Fluss-Monster: 1x6

Der Amazonas-Wels

Der Amazonas ist der wasserreichste Fluss der Erde und ein einzigartiger Lebensraum für Raubfische aller Art: Seit Generationen ranken sich Legenden um menschenfressende Riesenfische, die im trüben Wasser des Urwald-Flusses auf Beute lauern. Doch was ist dran an diesen Schauermärchen? Profi-Angler Jeremy Wade reist nach Brasilien, um in der Nähe der Dschungel-Metropole Manaus nach einem ganz besonderen Amazonasbewohner zu suchen: dem so genannten Riesenantennenwels oder Piraiba. Mit einer Körperlänge von bis zu drei Metern und einem Maximalgewicht von über 220 Kilo ist dieser gigantische Süßwasserfisch die mit Abstand größte Welsart im gesamten Amazonasgebiet. Ob der Piraiba aber tatsächlich auch Jagd auf Menschen macht, ist bis heute nicht erwiesen. Tatsache dagegen ist, dass ein viel kleinerer Fisch deutlich mehr Angst und Schrecken in Südamerika verbreitet: der Candiru. Er wird nur wenige Zentimeter groß, ähnelt in seiner Körperform dem Aal und ist ein regelrechter Blutsauger. Der als „Vampirfisch“ verschriene Candiru hakt sich mit speziellen Stacheln in den Kiemen anderer Fische fest und ernährt sich dort von ihrem Gewebe und Blut. Doch auch der Mensch ist vor diesem Parasiten nicht sicher: Es gibt Berichte, nach denen eine besonders aggressive Candiru-Art erst in die Opfer eindringt, um sie dann von innen regelrecht aufzufressen. Fisch-Experte Jeremy Wade wirft die Angel aus und geht dem schaurigen Mythos auf den Grund.

10.05.2009

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