie bei Chefredakteur Gerster eine Chance. Während Mathilde noch die Fäden zieht, trifft in der Villa Sanwaldt ein Fax aus New York ein. Sylvie erhält das Angebot, eine kleine Rolle in einem Kinofilm zu spielen, mit der Aussicht, dass sich größere Projekte anschließen könnten. Tatsächlich können beide Angebote Sylvie aus ihrer Lethargie herausholen. Auch Sonja Muth steht vor einer schweren Entscheidung. Veit Kofler hat ihr einen Heiratsantrag gemacht. Zu ihrem eigenen Erstaunen stellt Sonja fest, dass sie sich mit dem Gedanken, auf dem Land zu leben und zwei bis drei Kinder zu haben, sehr gut anfreunden kann.
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| 24. Annas Entscheidung |
11.04.1996 |
Am frühen Montagmorgen steht Sigrid Hohdorf vor Berthold Sanwaldt und bittet ihn, einen Vertrag auszuarbeiten. Sie will Jenin, die Tochter von Anna und ihrem verstorbenen Sohn Jens, zu ihrer Universalerbin einsetzen. Diese Kehrtwendung hat die Kündigung von Julius Heine, Sigrids langjährigem Freund und juristischen Berater, bewirkt. Julius ist hocherfreut über Sigrids Sinneswandel. Die beiden, die sich schon in der Jugend liebten, finden endlich zueinander. Sigrid hat noch eine weitere Überraschung für Anna. Sie will sie zur Vorstandsvorsitzenden der Hohdorf-Bank machen. Anna steht vor einer schweren Entscheidung, denn diese Aufgabe - so sehr sie sie reizt - bedeutet den Verzicht auf ein intensives Familienleben. Vater Berthold dagegen hat Bedenken. Er fürchtet, dass Anna noch zu jung und unerfahren für die große Aufgabe ist. Margot hat Sorgen: Elsa hat einen schweren Herzanfall und Sina muss vor Gericht. Sie ist als Zeugin im Prozess gegen ihren ehemaligen Chef geladen, den sie wegen Vergewaltigung angezeigt hatte.
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| 25. Karrieresprünge |
18.04.1996 |
Margot sorgt sich um Elsa, die nach einer schweren Herzattacke nicht mehr schwer arbeiten darf. Elsa fühlt sich überflüssig und beschließt, in ein Altersheim zu ziehen. Anna wartet voll Ungeduld auf die Entscheidung des Aufsichtsrates der Hohdorf-Bank, der über ihre Wahl in den Vorstand entscheidet. Nur als Vorstandsmitglied kann sie Vorstandsvorsitzende werden. Doch ihr Konkurrent und Mitprokurist Dr. Gottwig setzt alle Hebel in Bewegung, um das zu verhindern. Patty hat Liebeskummer. Sie hat seit kurzem ihren ersten Freund, und nun wollen seine Eltern ihn ins Internat stecken. Berthold findet sich plötzlich vom merkwürdigen Gerüchten umgeben. Als Frau Haase ihm auch noch badischen Wein auf den Tisch stellt, nimmt er sie ins Verhör. Die noch inoffizielle Nachricht, er solle zum Bundesrichter befördert werden, überrascht ihn sehr und gibt ihm zu denken: Ist der Ruf in seinen Fähigkeiten begründet? Oder hat er ihn seiner Popularität durch die Entführung zu verdanken?
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| Staffel 3 |
| 26. Der Obermacho |
09.10.1997 |
Im Moment wird das Glück der Sanwaldts durch die ehemalige Strafgefangene Hanna Feldmann getrübt. Margot, selbst 15 Jahre unschuldig im Gefängnis, hat sie als Diätköchin an Oberstaatsanwalt Moosmann vermittelt. Bald schon bestätigen sich Bertholds Vorahnungen: Nach Beleidigungen wie "Gefängnisschlampe" und "Obermacho" wird Hanna entlassen und kehrt ins Haus Sanwaldt zurück. Anna Sanwaldt und Johannes Hängsberg wollen heiraten und informieren die Familie. Berthold ist über diese "Art und Weise" sehr verärgert. Nach einem Wortgefecht mit Hanna, die sich nach wie vor überall einmischt, verlässt Berthold wutentbrannt mit Hund Max das Haus. Constanze, Johannes' Ex-Frau, hat in einem Pressebericht von der bevorstehenden Hochzeit gelesen. Sie "gesteht" ausgerechnet Anna, wie sehr sie Johannes noch immer liebt. Sie will nichts unversucht lassen, um Annas und Johannes' Hochzeit zu verhindern. |
| 27. Blitzaktionen |
16.10.1997 |
Constanze Hängsberg-Angermann wartet im Restaurant auf ihren Ex-Mann Johannes. Berthold Sanwaldt erscheint und teilt ihr mit, dass Johannes und Anna am Morgen geheiratet haben. Alle Intrigen und Versuche, die Hochzeit zu verhindern, sind gescheitert. Scheinbar ruhig und gefasst verlässt Constanze das Restaurant. Die Hochzeitsfeier nimmt kein schönes Ende. Berthold überbringt die Nachricht, dass in die Hängsberg-Klinik eingebrochen wurde. Johannes denkt sofort an Constanze! Er traut seiner Ex-Frau jede Gemeinheit zu. Die Ereignisse überschlagen sich. |
| 28. Zeichen und Wunder |
23.10.1997 |
Mit sichtlichem Widerwillen betrachtet Berthold Sanwaldt das Schild "Kontaktstelle für weibliche Strafgefangene" an seiner Haustür. Gerüchte und bösartige Veröffentlichungen lassen Johannes Hängsberg nicht zur Ruhe kommen. Sie gipfeln in dem Vorwurf, Hängsberg habe mehrere hundert Brustkissen implantiert und sei am Prothesen-Umsatz beteiligt gewesen. Eine unerträgliche Situation. Tante Mathilde hat zum heutigen Hausmusikabend den bekannten Dirigenten Marco Sevenic eingeladen. Ein wichtiger Gast, vor allem für Patty und ihre weiteren musikalischen Ambitionen. Spät und beschwingt kommt Sanwaldt nach Hause, wo Weihbischof Rottmann ziemlich erfolglos versucht, den "störrischen Maulesel" unbemerkt an den Gästen vorbei ins Bett zu bugsieren. Der mysteriöse Anruf einer Klinik in Los Angeles lässt Johannes aufhorchen. Angeblich liegt seine Ex-Frau Constanze dort und hat ein Geständnis abgelegt. Johannes will sofort nach Los Angeles. Ob dort der Schlüssel zu seiner Rehabilitierung liegt? |
| 29. Die Sache mit dem Ego |
30.10.1997 |
Für Patty ist endlich die Einladung zum "Vienna Festival" gekommen. Johannes Hängsberg wurde ein Traumjob in Amerika angeboten, und er muss sich dringend entscheiden. Anna aber fühlt sich bedrängt. Sie sieht ihren Platz nicht in Amerika, sondern an der Spitze der Hohdorf-Bank. Dafür hat sie gearbeitet und gekämpft. Als Sigrid Hohdorf sie um ein dringendes Gespräch bittet, scheint die Entscheidung gefallen. Niemand glaubt, dass Sigrid ihr einziges Enkelkind so ohne weiteres nach Amerika gehen lässt. Margot steckt in Reisevorbereitungen und wird nun auch von Tante Mathilde vor Marco Sevenic gewarnt. Kaum in Wien angekommen, steht dieser auch schon in ihrem Hotelzimmer, und nur der Umstand, dass Patty ins Zimmer platzt, rettet in letzter Minute die Situation. Margot muss handeln. Sie besucht ihre alte Freundin Verena Glasgowitz, die gegen eine kleine Verschwörung nichts einzuwenden hat. So kommt Margot zu einem Gipsarm und Verena zum Opernbesuch mit Marco Sevenic. Berthold Sanwaldt und Roman Rottmann besuchen die OLG-Präsidentin Lea Sochor. Es ist kaum zu übersehen, dass Leas heimliche Liebe Weihbischof Roman Rottmann gilt. Berthold bemerkt nichts von alledem; er verfolgt gespannt die Übertragung der Preisverleihung aus Wien. In der ersten Reihe entdeckt er seine Frau Margot mit Gipsarm. Bestürzt reist er nach Wien. |
| 30. Die Ratte |
06.10.1997 |
Patty und Mario Kutter aus Graz haben sich ineinander verliebt. Ein Streit zwischen ihr und Fredy Moosmann, ihrem hartnäckigen Verehrer und Schulfreund ist vorprogrammiert. Die Sanwaldts müssen Abschied von vielen Familienmitgliedern nehmen und planen ein großes Fest: Anna und Johannes werden mit Tochter Jenin nach Amerika auswandern, und Sylvie wird ein Zeitungsvolontariat auf Zypern absolvieren. Am Abend des Festes kommt Mario nach München. Patty hat ihm eine Einzimmerwohnung direkt am See besorgt. Unter dem Vorwand, das Wochenende bei ihrer Freundin Susi zu verbringen, stiehlt Patty sich davon. Fredy Moosmann beobachtet das verliebte Pärchen und lässt eine Ratte in Marios unverschlossenem Zimmer frei. Gleichzeitig sind Weihbischof Rottmann und Lea Sochor, die Gerichtspräsidentin, auf dem Weg zum Bootssteg. Der gerade begonnene romantische Abend findet allerdings ein jähes Ende. Lea und Roman treffen auf Patty und Mario, die völlig aufgelöst sind. Mario, weil er Angst vor Ratten hat, und Patty, weil sie aus diesem Grund von Mario "unendlich" enttäuscht ist. Roman Rottmann muss endlich Abstand gewinnen und fliegt kurz entschlossen nach Bangladesh. Mario kehrt nach Österreich zurück. Auch der Abschied von Johannes, Anna, Jenin und Sylvie ist gekommen. Vater Sanwaldt kann seine Rührung kaum verbergen. |
| 31. Der Generalflop |
13.10.1997 |
Sylvie ist aus Zypern zurückgekehrt und scheint sich nur noch fürs Telefon zu interessieren. Margot und Patty kombinieren, dass nur ein männliches Wesen hinter Sylvies plötzlicher Heimkehr und den Anrufen stecken kann. Tatsächlich hat Sylvie sich in Raoul verliebt und ist vor seinem gefährlichen Charme aus Limassol geflüchtet. Sylvie zögert nicht, als Raoul sie bittet, einen Bekannten vom Flughafen abzuholen. Allerdings wird ihr dort nur ein Päckchen ausgehändigt, das sie jenem ominösen Freund Raouls überbringen soll. Sylvie macht sich auf den Weg, besinnt sich aber in letzter Minute und weiht Tante Mathilde ein. Für Sylvie beginnen schlimme Tage; sie hebt das ständig läutende Telefon nicht ab, isst nichts und liegt verängstigt im Bett. In einem Straßencafé treffen Lea Sochor und Berthold Sanwaldt aufeinander. Lea nutzt die Gelegenheit und erkundigt sich zaghaft nach Weihbischof Roman Rottmann. Berthold weiß allerdings nicht, dass auch Roman ein Wiedersehen mit Lea herbei sehnt. Margot hat Kummer: Sie verbringt den ersten Tag in ihrer neu eröffneten "Kontaktstelle für strafentlassene Frauen" - und niemand kommt. Zudem droht die "Barmherzige Frauenvereinigung", in deren "Revier" Margot eingedrungen ist, die Kontaktstelle zu observieren und die Behörden beim geringsten Verdacht zu informieren. Margot, Berthold und Patty warten am Flughafen auf das kanadische Au-pair-Mädchen und sind entsetzt, als ein hübscher Au-pair-Boy erscheint. Natürlich zweifelt Berthold die Fähigkeiten dieses Kim entschieden an, seine Damen aber wollen ihm eine Chance geben. |
| 32. Eine Sache des Vertrauens |
20.10.1997 |
Patty scheint die Einzige zu sein, die von Sylvies neuem Freund nicht begeistert ist. Selbst Berthold Sanwaldt, der bei seinem Rotaryclub heimlich Erkundigungen eingeholt hat, hält Raoul für einen Gentleman. Sylvie verabschiedet sich stürmisch, als Raoul nach London muss. Diesen beschäftigt das Päckchen, das sie angeblich abgegeben hat und dessen Empfang von seinem Freund Vukovic immer noch nicht bestätigt wurde. Kurz vor Frau Haases Hochzeit bricht Tante Mathilde zusammen und muss ins Krankenhaus. Diagnose: Nierensteine. Trotzdem schafft Mathilde es noch, Onkel Albert über das Versteck von Sylvies Päckchen zu informieren. Natürlich nur für den Fall, dass sie die Operation nicht überlebt. Die Aufregung um dieses Paket scheinen Mathildes Krankheit beschleunigt zu haben. Die Wohnung des Raoul-Freundes Vukovic wird von der Kripo observiert. Auf dem Weg zum Flughafen gelingt es Vukovic, seine Verfolger abzuschütteln. In der Tiefgarage soll das Treffen stattfinden. Aber es geschieht ein entsetzliches Verbrechen, das Vukovic nicht überlebt. Die letzten Worte des Sterbenden betreffen das Päckchen. In der Redaktion erfährt Sylvie von dem Mord an Vukovic. Stand dieser Name nicht auf dem ominösen Päckchen? Die Sanwaldts merken, dass ihr Haus durchsucht, aber nichts geraubt wurde. Margot verdächtigt ihre ersten Klientin, eine auf exklusive Villen spezialisierte Diebin. Raoul vermutet, das Sylvie ihn verraten haben könnte. Als er neben vielen anderen Gästen beim Hausmusikabend der Sanwaldts eintrifft, gerät Sylvie völlig aus dem Takt. Kurze Zeit später steht die Kriminalpolizei vor der Tür. |
| 33. Jeder hat seine Schwäche |
27.10.1997 |
Berthold Sanwaldt ist verzweifelt: Voller Sorge um seine Tochter wirft er alle Grundsätze über Bord und verstößt sogar gegen Dienstvorschriften. In einer Nacht- und Nebelaktion stiehlt er sich ins Bayerische Oberlandesgericht, um die Akte über Sylvies Freund aus Zypern, Raoul de Bruik, zu lesen. Er muss erkennen, dass eine Verhaftung seiner Tochter Sylvie unmittelbar bevorsteht. Berthold Sanwaldt sieht nur einen Ausweg: Sylvie muss so lange verschwinden, bis das belastende Päckchen gefunden ist. Tante Mathilde, die als einzige das Versteck kennt, liegt immer noch im Krankenhaus und darf nicht befragt werden. Beharrlich schweigt Berthold über alle seine Pläne und Aktivitäten; seine übrige Familie soll keinesfalls in die Sache mit hineingezogen werden. So kann auch Margot der Polizei gegenüber nichts anderes sagen, als dass Sylvie auf unbestimmte Zeit verreist ist. Zufällig schnappt Lea Sochor ein Gespräch zwischen zwei Wachtmeistern des Oberlandesgerichts auf. Einer der beiden hatte Berthold beim unbefugten Lesen der Akten gesehen. In großer Sorge wendet sich Lea an Roman Rottmann. Bei ihrem Treffen knistert es zwar sofort wieder, doch im Moment haben sie andere Sorgen. Lea bittet Roman um Hilfe für Berthold Sanwaldt. Sie als Vorgesetzte kann nichts unternehmen, ihr sind die Hände gebunden. Als Julius Heine bei Berthold Sanwaldt auftaucht und sich als Sylvies Rechtsbeistand anbieten, muss Berthold sich entscheiden. Was soll aus Sylvie werden, und welche Konsequenzen hat das für seine Karriere? Auch Onkel Albert glaubt, sich entscheiden zu müssen, und unternimmt einen folgenschweren Schritt. Immer noch wütend auf die ganze Familie Sanwaldt und insbesondere auf Sylvie "topft" er das Päckchen kurzerhand aus und bringt es zur Polizei. Gleichzeitig erhält Berthold Sanwaldt die Nachricht, dass Sylvie aus ihrem sicheren Versteck verschwunden ist. Was hat sie vor? Wie ist ihr noch zu helfen? Wo steckt der Mann, der ihr das Päckchen gegeben hat und der als einziger weiß, dass sie unschuldig ist? |
| 34. Love & Sex |
04.12.1997 |
Auch Berthold Sanwaldt konnte die Katastrophe nicht abwenden: Sylvie sitzt im Gefängnis und hat wenig Chancen, ihre Unschuld zu beweisen. Raoul de Bruik, der sich für den vermasselten Deal rächen will, belastet sie schwer. Nur sein Komplize Mike, der Sylvie das ominöse Päckchen übergeben hat, könnte helfen. Mike aber hat kein Zutrauen in die Kronzeugen-Regelung. Die Zeit drängt. Sylvie leidet in ihrer Zelle an Klaustrophobie und denkt an Selbstmord. Als sie auf Margots Drängen einer Ärztin vorgestellt wird, stiehlt sie eine Spritze aus dem Papierkorb. Lea Sochor benutzt Ingolf Rösch, eine ehemalige Urlaubsaffäre, um ihre Gefühle für Weihbischof Roman Rottmann zu bekämpfen. Und Pattys Bestellung bei einem "Versandhaus" hat erstaunliche Folgen. Dabei hätte Patty die delikate Tatsache liebend gerne geheim gehalten. Die Aufregungen nehmen wieder einmal kein Ende, und in dieser Nacht herrscht allgemeine Schlaflosigkeit. Roman zerbricht sich über Leas Veränderung den Kopf; das Ehepaar Sanwaldt sorgt sich um die flügge werdende Tochter; Patty kann nicht schlafen, und Kim findet die angespannte Stimmung im Haus entsetzlich. Deshalb beschließt er, wenigstens einige Dinge in Ordnung zu bringen und sucht Pattys Zimmer auf. Zufällig sieht der fassungslose Roman Rottmann, wie Lea heftig von Ingolf umworben wird. Zum ersten Mal erfährt er, was Eifersucht ist. Elsa kann seinen Zustand nicht mehr länger ertragen und versucht, Lea zur Rede zu stellen. Diese weist ihr wutentbrannt die Tür. Als Roman Rottmann kurze Zeit später vor ihr steht und fest entschlossen ist, alles für sie aufzugeben, muss Lea sich entscheiden. |
| 35. Spiel des Zufalls |
11.12.1997 |
Die schlimmste Zeit scheint überstanden. Das Verfahren gegen Sylvie wurde - nach Mikes entlastender Aussage - zwar nicht eingestellt, aber Sylvie darf das Gefängnis verlassen. Mathilde erwartet nach ihrem Krankenhausaufenthalt eine unliebsame Überraschung: Sylvies Päckchen ist verschwunden. Als Onkel Albert gesteht, das Paket zur Polizei gebracht zu haben, packt sie entrüstet die Koffer und kehrt ins Haus Sanwaldt zurück. Allerdings wurde ihre alte Wohnung auf dem Dachboden zwischenzeitlich zu einem verschwiegenen Liebesnest umfunktioniert. Margot, glücklich, dass ihr Kontaktladen allmählich anläuft, hilft einer ehemaligen Gefängnisgenossin und exzellenten Panzerknackerin mit Kreditvermittlung und Bürgschaft bei der Existenzgründung. Doch schon bald zeichnet sich ab, dass der Vermieter des Ladens versucht hat, sie beide übers Ohr zu hauen. Das finanzielle Desaster scheint unabwendbar. Berthold Sanwaldt beschließt, dem Rat seines Arztes zu folgen und ein paar Tage "Urlaub von der Familie" zu nehmen. Eine "Radtour für Herzkranke" scheint ihm dafür bestens geeignet, denn auch seine Freunde Roman Rottmann und Julius Heine haben Entspannung dringend nötig. Roman muss die endgültige Trennung von Lea verdauen und Julius die Enttäuschung, dass er seine erkrankte Lebensgefährtin Sigrid Hohdorf in Amerika nicht besuchen darf. Nach den Strapazen des Tages landen sie im Casino von Garmisch, wo kurz vor ihrem Eintreffen ein Banker aus München ein Vermögen verloren hat. Zurück in München wird Julius Heine sehr schnell und äußerst unangenehm an diesen Casino-Abend erinnert. Auch Roman Rottmann erwartet Unangenehmes: Die Eltern der kleinen Afrikanerin Siri sind verschwunden. |
| 36. Angeln mit Folgen |
18.12.1997 |
Siri ist einsam und traurig. Warum haben ihre Eltern sie bei Roman Rottmann zurückgelassen? Die kleine Afrikanerin klammert sich an Kim, denn ihm gelingt es immer wieder, sie aufzumuntern. Und Roman, der eine Entscheidung treffen muss, glaubt, dass das Beste für seine kleine Schutzbefohlene ein gutes Kinderheim wäre. Anna genießt in Amerika das Leben mit ihrem Mann Johannes. Trotzdem ist Sigrid Hohdorf nach wie vor davon überzeugt, dass Johannes nicht der passende Mann für Anna ist. Sie beginnt wieder einmal, Menschen wie Figuren auf dem Schachbrett hin und her zu schieben, und Johannes steht im Mittelpunkt ihrer Manipulation. In der Villa Sanwaldt herrscht Krisenstimmung. Berthold hat mitbekommen, dass hinter seinem Rücken getuschelt wird, und ist am Boden zerstört. Berthold hat sich fast dazu durchgerungen, in Frühpension zu gehen; es ist ihm wichtig, dass das Richteramt keinen Schaden nimmt. Dann erscheint die Polizei: Albert ist verunglückt und liegt im Krankenhaus. Mathilde ist erschüttert, kann sich kaum verzeihen, jemals an Scheidung gedacht zu haben. |
| 37. Der Gang ins Exil |
08.01.1998 |
Berthold Sanwaldt bereitet seiner Familie und Kollegin Lea Sochor Kopfzerbrechen. Sowohl seine übertriebene Fürsorge für Patty als auch sein Entschluss, in Vorruhestand zu gehen, nehmen beängstigende Formen an. Alle drängen ihn, doch endlich einmal auszuspannen, um zur Ruhe zu kommen. Und Berthold macht ernst: Er geht ins Kloster! Doch eine Woche ohne Medien, Uhr, Telefon und sonstigen Kontakt erweist sich als harte Probe. Deswegen freut er sich auch, im Kloster eine "Leidensgenossin" anzutreffen: eine sehr aparte Dame, mit der er sich nachts im Garten trifft. Zwischenzeitlich werden in München Pläne geschmiedet, wie dem unverbesserlichen Prinzipienmenschen geholfen werden kann. Also stattet Patty kurzerhand ihrem Wunsch-Internat in Füssen einen heimlichen Besuch ab, um ihre Bewerbung etwas voranzutreiben. Lea versucht auf Romans Vorschlag hin, eine alternative berufliche Aufgabe für Berthold zu finden, und Sylvie will sich von Rüdiger Balder ein psychologisches Gutachten ausstellen lassen, damit sie endlich von der Anklage freigesprochen wird. Inzwischen ist Onkel Albert endlich wieder zu Bewusstsein gekommen - und zutiefst schockiert: Er will lieber tot sein als ein Krüppel! Wie kann ihm die verzweifelte Tante Mathilde nur helfen? Auch Roman ist erschüttert. Lea hat ihm endlich gesagt, dass sie beruflich nach Den Haag wechseln wird. Der Einzige, für den sich die Probleme aufzulösen scheinen, ist der in den Schoß der Familie zurückgekehrte Berthold. Der Beginn einer scheinbar sorgenfreien Zeit - wäre da nicht Anna, die wie aus heiterem Himmel ihren und Jenins Besuch angekündigt hat: Warum der plötzliche Besuch? Ist in Amerika alles in Ordnung? |
| 38. Fragen der Zukunft |
15.01.1998 |
Berthold Sanwaldt wird zum Ehrendoktor ernannt, Patty und Kim schmieden Pläne, wie sie sich auch in Zukunft regelmäßig sehen können. Sylvie hat einen geeigneten Psychiater gefunden, und auch der aus dem Krankenhaus entlassene Onkel Albert hat sich halbwegs mit seiner Situation abgefunden. Margot erhält die Mitteilung, dass sie als Kreditbürgin der inhaftierten Frau Abert deren Pachtvertrag finanziell übernehmen müsse; gleichzeitig aber taucht ihr ehemaliger Arbeitgeber mit einem verlockenden Angebot auf. Der alte Apothekenbesitzer, der weder Kinder noch Verwandte hat, will sein Erbe in guten Händen wissen. Daher möchte er Margot sowohl seine Apotheke als auch die Rechte an der Verwertung seiner geheimen Rezepturen überlassen. Was bietet sich da mehr an, als die Rechte weidlich auszunutzen und einen eigenen Pharmakonzern aufzubauen - vorausgesetzt, Johannes Hängsberg wird als Kompagnon zu gewinnen sein. Als das Sanwaldtsche Empfangskomitee jedoch am Flughafen auf Anna wartet, landet der Flieger zwar planmäßig, aber Anna und Jenin sind nicht zu sehen. Zuhause erfährt die Familie eine schreckliche Nachricht. |
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| Staffel 4
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| 39. Total normal |
22.01.1998 |
Das Familienleben der Sanwaldts beginnt endlich wieder in geordneten Bahnen zu verlaufen: Anna und Johannes sind glücklich verheiratet in Kalifornien; Sylvie, nach einigen Sitzungen bei Psychiater Dr. Stein endlich zur Ruhe gekommen, plant, sich eine eigene Wohnung zu suchen und ihre Boutique zu eröffnen; Patty wird nach den Ferien wieder im Internat sitzen, und für Berthold beginnt mit dem Professoren-Amt als Ausbildungsleiter von Jura-Referendaren ein neuer Karriere-Abschnitt. Seine Schützlinge aber machen es ihm nicht leicht. Die meisten vermuten hinter der neu geschaffenen Stelle Vetternwirtschaft im Staatsdienst oder sehen gar einen Zusammenhang zu dem bevorstehenden Spionage-Prozess gegen Sylvies Ex-Liebhaber Raoul de Bruik. Darum rät ihm Margot, die Referendare einfach in die Villa Sanwaldt einzuladen, um zu beweisen, dass sie keine "schillernde Sippe", sondern eine ganz normale Familie sind. Und die Idee scheint zu funktionieren, bis Roman Rottmann hereinplatzt und Berthold entführt, von dem er dringend Hilfe benötigt. In seinem Haus nämlich sitzen sechs Schwarzafrikaner, die abgeschoben werden sollen, was aber deren sicheren Tod bedeuten würde. In ihrer Not greifen Ex-Richter Sanwaldt und Weihbischof Rottmann zu einer kirchlichen List. |
| 40. Nur ein einziges Mal |
29.01.1998 |
Sylvie ist niedergeschlagen. Um die geplante Boutique eröffnen zu können, muss sie mindestens eine viertel Million auftreiben, doch da ist es nicht allein. Beat, der sich unsterblich in Sylvie verliebt hat, gesteht ihr, dass er kurz vor der Heirat mit seiner Jugendliebe Astrid von Soltau-Ladenberg steht. Erschwerend kommt hinzu, dass die beiden Familien geschäftlich miteinander verbunden sind. Dennoch trifft sich Sylvie mit ihm. Das erste Rendezvous mit im soll auch zugleich das letzte sein: noch überwiegt die Vernunft. Beat wendet sich in seiner Gefühlsverwirrung an seinen Vater. Dieser rät ihm, nichts zu überstürzen und nochmals alles in Ruhe zu überdenken. Währenddessen wird Sylvie eine weitere unheilvolle Nachricht überbracht. Raoul de Bruik hat sich unter mysteriösen Umständen in seiner Zelle erhängt. Wie gerufen steht plötzlich Beat vor ihr. Die beiden Frischverliebten verschwinden wortlos und lassen eine sprachlose und schließlich wütende Familie zurück. Doch Sylvie wird schnell von der Realität eingeholt. |
| 41. Was ist richtige Liebe? |
05.02.1998 |
Beat von Wettenberg hat sich endgültig entschieden: Sylvie ist die Frau seines Lebens. Allen Familienquerelen und geschäftlichen Verpflichtungen zum Trotz sagt er die lang geplante Hochzeit mit Astrid von Soltau-Ladenberg kurzfristig ab. Die ahnungslose Sylvie, die Beats Eheglück nicht im Wege stehen will, hat sich zu ihrer schwangeren Schwester Anna nach Amerika geflüchtet. Sylvie ist sehr überrascht, als sie dort von einer unbekannten Frau um eine Unterredung gebeten wird. Roman, der Patty im Internat besucht hat, macht sich Sorgen. Sie hat keine Freunde, wirkt gruppenunfähig und scheint viel zu sehr auf die Familie fixiert. Roman Rottmann gibt ihnen den Rat, Patty jetzt loszulassen. Glücklich sind die Sanwaldts über diesen Vorschlag natürlich nicht. Aber für weitere Überlegungen bleibt kaum Zeit, denn die große Überraschung steht vor der Tür: Anna, Jenin und Sylvie. Endlich ist die Familie wieder glücklich vereint, und niemand ahnt, welch schicksalhafte Nacht bevorsteht. Plötzlich setzen bei Anna die Wehen ein - acht Wochen zu früh. |
| 42. Die Botschaft der Lieder |
12.02.1998 |
Ein schwerer Schicksalsschlag für die Familie Sanwaldt: Anna ist kurz nach der Geburt ihres Sohnes schwer gestürzt und liegt im Koma. Johannes, der sofort aus Amerika angereist ist, betrachtet die Computertomographie und weiß sofort um den Ernst der Lage: Nur ein Wunder kann Anna retten. Johannes muss in Kalifornien eine Vertretung für seine Klinik suchen und dazu noch Sigrid Hohdorf und Julius Heine die Ereignisse schonend beibringen. Margot und Berthold werden sich um die beiden Kinder ihrer Tochter kümmern. Da unterbreitet der Vater des im Nachbarbett liegenden Patienten ihnen eine große Bitte: Sein Sohn wird sterben, wenn er nicht umgehend eine Spenderniere bekommt, und Anna hat zufälligerweise die passenden Werte. Patty freundet sich im Internat mit einer Mitschülerin an, die ihr helfen und sie auf andere Gedanken bringen will. Es scheint zu funktionieren: Patty entdeckt durch sie die Liebe zu einem Pferd. Auch Sylvie ist so glücklich: Endlich kann sie ihren geliebten Beat in die Arme schließen. Der will sie natürlich umgehend seiner Familie vorstellen. Als das Paar auf Schloss Wettenberg ankommt, sind Beats Eltern Hals über Kopf abgereist. |
| 43. Eifersucht und Niedertracht |
19.02.1998 |
Anna liegt immer noch im Koma, die Familie gibt die Hoffnung nicht auf. Patty lernt tatsächlich Reiten und kommt eines Tages mit Pferd Blanco und Reitlehrer Jack im Schlepptau bei den Sanwaldts an. Kim ist sofort eifersüchtig, schwingt sich aufs Pferd und reitet davon. Im Internat findet Patty bei ihrer neuen Freundin eine Einmalspritze. Als Manuela ihr erklärt, dass sie an Diabetes erkrankt ist, aber niemand davon erfahren darf, ist Patty zunächst erst mal beruhigt. Auch bei Sylvie und Beat geht es drunter und drüber. Beats Eltern wollen ihm ihre Zuwendungen streichen, wenn er Sylvie nicht aufgibt. Aber Beat will kämpfen, um mit Sylvie zusammenleben zu können. Sylvie beschließt, ihrer großen Liebe wegen, es noch einmal bei den Wettenbergs zu versuchen, doch die Gräfin schenkt ihr keine Beachtung. Inzwischen muss Margot bei einem Gespräch mit ihrem alten Studienkollegen Walter erfahren, wie schwierig und langwierig es ist, eine Arzneimittelgenehmigung zu bekommen. Was soll nun aus den alten Rezepten und all ihren großen Zukunftsplänen werden? |
| 44. Bösewichte |
26.02.1998 |
Patty ist vom plötzlichen Tod ihrer Freundin Manuela erschüttert. Sie flüchtet nach Hause und bittet ihren Vater um Rat. Soll sie ihren Reitlehrer Jack denunzieren? Ist Jack wirklich ein Dealer? Als Patty wieder ins Internat zurückkehrt, wartet bereits die Polizei auf sie, die auch einen Mord nicht ausschließt. Entsetzt bricht Patty ihr Schweigen. Annas Zustand zeigt keine Veränderung. Margot ist davon überzeugt, dass sie auf Worte und Berührungen ihrer Tochter Jenin reagiert. Plötzlich bewegt sich unvermittelt Annas Hand - doch niemand ist da, um es zu bemerken. Währenddessen stellt Sigrid bereits einen eigenen Lebensplan für ihr Enkelkind Jenin auf. Sie hat sich fest vorgenommen, die zukünftige Hohdorf-Erbin zu erziehen. Auch Dr. Stein schmiedet Pläne. Rasend vor Eifersucht auf das junge Glück von Beat und Sylvie, spinnt er ein Intrigennetz aus Lügen und Halbwahrheiten. Er nimmt Kontakt mit der Ex-Verlobten von Beat, Astrid von Soltau-Ladenberg, auf. |
| 45. Der gläserne Sarg |
05.03.1998 |
Die Intrige von Dr. Stein und Astrid scheint ihre Wirkung nicht zu verfehlen: Sylvie und Beat sind völlig verunsichert und wagen kaum noch offen miteinander zu reden. Margot kann nicht glauben, dass an dem Gerücht, Beat habe homosexuelle Neigungen, etwas Wahres dran sein könnte. Gräfin Wettenberg ist zugetragen worden, dass die Sanwaldt-Familie mit einer Erbkrankheit belastet sei. Sie kann und will nicht tatenlos zusehen, wie sich ihr Sohn ins Unglück stürzt. So steht sie plötzlich unverhofft vor der Villa Sanwaldt, wo sie zunächst nur auf Tante Mathilde trifft; genau die falsche Person, um über eine derart schwerwiegende Anschuldigung zu spreche. Eine geistige Erbkrankheit im nachweisbar gesunden Stammbaum der Familie! Tante Mathilde läuft zur Hochform auf. So bricht das ganze Lügengerüst mit einem Mal zusammen, und Margot ahnt bereits, wer dahinter steckt. Sie unterrichtet Balder, den Psychologen ihrer Kontaktstelle. Er macht sich sofort auf den Weg zu dem vermeintlichen Intrigenstifter und Psychopathen. Die Verwirrungen bei den Sanwaldts scheinen sich endlich zu klären, als ein Überraschungsgast auftaucht: die Ex-Freundin von Johannes, Sonja Kofler, die bis dahin jeder glücklich in den Bergen verheiratet glaubte. War das ein Irrtum? |
| 46. Licht und Schatten |
12.03.1998 |
Beat hat sich mit seinen Eltern ausgesöhnt, der Firmengründungsvertrag zwischen Margot und Johannes ist ein kleines Meisterstück geworden; Pattys Leben im Internat hat sich wieder normalisiert. Und trotzdem ist nicht alles Gold, was glänzt. Kim erhält ein Stipendium und muss zwei Monate früher nach Hause zurück - gerade als Pattys Ferien beginnen. Was soll er tun? Aus Liebe das Stipendium aufgeben? Tante Mathilde gerät im Krankenhaus an eine Krankenschwester, die die Beatmung von Komapatienten für ein künstliches Hinauszögern der Qualen hält, und hat seitdem nur noch ein Thema: Anna muss endlich von ihren Leiden erlöst werden. Ein Dorn im Auge ist allen die Beziehung zwischen Sonja und Johannes, die allmählich immer vertraulichere Züge annimmt. Nur bei ihrem Ex-Verlobten Johannes schüttet Sonja ihr Herz aus. Ganz anders verhält sich das natürlich bei Beat und Sylvie, die das mehr als mondäne Geburtstagsfest des Grafen Wettenberg nutzen, um der Familie eine Überraschung der ganz besonderen Art zu bereiten. Während die Sanwaldts sich beim Fest in die mittelalterliche Vergangenheit zurückversetzt fühlen, lassen Johannes und Sonja alte Gefühle aufleben. Bei Wein und Kerzenschein brechen wieder zärtliche Erinnerungen auf. |
| 47. Die Schatten der Vergangenheit |
19.03.1998 |
Die Trauer über Annas Tod wird jäh gestört: Die Beerdigung kann nicht stattfinden; die Polizei besteht auf einer Obduktion. Ein anonymer Anruf hat den schrecklichen Verdacht geweckt: Anna soll ermordet worden sein. Alle sind schockiert, nur Tante Mathilde erkennt den Ernst der Lage nicht. Hat sie gar etwas mit Annas plötzlichem Tod zu tun? Die folgenden Verhöre der Polizei sind eine harte Belastungsprobe für die Sanwaldts. Veit Kofler ist verzweifelt. Sonja ignoriert ihn völlig. Er bittet Roman Rottmann um Hilfe. Um jeden Preis will er seine Frau zurückgewinnen. Roman aber setzt erst einmal bei der eigentlichen Wurzel des Übels an: Wunderheiler Bachhuber. Inkognito sucht er ihn in seiner Berghütte auf. Durch die Aussagen des Krankenhauspersonals aufmerksam gemacht, stattet die Polizei nun auch Tante Mathilde einen Besuch ab, die sich wie befürchtet in ihrer Naivität um Kopf und Kragen redet. |
| 48. Der Todesengel |
26.03.1998 |
Wieder einmal findet sich der Name Sanwaldt in den Schlagzeilen. Tante Mathilde sitzt als mutmaßliche Mörderin ihrer Nichte in Untersuchungshaft. Sie beteuert zwar ihre Unschuld, mittlerweile zweifelt aber sogar der eigene Mann daran. Nur einem Krankenpfleger lässt der Vorfall keine Ruhe. Merkwürdigerweise sterben auf der Station, auf der auch Anna lag, in regelmäßigen Abständen schwere Pflegefälle plötzlich und unerwartet. Steckt dahinter gar jemand vom Pflegepersonal? Als wieder ein Patient stirbt, wird sofort eine Obduktion angeordnet. Diesmal aber kann keine unnatürliche Todesursache festgestellt werden. Kim ist todunglücklich. Er muss in wenigen Wochen nach Toronto zurück und hat bis dahin kaum mehr Gelegenheit, Patty zu sehen. Es stellt sich heraus, dass Walter Sielmann, frühere Jugendliebe und jetziger Geschäftspartner Margots, mehr an ihr als am Vertrieb des neuen Schlankheitsmittels interessiert ist. Margot ist entsetzt und entrüstet, zumal sie vertraglich an Walter gebunden ist. |
| 49. Das böse Wunder |
02.04.1998 |
Tante Mathilde ist endlich vom Verdacht der aktiven Sterbehilfe befreit und kann im Kreise der Familie ihren 60. Geburtstag feiern. Noch ahnt Berthold nicht, dass sich Margots früherer Studienkollege und jetziger Geschäftspartner, Walter Sielmann, in den Kopf gesetzt hat, Margot zu erobern und den störenden Ehemann schnellstens ins Abseits zu manövrieren. Sigrid Hohdorf kommen die schwelenden Eifersüchteleien im Hause Sanwaldt sehr entgegen, da sie nur auf eine günstige Gelegenheit wartet, um ihre Enkeltochter Jenin aus den "zerrütteten Verhältnissen" zu sich zu holen. Schwester Afra hat Roman Rottmann ausgetrickst, um bei einem Jugendgottesdienst unzensiert eine feurige feministische Predigt halten zu können. Ein Zuhörer, mit dem sie nicht gerechnet hat: Romans konservativen Generalvikar, der nach der ersten Empörung sich einen kleinen boshaften Plan ausdenkt. Niemand ahnt, dass zur selben Zeit Dinge geschehen, die die Zukunft der Familie nachhaltig bestimmen werden. Jack Raber, der Dealer und Mörder von Pattys Freundin Manuela, bricht aus dem Gefängnis aus und sinnt auf Rache. |
| 50. Annas Votum |
09.04.1998 |
Sigrid Hohdorf will sich nun endgültig das Sorgerecht für ihre Enkelin übertragen lassen. Doch Julius Heine hat einen geschickten Plan. Und so bringen ihr die Sanwaldts kurzum alle drei Kleinkinder - Verena, Job und Jenin zur Betreuung vorbei ... Margot und Berthold machen sich auf den Weg zur Produktionsstätte ihres Schlangheitsmittels "Margosan", um dort ein gemeinsames Wochenende zu verbringen. Beide wissen aber nicht, dass Walter Sielmann sehnsüchtig auf Margot wartet, ihr Appartement im Hotel dementsprechend für eine Liebesnacht ausstaffiert und eine unmissverständliche Karte auf ihrem Bett hinterlassen hat. Die Wettenbergs haben Sylvie endlich ins Herz geschlossen; doch dann wird die Gräfin zufällig Zeugin einer schockierenden Szene: Beat sitzt in einem Café und küsst innig die Hand einer Dame - seiner Ex-Verlobten Astrid von Soltau-Ladenberg. |
| 51. Scherben und Glück |
16.04.1998 |
Der flüchtige Jack Raber wurde gefasst, Patty kann ohne Angst nach Deutschland zurückkehren. Margot geht es - was den beruflichen Erfolg mit ihrem Schlankheitsmittel angeht - wunderbar. Wenn nur die Mehrbelastungen, die seit Kims Abreise in Haushalt, Familie, Kontaktstelle und Firma auf sie einstürmen, nicht wären. Bald steht neue Aufregung ins Haus. Sigrid Hohdorf lädt die ganze Familie Sanwaldt ein. Für Johannes ist sogar ein Flugticket nach Kalifornien unterwegs. Alle sind alarmiert. Hat der Kampf um Jenin denn nie ein Ende? Und tatsächlich: Was Sigrid Hohdorf mitzuteilen hat, ist sensationell. Endlich hält Beat um Sylvies Hand an. Graf Wettenberg ist überglücklich. Sylvie hat versprochen, sich nach ihrem Abschluss an der Modeschule um die Kreativabteilung der gräflichen Porzellanmanufaktur zu kümmern. Der Graf wird also nicht nur eine wunderbare Schwiegertochter, sondern auch eine neue Mitarbeiterin gewinnen. Das Glück scheint perfekt. Nur Margot hat schlimme Albträume. |
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| Staffel 5
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| 52. Eine verrückte Gesellschaft |
04.01.2001 |
Berthold wartet mit Überraschungen auf: Er hat über seine Jahre zurückliegende Entführung ein Buch geschrieben, und dieses Buch wird nun auch noch verfilmt. Berthold will das damit verbundene großzügige Entgelt all denjenigen zugute kommen lassen, die im Familien- und Bekanntenkreis damals betroffen waren und plant Hawaii-Urlaub für alle! Geldsegen auch für Margot: Der Absatz ihres Schlankheitsmittels läuft sehr gut an, nur ihr Partner Walter Sielmann überschreitet allmählich seine Grenzen - und zwar nicht nur auf geschäftlicher Ebene. "Geschäftlich" läuft es auch beim jüngsten Ehepaar der Familie blendend. Sylvie und Beat meistern ihre beruflichen Ziele mit Bravour, und privat scheinen sie sowieso unter einem Glücksstern zu stehen. Alles deutet darauf hin, dass Sylvie schwanger ist. Das wäre die Nachricht, auf die ihr Schwiegervater, der schon einen Namen für sein Enkelkind ausgesucht hat, sehnlichst wartet. Ihr Arzttermin steht im Mittelpunkt des Interesses. Dagegen endet Sigrids Hochzeitsreise in die Südsee mit einem harten Schicksalsschlag: Julius verschwindet spurlos. Ist er über Bord gegangen? Möglicherweise schon tot? Und auch Beat lebt unbewusst gefährlich. Nachdem er den entscheidenden Hinweis zur Ergreifung eines Mafia-Handlangers gegeben hat, verfolgen ihn zwielichtige Gestalten, mit denen nicht zu spaßen ist. |
| 53. Zweifelhafte Geschäfte |
11.01.2001 |
Nach der Rückkehr von Hawaii geht das Leben für die Sanwaldts aufregend weiter: Sigrid ist nach dem mysteriösen Verschwinden ihres Mannes nach Hause zurückgekehrt. Nicht alltäglich ist die Bekanntschaft, die Patty nach der Rückkehr an ihre alte Schule macht: Ein vermeintlicher Schüler, den sie als musikalischen Dilettanten bezeichnet, entpuppt sich als ihr Mathematiklehrer. Ihm scheint sie trotz ihrer harten Worte ganz und gar nicht unsympathisch zu sein. Margot spielt mit dem Feuer. Sie will Johannes nach seiner Rückkehr nach Deutschland als alleinigen Partner und Geschäftsführer der gemeinsamen Firma einsetzen. Doch Walter Sielmann will sich nicht so einfach ausbooten lassen. Beat ist in Gefahr. Seine bislang unsichtbaren Gegenspieler geben sich und ihre Pläne endlich zu erkennen: Der Mafia-Pate Casati will für die Schädigung seiner "Firma" Regressansprüche geltend machen. Beat soll sich auf einen genialen, aber kriminellen Deal einlassen oder die Konsequenzen tragen. Ein Vorgeschmack darauf lässt nicht lange auf sich warten. Ratlos wendet sich Beat an seinen Schwiegervater Berthold Sanwaldt; eine Ironie des Schicksals, dass dieser gerade sein Buch "Kampf dem Terror" veröffentlicht hat, ein Kampf, welchen er nun wohl oder übel ein weiteres Mal direkt antreten muss. |
| 54. Der Meisterpoker |
18.01.2001 |
Bei den Sanwaldts wird hoch gepokert: Patty lässt sich auf einen heimlichen Segeltörn mit ihrem Mathe-Lehrer ein, der nicht ganz so harmlos verläuft wie geplant. Sigrids Zustand beunruhigt die Familie. Sie hat jegliches Zeitgefühl verloren, aber ihre beiden Betreuerinnen scheint dies wenig zu verwundern. Berthold und Beat, deren Nerven einer Zerreißprobe standhalten müssen, versuchen, ihre Familie aus den düsteren Mafia-Machenschaften herauszuhalten. Doch Sylvie, der der Druck, unbedingt schwanger werden zu sollen, schwer zu schaffen macht, spürt schnell, dass irgend etwas nicht stimmt. Als sie nach mehreren mysteriösen Vorkommnissen eine versteckte Wanze in der Wohnung entdeckt, bringt sie Beat dazu, ihr alles zu erzählen. Es war immer Sylvies Spezialität, solchen "Sachen" auf ihre eigene, nie ganz ungefährliche Weise auf den Grund zu gehen. Genau dies versucht sie auch dieses Mal. Entsprechend schmiedet Berthold, der die Alleingänge seiner Tochter kennt, eigene Pläne, um Beat zu helfen. |
| 55. Das Virus |
25.01.2001 |
Johannes kehrt endgültig nach Deutschland zurück. Das Empfangskomitee wurde allerdings geschlossen von einem grassierenden Zwei-Tage-Virus befallen. Der Heimkehrer muss am Flughafen mit Schwester Afra vorlieb nehmen. Patty steht vor einer schweren Entscheidung. Gerade hat sie sich unsterblich in ihren Mathelehrer verliebt, und nun trifft ein Brief aus Kanada ein: Kim konnte seinen Studienplatz tauschen und kehrt nach München zurück. Was soll sie tun? Einen wahren Albtraum durchlebt Graf von Wettenberg, dem des Nachts eine Ahnfrau erscheint. Dies galt stets als Vorzeichen dafür, dass ein Familienmitglied geboren wird oder stirbt. Da Sylvie immer noch nicht schwanger ist, bleiben nicht viele Möglichkeiten. Sylvie hingegen hat im Moment ganz andere Sorgen. Berthold hat seinen Schwiegersohn mit List und Tücke vor den Fängen der Mafia bewahrt, schweigt sich aber über die Bedingungen aus. Casati gelingt es, der impulsiven Sanwaldt-Tochter einzureden, dass sie der "süße Preis" für Beats Leben ist. Sylvie liebt ihren Mann über alles und ist hin- und hergerissen. Soll sie sich für ihren Mann aufopfern? Casati wartet in einem verschwiegenen Waldhotel auf sie. |
| 56. Ein unglaublicher Tag |
01.02.2001 |
Die Sanwaldts machen sich Sorgen: Sigrid wird immer wunderlicher, unterschreibt Schecks, an die sie sich nicht mehr erinnern kann und ist kaum noch ansprechbar. Hat sie tatsächlich eine extreme "Trauer-Neurose" und beginnt allmählich verrückt zu werden? Und welche Rolle spielen Mutter und Tochter Schaffner, die Sigrid betreuen, dabei? Margot trifft in der Hohdorf-Villa auf einen merkwürdigen Gast. Irgendwie kommt ihr der Herr bekannt vor, aber woher? Nachts fällt Margot plötzlich ein, woher sie den Besucher aus der Hohdorf-Villa kennt - es ist Notar Ebert, ein Spezialist für Testaments- und Grundstücksfragen! Was geht im Hause Hohdorf vor? Dagegen sieht Johannes endlich klar: Er hat sich in Schwester Afra verliebt. Leidenschaftlich offenbart er ihr seine Liebe und erreicht nur, dass die junge Nonne zu Weihbischof Rottmann flieht.
Die Ereignisse überschlagen sich: Bei einer Unterredung in der Margosan-Fabrik bricht plötzlich Feuer aus. An Flucht ist für Margot, Berthold und Johannes nicht mehr zu denken. Gaffer behindern die Rettungsaktion. Johannes muss sofort ins Krankenhaus. |
| 57. Mehrere Sünden |
08.02.2001 |
Skandalöse Zustände im Hause Sanwaldt! Das jedenfalls ist Tante Matildes Meinung und nicht nur ihre. Der Großteil der Familie ist über Afras Entschluss, das Kloster zu verlassen, entsetzt. Eine harte Zeit für Johannes und Afra, die allen Problemen zum Trotz versuchen, ihre Zuneigung zu festigen. Aus ihren Fesseln befreit ist Sigrid, deren "Betreuerinnen" endlich überführt werden konnten. Um nach all den verabreichten Drogen wieder zu Kräften zu kommen, besucht sie Familie Kofler auf dem Bergbauernhof. Patty ist auf dem Weg zu Markus Trost, der als Betreuungslehrer einen Hütten-Ausflug organisiert. Die Planungsbesprechung für das Schulfest duldet angeblich keinen Aufschub. Was kann inmitten einer Horde von "Anstandsdamen" schon passieren? Als Patty bei der Hütte ankommt, sind aber alle ausgeflogen - bis auf Lehrer Trost. Verwirrt und aufgewühlt flieht Patty zu Sylvie und bittet sie um Rat. Als sie am nächsten Morgen nach Hause kommt, sitzt dort Kim und studiert die Mathematikhefte mit den geheimen Botschaften von Lehrer Markus. Spätfolgen hat die Viruserkrankung für Sylvie. Bei einer Untersuchung stellt Sonja Kofler Unglaubliches fest ... Die Sanwaldt-Eltern fallen von einer Aufregung in die andere: Ihr Schwiegersohn flirtet mit einer Nonne, und die jüngste Tochter hat ein Verhältnis mit ihrem Mathe-Lehrer? Berthold besucht seine altbewährte "Kummerstelle" am Fluss - und kommt nicht mehr zurück ... |
| 58. Aufgeflogen |
15.02.2001 |
Patty bereitet den Sanwaldts arges Kopfzerbrechen. Nicht nur Kim, der unter Liebeskummer leidet, ist seit Tagen spurlos verschwunden, Patty wird auch noch unvorsichtig bei ihrem Treffen mit Mathelehrer Markus Trost. Postwendet landet ein anonymer Brief beim Direktor. Und das kurz vor dem Abitur! Und was bedeutet das alles für Markus' Beruf als Lehrer? Ganz ohne Reibereien verläuft auch Sylvies Leben nicht, Beat hat wenig Verständnis dafür, dass ihr die ständigen Besuche und Einmischungen ihrer Schwiegermutter allmählich auf die Nerven gehen. Was wird sie erst zu den Plänen von Mutter und Sohn sagen, eine Villa zu kaufen, in die sie dann zu dritt einziehen sollen? Sie wird wohl ähnlich reagieren wie Margot und Berthold, die von Johannes gebeten wurden, seine vom Kloster entlassene, geliebte Afra im Kreis der Familie aufzunehmen oder zumindest zu den Hausmusikabenden einzuladen. Fast bricht über Patty eine Welt zusammen: Kims Rucksack steht - blutverschmiert - vor ihrer Haustür. |
| 59. Die Hiobsbotschaft |
01.03.2001 |
Patty kann wieder aufatmen. Kim ist nichts passiert, er ist schon auf dem Heimweg nach Kanada. Ihr bleibt wenig Zeit, dieses traurige Kapitel in ihrem Leben abzuschließen, denn es sind schwer wiegende Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Markus darf sie bis nach dem Abitur nicht einmal mehr anrufen. Sylvie hat mit ihrer Schwangerschaft schwer zu kämpfen und muss sich von Margot zu einem Arzttermin bei Sonja begleiten lassen. Johannes muss endlich sein Privat- und Geschäftsleben ordnen. So macht er Afra erst einmal einen Heiratsantrag. Das aber stößt bei der gesamten Familie auf große Ablehnung: Margot und Tante Mathilde wollen Jenin um keinen Preis hergeben. Weihbischof Roman Rottmann beschließt resigniert, den heiligen Hypolit, seinen "Schutzheiligen für fast aussichtslose Fälle", der in diesem speziellen Fall keinerlei Wirkung herbeigeführt hat, einem Kirchenbasar zu schenken - und erlebt sein blaues Wunder. |
| 60. Schlüsselszenen |
08.03.2001 |
Tante Mathilde akzeptiert mittlerweile, dass Jenin und Job am besten in ihrer "neuen Familie" aufgehoben sind. Margot und Berthold werden zu Sonja in die Praxis gerufen. Margots Mammographie-Ergebnisse liegen vor. Sie hat einen Knoten in der Brust, der operativ entfernt werden muss. Sylvie, der es etwas besser geht, begleitet Beat auf einer Geschäftsreise, und Patty steckt mitten in der Organisation ihres Abi-Streiches. Endlich hat sie die Schule hinter sich und kann sich ungestört mit ihrem Markus treffen. Da taucht plötzlich seine Ex-Freundin Mariko aus Asien auf. Will sie Markus etwa zurückerobern? Margot ist an Brustkrebs erkrankt. Berthold ist in großer Sorge, denn Margot ist nach ihrem OP-Termin nicht nach Hause zurückgekehrt ... |
| 61. Bangen und Hoffen |
22.03.2001 |
Alle Familienmitglieder sind rührend um Margot besorgt. Am Abend vor ihrer Operation wird auf Margots Wunsch hin sogar noch ein Hausmusikabend veranstaltet. Als Margot am nächsten Morgen angsterfüllt den schweren Weg ins Krankenhaus antritt, wartet Johannes dort bereits auf sie: Er hat mit ihrem Arzt eine in Amerika schon übliche, aber in Deutschland noch unbekannte ambulante Behandlungsmethode diskutiert, die vor allem psychische Entlastung bedeutet. Margot fällt ein Stein vom Herzen. Als ob es in der eigenen Familie nicht Probleme genug gäbe, müssen sich die Sanwaldt-Töchter auch noch mit "ihren Männern" herumärgern. Patty packt die Eifersucht, da Mariko sich ständig mit ihrem Markus trifft. Sylvie dagegen hält von Beats Entscheidungen überhaupt nichts. Den Wunsch, ein seiner Stellung angemessenes Haus zu kaufen, könnte sie ja noch verstehen. Sie weigert sich jedoch strikt, mit ihrer Schwiegermutter zusammenzuziehen. Als Beat ihr eröffnet, dass sein Entschluss endgültig sei, droht sie, wieder zu ihren Eltern zu ziehen. |
| 62. Engel, Boten und Zeichen |
29.03.2001 |
Sylvie ist zu ihren Eltern geflüchtet. Die Gräfin, ihre Schwiegermutter, beschließt, etwas zu unternehmen. Sylvie aber glaubt, dass Beat wieder einmal seine Mutter vorschickt und rastet völlig aus. Roman hört den lautstarken Streit zufällig mit an und versucht zu schlichten. Patty hält mit ihrer Meinung nicht zurück: Sylvie soll endlich wieder zu ihrem Mann zurückkehren. Leider hat Patty bei ihren eigenen Problemen mit Markus und seiner Ex-Freundin Mariko so gute Lösungsvorschläge nicht parat. Auch sie zieht sich von Markus zurück und macht sich alleine zur Öko-Waldsäuberungsaktion auf. Gräfin Wettenberg liest am nächsten Morgen, dass das bei dieser Aktion angebotene Essen offensichtlich eine Typhusepidemie ausgelöst hat. Dort war doch Patty . und Typhus ist höchst ansteckend! |
| 63. Die Stimme des Volkes |
05.04.2001 |
Margot geht es besser. Das bedeutet für Jenin und Job, dass es an der Zeit ist, in ihr neues Elternhaus zu ziehen. Nur Tante Mathilde versucht noch einmal, sich mit Händen und Füßen dagegen zu wehren. Doch niemand unterstützt sie dabei. Als sie zufällig in eine öffentliche Podiumsdiskussion mit dem Titel "Volkes Stimme" platzt, wird sie völlig ungewollt zum Medienereignis. Ob es das ist, was ihr verletztes Ego braucht? Jedenfalls bleibt ihr Auftritt nicht ohne Folgen. Probleme hat nach Sonjas Beobachtungen auch Margot, die nach der Brustoperation mit ihrem "Frausein" hadert. Sonja bestellt Berthold, der als Einziger seiner Frau wirklich helfen kann, in ihre Praxis. Zwischenzeitlich bemüht sich Afra ziemlich verzweifelt, Jenin, die ihre Spielgefährtin Verena schmerzlich vermisst, das neue Zuhause schmackhaft zu machen. Was sollen die Hängsbergs nur machen? Am nächsten Tag ist Jenin plötzlich verschwunden. Wurde die Alleinerbin des Hohdorf-Vermögens womöglich entführt? Steckt vielleicht gar ihre Großmutter Sigrid dahinter, die unvermittelt vom Hof der Koflers verschwunden ist und nur flüchtig mit einem obskuren "wilden Mann" gesehen wurde? |
| 64. Eine Frage des Maßstabes |
12.04.2001 |
Sylvie ist völlig geschockt. "Onkel Adrian", Abenteurer und Bruder ihrer Schwiegermutter, steht ohne Vorwarnung vor der Tür und will sogar bleiben. Und Beat ist - natürlich - auf Geschäftsreise. In der Villa Sanwaldt findet eine Vernissage statt. Die Familie versucht, sich vor dieser seltsamen Ausstellung zu drücken, in die Sigrid ihr ganzes Herzblut gesteckt hat. Sigrid ist die Muse dieses von ihr entdeckten Künstlers Stanislav Charvas, der futuristische Alu-Eisenblech-Skulpturen kreiert. Dunkle Schatten liegen auch auf der Margosan-Fabrik: In einer speziellen Kräutersorte, die nur bei einer einzigen Firma in ganz Europa bezogen werden kann, wurden Zwergwürmer gefunden, deren Eier schwere gesundheitliche Schäden verursachen können. Johannes ist entsetzt. Ihn quält ein schrecklicher Verdacht: Man will Margot und ihn erpressen. Auch Patty steckt in Schwierigkeiten. Nicht nur der Traum, mit Markus nach Shanghai zu fliegen, wo er eventuell einmal arbeiten wollte, ist geplatzt. Patty fürchtet sich regelrecht davor, dass Markus auf die Idee kommen könnte, sie heiraten zu wollen. Sylvie dagegen wäre froh, wenn sie ihren Beat im Hause hätte. Mitten in der Nacht beginnen die Wehen. Kurz bevor sie aus dem Hause will, wankt ihr der angetrunkene Adrian entgegen, stürzt dabei schwer und liegt blutend auf dem Teppich. |
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| Staffel 6
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| 65. Notfälle |
19.04.2001 |
Die Verwicklungen im Haus Sanwaldt nehmen kein Ende. Sylvie und Beat haben beschlossen, Patty die Patenschaft für ihre Tochter Elisabeth Marie zu übertragen. Damit ist Beats Mutter, Elisabeth von Wettenberg, überhaupt nicht einverstanden. Ihr ungeratener Bruder, Adrian von Freistatt, soll Pate werden, um sich innerhalb der pompösen Tauffeier wieder in der feinen Gesellschaft etablieren zu können. Sylvie zeigt sich jedoch widerspenstig, Gräfin Elisabeth greift deshalb zu einer List und besucht ihre noble Londoner Sippe – enge Verwandte des britischen Königshauses. Prompt wird die Queen Patin von Elisabeth Marie, ihre Vertretung während der Zeremonie soll Adrian übernehmen. Der hat sich nach einem Krankenhausaufenthalt ohne vorherige Anfrage in Sylvies und Beats Wohnung eingenistet, wodurch Sylvie erst recht in Rage gerät. Aufgrund seiner brüsken Art befürchtet sie einen Skandal bei der Taufe und greift ihrerseits zu einer List. Wie wird Mariechen wohl von der Erbsünde befreit und bleibt die Queen wirklich „amused“?
Afra Hängsberg beschäftigen inzwischen ganz andere Dinge. Es geht um Johannes Teilhaberschaft an Margots Firma „Margosan“. Zu diesem Zweck überredet sie ihren Mann zu einer Fahrt zu Sonja, die um ihren verstorbenen Veit trauert. Afras Hintergedanke dabei: Sie will Sonjas Hof pachten, um dort selbst die Kräuter, die zur Herstellung des Schlankheitsmittels „Margosan“ benötigt werden, zu züchten. Johannes ist schnell von der Idee überzeugt, und auch Sonja zeigt sich nicht abgeneigt. Doch als das Ehepaar wieder zu Hause ist, offenbart Afra Johannes ein ganz neues Gesicht. Kühl, sachlich und entschlossen weist sie ihn darauf hin, dass er im Fall von Margots Tod – die nach ihrer Krebserkrankung noch nicht wieder völlig gesund ist – fast keine Rechte innerhalb der gemeinsamen Firma hätte. Als Lieferant der Kräuter würde sich seine Stellung deutlich verbessern.
Ungefähr zur gleichen Zeit entdeckt Margot einen Knoten in der Achselhöhle. Wieder Krebs? Ihre Angst und Verzweiflung sind riesengroß.
Auch Patty hat Probleme. Seit Markus Heiratsantrag weicht sie ihm ständig aus. Er passt sie schließlich vor ihrer Öko-Dienststelle ab und pocht auf eine Antwort. Patty ist wieder unschlüssig. Was soll sie tun? |
| 66. Der Protestmarsch |
26.04.2001 |
Patty erfährt per Zufall, dass Markus Eltern und sein Bruder in Dänemark tödlich verunglückt sind. Voller Mitleid fährt sie zu Markus, um sich mit ihm zu versöhnen. Inzwischen erfährt Vater Sanwaldt durch Sylvie von den Heiratsplänen seiner jüngsten Tochter. Seine Wut kennt keine Grenzen. Nachdem er Markus aufgesucht hat und ihm die Leviten gelesen hat, findet er auf dem Nachhauseweg die Gelegenheit, sich endgültig von seiner Wut zu befreien. Auf einem Dorffest gewinnt er einige Male beim „Hau-den-Lukas“ und wird zum Liebling der Dorfbewohner, die seinen Sieg mit ihm und viel Starkbier feiern. Das Angebot, im Ort zu übernachten, nimmt Sanwaldt an. Doch auf dem kurzen Weg vom Festplatz zum Haus gerät er in eine Alkoholkontrolle. Sylvie, die ihn am nächsten Tag abholen will, bringt ihn mit ein paar spitzen Bemerkungen noch mehr in Harnisch. Sanwaldt hat die Nase von seiner Familie gestrichen voll und macht sich zu Fuß auf den einhundert-fünfzig Kilometer weiten Heimweg, um so seinen Protest kundzutun.
Inzwischen erfährt Margot von Johannes Hängsberg und seinen Plänen. Sie ist entsetzt und fühlt sich hintergangen. Ihr Vertrauen in Johannes ist gebrochen, was dem wiederum schwer zusetzt. Er sucht Rat bei Bischof Rottmann, dem das Verhalten von Afra sehr zu denken gibt. Wie wird Johannes sich entscheiden? |
| 67. Die Kur |
03.05.2001 |
Berthold ist genervt. Der Führerscheinentzug schmerzt ihn sehr. Das Angebot, an einer Staatsrechtler-Kommission in Salzburg teilzunehmen, sorgt für Abwechslung und hebt seine trübe Stimmung. Eine nicht unerhebliche Einschränkung bedeutet es allerdings, dass Berthold auf der Tagung seine ehemalige Verlobte, Miriam Bertram, die er vor vielen Jahren zwei Monate vor der Hochzeit sitzengelassen hatte, wiedertreffen wird.
Margot war beim Psychologen und hat Neues über sich erfahren: Sie leide an einer Dankbarkeitsneurose und verwechsle Liebe mit Abhängigkeit. Es sei höchste Zeit, so rät ihr der Psychologe, etwas nur für sich selbst zu tun. Zum Beispiel die längst fällige Kur im Sanatorium Sonnenhalde. Obwohl Margot erst wütend auf seine Worte reagiert, fängt sie an darüber nachzudenken, als Berthold ihr seine Salzburger Pläne mitteilt. Als dann auch noch Patty eröffnet, sie fahre zusammen mit Markus nach Shanghai, um sich zusammen mit ihm die deutsche Schule dort anzuschauen, ist der Aufenthalt im Sanatorium beschlossene Sache für sie.
Nicht nur alle Sanwaldts verreisen, auch Afra und Johannes Hängsberg rüsten sich für einen Flug nach Amerika. Johannes will dort Margots Schlankheitsmittel Margosan vermarkten. Auf Afras Geheiß unterrichtet er Margot zunächst nicht davon. Erst wenn Lizenzverträge unterzeichnet sind, rät die genau rechnende Afra.
Adrian von Freistatt genießt sein zügelloses Leben und frönt der Spielleidenschaft. Bei einem Pokerspiel verliert er auf einen Schlag fast zehntausend Mark. Für die Begleichung seiner Schuld bleiben ihm nur wenige Tage. Von Beat und Sylvie, die geschäftlich in Ungarn sind, erhält er keine finanzielle Unterstützung. Im Gegenteil, Beat weist seine Forderung entrüstet zurück. Adrian ist verzweifelt, denn auch seine Schwester ist für ihn nicht erreichbar.
Margots Aufenthalt in Sonnenhalde wird durch merkwürdige Vorkommnisse beeinträchtigt. Misstrauisch versucht sie die Rätsel zu lösen. Ist sie Ganoven auf den Leim gegangen?
Inzwischen ist auch Adrian in München tätig gewesen, um seine Schulden zu bezahlen. Ein ausgekochter Plan bringt ihm tatsächlich zwanzigtausend Mark. Wer ist diesmal das Opfer des adeligen Schlitzohrs? |
| 68. Der verlorene Sohn |
10.05.2001 |
Haushälterin Elsa mutiert zum Sorgenkind der Sanwaldt’schen Familie. Zusammen mit Bischof Rottmann besucht sie Margot und Berthold in Oberbayern. Im Alleingang durchstreift sie die Gegend, die ihr sehr vertraut ist. Versponnen in alte Erinnerungen besteigt sie einen alten, morschen Jägersitz, der prompt unter ihr zusammenkracht. Schwerverletzt kommt sie ins Krankenhaus nach München, wo der Arzt eine besorgniserregende, lebensgefährliche Diagnose stellt: Rückenwirbelbruch.
In Elsas Nachttisch findet Margot einen Briefumschlag mit dem Vermerk „Nach meinem Tod zu öffnen“. Margot kennt den Inhalt schon und macht sich auf den Weg nach Norddeutschland. In Anbetracht der Umstände hält sie es für besser, Elsas Sohn sofort zu benachrichtigen. Der wiederum hat keine Ahnung von der Existenz seiner Mutter. Verwandte hatten ihm erzählt, sie sei nach dem Tod seines Vaters einfach „auf und davon gegangen“. Als er jetzt durch Margot die wahre Geschichte erfährt, bricht er fassungslos zusammen.
Kaum sind Sylvie und Beat von ihrer Ungarnreise zurück, hält Gräfin Wettenberg wieder eine Überraschung parat: Adrian hat ihr ein Haus vermittelt, in das sie nun mit Beat und Sylvie einziehen möchte. Obendrein soll auch Adrian eine Wohnung darin erhalten. Sylvie ist völlig entsetzt und droht dem konsternierten Beat mit sofortiger Scheidung.
Während über München dunkle Katastrophenwolken ziehen, herrscht in Kalifornien eitel Sonnenschein. Afra und Johannes Hängsberg haben mit ihrem amerikanischen Partner, Jack Armstrong, die Lizenzverträge in Erwartung eines hübschen Sümmchens unterzeichnet. Trotz seines Erfolges, der zum großen Teil Afras Geschäftstüchtigkeit zu verdanken ist, hegt Johannes sehr gemischte Gefühle für seine Frau. Einerseits entzückt ihn ihr Eifer, andererseits entsetzt ihn immer wieder ihre Herzlosigkeit. Seine Freunde nehmen Abstand, die Familie zieht sich zurück. |
| 69. Auf den Hund gekommen |
17.05.2001 |
Klein-Jenin hat Geburtstag. Doch anstatt vergnügt mit ihrer Enkelin feiern zu können, werden Berthold und Margot von Afra schon am Gartentor brüsk abgewiesen. Afras Kaltschnäuzigkeit macht sogar den sonst so gelassenen Sanwaldt fassungslos und wütend. Sofort versucht er, auch Oma Hohdorf einzuschalten. Sigrid hatte noch immer eine List parat, wenn es um ihre Enkelin Jenin ging. Auf Bertholds zahlreiche Anrufe reagiert sie jedoch nicht, was den wiederum in neue Aufregung versetzt. Sigi an Jenins Geburtstag nicht erreichbar – da muss etwas passiert sein! Und in der Tat – als Berthold und Margot durch den Schlüsseldienst Sigis Haus öffnen lassen, machen sie eine schreckliche Entdeckung.
Afra hat inzwischen ein Kindermädchen eingestellt. Rosi kommt aus Rumänien und möchte Deutsch lernen. Afra kann sich also noch mehr um Johannes kümmern und reist ihm in die Schweiz nach. Unterdessen führt die fünfzehnjährige Rosi den Hängsberg’schen Haushalt und versorgt die Kinder. Als sie mit den beiden auf einem Spielplatz ist, kommt es zum Unglück. Jenin wird von einem tollwütigen Hund gebissen.
Sylvie hat eingewilligt, zusammen mit ihrer Schwiegermutter in das gemeinsame Haus zu ziehen. Als sich Adrian aber auch noch als der neue Innenarchitekt entpuppt, ist sie über die ständigen Verbandelungen innerhalb derer von Wettenberg wieder mal sprachlos. Die Stimmung zwischen Adrian und Sylvie wird immer gespannter. Steckt hinter Sylvies offensichtlicher Abwehr nicht etwas, was sie vielleicht nicht wahrhaben möchte? |
| 70. Alarmsignale |
31.05.2001 |
Nach Sigrids Tod hat Jenin deren gesamtes Vermögen einschließlich der feudalen Villa geerbt. Die Hängsberg ziehen also um. Durch den Vorfall mit Jenin und die damit verbundenen Streitigkeiten mit Johannes ist Afra wesentlich sanftmütiger gestimmt. Sie bemüht sich, ihr sehr gespanntes Verhältnis zu Margot und Berthold zu lockern. Trotzdem hängt der Haussegen im Haus Sanwaldt schief. Patty ist aus China zurückgekommen und hat verkündet, sie und Markus würden demnächst heiraten. Für Markus sei das die Voraussetzung, um in Shanghai die Stelle zu bekommen.
Während die Sanwaldts versuchen, ihre Probleme zu lösen, ist Sylvie gerade dabei, sich neue zu machen. Zusammen mit Adrian sucht sie Möbel für ihr neues Heim aus, und prompt vergisst er die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen sich und seiner Nenn-Nichte. Zwischen den beiden entsteht eine Art von Beziehung, die Beat vermutlich nicht unter „verwandtschaftlich“ einstufen würde. Zu allem Überfluss eröffnet Beat seiner Sylvie, dass auch Adrian mit in das Haus einziehen wird...
Inzwischen ist auch Patty unschlüssig, was ihre Heirat mit Markus angeht. Patty wird krank - sie leidet an Gürtelrose. Eine Krankheit, wie ihr Johannes sogleich erklärt, die häufig seelische Ursachen hat. Patty ist in einer Zwickmühle – welche Entscheidung soll sie treffen? |
| 71. Fliegender Wechsel |
07.06.2001 |
Heirat oder nicht ist im Hause Sanwaldt immer noch die große Frage. Doch eigentlich hat Patty sich schon dagegen entschieden. Allerdings wie sie es Markus beibringen soll, ist ihr nicht klar. Besonders deshalb, weil sie befürchtet, dass er die Zurückweisung aufgrund des tragischen Todes seiner Eltern und seines Bruders allzu schwer nehmen könnte. Schließlich kommt es zu einer Begegnung zwischen den beiden und Patty platzt mit allem heraus. Nach einem Streit, bei dem Markus ihr heftige Vorwürfe macht, zieht er sich allerdings nicht - so wie von Patty erwartet – gekränkt und verletzt in sein Schneckenhaus zurück, sondern hält weiterhin an seinem Hochzeitstermin fest. Allerdings...die Braut ist eine andere. Blitzschnell hat Markus für Nachschub gesorgt.
Probleme mit der Liebe wälzt nicht nur Patty. Auch Sylvie ist mit ihrer Ehe immer unzufriedener. Beat hat nie Zeit für sie und den Begriff „Liebesleben“ kennt sie nur noch aus dem Wörterbuch. Kein Wunder, dass sich die temperamentvolle junge Frau den immer eindeutigeren Avancen von Adrian immer weniger entziehen kann. |
| 72. Der Bumerang-Effekt |
14.06.2001 |
Sylvie ist Papas Sorgenkind Nummer eins. Sanwaldt ist nicht entgangen, dass Beat seine Frau viel zu häufig alleine lässt. Sylvie allerdings ist es gar nicht recht, dass das väterliche Augenmerk so sehr auf ihr ruht. Sie befürchtet, dass er beim genaueren Hinsehen hinter ihre Affäre mit Adrian käme. Als sie diesem ihre Bedenken mitteilt, lacht er nur darüber und plädiert fürs „Weitermachen“. Sein Leichtsinn wird nicht einmal gebremst, als seine Schwester und Sylvies Schwiegermutter, Elisabeth von Wettenberg, ihn und Sylvie fast zusammen im Bett ertappt. Nach diesem Vorfall allerdings beschließt Sylvie sich von ihm zu trennen. Sie will ihre Ehe und Familie nicht aufs Spiel setzen und fasst den Entschluss, zu Beat nach Warschau zu reisen. Doch Adrian ist nicht bereit, Sylvie so schnell aufzugeben. Als Schwager Johannes die junge Frau abends in ihrer Wohnung besucht, unterstellt Adrian ihr mehr als nur verwandtschaftliche Zuneigung. Die Eifersuchtsszene bringt Sylvies gute Vorsätze sofort ins Wanken und die beiden landen wieder im Bett. Gibt es überhaupt noch eine Chance für Sylvie, sich aus dieser unheilvollen Verstrickung zu lösen?
Nicht nur Sylvie ist mit Liebesdingen beschäftigt, neuerdings weiß auch Elisabeth von Wettenberg wieder, was weiche Knie und Herzklopfen bedeuten. Tubaspieler Professor Sebastian Prestel ist der Grund dafür. Allerdings geht es auch hier nicht ohne Hindernisse, denn als die beiden sich in einem Restaurant endlich ihre Liebe gestehen, gerät Sebastian in eine Schlägerei, die böse für ihn endet.
Afra überrascht Johannes mal wieder mit ihrer Klugheit und Geschäftstüchtigkeit. Wochenlang hat sie in der Bibliothek ihres alten Klosters antiquarische Bücher über Kräuterkunde und dergleichen gewälzt. Und sie ist fündig geworden! Ihre Entdeckung ist ein Mittel zum „Ausgleich der seelischen Balance". Ähnliches sollte in den Labors des Margosan-Unternehmens sowieso entwickelt werden. Johannes ist begeistert und lässt sofort Dr. Probst, einen Freund und Kollegen aus Zürich, nach München kommen, um alles zu besprechen.
Rache für ihre „verschmähte Nichte Patty“ nimmt Tante Mathilde. Wenn es um „ihre Mädchen“ ging, war sie schon immer rigoros. Ihr ganzer Zorn richtet sich nun gegen den abtrünnigen Bräutigam Markus. Zusammen mit Albert macht sie sich am Sonntag auf, um im Gasthof von Markus zu speisen. In einem unbeobachteten Augenblick lässt sie mitgebrachte Würmer und eine Schnecke in den Salat gleiten, um kurz darauf einen Riesenaufstand zu proben. Für den schicksalsgebeutelten Markus eine weitere Ohrfeige – alle Gäste verlassen angewidert das Lokal. Todunglücklich über seine Ehe und über sein Leben sucht er endlich das Gespräch mit Patty. Wird sie ihm zuhören? |
| 73. Der Biss des Tigers |
21.06.2001 |
Markus kann Patty nicht vergessen. Wieder versucht er, sie zu treffen und mit ihr zu sprechen. Berthold will das nicht länger mit ansehen und weist ihn bei einem erneuten Versuch, Patty zu sehen, nachdrücklich aus dem Haus. Wütend und enttäuscht verlässt dieser daraufhin das Sanwaldtsche Anwesen und beobachtet zufällig Sylvie und Adrian, die sich im dunklen Auto küssen.
Deren Affäre ist inzwischen an einem kritischen Punkt angelangt. Adrian ist eifersüchtig auf Beat und beiden ist klar, dass die Situation durch ihre Wohnverhältnisse beileibe nicht einfacher wird. Wie lange können sie ihr Verhältnis noch vor Beat und Elisabeth geheim halten?
Während des Gottesdiensts zu Roman Rottmanns 40-jährigem Priesterjubiläum klappt Sylvie plötzlich neben dem Altar zusammen. Die Lesung, die ihr Gewissen so eindringlich berührt, der Weihrauch und die plötzliche und unerwartete Anwesenheit von Adrian sind zuviel für sie. Doch Sonja, die realistische Ärztin, hat einen ganz anderen Verdacht. Ist Sylvie vielleicht schwanger?
Während Tante Mathilde die anschließenden Festlichkeiten dazu nutzt, das Gerücht von Romans Ruf nach Rom – er soll womöglich Kardinalswürden erlangen – in die Welt zu setzen, wartet auf Elsa eine nette Überraschung. Ihr „Retter“ Josef hat sie endlich ausfindig gemacht.
Am nächsten Tag in der Praxis bestätigt sich Sonjas Verdacht. Sylvie ist tatsächlich schwanger. Während Beat dieser Möglichkeit freudig entgegensieht, ist es für Sylvie eine Katastrophe. Sie will dieses Kind, dessen Vater sowohl Beat als auch Adrian sein kann, nicht. In ihrer Not gesteht sie der Ärztin ihren Seitensprung und auch die Angst, ihre Tochter Marie bei einer Scheidung an ihren Mann zu verlieren. Die Abtreibungspille soll dieses Problem lösen. Adrian nimmt die Nachricht von der geplanten Schwangerschaftsunterbrechung ganz cool auf. Sylvie wird wieder einmal klar, dass er kein Mann ist, auf den eine Frau bauen kann.
In der Zwischenzeit offenbart Elisabeth ihrem Sohn, dass sie Sebastian heiraten wird. Und Beat, durch den erwarteten Nachwuchs glücklich gestimmt, freut sich für seine Mutter.
Während Patty Markus in seinem Gasthof bei dessen Frau aufsucht und ihm klar macht, dass es endgültig aus ist, trifft Elsa ihren Josef wieder und die beiden stellen schnell fest, dass sie sich mögen.
Beat umsorgt seine schwangere Frau derweil äußerst fürsorglich. Sylvie fühlt sich dadurch jedoch nur noch unglücklicher und schlechter. Die Situation eskaliert, als Adrian sie blutüberströmt in ihrem Badezimmer findet: Sylvie hat ihr Kind verloren. Sonjas Hilfe ist damit gar nicht mehr nötig. Als Berthold, von Sonja alarmiert, dazu kommt, wie Sylvie in den Notarztwagen getragen wird, trifft er wieder auf Markus. In seiner Sorge um seine Tochter schnauzt er ihn an. Markus rächt sich für diese demütigende Behandlung, indem er Berthold Sylvies Affäre mit Adrian verrät. |
| 74. Der Tulpendieb |
28.06.2001 |
Berthold ist betroffen von Markus` Enthüllung. Er befürchtet ein großes Familienchaos und beschließt, Margot vorerst nicht einzuweihen. Ein Entschluss, den sein Freund Roman bekräftigt.
Sonja hat eine ernste Unterredung mit Sylvie über Verhütung und Verantwortung. Unter dem Einfluss dieses Gesprächs versucht sie, mit Adrian Schluss zu machen, obwohl er ihr seine Liebe gesteht. Schließlich ist sie mit Beat verheiratet. Doch so einfach kann sie ihre Gefühle für Adrian nicht vergessen. Als sie feststellt, dass Beat mit seiner Mutter über ihre Eheprobleme redet, bekommt sie Angst. Wie lange wird es dauern, bis Elisabeth Wettenberg die ganze Geschichte durchschaut?
Adrian beschließt, angesichts der verqueren Verhältnisse wieder einmal davonzulaufen. Er will nach Südamerika gehen. Als er sich von Sylvie verabschiedet, kommt es zu einer letzten leidenschaftlichen Begegnung. Doch zu allem Unglück werden sie dabei von Beat überrascht. Es kommt zu einem Handgemenge, Beat versucht Adrian zu schlagen - er erkennt, dass Sylvies Kind nicht unbedingt seines gewesen sein muss. Als auch noch Gräfin Wettenberg zu dieser unerfreulichen Szene stößt, flüchtet Sylvie mit ihrer Tochter Marie zu Berthold und muss erfahren, dass ihr Vater durch Markus bereits voll im Bilde ist. Auch Patty und Margot sind entsetzt. Wenn sie auch Schwierigkeiten geahnt haben, das hätten sie Sylvie nicht zugetraut.
Elisabeth Wettenberg hat eine heftige Auseinandersetzung mit ihrem Bruder Adrian. Wie konnte er ihr das antun? Adrian versucht, sie mit der Nachricht von seinem Auszug zu besänftigen und gibt ihr den Rat, für eine Versöhnung Beats mit Sylvie zu sorgen, um eine Scheidung zu verhindern.
Elsa hat sich in Josef verliebt. Da sie Rottmann aber auch nicht alleine lassen will, gerät sie in einen Gewissenskonflikt. Als Josef ihr schließlich ein Ultimatum stellt, kündigt sie bei Rottmann. Aber Margot hat eine rettende Idee...
Im Hause Sanwaldt herrscht dicke Luft. Sylvie hat Angst vor den Entscheidungen, die möglicherweise im Hause Wettenberg getroffen werden. Welche auch immer es sein werden, was werden sie für ihr Töchterchen Marie bedeuten? Über Adrian gibt sie sich keiner Illusion mehr hin.
Beat ist inzwischen klar, dass er seine Frau vernachlässigt und damit wahrscheinlich verloren hat. Besonders bitter für ihn ist dabei allerdings die Tatsache, dass er sie ausgerechnet an den eigenen Onkel verloren hat.
In dieser verfahrenen Situation heiratet Gräfin Wettenberg ihren Sebastian in aller Stille. Und Adrian macht sich auf den Weg zum Flughafen. |
| 75. Verschiedene Verhältnisse |
05.07.2001 |
Bei Rottmann ist der Hausfrieden wieder hergestellt. Josef zieht zu Elsa, und erweist sich darüber hinaus als äußerst geschickter Hausmeister.
Sylvie hat sich in der Zwischenzeit zwar mit Beat ausgesprochen, wohnt aber immer noch bei Sanwaldts. In der Villa Wettenberg gibt es aber doch noch ein kleines „Nachhochzeitsfest“. Elisabeth hat dabei den Hintergedanken, Beat und Sylvie im Kreise ihrer Familie zu versöhnen. Sylvie geht das jedoch alles zu schnell. Sie hat mit Beat vereinbart, sich Zeit zu lassen und fühlt sich jetzt bedrängt. Sie kann und will sich jetzt noch nicht entscheiden. Während das Fest in vollem Gange ist, meldet sich Adrian telefonisch bei seiner Schwester. Er befindet sich vor dem Haus und sagt ihr dies auch. Elisabeth ist fassungslos und verbietet ihm, zu kommen. Doch er will sie nur beruhigen, ihr sagen, dass er noch in München ist und ihr seine Telefonnummer geben, die sie auch notiert.
Adrian arbeitet wieder als Innenarchitekt. Während er sein erstes Modell im Büro des Kreativ-Teams abliefert, wagen Beat und Sylvie in ihrer gemeinsamen Wohnung eine erste Annäherung. Sie weiß zwar nicht, ob sie ihn noch liebt, aber sie will es versuchen.
In der Zwischenzeit taucht der ehemalige Margosan-Teilhaber Walter Sielmann mit bösen Absichten auf: Er will eine Nachzahlung, da er sich von Margot übervorteilt fühlt. Margot und Johannes versuchen, ihn abzuwimmeln. Als er jedoch unbemerkt Gelegenheit hat, geheime Unterlagen einzusehen, schmiedet er einen infamen Plan. Messerscharf hat er erkannt, dass Margosan neue Felder braucht, um das neue Produkt herstellen zu können. Er ergreift die Gelegenheit, als Johannes weg muss und keine Zeit mehr hat, sich um die Felder zu kümmern. Zwar beauftragt er Afra damit, doch die fühlt sich nicht wohl und schafft es nicht, sich darum zu kümmern. Sielmann veranlasst den Huber-Bauern, die Felder von der ahnungslosen Sonja zu pachten. Die ist grundsätzlich einverstanden und will ihm den Vertrag in den nächsten Tagen unterschreiben. Ob Sielmanns gemeiner Plan gelingt?
Sylvie findet inzwischen die Notiz ihrer Schwiegermutter mit Adrians neuer Münchner Nummer. Als sie dort anruft und das Büro des Kreativ-Teams erreicht, ist sie zugleich enttäuscht und erleichtert, dass die Nummer offensichtlich falsch ist. Aber irgendwie kann sie es doch nicht glauben. Sylvie ruft nochmals an und stellt fest, dass Adrian tatsächlich noch in München ist. Und während Elisabeth sich darüber freut, dass Sylvie so zugänglich und versöhnungswillig ist, fährt sie zum Kreativ-Büro und wartet auf Adrian.
Bei einem neuen Hausmusikabend verkündet Johannes, warum Afra sich nicht um die Felder kümmern konnte. Es ging ihr die ganze Zeit schlecht, weil sie schwanger ist. Jetzt kann auch Margot nicht mehr böse sein.
Für Sylvie wird die Situation jedoch immer verfahrener. Anhand von Strafzetteln findet Beat heraus, dass sie nicht beim Zahnarzt war... |
| 76. Der Preis der Moral |
12.07.2001 |
Der Generalvikar versucht wieder einmal, Roman eins auszuwischen. Er macht sich vermeintliche Sorgen um die „sittliche Moral“ im Hause Rottmann. Denn Elsa und Josef sind nicht verheiratet. Deshalb soll Rottmann sie zur Ehe überreden.
Adrian will Sylvie vergessen, ein anständiges Leben führen. Er flüchtet wieder. Aber dieses Mal in richtige Arbeit. Doch nun steht sie auf der Straße vor seinem Büro: Adrian spürt, dass er Sylvie wirklich liebt. Die beiden können einfach nicht voneinander lassen. Ihr Treffen endet in leidenschaftlichen Küssen und Umarmungen. Zum ersten Mal in seinem Leben hat eine Frau positiven Einfluss auf Adrian. Sogar das Zocken hat er aufgehört.
Berthold kümmert sich derweil um Romans Problem. Rottmann muss auf Druck des Generalvikars Elsa und Josef vor die Wahl stellen: Heirat oder Auszug. Die beiden sind empört. Um der Moral zu genügen, sollen sie finanzielle Nachteile erleiden. Über tausend Mark Rente würden sie bei einer Heirat verlieren. Der findige Berthold hat eine Idee.
Sylvie macht trotz ihres Wiedersehens mit Adrian einen letzten Versuch, ihre Ehe zu retten. Sie holt Beat vom Flughafen ab und hofft auf einen gemeinsamen Abend. Doch Beat empfindet die Pflicht, beim Hausmusikabend zu erscheinen, als noch wichtiger. Sylvie wird klar, dass für ihren Mann berufliche und familiäre Pflichten immer an erster Stelle stehen werden. Eben das genaue Gegenteil von Adrian.
Auch bei Afra und Johannes ist die traute Zweisamkeit ein wichtiger Teil ihres Lebens. Sylvie flüchtet deshalb ratsuchend zu Afra, die vor Jahren ebenfalls eine schwerwiegende Entscheidung für ihr weiteres Leben treffen musste. Von Afra erhält Sylvie den guten Rat, endlich auf sich selbst zu hören. Und das tut Sylvie dann auch. |
| 77. Auf Bewährung |
19.07.2001 |
Sylvie und Mariechen sind verschwunden. Berthold macht sich Sorgen. Wird sie wieder einen Selbstmordversuch unternehmen? Als Rottmann Sylvie auf der Straße trifft, will sie nicht mit zu ihren Eltern kommen. Aber sie lässt wenigstens ausrichten, dass es ihr und Mariechen gut geht. Als Rottmann eine Kerze für Sylvie anzündet, trifft er den Generalvikar, der auch keine guten Nachrichten für ihn hat.
Elisabeth und Beat haben von Roman Rottmann erfahren, dass Sylvie in einem Kaufhaus arbeitet und beobachten sie heimlich. Elisabeth beschließt, Adrian ins Gewissen zu reden, ihm zu sagen, wo er Sylvie finden kann. Und sie bittet ihn aus Sorge um Mariechen, auf Sylvie einzuwirken.
Inzwischen wird in der Margosan-Fabrik das neue Produkt „Push“ der Öffentlichkeit präsentiert. Unvermittelt taucht Sylvie acht Wochen später bei der Produktvorstellung auf.
Für Berthold ein Affront, der in einem Krach zwischen ihm und Margot endet. Berthold packt seine Koffer, will weg, am besten nach Australien. Als Margot bemerkt, dass es eigentlich um ihr berufliches Engagement geht, dass Berthold glaubt, er sei überflüssig und werde nicht gebraucht, lässt sie ihn ziehen.
Für Adrian und Sylvie endet das Wiedersehen - im Bett. Leidenschaftlich gestehen sie sich ihre Liebe; keiner will und kann ohne den anderen leben. Obwohl sie Adrian misstraut, wird Sylvie nicht zu Beat zurückkehren. Sie wird aber auch nicht mit Adrian zusammenziehen, will erst Beweise seiner Beständigkeit: Schwierige Zeiten für Sylvie und Adrian, aber vor allem auch für Beat.
Berthold ist am Flughafen eingetroffen. Verena hat Angst, dass ihre Eltern sich scheiden lassen und spricht mit Tante Mathilde, die dieses Gerücht sofort Elsa steckt. Kurze Zeit später weiß es Roman Rottmann, der sofort mit Margot spricht. Ja, es kriselt in der Ehe. Ja, sie sei sehr schuldbewusst. Selbstkritisch erkennt Margot, dass sie ihren Mann in der letzten Zeit zunehmend als Fels in der Brandung missbraucht hat.
Vier Wochen sind seit Bertholds Abreise vergangen. Margot kann ihren großen Geschäftserfolg nicht genießen. Und doch findet im Hause Sanwaldt am vierten Advent der gewohnte Hausmusikabend statt. Aber wo ist Berthold? |
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Quelle: ZDF
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